DillingerThemenstarter796 Beiträge · seit 201518. März 2018 · #1Hallo,
bei der Planung meiner kommenden Reise in den Norden Namibias ist mir folgendes aufgefallen.
Für die Strecke "Otjiha Plain" (Orupembe) nach Okangwati, über Otjihaa, Okauwa und Etengwa, habe ich die Zeitangaben zusammengerechnet.
Nach der Papierkarte von 2013/14 Edition erhalte ich ca. 8,5 Stunden für diese Strecke.
Ich habe die Zeiten mit der Karte hier im Forum nochmals zusammengerechnet und komme hier nur noch auf ca. 5,5 Stunden.
Mache ich einen Fehler?
Hat sich die Strecke verändert oder ist schneller befahrbar geworden?
Warum ergibt sich ein Zeitunterschied von etwa 3 Stunden und mit welchen Angaben würdet Ihr mir empfehlen zu planen.
Danke für eure Antworten.
Gruß Markus
dergnagflow2'535 Beiträge · seit 200718. März 2018 · #2Ich kann dir für die Strecke Okangwati - Okauwa - Otjitanda folgende aktuelle Daten liefern:
60 Kilometer, Zeit in Fahrt: 3:31, Zeit insgesamt: 4:20
Ist nur ein Teilstück aber du kannst ja mal schauen, wie das in deinen Karten angegeben wurde.
lg
Wolfgang
ERErnst541'079 Beiträge · seit 201618. März 2018 · #3Hallo Markus!
Auch mir ist bei meiner letzten Reise durch den Süden aufgefallen, dass sich die eingetragenen Zeiten auf der T4A Karte oft erheblich von den tatsächlich gefahrenen Zeiten unterscheiden. Sowohl kürzer, als auch länger. Warum das so ist, weis ich leider auch nicht.
LG 🙂
Ernst
dergnagflow2'535 Beiträge · seit 200718. März 2018 · #4A-Wolf schrieb:Ist eine Frage der Einstellungen
Es geht aber um die Einträge in den Papierkarten (so habe ich das zumindest verstanden).
lg
Wolfgang
DillingerThemenstarter796 Beiträge · seit 201518. März 2018 · #5dergnagflow schrieb:A-Wolf schrieb:Ist eine Frage der Einstellungen
Es geht aber um die Einträge in den Papierkarten (so habe ich das zumindest verstanden).
lg
Wolfgang
Genau, mir ist der Unterschied zwischen der 2013er Papierkarte zu der hier im Forum zur Verfügung stehenden Karte aufgefallen. Da dieser doch sehr gravierend ist, wollte ich wissen, welche Zeiten realistischer sind.
Danke für eure Antworten.
Wolfgang, deine Zeitangaben helfen mir bereits ein Stück weiter.
Gruß Markus
ERErnst541'079 Beiträge · seit 201618. März 2018 · #6@wolfgang (gnagflow)
Da ich selbst meine nächste Tour Anfang Jänner 2019 in dieser Gegend plane, in der du schon unterwegs warst, kannst du mir bitte sagen, ob es in Orupembe eine Campsite gibt? Zu diesem Thema habe ich nur einen Eintrag in der Suchfunktion aus dem Jahr 2008 gefunden. In der T4A Karte (meine Ausgabe) nur die Campsite Onjuva eingezeichnet.
LG 🙂
Ernst
dergnagflow2'535 Beiträge · seit 200718. März 2018 · #7Hallo Ernst,
Ernst54 schrieb:
Da ich selbst meine nächste Tour Anfang Jänner 2019 in dieser Gegend plane, in der du schon unterwegs warst, kannst du mir bitte sagen, ob es in Orupembe eine Campsite gibt?
Nein, ist uns nix aufgefallen. Weder Hinweisschilder noch Campsite. Es gibt ein Schild Richtung Marble Camp im Norden. Das ist ca. 25 Kilometer entfernt. Laut T4A muss man da aber mit ca. 50 Minuten Fahrtzeit rechnen.
