buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201818. Feb. 2021 ·
Wir melden uns an, zahlen die Gebühr und bekommen eine Führerin die uns zu den verschiedenen Gravierungen führt. Dies ist auch unbedingt notwendig, denn das Gelände in dem sich die Gravierungen befinden ist sehr weitläufig und mit unzähligen großen und kleinen Steinblöcken übersät so, dass man ohne Kenntnisse zur Lage der Gravierungen keine Chance hätte diese ohne sehr erheblichen Zeitaufwand zu finden. Es geht auf und ab durch den Dschungel der vom umgebenden Plateau abgebrochener Steinquader, wobei unsere Führerin gezielt die verschiedenen Fundorte ansteuert. Die teilweise detailgetreue Abbildungen von Tiere und Tierspuren die in den Gravierungen dargestellt sind, sind schon sehr beeindruckend. Dazwischen aber dann auch Karikatur ähnliche Darstellungen und welche, wie z.B. der Löwe der am Schwanzende eine Hand aufweist sind noch nicht zweifelsfrei gedeutet?! Die Gravierungen sind teilweise Vollgravierungen bei anderen wurden nur die Umrisse eingeritzt. Insgesamt ein sehr interessantes Zeugnis der vor sehr langer Zeit dort lebenden, prähistorischen Menschen!
Löwe mit Hand am Schwanzende?
Karikatur (?) eines Elefanten.
Schöne Abbildungen von verschiedenen Hufabdrücken.....vielleicht auch als Lehrmittel für die Jugend?
Malblöcke der Prähistorik!
Wir essen und trinken in dem Restaurant noch etwas und brechen dann auf um über Uis zur Spitzkoppe zu fahren. Dabei nehmen wir die "Abkürzung" entlang des Aba Huab die zwar kürzer, jedoch wegen des Zustandes der (zum großen Teil nicht vorhandenen) Pad alles andere als eine zeitliche Verkürzung darstellt! Wir haben allerdings diese Route gewählt, weil wir auf eine Sichtung der Wüstenelefanten hoffen und wir werden nicht enttäuscht.....
Wir sind überglücklich eine kleine Gruppe Elefanten im Aba Huab Tal zu entdecken.
Dieser Halbwüchsige spielt Minutenlang sehr geschickt mit einem Stock. [Ich war sehr erstaunt als ich erfuhr, dass ein Elefant lediglich in seinem Rüssel eine deutlich größere Anzahl Muskeln hat als ein Mensch im ganzen Körper! Als ich dies erfuhr wurde mir schlagartig klar weswegen ein sehr junger Elefant so ungeschickt mit diesem Wunderwerk(zeug) umgeht!]
Nach einige Strecken auf denen "Tiefsandwühlerei" angesagt war kommen wir endlich auf die Straße Richtung Uis, die wohl etwas wellblechig, ansonsten aber einigermaßen in Schuss ist. Wir sehen viiiieeel Straße, eine kleine Gruppe Elefanten im Nirgendwo, den schemenhaften Brandberg und dann die Abraumhalden der ehemaligen Zinn-Mine in Uis. Wir tanken noch für die Fahrt zur Spitzkoppe und dann, in einigen Tagen nach Swakopmund.
Pad.....nur Pad!
Kleine, ärmliche Siedlung am Rande der Pad.
.....mehr Pad, diesmal mit Brandberg im Hintergund.
Schöne, unerwartete Begegnung auf offener Straße.
Große, faul riechende Pflanze an der Tankstelle in Uis.
Ja, die Blume riecht wirklich wie verwesendes Fleisch und manch eine(r) scheint ihr auf den Leim zu gehen!
Die letzte Strecke von Uis zur Spitzkoppe zieht sich doch ziemlich und wir kommen relativ spät am Nachmittag dort an.
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201819. Feb. 2021 ·
Da es nicht möglich ist in der Community Campsite einen bestimmten Stellplatz zu buchen, sind wir natürlich wegen unserer späten Ankunft deutlich im Nachteil. Wir fahren ziemlich beim Sonnenuntergang und suchen eilig einen Platz. Zunächst steuern wir unsere Lieblingsplätze, 11a und 11b an.....keine Chance! Auch die weiteren Plätze in dem westlich der Spitzkoppe gelegenen Talkessel sind belegt! Enttäuscht suchen wir weiter, finden nichts was nicht belegt ist und uns anspricht, also gehen wir bei jetzt voller Dunkelheit, etwas zermürbt auf den Platz in dem "Neck" zwischen Eingang und westlichen Talkessel wo wir eine kalte, windige, unangenehme Nacht verbringen. Das Ruckeln des Windes am Dachzelt weckt uns bereits vor Sonnenaufgang. Wir ziehen uns warm an, wärmen die Hände an einer heißen Tasse Kaffee und begeben uns in Richtung des Felsenbogens südwestlich der Spitzkoppe.....
