FotoGnuThemenstarter399 Beiträge · seit 202130. Aug. 2025 · #41
Liebe Gabi,
ich war wirklich sehr, sehr froh, dass ich meine Ersatzbrille dabei hatte - sonst wäre der Urlaub für mich auch gelaufen gewesen!
Vielleicht hätten wir auch langsamer laufen sollen, dann hätten wir die Chimps bestimmt auch besser zu sehen bekommen 😄
Naja, Pech bei den Schimpansen, Glück bei den Gorillas… 🙂
LG Elke
FotoGnuThemenstarter399 Beiträge · seit 202131. Aug. 2025 · #42
21.06.2025: Bigodi
Die blöde Erkältung und Kopfschmerzen lassen mich nicht schlafen. Seit drei Uhr liege ich wach und höre Podcasts und Hörbuch. Um halb sieben stehen wir dann beide auf und machen uns fertig. Wie immer in unseren Afrika-Urlauben machen sich nach ein paar Tagen die ersten Zersetzungserscheinungen bemerkbar - naja, Erholungsurlaub kann ja jeder!
Wir packen unsere letzten Sachen zusammen und gehen frühstücken. Anschließend zahlen wir unsere Getränke, geben Tip und gehen wieder auf Vogelpirsch. Die Webervögel lassen sich heute super fotografieren und auch zwei weitere Sunbirds landen auf dem Speicherchip.
Etwas später als geplant starten wir dann zu unserer heutigen Aktivität, dem Bigodi Swamp Walk. Eigentlich war das für gestern geplant, aber da wir so platt waren, haben wir ihn auf heute verschoben. Es sind nur wenige Minuten Fahrt nach Bigodi.
Wir bekommen ein kurzes Briefing von Patrick und weil wir nur wenig Zeit haben, steigen wir anschließend wieder ins Auto und Peter fährt uns direkt zum Startpunkt unserer Wanderung. Wie ein Swamp kommt es uns hier noch nicht vor, aber das ändert sich später.
Ungefähr zwei Stunden lang wandern Lars und ich mit Patrick und Swisin, seinem „Praktikanten“, der freundlicherweise auch unseren Rucksack trägt, durch das kleine Feuchtgebiet. Man hört zwar jede Menge Zivilisationslärm, aber außer uns sind nur wenig andere Menschen unterwegs oder vielleicht verlaufen sich die Massen auch, sodass wir das gut ausblenden können und viel Freude an dem Ausflug haben. Die Bedingungen zum Fotografieren sind allerdings wieder herausfordernd und so gelingen nur wenige vorzeigbare Aufnahmen von vier der fünf hier heimischen Affenarten:
Roter Stummelaffe / Red Colobus
Rotschwanz- oder Weißnasenmeerkatze / Red-tailed Monkey
Guereza oder Östlicher Schwarz-weißer Colobusaffe / Eastern Black and White Colobus Monkey
Grünmeerkatze / Vervet Monkey
FotoGnuThemenstarter399 Beiträge · seit 202131. Aug. 2025 · #43
21.06.2025: Von Kibale nach Bwindi
Nach dem Swamp Walk heißt es wieder Strecke machen: Heute wartet die größte Entfernung auf uns und wegen des Regens können wir eine geplante Abkürzung auf einer unbefestigten Straße leider nicht nehmen.
So geht es wieder über Asphalt durch die wunderbar grüne, hügelige Landschaft,
vorbei an Dörfern, Städten und einer total verrückten Wahlkampf-Prozession: als Deutsche wundern wir uns über so viel Begeisterung für Politik, aber Peter erklärt uns, dass eine Gratismahlzeit und kostenlose Getränke am Veranstaltungsort auf die Teilnehmer warten.
Gegen zwei machen wir am Queen Elisabeth NP Mittagspause und verspeisen mit Blick auf die Savannenlandschaft Sandwiches und Eier aus unseren Lunchboxen und leckere Ananas, die Peter uns ausgibt. Da wir ja nicht selber fahren und uns deshalb so gut wie gar nicht mit der Streckenführung befasst hatten, war uns vorher überhaupt nicht klar, dass wir direkt am QENP vorbeikommen.
