Routenidee für eine 2. Reise

11 Antworten · 1'846 Aufrufe · gestartet 06. Nov. 2019 von arne.t
Antworten
Themenstarter19 Beiträge · seit 201906. Nov. 2019 · #1
Hallo!

Meine Frau und ich waren bereits im vergangenen Jahr in Namibia und haben dort die "typische" Route Windhouk-Sossusvlei-Swakopmund-Damaraland-Etosha-Windhouk mit dem PKW und Übernachtungen in Lodges gemacht.
An dieser Reise hat uns eigentlich alles beeindruckt, besonders die Tierwelt im Etosha und die Wüstenelefanten in Damara.

Nun würden wir gerne im kommenden Jahr im Mai/Juni wieder nach Namibia. Wir möchten mehr von diesem tollen Land sehen. Besonderes Augenmerk soll wieder auf Tieren liegen, beeindrucken würden uns sicherlich die großen Elefantenherden im Nord-Osten bzw. Chobe.

Leider habe ich über den Caprivi-Streifen bzw. die Fahrt dorthin viel negatives gelesen (lange öde Strecken die sich kaum lohnen).
Chobe soll sich ja sehr lohnen, allerdings als Selbstfahrer schwierig sein? Botswana ist ja an sich ein sehr teures Reiseland.

Hat jemand Tipps dazu?
Was wären Alternativen?
33,1k Beiträge · seit 200606. Nov. 2019 · #2
Hallo arne.t,
Leider habe ich über den Caprivi-Streifen bzw. die Fahrt dorthin viel negatives gelesen (lange öde Strecken die sich kaum lohnen).
wo hast Du das denn gelesen. Der Zipfel ist sicherlich einer der spannendsten Orte im südlichen Afrika. Chobe/Moremi in klein und mit weniger Touristen. Chobe zählt für mich hingegen zu einem der überbewertesten Ziele...
In der Tat ist der Streckenabschnitt von Grootfontein bis Rundu nicht aufregend... aber das sind vielleicht 2 Stunden. Also nur zu! Ich würde mir für den Zipfel mindestens eine Woche Zeit nehmen.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
5'479 Beiträge · seit 200906. Nov. 2019 · #3
arne.t schrieb:
Leider habe ich über den Caprivi-Streifen bzw. die Fahrt dorthin viel negatives gelesen (lange öde Strecken die sich kaum lohnen).
Chobe soll sich ja sehr lohnen, allerdings als Selbstfahrer schwierig sein? Botswana ist ja an sich ein sehr teures Reiseland.
Hallo Arne,

wenn man etwas besonders Schönes sehen oder erleben will, muss man auch bereit sein, dafür etwas zu investieren. Sei es Zeit, oder sei es Geld.

Um den Caprivi zu erreichen, muss man bereit sein, einen Fahrtag zu investieren, um vom Etosha Park nach Divundu zu gelangen. Dazwischen gibt es keine Highlights, sondern nur afrikanischen Alltag. Ich verstehe nicht, weshalb manche Menschen damit Probleme haben. Gegenüber Hin- und Rückflug, wo man jeweils einen halben Tag oder mehr in Flughäfen oder einer unbequemen Aluröhre verbringt, finde ich den Fahrtag nach Caprivi wesentlich entspannter und interessanter.

Man kann sich natürlich auch mit Geld Zeit erkaufen, z.B. indem man die Reise als Gabelflug mit Oneway-Miete für das Fahrzeug plant. In dem Fall gibt man den Wagen in Kasane zurück und fliegt von dort nach Hause.

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 06. Nov. 2019
1'824 Beiträge · seit 201606. Nov. 2019 · #4
Hallo Arne,
die B8 ist eine gut ausgebaute Teerstraße und tatsächlich nicht spannend. Aber du wirst deinen Urlaub nicht schwerpunktmäßig auf dieser Straße verbringen müssen. Die Parks im Caprivi sind ganz wunderbar und bieten schöne Möglichkeiten der Säugetier- und Vogelbeobachtung.
Chobe ist im Vergleich zu den Caprivi-Parks gut besucht, aber wenn man antizyklisch oder weiter im Westen unterwegs ist (das waren wir dieses Mal nicht...), soll es besser sein.
Wir würden immer wieder die one-way-Variante von Windhoek nach Kasane fahren, um die Transferfahrten zu minimieren und mehr Zeit in den Parks zu haben. Aber wir sind halt auch mit zwei kleineren Kindern unterwegs - da sind reine Fahrtage immer etwas anstrengend...
Bei Interesse findest du derzeit einige Infos zu der Region in diversen RBs, so z.B. in dem von Netti59, von MichaelAC und auch von mir.

Also: Eine Reise in die Region ist nur zu empfehlen!
LG
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
zuletzt bearbeitet 06. Nov. 2019
33,1k Beiträge · seit 200606. Nov. 2019 · #5
Dazwischen gibt es keine Highlights, sondern nur afrikanischen Alltag.
wobei Mangetti NP durchaus (morgens/späten Nachmittag) einen Besuch wert ist. Hatte da schon schöne Sichtungen.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
2'610 Beiträge · seit 200706. Nov. 2019 · #6
Hallo,
ich verstehe nicht, wie man die Fahrt durch den Caprivi als "langweilig" bezeichnen kann. Ca, 80 (?) KM hinter Grootfontein kommst du ins "echte" Afrika. Da siehst du (wie im Ovamboland) nicht nur Zäune, sondern wie Menschen in Namibia leben, die nicht Großfarmer sind. Kleine Gehöfte, Stände an der Straße, Menschen die mit ihrer Hacke aufs Feld ziehen.......- ich finde es dort einfach toll. In Divundu hast du viele Möglichkeiten zur Übernachtung und der Mahango N.P lohnt ebenfalls. Später kann man Abstecher in den Mudumu, Mamili machen. Also langweilig empfinde ich anders.

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
16,9k Beiträge · seit 201206. Nov. 2019 · #7
H.Badger schrieb:
die B8 ist eine gut ausgebaute Teerstraße und tatsächlich nicht spannend.
Auch das könnte man vermeiden, wenn man ein kleines Stückchen weiter nördlich einfach "über die Dörfer" fährt. Ab Rundu dann am Okavango entlang. Dort gibt es ebenfalls interessante Unterkünfte, die halt nur weniger bekannt sind.

LG
Logi
390 Beiträge · seit 201706. Nov. 2019 · #8
Jambotessy schrieb:Hallo,
ich verstehe nicht, wie man die Fahrt durch den Caprivi als "langweilig" bezeichnen kann. Ca, 80 (?) KM hinter Grootfontein kommst du ins "echte" Afrika. Da siehst du (wie im Ovamboland) nicht nur Zäune, sondern wie Menschen in Namibia leben, die nicht Großfarmer sind. Kleine Gehöfte, Stände an der Straße, Menschen die mit ihrer Hacke aufs Feld ziehen.......- ich finde es dort einfach toll. In Divundu hast du viele Möglichkeiten zur Übernachtung und der Mahango N.P lohnt ebenfalls. Später kann man Abstecher in den Mudumu, Mamili machen. Also langweilig empfinde ich anders.

Grüße
Jambotessy
Genau so haben wir es in diesem Jahr auch empfunden. Ich fand die Fahrt keinesfalls langweilig. Wir sind sogar von Epupa bis in den Caprivi gefahren. Man muss nur etwas offen für das Leben und die Menschen dort sein. Tolle Begegnungen und Erlebnisse hat man, wenn man mal an den Ständen anhält, etwas kauft, oder sich nur irgendwo hinsetzt und die Menschen beobachtet. Und das Beste: dort wirst du meist gar nicht beachtet, nicht angebettelt, triffst kaum Touristen.
Der Mahango NP war einer der besten NP auf unserer Reise, dafür würde ich sogar auf Etosha verzichten. Wir werden ihn mit Sicherheit in 2 Jahren wieder besuchen.
241 Beiträge · seit 201606. Nov. 2019 · #9
Hi,

die Strecke durch den Caprivistfreifen (Trans-Caprivi-Highway) finde ich in der Tat etwas öde: Schnurgerade Teerstraße mit Wald rechts und links. Die Schilder, die vor Wildhunden und Elefanten warnen scheinen mir kaum gerechtfertigt. Außer Pavianen und Mangusten ist uns dort noch nie etwas anderes als andere Autos begegnet.
Aber nichtsdestotrotz würde mich die Strecke niemals von einem Aufenthalt in der Region abhalten, die man nach meinem Geschmack nicht oft genug bereisen kann.

Um auf die Routenfrage einzugehen: Nach Deinem ersten Klassiker-Route, wäre ein Besuch von Etosha/Caprivi/Chobe/VicFalls eine weitere - empfehlenswerte - Klassiker-Route; entweder als Oneway bis Kasane oder als Rundreise über Nata/Makgadikgadi/Nxai Pan/Maun zurück nach Windhuk. Es hängt auch davon ab, wieviel Zeit Ihr habt. Bei 2 - 3 Wochen würde ich Oneway machen, bei 3 - 4 Wochen die Rundreise.

Gruß

Thomas
2010 - 2024 Nam, Nam/Bot, SA, Nam/Bot, Bot/SA, Nam/KTP, Nam/Bot
33,1k Beiträge · seit 200606. Nov. 2019 · #10
OFF TOPIC
------------------
ie Schilder, die vor Wildhunden und Elefanten warnen scheinen mir kaum gerechtfertigt.
da hast Du aber Pech gehabt. Während Wildhunde in der Tat natürlich selten sind (ich habe dort auch nur einmal einen gesehen), habe ich geschätzt bei 3 von 4 Fahrten auf der B8 durch den Bwabwata NP Elefanten gesehen. Mal nur einzelne Tiere, nicht selten aber auch große Herden von 20+ Elefanten.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
241 Beiträge · seit 201606. Nov. 2019 · #11
travelNAMIBIA schrieb:OFF TOPIC
------------------
ie Schilder, die vor Wildhunden und Elefanten warnen scheinen mir kaum gerechtfertigt.
da hast Du aber Pech gehabt. Während Wildhunde in der Tat natürlich selten sind (ich habe dort auch nur einmal einen gesehen), habe ich geschätzt bei 3 von 4 Fahrten auf der B8 durch den Bwabwata NP Elefanten gesehen. Mal nur einzelne Tiere, nicht selten aber auch große Herden von 20+ Elefanten.
Wir waren bislang davon ausgegangen, dass die Schilder nur zum Quälen der Touristen dort stehen. 😉
Aber gut zu wissen: Da wir bislang nur zweimal die Strecke gefahren sind, können wir - nach Deiner Statistik - sicher sein, die nächsten sechs Fahrten auch auf diesem Abschnitt Elefanten zu sehen. 😎
2010 - 2024 Nam, Nam/Bot, SA, Nam/Bot, Bot/SA, Nam/KTP, Nam/Bot
839 Beiträge · seit 201406. Nov. 2019 · #12
Hallo arne.t,

wir haben im letzten Dezember eine Tour durch den Caprivi und ein wenig in Botswana "reingeschnuppert" und dort den Chobe besucht sowie einen Tagesauflug an die Vic Falls gemacht. Im Anschluss ging es wieder zurück - bis zum Etosha.

Und ich kann sagen, ich fand die Strecke überhaupt nicht langweilig! (aber ich liebe auch die langen Strecken durch die Karoo - und da ist wirklich gar nix los... 😄 ) Es gibt im Caprivi genügend spannende Punkte, an denen sich ein Aufenthalt lohnt. 🤪

Viel Spaß bei der weiteren Planung und viele Grüße,
Nadja
2015 - 3 wunderbare Wochen im südlichen Namibia; 2016 - Krüger total - unsere Tour von Nord nach Süd; 2016 - KwaZulu-Natal - Ein Urlaub mit Höhen und Tiefen; 2017 - Zu viert durch die Karoo und Kap-Region; 2018 - Let's do it rustic - Kruger NP im April; 2018 - Winter in der Karoo - Frühling am Kap - Herbst 2018; 2018 - Unterwegs im Norden Namibias - Dezember 2018