endlich wieder Namibia! Ganze drei Jahre mussten wir warten und die eigentlich geplante Südtour aufgrund der Schließung von Mata Mata komplett über den Haufen werfen. Wir entschieden uns dann für das Altbewährte und zumindest ein paar neue Unterkünfte:
10.06. Hinflug mit Eurowings Discover 11.06. Düsternbrook Guestfarm, Afrika Zimmer 12.-13.06. Desert Breeze, Swakopmund 14.06. Cape Cross Lodge 15.-16.06. Madisa Camp, Uis 17.06. Oppi Koppi Kamanjab 18.-20.06. Okaukuejo, Waterhole Chalet 21.-22.06. Halali, Bush Chalet 23.-26.06. Namutoni, Bush Chalet 27.06. Gabus Game Ranch, Otavi 28.-29.06. Omatozu, Okahandja 30.06. Rückflug
Ich würde jetzt sowas schreiben wie "Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie große die Sehnsucht war..." - aber ich denke, das können hier eben alle ganz gut, die unser "Leid" vom Afrika-Virus teilen! Klar konnte Kenia letzten November Abhilfe schaffen, allerdings ist Namibia einfach unser Seelenland, in dem wir uns zuhause fühlen.
Wir waren wieder mit einem Renault Duster von Europcar unterwegs und durchweg zufrieden mit der Auswahl, vor allem was für uns das Preis-Leistungs-Verhältnis anbelangt. Gebucht haben wir den Wagen zusammen mit den Flügen wie immer bei Iwanowski in Deutschland und um die Unterkünfte hat sich wieder unsere liebe Gabi von Namibia Individual Travel aus Namibia gekümmert. Hier können wir uns nur immer wieder bedanken für den so so lieben Kontakt und für die tolle Arbeit!
Kamera-technisch hat sich nichts verändert, ich bin nach wie vor sehr zufrieden mit meiner Sony RX10 M4! An ein paar Stellen hatte ich dieses Jahr falsche Einstellungen gewählt und bin nicht so ganz zufrieden, aber daraus lernt man nur. Petra bleibt ebenfalls bei ihrer Panasonic Lumx fz1000 ll.
Endlich gibt es wieder einen klassischen Reisebericht von uns und wir freuen uns sehr, wieder tolle Namibia-Momente mit euch teilen zu können!
Noch ein Hinweis zum Bericht: Wir hatten sehr viele tolle Begegnungen mit NHern. Die meisten Begegnungen hatten wir für uns alleine und erzählten auch niemandem davon. Anfang Juni, also kurz bevor wir in Namibia landeten, wurden erneut viele Kadaver gewilderter Tiere entdeckt und auch Parkangestellte stehen unter Verdacht. In meinem Bericht werde ich diesmal die Begegnungen (außerhalb der Camps und beleuchteten Wasserlöcher) komplett rauslassen und am Ende vom Etosha ein eigenes Kapitel nur mit Bildern einstellen, damit wirklich niemand Schlüsse ziehen kann. Es waren für uns dieses Jahr die schönsten, aber auch traurigsten Begegnungen, gerade bei einer Kuh mit einem erst 4 Wochen alten Kalb, die wir sogar an zwei Tagen finden konnten.
Liebe Laura, So schön dass ich eben deinen Bericht hier entdeckt habe. Ich bin gerne bei eurer Mutter/Tochter Reise dabei und finde es genial dass ihr zwei solche Abenteuer zusammen macht. Ich hoffe mal mit meiner Tochter die Gorillas zu besuchen, denn mein Mann sagt leider Nein danke dazu! Der Etosha Park ist ja immer eine Reise wert und heute in einem Jahr werden wir hoffentlich auch wieder mal dort sein. Freue mich auf deine Bilder und Erzählung. Liebe Grüsse von Katrin aus dem regnerischen und schwülen Florida.
Flash2010Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201504. Aug. 2022 · #9
Ihr Lieben,
so schön, euch alle dabei zu haben! Abfahrt ist jetzt, allerdings halten wir auch gerne unterwegs für zu-spät-Kommer 😎 ...so umsichtig wie Petra fährt, wird auch keiner übersehen!