Nachdem wir satt sind, braucht auch das Auto eine neue Tankfüllung, aber an der einzigen Tankstelle weit und breit gibt es keinen Diesel mehr. Peter will für die verbleibende Strecke auf Nummer sicher gehen und kauft den Sprit bei einem Privatmann im Ort, der die durch einen Streik bedingte, aktuelle Mangellage als willkommene Geschäftsgrundlage nutzt und Peter den doppelten Preis abknöpft.
Wenig später biegen wir auf eine unbefestigte Straße ein und erfahren völlig perplex, dass uns die von Peter geplante Streckenführung nicht nur am QENP vorbei, sondern für die nächsten ca. 80km sogar mitten durch den Nationalpark führt! Was für eine tolle Überraschung! So wird die vermeintliche Transfer-Fahrt zu einem Game Drive mit vielen tierischen Motiven und sogar drei Erstsichtungen.
Neben den Vögeln und großen Wildtieren faszinieren uns auch die bunten Schmetterlinge, die sich zu Hunderten an den vielen wassergefüllten Schlaglöchern versammeln. Beim Passieren fliegen sie auf, sodass wir durch einen wunderbaren, lebendigen Schmetterlingstornado fahren.
Als wir den Nationalpark wieder verlassen, verändert sich die Landschaft wieder und für uns sieht es wieder wie das typische Uganda aus. Die Menschen hier wirken allerdings ärmlicher und weniger offen und die „Straße“ verdient den Namen wirklich nicht!
Endlich kommen wir - schon im Dunklen - in der Bwindi Community Lodge in Buhoma an und werden freundlich mit heißen Handtüchern und Saft begrüßt. Dann erhalten wir eine kurze Info zu der Lodge und werden schließlich zu unserem Zimmer „Mongoose“ geführt. Peter hatte uns vorher gesagt, dass die Zimmer der Lodge frisch renoviert sind. Den Eindruck vermittelt unser Zimmer auf uns ehrlicherweise nicht.
Dass diese Unterkunft einen anderen Standard hat, als die vorherige, merkt man auch deutlich am Service: obwohl ich gerade eine Viertelstunde vorher erklärt hatte, dass ich keine Zwiebeln essen kann, bekomme ich zunächst die normale Tomatensuppe mit Zwiebel serviert. Das Essen ist leider auch sonst nicht besonders lecker. Dafür unterstützt man mit einer Buchung dieser Lodge aber direkt die Bwindi Community: alle Erträge kommen der Dorfgemeinschaft und somit dem Gorilla-Schutz zugute.
FotoGnuThemenstarter399 Beiträge · seit 202102. Sept. 2025 · #44
22.06.2025: Gorilla-Trekking in Bwindi, Teil I
Um drei Uhr liege ich wieder wach, aber mit Meditation und positiven Affirmationen zum heutigen Trekking schlafe ich zum Glück noch mal für zwei Stunden wieder ein.
Als um sechs der Wecker geht, bin ich trotzdem hundemüde und gleichzeitig total aufgeregt. Meine Erkältung klingt ganz langsam ab, dafür hat Lars heute Nacht Halsschmerzen bekommen - schöner Mist!
Weil ich nicht nur große Angst davor habe, der Anstrengung nicht gewachsen zu sein, sondern auch weiß, dass ich beim Bergab-Laufen schnell Probleme mit den Knien bekomme, ziehe ich heute orthopädische Kniebandagen an. Dann kommen noch die Socken über die Hose und darüber noch die Gamaschen, dazu nehmen wir wieder die Gartenhandschuhe und Wanderstöcke mit - an der optimalen Vorbereitung soll unser heutiges Abenteuer jedenfalls nicht scheitern. Unsere Rucksäcke haben wir zum Glück gestern schon gepackt, sodass wir hoffentlich auch sonst nichts Wichtiges vergessen haben.
Ein Blick aus der Tür zeigt, dass zumindest das Wetter schon mal mitspielt:
Das Frühstück hingegen ist leider nicht so toll, aber ich will unbedingt was in den Magen bekommen, um genug Energie für das Trekking zu tanken.
Plötzlich steht Peter schon neben uns und gemeinsam gehen wir die paar Meter zu Fuß zur Ranger Station. Dabei jammere ich den armen Peter - nicht zum ersten Mal auf unserer Reise - wieder voll, wie groß meine Angst ist, dass ich das Trekking nicht schaffe. Er versucht mich zu beruhigen, was ihm aber nur mäßig gelingt.
