DADarf_aThemenstarter6 Beiträge · seit 201908. März 2019 · #1Hallo zusammen,
wir haben schon eine Weile im Forum gelesen aber keine passenden Infos gefunden. Deshalb ein Beitrag von uns:
Nach einiger Nambiaerfahrung (die jedoch schon etwas zurückliegt) zieht es uns wieder in die Richtung. Nun haben wir aber gehört, dass die Besucherzahlen deutlich zugenommen hätten. Zudem müssen wir zeitbedingt in der Hauptsaison fahren.
Schwierige Ausgangsposition, wenn man lieber abseits der Massen reist.
Unser Hauptanliegen sind klar Tiere und Wildnis. Offroad und uneingezäunte Camps gefallen uns. Wie sind generell eher abenteuerlustig (und naturverbunden) unterwegs. Vor allem aber soll es nicht überlaufen sein.
Etosha fanden wir schon zur Nebensaison sehr touristisch und nicht wirklich "wild". Wie sieht es dort zur Hauptsaison aus?
Und was wären sinnvolle Alternativen? Khaudum ziehen wir in Betracht, aber würden gerne noch weiteres mit hinzunehmen. Wie sieht es im Caprivi aus? Den haben wir noch recht ruhig in Erinnerung.
Und wäre Botswana eine Alternative? Wir kennen das Land noch nicht und können daher den Vergleich zu Namibia nicht ziehen. Allerdings wird es bei uns finanziell nicht für exklusive Fly-in Lodges reichen. Wir planen eher wieder eine Selbstfahrertour mit Camping. Die Plätze sind ja immer schnell ausgebucht. Heisst das auch, dass man bei der Löwensichtung Schlange steht?
Wir würden uns sehr über eine Einschätzung von euch freuen.
Liebe Grüsse
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200608. März 2019 · #2Hallo Darf_a,
willkommen im Forum.
Ja, Namibia (und auch Botswana) haben mehr Reisende als vor 10 oder 20 Jahren. In Botswana gibt es rein nach Zahlen mehr Touristen als in Namibia. Wirklich voll kenne ich es außer an der Chobe Riverfront in Botswana und zur falschen Zeit im Sossusvlei eigentlich in keinen der beiden Staaten. Etosha ist weiterhin viel einsamer als z.B. Kruger NP. Wenn ihr aber gar keine Menschen mögt 😉 dann wären Kaokoveld und Khaudum und in vielen Gebieten auch noch Caprivi sicherlich die besten Ziele für Euch. Daraus könnt ihr eine schöne Nordentour machen. In Botswana sind Ziele wie CKGR sehr unberührt, aber setzen zum Teil auch gute 4x4-Kenntnisse voraus. Caprivi ist wie Botswana (Chobe, Moremi) nur etwas kompakter und dafür mit deutlich weniger Touristen. Botswana ist im Allgemeinen teurer als Namibia, wobei ich nicht genau sicher bin wie groß der Unterschied bei Camping ist.
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
- Botswana:
https://www.indexmundi.com/facts/botswana/indicator/ST.INT.ARVL- Namibia:
https://www.indexmundi.com/facts/namibia/international-tourism#ST.INT.ARVLVom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
DADarf_aThemenstarter6 Beiträge · seit 201908. März 2019 · #3Vielen Dank für die schnelle Antwort! 🙂
Also wäre die Chobe Riverfront schon deutlich voller als Etosha? Das war schon unsere Befürchtung.
Gilt dies auch für Linyanti und Savuti? Bzw. kann man in dieser Region auch noch andere Teile anfahren? Finde keine ausreichenden Infos dazu. Haben überlegt Botswana mit Khaudum und ggf. Caprivi zu verbinden. 4x4 Erfahrung ist ausreichend vorhanden. Daher neben wir gerne Tipps für entlegenere Gegenden an. 🙂
Im Caprivi kennen wir bisher den Bwabwata, der uns gut gefallen hat. Aber es darf gern etwas Neues sein.
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200608. März 2019 · #4Wie lange habt ihr denn Zeit?
Bei nur 2 Wochen würde ich Kaokoveld und Caprivi und auf dem Rückweg via Khaudum nach Windhoek machen. Bei 3+ Wochen könnt ihr auch noch Chobe mit reinnehmen oder überlegt Ziele wie Kafue in Sambia anzufahren.
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
frau_shrimp211 Beiträge · seit 201308. März 2019 · #5Hallo Darf_a,
wir waren im Oktober 17 für 3 Wochen in Namibia und Botswana mit einem 4WD-Camper unterwegs. In Namibia waren wir bereits vorher 2x, in Botswana waren wir vorher noch nie. Unsere Tour ging von Windhoek quer durch den CKGR, weiter zu den Baines Baobabs, über Maun durch Moremi und Chobe zu den Viktoria Fällen, zurück zum Mudumu NP in Caprivi, durch den Caprivi nach Damaraland, durch den Skelettküste NP nach Swakopmund und zurück nach Windhoek.
Wir haben festgestellt, dass es in Namibia landschaftlich schöner und abwechslungsreicher ist, dafür sind die Tiersichtungen in Botswana spektakulärer. Wenn Du Einsamkeit und Tiersichtungen willst, bist Du in Botswana besser aufgehoben. Durch die sehr limitierte Anzahl an Campingplätzen in den Parks gibt es sehr wenige Selbstfahrer. Die Gäste der Lodges sind dann in den typischen Safari-Jeeps gebündelt, so dass insgesamt weniger Autos unterwegs sind als z.B. in Etosha.
Durch das limitierte Angebot sind natürlich auch die Gebühren für die Stellplätze in Botswana extrem hoch. Da zahlst Du locker 100 USD pro Nacht nur für den Stellplatz der nichts bietet außer einem stinkendem Plastikklo und einer defekten Eimerdusche. Es gibt kein Wasser, keinen Strom, keine Mülleimer, einfach nichts. Und genau für dieses Nichts zahlst Du. Denn dieses Nichts garantiert Dir auch absolute Einsamkeit und Wildtiere, die ohne Zäune bis an Dein Auto kommen. Leider wird dieses Nichts so gern nachgefragt, dass man 1 Jahr im Voraus buchen muss und die Preise weiterhin steigen.
Um das mal zu verdeutlichen: in der Nähe der Baines Baobabs im Nxai NP gibt es 3 Stellplätze! 3!!! Für eine weltweite Nachfrage! Das kostet! Geld, Zeit und Nerven für die Buchung, die sehr kompliziert ist. Dafür erlebst Du etwas Einmaliges! Nämlich das Gefühl absoluter Freiheit und Einsamkeit – mit allen Vorzügen und Risiken. Du bist wirklich ALLEIN in der Wildnis! Ohne Netz und doppeltem Boden.
Deshalb brauchst Du in Botswana ein Auto, das Dich tatsächlich sicher durch die Wildnis bringt. Wir hatten den Pop-Top Landcruiser von Britz und waren froh, dass wir nicht mit der günstigeren Variante Nissan oder Hilux unterwegs waren. Wir haben die absolute Geländetauglichkeit des Landcruisers zu schätzen gelernt, mit anderen Autos wären wir manches Mal stecken geblieben. So konnten wir aber anderen „Unglücklichen“ helfen, die nicht so gut durchkamen (z.T. sogar Safari-Jeeps von Lodgen).
Wenn Du abenteuerlustig bist, Du Dir gut selber zu helfen weißt und Tiere für Dich im Vordergrund stehen, dann fahr nach Botswana. Wenn die Nachteile Botswanas Dich abschrecken (Preise, Fahrgelände, Risiken der Einsamkeit, komplizierte Vorausbuchungen), dann fahr lieber nach Namibia, auch wenn es in Etosha weniger wild und einsam ist. Wunderschön ist beides 🙂
Viele Grüße,
Sabine
Wie kann man Namibia nicht lieben?
Yoda911873 Beiträge · seit 201608. März 2019 · #6Gilt dies auch für Linyanti und Savuti? Bzw. kann man in dieser Region auch noch andere Teile anfahren? Finde keine ausreichenden Infos dazu.
Nutz mal die Suchfunktion hier im Forum (Lupe rechts oben) z.B. mit den Suchbegriffen Linyanti oder Savuti, Third Bridge etc. Da finden sich vieeele Posts. Ich würde für einen ersten Eindruck mal einige der ganzen Reiseberichte lesen, das sind fast alle von Dachzeltfahrern und nicht von Fly-in-Lodge-Hoppern.
Christoph
DADarf_aThemenstarter6 Beiträge · seit 201908. März 2019 · #7Vielen Dank für eure ausführlichen Infos.
Das gibt auf jeden Fall schon einen guten Eindruck. Auch wenn es die Routenplanung nicht leichter macht. -> So viele Optionen.
@Christoph: Wir haben uns schon gut durchgewühlt durch die verschiedenen Beiträge. Auf jeden Fall super interessant. Aber es war teilweise schwer einzuschätzen, wie die Situation vor Ort wirklich aussah. Einsamkeit und Massentourismus sind ja sehr subjektive Empfindungen. Den einen stört schon ein zweites Auto. Andere sind da weniger empfindlich und zufrieden solang sie ausreichend Tiere zu sehen bekommen.
Ich halte auf jeden Fall mal fest, dass Etosha und die Chobe River Front eher nichts mehr für uns sind.
waldfee395 Beiträge · seit 200708. März 2019 · #8Dann hättest du den Begriff Einsamkeit „für euch“ besser definieren müssen.
Ich habe hier im Vorfeld sehr viel recherchiert und mir so z.B. das Kaokoveld als fast menschenleer mit landschaftlich einmaligen Erlebnissen auserkoren, war aber noch nicht da, jedoch im September unser Ziel.
MichaelAC350 Beiträge · seit 201408. März 2019 · #9Hi darf_a
Bei der Chobe Riverfront würde ich zwischen dem östlichen Abschnitt Serondola bis Kasane (z.T. viele Autos, insbesondere von den Lodges) und dem westlich von Serondola bis Ngoma unterscheiden. Ihaha ist traumhaft und zwischen Ihaha und Ngoma sind wir an der Riverfront keinem Auto begegnet. Wir waren
Mitte Juli dort.
Flori761 Beiträge · seit 201009. März 2019 · #10Hallo,
für uns war Namibia landschaftlich gesehen sehr abwechslungsreich. Absolut einsam war für uns die Blutkuppe - das war allerdings schon 2004. Ich weiß nicht, ob das heute noch so möglich ist.
Die Gebiete, in denen man Tiere sehen kann , die sind halt umzäunt.
An der Chobe Riverfront ist man natürlich nicht einsam , aber wenn man eine Bootstour nicht nachmittags macht , sondern evtl vormittags privat - dann kann man einzigartige Erlebnisse / Beobachtungen von Tieren haben.
In Moremi, Savuti, Chobe NP , in den Camps dort, da laufen Elis herum wie sie mögen. Ohne Zaun dazwischen. Dass ist das, was uns fasziniert.
Gruß Doro
DADarf_aThemenstarter6 Beiträge · seit 201909. März 2019 · #11Vielen Dank für die vielen Tipps!
@Waldfee: Ja, das habe ich vielleicht nicht präzise genug erklärt.
Wie ich geschrieben habe, hatten wir auch das Kakaofeld auf der Liste. Klingt ja eigentlich traumhaft! Haben aber in einigen Berichten gelesen bzw aus angebotenen Touren geschlossen, dass dort evtl mehr los ist als wir es uns erhoffen. Daher unsere Frage nach aktuellen Erfahrungen.
Nachteil dort oben ist natürlich, dass es weniger Tiere hat und wir deshalb zusätzlich auf der Suche nach weniger überlaufenen Safaristationen sind.
Mir geht es daher weniger um ausgearbeitete Tourenvorschläge (die hat es hier ja wirklich zu genüge und sind per Suchfunktion auch einfach zu finden) als konkrete Erfahrungswerte der letzten ein bis zwei Jahre. Die sind in Reiseberichten ja nicht immer ausdrücklich auf unseren Punkt ausgeführt.
in jedem Fall vielen Dank für eure vielen Tipps!
Gromi1'415 Beiträge · seit 201409. März 2019 · #12Hallo Dorf_a,
zu eurem "Einsamkeitswunsch" will ich noch schnell ein Zitat meines Mannes hinzufügen, der im CKGR allen Ernstens meinte "so einsam und allein bin ich noch nie in meinem langen Leben gewesen" 😄 🤪
Wir waren sieben Tage dort unterwegs und sahen ausser einer Patrouille Parkwächter und einem jungen Touripärchen nichts menschliches 😗 .
Grüessli von der Gromi
Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA
Reisebericht 2018: NA, BW, NA
Rajang1'115 Beiträge · seit 201009. März 2019 · #13Ich gehe primär wegen den Tieren nach Afrika, da gibt es nun mal Orte, die wohl einsam sind, aber ausser Ameisen und einigen Vögeln nichts zu sehen ist ......
Mein Lieblingstier ist der Elefant und ich kenne kein Gebiet im südlichen Afrika wie auch im Northern Circuit von Tansania wo sich das Tier so grossartig beobachten lässt wie am Chobe. Andere haben es auch schon geschrieben: Das beste ist eine private Bootsmiete am Morgen - haben wir sicher schon mehr als 10 mal gemacht. Normalerweise kriege ich da so viele Elefanten zu sehen in 2-3 Stunden was mehr sind als all meine Trips in Savuti und Moremi zusammengerechnet. Weiters sehr gutes Elefantengebiet ist die Khwai Concession.
Gruss Rajang
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200610. März 2019 · #14Hi Darf_a,
Klingt ja eigentlich traumhaft! Haben aber in einigen Berichten gelesen bzw aus angebotenen Touren geschlossen, dass dort evtl mehr los ist als wir es uns erhoffen.
wenn Du vom Kaokoveld den Eindruck hast, dass dort "zu viel los ist", dann wirst Du es auf dieser Welt sehr schwierig mit Einsamkeit haben. Es gibt mehr und mehr Menschen die diese Einsamkeit suchen... und die lassen einsame Orte eben schnell nicht mehr einsam erscheinen 😉
Wirkliche Einsamkeit gibt es in Namibia im Prinzip überall. Fahre z.B. nur eine Nebenstraße und stell Dich dort zum Picknick auf eine Bergkuppe. Dort wirst Du zu 99% niemanden sehen oder hören. Die touristischen Hotspots (in Namibia v.a. Sossusvlei und Etosha, in Botswana v.a. Chobe, in Simbabwe v.a. Vicfalls) wirst Du nie alleine erleben, wobei es z.B. im Sossusvlei fernab der Sturm- und Drangzeiten ebenfalls absolut einsam ist.
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
freshy3'883 Beiträge · seit 201110. März 2019 · #15travelNAMIBIA schrieb:Hi Darf_a,Klingt ja eigentlich traumhaft! Haben aber in einigen Berichten gelesen bzw aus angebotenen Touren geschlossen, dass dort evtl mehr los ist als wir es uns erhoffen.
wenn Du vom Kaokoveld den Eindruck hast, dass dort "zu viel los ist", dann wirst Du es auf dieser Welt sehr schwierig mit Einsamkeit haben. Es gibt mehr und mehr Menschen die diese Einsamkeit suchen... und die lassen einsame Orte eben schnell nicht mehr einsam erscheinen 😉
Wirkliche Einsamkeit gibt es in Namibia im Prinzip überall. Fahre z.B. nur eine Nebenstraße und stell Dich dort zum Picknick auf eine Bergkuppe. Dort wirst Du zu 99% niemanden sehen oder hören. Die touristischen Hotspots (in Namibia v.a. Sossusvlei und Etosha, in Botswana v.a. Chobe, in Simbabwe v.a. Vicfalls) wirst Du nie alleine erleben, wobei es z.B. im Sossusvlei fernab der Sturm- und Drangzeiten ebenfalls absolut einsam ist.
Viele Grüße
Christian
Hallo Darf_a, kann es sein, dass du uns verscheißerst? Nach Durchsicht deiner Posts zum Thema kommt mir der Verdacht.
Hast du Applegreens aktuellen Reisebericht über das Kaokoveld gelesen? Einsamer ist es nur auf dem Mond. Ein extra auf dich zugeschnittenes einsames Gebiet wird in diesem Forum nicht beschrieben, denn mindestens ein paar Touris waren dort, sonst könnten sie nicht darüber berichten.
Verwunderte Grüße
freshy
LOloserGast10. März 2019 · #16ich mache eine Ausnahme, mein (Geheim-)Tipp,
20°52'35.6"S 25°59'17.2"E
Grüße
und wenn du darfst darf i a 🙂
PS schon in einer halben Stunde von meinem Wohnort kann ich "einsam" sein , sprich niemanden sehen
DADarf_aThemenstarter6 Beiträge · seit 201912. März 2019 · #17Hallo Freshy,
nein überhaupt nicht. Sorry, wenn dies den Eindruck gemacht hat.
Ich hab nur gesehen, dass einige Tourenanbieter Epupa Falls und Co. in ihrer Route mit drin haben und an verschiedenen Stellen stand (nicht unbedingt hier im Forum), dass die Offroadstrecken vermehrt von heizenden Südafrikanern genutzt werden.
Daher wollte ich mich vergewissern, ob sich die Gegend gewandelt hat oder ob sie nach wie vor hält, was bisher versprochen wurd 🙂
Zudem waren wir bisher nur in der Nebensaison unterwegs (auch im Norden Namibias) und sind unsicher wie die Hauptsaison aussieht.
Aber wenn es nach wie vor ruhig dort oben ist. Dann ist das doch prima! 🙂
Hauptsächlich ging es mir aber um den Vergleich von Botswana zu Namibia. Deshalb auch an dieser Stelle. Also einfach euer Eindruck wo man besser hin sollte, wenn man nicht im Haupt-Touristrom schwimmen möchte. Etosha und so ist ja klar. Aber Caprivi, Moremi und Chobe konnten wir schlecht einschätzen wie es sich vor Ort anfühlt. Ab gesehen von überbuchten Camps in der Hauptsaison.
Sorry, falls meine Frage etwas komisch daher kam. Mir ist schon klar, dass die interessanten Orte auch immer Touristen locken. Das ist auch nicht das Problem. Wir sind ja selbst welche.
Aber es gibt ja immer Trendziele und solche, die eben weniger befahren werden.
Vielen Dank für eure vielen Infos und Eindrücke!
freshy3'883 Beiträge · seit 201112. März 2019 · #18Hallo,
ja, dein Posting konnte man missverstehen. "Heizenden" und sich herrenmäßig aufführenden Südafrikanern kannst du dich zu Hoch-Zeiten nirgendwo entziehen. Mit ihren Hoch-Leistungs-Allradfahrzeugen kommen sie überall hin. Meist sind es junge Männergruppen, die unangenehm auffallen. Wir haben jedoch auch schon viele freundliche, zurückhaltende SüdafrikanerInnen kennengelernt.
Einsamkeit kannst du z.B. im Kaokoveld, in der Sambesiregion und auch in den NPs Botswana erleben. Niemand wird dir jedoch garantieren, dass keine Overlander neben dir campen, was immer häufiger vorkommt. Dann ist es vorbei mit Einsamkeit! Ihr müsst damit rechnen, dass nicht jede Übernachtung Einsamkeit verspricht. Ich kenne mich nur in den Monaten August, September und Oktober aus. Vielleicht sieht das in einigen anderen Monaten anders aus. Zu beachten ist allerdings, dass es während der Regenzeit in den Gebieten Sambesi, Chobe und Okavangodelta so nass sein kann, dass man hinsichtlich Routen und Unterkünften sehr flexibel sein muss.
LG freshy
DADarf_aThemenstarter6 Beiträge · seit 201922. Apr. 2020 · #19Hallo liebe Community,
mir ist gerade aufgefallen, dass ich mich nie zurückgemeldet habe. Bitte entschuldigt! Und noch einmal Danke für eure Infos und Tipps!
Wir haben uns schlussendlich dafür entschieden, ganz spontan vor Ort zu entscheiden, wo es hingeht.
Wir waren dann 3,5 Wochen im September 2019 unterwegs. Wie zuvor geschrieben, war es für uns die zweite Reise nach Namibia.
Dieses mal im Konvoi mit zwei Wagen.
Unser eigentliches Ziel, das Kakaoveld, haben wir letztlich auf Grund der extremen Trockenheit fallen gelassen und haben uns hauptsächlich im Khaudum und im Caprivistreifen aufgehalten.
Unser Fazit: Es war wieder einmal grossartig. Der Khaudum hat es uns sehr gut gefallen, ist aber sicherlich nicht etwas für jeden und nicht vergleichbar mit z.B. dem Etosha. Hier sind wir wirklich tagelang allein unterwegs gewesen. Glücklicherweise aber mit zwei Wagen, denn das ein oder andere mal mussten wir uns doch gegenseitig rausziehen. Aber irgendwann hatten es dann auch alle raus, wie man den Wagen durch den heissen Mittagssand bekommt 😉
Oben im Caprivi angekommen, haben wir dann im Ngepi-Camp angesichts der Busladungen von Reisenden fast einen Kulturschock bekommen. So voll hatten wir es von der ersten Reise gar nicht in Erinnerung. Aber da waren wir auch im Mai dort. 🤪
Dafür gab es aber gutes Essen und kühles Bier. Das hatten wir zwar theoretisch auch dabei, aber nach tagelangen Rumpelfahrten durch den Tiefsand hatten sich Bier, Cola, Eier und Fleisch eher zu einem tiefbraunen Einheitsbrei vermengt... 🙄
Dennoch haben wir relativ schnell wieder die Ruhe gesucht und auch gefunden in der Mashi und Mayuni Conservancy und vor allem weiter unten im Nkasa Rupara. Tiersichtungen hatten wir dort auf jeden Fall ausreichend inkl. Elis, die vor dem Zelt herspazieren.
Da wollte dann auch keiner mehr rüber nach Botswana.
Die Vicfalls haben wir, wie bereits bei der letzten Reise, bewusst ausgelassen. Vermutlich wäre eh nicht viel zu sehen gewesen.
Vermisst hat auch diese keiner von uns.
Alles in allem also wieder eine sehr schöne und durchaus abenteuerliche Reise mit vielen netten Bekanntschaften. Wir freuen uns schon aufs nächste mal. Schliesslich steht das Kakaoveld noch immer auf der Liste 🙂