David_BThemenstarter2 Beiträge · seit 202211. Sept. 2022 · #1
Hallo zusammen,
mein erster Beitrag hier 🙂
Wir stehen kurz vor unserem zweiten Safari-Urlaub und ich frage mich, ob es bei nächtlichem Tierbesuch (z.B. Löwen) auf dem Campingplatz sicher/ok ist, aus dem Dachzelt heraus zu leuchten?
Wenn ja, würdet ihr eine Taschenlampe mit rotem/grünem Licht empfehlen?
Vielen Dank!
picco6'369 Beiträge · seit 201111. Sept. 2022 · #2
Hoi David.
Das ist hoffentlich nicht ernst gemeint, odrr? Falls doch: Der Löwe rennt eventuell davon oder auch auf Dich zu...so genau weiss das wohl nicht mal der Löwe...letzteres kann tödlich enden...
Hast Du das in einem Film mit Kevin Richardson gesehen? Africa Safari 3d odrr so hieß der Schwachsinn wo er bei Löwenbesuch aus dem Zelt leuchtet...und nicht jedem Zuschauer klar ist dass das keine wilden, sondern seine eigenen Löwen sind...bei Dir werden es aber wilde Löwen sein...
CarstenS388 Beiträge · seit 201711. Sept. 2022 · #3
Klar kannst Du aus dem Dachzelt rausleuchten. Am besten mit ner starken normalen Taschenlampe oder Stirnlampe. Und Camcorder mit ins Zelt nehmen. Halt nicht zum Schmusen runter zum Löwen gehen 🙂
Biologe1'162 Beiträge · seit 201211. Sept. 2022 · #4
Hallo David, ist schon richtig mit den zwei Farben. Bei Grün dürfen die Tiere kommen, bei Rot sollten sie fern bleiben. Genau Details erhältst Du bei der Platzverwaltung. Mit besten Grüßen Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
lass Dich nicht verunsichern! Natürlich kannst Du raus leuchten und wie CarstenS geschrieben hat, nimm eine Kamera mit ins Zelt! Schade, dass immer wieder auf völlig normale, ernst gemeinte Fragen so seltsame Kommentare kommen. Jeder von uns hat mal in Afrika angefangen, ohne die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben!!
zu ernst klingende Kommentare wie deiner können lebensgefährlich werden. Leoparden springen ohne Probleme hoch und Elefanten brauchen sich nicht mal zu recken. Taschenlampen-Licht mögen die meisten Tiere gar nicht und keiner kann abschätzen, wie sie reagieren. Da hilft ein letzter Film auch nicht, wenn man keine Gelegenheit mehr hat, ihn jemandem zu zeigen.
"Jeder von uns hat mal in Afrika angefangen..." und jeder von uns sollte noch viele weitere Reisen dorthin unternehmen können.
By the way: falls jemand mit einem Bodenzelt in der Nähe ist und ein Wildtier mit einer Taschenlampe verunsichert wird, wird der Bewohner des Zeltes besonders glücklich sein. Ich war im Caprivi sehr froh, dass niemand das Hippo, das neben meinem Zelt gegrast hat, auch noch verrückt gemacht hat.
Viele Grüße Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
picco6'369 Beiträge · seit 201113. Sept. 2022 · #7
Hoi zämä
Vielleicht habe ich als 'wenn-Camper-in-Afrika-dann-Bodenzeltler' etwas andere Erfahrungen als Ihr Dachzeltler, sicherlich nähere, zumindest mit Löwen am Zelt. Kann gut sein dass schon viele aus dem Dachzelt geleuchtet haben und dabei nicht angegriffen wurden... Mich erinnert das an die Diskussionen die ich mit dem Guide in Botswana hatte, der immer sagte dass es reicht wenn das Insektennetz des Zeltes geschlossen ist. Da ich in Ostafrika immer wieder darauf hingewiesen wurde dass das Zelt Blickdicht verschlossen sein muss hab ich das mit ihm besprochen. Er hat darüber gelacht und ist bei seiner Meinung geblieben. Bis nach jener Nacht in der mir ein Löwe auf dem im Zeltwinkel liegenden Arm gestanden ist und ein anderer Löwe unseren sich hinter seiner Matratze versteckenden Koch im Zelt besuchen wollte....seither gabs auch von unserem Guide die Devise dass die Zelte immer blickdicht geschlossen sein müssen. Er hatte jahrelange Erfahrung, und plötzlich wars anders... Aber bitte, gebt weiterhin Tipps die zu gefährlichen Situationen führen können, wird schon nichts passieren...sonst kann David dem Löwen immer noch sagen '...aber Gnuhu aus dem Namibia-forum hat gesagt dass kein Löwe einen aus dem Dachzelt leuchtenden Touristen angreift'...das wird den Löwen sicherlich zum Nachdenken bringen.
Chrigu7'259 Beiträge · seit 200613. Sept. 2022 · #8
Ich bin etwas erstaunt über die Antworten hier. Natürlich macht es Sinn mit der Taschenlampe zu Leuchten, wenn es nötig ist. Z.B. wenn du Nachts aus dem Zelt musst. Dann ist die erste Regel richtig zu sehen, was in der Gegend los ist und das funktioniert nur mit ordentlichem Licht. Dabei geht es nicht darum Tiere zu provozieren oder zu blenden. Es geht darum, dir die Möglichkeit zu geben deine Umgebung zu sehen, damit du deine nächsten Schritte überlegen kannst. Wenn du dann das Zelt verlässt, dann bleibst du beim Fahrzeug und gehst bitte nicht noch zig Meter in den Busch.
Ich bevorzuge tatsächlich Lampen mit denen ich etwas sehe und das ist nicht mit rotem oder grünem sondern mit Weißem Licht.
Ich habe bisher noch keinen seriösen Bericht gehört, dass Tiere Aggressiv reagieren, wenn du die Taschenlampe benutzt. Wichtig ist dabei nicht direkt in die Augen zu Leuchten. Die Zelt Geschichte mit Kevin Richardson im Film ist so etwas von Schwachsinn 😠
Herzliche Grüsse Chrigu
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Strelitzie2'844 Beiträge · seit 201113. Sept. 2022 · #9
Moin, zunächst bin ich ziemlich erstaunt bzw. entsetzt darüber gewesen, warum man auf eine ordentliche Frage eines Newbies so herablassend antwortet... Dann habe ich mir - als Lodgehopper - die Frage gestellt, ob ich als Camper nicht immer erst die Umgebung ausleuchten müsste, bevor ich zB nachts auf 's "Töpfchen" muss! Und als nächstes kam die Frage, warum mich auf zahlreichen Safari-Nightdrives noch kein Löwe angesprungen hat? Und oft waren wir nur 2-10 m von den Tieren entfernt. Leos rennen (leider) meist sofort weg, Löwen blieben völlig gelassen - Ausnahmen??? Sicherlich bietet ein höheres Fahrzeug (allerdings auch offen) eine weitaus größere Sicherheit als ein Zelt.
Viele Grüße Strelitzie
kalachee1'059 Beiträge · seit 200613. Sept. 2022 · #10
Uiuiui, da scheinen die Meinungen und Erfahrungen aber auch ziemlich weit auseinander zu liegen. Aber ich bin schon auch etwas erstaunt und glaube auch nicht, dass die Intention des TE war zu fragen, ob er lustig aus dem Zelt rausleuchten soll, wenn der Löwe schon mit der Nasenspitze an der Zeltwand schnuppert.
Ich schätze mich als einigermassen erfahren ein, was das Campen in der Wildnis Afrikas betrifft und es wäre mir wirklich das Neueste, dass Tiere umgehend aggressiv auf das Taschenlampenlicht reagieren. Wenn ich raus muss in der Nacht, wäre es ganz im Gegenteil das dümmste, die Gegend nicht erst abzuleuchten. Steht ein Elefant drei Meter vor meinem Zelt. merke ich das ziemlich sicher schon vorher und dann pfunzel ich da natürlich nicht rum. Ich verwende diesen Begriff zwar sehr ungern, aber das ist glaube ich dieser berühmte «gesunde Menschenverstand».
Sind Tiere weiter weg und ich leuchte aus dem Zelt raus in der Gegend rum, interessiert die das erfahrungsgemäss eigentlich nicht wirklich.
Margrit403 Beiträge · seit 200613. Sept. 2022 · #11
chamäleon2011 schrieb:Hallo Gnuhu, By the way: falls jemand mit einem Bodenzelt in der Nähe ist und ein Wildtier mit einer Taschenlampe verunsichert wird, wird der Bewohner des Zeltes besonders glücklich sein. Ich war im Caprivi sehr froh, dass niemand das Hippo, das neben meinem Zelt gegrast hat, auch noch verrückt gemacht hat. Viele Grüße Karin
Mir ging es auch so, als wir im Mudumu National Park waren. Auch neben unserem Bodenzelt grassten Hippos. Am Morgen kamen noch die Ranger vorbei & sagten uns, dass des Nachts ein Leo bei uns umherschlich. Da rutschete mein Herz zum 2. Mal ein Stock tiefer.
Gruss Margrit
Chrigu7'259 Beiträge · seit 200613. Sept. 2022 · #12
Margrit schrieb:
chamäleon2011 schrieb:Hallo Gnuhu, By the way: falls jemand mit einem Bodenzelt in der Nähe ist und ein Wildtier mit einer Taschenlampe verunsichert wird, wird der Bewohner des Zeltes besonders glücklich sein. Ich war im Caprivi sehr froh, dass niemand das Hippo, das neben meinem Zelt gegrast hat, auch noch verrückt gemacht hat. Viele Grüße Karin
Mir ging es auch so, als wir im Mudumu National Park waren. Auch neben unserem Bodenzelt grassten Hippos. Am Morgen kamen noch die Ranger vorbei & sagten uns, dass des Nachts ein Leo bei uns umherschlich. Da rutschete mein Herz zum 2. Mal ein Stock tiefer.
Das sind Situationen wie sie im Caprivi und in Botswana jede Nacht passieren. Deshalb gehen die Leute dahin. Ich empfehle jedem der damit ein Problem hat ernsthaft seine Reiseziele zu überdenken (z.B. Krüger oder Etosha) oder mit einem guten Guide vor Ort zu sein. Es ist halt normal, dass sich wilde Tiere in Parks aufhalten in denen man wilde Tiere sehen will. In vielen Parks fehlen zudem Zäune um die Rastlager. Das kann und soll man vor der Reise in Erfahrung bringen.
Herzliche Grüsse Chrigu
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GinaChris4'984 Beiträge · seit 201613. Sept. 2022 · #13
Persönlich würde ich auch niemandem der ein Problem mit Wildtieren um die Unterkunft hat, ein eingezäuntes Camp im Krüger empfehlen; eine trügerische Sicherheit... Die Honigdachse im Tamboti sind wohl jedem bekannt, und zZt treibt sich eine Hyäne im Skukuza Camp herum.
Gruß Gina
picco6'369 Beiträge · seit 201113. Sept. 2022 · #14
Hoi zämä
Hmm...dass man den Satz
David_B schrieb:...und ich frage mich, ob es bei nächtlichem Tierbesuch (z.B. Löwen) auf dem Campingplatz sicher/ok ist, aus dem Dachzelt heraus zu leuchten?
anders verstehen kann als dass David ausdrücklich bei Tierbesuch aus dem Dachzelt rausleuchten will, überrascht mich etwas. Natürlich leuchtet man wenn man nachts dringende Geschäfte machen muss mit der Taschenlampe rum bevor man aus dem Zelt geht, logisch. Vorher lauscht man natürlich aus dem Zelt heraus ob draussen alles ruhig ist und erst dann öffnet man das Zelt, zumindest mach ich das so. Wenns Dir , David, darum ging nachts aufs Klo zu gehen entschuldige ich mich für mein
picco schrieb:Das ist hoffentlich nicht ernst gemeint, odrr?
chrigu schrieb:Die Zelt Geschichte mit Kevin Richardson im Film ist so etwas von Schwachsinn 😠
Genau! Nur habe ich damals im Kino mitbekommen dass eine Gruppe junger Männer das als das richtige Verhalten auf Safari aufgefasst hat und so was auch erleben wollte! Wohl weil ich ein Kilimanjaro-Shirt anhatte und direkt neben ihnen sass hat mich einer davon angesprochen, so dass ich denen das erklären konnte. Danach wollten sie nicht mehr mit dem Zelt durch Afrika... 😉 Es gibt halt Leute die so was glauben, vor allem wenns ein Löwenkenner wie Kevin Richardson vorzeigt...ich finds Schwachsinnig und Verantwortungslos, so einen Film zu machen.
TAtacitus1'125 Beiträge · seit 202213. Sept. 2022 · #15
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adkstr155 Beiträge · seit 200713. Sept. 2022 · #16
Was für eine Diskussion. Üblicherweise sind Tiere im Gegensatz zum Menschen weder mißgünstig, heimtückisch noch bösartig. Nach meiner Auffassung besitzt jedes Lebewesen eine induviduelle Fluchtdistanz in Hinblick auf gefährliche Situationen. Solange es sich außerhalb dieser Distanz befindet wird es bei Bedrohung weggehen/laufen. Innerhalb dieser Entfernung wird es dich angreifen. Das Blöde dabei ist nur, das wir und vermutlich auch das Tier diese Fluchtdistanz nicht kennen, wie von Picco schon erwähnt. Daher ist man sicherlich gut beraten, sich bei nächtlichem Tierbesuch ruhig zu verhalten. Nähert sich das Tier freiwillig dem Zelt oder Auto, dann sieht es in dir keine Gefahr und ist es auch nicht für dich. Plötzliches Anstrahlen mit Licht aus dem Zelt, Lärm machen oder hektische Bewegungen verändern die Situation für das Tier komplett. Dein Zelt wird schlagartig von einem harmlosen Hindernis zu einer Bedrohung. Ist das Tier noch weit genug weg, dreht es ab, vermutlich bevor man es sebst sehen kann. Ist es schon dicht am Zelt, ist es für weglaufen zu spät. Was dann passiert, weiß man erst hinterher. Wer damit rechnet nachts auf Töpfchen zu müssen, sollte rechtzeitig vor dem Schlafen das Trinken einstellen und/oder ein Töpfchen mit ins Zelt nehmen. Eine dichtschließende ein Liter-Tupper-Dose sollte ausreichen und wird am nächsten Morgen einfach wieder ausgespült.
Peter
ADVENTURE BEFORE DEMENTIA - noch etwas erleben im Leben
Ich habe die Frage des Threaderöffners auch so verstanden, dass man zum besseren sehen und vielleicht auch fotografieren nachts rumleuchtet, nur so zum Spass. Sonst wäre der Ratschlag, eine Kamera mitzunehmen, ja auch ziemlich sinnlos. Das Abfotografieren der Umgebung vor dem Toilettengang bietet keine zusätzliche Sicherheit.
Da ich gerade aus dem Caprivi Situationen kenne - und Chrigu, auch durchaus schätze, nur mit der nötigen Vorsicht -, in denen die Tiere noch einen halben Meter Abstand zu meinem Zelt hatten, also null Fluchtdistanz übrig war, wäre ich dann nicht im Traum auf die Idee gekommen, genau in dem Moment das Zelt zu öffnen und zu leuchten und Fotos zu machen, weder aus dem Dachzelt noch aus dem Bodenzelt. Bisher haben mir alle "Einheimischen", mit denen ich darüber gesprochen habe, geraten, bei so großer Nähe einfach ruhig liegenzubleiben und abzuwarten, denn die Tiere gehen auch irgendwann einfach wieder ihrer Wege.
Dass man bei einem zwingenden Bedürfnis, nachts das Zelt verlassen zu müssen, natürlich erst die Umgebung checkt, versteht sich doch von selber. Ich würde das allerdings nicht tun, wenn sich der Elefant schon an meinem Auto reibt, was im Caprivi durchaus vorkommt. Erst hören, dann leuchten, wie Pico schon schrieb.
Warum eine gewisse Vorsicht und das Annehmen von Ratschlägen erfahrener Guides und namibischer Freunde gleich ein Problem mit Wildtieren bedeuten soll, erschließt sich mir gerade nicht.
Viele Grüße Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
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KarstenB2'396 Beiträge · seit 201113. Sept. 2022 · #18
Hallo, dann will ich mal dabei helfen, den Quark hier richtig schön breit zu treten. Wer schon mal nachts einen Löwen direkt neben seinem Bodenzelt hatte, weiß, dass jeder in dieser Situation das Atmen einstellt. Den möchte ich sehen, der dann das Zelt aufmacht und mit der Taschenlampe leuchtet. 🤩 Andererseits haben ich und noch Tausende andere nachts das Zelt zum Pinkeln verlassen. Natürlich erst nachdem man sich vergewissert hat, dass keine Geräusche zu hören sind, und nachdem man anschließend durch einen kleinen Spalt die Gegend abgeleuchtet hat. Die Tiere verraten sich dabei durch die leuchtenden Augen. (Und moderne Taschenlampen sind sehr lichtstark, ich hatte früher ein schweres Trumm mit Bleiakku dabei.) Mit dem Dachzelt habe ich nicht so viel Erfahrung, aber ich glaube, auch da würde ich mich darauf beschränken, das Erlebnis im Kopf und nicht auf dem Chip zu speichern. LG aus PdlC Karsten
Topobär5'479 Beiträge · seit 200914. Sept. 2022 · #19
Ich schildere einfach mal, wie ich mich nachts in Gebieten verhalte, in denen Wildtiere auf die Campsite kommen können. Ob das richtig oder falsch ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, aber ich habe mir meine Verhaltensweisen bei Guides und Rangern abgeschaut und bin damit seit über 25 Jahren immer gut gefahren.
Grundsätzlich besteht ein Problem darin, die Tiere bei der Reaktion auf s Anleuchten zu vermenschlichen. Wir enschen mögen es nicht direkt ins Gesicht geleuchtet zu werden und reagieren darauf oftmals aggressiv. Tiere reagieren nach meiner Erfahrung so gut wie gar nicht darauf angeleuchtet zu werden. Habe noch nie ein Tier erlebt, was darauf aggressiv reagiert hat. Wenn überhaupt fand ein gemächlicher Rückzug statt, weil das grelle Licht unangenehm war. Ich habe den Eindruck, der Lichtschein einer Lampe wird von Tieren eher als "Naturgewalt" wie die Sonne wahrgenommen und somit als gegeben hingenommen.
Jetzt zu meinem Verhalten in der Dunkelheit.
Solange ich mich im freien aufhalte leuchte ich regelmäßig in die Umgebung, um zu sehen, ob sich Tiere nähern. Das erspart einem so manche Überraschung. Wenn ich dann im Zelt bin, wird dieses bis zur Morgendämmerung nicht mehr verlassen. Auch nicht mit Taschenlampe. Es gibt einfach zu viele tote Winkel, die man nicht ausleuchten kann und man weiß nicht, was sich genähert hat, während man schlief. Für nächtlichen Harndrang haben wir verschließbare Behälter im Zelt.
Wenn ich im Bodenzelt bin, verhalte ich mich ruhig. Das Bodenzelt ist grundsätzlich blickdicht verschlossen und das würde ich auch nicht ändern, wenn draußen Tiere sind.
Im Dachzelt sieht die Welt gleich ganz anders aus. Wenn es warm genug ist, reicht uns das Fliegengitter. Wenn draußen Tiere sind, leuchte ich durchaus auch durch das Fliegengitter, würde es aber nicht öffnen oder gar rauslehnen. Dabei befinde ich mich immer hinter der Lichtquelle, bin für die Tiere somit nicht sichtbar.
kalachee schrieb: Steht ein Elefant drei Meter vor meinem Zelt. merke ich das ziemlich sicher schon vorher und dann pfunzel ich da natürlich nicht rum. Liebe Grüsse Sam
Da bin ich nicht sicher, die Riesen können 1. sehr sehr leise sein (wahrscheinlich aus Rücksicht auf die schlafenden Touris 🤩 ) und 2. sieht man ja manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht. Will sagen, in der Dunkelheit, im bewaldeten Gebiet, bei Neumond, kann man/frau selbst einen drei Meter entfernten Eli über- oder erst spät sehen. Ist mir in Xakanaxa auch schon passiert. Und dann noch schlaftrunken, "unter Druck" etc. Dem leuchte ich dann natürlich nicht direkt ins Auge.
Aber wenn die Hyäne oder der Schakal mal nachschaut, ob etwas vom Braii übrig geblieben ist (und ich nicht tief schlafe, sondern mich gerade erst hingelegt habe): Klar leuchte ich dann mal, was da los ist und mache ggf. auch ein Foto - ohne Blitz, habe ja die Lampe 😄
Mag sein, hier sind einige Heilige, aber bei mir überwiegt dann doch die Neugier (und auch das "Jagdfieber"?). Wie Chrigu schon schrieb: das Campieren in der "Wildnis" bringt uns nach Bots usw. Und ich meine, dass auch Biologen das indirekte Ausleuchten der Umgebung, auch das Anleuchten von Tieren ohne direkte Blendung als unschädlich ansehen. Können Experten dann gerne verbessern. (Ist hier früher aber auch schon diskutiert worden, soweit ich erinnere)
Ansonsten: Meistens sind wir des Nachts ja zu zweit mit Lampe zum Klo gelaufen, auch im Moremi oder Savuti, oder der Man stellt sich wie immer an den Baum; Inzwischen haben aber auch wir eine Plastikflasche (gibt's für wenige Taler in der Apotheke auch mit großer Damenöffnung) dabei. Da gibt es hier sicher noch Uralt-Threads, sind ganz erfinderische Lösungen dabei, soweit ich erinnere).
steinbeisser
Anmerkung: Löwen und Leoparden habe ich selbst in 12 Touren noch nie des Nachts am Wagen/Zelt gesehen, nur die Spuren am Morgen... Daher weiß ich nicht, wie ich damit im Fall des Falles umginge.