Lars und ich nehmen für das Briefing in der ersten Reihe Platz und warten gespannt auf alles Weitere. Nach und nach füllen sich die Reihen mit anderen Touris und es ist interessant zu beobachten, wie unterschiedlich sich die Leute für den heutigen Tag ausstaffiert haben. Von „sorglos“ bis „übertrieben“ ist aus unserer persönlichen Sicht alles dabei.
Bevor wir zu den Gorillas und dem Trekking aufgeklärt werden, dürfen wir erstmal eine längere Tanz- und Gesangseinlage der hiesigen Batwa-Community miterleben. Es ist eine überwiegend weibliche Gruppe, die zu lautem Getrommel richtig loslegt und voll abgeht! Besonders eine junge Frau sprüht nur so vor Lebensfreude und Energie, was besonders bemerkenswert ist, weil die Reaktionen im Publikum - freundlich gesagt - eher verhalten sind. Zwischendurch erzählt uns der Sprecher der Gruppe einiges zur Stammeshistorie, was, wie so häufig, etwas bedrückend ist.
Ranger Sahin erklärt anschließend die Spielregeln zum Trekking und das weitere Prozedere. Wir werden der Rangerin Joy zugeordnet. Insgesamt besteht unsere Gruppe aus vier Amerikanerinnen, einem anscheinend spanischen Paar und natürlich uns. Wir werden gefragt, ob wir Porter möchten und Lars und ich melden uns gleich für zwei. Zum einen, weil ich glaube, dass wir die Hilfe wirklich brauchen können, aber zum anderen auch, um die Community zu unterstützen. Die Akzeptanz der Gorillas und damit ihr Überleben hängt ganz wesentlich davon ab, dass die lokalen Dorfgemeinschaften vom Gorilla-Tourismus profitieren.
Joy erklärt, dass unsere Gorilla-Gruppe aus 17 Tieren besteht und Rushegura genannt wird. Das Familienoberhaupt ist der dominante Silberrücken Kabukojo.
Kurz bevor wir uns auf den Weg machen, steckt Peter uns, dass er mit dem Chief Ranger gesprochen hat, um uns eine „gute“ Gruppe zuzuschanzen. In mir keimt die leise Hoffnung, dass es heute vielleicht nicht soo hart wird, zumal auch diese Gruppe rein optisch nicht wie Fitness-Freaks erscheinen. Dann fahren wir, zusammen mit Joy auf dem Beifahrersitz, schon los.
Komischerweise fahren wir nur ein paar Minuten und zwar an den Rand des Dorfes Buhoma. Dort geben wir unsere Rucksäcke an unsere beiden Porter Kevin und Bran.
Dabei höre ich eine der Amerikanerinnen sagen, dass sie einen Gorilla gesehen habe und schüttele innerlich belustigt mit dem Kopf: Ja, ist klar, als wenn das so einfach wäre! Aber - was soll ich sagen - Joy bestätigt, dass die Gorillas hier sind und dass wir großes Glück hätten, sie so leicht zu finden. Ich bin total perplex und gleichzeitig fallen mir tonnenweise Steine vom Herzen!
Wir gehen die paar Meter zu den Gorillas und können einen Silberrücken und einen Schwarzrücken ausmachen, die sich über Baumrinde und Eukalyptus hermachen. Ich kann die Situation noch gar nicht richtig glauben!
Wir fotografieren die zwei was das Zeug hält und sind im siebten Fotografen-Himmel. Gleichzeitig kann ich unser Glück kaum fassen, den wunderbaren Tieren so nah sein zu dürfen. Dabei sind unsere eindrucksvollen Verwandten völlig entspannt und friedlich.
Nachdem wir uns eine ganze Weile fotografisch ausgetobt und die Anwesenheit der sanften Riesen einfach nur staunend und dankbar genossen haben, drängt sich mir der unwillkommene Gedanke auf, dass wir unser leichtes Trekking wohl damit „bezahlen“ müssen, dass wir keine Gorilla-Familie und somit keine Gorilla-Babys zu sehen bekommen. Doch unsere heutige Mega-Glückssträhne hat noch kein Ende...
FotoGnuThemenstarter399 Beiträge · seit 202103. Sept. 2025 · #45
22.06.2025: Gorilla-Trekking in Bwindi, Teil II
Unter den wachsamen Schutz des dominanten Silberrückens Kabukojo zieht die komplette Gorilla-Familie den Berg herunter und kommt direkt auf uns zu. Gänsehaut!
Wow, der Hammer! Die Gorillas ziehen direkt an uns vorbei; wir stehen regelrecht Spalier! Ich werd verrückt. Sogar die Mütter mit ihren kleinen Babys sind dabei und anscheinend auch völlig entspannt.
Ich habe völlig das Zeitgefühl verloren, deshalb gehe ich davon aus, dass wir, als die Gruppe in einem Feld verschwindet, die Gorillas nun schon verlassen müssen, aber wir dürfen ihnen weiter folgen und können ein paar weitere Szenen einfangen.
Dann wird es leider wirklich Zeit die Gorillas sich selbst zu überlassen. Wir sind total beseelt und geflasht.
Anstatt nun einfach zurück zu den Autos zu gehen, sollen wir uns unsere Gorilla Trekking Urkunde offenbar wenigstens noch ein bisschen verdienen: wir wandern am Fluss entlang bis wir schließlich zu Fuß wieder an der Rangerstation ankommen.
Das offizielle Ende des Trekkings besteht aus der Übergabe des Zertifikats an uns und des Trinkgelds an Joy und die beiden Guards.
Dann ist natürlich ein dickes Dankeschön und eine herzliche Umarmung für Peter fällig, dem wir es zu verdanken haben, dass uns dieses unfassbar schöne Erlebnis so mühelos zugefallen ist!
Erfreulich früh sind wir zurück in der Lodge. Lars sichtet sofort seine Fotos, während ich erstmal eine Dusche genieße. Nachdem sich Lars auch frischgemacht hat, setzen wir uns gemütlich auf unsere Terrasse, verspeisen unsere Lunchpakete, sichten Fotos, freuen uns über Vögel und Affen in der Umgebung und schreiben Journi.
Zwischendurch öffnet der Himmel seine Schleusen und ich denke sehr mitleidig an die armen Gruppen, die jetzt immer noch auf der Suche nach ihren Gorilla-Familien sind und bin gleichzeitig sehr, sehr dankbar, dass es uns heute so leicht gemacht wurde.
Da wir für WLAN sowieso ins Restaurant müssen, trinken wir dort auch noch einen Tee und essen dazu Kuchen aus der Lunchbox. Plötzlich kommt ein L’Hoest Affe rein und somit sogar eine Art, die wir hier noch gar nicht richtig gesehen haben. Schnell hinterher!
Mit diesem Handy-Foto geben wir uns natürlich nicht zufrieden und holen schnell unsere Kameras.
Danach gehen wir wieder ins Restaurant, wo wir mit einem belgischen Biologen und Guide ins Gespräch kommen, der in Kanada lebt und sich auf Birding-Touren spezialisiert hat. Seine Klientel scheint ziemlich schwierig zu sein und innerhalb der Gruppe gibt es Zoff. Wie gut, dass wir nur zu zweit bzw. dritt unterwegs sind!
Dann gibt es auch schon Abendessen, das wir heute zusammen mit Peter einnehmen. Mit Peter als Guide haben wir wirklich einen sehr guten Griff getan: wir erfahren wieder sehr viel über Land, Leute und Natur, dabei ist er immer freundlich und super angenehm als Mensch.
Enilorac65770 Beiträge · seit 201703. Sept. 2025 · #46
Wow, da hattet ihr wirklich grosses Glück! Das muss ein grossartiges Erlebnis gewesen sein. Vielen Dank für‘s Teilen!
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Makalani207 Beiträge · seit 202303. Sept. 2025 · #47
Hallo Elke, was für ein tolles Gorillatrekking - ohne große Anstrengungen ein Silber- und ein Schwarzrücken und dann noch der Rest der Familie mit den süßen Kleinen. Ein herzliches Dankschön zwischendurch für den schönen Reisebericht und das Teilen der Fotos. Viele Grüße, Sabine
picco6'376 Beiträge · seit 201104. Sept. 2025 · #48
Hoi Elke
Gratuliere zu den Treckings! Vor allem hattet Ihr unheimliches Glück mit dem Licht! Ich kann mich so spontan an nicht einen Sonnenstrahl beim Gorillatrecking erinnern, immer nur Urwald-Dunkel...
FotoGnuThemenstarter399 Beiträge · seit 202104. Sept. 2025 · #49
Enilorac65 schrieb:Wow, da hattet ihr wirklich grosses Glück! Das muss ein grossartiges Erlebnis gewesen sein. Vielen Dank für‘s Teilen!
Ja, total Glück mit der „Suche“ und mindestens genauso viel Glück mit der Sichtung. Das haben wir insbesondere im Vergleich zu Mgahinga festgestellt: in Buhoma hatten wir meistens freie Sicht, konnten uns frei bewegen und das Licht war gut - besser ging es kaum! Nicht nur das Fotografieren, was uns ja auch immer sehr wichtig ist, war super, auch das Erlebnis an sich war einfach nur phantastisch! Wir hatten ja schon viele tolle Nahbegegnungen mit Wildtieren, aber der Blick aus den Gorilla-Augen geht noch mal ganz anders unter die Haut.
FotoGnuThemenstarter399 Beiträge · seit 202104. Sept. 2025 · #50
Makalani schrieb:Hallo Elke, was für ein tolles Gorillatrekking - ohne große Anstrengungen ein Silber- und ein Schwarzrücken und dann noch der Rest der Familie mit den süßen Kleinen. Ein herzliches Dankschön zwischendurch für den schönen Reisebericht und das Teilen der Fotos. Viele Grüße, Sabine
Liebe Sabine, wie schön, dass Du auch dabei bist und lieben Dank für Deinen Beitrag. Das Trekking hat wirklich alle Erwartungen übertroffen, insbesondere, weil ich vorher so große Angst hatte, es nicht zu schaffen. Viele Grüße Elke
FotoGnuThemenstarter399 Beiträge · seit 202104. Sept. 2025 · #51
picco schrieb:Hoi Elke
Gratuliere zu den Treckings! Vor allem hattet Ihr unheimliches Glück mit dem Licht! Ich kann mich so spontan an nicht einen Sonnenstrahl beim Gorillatrecking erinnern, immer nur Urwald-Dunkel...
Moin Picco, und danke! Ja, wir hatten mit Allem unheimliches Glück! Wobei es mir dunkel noch lieber ist, als mit hartem Licht, aber die Sonnenstrahlen waren wirklich die Kirsche auf der Sahne.
Dandelion547 Beiträge · seit 201704. Sept. 2025 · #52
Hallo Elke,
ich lese von Beginn an mit, wir haben Uganda im August 2024 besucht und ich finde es immer interessant zu erfahren wie andere Fomis die oft doch ähnlichen Stationen der Reise erlebt haben. Bei euch kommen noch die genialen Fotos dazu, da macht es doppelt Freude, euch zu begleiten. An dieser Stelle also erstmal ein herzliches „Dankeschön“ für deine Bemühungen 😘
Ich musste etwas schmunzeln, als ich von deinen Befürchtungen, den Anforderungen des Gorilla Trekkings nicht gewachsen zu sein, las. Genauso erging es mir im letzten Jahr auch. Wir hatten uns eigentlich im Vorfeld etwas auf die Wanderung vorbereitet durch mehr Sport und regelmäßiges Laufen in unseren unterfränkischen Hügeln. Die Panik, es dennoch nicht zu schaffen, saß jedoch tief. Ich habe ebenfalls schon im Vorfeld unserem Guide die Ohren vollgejammert. Die Nacht vor dem Trekking bin ich immer wieder aufgewacht, es hatte am Vorabend heftig zu regnen begonnen und erst am frühen Morgen hörte es auf. Beim Treffpunkt meinte unser Guide aber, er habe mit dem Ober-Ranger gesprochen, ich solle mir nicht so viele Gedanken machen. Beim Briefing war ich dann erstaunt wie viele Herrschaften 70+ , die wesentlich unfitter erschienen als ich mit meinen Ende 50, am Start waren. Keine Ahnung wie die es geschafft haben. 3 Personen wurden tatsächlich zu den Gorillas getragen, das haben wir mitbekommen. Auch wir haben letztendlich tatsächlich eine gute Gruppe erwischt. Wir sind zunächst fast 1 Std bis zum Ausgangspunkt des Trekkings gefahren und mussten danach ca. 1 1/4 Std laufen, oft bergauf, aber machbar. Als wir bei den Gorillas ankamen, haben wir zunächst vor lauter dunklem Dschungel kaum fotografieren können. Er später, als wir etwas aus dem dichten Wald herauskamen, wurde es etwas besser. Es war ein sehr eindrückliches Erlebnis.
Ich freue mich sehr für euch, dass ihr es so gut erwischt habt, sowohl mit der Nähe eurer Gorillafamilie als auch mit dem Licht und dass sich deine Befürchtungen nicht bestätigt haben. Nochmals vielen Dank fürs Teilen der Fotos.
Liebe Grüße Kordula 🙂
tina76795 Beiträge · seit 200705. Sept. 2025 · #53
Liebe Elke,
da kann ich auch nur WOW sagen! Die Bilder vom Gorilla-Trekking sind einfach genial! Vor allem die Mütter mit Ihren Babys auf dem Rücken haben es mir angetan. Was für ein Erlebnis! Ich kann verstehen, dass ihr da total geflasht von wart. Aber auch die kleinen Äffchen in der Anlage habt ihr toll aufgenommen. Uganda hat wirklich viel zu bieten und ich bekomme dank Eures Berichts gerade richtig Lust auf eine weitere Reise dorthin.
FotoGnuThemenstarter399 Beiträge · seit 202105. Sept. 2025 · #54
Liebe Kordula, vielen Dank für Deine ausführliche Antwort und schön, dass Du uns auf unserer Tour durch Uganda begleitest.
Dandelion schrieb: …ich finde es immer interessant zu erfahren wie andere Fomis die oft doch ähnlichen Stationen der Reise erlebt haben.
Das finde ich auch das spannende an dieser Art von Reisen: gleicher Ort, völlig andere Erlebnisse.
Bei euch kommen noch die genialen Fotos dazu, da macht es doppelt Freude, euch zu begleiten. An dieser Stelle also erstmal ein herzliches „Dankeschön“ für deine Bemühungen 😘
Vielen Dank für das nette Kompliment! 🙂
Ich musste etwas schmunzeln, als ich von deinen Befürchtungen, den Anforderungen des Gorilla Trekkings nicht gewachsen zu sein, las. Genauso erging es mir im letzten Jahr auch. Wir hatten uns eigentlich im Vorfeld etwas auf die Wanderung vorbereitet durch mehr Sport und regelmäßiges Laufen in unseren unterfränkischen Hügeln. Die Panik, es dennoch nicht zu schaffen, saß jedoch tief. Ich habe ebenfalls schon im Vorfeld unserem Guide die Ohren vollgejammert. Die Nacht vor dem Trekking bin ich immer wieder aufgewacht, es hatte am Vorabend heftig zu regnen begonnen und erst am frühen Morgen hörte es auf. Beim Treffpunkt meinte unser Guide aber, er habe mit dem Ober-Ranger gesprochen, ich solle mir nicht so viele Gedanken machen. Beim Briefing war ich dann erstaunt wie viele Herrschaften 70+ , die wesentlich unfitter erschienen als ich mit meinen Ende 50, am Start waren. Keine Ahnung wie die es geschafft haben. 3 Personen wurden tatsächlich zu den Gorillas getragen, das haben wir mitbekommen. Auch wir haben letztendlich tatsächlich eine gute Gruppe erwischt. Wir sind zunächst fast 1 Std bis zum Ausgangspunkt des Trekkings gefahren und mussten danach ca. 1 1/4 Std laufen, oft bergauf, aber machbar. Als wir bei den Gorillas ankamen, haben wir zunächst vor lauter dunklem Dschungel kaum fotografieren können. Er später, als wir etwas aus dem dichten Wald herauskamen, wurde es etwas besser. Es war ein sehr eindrückliches Erlebnis.
Wirklich kein Gorilla-Trekking scheint wie das andere zu sein! Vielen Dank für den Einblick in Euer Trekking!
