Danke Busko, für die treffende Beschreibung der Welwitschia inklusive sehr schöner Fotos! Diese Pflanzen haben mich bei unserem Besuch dort auch sehr in den Bann geschlagen. Seit ich von ihnen wusste, wollte ich sie in Natura sehen, und es war wirklich ein beeindruckendes Erlebnis. Das hast du sehr schön in Worte gefasst! Viele Grüße Claudia
busko schrieb: ... verpassen wieder mal die erste Höhle von Henno Martin und Hermann Korn (ist wirklich, vielleicht auch bewusst, nicht sehr gut Gekennzeichnet!) ...
Sie ist gar nicht gekennzeichnet! Ich meine die Abfahrt von C14 zum Shelter. Wir haben uns ein POI in unserem Navi-Programm gesetzt und fahren jedes Mal dahin. Es ist eine kurze, schöne Wanderung.
Lieber Uli, nochmal DANKE für die fantastischen Fotos! Besonders die Welwitschias mit der kleine, bunten Tierwelt haben mich sehr beeindruckt. Mal wieder stelle ich fest, dass ich leider nicht die Geduld habe, so kleine Einzelheiten zu beobachten. LG, Adriana
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201825. Feb. 2021 ·
@clawi; Danke für die netten Worte, Claudia!..... .....und, ja, ich könnte mir durchaus vorstellen, (wenn es denn erlaubt wäre) eine sternenklare Nacht (wie sicherlich die meisten in diesem Teil Namibias sein werden!) einfach im Sand, in der Nähe dieser Geschöpfe zu verbringen und zu versuchen mich in sie "hinein-zu-träumen"! Ich finde es immer faszinierend zu versuchen mir vorzustellen was Delfine, Fledermäuse usw. mit ihrer Echolotung "sehen"? Sehen sie Farben? Oder eine andere Eigenschaft der Umgebung die wir uns nicht mal im dollsten Alkohol- oder Drogenrausch vorstellen können, so, als würde man versuchen einen blindgeborenen Mitmenschen zu erklären was die Farbe Rot ist! So ähnlich sehe ich das auch mit den (vermeintlich!) niederen Tieren und der Flora unserer Welt! Wie nehmen sie ihre Welt war?
@Adriana; Auch dir herzlichen Dank für dein Lob! Danke auch für den Tip mit dem "Shelter"! Jetzt weiss ich, dass ich nicht auf ein Schild "warten" brauch, sonder es beim nächsten Anlauf dann doch mit dem POI versuche! Da wir eigentlich selten, und in dieser Gegend nie, in Eile sind, werde ich beim nächsten mal die Wanderung machen.
Adriana schrieb: "Mal wieder stelle ich fest, dass ich leider nicht die Geduld habe....."
Na, dann sollten wir doch mal zusammen fahren.....ich bremse bei den Käfern, du gibst jeweils "zwischen zwei Käfern" gut gas! 🤩
Liebe Grüsse, busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201826. Feb. 2021 ·
Wir fahren von der C14 auf die D1275 Richtung Osten zum Spreetshoogte Pass ab. [Der Spreetshoogte Pass ist mit bis zu 22% Steigung der steilste Pass Namibias! Er steigt von der Namibebene ca. 1000 m bis auf über 1700 m ins Khomas Hochland auf, besteht zum großen Teil aus gut befahrbarem "Gravel", ist jedoch in den steilsten Abschnitten mit einer Betondecke befestigt.] Der Pass ist gut befahrbar und stellt eigentlich keine größeren Probleme dar, obwohl man sich zunächst an den steilsten Stellen schon mal die Frage stellt; "Wie komme ich da bloß hoch?"
Wir genießen die spektakulären Aussichten, die der Pass an diversen Stellen bietet.....man hat eine wirklich traumhafte Sicht über die Ebene zwischen Sandnamib und Berge.
"Studie in Blau!".....Semi-Gegenlicht Aufnahme in Richtung Nordwesten; von der Passhöhe aus.
Wir Reißen uns von dem Aussichtspunkt in Passhöhe los und fahren zur Namibgrens Gästefarm wo wir am Farmgebäude zurückhaltend freundlich empfangen werden. Der Campingplatz ist vollkommen leer.....wir können uns einen Platz beliebig aussuchen und entscheiden uns für die Nordwestliche Ecke des Areals. [Die einzelnen Plätze sind großzügig, haben einen mit Zeltplane überdachten Sitz- und Waschbereich, einen sehr schönen, großzügig angelegten Braaiplatz und viel ebenes Terrain auf dem sich gut zelten lässt!] Ich gehe noch kurz in den einladenden Pool (der blitzeblank und ansonsten auch in sehr gutem Zustand ist!) der sich mittig im Camping Areal befindet, obwohl ich zugeben muss, dass dies, wegen der Höhe und Jahreszeit, eine grenzwertige Erfahrung ist!
Camp ist aufgebaut, einschlägige "vor Dinner" Getränke stehen auf dem Tisch und das Feuer brennt!.....was braucht man mehr?
Wir machen ein Braai und sitzen, trotz der Kälte (1600-1700 m im Winter!) noch lange im geschützten Rund des Braaiplatzes.
Der aus Naturstein gemauerte Braaiplatz (links) ist wirklich klasse und bietet selbst an kalten Winterabenden noch gut Schutz, da er "tiefergelegt" ist und die Wärme des Feuers absorbiert und reflektiert.
Am nächsten Morgen lassen wir uns viel Zeit, denn wir brauchen nur die ca. 140 km nach Sesriem fahren. Wir frühstücken ausgiebig, erkunden die Umgebung, Fauna und Flora.
Auf Betriebstemperatur kommen!.....Ein wenig Reptil steckt doch auch noch im tiefsten Innern von Homo Sapiens verborgen!
Die beiden letzten Campsites des Areals.
Unser Platz. Der überdachte Sitzbereich, Wasch- und sanitäre Anlagen sowie Braaiplatz sind ganz gut zu sehen.
Wir fahren gemächlich über den Remhoogte Pass nach Sesriem, lassen uns viel Zeit, halten immer wieder, denn diese Strecke ist wirklich sehenswert!
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201827. Feb. 2021 ·
Wir fahren zunächst auf der D1275 weiter nach Nauchas, danach über den Remhoogte Pass auf der D1261 und C24 bis zur C19, die wir bis nach Sesriem folgen. Der Remhoogte Pass ist nicht mit dem Spreetshoogte Pass vergleichbar. Es geht ziemlich gemächlich runter, die Schotterstraße ist breit und gut ausgebaut.
Mitten im Remhoogte Pass.
Es kommt ein heftiger Wind auf der viel Staub aufwirbelt und uns teilweise in Schleichfahrt zwingt um überhaupt Fahrsicherheit zu gewährleisten. Der starke Wind ist auch gut an den charakteristischen Zirren zu erkennen an denen auch die Windrichtung ganz gut sichtbar wird.
Man sieht die Staubwolke ganz gut am Fuße der fernen Berge.
An Wegstrecken wo viel Staub liegt, wird dieser auch ganz gut vom heftigen Wind aufgewirbelt.
Wir haben teilweise aber auch gute Fernsicht und fahren an der Grenze zwischen Sand- und Steinnamib entlang die ich so sehr liebe. Die goldenen Graswellen und grüne Tupfer der kleinen Büschchen in dem roten Sand der Namib zupfen an einer Saite in meiner Seele und lösen eine Resonanz aus die ich nicht in Worte zu beschreiben vermag.....ich kann mich an diesem Anblick nicht satt sehen!
Sehnsuchtslandschaft..... ......so fern das Auge reicht!
Wir sehen das Dessert Camp und können uns gut vorstellen, dass man von dort aus einen wunderbaren Fernblick in die Sandnamib haben müsste, mit garantiertem Sonnenuntergang von der Terrasse aus!
Weiter geht es Richtung Sesriem.....
Der Wind hat sich etwas gelegt und wir bekommen im NWR Campingplatz einen schönen Platz an der Norwestseite im Außenring. Es ist aber immer noch viel zu windig und daher ungemütlich und sicherlich nicht verantwortbar um ein Feuer zu machen. Wir gehen also im Restaurant etwas trinken und genießen ein relativ einfaches, aber durchaus schmackhaftes Abendessen.
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201801. März 2021 ·
Wegen des immer noch starken Windes sitzen wir noch lange im Restaurant, gehen dann wieder zum Campsite zurück, nehmen noch ein Steeltjie als Absacker, stellen unseren (inneren) Wecker und verkriechen uns im Dachzelt, denn wir halten das "sandgestrahlt-werden" und "Knirschen zwischen den Zähnen" einfach nicht mehr aus! [Wir sind immer sehr gerne im NWR Camp in Sesriem, denn dies erlaubt uns (Camper) einen früheren (1 Stunde) Zugang und späteren Verbleib (1 Stunde) im Park als alle anderen Camper!] Es ist eine sehr unruhige Nacht, denn der Wind schüttelt uns ganz gut durch. Es ist außerdem auch eine sehr kurze Nacht, denn wir trauen unseren Ohren nicht, als wir ca. 1 Stunde vor Toröffnung von Motorenlärm unsanft ins Bewusste zurück befördert werden! Es stellt sich heraus, dass die ersten Übereifrigen sich bereits ein Rennen um die Pole-Position am Tor liefern?!.....Man muss ja nicht alles verstehen! Wir schützen unseren Kocher so gut es geht mit Kisten usw., kochen Kaffee und Tee und essen dazu unser übliches "Schnellstart" Frühstück.....Ouma Rusks. Als das Tor aufgeht reihen wir uns in die nunmehr ca. 15-20 Fahrzeugen zählende Schlange ein und fahren mit dem ersten Pulk in den Park ein, wobei wir das leider mittlerweile übliche Drängeln und eine unverständliche Ungeduld erleben! Einige scheinen die Geschwindigkeitsbegrenzung bestenfalls als "Vorschlag" aufzufassen, jagen mit Tempo 120+ davon und liefern sich gegenseitig ein Rennen!?.....Idioten gibt es sicherlich überall.....wahrscheinlich sind dies teilweise die üblichen Verdächtigen, die mich auch auf den deutschen Autobahnen ärgern! Wir fahren weiter, Die Düne 45 kommt, wegen des immer noch starken Windes allerdings nur schemenhaft, in Sicht und wir sehen die Fortführung des toten Rennens. Es ist bereits eine gewaltige Menschen Karawane unterwegs.....
Das Rennen scheint entschieden.....Gold, Silber und Bronze sind vergeben.....aber.....was ist das?.....es gibt doch noch starke Konkurrenz um Gold!.....welcher der inzwischen sicherlich gut sandgestrahlten (Athleten) macht das Rennen.....?
Es sind auch Busreisende von wer weiß wo angekommen die den Individualtouristen die vordersten Plätze auf der Düne streitig machen!
Wir fahren zufrieden und in aller Ruhe weiter, im Bewusstsein, dass die Düne 45 mal wieder volle Arbeit geleistet und 60-80% der Menschenmasse "abgeräumt" hat! [Ich frage mich indes ob es eine bewusste "Menschenmassen-Entzerrungs" Strategie des NWR gewesen ist die Düne 45 zur höchsten am Tsauchab, bzw. sogar der gesamten Namib, zu erklären!?] Es sind nur noch wenige Fahrzeuge vor uns so, dass wir froher Hoffnung sind, dass wir im Deadvlei noch Sand, Salz und Bäume und nicht nur posierende Selfiemacher*innen sehen!
Die Sonne geht auf.....
.....und taucht die Landschaft in ein wunderbar warmes Licht, das einen ganz vergessen lässt, dass diese Gegend zu den unwirtlichsten des südlichen Afrikas gehört! Wir halten immer wieder, genießen die Morgenstunden ausgiebig und ganz bewusst als das was sie sind; ein unvergessliches und unwiederbringliches Kleinod!
Der starke Wind ist ganz gut am von den Dünenkronen ab gewehten Sandschleier zu erkennen.
Auch am Fuße der Dünen wird Staub aufgewirbelt und verschleiert diese teilweise.
Mein persönliches Lieblingsfoto, zumindest des Tages, wenn nicht der ganzen Reise!
Die starken hell-dunkel Kontraste, lange Schatten und warme Farbtöne sind der Grund weswegen wir immer bevorzugt in den Morgen- sowie Abendstunden in das Tsauchabtal fahren.
Wir kommen im Deadvlei Parkplatz an und freuen uns zu sehen, dass lediglich ein Fahrzeug dort steht! Die Foto-Safari kann beginnen.....
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201802. März 2021 ·
Wir halten häufig um die schönen Kontraste und Licht-Schatten Spiele einzufangen die nur am Morgen bzw. Nachmittag in dieser Deutlichkeit zu sehen sind, gehen dann vom Parkplatz Richtung Dead Vlei los, stoppen immer wieder um die Landschaft zu bewundern.....
Selbstportrait.
Die ersten stürmen bereits (unter erschwerte Bedingungen!) auf den big daddy!
Wir lassen uns viel Zeit, bekanntlich ist ja "der Weg das Ziel"!
Die hellen Salzablagerungen passen schön zum gelb-roten Sand .....
Die ersten Gruppen sind schon am Anmarsch!
Das kleine Vlei am Abfluß des Dead Vleis.
Dann liegt das Vlei vor uns.....menschenleer und im schönen Licht des frühen Vormittags! Wir schauen uns in Ruhe um, machen einige Bilder.
Die ersten Gruppen sind mittlerweile angekommen und es wird immer schwieriger ein Plätzchen zu finden wo nicht irgendeine(r) auf einem Bein stehend und wild mit den Händen gestikulierend abgelichtet wird!.....Es ist Zeit zu gehen! Wir gehen zum Parkplatz zurück und fahren ins Sossusvlei wo wir Picknick machen wollen.
Dead Vlei Parkplatz.
Im Sossusvlei, eine kleine Gruppe Oryx trotzt dem Wind; Dünen sind schemenhaft im Hintergrund zu ahnen.
Alles ist weiß vor Staub, es ist richtig ungemütlich!
Der Wind weht so stark, dass an einer gemütlichen Mittagspause im Freien nicht zu denken ist! Wir schauen uns das Vlei noch ein wenig an, fahren dann aber wieder Richtung Parkplatz raus.
Auf dem Weg zurück zur Düne 45.
Wir halten am Parkplatz der Düne 45.....mittlerweile menschenleer!.....unser "azyklisches" Verhalten hat sich wieder mal gelohnt! Wir können uns in aller Ruhe die schöne Umgebung ansehen.....
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
eigentlich habe ich inzwischen genug Sossusvlei Bilder in meinem Leben gesehen.... Aber die Stimmung, die Ihr da eingefangen habt ist echt mal was Anderes 😎
Und das hier hat mir ganz besonders gut gefallen !