Heute tritt tatsächlich das erste Mal der Fall ein, dass die A3 komplett verstopft ist und wir uns einen anderen Weg an den Flughafen suchen müssen. Auf gepackten Koffern warten wir auf unsere liebste Flughafendriverin und drehen eine gemütliche Runde durch den Taunus, um schließlich um 16:30 Uhr den Flughafen zu erreichen. Natürlich darf diesmal auch nicht unser obligatorisches, erstes Urlaubsbild fehlen!
Es vergeht einige Zeit, bis wir uns an Terminal 1 zurecht finden und den richtigen Schalter für Eurowings Discover entdecken. Trotz vorabendlichem Online Check-In müssen wir uns hier anstellen, was aber kein Problem darstellt, denn nur wenige Leute warten hier mit uns. Mit nun leichterem Gepäck machen wir uns auf die schier unmögliche Suche zur Bimmelbahn, die wir nach zweimaligem Nachfragen dann auch endlich finden. Sie bringt uns zu Terminal 2 zum Restaurant zur Goldenen Schwalbe. Nach einer knatschigen Stärkung fahren wir zurück zu Terminal 1, denn ein jeder warnt ja momentan vor den langen Wartezeiten im Sicherheitsbereich. Als wir diesen allerdings erreichen, müssen wir erstmal schauen, welcher Schalter überhaupt besetzt ist, denn hier steht kein einziger Reisender an 😮 Dementsprechend nimmt die Abfertigung wenig Zeit in Anspruch und Petra muss noch zum obligatorischen Sprengstofftest. Alle sind sehr nett und entspannt. Am nächsten Kiosk decken wir uns mit luxuriös teurem Wasser ein und das Warten am Gate vergeht wie immer im Fluge.
In der Maschine haben wir diesmal kein Glück mit anderen freien Plätzen, da der Flug fast ausgebucht ist. Aber was soll's, das kriegen wir schon hin. Wenn ich an Air Namibia denke, muss ich sagen, dass die vorhandene Beinfreiheit nicht wirklich weniger erscheint. Um kurz nach 22 Uhr heben wir in den letzten Sonnenstrahlen ab und wir blicken einem tollen Urlaub entgegen! Auf dem Flug kommen wir immer wieder ins Gespräch mit zwei netten Herren in der Reihe vor uns.
Was den Service angeht, so fehlt mir Air Namibia. Kaum war man in der Luft, wurde schon mit Essen und Getränken angefangen und man war innerhalb nicht ganz einer Stunde durch mit allem. Bei EWD dauert das ganze fast drei Stunden, bis endlich das Licht ausgeschaltet wird. Zwar funktionieren hier die Bildschirme, aber ich sehe es nicht ein, für 8 oder 10 Euro einen passenden Kopfhörer zu kaufen. Unsere Decken haben wir uns aus Prinzip selbst mitgenommen, stellen aber schnell fest, dass diese gar nicht nötig sind. Mir war auf einem Flug noch nie so warm wir mit EWD!
Ein bisschen können wir trotzdem schlafen und sehen auf dem Flugradar bald endlich, dass wir schon über Namibia fliegen. Durch den späten Start in Frankfurt erleben wir Namibia diesmal im Sonnenaufgang, was auch mal schön ist! Vor allem, wenn man schon die Etosha Pfanne sieht!
Am Hosea Kutako angekommen werden die hinteren Türen des Fliegers geöffnet und unser Plan geht mal wieder auf! Bei der Einreise sind wir bei den ersten und man glaubt es kaum - die Grenzbeamtinnen und Beamten ringen sich zu einem gaaaanz kleinen Lächeln durch - unglaublich! Als auch unsere Koffer schnell übers Band rollen und diese nochmals durchleuchtet werden, schlendern wir müde aber glücklich Richtung Europcar Schalter, den man an einem anderen Standort findet als die letzten Jahre. Da der HKA nicht besonders weitläufig ist, sind es aber nur wenige Meter gegenüber, wo wir uns nun anstellen. Da Petra hier ohnehin keine große Hilfe ist, schicke ich sie gerne vor die Tür für ein Lungenbrötchen. Während ich alle Formalia erledige bitte ich sie dann, sich schon mal bei MTC einzureihen. Die netten Herren aus dem Flieger stehen hinter mir in der Schlange und man tauscht sich noch ein wenig aus.