Erste Sonnenstrahlen im Neck zwischen Westtalkessel und dem Felsenbogen im Südwesten.
Die warmen Rottöne sprechen mich tief im Unterbewusstsein an!
Selbstporträt "ohne" Dame!
Erst einmal den Organismus auf Betriebstemperatur bringen.
Dann fahren wir zurück zum Camp, frühstücken und sehen uns erneut die Plätze im westlichen Talkessel an. Eine Gruppe verlässt gerade den Platz 11a, unseren Lieblingsplatz! Wir packen schnell unser Camp zusammen, ziehen um, genießen die Morgensonne, die wunderbare Kulisse und ein ausgedehntes "English Breakfast". Wir genießen einfach die Wärme, die helle, rot-gelbe, freundlich wirkende Felswände, die großartige Land(Berg)schaft um uns herum, erkunden die Gegend zu Fuß und ziehen uns zur Mittagszeit in die schattigen Risse der kleinen Felsinsel zurück an der unser Campsite gelegen ist. Wir beobachten Fauna und finden interessante Flora in der Umgebung.....
Sieht doch tatsächlich nach "umgedrehten" Baum aus!
Riesenwände thronen über uns.....Es kommen Erinnerungen auf, Erinnerungen an ein anderes Leben, damals in 1975 als wir, mein Vater und ich auf der Standardroute in dieser Wand hingen.....
Aquila Verreauxii, lediglich als Beweis/Erinnerungsfoto gedacht!
Camp einrichten.
Man kann sich im evolutionären Sinne einen Wettbewerbsvorteil verschaffen indem man Lagen besiedelt auf denen kein anderer kommt! Immer wieder erstaunlich wie resilient die hiesige Flora (auch Fauna wenn man z.B. an Oryx Gazella denkt!) doch ist!
Was aus dem nackten Fels sprießt.....
.....bietet für andere den vollen Überblick!
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
Hallo Uli, kannst du bitte noch ein paar Infos über die Community Campsite schreiben? (beste Plätze, sanitäre Einrichtungen, Größe etc) Spitzkoppe ist so schön! LG, Adriana
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201819. Feb. 2021 ·
Mittlerweile ist der Nachmittag bereits gut fortgeschritten. Wir nehmen eine Kühltasche mit kalten Getränken und einen Beutel mit den üblichen Snacks und steigen auf den Felsen der zwischen den Campingplätzen 11a und 11b liegt. Wir schauen uns in Ruhe die Landschaft, Fauna und Flora an während die Sonne ihren täglichen Gang gegen Westen fortsetzt.....
Nachmittag, rubuste Pflanzen in "guter Lage" mit der schönen Kulisse der großen Spitzkoppe thronend über alles!
Die Bäume schmiegen sich eng an die Felswände.....Windschutz, Stabilisierung oder Absorption der Sonnenenergie aus dem Felsen.....das ist hier die Frage?
Wir sehen wie eine kleine (ca. 20 cm) Echse hinten etwas ausscheidet, wissen aber nicht ob es sich um Eier oder vielleicht doch eher um einfachen Toilettengang handelt?
Dann kommt die Zeit die gerade an der Spitzkoppe wohl zu den schönsten in ganz Namibia zählt.....Sonnenuntergang.....
.....und das ist ein "Steeltjie".....Afrikaans für "Stielchen". Was hat das auf sich? Na ja, die Gläser sind aus alte Weinflaschen hergestellt die in der Hälfte abgeschnitten und wo der Boden an den Hals angeblasen worden ist. Wir haben festgestellt, dass der Flaschenhals genau die Menge enthält, die man zu einem Apperativ bzw. Digestiv braucht!.....daher ein "Steeltjie"!
Dann wird das Gestein immer wärmer, rötlicher und wir staunen, still, jeder mit seinen eigenen, tiefsten Gedanken beschäftigt.
Unser Lager vom Felsen aus gesehen.
Wir steigen vorsichtig wieder ab, sitzen noch lange am Feuer, welches natürlich auch zur "Vorbereitung unseres Abendmahls auf südafrikanische Art".....kurz Braai.....dient! Dazu gibt es die üblichen Getränke! Auch noch ein Steeltjie Amarula Gold.
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201819. Feb. 2021 ·
Hallo Adriana!
Ja, du hast vollkommen Recht.....die Spitzkoppe und Umgebung sind wunderschön!