Viele Grüße und Danke für die schöne Abwechslung Casimodo
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201803. März 2021 ·
Lieber Carsten,
danke dir für diene netten Zeilen und, dass du auch noch dabei bist! Wir hatten an dem Tag das Unglück (was sich auch als Glück erwiesen hat!) dieses besonders starken Windes. Ganz wesentlich ist natürlich, dass wir die Morgenstunden absolut maximieren und dadurch viel Stimmung mit hinein bringen können. Ich kann jedem nur dazu raten sich in einer der Lodges im Park, mindestens aber (wenn man campen will) im NRW Campsite einzubuchen.....es kann den Unterschied zwischen schön und atemberaubend ausmachen!
Liebe Grüße, busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201803. März 2021 ·
Wir verbringen bestimmt eine Stunde am Fuße der Düne und entdecken dabei vieles, was nicht unmittelbar mit der Düne zu tun hat.....
Diese wunderbar vom Wind (und Sand) geschliffene Steinchen stammen zum grossen Teil aus der Geröllebene am Fuße der Düne 45. Besonders schön finde ich auch die unteren, dünenförmige Exemplare! Die müssen Jahrhunderte lang in der gleichen Orientierung zum Wind gelegen haben um diese eindeutige Schliffform aufgeprägt bekommen zu haben!
Dann geht es weiter Richtung Parkeingang, denn der Vormittag ist inzwischen gut fortgeschritten und somit ist es sehr hell und kontrastlos.....höchste Zeit für eine ausgedehnte Mittagspause.....
Die Sonne steht genau richtig, leuchtet die Dünen so an, dass ein samtener Effekt entsteht! Wir sehen wieder Einmal, dass die Kämme der kleinen Dünen frei von Vegetation sind; dann kommt, parallen zum Kamm ein Streifen größerer Gräser die immer kleiner werden je weiter sie vom Kamm entfernt sind!? Wir sehen dieses Phänomen immer wieder, können es uns aber nicht so richtig erklären?
Wir sehen diesen, harmlos aussehenden Gesellen und merken blitzschnell in einem "AHA!"-Moment,..... .....dass wir das Rätzel der Feenkreise..... .....gelöst haben!.....
Wir kommen ins Camp zurück und sehen dieses Prachtexemplar direkt neben unserer Campsite wo es in aller Ruhe die Schoten der Anabäume vertilgt.
Wir duschen, essen eine Kleinigkeit, sichern Bilder, lesen, dösen in Hängematten im Schatten der Bäume, gehen in der Tankstelle einiges einkaufen und irgendwann neigt sich die Sonne gen Horizont, das Licht tönt ab..... genau die richtige Zeit für einen Besuch im Sesriem Canyon!
Den hier möchte ich nicht nachts in einer dunklen Gasse im Hafenviertel begegnen.....
Es wird langsam dunkel, wir fahren zurück ins Camp und entdecken dabei in den Felsen zwischen Canyon und Camp eine Horde Paviane, wobei es für gute Fotos bereits zu dunkel ist und die Tiere zu weit entfernt.....
Der Wind hat sich inzwischen deutlich gelegt. Wir machen also ein Braai, mit Rumpsteak, Boerewors und einem großen, frischen Salat, alles aus Swakopmund! Nach dem vollen Tag schmeckt es vorzüglich, das Ganze wird von Windhoek Draught und Savanna dry vor und während des braais, sowie einen ausgezeichneten 2010er Roodeberg zum Essen sehr gut ergänzt und abgerundet. Wir sitzen noch eine Weile am Feuer bis dass die Kälte der Nacht und einsetzende Müdigkeit gegen die abnehmende Wärme des Feuers die Überhand gewinnt und wir zufrieden ins Dachzelt kriechen.
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buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201804. März 2021 ·
Am nächsten Morgen....."und täglich grüßt das Murmeltier!".....oder; "Klappe auf; die Zweite!".....oder; "The same procedure as every morning, James!".....Motorenlärm um (gefühlt) Mitternacht, Rennen zum Tor, dann zur Düne, dann zur Dünenspitze! Auch wir entpuppen uns als "Gewohnheitstiere", fahren an der Düne vorbei, freuen uns, dass sie 80% des Besucherstromes abfängt und fahren diesmal nur zum Parkplatz am Ende der Asphaltstraße.
Jetzt kommt was, wo ich lange gehadert habe; soll ich es einstellen? Soll ich es lieber lassen? Nicht weil es nicht sehenswert ist, nein, im Gegenteil, weil es soooo schön ist und dabei soooo "unterbelichtet"!
80%+ der Besucher von Sesriem haben auf ihrer To-Do Liste; Düne 45 Dead Vlei Big Daddy Sesriem Canyon und vielleicht noch, wenn dann noch Zeit übrig bleiben sollte, Sossusvlei Elim Düne
Was ganz selten dabei zu sein scheint, ist das Hidden Vlei! Es ist etwas kleiner als das Dead Vlei, mit weniger toter Bäume und viel weiter von der Straße entfernt, (was natürlich schon ein Großteil der Besucher abschreckt). Wir sind bei jedem Sesriem-Besuch im Hidden Vlei und hatten, zumindest bei den letzten 2 Besuchen an denen wir uns noch gut erinnern können, keine weiteren Besucher(konkurrenz)! Gehadert habe ich, weil ich natürlich hiermit für dieses zauberhafte Kleinod "Reklame" mache und damit dazu beitrage, dass genau das was ich an diesem Ort so schätze gefährdet wird!
Wir fahren also früh (Toröffnung) los, nehmen uns wieder viel Zeit, scheinen aber trotz der vielen Stops etwas schneller voran zu kommen als Gestern, denn die Sonne geht erst etwa auf halber Strecke zum Parkplatz auf.....
Bei diesem Licht kommt der "unterschiedliche" Sand auf bzw. zwischen den Dünen sehr gut zum Vorschein. Könnte es sein, dass sich der eher graue, vom Wind getriebene Staub der Ebene im flacheren Bereich zwischen den Dünen ansammelt und nicht, wie an der steilen Dünenflanke, immer wieder von herunter rieselndem Sand begraben wird?
Lich-Schatten Spiel..... .....vom Feinsten..... .....und das frühe Morgenlicht ist bezaubernd, die Schatten akzentuieren die Konturen wunderbar!
Die Stimmung ist unglaublich schön.....
Umgekehrtes Licht-Schatten Spiel zum vorherigen Bild!
Alles gehört ihm.....soweit das Auge reicht!
Wir kommen am Parkplatz an und machen uns langsam auf den Weg ins Hidden Vlei.....
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buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201805. März 2021 ·
Der Weg ins Vlei führt über Sand- und Salzebenen, kleine Dünenkämme und -täler und ist schon für sich eine lohnenswerte Wanderung. Der Wind (und Staub) von Gestern hat sich komplett gelegt und die Fernsicht scheint schier unbegrenzt.
In der bereits hellen Sonne sind die Schatten natürlich noch deutlicher ausgeprägt. Mein persönliches Lieblingsbild des Tages.
Ja, es ist noch empfindlich kalt obwohl die afrikanische Sonne schon gut tut, wenn man ihr so aufgeplustert "ins Auge" schaut!
Sicheldünen über Sicheldünen!
Die beschattete Düne links im Hintergrund ist bereits im Hidden Vlei.
und, für die Michael Ende Fans unter uns.....ein "Schein-Vulkan"!
Der letzte Anstieg entlang eines langen Dünenkamms und..... (Der Parkplatz liegt hinten rechts im Bild, da wo die Büsche und Bäume stehen.)
.....da liegt das komplett menschenleere Vlei uns zu Füßen.....was für ein Anblick in der Sonne des frühen Morgens.....
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201805. März 2021 ·
Das Hidden Vlei wird von einer Dünenzunge die quer zur Längsrichtung des Vleis verläuft fast in zwei Teile aufgeteilt
Die Düne läuft elegant im Vlei aus.....man sieht den rötlichen Dünensand über den eher grauen, salz- und kalkhaltigen Sand des Vleis.
Die trockenen Bäume heben sich schön von dem weißen Vlei und der rötlichen Düne ab.
Die noch tief stehende Sonne verleiht der Dünenflanke eine plastische, konturenreiche Form.
Gegenlichtaufnahme.....die Sonne scheint von Vorne, fast an der Dünenflanke entlang.
Die Leeseite der Düne ist erstaunlich vielschichtig.....es gibt mindestens 3 sehr klar ausgeprägte Bereiche mit unterschiedlicher Neigung und/oder Farbe, die sich durch die fast im gleichen Winkel scheinende Sonne klar hervor heben.
Einer meiner dünenförmig von Wind und Sand geschliffener Steinchen an der Fundstelle!
Hidden Vlei in voller Pracht!
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Old Women1'544 Beiträge · seit 201306. März 2021 ·
Hallo Ulli,
eine ganz tolle Fotostrecke, macht mir richtig Freude. Ein magischer Ort. Man muss dort gewesen sein, um diese Magie zu begreifen. Vielen dank fürs Zeigen.
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201807. März 2021 ·
Wir verzetteln uns zeitlich komplett. Das Vlei ist so schön und es gibt so viele unterschiedliche Aspekte zu entdecken. Ich suche, wie eigentlich immer und überall auf unseren Wanderungen im südlichen Afrika, noch ein Paar besonders "charaktervolle" Steinchen! Ich finde es einfach faszinierend diese uralte "Mitmaterie" unseres Planeten in der Hand zu halten, die über viele Jahrtausende von Wind, Sand und Wasser glattgeschliffene Flächen zu spüren und die Gedanken in Zeit und Raum schweifen zu lassen. Hinzu kommt, dass wir während der ganzen Wanderung, ins Vlei, im Vlei und wieder zurück keine einzige Person außer unserer Gruppe sehen! Wir verweilen noch bis in den späten Vormittag.....
Wir steigen wieder auf den Dünenrand, ein letzter Blick zurück ins Vlei (ziemlich der gleiche wie am frühen Morgen, aber was für einen Unterschied!) und.....
.....wir machen uns auf den Rückweg zum Parkplatz.....
Dieses schöne Geschöpf schien sich nicht an der mittlerweile heißen Sonneneinstrahlung zu stören.
Ganz andere Atmosphäre als noch früh Morgens!
Am Parkplatz sehen wir noch diese laute, putzige Gruppe.....
Die Landschaft auf dem weg zurück zum NRW Camp sieht ganz anders aus als bei der Einfahrt am frühen Morgen. Die Sonne steht steil, die Konturen und Plastizität der Dünen sind verschwunden.....es ist immer noch schön, aber eben ganz anders!
Naukluftgebirge in der schimmernden Mittagshitze.
Wieder mal gut zu sehen, das Phänomen der Pflanzenfreien Dünenkämme, dann größere Pflanzen die aber immer kleiner werden je weiter vom Dünenkamm entfernt!?
Zurück im Camp sehen wir wieder unseren "Stammoryx", essen ein wenig, dazu einige kalte Getränke und wir vertreiben den frühen Nachmittag mit "low-key" Aktivitäten.
Später machen wir uns zu Fuß in der Umgebung nordwestlich des Camps auf den Weg und erleben die schönen Stunden am späten Nachmittag noch einmal intensiv und bewusst.....wer weiß wann es uns wieder vergönnt werden wird diese schöne Ecke im südlichen Afrika zu besuchen!?
Gut zu sehen wie die kleinen Grasbüschel quasi als "Anker" für den herumwehenden Sand dienen, der sich an der Leeseite der Büschel ansammelt und ganz gut die vorherrschende Windrichtung andeutet.
Im Hintergrund das schön von der Abendsonne angeleuchtete Naukluftgebirge.
Wir machen noch ein schönes Braai, packen soweit alles zusammen und bereiten uns für einen Frühstart vor, denn wir müssen Morgen über Aus und Keetmanshoop die ca. 670 km zum Quiver tree camp fahren!
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201808. März 2021 ·
Wir werden zeitig wach, machen unser "Schnellstartfrühstück" bestehend aus,.....ja, diejenigen die bisher aufmerksam mitgelesen haben wissen es,.....Tee, Kaffee und Oumas Rusks in den Kaffee eingetunkt!
Wir verabschieden uns von der, permanent im NRW Camp im "Gemeinschaftshochhaus" lebenden, "Bevölkerung".....
.....und denken, zufrieden, über die schönen Erlebnisse und Beobachtungen in diesem wirklichen Kleinod der Menschheit nach. Egal wie oft man schon dort gewesen ist, es ist immer wieder schön und so weitläufig, dass es immer neue Entdeckungen geben wird für diejenige die sich Zeit lassen, auch mal abseits der "Guidebook Highlights" schnuppern und durchaus auch den Tag, vor allem in den Grenzbereichen voll auszunutzen wissen. Sossus Vlei gehört definitiv für uns zu jeder Südrunde dazu, genauso wie die Spitzkoppe zu Nord- und Südrunde.
Wir schalten, schweren Herzens, vom "Stop" in den "Go" Modus und fahren zunächst auf der C27 über Betta bis zur D707, auf der wir bis zur Einmündung in die C13 fahren und weiter auf dieser nach Aus, immer im Bereich zwischen den Naukluft/Tiras-Bergen im Osten und dem herrlichen Dünenrandbereich im Westen. Diese Straße (D707) steht, zurecht wie wir finden, als eine der schönsten in ganz Namibia bekannt und wir gestalten diesen Tag dem entsprechend ganz klar nach dem Motto; Der Weg ist das Ziel! Um es vorweg zu nehmen; Ich war sehr, sehr enttäuscht, dass wir diese herrliche Landschaft in wenigen Stunden durchfahren mussten, wohl mit Fotopausen, aber dennoch viel, viel zu schnell! Diese (negativ) Erfahrung war dann letztendlich der Auslöser dafür, dass wir uns dann in 2018 eine ganze Reise "um diese Strecke herum" gebastelt haben, wobei wir uns dann volle 7 Tage zwischen Sossusvlei und Lüderitz gegönnt haben! (siehe hierzu die berichte; "Dis al.....oder.....am Rande der Unendlichkeit Teil 1 &2") Wir werden diese Strecke auch in Zukunft bei jeder Südrunde immer wieder einbauen.
Wir fahren, halten oft und können gar nicht genug bekommen von dieser empfindlichen, wunderschönen Pastelllandschaft. In dieser Gegend habe ich oft das Gefühl; "Am frühen Morgen oder späten Nachmittag in eine schöne, windgeschützte Ecke in den Sand setzen, "die Zeit ausschalten" und ewig dort sitzen bleiben und die absolute Schönheit des gesehenen einfach in sich aufsaugen!"
Immer wieder kleine Hütten und Gehöfte bei denen man sich wirklich fragt, wie dort ein Überleben überhaupt möglich sein kann!?
Tirasberge links (östlich der Straße) und der fast schmerzhaft schöne Dünenrandgürtel im Westen!
Was für ein Paradies!
Mein Lieblingsbild der Tages! Ich "gehe" hier immer vom unteren Bildrand direkt auf die rote Düne im Mittelgrund zu, rechts am Fusse der Düne zwischen den hellen Bäumchen entlang bis zum Bildrand, dann um die Dünenzunge herum und nach links oben die Ebene vor dem schwarzen Berg entlang bis zum "Vierländereck", wo sich Düne im Mittelgrund, Düne im Hintergrund, Ebene und schwarzer Berg treffen. Dann drehe ich nach rechts und gehe im Tal zwischen der hinteren Düne und dem schwarzen Berg entlang.....
Die Straße erstreckt sich bis in die nächste Woche!
Es ist zum wahnsinnig werden.....So absolut schön kann eine Existenz am Rande des Möglichen sein!!!
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buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201809. März 2021 ·
Die Fahrt zwischen Sesriem und Aus ist einfach sehr intensiv. Jede kleine Anhöhe und Straßenbiegung bietet ein neues, atemberaubendes Panorama. Diese Strecke ist für mich und wahrscheinlich auch für viele, eher landschaftlich interessierte Besucher, das absolute Sahnehäubchen!
Rührend wie die Bäumchen sich ans Leben klammern.....bis zum letzten, gerade noch "photosynthetisierendem" Blättchen!
Immer wieder die schier endlose Straße.
Pastellfarbenes Paradies!
Ein wunderbares Bild für die Schlafzimmerwand im tristen deutschen Winter!
Dunkle Gesteinsbrocken (Dolerit Gang?) akzentuieren malerisch die Furchen und Täler in der Bergflanke.
Es ist mittlerweile sehr heiß geworden und der warme Wüstensand entfaltet seine (fatamorganische!) Magie.
Wir sehen diese Gebilde mit Erstaunen!..... .....wie kommt es zu diesen "doppelgezeichneten" Wellenkronen im Sand der Dünenflanken?
Kurz bevor wir dann zum Ende unserer Traumfahrt zwischen Berg und Düne kommen sehen wir noch Einmal ein einsames, wunderschön gelegenes Farmhaus. (Ich denke es könnte Gunsbewys sein?)
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buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201810. März 2021 ·
Wir sind wegen der vielen (Foto)-Pausen auf der schönen Strecke zwischen Sesriem und Aus sehr langsam unterwegs gewesen so, dass wir jetzt zügig voran kommen müssen, da wir uns auch noch in Keetmanshoop für die kommenden Tage zum und im KTP bevorraten wollen. Wir finden in Keetmanshoop einen großen, gut sortierten Spar, kaufen alles was wir brauchen und fahren zum Quiver tree camp wo wir freundlich empfangen werden. Wir schauen uns kurz um, sehen noch das zahme Warzenschwein.....
.....und fahren zügig weiter zum Campsite wo wir kurz vor Sonnenuntergang ankommen, gerade rechtzeitig um im Köcherbaumwald unser Sundowner zu nehmen und den Sonnenuntergang zu genießen.
Die Borke der Köcherbäume ist so schön!
Auch das i-Tüpfelchen darf nicht fehlen.
Die jungen Köcherbäume interessieren uns sehr! Es fängt immer mit einem Stamm und einem "Blätterbüschel" an, dann kommt ein zweiter Ast dazu usw. Ähnlich wie beim Hirsch kann man das Alter des Baumes grob an den Verzweigungen im "Geweih" ablesen!
Wir gehen, müde aber glücklich, zum Campsite zurück, machen ein schönes Braai und lassen den Tag am Feuer ausklingen, wobei wir uns noch viel über die Eindrücke der schönen Strecke die wir Heute gefahren sind austauschen und uns versprechen uns beim nächsten Besuch viel mehr Zeit für dieses Highlight zu lassen.
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201811. März 2021 ·
Am nächsten Morgen sind wir rechtzeitig zum Sonnenaufgang "im Wald". Wir sehen wie die Dassies sich in der Frühmorgensonne beim Aufwärmen sichtlich wohl fühlen.....
.....sie scheinen sogar ein geheimnisvolles Lächeln auf den Lippen zu haben!
Wir lassen uns ganz viel Zeit, schauen uns alles in und um den Köcherbaumwald an.....
Die Rinde der Köcherbäume scheint aus Papiermaché zu sein, sie ist so plastisch, glatt, aber auch gerissen und gefurcht, wodurch die Bäume uralt aussehen.
Ich denke die Windrichtung dürfte klar sein.....oder?
Sieht rundum zufrieden aus!.....ich liebe das Lächeln!
Als Beweis, dass es hier nicht nur Köcherbäume gibt!
Wir frühstücken ausgiebig und in aller Ruhe, denn wir müssen Heute nur die ca. 220-250 km zum Red Dune Camp fahren. Wir hätten auch direkt ins KTP fahren können, wollten uns aber das Red Dune Camp anschauen. Wir verabschieden uns von den lauten aber sympathischen Webervögel.....
.....und fahren um ca. 10:00 noch zum Giants Playground.....
Das Markenzeichen des Giants Playground.....die großen Gesteinsformationen, die tatsächslich so aussehen als hätte ein Riese sie systematisch aufgestapelt!
Dinosaurier der uns die Zunge raussteckt oder vielleicht doch eher kubanischer Revolutionsführer mit standesgemäßer, dicker Zigarre?
Sieht aus wie Tomaten; wir hatten aber nicht den Mut sie zu probieren!
Wir haben uns mal wieder verzettelt, (wir haben ja viiieeel Zeit und wenige km!), irgendwann merken wir, dass wir immer noch die 200+ km vor uns haben und es ist mittlerweile früher Nachmittag.....nichts wie los! Wir fahren zum Red Dunes Farmhaus, wo es ziemlich durcheinander aussieht, man ist irgendwie inmitten von Renovierungen und/oder Ausbau so, dass wir uns nur anmelden und eine kurze Erklärung und Einweisung in die Campsite bekommen. Dann fahren wir los und kommen kurz vor Sonnenuntergang auf der Düne an (wo die 4 Campsites in Reih und Glied, aber mit viel Platz dazwischen, aufgereiht sind).
Der Sonnenuntergang von der Düne ist nicht spektakulär, hat aber was in seiner einfachen, zweifarbigen Schlichtheit!
Das Camp würden wir als "charmant rudimentär" bezeichnen! Das Klo ist ein "long-drop", die Kochstelle ist ein besseres Bretterverhau, aber für gut vorbereitete und autarke Camper völlig ausreichend und dafür wirklich einsam und sehr schön gelegen. [Ich glaube, dass die Campsite inzwischen rundum renoviert worden ist, zumindest war das Mitte 2016 der Plan?] Die Düne ist einer der typischen Kalaharidünen.....endlos lang gestreckt in Süd-Nord-Richtung, beiderseits ein großes Tal und dann die nächste Paralleldüne. Viel roter Sand, kleine Grasbüschel und in den Dünentälern vereinzelte, kleine, tapfere Bäumchen!
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201812. März 2021 ·
Wir lassen uns am nächsten Morgen viel Zeit. Es ist kalt und wir liegen, dick verpackt, wie die Dassies im Kokerboom Woud, in unseren ausgeleierten Campingstühlen in der Frühmorgensonne, kommen langsam auf Betriebstemperatur und genießen anschließend ein ausgiebiges English Breakfast. Wir haben Heute nur die ca. 120 km bis nach Mata Mata vor uns und können dann wieder, zum letzten Mal in dieser Reise, in den "Stop" Zustand gehen und 3 herrliche Tage im KTP genießen!
Wir fahren also um ca. 10:00 los, verabschieden uns noch artig am Farmhaus und kommen über Tweerevier, wo wir Kaffee trinken, noch etwas im erstaunlich gut sortierten Bauernladen einkaufen und dann noch in einer Schlachterei (den Namen haben wir uns leider nicht gemerkt; es kann aber nur eine, höchstens zwei in der Gegend geben!) richtig gute Oryx Filets und hervorragendes Oryx Biltong kaufen.
Wir kommen am frühen Nachmittag in Mata Mata an, die Park und Grenzformalitäten ziehen sich wieder mal, so wie es uns allen hin und wieder mal passiert....."That´s Africa!" Erst wird man hin und her gescheucht, dann finden sie unsere Buchung in ihr System nicht! Diesmal liegt es am "ö".....wohlwissend probieren wir natürlich zunächst "oe"; auch nichts! Letztendlich stellt sich heraus, dass man das "ö" einfach als "o" übernommen hat! Wir finden unsere Campsite im relativ gut besuchten Camp, richten uns ein wenig ein und fahren so gegen 15:30 noch unsere erste Pirschfahrt im KTP, die stark unter der Überschrift "Aves" steht.....
Unsere erste Sichtung im KTP!.....offensichtlich in Paarungsstimmung; gut am aufgestellten Schwanz und an den roten Schienenbeinen zu erkennen. Die Balz ist voll im Schwung!
Wir sehen auch erstmals und mit viel Interesse die schwarzen Zeichnungen am hinteren und inneren Oberschenkel!?
Im Hide in Mata Mata, das sehr schön ausgestaltet ist, ist am nächsten Morgen wirklich nichts los.
Wir frühstücken in Ruhe, brechen unser Lager ab und fahren gemütlich in Richtung Rooiputs. Zunächst fahren wir am (trockenen) Auob entlang dann auf die Stichstraße nach Nordosten die zur Verbindung zwischen Nossob und Twee Revieren führt. Dort fahren wir dann nach Südosten und über Twee Revieren die kurze Strecke am Auob wieder hoch nach Rooiputs wo wir campen wollen. [Der Campingplatz ist gut in Schuss, mit Waschhäuschen und zeltförmige, überdachte Betonfläche.]
Darum heißt das Streifengnu, Streifengnu!
Mehr Straußenbalz!
An einer Wasserstelle beobachten wir ein Sekretär beim trinken.....
Erst umschauen ob da nicht doch etwas im Gras lauert.....
.....dann schnell Kopf runter und.....
.....Wasser fassen!
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz