Peter MockThemenstarter109 Beiträge · seit 200712. Jan. 2024 · #1Hallo Zusammen
Ab dem 5. August haben wir eine Woche Zeit den Krüger Park zu entdecken. Wir haben ein gutes Allradfahrzeug und suchen daher eher die abgelegenen Campingplätze (sofern es dies im Krüger Parkt gibt). An Hand des lonely planet Reiseführers habe ich versucht eine Route zu erstellen, bin jedoch kläglich gescheitert. Kann mir jemand ein paar Empfehlungen geben bezüglich Campingplätze und Orte für gute Wildbeobachtungen.
Vielen Dank für eure Inputs und beste Grüsse, Peter
utaeleonore600 Beiträge · seit 202212. Jan. 2024 · #2Schaut euch mal das Tsendze rustic Camp an
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201613. Jan. 2024 · #3Hi Peter,
im KNP brauchst du kein "gutes Allradfahrzeug", und "abgelegene Campingplätze" suchst du vergeblich.
Wie utaeleonore schon geschrieben hat, ist Tsendze das einzige Camp nur für Camper;
alle anderen Campingplätze befinden sich innerhalb von Camps, in denen es auch feste Unterkünfte gibt.
Wenn du schreibst wo du rein-, und wo rausfahren möchtest, wäre auch eine Empfehlung für eine Route möglich 😉
Gruß Gina
Hippie607 Beiträge · seit 201013. Jan. 2024 · #4Guten Morgen Peter,
das Thema könnte man ev. erweitern, Informationen zum Krüger für Erstbesucher, die schon in vielen anderen Nationalparks waren.
Zu uns: wir hatten im Dez. unseren 272 Tag im Krüger verbracht. Davon 230 in den letzten 5 Jahren. In Kenia, Tansania, Botswana, Namibia waren wir schon in fast allen NP. Warum sind wir jetzt seit 2018 so oft im Krüger? Wir sind 3-4 Monate/Jahr im südl. Afrika unterwegs, und verbringen die letzten 3-4 Wochen immer im Krüger. Grund die Vielfalt. Also Tierbeobachtung generell, nicht reduziert auf Big 5.
Zu Campingplätze: Gina hat ja schon geschrieben, wende dich an Maddy hier im Forum, sie kann dir Tipps geben, in welchen Camps wo gute Stellplätze sind. Per PN, man muss nicht alle Geheimnisse veröffentlichen.
Wo sieht man was im Krüger: Nyalas, Elands überwiegend im Norden (von Pafuri bis Mopani).
Nashörner nur noch im Süden zwischen Berg-en-Dal und Afsaal.
Sables nur noch ganz selten, zur Zeit im Raum Pretorius Camp
Elefant überall aber vor allem dort wo die Flüsse sind.
Die höchste Wilddichte ist im Süden: Von Skukuza, Lower Sabie, Crocodile Bridge, Berg-en-dal
Der Süden wird von Guides als Zoo bezeichnet, hier sind auch die meisten Touristen. Eben auch wegen der Big5. Löwen sieht man hier fast jeden Tag. Vor allem in der Früh, wenn es kühl ist, sie lieben die Teerstraße. Ach so Elefanten halten sich da oft auf.
Generell: man trifft "leider" manchmal auf Teerstraßen mehr Wild als auf Gravel Road an. Generell sind aber auf Gravel Roads weniger Autos unterwegs.
Auch nach 272 Tagen habe ich mich an die Teerstraßen noch nicht gewöhnt. Ein Foto mit Elands auf der Teerstraße ist halt nicht so wirklich das wahre. Aber Tiere beobachten kann man hervorragend. Wenn auf einer Teerstraße 5 Auto schon bei einem Leoparden stehen, ist das kein Problem, bei einer Gravel schon, die sind manchmal schmal. Und wenn man eine oder mehrere Stunden an einer Stelle steht ist alles kein Problem. Es sind nicht viele Touristen unterwegs, die wirklich beobachten, den meisten reicht ein Foto und dann zum nächsten.
Generell zum Krüger: es ist alles bis ins kleinste geregelt. Das muss leider so sein, da viele Touristen des Nationalparks tot sind. Die Regeln bez. Alkohol müssen sein, wären in Australien auch ganz gut.
Was nervt: wenn es ein wenig zu viel regnet, werden die Gravels gesperrt, obwohl da jeder 4x4 noch durchkommt. Kommt aber im August nicht vor.
Oh je, jetzt wurde das aber lang.
Schönes Wochenende
Wolfgang
noch vergessen: Wildhunde sind seit 3 Jahren vom Süden bis Mopani anzutreffen. Die Population ist seit 2015 enorm angestiegen. Manche Rudel haben 20 und mehr Tiere
fidel925 Beiträge · seit 201613. Jan. 2024 · #5Hippie schrieb:
Das muss leider so sein, da viele Touristen des Nationalparks tot sind.
Oh 🙁
(sorry, musste leider sein..)
Hippie607 Beiträge · seit 201013. Jan. 2024 · #6ok angekommen: ich ändere es ab: Nationalpark wird zum Safaripark.
Noch eine Bemerkung : Wer an Hyänen(Tüpfel) interessiert ist. Die kann man im Krüger hervorragend beobachten. Sind sehr häufig und die Interaktion mit Wildhunden ist sehr speziell.
SESeyko1'095 Beiträge · seit 200913. Jan. 2024 · #7Mein Senf:
Der Norden ist ruhiger, extrem coole Landschaften und imho nicht schlechter, was die Sichtungen betrifft.
Unsere Erfahrungen:
Punda Maria - Ablutions unter aller Sau, Campsite lieblos und gross.
Dennoch gibt es am Zaun, etwas abseits vom Wasserloch, nette Nischen, wo du „alleine“ bist und frei von unmittelbaren Nachbarn.
Das Camp ist ein „must“, um die Gegend von Pafuri zu erkunden. Landschaftlich ein absoluter Traum und aus unserer Sicht ein Pflichtbesuch. Ebenso der Loop um Punda Maria. Hier triffst du sehr häufig grosse Büffelherden an und wir hatten bisher immer das Glück Leoparden zu sehen. Viele Möglichkeiten abseits der Teerstrassen!
Weiter südlich bietet sich die Ecke um Shingwedzi an. Das Camp ist ok und die Loops sind spannend. Red Rocks (S52) bietet so manche Überraschung und auch hier bieten sich gute Optionen abseits der Teerstrassen.
Unsere persönliche Lieblingsecke des Krüger ist der Bereich um Mopani und Tsendze. Tsendze ist das mit Abstand grossartigste Camp wenn es um „Bushfeeling“ geht. Klein, ohne Strom und damit ohne grosse Caravans und übergrosse Trailer. Extrem saubere Ablutions, Aussenduschen und mit Roger einen Eulenspezialisten, der seine Sichtungen im Camp gerne teilt. Das Camp wird „mit Liebe“ geführt und so ist auch die Atmosphäre. Die Region um das Camp ist vielfältig und insbesondere auf der S50 und der anschliessenden offenen Ebene hatten wir viele tolle Sichtungen. Auf der Teerstrasse gibt es häufig grosse Roadblocks durch hunderte Büffel, die die Seite wechseln und mit etwas Glück sieht man Löwen beim Versuch bei dieser Überquerung zu jagen. Im Umkreis von +/- 10 km um das Camp haben wir mehrere Hyänen Bauten entdeckt und Stunden damit verbracht, die Kleinen beim spielen zu beobachten. Die sieht man am besten ganz früh morgens oder kurz vor Torschluss. Tsendze bietet überwiegend Büffel, Löwen, Elefanten (wir hatten zuletzt zwei grosse Tusker) und Hyänen.
An der Stelle ist die Woche um und du musst den Park verlassen 😄
Einfach als Ergänzung:
Camps, die du suchst wären neben Tsendze noch Balule und ganz im Süden Malelane. Malelane hat den Nachteil, dass es unmittelbar an die Zivilisation grenzt und damit Traktoren, Autos und andere Geräusche sehr präsent sind. Hier hatten wir viele Wilddogs, Rhino und Cheetah Sichtungen. Balule ist gut wenn man einen der raren Schattenplätze ergattern kann. Auch hier sind die Ablutions absolut Top und es hat gar keinen Strom (Nachts werden Petrollampen im Bad aufgestellt).
Für eine Durchfahrt von Nord nach Süd (oder vice versa) würde ich etwa 14 Tage veranschlagen, damit es Spass macht. Bei einer Woche bietet sich eine halbe Durchfahrt an und da käme für mich persönlich nur der Norden in Frage.
Liebe Grüsse
Guido
Peter MockThemenstarter109 Beiträge · seit 200713. Jan. 2024 · #8Hallo utaeleonore , Gina und Wolfgang
Herzlichen Dank für eure Feedbacks und die Zeit die Ihr euch dafür genommen habt. Gina, wir werden am Zoll Beitbridge von Zimbabwe einreisen.
Wir haben unser Fahrzeug seit 9 Jahren in Windhoek stehen und sind in den Monaten Juli und August unterwegs. Wann immer wie möglich suchen wir die Einsamkeit und freies Übernachachte z.B. Kaokveld. Es gibt aber auch NP wie z.B. der Wange in Zimbabwe wo es sehr wenig Leute gibt. Altersmässig haben wir uns entschieden das Fahrzeug zurück nach Europa zu holen. Wir sind nun 74 und 72 Jahre alt und werden immer Krankheitsanfälliger und die Stressresistenz und Kraft nimmt ab.
Dass der Krüger sehr zivilisiert ist wissen wir schon, doch müssen wir unser Fahrzeug nach Port Elisabeth zum Verschiffen bringen und da liegt der Krüger auf dem Weg. Wolfgang du hast mir Mut für unseren Besuch im Krüger gemacht.
Gerne sind wir beim Reisen frei und vorab reservieren muss halt bei gewissen Plätzen wie z.B. in Botswana sein. Wie ist das im Krüger im August, ich kann mir vorstellen, dass da reservieren ein muss ist. Was meint Ihr.
Beste Grüsse, Peter
Peter MockThemenstarter109 Beiträge · seit 200713. Jan. 2024 · #9Hallo Guido
Ich habe deinen Bericht erst im Nachhinein gelesen, auch dir vielen Dank für deine Empfehlungen.
Beste Grüsse, Peter
Hippie607 Beiträge · seit 201013. Jan. 2024 · #10Hallo Peter,
ob man reservieren muss, kann ich nicht sagen. Ich war noch nie im August im Krüger. Meine Meinung wäre aber, dass da nicht so viele Südafrikaner unterwegs sind. Und gefühlt sind ja wesentlich mehr Südafrikaner im Krüger als Ausländer. Gehe doch jetzt schon ein Mal auf die Sanparkseite und reserviere. Du kannst dabei nichts verlieren, bis einen Monat vorher stornierbar, ohne Kosten. So siehst du auch wieviel frei ist und wieviel nicht.
Nachdem ihr von ZIM kommt, lasst ihr den Gonarezhou aus? Ward ihr da schon? Den finde ich noch sehr wild, und da gibt es ganz einsame Ecken. Wir hatten Im Nov. noch überlegt, ob wir vom Pafuri aus nochmal einen Abstecher dorthin machen. Wir trafen Südafrikaner in Musina, die erzählten uns von einem anderen Grenzübergang zum Gonarezhou ohne in MOZ einreisen zu müssen. Vielleicht liest Gina noch mit.
Und zum Seyko seinen "Senf" kann ich nur zustimmen, verbringt die Woche im Norden und dann durch den Park langsam raus. Ihr kommt ja ziemlich sicher über Pafuri rein. Dann wird euch jeder empfehlen bis zur Grenze nach MOZ(Crook's Corner) zu fahren, der da schon einmal war. Ich denke das ist einmalig auf der Welt, allerdings kann man da schon eine Woche verbringen.
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201613. Jan. 2024 · #11Hi Peter,
die von Hippie angesprochene neue Überquerung des Limpopo/neuer Grenzübergang ZIM>SA ist leider immer noch nicht geöffnet.
Bevor du aus ZIM kommend in den KNP einfährst, ein Übernachtungstip >
https://www.namibia-forum.ch/forum/33-unterkuenfte/301271-nthakeni-bush-river-camp.htmlGruß Gina
JEjemmmeeese2 Beiträge · seit 202613. Juli 2026 · #12Wir waren auf unserer 1-monatigen Reise (4 Tage Kruger) durch Südafrika in diversen Parks, der Kruger ist für uns die absolute Nummer 1. Kleinere, private und sehr teure Luxus Game Ressorts haben wir nicht besucht. Die Big Five haben wir leider nicht zusammen bekommen, uns fehlte eine Leopard-Sichtung. Das bracht Glück, man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein - schwierig. Wir waren die ganze Zeit als Selbstfahrer unterwegs, was abolut problemlos funktioniert. Mit einer Game Drive mit Führer wären die Chancen eine Leo zu sehen, ohne Gewähr, evtl etwas höher gewesen.