Kenia und Tansania - geeignet für Selbstfahrer?

80 Antworten · 13,2k Aufrufe · gestartet 17. Jan. 2020 von Ibrahim
Antworten
Themenstarter39 Beiträge · seit 202017. Jan. 2020 ·
Hallo und liebe Grüße ins Forum,

ich bin neu hier, also neu angemeldet, ich lese seit einigen Monaten fleißig mit.

Meine Frau und ich planen eine Reise nach Kenia und Tansania im September/Oktober dieses Jahres. Unser Plan ist es, einen 4*4 zu mieten (Toyota Land Cruiser oder Toyota Prado) und eine Safaritour als Selbstfahrer zu machen. Übernachten wollen wir aber in Lodges (am besten in mittelpreisigen, da wir ein wenig Komfort durchaus zu schätzen wissen, aber durch die Reise auch nicht arm werden wollen.) Im Anschluss an die Safari gönnen wir uns dann ein paar Tage Strandurlaub. Ich habe auch bereits eine Route im Kopf, zu der ich noch ein paar Fragen habe.

Hier unsere geplante Reiseroute:
18.09.2020: Flug von Bremen nach Nairobi.
19.09.2020: Nairobi. Vorbereitungen für die Safari inklusive Übernahme des Mietwagens. Übernachtung in Nairobi.
20.09.2020: Fahrt von Nairobi zum Naivashasee. Am selben Tag noch eine Bootsfahrt auf dem See und eine Walkingtour auf Crescent Island. Übernachtung am Naivashasee oder in der näheren Umgebung.
21.09.2020: Naivashasee. Entweder an den Nakurusee und dort Pirschfahrten im Nakuru Nationalpark machen oder in Naivasha bleiben und eine Walkingtour im Crater Lake Game Sanctuary unternehmen. Übernachtung am Naivashasee oder in der näheren Umgebung.
22.09.2020: Fahrt vom Naivashasee in die Masai Mara. Evtl. noch eine Pirschfahrt am selben Tag am späten Nachmittag/abends. Übernachtung in einer Lodge in/an der Masai Mara.
23.09.2020: Masai Mara. Den Tag für Pirschfahrten in der Masai Mara nutzen. Übernachtung in einer Lodge in/an der Masai Mara.
24.09.2020: Masai Mara. Den Tag für Pirschfahrten in der Masai Mara nutzen. Übernachtung in einer Lodge in/an der Masai Mara.
25.09.2020: Fahrt von der Masai Mara in die Serengeti. Grenzüberquerung am Grenzübergang Isebania. Evtl. noch eine Pirschfahrt am selben Tag am späten Nachmittag/abends. Übernachtung in einer Lodge in/an der Serengeti.
26.09.2020: Serengeti. Den Tag für Pirschfahrten in der Serengeti nutzen. Übernachtung in einer Lodge in/an der Serengeti.
27.09.2020: Fahrt von der Serengeti zum Ngorongoro Krater. Weiterfahrt nach Karatu. Übernachtung in einer Lodge/einem Hotel in Karatu.
28.09.2020: Ngorongoro Krater. Den Tag für eine Pirschfahrt durch den Ngorongoro Krater nutzen. Übernachtung in einer Lodge/einem Hotel in Karatu.
29.09.2020: Fahrt von Karatu nach Arusha.
30.09.2020: Fahrt von Arusha zum Amboseli Nationalpark. Grenzüberquerung am Grenzübergang Namanga. Evtl. noch eine Pirschfahrt am selben Tag am späten Nachmittag/abends. Übernachtung in einer Lodge im/am Amboseli Nationalpark.
01.10.2020: Amboseli Nationalpark. Den Tag für Pirschfahrten im Amboseli Nationalpark nutzen. Übernachtung in einer Lodge im/am Amboseli Nationalpark.
02.10.2020: Fahrt vom Amboseli Nationalpark nach Mombasa. Abgabe des Mietwagens. Den restlichen Tag in Mombasa verbringen. Übernachtung in einem Hotel in Mombasa.
03.10.2020: Transfer von Mombasa an einen Ort an der Küste für einen ausgedehnten Strandurlaub. Übernachtung im Strandort.
04.10.2020: Strandurlaub . Übernachtung im Strandort.
05.10.2020: Strandurlaub . Übernachtung im Strandort.
06.10.2020: Strandurlaub . Übernachtung im Strandort.
07.10.2020: Strandurlaub . Übernachtung im Strandort.
08.10.2020: Transfer vom Strandort nach Mombasa. Übernachtung in einem Hotel in Mombasa.
09.10.2020: Transfer von Mombasa nach Nairobi. Übernachtung in Nairobi.
10.10.2020: Flug von Nairobi nach Bremen.
11.10.2020: Ankunft Bremen.

Evtl. fliegen wir auch am 10.10.2020 von Mombasa nach Nairobi, wenn es zeitlich mit dem Anschluss an unseren Rückflug passt. Dann hätten wir einen extra Strandtag. Evtl. fliegen wir auch nach Mombasa ein und aus, je nachdem, was günstiger ist. Dann würden wir die Safari spiegelverkehrt machen.

Wir müssen/wollen die Strandtage auch nicht unbedingt nur in einem Ort verbringen, sondern sind absolut offen dafür, sie auf 1-3 schöne Orte zu verteilen.

Nun zu meinen Fragen:
1. Ganz platt gefragt: Ergibt unsere Route Sinn? Damit meine ich , ob sie logistisch machbar ist, ohne dass wir am Ende jeden Tages total am Ende sind. Oder besteht die Gefahr, dass wir uns zu sehr verausgaben und am Ende der Safari zusammenklappen (ich übertreibe bewusst etwas)? In dem Fall könnten wir immer noch ein wenig die Geschwindigkeit rausnehmen, genug Zeit dafür hätten wir ja.
2. Müssen wir uns als Selbstfahrer Gedanken um unsere Sicherheit machen?
3. Sind die Parks geeignet für Selbstfahrer? Gerade über die Mara habe ich gehört, dass sie nicht ohne sein soll, vor allem, wenn es regnet. Wir sind ja aber zum Glück während der Trockenzeit da, also falls man sich auf sowas heutzutage noch verlassen kann.
4. Hängt mit Frage 3 zusammen. Gibt es in den Parks bestimmte Routen? Z.b. gibt es in Nationalparks, in denen man wandern kann, ja oft einige verschiedene in Karten ausgezeichnete Rundwanderwege. Meine Frage wäre jetzt, ob es so etwas in der Art auch in den Nationalparks gibt, die wir besuchen wollen. Ich wüsste sonst schlichtweg gar nicht so richtig, welche Route ich bei den Pirschfahrten fahren sollte. Wir wollen auch nicht planlos umherfahren und habe dann am Ende des Tages nichts gesehen, bin im Kreis gefahren oder habe mich gar verfahren.
5. Ergibt es Sinn für einen mehrtägigen Aufenthalt in Parks (haben wir z.B. ja in der Mara) ein Basiscamp zu haben, in das man jedes Mal am Ende der Pirschfahrten zurückkehrt? Oder wäre es sinnvoller, sich (wieder am Beispiel der Mara) für den ersten Tag eine Lodge zur Übernachtung zu suchen und dann am zweiten und dritten Tag jeweils eine andere Lodge anzusteuern? In dem Fall wären quasi die Fahrten zwischen den Lodges schon Pirschfahrten und man könnte sich auch direkt in die "richtige" Richtung bewegen (in dem Fall der Mara sich also der Serengeti bzw. des Grenzübergangs Isebania annähern).

Viele Fragen, ich weiß, und mir fallen im Laufe des Austauschs hier sicher noch ein paar mehr ein 🤨

Danke schon mal für eure Hilfe:)
6’389 Beiträge · seit 201117. Jan. 2020 ·
Hoi Ibrahim

