Tomcat1'155 Beiträge · seit 200622. Feb. 2006 · #21Hallo Kono
von 1000 Leuten würden nach dieser Statistik im Schnitt 75% (Mittelwert) pro Jahr von Malaria befallen.
In der Region leben einige Hunderttausend Leute. Gehst du davon aus das bei Beginn der Studie keiner Malaria hätte, so wären es nach einem Jahr 75% der Bevölkerung und ein Jahr später wieder 75% der Restmenge....spätestens nach vier Jahren hätte dann die gesamten Bevölkerung aus diesem Gebiet eine Malaria...
Nehme an da hat sich ein Kommafehler eingeschlichen...
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200622. Feb. 2006 · #22habe ein wenig recherchiert:
"Aktuelle Malariasituation in Namibia
Malaria ist die führende Ursache für schlechter Gesundheit und Todesfälle unter Kindern als
auch bei den Erwachsenen, besonders in den nördlichen Regionen, wo etwa 60% der Bevölkerungen leben. Malaria ist in Namibia saisonbedingt, mit dem Potential für
epidemische Ausbrüche, und außergewöhnlichem Regenfall verbunden.
In einem typischen Jahr sind es etwa 120.000 neue Malariafälle von denen 20 % Kinder unter
5 Jahren betroffen sind. Malaria ist die zweithäufigste Ursache für Erkrankungen bei
Kindern. Malaria macht ca. 14% aller Todesfälle aus, die von den Krankenhausstationen der
Kinder aufgezeichnet sind und Diarrhöe kommt an zweiter Stelle. Malaria ist auch ein
führender Grund bei älteren Kinder und Erwachsene und eine Ursache für Todesfälle.
Die Nordostgesundheitsaufsichtsrat (Kavango und Caprivi) hat die höchsten Anteile von
Malariakrankheit und den Todesfolgen. Im Jahr 1994 machte Malaria 51% von
Krankenhauseinweisungen bei Kindern unter dem Nordostgesundheitsaufsichtsrat, 22% in
dem Nordwestgesundheitsaufsichtsrat, 15% in dem zentralen Gesundheitsaufsichtsrat und 1%
in der Südgesundheitsaufsichtsrat aus. Die Verteilung der Malarianotfälle und Todesfälle in
der Ambulanz zeigt ein ähnliches Muster.
Trotz bedeutsamer Verbesserung bezüglich des Krankheitsmanagements, durch eine neue
nationale Verwaltungspolitik und dem Training von speziellen Gesundheitssorgenmitarbeiter,
die in Diagnose und Behandlung und der Abwicklung des PHC-Ansatzes trainiert sind, ist die
Anzahl von Malariafällen vom Jahr zu Jahr gestiegen. Es kann sein, dass diese Zunahme
wenigstens im Teil durch verbesserte Berichte verursacht ist und die Einleitung eines neueren
und effizienteren Informationssystem über den Gesundheitszustand und der gewaltigen
Entwicklung von PHC-Leistungen folgt. Die Situation wird weiter von der wachsenden
Widerstandsfähigkeit der Malaria (gegenwärtig bis zu 40%ig) erschwert Malaria bleibt das
„Nummer Eins“ Problem in Namibia."
aus:
http://www.namibia-botschaft.de/html_namibia/bilder/Gesundheitsversorgung.pdfSeite 11<br><br>Post geändert von: konno, am: 22/02/2006 13:49
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200622. Feb. 2006 · #23MHMHA19 Beiträge · seit 200622. Feb. 2006 · #24Malaria, statt (dem sowieso unsicheren) Lariam:
Zum Thema Doxycylin:
aus www.reisemed.at/malaria.html
Doxycyclin (VIBRAMYCIN®):
Es ist dies ein außerordentlich zuverlässiges und auch in der Langzeitanwendung unproblematisches Malariaprophylaktikum, das stark unterbewertet ist. Es gibt praktisch keine Prophylaxeversager. Es ist ungeeignet als Notfallselbstmedikation. Neuere Daten deuten darauf hin, dass Doxycyclinmonohydrate (z.B. Vibramycin®) den Doxycyclinhyclaten (z.B. Doxybene) deutlich überlegen sind, wenn es um die Wahrscheinlichkeit dermatologischer Reaktionen bei chronischer Einnahme und gleichzeitiger Sonnenbestrahlung geht. Die bisherigen Erfahrungen haben auch gezeigt, dass Hautreaktionen an sich relativ selten auftreten, trotzdem sollten Badeurlauber von dieser Medikation Abstand nehmen. Aus anderer Indikation (Q-Fieber-Endocarditis) weiß man, dass eine Einnahme von bis zu fünf Jahren und 100 mg täglich, wenn auch bei einer kleinen Patientenzahl, keine Probleme ergab. Die Lehrmeinung sagt heute, dass eine Einnahme bis zu 2 Jahren im Sinne einer kontinuierlichen Prophylaxe vertretbar ist.
Die üblichen Kontraindikationen wie Gravidität und Kinder unter acht Jahren bleiben aber aufrecht und sind zwingend.
Einen weiteren Beitrag darüber gibt es u.a. auf der Website der DTG Deutsche Gesellschaft für Tropen Medizin.
Die Nichtzulassung für Doxycyclin als Malaria-Prophylaxe in D beruht nur darauf, das diese Zulassung Geld kostet und der zu erwartende Umsatz als Malaria-Prophylaxe zu gering ist, sich also nicht rentiert. Unwirksam als Standby Medikation.
Je nach Quelle wird der Beginn der Einnahme zwischen 6 – 0 Tage vor Erreichen des Malariagebietes angegeben (?).
Für Türkeireisende folgender Hinweis:
Tetradox Doksisiklin 100 mg (Hyclat), 14 Kapseln, ca. 2,50 EURO ist in der Türkei frei in jeder Apotheke erhältlich. Hyclat wird als die etwas schlechtere (?) Variante in Bezug auf Verträglichkeit beschrieben.
Bei der Mitnahme nach D Zollbestimmungen beachten.
MfG
MHA
joli3'491 Beiträge · seit 200622. Feb. 2006 · #25Hallo Tomcat,
vielleicht ist das auch wirklich so, dass in bestimmten Ecken Namibias jeder Bewohner zumindest einmal in seinem Leben mit Malaria infiziert war. Erscheint mir vom Ansatz her auch durchaus vorstellbar. Aber wie auch immer: es geht hier ja nicht um eine wissenschaftliche Studie, sondern um die Identifizierung der Gebiete, in denen das Malaria-Risiko besonders hoch ist. Und da halte ich die Karte auf jeden Fall für sehr hilfreich.
Gruß Joli
anddor459 Beiträge · seit 200622. Feb. 2006 · #26Hallo,
da ich auch zu den Lariamer gehöre, möchte ich mal fragen:
Welchen Stanby-Mittel sind zu empfehlen ?
Gruß
anddor 🙄
Armin2'346 Beiträge · seit 200622. Feb. 2006 · #27Hallo Prophylaxe-Interessenten,
wir haben während unserer Namibia-Reise im vergangenen Jahr auf individuelle Empfehlung des Tropeninstituts Hamburg Doxycyclin als Prophylaxe eingenommen. Wir haben keinerlei Probleme damit gehabt, lediglich meine Frau hat sich gegen Ende des Urlaubs nach einer längeren Fahrt in einem offenen Fahrzeug und kurzärmeliger Kleidung an den Armen eine Art Sonnenallergie eingehandelt. Das war sicher eine Folge der bekannten phototoxischen Nebenwirkung von Doxycyclin. War aber nach ein paar Tagen verschwunden. Trotzdem sollte man immer bedenken, dass Doxycyclin ein Antibiotikum ist und kein Placebo. Aber ohne Chemie geht´s wohl nicht. Wir werden in diesem Jahr auf jeden Fall auch wieder Doxycyclin nehmen. Noch dazu ist es im Gegensatz zu anderen Medikamenten spottbillig.
Da ich letztes Jahr auch etwas skeptisch war, da Doxycyclin in Deutschland als Malariaprophylaxe nicht zugelassen ist, habe ich mir die Wirkung vom Tropeninstitut nochmals ausdrücklich bestätigen lassen. Ich bekam damals folgenden Text:
Doxycyclin als ganz "gewöhnliches", damit aber auch seit Jahren bekanntes, gut ausgetestetes und bewährtes Medikament, hat sich als sehr gut wirksames Mittel auch gegen die sich schnell verändernden Malariaerreger erwiesen. In Deutschland wird von den Herstellern jedoch ein umfangreiches Zulassungsverfahren für die Indikation "Malaria-Prophylaxe" gemieden, da es sehr kostenintensiv wäre. In anderen Ländern gibt es eine solche Zulassung und Doxycyclin wird seit längerem schon zur Prophylaxe, v. a. bei längerfristigen Aufenthalten in den Hochrisikogebieten oder wenn Kontraindikationen für die alternativ möglichen Medikamente bestehen, erfolgreich eingesetzt.
Nachdem ich meinem Hausarzt damals die (wesentlich umfangreichere) persönliche Empfehlung des Tropeninstituts gezeigt habe, meinte er, er hätte wieder mal was dazugelernt und hat uns Doxycyclin bedenkenlos verschrieben, da für ihn eine Empfehlung des Tropeninstituts über jeden Zweifel erhaben sei.
Ich möchte damit jedoch keinesfalls eine Pauschalempfehlung für Doxycyclin abgegen, sondern jedem empfehlen, sich von Experten, z. B. dem Tropeninstitut, individuell beraten zu lassen.
Viele Grüße
Armin
jaffles1'312 Beiträge · seit 200622. Feb. 2006 · #28Hallo,
wir wollen Ende April ins Kaokoveld und zu den Epupa Fällen. Da wir auf Lariam mit Schwindel und Kreislaufproblemen reagiert haben, wären wir an einer Prophylaxe mit Doxycyclin interessiert.
Wie lange vor und nach dem Verlassen des Malariagebietes muß das Medikament eingenommen werden?
Wieviel mg pro kg Körpergewicht sind notwendig und muß man das Medikament täglich einnehmen?
Über eine Antwort würde ich mich freuen!
Viele Grüße Jaffles
Catbird158 Beiträge · seit 200623. Feb. 2006 · #29Hallo Armin!
Jetzt bin ich doch einigermaßen erstaunt, dass vom Tropeninstitut dieser Hammer Doxycylin als Prophylaxe empfohlen wird. Es wird übrigens auch bei Pest, Cholera und Syphilis verschrieben, allerdings curativ. Naja - so hat man wenigstens ein breites Spektrum bei seiner Reise abgedeckt. Ich bekam es vor Jahren nach einer Borreliose verschrieben und lag nach der Einnahme erst mal für Stunden flach. Außerdem durfte ich während der Einnahme nicht in die Sonne (sonst rollen sich die Fußnägel auf 🤩 ) - das ist natürlich für eine Prophylaxe im sonnigen Afrika sehr zu empfehlen. Außerdem "treten während oder in den ersten Wochen nach Behandlung schwere anhaltende Durchfälle auf". Na dann viel Spaß beim Auffinden der entsprechenden Büsche in Namibia 😛
Also ich persönlich kann aus eigener Erfahrung nur vor diesem Hammer warnen. Hingegen bin ich ein absoluter Verfechter von Malarone. Die ganze Familie und auch unsere Freunde hatten keinerlei Nebenwirkungen, auch das Bier schmeckte wie üblich.
Aber jeder muss selber austesten, was er verträgt.
Na denn Mahlzeit wünscht
Catbird 😎
Armin2'346 Beiträge · seit 200623. Feb. 2006 · #30@ Jaffles
Doxycyclin wird ab einem Tag vor Eintritt in ein Malaria gefährdetes Gebiet eingenommen, bei Erwachsenen täglich 100 mg, bis vier Wochen nach Verlassen des Malaria gefährdeten Gebietes.
@ Catbird
"Hammer" ist ja wohl relativ. Wir haben Doxycyclin jedenfalls gut vertragen. Und Malarone ist ja auch nicht nur deshalb kein "Hammer", weil sich der Name so schön sanft anhört. Hier ein kleiner Auszug aus den Nebenwirkungen von Malarone:
Im Bereich des Verdauungssystems kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen. Zusätzlich werden Appetitlosigkeit und Bauchschmerzen beobachtet. Ferner muss mit Kopfschmerzen, Husten und Schlaflosigkeit gerechnet werden. Außerdem kann es vorübergehend zu veränderten Funktionen der Leber kommen. Weiterhin kann es zu Fieber, Angioödemen, Hautausschlag sowie zu Haarausfall kommen. Zusätzlich können sich bestimmte Blutzellen zahlenmäßig verringern. Es kann also eine Anämie oder eine Neutropenie auftreten. Bei Patienten mit einer schweren Nierenfunktionsstörung kann sogar eine Panzytopenie eintreten, bei der alle Blutzellen in der Anzahl herabgesetzt sind.
Zum Glück weiß ich nicht bei allem, was das ist, aber sonderlich Vertrauen erweckend hört sich das auch nicht gerade an, oder?
Ich habe schon Lariam ausprobiert und kam dabei nicht von der Toilette runter (was ja wohl noch eine der harmlosesten Nebenwirkungen ist), meiner Frau droht Herzstillstand, weil sie parallel Betablocker schlucken muss. Was bleibt denn da sonst noch übrig? Habe nicht behauptet, dass Doxycyclin harmlos ist. Antibiotika nimmt man schließlich nicht ohne Not ein. Auf jeden Fall ist es ein Präparat, das - und das sagt sogar mein homöopatisch angehauchter Hausarzt - millionenfach bewährt und ausgetestet ist. Aber letztendlich muss jeder selber wissen, was er "einwirft". Am liebsten würden wir auch ganz drauf verzichten. Haben wir auch schon gemacht. Wenn die Ziele aber Kaokoveld, Owamboland und Caprivi heißen, möchten wir nicht gerne Kompromisse eingehen.
Gruß
Armin
duwisib466 Beiträge · seit 200623. Feb. 2006 · #31Moin,
ich & meine Family haben die vergangenen Jahre Malarone verwendet und keinerlei Nebenwirkungen o.ä. gehabt. Ich kann dies nur empfehlen, auch wenn´s relativ teuer ist, aber das ist der Flug auch und keiner läuft, oder?
Ciao
Juergen
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200623. Feb. 2006 · #32Also ich meine irgendjemand findet immer irgendwo was. Ich habe von einem Arzt in Windhoek eine Profilaxe verschrieben bekommen (ich meine es war Doxycyclin) und er meinte, das sei das beste, ungefährlichste und überhaupt.
Bei meiner nächsten Reise bin ich zu einer anderen Apotheke als die, die mir das Zeug zuerst verkauft hat und verlangte nach diesem Medikament. Der Apotheker schlug die Hände über den Kopf zusammen und meinte das andere wäre soooo gefährlich und man könnte schwerwiegende Magen- und Darmgeschwüre bekommen wenn man das länger nimmt (deshalb glaube ich es war Doxycyclin). Er hat mir dann ein anderes Präparat gegeben, dass auch aus 2 Komponenten bestand (eine davon gleich wie bei Malarone )
Also: Außer vielleicht Lariam gibt es glaube ich keinen wirklichen Übeltäter unter den Medikamenten. Wir (oder ich) sind eher nicht in der Lage das zu beurteilen. Erfahrung ist etwas, was persönlich ist und auch auf den eigenen Körper zurückzuführen ist.
Ich nahm zum Beispiel auch schon Lariam und war nicht depressiv. Während andere mit ihrem Darm und Körper kämpften, war ich zu der Zeit fidel.
Habt ihr schon mal den Beipackzettel von Aspirin gelesen ?
christian1060291 Beiträge · seit 200623. Feb. 2006 · #33Leider hilft bei diesem Thema meiner Meinung nach nur ausprobieren und sehen was man verträgt. Jeder ist da anders und die pauschale Medikamentempfehlung gibt es da nicht.
Wir haben Lariam sehr gut vertragen, von daher bleiben wir dabei.
Ist leider nicht so einfach...
Viele Grüsse.
Christian
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catweazlecat265 Beiträge · seit 200623. Feb. 2006 · #34Hallöchen
sagt mal gibt es denn die Möglichkeit Malariaprophylaxe direkt in Nam in der Apotheke zu kaufen oder muss man dort erst zum Arzt um ein Rezept zu holen?
Was spräche denn dagegen das vor Ort zu kaufen wenn man noch genügend Zeit hätte vor der Einreise ins Malariagebiet?
Malarone wird ja immer sehr gut bewertet. Gibt es das denn auch vor Ort?
Viele Gruesse aus Rhein-Main
Silke
Axel1'130 Beiträge · seit 200623. Feb. 2006 · #35Man kann die Vorbeugung direkt in der Apo erstehen, die dortigen Fachleute wissen auch genau welches für welche Gegend. Ein Problem der Medikation ist das "Verschleifen" der Symptome, sie werden also reduziert. In "Fernweh" Kreisen wird das deshalb kontrovers diskutiert. Ein Meinung ist, sobald der nächste Arzt mehr als 24 Std weg ist Vorbeugung oder Stand By, ansonsten andere Schutzmittel . Wichtig ist auf jeden Fall, das bei jeder Erkältung innerhalb eines halben Jahres nach Rückkehr der Arzt auf Malariarisko hingewiesen wird.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
duwisib466 Beiträge · seit 200623. Feb. 2006 · #36Den letzten Einträgen gibt´s nichts hinzuzufügen. Wahrscheinlich drückte ich mich unglücklich aus. Sagen wollte ich: Das Malarone kann man bedenkenlos einnehmen - wurde mir von zwei Tropeninstituten empfohlen und auch meine Partner in Namibia/Botswana nehmen dies.
Letztendlich aber muß jeder selbst probieren. Hier kann man nur Tipps empfangen!
Ciao
Jürgen
MHMHA19 Beiträge · seit 200623. Feb. 2006 · #37Malerone:
Auch Malerone scheint nicht so sicher zu sein, für Vegetarier scheinbar völlig ungeeignet.
Aus der von mir erwähnten Website aus Österreich:
Einen Nachteil hat aber auch das Malarone: Seine Resorption aus dem Darm nach oraler Aufnahme hängt sehr stark davon ab, ob man vorher etwas Fettreiches gegessen hat: Auf nüchternen Magen genommen kann die Aufnahme des Medikamentes so stark beeinträchtigt sein, dass es unwirksam wird. Das kann im Vorhinein kein Arzt abschätzen, was ich denn wohl an Essen zur Verfügung habe.
In Bezug auf Lariam, haben bereits vor über 10 Jahren die fliegenden Ärzte aus Kenia vor der in Deutschland üblichen Prophylaxe gewarnt: Wenn jemand trotz der Einnahme von Lariam dann die Malaria bekommt, gibt es für die Ärzte kein Mittel mehr, da dann noch helfen kann.
Mit freundlichen Grüßen
MHA
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200623. Feb. 2006 · #38Wenn ich das so lese bin ich froh seit 15 Jahren keine Prophilaxe mehr genommen zu haben, obwohl ich mindestens zweimal pro Jahr in Malariabebieten unterwegs bin...
Etwas vorichtig zu sein und Abends die entsprechende Kleidung zu tragen ist anscheinen auch ein ausreichender Schutz....ist halt eine Philosophiefrage und ich und meine Frau bleiben unserer Stragegie treu..
schöner Gruss Tom
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200623. Feb. 2006 · #39MHA schrieb:Malerone:
Auch Malerone scheint nicht so sicher zu sein, für Vegetarier scheinbar völlig ungeeignet.
Aus der von mir erwähnten Website aus Österreich:
Einen Nachteil hat aber auch das Malarone: Seine Resorption aus dem Darm nach oraler Aufnahme hängt sehr stark davon ab, ob man vorher etwas Fettreiches gegessen hat: Auf nüchternen Magen genommen kann die Aufnahme des Medikamentes so stark beeinträchtigt sein, dass es unwirksam wird.
... im Beipackzettel steht, man soll es zusammen mit einer Mahlzeit oder einem Milchprodukt einnehmen ...
In Bezug auf Lariam, haben bereits vor über 10 Jahren die fliegenden Ärzte aus Kenia vor der in Deutschland üblichen Prophylaxe gewarnt: Wenn jemand trotz der Einnahme von Lariam dann die Malaria bekommt, gibt es für die Ärzte kein Mittel mehr, da dann noch helfen kann.
... ich nehme an, die haben damals vor der Bildung von Resistenzen gewarnt, oder?
Wenn heutzutage Lariam als Prophylaxe nicht geholfen hat, dann ist der Erreger dagegen resistent. Ohne Prophylaxe und bei auftretender Malaria mit Lariam behandelt, wirkt dann wohl auch nicht.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Ela675357 Beiträge · seit 200627. Feb. 2006 · #40Also ich bin total verwirrt. Hab ja bei Routen - Malaria mal unsere Route abgeschrieben. Ich meine, daß wir nur im Etosha in Malariagebiet sind. Soll ich wegen diesen 3 Tagen wirklich eine Prohpylaxe nehmen ?
Ich weiß, die Meinungen gehen total auseinander. Aber letztes Jahr in Südafrika hab ich keine gebraucht, weil wir nicht im Krüger waren. Und daher bin ich jetzt eben etwas verwirrt....