Mit den Duster-Schlüsseln in der Hand löse ich Petra in der Schlange ab und muss ihr leider etwas beichten (Im März wurde sie 60):
Ich: "Übrigens gibt es Probleme bei der Versicherung vom Auto, da du ja jetzt Ü60 bist."
Petra: schaut nur komisch.
Ich: "Naja, es sind nicht alle Unfallschäden versichert ab einem gewissen Alter und man hat mir geraten, dass es wirklich besser wäre, wenn ich die drei Wochen über fahre."
Petra (fällt alles aus dem Gesicht): "Das gibt's ja wohl nicht, das kann doch nicht sein, was soll das denn jetzt auf einmal?!"
Ich: "Joa, muss ich die Schlüssel wohl behalten...."
Bevor Petra noch völlig in die Luft geht, löse ich ihre Schockstarre auf: "Dich kann man viel zu leicht verarschen, Mama. Keine Bange, du musst keine Ängste ausstehen und kannst selbst fahren."
Petra: "Du bist eine ganz blöde Kuh, weißt du das?!"
Wir lachen beide herzlich! 😄 😄 😄 (Für die, die uns noch nicht kennen: Petra hat Probleme damit, wenn ich fahre, was ich gar nicht weiter ausführen will, jedenfalls führt dieses Thema des Öfteren zu einigen -durchaus lustigen- Diskussionen. Und sie hat keine Probleme mit dem Alter, macht selbst ständig Witze darüber.)
Bei MTC kann man nicht mehr einfach eine SIM Karte erwerben, sondern muss sich dafür auch ausweisen. Dafür kann ich aus neuen Tarifen wählen und der Mitarbeiter ist sehr freundlich.
Da wir bloß eine kurze Strecke vor uns haben, sind wir tiefenentspannt und schlendern rüber zum Europcar Fuhrpark. Die beiden Herren aus dem Flieger sind schon bei der Inspizierung und wir geben ihnen den Tipp, das Radkreuz auszuprobieren, weil unseres mal nicht gepasst hat. Der Tipp stellt sich als sehr gut heraus, denn ihres ist doll gedreht! Sie bedanken sich und werfen dafür einen Blick auf die Reifen unseres Wagens, der genau daneben parkt. Der Mechaniker kommt direkt zu uns rüber und wir merken, dass wir uns dreist vorgedrängelt haben, weil wir schon eine gewissen Routine mitbringen 😄 Wir schauen uns alles an und fordern ebenfalls ein besseres Radkreuz, kein Problem.
Unsere erste Station ist die neue Tankstelle. Nein, nicht zum Tanken, sondern zum Scheiben putzen!!! Wir wollten nicht mehr zurück ins Flughafengelände, aber die Herren können sich am Ende unserer Reise ordentlich was von mir anhören. Gegen die Sonne sieht man NICHTS und vermutlich hat man mit dem gewachsten Lappen die Innenscheiben "geputzt"... 😠 In der Tankstelle decken wir uns mit ein paar Snacks und Getränken ein und dann geht's endlich auf Pad!
Windhoek meisten wir dank unserer Navi App maps.me ohne Probleme und die Abfahrt nach Düsternbrook ist auch schnell gefunden. Eigentlich geht es ja jetzt erst richtig auf Pad, wo wir die Teerstraße verlassen. Gute-Laune-Musik an und der Urlaub hat sowas von begonnen!
Wenn man nach Düsternbrook fährt, muss man - je nachdem wie die Regenzeit ausfiel - eine kleine Wasserdurchfahrt meistern. Kein Problem, Petra hat Spaß bei der Sache!
Beim nächsten Farmtor stelle ich jedoch fest, dass unser vorderes Kennzeichen nur noch an einer Seite hängt 😄 Blöderweise kann man es nicht einfach abmontieren für die restlichen Kilometer. Also klemmen wir es wieder ein und halten gefühlt alle 200 Meter an und ich darf aussteigen, um zu schauen, ob es noch da ist...
Auf Düsternbrook waren wir noch nie und sind direkt positiv überrascht - hier gefällt es uns! Das gebuchte Afrika-Zimmer ist zwar etwas dunkel, aber lässt ansonsten keine Wünsche offen.
Nachdem wir das Auto ausgeräumt haben, knurren die Mägen ganz schön! Mit den ersten Malawi Shandys und einem frischen Salat gehen wir dagegen vor und sind richtig im Urlaubsmodus.
Eigentlich hatten wir bereits einen Gamedrive gebucht, aber irgendwie packt mich die spontane Lust, lieber einen Ausritt zu machen. Petra ist alles andere als begeistert, aber bevor sie was verpasst, ist sie natürlich dabei! Nur bitte keine 90 Minuten, das packt sie nicht! Wir könnten den Gamedrive ganz easy gegen einen 60 Minuten Ausritt tauschen, aber ich möchte erst gerne die Pferde sehen. Petra bekommt von all dem wenig mit, sie muss Schlaf nachholen und Migräne vorbeugen.
Ich schlendere etwas herum, probiere ein bisschen mit der Kamera und finde zumindest die Stuten. Nee, die sind mir zu klein und schmächtig. Aber die Stallgasse lässt jeden Pferdefreund neidisch werden!
Ich frage also nach und man versichert mir, dass die Wallache kräftiger sind ich fülle die Bögen fürs Reiten aus. Petra wecke ich so langsam und schon kommt Lisa, die nette Pferdetrainerin zu uns rüber. Wir unterhalten uns sehr nett und jetzt sind die Zweifel verschwunden, den Pferden geht es hier sehr gut! Ausreiten wird mit uns ihr Freund Phil, wir sollen gegen 16:30 Uhr in den Stall kommen.
Petra braucht mal wieder länger - vielleicht hatte sie mal wieder irgendwas zu räumen - aber ich gehe schon früher zum Stall, denn eigentlich mag ich es gar nicht, wenn die Pferde für mich fertig gemdacht werden. Das mach ich gerne selbst. Aber gut, das ist hier nunmal so. Dafür unterhalten wir uns weiter sehr nett und Lisa erzählt viel über die Eigenarten "ihrer" Pferde. Sie hat wirklich ihren Job gefunden!
Petra versichert sich noch einige Male, dass die Pferde auch wirklich brav sind, denn immerhin ist es eine ganze Weile her, dass sie geritten ist. Ich dagegen bin ja auch zuhause mittlerweile wieder voll dabei. Beim Aufsteigen allerdings muss ich lachen und frage Phil, wo denn bitte der Hals geblieben ist und der Bauch, wo meine Schenkel treiben sollen 😄 Ich bin da halt etwas größere Ausmaße von daheim gewohnt, aber diese Trailpferde hier sind einfach an anderen Stellen kräftger gebaut.
Langsam geht es los durchs große Rivier, wo momentan viele Schulkinder in ihren Ferien Müll sammeln und sich damit etwas Geld verdienen. Petra fühlt sich auf Anhieb wohl, ich komme mir vor wie auf einem Esel 😄 Aber Spaß macht es trotzdem! Vor allem unterhalte ich mich mit Phil extrem nett. Er ist geborener Namibier, ich glaube er trägt auch San-Blut in sich, und reitet schon seit er ein Kind ist. Er macht seine Sache wirklich sehr gut und hier könnte man jeden Anfänger mit schicken.
Immer wieder gibt es mal eine kleine Galoppstrecke und Petra hat riesen Spaß! Ich natürlich auch, allerdings landet mein Schimmel immer wieder im Kreuzgalopp, was sich für jeden Reiter grausig anfühlt! Allerdings ist dies ein wunderschön entspannter Galopp, wie er Spaß macht - wenn ich da an meine Rakete zuhause denke 😄 Unterwegs entdecken wir auch recht frische Leoparden Spuren auf dem Weg. Aber sehen tut man die hier trotzdem nie meint Phil. Als sie mal ein Fohlen hatten, hat man dies zur Sicherheit nachts reingeholt, aber die großen Pferde wären da nicht in Gefahr.
Als wir zurück zum Stall kommen, trense ich immerhin selbst ab und Lisa kommt direkt vorbei um sich zu erkundigen, ob wir Spaß hatten. Petra strahlt übers ganze Gesicht und auch ich bin sehr glücklich. Jaa, der Kreuzgalopp ist seine Schwäche erklärt sie mir dann und wir unterhalten uns noch laaange über Pferde. Ich zeige Phil Bilder von meinen Ausritten durch den grünen Taunus und er staunt nicht schlecht. Petra betont, was das doch für eine tolle Idee war und sie mehr als froh ist, sich überwunden zu haben, mitzukommen.
Wir verabschieden uns herzlich und haben tatsächlich schon wieder mächtig Hunger! Ist ja aber auch schon Zeit für's Abendessen, da haben wir uns aber wieder fest gequatscht! Das Essen wird als 3 Gänge Menü serviert mit Fischsuppe und dem besten Knobibrot ever als Vorspeise, butterzarten Schweinebraten mit Gemüse und Kartoffelstampf und zum Dessert Tiramisu.
Wir sind wirklich froh als das Essen durch ist und wir endlich in die Betten hüpfen können 😄 heute werden wir tief und fest schlafen! Lekker slaap!
Dandelion547 Beiträge · seit 201704. Aug. 2022 · #10
Hallo Laura und Petra,
obwohl seit heute selbst auf Tour in SA, sind wir natürlich gerne bei euch mit am Start. Der Anfang eurer Reise war ja schon sehr gelungen, wir freuen uns auf mehr
gerne springe ich bei Euch noch schnell mit rein… (Danke Petra, dass Du da Rücksicht nimmst) 😉 Armer Bayernschorsch! Jetzt steigt der Frauenanteil wieder 😈
Ich freu‘ mich auf den Bericht und bin mal gespannt, was Ihr dieses Ihr so erlebt habt. 😎
Viele Grüße Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
loeffel1'412 Beiträge · seit 201305. Aug. 2022 · #12
Hallo Laura, auch wir begleiten euch gerne auf eurer 7. Mom& Daughter-Tour (jetzt habt ihr uns deutlich überholt 😉 ). Auf Düsternbrook waren wir 2014 am Anfang unserer zweiten Tour. Das hat uns damals auch gut gefallen. Allerdings war es bei uns doch deutlich grüner (OK, wir waren allerdings im April dort).
LG Stefan
Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19
Unsere Reiseberichte
speed66751 Beiträge · seit 201106. Aug. 2022 · #13
Hallo Laura, bin nun ebenfalls live dabei - dein T-shirt Spruch triffts 🙂 Freu mich auf eure Erlebnisse, VG, Nette
H.Badger1'824 Beiträge · seit 201607. Aug. 2022 · #14
Liebe Laura und Petra,
endlich wart ihr also wieder in Namibia - ich bin gespannt, wie es euch im Etosha nach eurer Mega-Tour durch die Mara gefallen hat. Ich freue mich wie immer total auf deinen Bericht. Wir waren bis gestern für 3,5 Wochen in Costa Rica und haben dort eine ganz andere Natur erleben können, die uns aber nicht minder begeistert hat. Die "neuen" Tiere waren sehr aufregend - und dass man alles zu Fuß erleben kann, macht die Begegnungen sehr unmittelbar und intensiv.
Dann hau mal weiter in die Tasten! Herzlich grüßt Sascha
Flash2010Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201507. Aug. 2022 · #15
Hallo liebe Mitfahrer 🙂
@Kordula Oh wie toll, da wünsche ich euch eine ganz tolle Zeit in SA! >Eines kann ich vorweg nehmen, auf Madisa hat Leon auch mit uns den Drive gemacht und es war ein so wundervoller Tag!
@Simone Ach, ich glaube, der liebe Claus wäre nicht böse drum, der Hahn im Korb zu sein, aber er kriegt ja langsam Verstärkung 😄
@Stefan Wir freuen uns sehr, euch wieder dabei zu haben! Ja, Petra und ich haben noch drüber diskutiert, weil's ja die 8. Afrika Tour, aber "erst" die 7. Namibia Tour ist 😁
@Nette Vielen Dank, das Tshirt kam auf jeden Fall auch gut an 😁
@Sascha Wow, Costa Rica, da bin ich auf ganz andere Weise neidisch! Seit 2,5 Jahren sprießt bei mir daheim in der Tat ein ganzer Indoor Jungle und die vielen Pflanzen in natura zu sehen, wäre auch mal der Hammer!
