Corona und flexibles Reisen

562 Antworten · 97,1k Aufrufe · gestartet 26. März 2020 von Maputo
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7'307 Beiträge · seit 200609. Mai 2020 ·
Maputo schrieb:
Und ob alles wieder von Vorne beginnt, hängt vom Verhalten jedes Einzelnen ab. Es sollten jetzt eigentlich alle verstanden haben, was Sache ist.

… wie sollten sie es, wenn einerseits Panik verbreitet wird und durch andere Maßnahmen wieder ein Gefühl von Sicherheit erzeugt werden soll. Es passt halt nichts zusammen.

Man darf jetzt wieder Personen treffen, die nicht mit einem zusammenleben, aber das ist beschränkt auf einen weiteren Haushalt. Gleichzeitig darf es aber wieder Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen geben.

Kürzlich kamen Rückholflüge in Frankfurt an. Da sind 200 Leute oder mehr aus dem Flugzeug geströmt und im Ankunftsbereich am Flughafen haben sich 200-300 Leute gedrängelt wie eh und je. Gleichzeitig ist die Polizei am Mainufer unterwegs gewesen und hat "Gruppen" mit mehr als zwei Personen aufgefordert, sich zu trennen.
Alles wirkt völlig planlos …

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
568 Beiträge · seit 201410. Mai 2020 ·
Vorab: auch ausserhalb Corona läuft vieles nicht so, wie ich es mir wünsche.
Trotzdem breche ich hier mal eine Lanze für die "bösen, dummen, planlosen" demokratischen Politiker:

Wir haben's einfach: wir müssen nur maulen oder (schwäbisch) "bruddeln".
Entscheidungen verantworten wir nicht. Wir sind keine Politiker. Dafür sind wir uns zu schade...
Wir wollen vom Staat alles: Sicherheit, Freiheit, offene Grenzen für uns, geschlossene Grenzen für die "Anderen"...
Schon Plato hat den Makel der Demokratie beschrieben: dass sie unweigerlich in der Tyrannis endet,
weil das Volk immer mehr fordert und man es irgendwann nicht mehr schafft, es allen recht zu machen.

Das gilt ja wohl umso mehr, je weniger die Politik gegen die Herrschaft weniger Konzerne ausrichten kann.
Die Gewinner aus der Corona-Krise werden Konzerne sein, die kaum Steuern zahlen. Zufall?

Wie willst du alles richtig machen, wenn du noch nicht mal weisst, wie "der Feind" sich verhält?
Früher sagte man, die USA wären das Land, das durch "Versuch und Irrtum" zum Vorbild der Welt wurde.
Heute sehen wir, dass dort jeder Versuch durch gleichzeitigen Irrtum konterkariert wird.
Oder möchte jemand Trumpeltiers Rat folgen und Desinfektionsmittel saufen bei gleichzeitiger Injektion von UVc-Strahlen?

Ja, unsere Freiheit ist ein hohes Gut. Das schliesst die Freiheit ein, zu sterben.
Aber nicht die Freiheit, Mitmenschen durch fahrlässige Tötung umzubringen.
Vielleicht ist der Weg, sich voranzutasten ja durchaus pragmatisch.
Geht man irgendwo zuweit, kann man gegensteuern, bevor es alle betrifft.
Klappt es, kann man nachziehen...

Ich selbst kenne den Königsweg nicht. Manche glauben, ihn zu kennen. Glauben ist nicht Wissen!
Und so halte ich mich in aller Demut an Sokrates:
"Dieser meint etwas zu wissen, obwohl er nicht weiß, ich aber, der ich nichts weiß, glaube auch nicht zu wissen. Ich scheine also um dieses wenige doch weiser zu sein als er, weil ich, was ich nicht weiß, auch nicht glaube zu wissen."
(Sokrates, lt. der Apologie von Plato)

Arroganz aus, fröhliche Grüße ein! 😘
Schönen Sonntag/Muttertag oder was auch immer
Randfontein
7'307 Beiträge · seit 200610. Mai 2020 ·
Randfontein schrieb:
Wir haben's einfach: wir müssen nur maulen oder (schwäbisch) "bruddeln".
… da hast Du Recht. Meckern ist einfacher als machen.
Wie willst du alles richtig machen, wenn du noch nicht mal weisst, wie "der Feind" sich verhält?
Ich erwarte gar nicht, dass alles richtig gemacht wird. Ich erwarte allerdings, dass die Maßnahmen wenigstens
zusammenpassen und stimmig sind.

Und sie passen nicht zusammen, wenn am Flughafen 200 Leute ankommen (alle von 'nem Kreuzfahrtschiff mit Coronafällen), die anschließend alle in Quarantäne müssen und sich erst einmal durch einen Pulk von 200-300 Abholern kämpfen, die 'ne Stunde lang dich gedrängt zusammenstanden und auf der anderen Seite die Polizei Kleingruppen von drei oder vier Personen zerstreut.

Bei der Wiedereröffnung der Läden dann die fragwürdige Regelung mit der Grenze von 800 Quadratmetern Ladenfläche. Da hat man eine Grenze aus dem Baurecht herangezogen, aber die hat nichts mit der Eindämmung einer Krankheit zu tun. Ein Geschäft mit 1.000 qm Fläche durfte nicht öffnen, selbst wenn die nur 10 Leute gleichzeitig reingelassen hätten. Die gleichen 10 Leute in einem "Tante-Emma-Laden" von 50 qm waren aber ok.
Eine Regelung wie z.B. nur eine Person pro 10 qm Ladenfläche gab es meines Wissens nie. Das haben die Ladenbesitzer dann so geregelt, wie sie es für richtig hielten.

Oder der legendäre Besuch des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn mit seinem hessischen Kollegen Kai Klose in der Uniklinik Gießen. Da predigen sie, wie wichtig Abstandhalten ist und dann zwängen sie sich zusammen mit einem Dutzend Leuten (Politiker und Ärzte) in einen Aufzug.

Auch macht jedes Bundesland und z.T. noch die ein oder andere Stadt seine eigenen Regelungen. Hier dürfen Kinos wieder öffnen, aber keine Schwimmbäder, anderswo dürfen Schwimmbäder öffnen, aber keine Kinos.
Schulen durften für bestimmte Klassen wieder öffnen, mussten sie aber splitten. Anschließend wurde man tatsächlich davon überrascht, dass man ja nun doppelt so viele Räume und Lehrer braucht.

Das kann man doch langsam alles nicht mehr ernst nehmen. Das ist Satire. Vor drei Monaten musste man dafür noch Eintritt zahlen.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
808 Beiträge · seit 201810. Mai 2020 ·
@BikeAfrica, Randfontein:
Ich denke ihr habt zum grossen Teil Recht.....die Massnahmen erscheinen ziemlich inkonsequent und, Wolfgang, ich bin absolut deiner Meinung, dass man weitere Lockerungen gefühlt fast auf Tagesbasis nachschiebt ohne die Konsequenzen der letzten Lockerung überhauppt abgewartet zu haben!

Das halte ich aus 2 Gründen für sehr unverantwortlich:
Erstens; man geht hier bewusst oder unbewusst das Risiko ein, dass sich die Situation in 2-3 Wochen wieder katastrophal verschlechtert und...
Zweitens; wenn sie sich dann wieder verschlechtert, muss man wieder alles zurückdrehen, weil man nicht wissen kann welche der Lockerungen dann nun zum Rückfall geführt hat!.....ein wenig wie wenn man bei einer Erkältung 10 Medikamente einnimmt, gesund wird und dann bei der nächsten Erkältung wieder alle 10 nehmen muss, weil man keine Ahnung hat welches nun wirksam gewesen ist!

Es ist z.B. nicht verständlich (ausser wegen des Drucks überforderter Eltern!) warum als einer der ersten Lockerungen nun die "Keimschleudern" schlechthin, nämlich Kitas und Grundschulen geöffnet werden sollen?!

Ich denke ein Hauptgrund für diese (geographische) Inkonsequenz der Lockerungsmassnahmen dürfte in der verzettelten, schwammigen Zuständigkeit verschiedener politischer Ebenen in unserem föderalen System zu finden sein!
Der Bund sagt; "Das ist Ländersache", die Länder preschen, je nach politischem Opportunismus, mit verschiedenen Geschwindigkeiten und in verschiedenen Richtungen vor.....wenns dann brenzlig, oder politisch inopportun wird, dann ist es plötzlich "Sache der Kommunen"!.....und die sind natürlich finanziell, personell und organisatorisch vollkommen überfordert!
Eine Möglichkeit wäre natürlich ein Art "Ausnahmezustand" auszurufen und die Lockerungen bzw. vielleicht auch noch zukünftig wieder Verschärfungen dann bundesweit konsequent zu regeln. Davor schrecken unsere Politiker, aus gutem Grund wie ich denke, (noch) zurück!

Liebe Grüsse,
busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
zuletzt bearbeitet 10. Mai 2020
Themenstarter828 Beiträge · seit 201610. Mai 2020 ·
busko schrieb:

Zweitens; wenn sie sich dann wieder verschlechtert, muss man wieder alles zurückdrehen, weil man nicht wissen kann welche der Lockerungen dann nun zum Rückfall geführt hat!.....

Mit Tracing Apps lässt sich relativ klar zurückverfolgen wo sich jemand angesteckt hat. Wann sind wir hier soweit diese wirksame Massnahme zu nutzen? In Südkorea, China funktioniert das ganz gut.

https://www.n-tv.de/panorama/Suedkorea-fuerchtet-Corona-Rueckfall-article21770452.html

lg Maputo
389 Beiträge · seit 200610. Mai 2020 ·
@busko
Wegen der Keimschleudern Kita/Schulen gebe ich dir recht. Jetzt kommt aber das "Aber".
Wie bitte schön sollen es die Eltern anstellen wenn sie wieder anfangen sollen zu arbeiten. Immer mehr Geschäfte werden wieder erlaubt. Die Arbeiter werden zum Entzerren auf 2 Schichten verteilt. Die Kinderbetreuung wird jedoch hintenangestellt.
Ich verstehe dein Ansinnen und teile deine Meinung auch. Vor diesem Hintergrund muß man sich jedoch auch Gedanken über die Kita/Schule machen und die Leute nicht im Regen stehen lassen.
Touristen bringen Souveniers mit nach Hause. Reisende Geschichten.
zuletzt bearbeitet 10. Mai 2020
Themenstarter828 Beiträge · seit 201610. Mai 2020 ·
Randfontein schrieb:

Vorab: auch ausserhalb Corona läuft vieles nicht so, wie ich es mir wünsche.
Trotzdem breche ich hier mal eine Lanze für die "bösen, dummen, planlosen" demokratischen Politiker:
Wir haben's einfach: wir müssen nur maulen oder (schwäbisch) "bruddeln".
Entscheidungen verantworten wir nicht. Wir sind keine Politiker. Dafür sind wir uns zu schade...

Die Gewinner aus der Corona-Krise werden Konzerne sein, die kaum Steuern zahlen. Zufall?

Vielen Dank für Deinen frühmorgendlichen philosophischen Erguss.   🙂

Schau. Ich maule nicht, erlaube mir aber eine kritische Meinung, denke quer und ecke auch gerne an.

Ich war den ganzen Januar bis mitte Februar in Südostasien, nicht im Corona-Hotspot selbst, sondern in Myanmar gleich nebenan. Dort hat man sehr genau geschaut was sich in Wuhan / China zusammenbraut und gehandelt. Leute trugen Masken, es wurde Abstand gehalten, überall konnte man Hände desinfizieren. In der Tagespresse liesen "Experten" und Politiker aus der Schweiz zur gleichen Zeit verlauten, dass das Virus kein Problem in Europa werden würde, weil es in China bleiben wird. Mich hat diese Aussage so halbwegs erstaunt. 

 Als Corona dann trotzdem in Italien war und dort anfing zu wüten, überquerten noch mehrere Wochen tausende Grenzgänger täglich die Übergänge zur Schweiz, obwohl der Hotspot Lombardei gleich nebenan lag. Sogar der Karneval in Bellinzona fand noch statt, dort haben sich nachweislich hunderte angesteckt. Hätte die Politik dort  richtig reagiert und die Grenzen früher dicht gemacht und Massenveranstaltungen untersagt, wäre die Lage nie so dramatisch geworden im Tessin / Schweiz. Wären früher griffige  Massnahmen in die Wege geleitet worden, wäre der Lockdown eventuell gar nicht nötig gewesen, oder sicher nicht so lange. 

Dafür hält die gleiche Politik jetzt die Grenzen zu Deutschland geschlossen, obwohl es in der Deutschschweiz wie in Baden-Württemberg praktisch kein Corona mehr gibt. Die Region ist wirtschaftlich eng vernetzt, auch zwischenmenschlich. Wie soll der einfache Bürger dies verstehen? Wo bleiben die pragmatischen Risiko basierten Ansätze?

Politiker verwalten halt gerne, statt sie nach vorne schauen und Lösungen aufzuzeigen. Wieso wird zum Beispiel solange um diesen Tracing App, ein wirksames Mittel zur Eindämmung und Rückverfolgung , diskutiert..? Viel einfacher scheint es darüber zu debattieren ob jetzt ein Tattoo Studio wieder öffnen darf, aber ein Fitness Center nicht...

... und "by the way"... in der Schweiz zahlen Unternehmen nicht wenig Steuern, stellen zudem Arbeitsplätze zu Verfügung und sind zu einem wesentlichen Teil für Wohlstand in diesem Land verantwortlich. Davon profitiert am Ende jeder.

lg Maputo
zuletzt bearbeitet 10. Mai 2020
82 Beiträge · seit 202010. Mai 2020 ·
Es geht voran. Die amerikanische FDA hat den ersten Schnelltest zugelassen, der mit einem Nasenabstrich funktioniert, in ca. 15 Minuten ein Ergebnis liefert, günstiger als ein PCR-Test ist und sich so skalieren lässt, dass bald Millionen Tests am Tag möglich sind. Primärquelle: https://www.fda.gov/news-events/press-announcements/coronavirus-covid-19-update-fda-authorizes-first-antigen-test-help-rapid-detection-virus-causes

Die FDA schreibt dazu auch: "This is just the first antigen test to be authorized and we expect more to follow.". Es kommt also wohl bald mehr. Die FDA ist ja zwangsweise mit allen Firmen und Instituten in Kontakt ist, die an so etwas arbeiten, weil die eben die Zulassung der FDA brauchen, um etwas in den USA auf den Markt zu bringen.

Der nun zugelassene Test schneidet in Sachen false Negatives offenbar etwas schlechter ab als PCR-Tests, aber das ist ja auch nur der erste Test in diese Richtung. Letztlich wäre ein Test mit meinetwegen nur 95% "Zuverlässigkeit" an Flughäfen auch immer noch besser, als gar nicht zu testen und nur auf Temperatur-Screening u.ä. zu setzen. Und bei den bisher genutzten PCR-Tests ist klar, dass das zu lange dauert und sich auch nicht ausreichend skalieren lässt. Ein Flughafen wie Mallorca hatte an guten Tagen 150.000 Passagiere. Selbst wenn man unterstellt, dass das Tourismusvolumen im Augiust nur bei 50-80% des Vorjahres liegt, braucht es um die 100.000 Tests pro Tag.

In Sachen App verstehe ich auch nicht so ganz, warum das so lange dauert. Man spricht da seit 2 Monaten drüber, hat aber offenbar erst jetzt einen Auftrag an Telekom und SAP erteilt und erst in 6 Wochen soll eine erste Version zur Verfügung stehen?
zuletzt bearbeitet 10. Mai 2020
Gast10. Mai 2020 ·
Maputo schrieb:Dafür hält die gleiche Politik jetzt die Grenzen zu Deutschland geschlossen, obwohl es in der Deutschschweiz wie in Baden-Württemberg praktisch kein Corona mehr gibt. Die Region ist wirtschaftlich eng vernetzt, auch zwischenmenschlich. Wie soll der einfache Bürger dies verstehen? Wo bleiben die pragmatischen Risiko basierten Ansätze?
Soeben mit jemand gesprochen, der gerade von Steiermark nach Schweiz und retour war. Am Walserberg Kontrollen + BH-Assistenzpersonal, in Schutzausrüstung, durch D mehrerer Kontrollen, auch an der Grenze, in Schweiz zwei Grenzer ohne Masken, Reiseabsicht mündlich genannt (Warenabholung) und durch gewunken. Im Lieferwerk normale Arbeit, alle ohne Masken, ohne Abstand, alles sehr „relaxed“. Die Rückreise hat er nach der Erfahrung in D durch A gemacht.
Theorie und Praxis? Ich habe das so wiedergegeben wie es mir geschildert wurde, kann es also nur zur Kenntnis nehmen, nicht bewerten.
Themenstarter828 Beiträge · seit 201610. Mai 2020 ·
@Loser

Du giltst halt als Durchreisender. Leute aus der Region werden gezielt schikaniert. Freunde zu treffen unmöglich. Liebespaare seit Wochen getrennt, der reine Wahnsinn und nur noch Willkür... Unten ein Artikel ...klick einfach das Anmelde Popup weg...

https://www.nzz.ch/schweiz/willkuer-an-den-grenzen-ob-liebende-sich-sehen-duerfen-entscheiden-die-grenzwaechter-ld.1555266

lg Maputo
zuletzt bearbeitet 10. Mai 2020
2'391 Beiträge · seit 201611. Mai 2020 ·
Hallo Maputo und Loser, im Aachener Raum ist es auch so. Belgische Grenze ist ja offiziell dicht und man muss schon sehr triftige Gründe nachweisen können. Selbst Arbeiten ging zeitweise jenseits der Grenze nicht.
Zur Niederlande gibt es keine Verbote, aber eindringliche Bitten nicht aus touristischen oder Einkaufstechnischen Gründen die Grenze zu übertreten.
In den Niederlanden wird man deshalb des Öfteren von der Polizei angehalten und befragt, wohin man möchte und weshalb.
Für den Berufspendelverkehr schon ziemlich nervig, laut Aussage meiner in NL wohnenden Kollegen
Meine Cousine wohnt z.B. fast Neben einem großen Supermarkt. Nur 100 m über die Grenze in Deutschland. Dort kauft sie für gewöhnlich ein. Sie dürfen die Grenze letzte Woche nicht übertreten, weil sie Einkaufstaschen dabei hatte. Der nächste Laden in NL ist nicht zu Fuss erreichbar
Klar, fragt man sich, ob das jetzt wirklich hilfreich ist im Sinne des Infektionsschutzes.
Wenn man dann aber andererseits die Bilder von einem Wochende zwei Wochen zuvor im niederländischen Grenzgebiet sah, wo die Einkaufsstraßen dicht gedrängt mit hauptsächlich Deutschen voll waren in NL, weil man die D ja nicht shoppen gehen könnte, da weiss man warum es so ist

Viele Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
Themenstarter828 Beiträge · seit 201611. Mai 2020 ·
Hallo Rajang

Habe ich heute auch gelesen, interessant. Leider gibt es momentan nur noch wenige Medien, die sich der täglichen Panikmache entsagen und noch ausgewogen berichten.

Ich stell hier noch einen NZZ Artikel ein, der einmal etwas relativiert und sich vom täglichen Einheitsbrei der Angstmacherei abhebt. 

Autorin  Margit Osterloh / Betriebsökonomie-Professorin (em.) der Universität Zürich, Ständige Gastprofessorin an der Universität Basel und Forschungsdirektorin bei Crema – Center for Research in Economics, Management and the Arts, Zürich.   

https://www.nzz.ch/feuilleton/corona-wider-den-autoritaetsglauben-in-zeiten-des-virus-ld.1555003  


lg Maputo
2'240 Beiträge · seit 201113. Mai 2020 ·
Hallo liebe Reisefreunde 😄
ich bin guter Dinge, dass wir im Sommer in manch einem europäischen Land wieder Urlaub machen dürfen:
https://www.bluewin.ch/de/news/schweiz/grenzen-bald-wieder-auf-ausser-zu-italien-390959.html
Die Hoffnung stirbt zuletzt 😉
LG, Mari
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
2'530 Beiträge · seit 201113. Mai 2020 ·
Wird auch langsam Zeit. International wird nicht langer auf sich warten lassen.

https://www.tagesschau.de/inland/grenze-corona-105.html
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
Themenstarter828 Beiträge · seit 201613. Mai 2020 ·
Ja es nimmt Fahrt auf. In China wo das ganze Übel seinen Ursprung hatte, ist wieder so etwas wie Normalität -mit den gängigen Regeln halt- eingekehrt. Der Luftverkehr zieht an (siehe Grafik) , zumindest Inlandflüge. International wird wahrscheinlich schneller folgen als viele Experten vermutet haben. Es würde mich wundern, wenn sich zum Beispiel Südafrika nicht bis im Herbst, für Touristen aus Ländern mit niedrigem Risiko, wieder öffnet... Abwarten.


cn.JPG
zuletzt bearbeitet 13. Mai 2020
663 Beiträge · seit 201613. Mai 2020 ·
Und das im Zusammenhang mit folgender Meldung von heute 😎

"Millionenstadt in China wegen Corona-Risikos weitgehend abgeschottet"

Gesunde Grüsse
Gerhard
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021 Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017 Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)
Themenstarter828 Beiträge · seit 201613. Mai 2020 ·
@ Gerhard... das wird die nahe Zukunft sein. Risikogebiete gesondert zu behandeln bis die Fallzahlen dort wieder tief sind. Macht auch Frankreich im Moment, rote und grüne Zonen. Oder meinst du, es macht Sinn ganz China stillzulegen wegen einer "Millionenstadt" im nirgendwo. China hat 1393 Millionen Einwohner....Wieso werden solche Relationen fast nie genannt in der Berichterstattung ?

lg Maputo
zuletzt bearbeitet 13. Mai 2020
1'680 Beiträge · seit 200713. Mai 2020 ·
Maputo schrieb: Es würde mich wundern, wenn sich zum Beispiel Südafrika nicht bis im Herbst, für Touristen aus Ländern mit niedrigem Risiko, wieder öffnet... Abwarten.
dazu eine heutige Meldung Businesses prepare for South Africa’s lockdown restrictions to last until 2021

besonders interessant dazu die Grafik bzgl Tourismus
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
2'319 Beiträge · seit 201113. Mai 2020 ·
M@rie,

das entspricht genau meines Feelings.

2020 und die ersten Monate in 2021 kann man getrost ad acta legen.

Auch wenn sich die Lage "stabilieren" sollte, werden wir großen Durcheinander in der Applikation von dem, was man darf und dem, was eingeschränkt sein wird, sehen.

Alle andere als back zum business as usual.

Wir werden meines Erachtens es noch sehr lange Zeit mit vielen Imponderabilien ( ...lach nur....Lilytrotter 😉 ) zu tun haben, die die Planungen der Afrikareisenden und nicht nur deren wild durcheinander wirbeln werden.

Das fängt schon mit Familien mit schulpflichtigen Kindern an. Welche Eltern werden sich, sofern wieder möglich und egal ob mit oder ohne Mund- und Nasenschutz, in ein Flugzeug setzen, um in ferne Länder zu reisen, ohne die 100%ige Gewißheit zu haben, auch wieder wie gewünscht und geplant pünktlich zurückfliegen zu können? Keiner wird sich einen Floh in den Pelz setzen, auch nur beim geringsten Risiko, irgendwo in der Welt zu stranden, sich auf einen relaxten Abenteuerurlaub zu begeben. Und selbst wenn; könnten die Reisenden, die auch solche Risiken bewußt und billigend in Kauf nehmen, ohne Sorgen ganz unbeschwert die kostbarste Zeit des Jahres verbringen? Ich denke wohl kaum.
Allein das gepaart mit sämtlichen wirtschaftlichen Aspekten solcher Reisen aus Sicht der Reisenden wird den interkontinentalen Tourismus auf lange Zeit sehr stark in Mitleidenschaft ziehen.

Gruß vom Alm
zuletzt bearbeitet 13. Mai 2020