Zum Community Camp: Die große Spitzkoppe ist eines unserer Lieblingsziele in Namibia. Wir versuchen es so oft wie möglich in unsern Reiseplan einzubauen. Die Lage, (ganz grob) zwischen Windhoek und Swakopmund eignet sich zur Inkorporierung in Süd- sowie Nordrunden. Wenn man campen möchte, dann führt kein Weg an das sogenannte Community Camp vorbei. Dieses ist ein Riesiges Areal, direkt an den Süd- und Westseiten der Spitzkuppe und der Pontokberge (der Grat weiterer Riesenfelsen der sich von der Spitzkoppe grob nach Osten erstreckt) welches von der Lokalbevölkerung (daher Community camp) betrieben wird. Am Eingang ist ein kleiner Laden, der einige Lebensmittel und andere Dinge verkauft, ein Ablution Block für das gesamte Camp, d.h. wenn man duschen möchte, muss man hierher kommen. Jede Campsite hat eine einfache (long-drop) Toilette. Klopapier muss man selbst mitbringen. Wasser muss man selbst mitbringen oder vom Eingang holen. Die Campsites sind sehr großzügig und weitläufig; man merkt gar nicht, dass man nicht allein ist im Camp! Der ganze Platz ist mit dem natürlichen, groben, hellen Kies bedeckt, der von der Verwitterung des grobkörnigen Granits stammt.....sehr sauber und absolut nicht matschig, auch bei Regen nicht! Nachteil ist, dass man zwar ein Campsite, nicht aber ein spezifisches Campsite buchen kann, d.h. es werden diejenigen die für die Zeit gebucht haben reingelassen, dann ist Schluss! Es ist also von Vorteil, wenn man etwas früher ankommt wenn man eine spezifische Campsite belegen möchte. Unserer Meinung nach sind die besten Campsites 11a und 11b, beiderseits des großen Felsen im Talkessel westlich der Spitzkoppe. Von hier aus hat man einen großartigen, direkten Blick auf die Spitzkoppe, grob im Osten, sowie über die Ebene Richtung Westen. Weitere sehr schöne Campsites sind rings herum am Rande des Kessels sowie auch am Felsbogen südwestlich der Spitzkoppe (Nummer habe ich leider vergessen!)
Liebe Grüße, busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
Hi Claudia und Uli, vielen Dank! Wir sind jedes Mal an der Spitzkoppe aus Zeitmangel nur vorbei gefahren. Letztes Jahr sind wir ohne Vorreservierungen gereist und hätten eigentlich Zeit gehabt, hatten aber zu wenig Infos über die Campsite. Es klingt alles gut und wer braucht schon eine Dusche in Afrika! 😄 Die Landschaft einfach ist klasse! Und ein paar Wanderungen würde ich auch machen.
busko schrieb: 📎 DSC07411.JPG Eigentlich Sinnvoll.....aber.....ein bisschen lachen mussten wir doch bei den, "meine ist größer als deine", Tüten! .
Busko, danke, dass Du Deine Erlebnisse und Bilder von der verstaubten Festplatte mit uns teilst. Corona hat eben auch etwas Gutes.
Bei dem Kommentar musste ich herzhaft lachen. Im Juni 2019 war ich für ein paar Tage auch mit so einem Boot unterwegs. Bei einer Tour war ich nur mit Fototourguides unterwegs ...
Kiboko hat sein Kamerageraffel ausgepackt und wurde dabei mitleidig beäugt D500 mit 500/4 D4 mit 70-200/2.8 D810 mit 24-70/2.8
Dann haben die anderen Mitfahrer ausgepackt. D5 mit 800/5.6 bzw. vergleichbar von Canon, D5 mit 600/4 als Zweitkamera,
Ich kam mir richtig nackt vor. Wenn ich davon mal einen Reisebericht schreibe wird er wohl Botswana - Nackt auf dem Kanonenboot heißen. 🤪
Andererseits hat Pangolin dort auch einen guten Job gemacht. Wir hatten viel Zeit bei den einzelnen Fotomotiven und es sind sehr schöne Aufnahmen gelungen. Auf einer anderen Tour hatte ich Fotoanfänger mit im Boot (da hatte Kiboko den längsten 😈 ). Denen wurde die Fotografie sehr gut erklärt. Die Firma ist teuer, aber gut.
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201819. Feb. 2021 ·
@Clamat; Danke dir Claudia für die sehr sinnvolle Ergänzung.....und.....ja, die Rock Pool Campsite ist auch sehr schön, da hast du Recht. Von dort kommt man Morgens und Abends auch sehr gut zum Rock Arch.
@Adriana; Ich kann dir dieses Camp nur wärmstens empfehlen! Wer Fotomotive sucht wird hier fündig, vor allem wenn man sich Zeit lässt und, wie wir, ruhig mal 2-3 Nächte einplant.....will sagen, es kommen noch einige Bilder, denn wir haben noch einen ganzen Tag und Nacht vor uns.....! Manch einer (auch hier im Forum mehrfach dokumentiert) fährt dort vorbei, sieht sich das alles zwischen 11:30 und 13:00 an und die Bilder sind flach und tot.....töter denn tot.....was soll sonst dabei herum kommen wenn die Sonne mit voller Mittagskraft herunter knallt!.....nein, man muss sich Zeit lassen, aller mindestens einen vollen Nachmittag und Abend und einen vollen Vormittag dort auf Motivsuche gehen!
@Kiboko; Mein Kommentar geht ja mit.....Eigentlich Sinnvoll.....los. Eine solche Bootstour bietet in der Regel natürlich die besten Bedingungen um richtig gute Bilder zu machen, daher "Eigentlich Sinnvoll"..... Es gibt natürlich auch, wenn auch untergeordnet, das "Meine ist grösser als deine" Klientel.....wohl gemerkt; "meine".....wir reden ja über Tüten! 🤩 😈
Liebe Grüsse, busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201821. Feb. 2021 ·
Am nächsten Morgen geht es früh raus; wir wollen nämlich den Sonnenaufgang am Felsbogen genießen! Wir fahren durch das Neck als die ersten Sonnenstrahlen zwischen Spitzkoppe und Pontoks durch kommen. Es ist eine herrliche Stimmung die wir in vollen Zügen genießen.....
Wir fahren vom Felsbogen Richtung Westen und dann am großen Berg der westlich der Spitzkoppe liegt in Richtung Norden entlang. Dabei haben wir großes Glück und können einer kleinen Gruppe Klippspringer beim Alltagsleben zusehen. Leider sind sie sehr weit entfernt, somit müssen wir stark in den Telebereich gehen, entsprechen leidet die Bildqualität.....
Ruhephase.....
.....ansetzen zum Sprung.....
.....mitten in der Luft!
Erneut Ansatz zum Sprung.
Dann wird es immer heller und greller, die Farben, Konturen und Schatten verschwinden allmählich und wir ziehen uns in den Bereich um unser Lager zurück, wo wir es schaffen ein wenig Schatten zu ergattern und dabei noch das Treiben der Kleintierwelt um uns herum zu beobachten.....
Ja, es ist noch etwas kalt!
Nach der (ausgedehnten) Mittagspause haben wir uns vorgenommen Richtung Nordosten um die Spitzkoppe herum zu fahren und den (damals noch frei zugänglichen) Felsbogen nördlich der Spitzkoppe zu besichtigen. [Seit ca. 2017 (Mitte 2016 ging es noch, Mitte 2018 nicht mehr) ist dieser Felsbogen nur noch von der Spitzkoppen Lodge zugängig.]
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
ich weiß gar nicht, warum ich erst jetzt zugestiegen bin ? 😊 Auf jeden Fall ganz herzlichen Dank für den schönen Bericht, den ich (tue ich nicht immer) Wort für Wort gelesen und genossen habe ! Es war eine prima Sonntagmorgenlektüre. Wie gerne wäre ich jetzt an der Spitzkoppe. Wir waren in 2017 das einzige Mal dort. Vorher sind wir wie Adriana immer vorbei gebraust. Und das war ein Fehler. Wir hatten den gleichen Campground wie ihr und ich teile Deine Meinung. Wir waren zwei Tage dort und haben jede Minute genossen.
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201822. Feb. 2021 ·
Hallo Carsten!
Vielen Dank für den Lob und, vor allem, für dein Interesse!
Wir sind dem Forum vor allem beigetreten, weil wir vermuteten hier Menschen finden zu können die die gleichen Interessen haben wie wir, die ähnlich ticken und mit denen man sich über solche Reisen auch noch austauschen und diskutieren kann. Besonders schön ist es, wenn man nun Menschen trifft die nicht nur das südliche Afrika so schätzen wie wir, sondern noch überdies die gleichen Gegenden und sogar Campsites ansteuern wie wir!
Daher freut es mich außerordentlich, dass euch die Spitzkoppe und sogar die gleichen Campsites zusagen.....nicht weil ich irgendwie gerne Recht habe.....nein, weil dies ein Indikator dafür ist, dass man mal wieder Menschen gefunden hat, die ähnliche Interessen haben und mit denen man sich gut austauschen kann!
Vielleicht trifft man sich mal irgendwann auf den Campsites 11a bzw. 11b!
Liebe Grüße, busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201822. Feb. 2021 ·
Los geht es, zunächst in westlicher Richtung durch das Tor welches das Community Camp nach Westen hin begrenzt, danach grob nach Norden um das Spitzkoppen-Massiv entlang und herum. Wir halten immer wieder an schönen Stellen die einen anderen Einblick liefern und sehen auch, dass die etwas überzogene Bezeichnung; "Matterhorn Namibias", aus gewissen Perspektiven gar nicht so abwegig ist!
Es ist noch etwas zu früh am Nachmittag, die Sonne strahlt noch aus allen Rohren und es ist noch entsprechend hell!
Wir fahren weiter, zum Felsbogen. Sie Sonne steht mittlerweile relativ tief, die kurzen (blauen) Wellenlängen werden nun sehr effektiv von der dicken Schicht Atmosphäre die durchlaufen wird geschluckt und somit verbleiben die herrlichen, warmen Rottöne die wir so lieben!
Bild aus dem Felsbogen Richtung Südwesten!
Blick vom Felsen über dem Felsbogen Richtung Ost, ganz grob dort wo Heute die sehr schöne (siehe wunderschönen Bericht von Beatnick hierzu) Spitzkoppen Lodge liegt.
Richtung Nordosten, an den Ausläufern der Spitzkoppe entlang, mit Erongoberge im Hintergrund!
Nach ausgiebiger "Foto-Orgie" machen wir uns wieder auf den Weg Richtung Campsite um dort unseren Sundowner am "Stammplatz" einnehmen zu können.
Die universell anwendbare Frage (von E.H.) stellt sich wieder mal; "Was wollte er (in diesem Fall der Baum und nicht der Leopard!) dort oben?"
Der schemenhaft angedeutete Brandberg über die Ebene im Nordwesten.
Dann geht es, gut eingedeckt mit allen nötigen "Wohlfühl-Hilfsmittel" in ausreichender Menge auf den "Hausberg"!
Das ist doch die perfekt Kulisse für ein Getränk dieser Art!?
Ich liebe es.....
Wir machen, zur (Abschieds)Feier der sehr schönen Tage am Matterhorn Namibias zünftig Braai, mit Eland-Filet, Boerewors, Roosterbrood (mit Käse, zwiebel und Tomate gefüllt) und einem frisch zubereiteten grünen Salat. Vorweg gibt es noch, als Aperitif einen schönen Sedgewicks Old Brown Sherry und das Essen wird dann natürlich durch die üblichen Getränken begleitet. Am Schluss, es war vielleicht 22:30 oder 23:00, gibt es dann noch einen Steeltjie Amarula Gold. Am nächsten Morgen lassen wir uns Zeit, denn wir müssen nur die ca. 150 km nach Swakopmund fahren. Wir frühstücken in Ruhe, genießen die Sonnenstrahlen am Morgen und verabschieden uns von der getreuen "Campingplatz-Fauna"! Wir fahren auf der d3716 Richtung Anschluss an die d1918 nach Henties Bay, fahren dann aber zur B2 nach Swakopmund.
Es hat sich sogar bis hier herumgesprochen, dass möglichst viel Luft im Gefieder nützlich ist gegen Frühmorgenkälte!
Gut zu sehen, die große Spitzkoppe (links) mit den Pontokbergen (rechts).
Das "Neck" in den Talkessel westlich der Spitzkoppe befindet sich rechts unten zwischen der Sonnen angestrahlten Felswand die über der großen Akazie mitten im Bild liegt und dem direkt rechts davon gelegenen Gelände. Zum Vergleich dann noch einmal ein Blick auf die Spitzkoppe bei optimaler Beleuchtung.....der Unterschied ist doch wie Tag-und-Nacht und soll zeigen, dass diejenigen die daran "vorbeibrausen" wirklich eines der Highlights Namibias verpassen!
Wegen des geringen Abstandes denken wir gar nicht daran aus den "Stop" Zustand zu schalten, fahren geruhsam weiter, Richtung Swakopmund.....
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201823. Feb. 2021 ·
Während wir so fahren, merken wir, dass wir uns riesig auf die Tage in Swakopmund freuen! Wir sinnieren darüber, weswegen wir uns eigentlich so freuen in eine Stadt zu kommen, wo ja einer der Hauptgründe für unsere Namibia Reisen gerade der ist, dem Städtetrubel zu entfliehen!? In Swakopmund haben wir ein Apartment in der Alten Brücke gebucht.....wir wissen, dass wir hier die Möglichkeit haben werden wieder ausgiebig zu duschen, Wäsche zu waschen die wir für die nächsten Etappen brauchen werden, essen zu gehen (und nicht selbst vorbereiten zu müssen), einzukaufen, (z.B. bei Cymot wo wir alles bekommen werden was wir camping-mäßig brauchen und noch viel mehr was wir zwar nicht brauchen aber gerne hätten!) der Ledermanufaktur einen Besuch abzustatten um uns mit neuen Vellies, Hüte usw. einzudecken.....usw., usw.,usw.
Dann überlegen wir ob wir das gleiche Gefühl bekämen wenn wir jetzt auf dem Weg nach Windhoek, Grootfontein oder Keetmanshoop wären?.....Nein, definitiv nicht!.....bei Lüderitz?.....schon!
Dann wird uns klar, woran es liegt! Es ist der unglaubliche Kontrast zwischen der subtropischen Wüste und der deutschen "Zuckerbäckerarchitektur" des späten 19. Jahrhunderts!.....es passt absolut nicht, es passt so sehr nicht, dass es schon wieder eine Attraktion wird! Dieser Kontrast ist in Lüderitz noch viel stärker, weswegen wir auch sehr gerne in Lüderitz verweilen. Es ist als würde man einen Himba-Kraal in den Schnee des winterlichen Garmisch bauen!