Flash2010Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201507. Aug. 2022 · #16
12.6. Ab an die Küste
Die Nacht war einfach himmlisch. So fest habe ich lange nicht geschlafen. Die selige Ruhe findet jedoch ein jähes Ende als das Räumungskommando um eine unchristliche Uhrzeit von 6 Uhr beginnt, seinem Trieb nachzugehen. Immerhin gibt Petra nachher selbst zu, dass es noch ein bisschen Übung bedarf, morgens früh ein wenig leiser herum zu poltern und zu leuchten. Es sei ihr gegönnt, denn der erste Kaffee mit der bevorstehenden Morgendämmerung ist ihr erstes Highlight des Tages und in der Tat erlebt sie ein traumhaftes Zusammenspiel von Farben am Himmel, die man nur mit dem Auge wirklich einfangen kann und wo selbst mit dem Handy nicht annähernd Stimmung einzufangen ist. Es herrschen frische 5 Grad.
Pünktlich um 7:30 Uhr machen wir uns auf den kurzen Weg zum Frühstück, aber dort, wo gestern das Abendessen serviert wurde, ist noch nicht mal abgeräumt und wir wundern uns. Naja, dann räumen wir eben zuerst das Auto ein. Beim zweiten Anlauf werden wir dann eines Besseren belehrt, denn Frühstück gibt es im Haupthaus mit einer wunderschönen Aussicht, die ich leider nicht fotografiert habe. Die Auswahl des Frühstücks ist zwar überschaulich, aber für uns perfekt - wir lassen es uns schmecken.
Als wir vom Hof rollen wollen, werden wir schon wieder von der dreckigen Scheibe ausgebremst. Wir sehen nämlich...
...nix! Wir fragen nach einem Lappen und ein Angestellter gibt sein Bestes, aber es reicht auch bloß für eine Sicht, die uns gerade so den nötigen Durchblick gewährt. Das ist wirklich frustrierend, in Swakopmund wird nachher sofort Spiritus gekauft! Übrigens wurde unser Kennzeichen gestern ganz simpel mit zwei Schrauben und einem Akkuschrauber wieder im Kunststoff der Stoßstange befestigt.
Liebe Grüße an Konni & Silke 🙂
In Okahandja stoppen wir kurz an der Tanke, nachdem wir natürlich wieder die Abfahrt verpasst haben und wenden mussten. Hier decken wir - oder eher gesagt ich - mich mit Biltong ein und weiter geht die Fahrt.
Die Strecke nach Swakopmund zieht sich ein bisschen, aber die Freude ist groß als wir die ersten Dünen entdecken.
In der Desert Breeze Lodge werden wir gewohnt freundlich empfangen und packen noch gar nicht großartig aus, sondern wollen erstmal los, um "unser Programm abzuarbeiten". Erster Stopp: Village Café - sonntags geschlossen - hätte man auch vorher mal googlen können. Also Plan B Fish und Chips an dem bekannten Imbisswagen am Aquarium, den wir auch mal gerne testen wollen. Unsere Bestellung ist aufgegeben und wir schlendern noch ein bisschen am Strand entlang. Heute herrscht noch angenehme Ostwind-Stimmung, der letzte von etwa 10 Tagen, was für Swakomund eine beachtlich lange Zeit ist für dieses heiße Wetter.
Es dauert nicht lange, bis uns ein Nüsschen-Schnitzer anspricht und völligst überfordert ist als wir tatsächlich fünf Nüsschen kaufen wollen 😄 er hätte nur vier - was im Nachhinein auch besser so war, denn der Gute hat leider nicht die beste Kenntnis in Sachen Rechtschreibung. In der Hocke filme ich gerade sein Handwerk als eine fette Welle daher kommt und der Schnitzer Petra gerade noch warnt, sonst hätte sie jetzt einen verdammt nassen Hintern - ich hätte wohl drauf gehalten mit dem Handy 😄 Naja, am Ende haben wir ein falsches und ein verbessertes Nüsschen, aber für 50 N$ pro Stück lassen wir es gut sein.
Unsere bestellten Fish & Chips und Calamari & Chips triefen vor Fett, aber man kann sie essen. Also hätten wir das auch abgehakt. Der nächste Fail lässt auch nicht lange auf sich warten, denn der Schlangenpark hat bereits geschlossen, obwohl die Öffnungszeiten etwas anderes sagen. Naja, wird unter T.i.A. verbucht - That is Africa!
Also schlendern wir gemütlich durch den Woermann und arbeiten unsere Einkaufliste ab. Diese klingt irgendwie schon komisch: Teller, Spiritus, den guten Hustensaft, Kekse, Chips, Putzlappen, Kühlakkus, Bier... 😄
Zurück im Desert Breeze können wir jetzt auch gemütlich "ankommen" und ein wenig relaxen. Auch wenn die Zimmer wunderschön sind, so interessiert mich nunmehr der hauseigens angelegte Garten mit allen möglichen Sukkulentenarten, denn hier gibt es wirklich einiges zu bestaunen!
Zum Sundowner fahren wir an die Jetty, denn es herrscht freie Sicht für einen wundervollen Sonnenuntergang. Der Geruch des rauen Atlantik gepaart mit dem Anblick der untergehenden Sonne gehört definitiv zu den schönsten Momenten in Swakopmund.
Zum Abendessen gehen wir natürlich in den Western Saloon, denn dieser ist DIE Anlaufstelle für ein gutes Stück Fleisch! Christian, der Besitzer, eröffnet uns, dass gerade frisches Zebrafilet reingekommen ist und da sagen wir natürlich nicht nein! Er serviert uns die Teller mit einem lächelnden "Joa, ist heute etwas größer geworden" und wir staunen nicht schlecht. Das sind mindestens 500 Gramm und dazu gibt es super leckere hausgemachte Knoblauchbutter - zum Glück haben wir nur Salat dazu bestellt 😄 Auf das perfekt medium rare gebackene Fleisch muss ein Magenschließer her! Bei mir ist das ein Malva Pudding und bei Petra ein Schnaps!
Jetzt kann man uns eigentlich zur Lodge hoch rollen... Ausnahmsweise darf ich fahren, denn ich bin ja die Nüchterne 😄 Wir stellen fest, dass auch das Licht komplett falsch eingestellt ist und man das Fernlicht einschalten muss, um überhaupt zu sehen, wo man hinfährt.
Auf den morgigen Tag freuen wir uns schon sehr! Es geht in die Mondlandschaft, aber wir ahnen noch nicht, wie beeindruckend diese Tour wird!
speed66751 Beiträge · seit 201108. Aug. 2022 · #17
Hi Laura,
... und in der Tat erlebt sie ein traumhaftes Zusammenspiel von Farben am Himmel...
frei nach Bele: Das ist das "Hunga Tonga-Hunga Ha’apai-Phänomen" - das klingt doch toll 😁
Bei eurer Einkaufsliste musste ich auch schmunzeln, sehr gut geschrieben 😉 Apropos schreiben - ich konnte nicht entziffern, was auf eurer Nuss nun steht - stehen sollte: MILRA?
Hallo Laura , Danke für Deinen Reisebericht. Ich freue mich schon auf die weiteren Berichte und Fotos . Die Fotos gefallen mir sehr gut und besonders Deine lockere Schreibweise . Gruß Dieter
seit 1959 u.a. : 4xMarocco, 2xTunesien, 2xAlgerien-Mali, Ägypten-Sudan, 4xNamibia-Botswana-Simbabwe, Israel, 2xKanada, 3xUSA, 4xAustralien, 2xNeuseeland, Mexico, Europa total ,Türkei ,Zypern,
Flash2010Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201508. Aug. 2022 · #19
Liebe Nette, der Name ist Mitra, eine Kollegin von Petra. Mein Nüsschen für Freunde mit dem Namen Tomas statt Thomas verbuche ich auch unter T.i.A. 😁 Da hast du Recht, jetzt haben wir einen Namen für dieses tolle Schauspiel! Petra hatte noch ein tolles Bild auf dem Handy, was ich noch ergänzt habe an dem Morgen in Düsterbrook.
Lieber Dieter, das freut mich wirklich zu hören! Ich tu mich oft schwer mit dem Schreiben, damit es nicht zu sachlich klingt. Das ist der Nachteil, wenn man im Öffentlichen Dienst arbeitet. Vor 15 Jahren noch ging mir das einfacher von der Hand. Also vielen Dank für das Lob!