Warum sollten Kenya und Tanzania nicht für Selbstfahrer geeignet sein?
Die Einheimischen fahren ja auch selbst! 😎
Es stellt sich doch eher die Frage ob die Selbstfahrer für Kenya und Tanzania geeignet sind! 😄
Ich vermute mal Du bist schon im südlichen Afrika als Selbstfahrer unterwegs gewesen.
Wenn ja, vergiss alles was Du darüber weist!
Denn Ostafrika ist anders als das südliche Afrika!
Schon Botswana kam mir im Vergleich zu Ostafrika nicht mehr so wild vor.
Und die Infrastruktur ist in Ostafrika bei weitem nicht so gut wie z.B. in Botswana.
Fleisch gibts zwar auch in Ostafrika, aber die Qualität ist vielfach nicht dem was wir Europäer erwarten entsprechend.
Zur Fahren kann ich nur sagen dass ich abseits der geteerten Hauptverbindungen mit 30km/h Durchschnittsgeschwindigkeit rechne und damit immer gut liege,
Mehr würd ich nicht rechnen!
Aber ich bin jeweils mit Fahrer unterwegs, ich fahre nicht selbst da ich für mich keinerlei Vorteil darin erkennen kann.
Aber jeder wie er will!
Die Strecke Nairobi-Naivasha beginnt wohl schon mal mit Stau in Nairobi, darum würde es Sinn machen das Hotel schon in einem Stadtteil Richtung Naivasha zu nehmen.
Den wunderschönen Nairobi Nationalpark habt Ihr ja nicht erwähnt...würd ich nicht auslassen wollen!
Die Strecke von der Mara in die Serengeti könnte sehr sportlich werden...da wäre ich unsicher ob das in einem Tag zu schaffen ist!
Aber ich kenne die Strecke nicht!
Eure ganze Planung wirkt auf mich sehr gehetzt, weniger ist definitiv mehr!
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
4’143 Beiträge · seit 200917. Jan. 2020 ·
hallo Ibrahim,
erst mal willkommen im Forum.
Das sind ja eine Menge an Fragen und eine sehr engagierte Tour, die du dir da vorgenommen hast. In gut drei Wochen die Hotspots von Kenia und Tansania? Das ist sehr sportlich. Ich war im November drei Wochen in Kenia und kann nur sagen, dass ich mir das nicht zutrauen würde. Die Frage ist auch, was du willst. Willst du etwas sehen und Tiere beobachten oder willst du eine Autorallye in Afrika machen. Wenn deine Hauptleidenschaft das Autofahren ist, dann mache es so. Wenn du aber Land, Leute und Tiere sehen willst, dann teile die Reise in zwei und nimm dir Fahrer und Guide. Autofahren in Kenia oder Tansania ist nicht mit dem im südlichen Afrika zu vergleichen. Wenn du nicht gerade auf den Highways unterwegs bist, dann hast du 1. unendlich viele Bumps (sleeping policemen) auf den Straßen - bei jeder größeren Hundehütte sind mindesten zwei davon - und du musst die Geschwindigkeit auf Schritttempo drosseln. Manchmal sieht man sie fast nicht und du must extrem aufmerksam fahren. Wie willst du da außer der Straße noch was sehen? Hinzu kommen unendlich viele Polizeikontrollen. Gehe mal davon aus, dass du meist nur einen Schnitt von 60 km/h fahren kannst.
Dann kommen die Parks. In vielen Parks gibt es kaum Beschilderungen. Ein Guide weiß in der Regel, was er wo finden kann, aber du wirst dort bei noch erheblich schlechteren Wegstrecken oft hilflos herumfahren. Leider sind auch in den Großstädten kaum Hinweisschilder angebracht. Wenn du nachts in Nairobi ankommst und das Auto dann übernimmst und zum Hotel fahren willst, dann viel Vergnügen.
Zwei Beispiele: Wir haben von Naivasha nach Nairobi (110 km) über 4 Stunden gebraucht. Wir haben den Flughafen auch nur erreicht, weil wir einen erfahrenen Fahrer hatten. Navi kannst du da bei manchen Baustellen und Umleitungen total vergessen.
Von der Hauptstraße am Naivashasee entlang, gab es Schlaglöcher von mehr als 10 qm Größe und einer Tiefe von einem halbem Meter, die dann auch noch voll mit Wasser waren. Für 10 km über 30 Minuten!
Natürlich, wenn man das Abenteuer liebt, kann man alles selbst fahren, wenn man genügend Zeit zur Verfügung hat und einfach irgendwann mal ankommen will. Aber bei deinem Fahrplan bedeutet das nur Stress.
Mein Vorschlag: Mache aus deiner Reise zwei und nehme dir einen Fahrer, dann hast du was vom Land, bekommst was gezeigt und kannst entspannt die Länder genießen.
LG Burschi

Picco kann schneller schreiben! 😄 😄
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
zuletzt bearbeitet 17. Jan. 2020
Themenstarter39 Beiträge · seit 202017. Jan. 2020 ·
Danke für die schnelle Antwort @Picco und @Burschi!

"Es stellt sich doch eher die Frage ob die Selbstfahrer für Kenya und Tanzania geeignet sind!" Ich glaube, damit hast du den Nagel auf den Kopf getroffen 😄 Genau DAS versuche ich rauszufinden.

Es stimmt, ich war in Südafrika unterwegs, was ja von der Infrastruktur (also zumindest der touristischen Infrastruktur und zum Großteil auch den Straßen) her fast schon europäisch ist. Dass Ostafrika da nicht ganz mithalten kann, habe ich mir schon gedacht, wie "schlimm" es ist, genau das wollte/will ich rausfinden.

Wir würden uns tatsächlich ein Hotel etwas außerhalb von Nairobi nehmen wollen, da wir über den Verkehr dort nicht viel gutes gehört haben.

Eure Kommentare sind sehr hilfreich, danke! Eine Möglichkeit wäre, wie geschrieben, die Reise etwas zu entzerren, sich also für die Safari ein paar Tage mehr Zeit zu nehmen.

Der einzige Vorteil, den ich im selber fahren sehe, ist die Ersparnis. Die Reiseroute, so wie wir sie uns vorstellen, würde mit Guide und Fahrer 6.500 € kosten (also für uns beide, nicht pro Person). Zusammen mit den Flügen und dem anschließenden Strandurlaub kommen wir da locker auf 10.000 € für den gesamten Urlaub. Und selbst eine Safari nur in Kenia, die die Parks Nakuru, Naivasha, Masai Mara und Amboseli abdeckt, gibt es nicht für unter 2.000 € pro Person.

Falls ihr gute, verlässliche Anbieter kennt, die günstigere Touren anbieten, immer her damit 😄

@Burschi: Du meinst also, dass es sich eher lohnt, sich in einem Urlaub nur Kenia zu widmen und für Tansania ein zweites Mal zu reisen?
4’143 Beiträge · seit 200917. Jan. 2020 ·
Hallo Ibrahim,
ja, es lohnt sich auf jeden Fall Kenia und Tansania getrennt zu bereisen.
Übrigens, die Preise, die du genannt hast, sind akzeptabel. Günstiger wirst du es kaum bekommen. Du musst einfach mal die Kosten auch zusammenzählen (Guide, Fahrer, Benzin, Unterkünfte, Eintritte usw.) Da seid ihr mit den genannten Kosten für die Reise gut dabei.
Was nützt dir eine billigere Selbstfahrerreise, wenn du das Auto ruinierst und den Schaden dann tragen musst. Ich bin wirklich selbstfahrererfahren im südlichen Afrika, aber aus Kenia hätte ich wahrscheinlich das Auto während der letzten Reise nicht heil abliefern können.
LG Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
zuletzt bearbeitet 17. Jan. 2020
272 Beiträge · seit 201917. Jan. 2020 ·
Hallo,

im Prinzip sehe ich keinen Grund, weshalb man in Ostafrika nicht als Selbstfahrer unterwegs sein kann. Auch wenn das nicht so verbreitet ist wie in Namibia oder Südafrika. Die Entfernungen sind längst nicht so groß, die Durchschnittsgeschwindigkeit je nach Straßenzustand und Verkehr sehr unterschiedlich

Zunächst solltest du klären, ob du in Kenia einen 4x4 zu mieten bekommst, mit dem du auch nach Tansania reisen kannst. Tansania will keine Autos aus Kenia, weshalb es ja bis heute keine Grenzstation zwischen Masai Mara und Serengeti gibt. Wenn du kein Auto bekommst, musst du ohnehin ganz von vorne anfangen.

Ansonsten ein paar Anmerkungen zur Route
1.) 25..9. Nach verschiedenen RBs musst du für die Strecke Masai Mara bis Serengeti mit 9 bis 10 Stunden rechnen. Sieht auf der Karte einfacher aus. Da bleibt keine Zeit für Pirschfahrten
2.) Mehr Zeit für die Serengeti einplanen. Das ist nun einmal DER Nationalpark in Ostafrika. Nicht ohne Grund!
3.) Bei der Rückfahrt nach Kenia nicht über Namanga, sondern über Loitokitok und eine Lodge auf der Ostseite des Amboseliparks buchen. Das ist die Schokoladenseite des Parks mit dem berühmten Kilimandscharoblick. Der Park selbst ist am Ende einer solch großartigen Reise an einem halben Tag abgefrühstückt, die Attraktion sind die Elefantenherde und der Panoramablick auf den Kili. Der Osten hätte zudem den Vorteil, dass du dann erheblich schneller nach Mombasa kommst.

Im Übrigen - unterschätze die Kosten nicht! Ostafrika ist über den Daumen doppelt so teuer wie das südliche Afrika. Ein Budget von 10.000 € für zwei Personen mit Lodgeübernachtungen einzuhalten, halte ich für sehr sportlich.

Viel Spaß beim weiteren Planen
Themenstarter39 Beiträge · seit 202017. Jan. 2020 ·
Dann scheinen wir ja eine recht gute Reiseagentur gefunden zu haben, wenn die die Preise angemessen erscheinen. Mir scheint, ich habe die Kosten in Ostafrika ein wenig unterschätzt.
Themenstarter39 Beiträge · seit 202017. Jan. 2020 ·
@Hans-Wolf

Danke für deine Antwort.

Die Frage zu klären, ob man den Wagen mit über die Grenze nehmen darf, ist ein wichtiger Hinweis, danke dafür!

Also wenn wir selber fahren, bin ich schon recht optimistisch, dass wir unter 10.000 € bleiben werden. Ich habe mal auf booking.com nachgeguckt, was Unterkünfte der Mittelklasse für die von uns ins Auge gefassten Daten kosten. Dazu habe ich die Preise für die Mahlzeiten in den jeweiligen Lodges/Hotels recherchiert. Plus die Flüge, der Kosten für den Wagen und dem anschließenden Strandurlaub sollten wir als Selbstfahrer bei 8.000 € - 9.000 € rauskommen.
925 Beiträge · seit 201617. Jan. 2020 ·
Hast du den schon einen Vermieter? Nach meiner Recherche u. Kalkulation sparst du dir aufgrund der saftigen Mietpreise durch das Selbstfahren nichts, es ist häufig sogar teurer. Zudem bekommen Anbieter bei den Unterkünften oft wesentlich bessere Preise als Private Direktbucher. Ohne Route und Unterkünfte des Angebots genau zu kennen, erscheint mir der Preis im ersten Moment auch als relativ fair (hängt aber stark von tatsächlicher Route/Unterkünften/Inklusivleistungen ab).

Für 16 Tage nur Nordtansania in Budget- Bis Mittelklasselodges haben wir für Juni bei 4 Personen z.b. Angebote um 4500 - 6000$ pP.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
6’389 Beiträge · seit 201117. Jan. 2020 ·
Hoi Ibrahim

Jedesmal wenn ich Deinen Namen schreibe muss ich an die Band Queen denken...Kennst Du das Lied 'Mustapha' (Klick mich)? Das beginnt mit Deinem Namen... 😎
Womit wir schon beim Strandurlaub sind!
Zumindest beinahe, denn Freddie Mercury stammt ja aus Zanzibar!
Und das liesse sich doch gut verbinden, denn die KLM/Air France/Kenya Airways-Gruppe machts möglich den Hinflug nach Nairobi und den Rückflug von Zanzibar zu machen!
Hat vielleicht mehr zu bieten als 'nur' die Küste.
Wobei meiner Meinung nach der indische Ozean nicht so toll ist um Badeurlaub zu machen, da die Gezeitenunterschiede zwischen 2,6m und 4,2m betragen...das heisst bei Ebbe ist das Meer flach, vielfach zu flach oder zu weit weg um zu baden. Und wenn beim Spaziergang in der Gezeitenzone die Flut zurückkommt kanns schon mal hektisch werden wenn mans nicht früh genug bemerkt.
Ibrahim schrieb:Der einzige Vorteil, den ich im selber fahren sehe, ist die Ersparnis.
Hmm...das glaub ich nicht wirklich!
So nach dem was ich hier bisher schon gelesen habe sind die Autos ohne Fahrer nicht wirklich günstiger als mit Fahrer, aber da gibts Leute die das besser wissen als ich.
Ibrahim schrieb:Die Reiseroute, so wie wir sie uns vorstellen, würde mit Guide und Fahrer 6.500 € kosten (also für uns beide, nicht pro Person).
Ist jetzt nicht sooo teuer...je nach Lodges!
Dann noch rund 1600€ für die beiden Flüge dazu und grosszügige 1000€ für den Strandurlaub und wir sind bei gut 4500€ pro Nase für drei Wochen Lodges...
Wenn ich mir die Lodge-Preise in der Serengeti anschaue dann ist das schon eher nicht zu teuer.
Ibrahim schrieb:@Burschi: Du meinst also, dass es sich eher lohnt, sich in einem Urlaub nur Kenia zu widmen und für Tansania ein zweites Mal zu reisen?
Definitiv!!!
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter39 Beiträge · seit 202017. Jan. 2020 ·
@Fidel

Die Reiseroute, die uns angeboten wurde, wäre folgende:
Day 1: Nairobi to Lake Nakuru with accommodation in Tumaini Cottages (L,D) (Packed Lunch included)
Day 2: Lake Nakuru to Lake Naivasha (Boat ride and Walking Tour are included in Crescent Island. Other activities like bike tour, hiking, horse ride can be opted as add-ons by paying additional.) with accommodation in Naivasha West Beach Camp (Standard Tent) (B,L,D)
Day 3: Lake Naivasha to Masai Mara with accommodation in Mara Sidai Camp (B,L,D)
Day 4: Masai Mara with accommodation in Mara Sidai Camp (B,L,D)
Day 5: Masai Mara with accommodation in Mara Sidai Camp (B,L,D)
Day 6: Masai Mara to Isebania Border to Central Serengeti with accommodation in Tukaone Camps (B,L,D)
Day 7: Central Serengeti with accommodation in Tukaone Camps (B,L,D)
Day 8: Central Serengeti to NCA to Karatu with accommodation in Eileens Trees Inn (B,L,D)
Day 9: Karatu to Ngorongoro Crater Tour (5 hours) to Arusha with accommodation in Tulia Hotel (B,L,D)
Day 10: Arusha to Namanga Border to Amboseli with accommodation in Amboseli Eco Camp (B,L,D)
Day 11:Amboseli with accommodation in Amboseli Eco Camp (B,L,D)
Day 12: Amboseli to Mombasa (B,L)

Leistungen sind all inclusiv (also alle Mahlzeiten, 2l Wasser pro Person pro Tag, Fahrer/Guide, Eintritte...). Ausgenommen sind ausschließlich die Flüge von/nach Deutschland, Flughafentransporte, Visagebühren und eventuelle Preiserhöhungen für die Eintritte durch die Regierung.

All das für 6.500 € für uns beide.

Nach dem, was ich hier so lese, klingt das gar nicht mal so schlecht.
Themenstarter39 Beiträge · seit 202017. Jan. 2020 ·
fidel schrieb:Hast du den schon einen Vermieter? Nach meiner Recherche u. Kalkulation sparst du dir aufgrund der saftigen Mietpreise durch das Selbstfahren nichts, es ist häufig sogar teurer.
Habe ich noch nicht, habe mir allerdings ein paar Angebote geben lassen. So 2.000 € muss ich einplanen. Also nur für die Miete. Benzin kommt, natürlich, on top.
Themenstarter39 Beiträge · seit 202017. Jan. 2020 ·
@Picco

Den Song kenne ich, klar:)

Zanzibar war eine Überlegung, ist es immer noch. Jedoch müsste man dann ja im Anschluss an die Safari nach Zanzibar fliegen. Zudem dürfte ein Gabelflug mit Ankunft in Nairobi und Abflug von Zanzibar zumindest ein wenig teurer werden als ein Rundtrip Bremen-Nairobi-Bremen. Ist wahrscheinlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein angesichts der gesamtkosten der Reise, aber trotzdem nicht ohne.

Ich war noch nie am Indischen Ozean, aber wenn man schon mal in Kenia ist, kann man das ja gut für ein paar Tage machen, dachte ich mir.

Ja, mittlerweile scheint mir der Preis, der uns angeboten wurde, auch ok zu sein. Es sind Lodges der unteren Kategorie. Der Anbieter hat 5 Kategorien (Economy, Standard, Comfort, Premium, Luxury). Es sind aber alles Doppelzimmer mit privatem Badezimmer, nur eben der untersten Kategorie. Bis auf 2 Lodges, die eher durchschnittlich bewertet wurden, haben auch alle Lodges ein gutes Rating bei TripAdvisor.
4’143 Beiträge · seit 200917. Jan. 2020 ·
Sansibar schließt man normalerweise an eine Reise in Tansania an. Z.B. Flug mit KLM über Amsterdam nach Arusha - Safaris - Flug von Arusha nach Sansibar - Strandurlaub und Besichtigungen - Flug von Sansibar nach Daressalam - Daressalam - über Amsterdam zurück.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
7’317 Beiträge · seit 200617. Jan. 2020 ·
Ibrahim schrieb:
Wir würden uns tatsächlich ein Hotel etwas außerhalb von Nairobi nehmen wollen, da wir über den Verkehr dort nicht viel gutes gehört haben.

… ihr fahrt ja an einem Sonntag aus Nairobi raus. Da ist das mit dem Verkehr recht entspannt. Wochentags zur Rushhour ist der Verkehr wirklich übel. Da wird um jeden Zentimeter gekämpft, um vorwärts zu kommen. Zeitweise konnte ich mich nicht einmal mit dem Fahrrad zwischen den Autos durchzwängen, wie das in allen anderen mir bekannten afrikanischen Millionenstädten völlig problemlos möglich war.

Außerdem gab es so "lustige" Dinge wie eine ampelgesteuerte Kreuzung, auf der zusätzlich ein Polizist den Verkehr regelte. Die Ampel war weithin sichtbar und war grün, aber der Polizist auf der Kreuzung zeigte "Stopp" an. Da bremsten dann vor einem bei grüner Ampel plötzlich alle ab. Es gab auch fehlende Kanalschachtdeckel (die großen runden) mitten auf der Straße und andere Dinge, mit denen man nur schwer rechnen kann.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
609 Beiträge · seit 201017. Jan. 2020 ·
Hallo Ibrahim,
ein paar Anmerkungen von mir: Deine Runde ist für Einsteiger gut gewählt, da Ihr der Migration hinterher reist. Im Sept. (2018 und 2019 war es so)verlassen die großen Herden (je nach Wetter) die Masai Mara und ziehen in die Serengeti. Also ihr habt ganz sicher top Tierbeobachtungen. Wir waren letzten Jahr Ende Sept. 6 Tage in der Masai Mara.
Selbstfahrer ja/nein. Wir sind Selbstfahrer, waren 4 x in Kenia(1x FlyInn) und 3 x in Tansania. Immer ohne Grenzübertritt und mit Mietwagen.
Grund für Selbstfahrer: wir haben Zeit, wollen nicht mit anderen im Auto sitzen. Gerade in Kenia sind manche Touristen sehr fixiert auf Big5, und das kann nerven, wenn man nicht so gestrickt ist. Wir haben letztes Jahr Gespräche mitbekommen: „Habt ihr heute auch keinen Leo gesehen? Da gibt’s kein Trinkgeld für den Fahrer“.
Das ist deshalb aber teurer. Wir haben immer Safarifahrzeug(>150€/Tag) gemietet, also 4x4 und Dach zum Aufstellen, seitlich komplett zu öffnen. Und für die Lodgebuchungen muss man sich gut vorbereiten, die sind nicht günstiger wenn man als Individualist anfragt. Es kann schon mal vorkommen, dass man ankommt und es liegt erstmal keine Buchung vor. Sept/Okt ist „Zwischensaison“ in Kenia, und da muss man fast vorbuchen.

Zum Selbstfahren noch Ergänzung: Ende Sept. regnet es schon mal in der Masai Mara. Eine Schauer reicht manchmal aus um die Wege sehr rutschig zu machen (Soil).
Und ihr müsst euch natürlich um alles kümmern (Parkeintritt…), das muss man mögen. Selbstfahren bedeutet auch mehr Aufwand.
Für mich(aber das kann für dich keine Rolle spielen) wäre wichtig vom Veranstalter zu wissen:
Mit welchem Fahrzeug seid ihr unterwegs und keine anderen Gäste im Auto.
Egal wie ihr es macht, es wird immer sehr schön sein, und ihr werdet sicher wiederkommen.
Grüße Wolfgang
Burschi hat natürlich Recht. Wenn Strand sein muss, dann würde ich Amboseli streichen und von Arusha nach Zansibar fliegen und dafür Nairobi NP ev. noch Elefantenwaisencamp in Nairobi einbauen.
Oder/und Arusha NP noch einen Tag einbauen. Ach es gibt so viel Möglichkeiten, kommt einfach wieder.
Themenstarter39 Beiträge · seit 202017. Jan. 2020 ·
BikeAfrica schrieb:
Ibrahim schrieb:
Wir würden uns tatsächlich ein Hotel etwas außerhalb von Nairobi nehmen wollen, da wir über den Verkehr dort nicht viel gutes gehört haben.

… ihr fahrt ja an einem Sonntag aus Nairobi raus. Da ist das mit dem Verkehr recht entspannt. Wochentags zur Rushhour ist der Verkehr wirklich übel. Da wird um jeden Zentimeter gekämpft, um vorwärts zu kommen. Zeitweise konnte ich mich nicht einmal mit dem Fahrrad zwischen den Autos durchzwängen, wie das in allen anderen mir bekannten afrikanischen Millionenstädten völlig problemlos möglich war.

Außerdem gab es so "lustige" Dinge wie eine ampelgesteuerte Kreuzung, auf der zusätzlich ein Polizist den Verkehr regelte. Die Ampel war weithin sichtbar und war grün, aber der Polizist auf der Kreuzung zeigte "Stopp" an. Da bremsten dann vor einem bei grüner Ampel plötzlich alle ab. Es gab auch fehlende Kanalschachtdeckel (die großen runden) mitten auf der Straße und andere Dinge, mit denen man nur schwer rechnen kann.

Gruß
Wolfgang
Wow, das hört sich ja abenteuerlich an. Wir hatten vor, auf keinen Fall im Zentrum Nairobis abzusteigen. Dass du sagst, dass es sonntags einigermaßen entspannt ist, freut mich zu hören 🙂
Themenstarter39 Beiträge · seit 202017. Jan. 2020 ·
picco schrieb:
Ist jetzt nicht sooo teuer...je nach Lodges!
Dann noch rund 1600€ für die beiden Flüge dazu und grosszügige 1000€ für den Strandurlaub und wir sind bei gut 4500€ pro Nase für drei Wochen Lodges...
Wenn ich mir die Lodge-Preise in der Serengeti anschaue dann ist das schon eher nicht zu teuer.
Meinst du, dass 1.000 € wirklich so großzügig ist für den Strandurlaub. Immerhin reden wir hier von einer Woche. Da frisst doch alleine die Unterkunft wahrscheinlich mindestens 500 € weg. Dazu noch essen und trinken, eine Tour mit einem Dau und evtl. eine Schnorcheltour (soll das Ende der Walhaisaison sein, wenn wir da sind) und schwupps, weg ist das ganze Geld:(
Themenstarter39 Beiträge · seit 202017. Jan. 2020 ·
@Hippie

Wir spielen genau aus den von dir genannten Gründen mit der Idee selber zu fahren. Plus die, offensichtlich ja aber nur geringe, Geldersparnis.

An genau so einen Wagen, wie ihr ihn hattet, haben wir auch gedacht.

Ja, das ist eine meiner Sorgen. Dass es in der Mara regnet und wir nicht vom Fleck kommen. Ich bin Fahren unter widrigen Umständen gewohnt, aber gerade die Mara scheint aufgrund der Bodenbeschaffenheit nochmal etwas besonderes zu sein.

Sich um alles zu kümmern wäre für uns kein großes Problem. Wir organisieren jedes Jahr eine 3-4 wöchige Reise auf eigene Faust und sind das Organisieren gewohnt.

Strand sollte schon sein, wir lieben beide das Meer. Sowohl das Liegen am Strand, als auch das Schwimmen, Schnorcheln, Tauchen und Tierbeobachtungen.

Laut Veranstalter (ein kenianisches Unternehmen übrigens) wären wir alleine im Wagen und es wäre in Kenia ein Safari-Van und in Tansania ein Land Cruiser.

Wie habt ihr es denn in den Parks bezüglich der Unterkünfte und der Routen für eure Pirschfahrten gehandhabt (siehe meine Fragen 4 und 5) ? Ihr seid ja sicherlich nicht einfach in den Park reingefahren und dann einfach mal blind durch die Gegend gedüst. Habt ihr euch vorher eine Route überlegt? Gibt es vielleicht sogar verschiedene Routen, die ausgewiesen sind? Gibt es evtl. verschiedene Sektoren in den Parks, so dass man zumindest ungefähr weiß, wohin man fahren sollte? Für Tipps hierzu wären wir sehr dankbar.
1’589 Beiträge · seit 201417. Jan. 2020 ·
Hallo Ibrahim

Eine kleine Vorwarnung zum Verkehr in Nairobi hast Du ja schon bekommen. Eins kann ich Dir nach 21 Jahren in Kenia versprechen - Matatus (oeffentliche Kleinbuss), Busse und Motorraeder kennen keine Verkehrsregeln. Vor allem wenn Du ein Motorrad anfaehrst, bist Du auf jeden Fall "Schuld". Es werden auch sofort 10+ weitere Motorradfahrer um Dich herum stehen... kann ungemuetlich werden. Keine Angst, musst einfach 5 Autos gleichzeitig fahren und spueren, welcher andere Verkehrsteilnehmer die Regeln nicht beachtet.

Day 8: Central Serengeti to NCA to Karatu with accommodation in Eileens Trees Inn (B,L,D)

Wie viele Stunden Zeit habt Ihr da im Ngorongoro Krater? Ihr kommt von Central Serengeti, wollt wohl kurz sehen, ob Loewen auf den Simba Kopjes liegen, dann zum Naabi Gate - 1.5 Stunden. Von da die wohl aergste Wellblechpiste, die ich kenne. Hoch auf den Kraterrand und mit Einchecken 1 Stunde runter in den Krater. Ihr seid also so ziemlich zur Mittagszeit im Krater und das ist die Zeit, wo sich Tiere in den wenigen Schatten verkriechen. 30 Minuten aus dem Krater, 1.5 - 2 Stunden nach Karatu.

Haettet Ihr Zeit koenntet Ihr ueber die angenehmere Strecke via Shifting Sands und Oldupai fahren.

Den Spruch " weniger ist mehr" habt Ihr wohl schon gehoert. Zeit ist der Faktor, der die Chancen auf gute Tiersichtungen regelt.

Viele Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris