Fragen zu Tansania im Juni / Selbstfahrer

15 Antworten · 1'437 Aufrufe · gestartet 08. Feb. 2025 von VKathiF
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Themenstarter24 Beiträge · seit 202108. Feb. 2025 · #1
Hallo zusammen,

Ich plane aktuell eine selbstfahrer Tansania Reise mit Dachzelt und paar Lodges Anfang Juni, zwei Erwachsene.

Route:
3N Arusha , Arusha NP - 2N Tarangire - 2N Lake Natron - 2N Kleins Gate - 1N Grumti Region - 3N Zentral Serengeti - 1N Ngorongoro Krater - 2N Lake Manyara - 1N Arusha.
--> Geändert 03/25: 3N Arusha , Arusha NP - 2N Lake Natron - 2N Kleins Gate - 1N Grumti Region - 3N Zentral Serengeti - 1N Ngorongoro Krater - 2N Lake Manyara - 2N Tarangire - 1N Arusha.

Folgende Fragen könnte ich mir trotz Recherche nicht beantworten:
1) iKennt ihr das Anantya Serengeti?
Hat hier jemand Erfahrungen? Es Klingt mir aktuell zu gut um wahr zu sein.
--> Habe nun das Zwadi Camp gewählt.

2) Könnt ihr mir eine Firma empfehlen für Tagesausflüge ab Arusha? Z. B. Safari im Arusha NP, momella see Kanufahren, Wanderung mount meru Wasserfall, heiße quellen... Bevor wir das Auto übernehmen. Oder kann ich das auch alles alleine machen?
--> Habe einen tollen Kontakt bekommen, danke

3) Wo kann ich Einblicke in das authentische Leben der Einheimischen bekommen bzw. der Maasai? (ich möchte nicht in einen "Menschenzoo", wo alle für die weißen Touris verkleidet sind etc.). Wir hatten 2021 in Swakopmund eine tolle township Tour mit Einheimischen, was sehr eindrücklich und nicht erzwungen war.
--> schwierig...

4) Welche Campsite könnt ihr am Lake Natron aus eigener Erfahrung empfehlen?
--> Giraffe Maasai wird gebucht

5) Gibt es am ngorongoro Krater nur die simba public campsite? Wie eng ist es hier (war es bei euch?)?
--> es wird dann wohl die simba campsite 😉

Ich freue mich auf input von euch.
Und bedanke mich bereits für eure Hilfe.

Viele Grüße
Kathi
zuletzt bearbeitet 02. März 2025
7'296 Beiträge · seit 200608. Feb. 2025 · #2
VKathiF schrieb:
3) Wo kann ich Einblicke in das authentische Leben der Einheimischen bekommen bzw. der Maasai? (ich möchte nicht in einen "Menschenzoo", wo alle für die weißen Touris verkleidet sind etc.). Wir hatten 2021 in Swakopmund eine tolle township Tour mit Einheimischen, was sehr eindrücklich und nicht erzwungen war.

Wenn der Begleiter männlich ist, besuche mal eine Chibuku-Bar. Das sind Kneipen für die einfache Bevölkerung. Wenn dort ein Weißer auftaucht, sind die Leute sehr überrascht und neugierig, kommen auf einen zu und man hat schnell Gesprächspartner, die sonst keinen Kontakt zu Touristen haben. Dort erfährt man auch etwas über das Leben der Menschen dort.
Wenn Du es dann noch schaffst, das Gebräu zu trinken, sind die Leute begeistert.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
2'240 Beiträge · seit 201108. Feb. 2025 · #3
VKathiF schrieb:

3) Wo kann ich Einblicke in das authentische Leben der Einheimischen bekommen bzw. der Maasai? (ich möchte nicht in einen "Menschenzoo", wo alle für die weißen Touris verkleidet sind etc.). Wir hatten 2021 in Swakopmund eine tolle township Tour mit Einheimischen, was sehr eindrücklich und nicht erzwungen war.

4) Welche Campsite könnt ihr am Lake Natron aus eigener Erfahrung empfehlen?

5) Gibt es am ngorongoro Krater nur die simba public campsite? Wie eng ist es hier (war es bei euch?)?

Ich freue mich auf input von euch.
Und bedanke mich bereits für eure Hilfe.

Viele Grüße
Kathi
Hallo Kathi,
3) solche Touren sind generell touristisch organisiert - für natürlichen Einblick empfehle ich immer gar keine Tour, sondern die lokalen Dörfer anfahren und erleben.
4) https://www.maasaigiraffe.com/
5) unterschiedlich: wir hatten schon alles erlebt; extrem viele Touroperators mit Gruppen, bis "fast" alleine
Gruss Mari
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
zuletzt bearbeitet 08. Feb. 2025
7'296 Beiträge · seit 200608. Feb. 2025 · #4
marimari schrieb:n
3) solche Touren sind generell touristisch organisiert - für natürlichen Einblick empfehle ich immer gar keine Tour, sondern die lokalen Dörfer anfahren und erleben.