Ich freue mich sehr für euch, dass ihr es so gut erwischt habt, sowohl mit der Nähe eurer Gorillafamilie als auch mit dem Licht und dass sich deine Befürchtungen nicht bestätigt haben. Nochmals vielen Dank fürs Teilen der Fotos.
Vielen lieben Dank und sehr gerne! Liebe Grüße Elke
FotoGnuThemenstarter399 Beiträge · seit 202105. Sept. 2025 · #55
Liebe Tina,
tina76 schrieb:Liebe Elke, da kann ich auch nur WOW sagen! Die Bilder vom Gorilla-Trekking sind einfach genial! Vor allem die Mütter mit Ihren Babys auf dem Rücken haben es mir angetan. Was für ein Erlebnis! Ich kann verstehen, dass ihr da total geflasht von wart. Aber auch die kleinen Äffchen in der Anlage habt ihr toll aufgenommen.
Vielen, vielen Dank für Deinen lieben Kommentar! Ich freue mich sehr, dass unsere Fotos so viel Begeisterung bei Dir auslösen! 🙂
Uganda hat wirklich viel zu bieten und ich bekomme dank Eures Berichts gerade richtig Lust auf eine weitere Reise dorthin.
Eigentlich war Uganda für uns immer ein Once-in-a-lifetime-Ziel, aber tatsächlich würde ich eine Wiederholung inzwischen auch nicht mehr ausschließen…
Liebe Grüße Elke
PS an alle Mitleser: wir sind gerade auf einen Kurztrip in Leipzig, sodass es hier frühestens am Sonntag weitergeht.
fiedlix549 Beiträge · seit 201606. Sept. 2025 · #56
schönen Guten Morgen Elke,
was für ein Erlebnis! Eure Bilder sind der Hammer, aber das Erleben ist nochmal eine ganz andere Hausnummer. Wie schön, dass es so viel besser war als bei den Chimps. Beim Lesen deines Berichts kommen viele Erinnerungen hoch und dann noch die wunderschönen Bilder... da bekomme ich direkt Lust auf eine Wiederholung. Vielen Dank für's Berichten und Teilhaben lassen 🙂
Schönes Wochenende ELke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
Daxiang5'052 Beiträge · seit 201407. Sept. 2025 · #57
Hi Elke, bei dem Gorillatrekking hat ja wirklich alles gepasst und die Bilder sind der Hammer! Vielen Dank fürs Zeigen!
FotoGnuThemenstarter399 Beiträge · seit 202107. Sept. 2025 · #58
Liebe Elke, liebe Konni,
ich nutze mal die Zugfahrt von Leipzig nach Bremen, um Euch für Eure lieben Kommentare zu danken und zu antworten - auch wenn ich mit dem Handy nicht vernünftig zitieren kann.
@ Elke: vielen Dank für das Kompliment zu den Fotos und ich freue mich, Deine Uganda-Erinnerungen zu beleben. Lars und ich genießen es auch sehr, durch den Bericht in Erinnerungen zu schwelgen und uns gegenseitig immer wieder zu versichern, wie mega-schön das Erlebnis bei den Gorillas war! 🙂
@ Konni: stimmt, da hat wirklich alles gepasst und dieses Trekking hat das weniger schöne Erlebnis bei den Chimps mehr als wettgemacht! 🙂
Viele Grüße Elke
FotoGnuThemenstarter399 Beiträge · seit 202107. Sept. 2025 · #59
23.06.2025: von Bwindi nach Mgahinga
Nun hat es Lars richtig erwischt: Halsschmerzen, Ohrenschmerzen und Schnupfen. Die Nacht war entsprechend unruhig und wieder sehr kurz. Beim Duschen entdecke ich dann noch einen heftigen Ausschlag auf meinem Rücken - ein Blick auf den Beipackzettel zeigt, dass es sich wohl um Nebenwirkungen von Malarone handelt, genau wie übrigens auch Schlafstörungen! Ich beschließe, die Einnahme abzubrechen, denn der Schlafmangel macht mich wirklich mürbe und der Ausschlag ist jetzt der berühmte Tropfen…
Zum Frühstück haben wir heute gekochte Eier bestellt, die uns in großen Zwiebelringen serviert werden! Diese Lodge liegt wirklich traumhaft und die Angestellten sind super nett, aber die Küche werden wir nicht vermissen.
Gegen viertel nach acht brechen wir mal wieder auf: heute soll die Fahrt ungefähr vier Stunden dauern, obwohl es im Vorfeld auf der Karte nur nach einem Katzensprung aussah. Unser Weg führt uns wieder über miese Straßen und durch wunderschöne Landschaften, die sich einfach nicht richtig einfangen lassen - und schon mal gar nicht mit dem Handy.
Heute verstehen wir einmal mehr, wie viel Glück wir gestern hatten: nach knapp anderthalb Stunden Fahrt erreichen wir einen anderen Teil von Bwindi, in dem auch Gorilla-Trekkings von Buhoma aus durchgeführt werden. Tatsächlich kommen wir genau zu dem Zeitpunkt vorbei, an dem sich eine Gruppe an einem Einstiegspunkt direkt an der Straße sammelt. Witzigerweise treffen wir dort auf Joy, die Peter und uns freundlich begrüßt.
Bei einem kurzen Fotostopp nutzt Lars die Gelegenheit und pflückt frischen Eukalyptus zur Selbstmedikation. Wenig später kommen wir an einem weiteren Startpunkt eines Gorillatrekkings vorbei, dieses Mal aber im Sektor Ruhiga.
An der Ruhiga Ranger Station machen wir eine kurze Pipipause. Die Berge sind hier so steil - ich kann mir absolut nicht vorstellen, wie man hier ein Trekking machen soll! Tatsächlich sehen wir aber eine Gruppe an der Straße, deren Mitglieder erwartungsgemäß völlig fertig aussehen.
Die nächste Pipipause machen wir am Lake Buyoni. Ein unglaublich schöner Ort mit vielen Vögeln und Ottern. Auch hier in der Nähe kann man Gorillas sehen, im Rushaga Sektor.
Gegen zwei kommen wir in Kisoro an, tanken und ziehen noch mal eine halbe Millionen Shilling aus dem Geld-Automaten, denn das Trinkgeld für Ranger, Tracker, Guards und Porter läppert sich mehr, als wir vorher dachten. Dabei fängt es mal wieder an zu regnen.
Peter fährt anschließend zum Hauptquartier für unser morgiges Gorilla-Trekking, um mit den Rangern abzustimmen, wo sich die Gorillas befinden und zu welchem Startpunkt er uns entsprechend hinbringen muss. Als er zurückkommt, hat er keine guten Nachrichten für uns: Leider werden wir uns morgen wohl deutlich mehr als gestern anstrengen müssen…
Um viertel vor drei kommen wir endlich bei der Lake Mahale Mulehe Safari Lodge an - das war schon wieder ein langer Ritt! Wir werden mit heißem Wasser zum Händewaschen, heißen Handtüchern und einem Fruchtsaft begrüßt. Dann bekommen wir ein kurzes Briefing mit Ausblick auf den wunderschönen namensgebenden See.
Wir wählen noch schnell unseren Lunch aus und werden anschließend zu unserem Zimmer „Golden Monkey“ gebracht.
Zum Lunch bekommen wir Suppe, Pasta und Früchte und alles ist sehr lecker. Danach machen wir noch einen fotografischen Verdauungsspaziergang über die Anlage und fallen anschließend todmüde ins Bett.
Als der Wecker um halb sieben klingelt, überlegen wir kurz, einfach liegen zu bleiben, aber wir müssen ja auch noch unsere Sachen für morgen packen. Also machen wir das und gehen anschließend zum Abendessen, das hier wieder sehr gut ist. Dann gibt es kurz Konfusion, weil unser Kellner meint, wir müssten definitiv um halb sieben losfahren, wenn wir pünktlich beim Gorilla-Trekking sein wollen. Mit Peter hatten wir aber sieben abgemacht. Ich schreibe ihm eine Whatsapp, aber Peter bleibt dabei, dass sieben Uhr ausreichend ist. Wir bestellen also Frühstück für halb sieben.
Um halb neun liegen wir schon wieder im Bett, hören noch kurz Hörbuch und schlafen schnell wieder ein.
picco6'376 Beiträge · seit 201107. Sept. 2025 · #60
Hoi Elke
FotoGnu schrieb:Um viertel vor drei kommen wir endlich bei der Lake Mahale Safari Lodge an...