Wir kommen bereits gegen Mittag in Swakopmund an, beziehen unsere Zimmer in der alten Brücke, machen uns frisch und gehen zu Fuß auf Foto-Pirsch.....
Die Palmen passen so gar nicht zur Architektur!
Wo sonst kreuzen sich Bismarck und Anton Lubowski Straßen inmitten der Wüste und unterm Kreuz des Südens!? Auch die Schießscharten am Fort lassen mich immer an die Dornen der Rose des kleinen Prinzen denken.....so herzzerreißend naiv und harmlos!.....mit Schießscharten gegen Wüstensand, viel Wüstensand.....
Wir gehen zurück in unsere Herberge, machen uns frisch und gehen dann zum Butcher & Brewer wo wir, wie immer in diesem Lokal, mit einem "Bier-Test-Brett" pro Person beginnen! Dabei suchen wir uns unser(e) Begleitgetränk(e) zum (in meinem Fall) Oryxfilet aus. Nach einem sehr netten Abend geht es dann relativ früh zu Bett, denn wir haben uns für den nächsten Tag ein volles Programm inklusive Mondlandschaft, Goanikontes und Welwitschia Drive vorgenommen.....
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
Old Women1'543 Beiträge · seit 201323. Feb. 2021 ·
Hallo Ulli,
Dann wird uns klar, woran es liegt! Es ist der unglaubliche Kontrast zwischen der subtropischen Wüste und der deutschen "Zuckerbäckerarchitektur" des späten 19. Jahrhunderts!.....es passt absolut nicht, es passt so sehr nicht, dass es schon wieder eine Attraktion wird! Dieser Kontrast ist in Lüderitz noch viel stärker, weswegen wir auch sehr gerne in Lüderitz verweilen. Es ist als würde man einen Himba-Kraal in den Schnee des winterlichen Garmisch bauen!
Besser kann man die Empfindungen bei einem Swakopmund/Lüderitz-Besuch nicht beschreiben. Gut formuliert, und bei der Vorstellung, dass eine Himba-Gemeinschaft sich im winterlich verschneiten Garmisch niederlassen würde, fange ich schon an zu frösteln. Es ist schlicht und ergreifend unvorstellbar, so wenig passt es zusammen, aber genau das ist es, was so fasziniert, mal abgesehen davon, dass Swakopmund nach einer beschwerlichen Tour auf staubiger Pad so einiges zu bieten hat 😗 , für mich in aller erster Linie eine gute Gastro, einen guten Buchladen und eine gute Auswahl im Lebensmittelsektor. Danke für deine Mühe.
Herzliche Grüße Beate (die im übrigen auch glaubt, dass unsere freiheitliche Demokratie und dieses blöde Virus so gar nicht gut zusammenpassen wollen, die aber ebenso wenig wie du "sozialistische" bzw. diktatorische Verhältnisse begrüßen würde. Wir werden Geduld brauchen, denn in einer freiheitlichen Gesellschaft darf eben alles diskutiert, alles in Frage gestellt, und an allem rumgemäkelt werden, nur braucht es dann eben länger. Ich fühle mich nach wie vor in meinem Land sehr gut aufgehoben, wir versuchen es zu managen, vieles gelingt uns nicht, aber das macht auch nichts, dass wir Deutschen auch einmal merken, dass wir etwas nicht so schnell gestemmt bekommen wie andere Länder. Ein bisschen mehr Demut schadet uns nicht. Sorry für "off topic", aber das musste ich noch los werden und das mache ich lieber an dieser Stelle und nicht im Thread "Coronavirus", wo du einen Beitrag zu dieser Thematik geschrieben hast, denn dann rege ich mich wieder zu sehr auf)
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201823. Feb. 2021 ·
@Old Women; Danke für deine freundlichen Worte, Beate! Ja, es war einiges an "in sich hinein leuchten" nötig um ob des genauen Reizes und Charmes von Swakopmund und Lüderitz klar zu werden. Lüderitz ist natürlich noch abgelegener, isolierter und die Geographie in der Umgebung ist einerseits genau so karg, unwirtlich und "nicht Europäisch" wie um Swakopmund, aber andererseits noch interessanter, weil hügelig und konturenreich, mit Buchten, Felsen und (viel) Sand!
Liebe Grüße, busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201823. Feb. 2021 ·
Am nächsten Morgen geht es dann früh los. Wir fahren zunächst auf der d1901 in Richtung Goanikontes, machen viele Pausen um die sehr schöne Landschaft zu genießen. Schon nach wenigen km auf der d1901 sehen wir Landschaften die wirklich sehr treffend als Mondlandschaft bezeichnet werden können. In den USA würde man diese mit "Badlands" bezeichnen.....
Wir sind über die Vielfalt der zum Teil sehr farben- und formenfrohen Flechten fasziniert.....
Ich denke das arme Geflecht wird schon ganz nervös bei dieser geballten Zuwendung gleich dreier Homo Sapiens!
Auch sehen wir, außer atemberaubender Landschaft, vereinzelt kleine Insekten und Vögel.....
Dieses putzige Kerlchen erinnert mich immer an einen aufrecht stehenden Menschen, Hände auf dem Rücken und selbstbewusst in die Zukunft schauend.
Da muss man schon sehr genau hin schauen, so gut wie.....
.....diese hier getarnt sind!
Dann schlägt mein Geologenherz höher, denn ich sehe in der Ferne eine eigenartige "Umrandung" der Bergkronen.....was ist das?.....
Wir kommen näher.....
Sieht aus wie ein verwitterter Doleritgang
Wir fahren in den (künstlichen) Durchbruch der wohl beim Bau der Straße entstanden ist, ich steige an der einen Seite des Durchgangs auf den Bergrücken und sehe den Gang ganz deutlich, wie er sich kilometerweit in beiden Richtungen erstreckt! So klar und deutlich sieht man einen solchen Gang selten!
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buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201824. Feb. 2021 ·
In dem Durchbruch sind die Gesteine des dicken, intrusiven, dunklen Dolerits sehr gut zu sehen.
Im Hintergrund schlängelt sich der Gang, teils aufgespalten bis zum Horizont!
Die Straße in Richtung Welwitschia Drive führt in die Mondlandschaft hinein, ins Tal des Khan Rivers.
Am Wegesrand (Graben) im Durchbruch sehen wir dann noch diese wunderschöne Lebewesen die ihr marginales Dasein am Rande des Möglichen fristen.....fantastisch! (".....and I think to myself, what a wonderful world!")
Wir fahren weiter, durchqueren das Tal und kommen auf eine große, karge Ebene wo wir viele Welwitschias sehen und dabei, eigentlich erstmals, feststellen, dass diese doch ziemlich unterschiedlich daher kommen! Ja, jede Pflanze scheint ein sehr eigenes "Ich" zu besitzen.....eigentlich kein Wunder bei dem Alter! Die Welwitschias dienen als Wirt für einige Insekten Spezies, wovon (so habe ich irgendwo mal gelesen) einige wohl spezifisch nur in Symbiose mit diesen Pflanzen leben.....
Unglaublich schön leuchtend.....fast als wären sie aus Kunststoff!
So ists richtig.....Schlemmen beim Gruppensex!
Ommmmmm.....Meditation vor dem alten Guru, Welwitschia, im Namib-Ashram!
Die Welwitschias sehen immer so unordentlich, verwittert, abgewrackt aus..... .....kein Wunder bei dem Alter und dabei nur 2 Blätter!
Die "Zapfen" bestehen aus weiße "Blütenblätter" auf denen sich die Käfer (Wanzen?) auch sehr wohl zu fühlen scheinen (siehe Bilder oben). Ich denke sie fressen entweder die Blätter selbst oder irgendein Sekret welches die Pflanze produziert, nehmen dabei Pollen auf and tragen diese kostbare Fracht dann zur nächsten Pflanze!?
Einfach schön, wie sie da liegen, uralt, verwittert......was mögen die alles "gesehen", er- und überlebt haben? Wie sie da liegen, Lebewesen, ohne unsere Sinnesorgane, gewiss, aber wer weiß schon wirklich zu welchen Wechselwirkungen mit ihrer Umgebung diese Geschöpfe imstande sind?
Ein besonders mekwürdiges Exemplar..... .....mit deutlich entwickeltem Stamm!
.....und aus dem Nichts sprießt immer wieder und überall das pralle Leben! Ich denke unwillkürlich an die alte, philosophische Weisheit die mich Zeit Lebens immer wieder aufsucht; "Im kleinsten Grashalm in deinem Garten kannst du das ganze Universum entdecken!".....wie wahr!
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201824. Feb. 2021 ·
Wir fahren weiter, sehen noch einige beeindruckende, besonders gut erhaltene Welwitschia Exemplare mit vielen intakten Zapfen und kommen dann zu dem, was für manche Besucher das Highlight dieser Fahrt ist; eine sehr große, sehr alte (soll 1500 Jahre alt sein!) Welwitschia.....
Unscheinbarer Busch, aber was für prächtige Blüten! Wenn ich eine Biene wäre könnte ich den Reiz dieser Pracht bestimmt nicht wiederstehen!
Ein wirklich riesiges Exemplar! 1500 Jahre steht es schon hier, hat Wind, Sand, Sandstrahlung und die unerbittliche Sonne Namibias getrotzt; 1500 Jahre lang! Eigentlich erstaunlich für ein solch unscheinbares, etwas anfällig wirkendes Gewächs! (Nur schade, dass es umzäunt werden muss um zu verhindern, dass es vom Getrampel selfiesüchtiger Touris "frühzeitig" ins Jenseits befördert wird!)
Weiter geht es auf guter Schotterpad in das große Tal nach Goanikontes.....
Ein sehr schöner Pass führt ins Tal von Goanikontes.
Wir sind von der Oase Goanikontes nicht besonders beeindruckt. Obwohl nicht sehr viel Betrieb ist, kommt uns die Anlage etwas wie eine (nicht wirklich gelungene) Mischung von Jahrmarkt und Freizeitpark vor. Wir machen ein Paar Bilder und fahren zurück Richtung Swakopmund.
Dieses Gebäude von 1903 ist älter als vieles was wir in Swakopmund aus der Deutschen Zeit gesehen haben!
Es kommt Wind auf, Staub wird aufgewirbelt, die fernere Landschaft verschwimmt.....es sieht direkt ganz anders aus als noch am Morgen.
Auf dem Weg zurück zur alten Brücke machen wir dann am späteren Nachmittags noch einen letzten Abstecher an die Küste etwas nördlich von Swakopmund.
Wind und Wellen haben das Meer an der Geröllküste gut aufgeschäumt.
Die "Skyline" von Swakopmund. Nicht ganz Chongqing, aber dafür viel charmanter, vertrauter, lebens- und liebenswerter. Die Betonständer sind Überbleibsel der alten Eisenbahnbrücke nach Walvisbaai.
Swakopmund "Altstadt" mit Mole.
Wir gehen Abends noch schön essen im Ocean Basket; Kingklip mit dem passenden Weißwein.....hervorragend. [Die alte Brücke ist durchaus empfehlenswert, wir würden eigentlich jederzeit wieder dort hin; eigentlich.....denn damals kannten wir Meikes Guest House noch nicht, eine Bleibe die wir jetzt jederzeit vorziehen würden wegen der viel persönlicheren Größe (deutlich kleiner), der schönen, sauberen, hellen und gut funktionierenden Zimmer, der liebevollen und persönlichen Einrichtung des gesamten Areals, vor allem aber wegen der wunderbaren Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft von Meike und Klaus!]
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
buskoThemenstarter808 Beiträge · seit 201825. Feb. 2021 ·
Wir schalten aus dem herrlichen "Stop" Zustand wieder in ein, na, sagen wir mal "Halb Go", denn die 300 an diesem Tag zu fahrenden km stellen ja nicht wirklich eine bemerkenswerte Strecke dar. Der Abschied aus Swakopmund und somit von der "Zivilisation" fällt, auch wegen des relativ kurzen Aufenthaltes und der somit "unterlassenen" Aktivitäten sehr schwer. Schnell wird dieses Verlustgefühl durch die freudige Erwartung kommender Erfahrungen und Erlebnisse überschattet und ersetzt. Wir fahren zunächst über Walvisbaai und der C14 Richtung Solitaire, verlassen aber diese Route kurz vor Solitaire indem wir auf die D1275 abbiegen Richtung Spreetshoogte. Wir wollten uns sowohl mal den (berühmt berüchtigten) Pass sowie auch die Namibgrens Guest Farm anschauen.
Los geht es hinter den Dünen entlang Richtung Walvisbaai.....
Sehr gut zu sehen sind an diesem Morgen die Nebel die vom kalten Atlantik aufsteigen, versuchen den Dünengürtel zu überwinden und dann doch an der trockenen, sich bereits aufwärmenden Namibluft scheitern!
Es scheint so nahe am Meer doch Wasser in ausreichender Qualität zu geben.....vielleicht sind die Datteln ja auch nur in herzhaften Kochrezepten zu verwenden!?
Dann fahren wir die sehr schöne Strecke auf der C14 durch den Kuiseb, verpassen wieder mal die erste Höhle von Henno Martin und Hermann Korn (ist wirklich, vielleicht auch bewusst, nicht sehr gut Gekennzeichnet!) und fahren Richtung Solitaire weiter. Die Landschaft ist genau die weswegen es mich immer wieder in diese Regionen zieht! Ich kann von den schönen Pastelltönen an blauem Himmel einfach nicht genug bekommen!
Auf einer kleinen Anhöhe haben wir sehr gute Sicht, sehen wie die Straße Kilometerweit in die Ferne führt und wie Pflanzen es wieder mal schaffen die kargsten, lebensfeindlichsten Räume zu besetzen und dabei noch so anmutig daher zu kommen!
Das Tal welches sich im mittleren Hintergrund, parallel zum Horizont befindet, scheint zumindest für bäume erreichbares, unterirdisches Wasser zu führen.
Flussbett und Tal des Kuiseb. Alles Glimmerschiefer-Gestein.....soweit das Auge reicht! Gaub Tal, deutlich übersichtlicher als das Kuisebtal.
Dann folgt das Highlight des Tages; eine Bilderbuchlandschaft die für mich die perfekte Ästhetik darstellt.....ein Feuerwerk von Pastellfarben, hell blauer Himmel, fast wie ein impressionistisches Gemälde.....nicht ganz van Gogh, aber auf dem besten Wege dorthin!.....einfach fantastisch!
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz