CKCindy und KarstenThemenstarter4 Beiträge · seit 202303. Jan. 2023 ·
Zunächst erstmal ein frohes neues in die Runde. Wir, Karsten und ich, planen in diesem Jahr Tansania als Selbstfahrer mit 4x4 und Dachzelt. Da wir im Bereich Afrika absulute Neulinge sind, hier ein paar Fragen an euch.
Zur Reiseplanung und zu den Fragen/Anregungen
-18 Tage inkl. Flugtage für Hin- und Rückflug -Tipps für Flüge aus Deutschland??? Wann buchen??? Egal von wo....wir sind da flexibel! Ankunft besser Arusha Airport oder Kilimandscharo??? -Anfrage bei Adventure Kaskazini zwecks Pickup ohne Fahrer mit Dachzelt läuft bereits -nicht mehr als 2 max. 3!!! Nationalparks, nur welche? - nehmen da gern Tips an! -Campsites in den Parks.....muss man vorbuchen? Wo? Empfehlungen? -danach wollten wir eigentlich noch entspannt in Richtung Ostküste ans Meer fahren und auch wieder zurück nach Arusha durchs Land. Meint ihr das ist völliger Quatsch oder ratet ihr sogar ab? Im Anhang mal eine Idee wie das aussehen könnte.
Wir beide lieben immer die Reise an sich....der Weg ist das Ziel und es stört uns nie, lange Zeit im Auto zu sein. Wir erkunden gern die Länder selbst und entscheiden wo es für uns schön ist. Machen sonst immer eher einen Bogen um die Touri-Hotspots....aber naja, ein Tansania Aufenthalt ohne "Tiere schauen" ist ja totaler Unfug. Also das wollen wir schon, aber nicht hauptsächlich. Deshalb auch nur 2 max. 3 Nationalparks. Eher möchten wir das Land entdecken und erkunden.
Freuen uns auf Tipps und Erfahrungen von euch, liebe Grüße,
Hoi Cindy und Karsten und herzlich willkommen hier!
Internationale Flüge landen meines Wissens immer auf dem Kilimanjaro-Airport, denn der Arusha Airport ist meines Wissens nur ein nationaler Airport. Ich bin da noch nie gelandet, nicht mal bei nationalen Flügen. Autos kann man auch bei z.B. Africa Unravelled (klick mich) buchen, meines Wissens gehört das irgendwie mit Akwaba Afrika aus Leipzig (klick mich) zusammen. Grundsätzlich rechne ich in Ostafrika mit maximal 50km/h Durchschnitt (ohne Pausen) auf den guten Überlandstrassen, 30km/h auf den Nebenstrassen und Gravel Roads und deutlich weniger in den Parks und einigen bekannt schlechten Pisten. Schaut Euch mal diesen (klick mich) Beitrag an, da seht Ihr wie Strassen in Tansania auch aussehen können. Nationalparks würd ich Euch natürlich die Serengeti, den Tarangire und den Arusha NP empfehlen...oder auch den KIlimanjaro NP, da kann man mit dem Auto auch bis auf fast 4000m rauffahren. Obs dafür aber einen Guide oder Begleiter braucht weiss ich nicht. Ansonsten kann ich nur empfehlen Euch einige Reiseberichte reinzuziehen, vor allem aber nicht nur die von Selbstfahrern wie Topobär usw. Hier (klick mich) hats eine Zusammenfassung (hoffentlich) aller Reiseberichte zu Tansania in diesem Forum.
CKCindy und KarstenThemenstarter4 Beiträge · seit 202304. Jan. 2023 ·
Hallo und vielen Dank für die Antwort.
Nun sind wir irgendwie auf einen anderen Trichter gekommen, wollen nach DAR fliegen und ab da starten. Dann auch lieber die NP im Süden besuchen, die sollen auch nicht so voll sein.....und dann wäre auch noch der Beuch am Meer drin! Nur weiß ich nocht nicht, ob wir auch dort einen Landrover mit Dachzelt bekommen, aber die Recherchen fangen ja erst an.
Dann schaut Euch mal meine Süd-Touren an, vor allem die vom Herbst 2011, aber auch die von 2014 und den Teil in Südtansania 2016, die LInks findet Ihr in meiner Signatur.
Vielleicht wäre ein Geländewagen + Bodenzelt eine Option für euch? In Tansania ist das viel häufiger vertreten als Dachzelte. Im September war ich im Ruaha, war sehr schön und wir haben viel gesehen. LG, Katharina
Hallo Cindy + Karsten (ein Namensvetter!) ich kann Katharina nur beipflichten, in Dar ist das Angebot an Mietwagen deutlich dünner als in Arusha. Mit einem eigenen Bodenzelt hättet ihr die größere Auswahl. Außerdem finde ich ein Bodenzelt angenehmer als ein Dachzelt. Wir haben 2013 bei Sam's Car Rental gemietet. Wir waren (wie fast immer) als Selbstfahrer unterwegs, auf der Reise allerdings als Lodgehopper. Einzelheiten findet ihr in meinem RB https://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html LG aus Puerto de la Cruz Karsten
Als absolute Afrika Neulinge den Süden von Tansania als Selbstfahrer zu planen - meine Hochachtung. Ich denke, Ihr müsst Euch mal sehr intensiv mit den Parks im Süden, den Gepflogenheiten mit Camping in der Wildnis mit wilden Tieren in uneingezäunten Camps, den Strassen- und Verkehrsverhältnissen in Dar und auch auf der gesamten Strecke auseinandersetzen. Eure Herangehensweise finde ich gelinde gesagt, etwas blauäugig.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
CKCindy und KarstenThemenstarter4 Beiträge · seit 202305. Jan. 2023 ·
Hallo Christa und recht vielen Dank für den Tip.....und gerade DAS machen wir ja grad. Ich denke dass 9 Monate ausreichend sind um sich zu informieren??? Wir sammeln alle Infos und entscheiden dann was wir machen. Momentan sind das ja alles nur Grobplanungen.
Hallo in die Runde! Die meisten von uns haben mehr oder weniger blauäugig angefangen (nur wenige haben das Glück, stubenrein auf die Welt zu kommen). Mein erstes Mal war '92, ohne Namibiaforum und Youtubefilmchen, ich hatte aber Freunde mit etwas Erfahrung. Trotzdem habe ich später einiges falsch gemacht, daraus gelernt, und noch später weitere, aber andere Fehler gemacht. Bei Selbstfahrern gehört das dazu, fürchte ich. Und auch bei Touren mit Guide soll es durchaus vorkommen, dass nicht alles so läuft, wie es geplant war - habe ich jedenfalls gelesen. 😗 LG aus Puerto Karsten
Es sollte natürlich klar sein dass man in Tansania links fährt, dass nicht jeder der sich um Dich kümmern will in netter Zeitgenosse und nicht jeder Unbekannte ein Verbrecher ist. Aber, wie Ihr ja in meinem Reisebericht Herbst 2011 gelesen habt (Gefesselter im Niemandsland), das Leben in Afrika (nicht falsch verstehen, ich meine nicht das Leben der Afrikaner sondern das Leben allgemein) nicht so viel Wertschätzung bekommt wie wir es gerne haben würden. Und dass es Rassismus von Afrikanern gegenüber uns gibt. Auch sollte klar sein dass die Campingplätze, Bandas usw. in den Nationalparks durchaus auch von Löwen, Hyänen, Leoparden, Elefanten, Büffeln usw. besucht werden können. Auch sollte klar sein dass es in der freien Natur keine 'lieben Tiere' gibt, selbst ein noch so niedliches Dikdik kann, wenn es sich bedrängt fühlt und nicht fliehen kann, seine Hörner als Waffe einsetzen. Auch sollte klar sein dass man im Zelt nur sicher ist wenn man keine Esswaren, tierische oder riechende Produkte (Lederwaren, Seife, Deo usw, da gibts aber diverse Meinungen dazu) im Zelt haben sollte. Auch sollte das Zelt IMMER geschlossen sein, Wenn man drin oder nicht beim Zelt ist sogar blickdicht verschlossen. Besonders im Ruaha NP ist das blickdichte Verschliessen wichtig, da wurde auch schon einer aus seinem nicht blickdicht geschlossenen Zelt rausgezogen. Von einem Löwen. So habens mir zumindest Ranger und Guides unabhängig voneinander erzählt. Er selbst hätte es ja nicht mehr erzählen können. Nachts rauszugehen ist keine gute Idee, man kanns aber überleben, muss jedoch nicht... Wenn die Blase drückt also zuerst aufmerksam lauschen ob sich da was bewegt oder ob was atmet, dann erstmal nur den Kopf raus und sich mit weit strahlender Taschen- oder Stirnlampe, z.B. die LED-Lenser P7 bzw die LED-Lenser H5, umschauen. Zurückleuchtende Augen, erst recht wenn sie gleich verschwinden (sich schliessen) und orange sind, sollten einem vom verlassen des Zeltes abhalten... Merke: Lieber ein schmutziges Zelt als ein Löwe am Genick oder eine Hyäne am Bein... Auch das ist ein Grund weshalb ich bei den Meisten meiner Campingsafaris ein Porta Potty dabei hatte... Es gibt aber auch Lösungen fürs kleine Geschäft, die nicht so gross sind wie ein Porta Potty, auch für die Frauen. Bei Männern ists einfacher. Nicht zu vergessen: die gefährlichsten Tiere Afrikas sind zwar in trockenen Gebieten die Büffel, in Gebieten mit Wasser die Nilpferde und im und am Wasser die Krokis, aber auch Elefanten und Co. können schon mal böse reagieren wenn etwas im Weg steht, da können sie schon mal trampelig werden. Wie die Flusspferde auch, denn man sollte nie zwischen einem Flusspferd und dem Wasser sein, weil das Flusspferd in direkter Linie zum Wasser läuft...auch wenn Du im Weg stehen solltest. Darum beim Zelt aufstellen schauen ob es irgendwelche Anzeichen hat dass hier Tiere ihre Wege haben. Erkennbar an Fussspuren, Kot, abgeknickte Äste usw. Ich hab sicherlich so dies und das vergessen zu erwähnen, aber Camping in Afrikas Wildniss ist nicht wie auf europäischen Campingplätzen... 😗 Aber es ist wunderschön!!! Ausser die erste Nacht...da schläft fast keiner... 😄