So schauts aus. Wenn die solche Touren anbieten, dann sind die besuchten Menschen Touristen gewöhnt. Am ehesten klappt ein authentischer Kontakt in den Kaschemmen, die Touristen nie aufsuchen oder auch bei Gottesdiensten.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
321 Beiträge · seit 202110. Feb. 2025 · #5
Für Safaris und auch für Tagesausflüge im Raum Arusha/USA River/Moshi kann ich Matembezi empfehlen.

Die von der NCAA für touristische Besuche freigegeben (!) Dörfer sind natürlich allesamt mehr oder wenig heftig von Tour Operators frequentiert. Authentische Besuche wie oben erwähnt oder in der Masai-"Steppe" weit abseits der Safarirouten ...
Bereiste Länder: Marokko, Algerien, Tunesien, Niger, Mali, Burkina Faso, Senegal, Gambia, Elfenbeinküste, Ghana, Ägypten, Äthiopien, Kenya, Uganda, Tanzania, Zambia, Zimbabwe, Botswana, Namibia, Südafrika, Lesotho, Eswatini, Oman, Mosambik, Seychelles, Mauritius, La Reunion, Syrien, Thailand, Russland, Brasilien, Argentinien, Norwegen, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Spanien, Portugal, Frankreich, Italien
6'369 Beiträge · seit 201124. Feb. 2025 · #6
Hoi Kathy

Mir fällt auf dass Ihr einen unnötigen, grossen und unbequemen Umweg macht um zum Lake Natron zu kommen...hat das einen besonderen Grund?
Man kann vom Arusha NP direkt zum Lake Natron fahren, wenn Ihr den Tarangire an den Schluss hängt spart Ihr Zeit, Kilometer und Schlaglöcher...
Und warum Dachzelt?
Kann man machen, ist aber unüblich in Ostafrika, da ist das Bodenzelt die Norm und hat den Vorteil, dass man Fahrzeuge mit Hubdach verwenden kann, wo man dann eine fast 360°-Umsicht statt der kleinen Fenster hat.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter24 Beiträge · seit 202124. Feb. 2025 · #7
Danke euch allen für den input.

Das hilft mir schon sehr weiter. Irgendwie ist es schwierig als einer der Touristen was nicht soo touristisches zu machen 😛

Chibuku-Bar, das klingt wirklich speziel :-D

Dachzelt, weil ich im Bodenzelt Angst hätte, dass wenn ich den Reißverschluss vom Zelt öffne direkt ein Löwe vor mir liegt. Im Dachzelt ist die gefühlte Sicherheit höher.
Wir haben beim Auto die Möglichkeit das Dach über der Fahrerkabine zu öffnen, trotz Dachzelt.

Vom Arusha Nationalpark direkt zu Lake Natron, auf die Idee bin ich bisher nicht gekommen. Kannst du, Picco, sagen wie lange die Fahrt schätzungsweise wäre?

Liebe Grüße
Kathi
6'369 Beiträge · seit 201125. Feb. 2025 · #8
Hoi Kathy

Wir sind eben erst vom Lake Natron über Longido nach Moshi gefahren, wir haben für diese 229km mit gemütlicher Fahrt und inklusive Mittagessen 6 Stunden und 17 Minuten benötigt.
Uns ist in der Lobo-Region der Serengeti ein Landrover mit Selbstfahrern begegnet, die erstmals in Tansania waren und direkt vom Arusha NP zur Lobo-Campsite gefahren sind, wenn ich mich recht erinnere an einem (wohl anstrengenden) Tag.
Wie lange man aber vom Arusha NP zum Lake Natron hat kann ich aber nicht sagen.
Für die Strecke vom Lake Natron nach Mto wa Mbu haben wir 2011 rund 4,5 Stunden benötigt, übelste Holperpiste.

Tante Edit meint: Hab nochmals nachgeschaut, vom Lake Natron bis Longido haben wir genau 3 Stunden benötigt, von Longido bis Arusha führt die gute Hauptstrasse Arusha-Nairobi, die Strecke ist 84km lang, also max. 2 Stunden.
Es gibt aber einen kürzeren Weg, den ich jedoch nicht kenne.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 25. Feb. 2025
Themenstarter24 Beiträge · seit 202128. Feb. 2025 · #9
Danke picco.

Habe meine Tour nun umgeplant und fahre direkt vom Arusha NP zum Lake Natron.
Tarangire mach ich dann zum Abschluss, und hab dort dann effektiv mehr Zeit.

Herzlichen Dank.

Viele Grüße Kathi
6'369 Beiträge · seit 201101. März 2025 · #10
Hoi Kathi

Schön wenn ich helfen konnte!
Noch schöner wenn Du danach einen Bericht zur Strecke schreibst und sie eventuell mittels GPS aufzeichnest. Sven und ich haben dazu die Apps Runkeeper bzw. Komoot genutzt.
Nur sind wir leider erst am vierten oder fünften Tag auf diese Idee gekommen.
Und leider mussten wir auch danach noch merken dass man schnell mal die App versehentlich schliesst ohne die GPS-Daten abzuspeichern...darum haben wir gegen Ende der Reise angefangen nach der Streckenaufzeichnungsapp eine andere App, z.B. den Rechner, einzuschalten und dann das Handy zu sperren.
So hat sich bei einer unbeabsichtigten Entsperrung des Handys nicht gleich etwas auf die Aufzeichnungsapp ausgewirkt. GPX-Dateien lassen sich bei Komoot offenbar direkt aus der App abspeichern, bei Runkeeper nur aus der Homepage.
Zusammen mit nachgetragenen Streckenteilen hat sich dann auf Google MyMaps folgende Karte unserer Reise ergeben:

2025-02-Route-Effektiv-gefahren-2.jpg
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
6'369 Beiträge · seit 201101. März 2025 · #11
Ich nochmals...
😗

Hab nochmals etwas mit der Karte rumgespielt...

Screenshot2025-03-0109.03.07.png

Du kannst natürlich auch direkt von Arusha aus in Richtung Longido (Arusha-Namanga-Road A104) starten (Violett), oder eben durch den Arusha NP in Richtung Longido fahren (Orange & Teil Violett), aber es muss auch eine Strasse geben die etwa der roten Linie entspricht.
In Google Maps ist sie zwar nicht als Strasse gekennzeichnet, aber sie ist bei Satelitenansicht knapp zu sehen. Natürlich nicht ganz so gerade wie die Linie ist... 😉
Vom Lake Natron kommend sind wir irgendwo zwischen dem Vulkan Kitumbeine und dem Vulkan Ol Doinyo Lengai an eine Abzweigung nach ganz links in Richtung Longido genommen, geradeaus wäre es in Richtung Mto wa Mbu gegangen. Aber da gabs noch eine Strecke dazwischen, so halb links. Angeschrieben war an dieser Abzweigung nichts...vielleicht findet Ihr die Strecke!
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
212 Beiträge · seit 201901. März 2025 · #12
DSC_0554.JPG

DSC_0572-2.JPG


wenn Du Glück hast bricht der Ol Doinyo Lengai mal wieder aus 😄
zuletzt bearbeitet 01. März 2025
Themenstarter24 Beiträge · seit 202102. März 2025 · #13
Hallo picco,

ich hoffe ich denke an das GPS, ich verträume das gerne auf meinen Reisen...
Wir nutzen Locus, wenn es trackt (also ich auf start klicke), trackt es zuverlässig 🙂

picco, wie lange habt ihr zwischen Klein's Gate und Zentral Serengeti gebraucht? (vermutlich schwierig, weil man nicht nur gerade aus durchfährt ohne umschauen ;-)). Meine Schätzung wären 5,5 h.
Ich plane vom Klein's Gate bis nach Kirawira/Grumeti im Westen durchzufahren und dort auf eine Spezial Campsite zu gehen, könnte aber hier noch eine Zwischen-Übernachtung ein planen.
Danach habe ich drei Nächte im Zwadi Camp (zur Abwechslung mal ein richtiges Bett!).

und RD03joe,
wow! von wann sind die Bilder?

Viele Grüße
Kathi
2'397 Beiträge · seit 201102. März 2025 · #14
Hallo Kathi,
VKathiF schrieb:
Ich plane vom Klein's Gate bis nach Kirawira/Grumeti im Westen durchzufahren und dort auf eine Spezial Campsite zu gehen, könnte aber hier noch eine Zwischen-Übernachtung ein planen.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das ohne letzteres zu schaffen ist.
LG aus HH
Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
6'369 Beiträge · seit 201103. März 2025 · #15
Hoi Kathi
VKathiF schrieb:picco, wie lange habt ihr zwischen Klein's Gate und Zentral Serengeti gebraucht? (vermutlich schwierig, weil man nicht nur gerade aus durchfährt ohne umschauen ;-)). Meine Schätzung wären 5,5 h.
Das waren in umgekehrter Fahrtrichtung ohne Anhalten gemäss meinem GPS 106,8km in 4 Stunden, 34 Minuten und 09 Sekunden... 😉
OK, wir sind auf die Lobo Campsite gefahren, Ihr könntet also noch die Eine oder Andere Sekunde oder sogar Minute einsparen. 😉
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
212 Beiträge · seit 201904. März 2025 · #16
VKathiF schrieb:
und RD03joe,
wow! von wann sind die Bilder?

Viele Grüße
Kathi
das war im Februar 2008, wir kamen zufällig grad vorbei. Das ging ein paar Wochen lang so, alle Stunde ein Ausbruch. Nachts wars wie Herr der Ringe 😄
Normalerweise kann man ja hochwandern, man startet Mitternacht und kommt zum Sonnenaufgang oben an. Das ist auch sehr schön!
Afrika2007021.jpg

das war in 2007 gewesen, etwas rauchen tat er damals immer oben im Krater.
zuletzt bearbeitet 04. März 2025