Wir sind vom Hartmannstal kommend durch Orumpembe "durchgefahren", dort ist eigentlich nix, ausser einem großen (behördlichen?) Gebäude, zwei Wassertanks und ein paar Hütten. Und sind in den Khumib reingefahren. Ca. 10 Kilometer südlich fanden wir dann ausserhalb des Flusses eine Stelle, hinter zwei Bäumen, wo wir dann übernachtet haben. S 18°13.550' E 12°37.301.
lg
Wolfgang
MAMarkus6151'042 Beiträge · seit 201618. März 2018 · #8Hallo,
A-Wolf schrieb:
Auf Schotterstraßen einen Schnitt von bis zu 104 km/h angeben
das passt schon... wenn man völlig verrückt ist und einen Hilux 3.0 fährt dann ist das sicher möglich... auch möglich, dass man sich bei dem Versuch umbringt, aber dann mit Ansage... 😄
A-Wolf schrieb:
und auf Asphalt „nur“ von 100 ist für mich grenzwertig und daher sind diese Werte „Schrott“
Ähm 100 km/h im Schnitt bekomme ich in Namibia nirgendwo hin, auch nicht auf Asphalt. Die Werte sind für mich definitiv Schrott. Weswegen mir auch Google Maps, T4A oder was auch immer total egal ist. Ich rechne mit maximal 60 km/h im Schnitt bei viel Asphalt vielleicht auch 80 km/h und das passt immer (notfalls fahre ich halt langsamer damit meine Rechnung wieder stimmt 😄 😄 😄 )
A-Wolf schrieb:
MMn am einfachsten ist die km (Schotter & Asphalt getrennt) zusammen zählen und durch die zu erwartende Durchschnittsgeschwindigkeit (S ~50 km/h A ~100 km/h) zu teilen.
Das ist gut und kommt auch gut hin. Wobei 100 km/h schon sehr viel sind. Das bekomme ich in Deutschland auf dem Weg zur Arbeit ca. 2 mal im Jahr hin und bin dann zwischendurch mit 260 km/h unterwegs. Ich rechne daher gerne mit 80 km/h auf Asphalt was sehr viel realistischer ist, vor allem der Tatsache geschuldet, dass ich in Namibia die Maximalen 120 km/h gar nie aus nutze. Das ist mir viel zu schnell in einem Toyota... 😉
Schotter mit 50 km/h im Schnitt, da gehe ich gerne mit. Es kommt aber auch auf den Fahrer darauf an. Manch einer fährt auch gerne sehr schnell auf Schotter (z.B. ich früher) und bekommt auch da dann locker eine sehr hohe Durchschnittsgeschwindigkeit... Mein "Rekord" auf Sand liegt irgendwo bei 140 km/h das war aber ein medizinischer Notfall. Das brauche ich auch nie wieder und ich war so "langsam" weil der 2,5 Liter Benziner nicht mehr Leistung von sich gab... 😉
Gruß Markus
MAMarkus6151'042 Beiträge · seit 201618. März 2018 · #9Hallo,
A-Wolf schrieb:
Die 104 auf Schotter sind mit den 100 auf Asphalt grenzwertig in Relation gesehen.
"grenzwertig" ?? GRENZWERTIG??? Das ist totaler Unsinn. 60 km/h ist eine realer Schnitt auf Schotter für Urlauber die in Namibia unterwegs sind. 104 km/h sind zwar auch möglich aber mit hoher Wahrscheinlichkeit überlebt man das auf Dauer nicht...
A-Wolf schrieb:
Also bitte im Zusammenhang zitieren.
Mache ich, ich lasse nichts weg... 😉
A-Wolf schrieb:
Die 100 km/h (100% Asphalt) sind normalerweise auf der B1 in Richtung Okaukuejo auch bei Einhaltung der gängigsten Verkehrsvorschriften ohne Probleme machbar – allerdings z.Z. nicht, da es ja die Baustellen gibt.
Baustelle hin oder her... ich fahre zu langsam in Namibia... 100 km/h im Schnitt erreiche ich niemals, weil die Tachonadel die 100 km/h nur ganz selten (bis nie) erreicht. Ich bin doch im Urlaub und nicht auf der Flucht... 😉
A-Wolf schrieb:
Bei der letzten Fahrt (incl. 2 Einkaufstopps) habe ich auch nur 82 km/h geschafft – bei der Rückfahrt immerhin 92 km/h incl. Einkaufstopp – geht aber auch „bergab“ .
Eben, man darf sich nicht selber in die Tasche lügen. 😄 😄 😄
Hier in Deutschland darf ich (stellenweise) so schnell fahren wie das Auto eben läuft. Mehr als 130 km/h im Schnitt kamen dabei aber auch noch nie zusammen und das war unter Umständen die quasi nicht reproduzierbar sind... fast 100 km am Stück Vollgas -> ich habe mein Navi verflucht als es sagte in 2 km rechts ab... 2 km können so schnell vorbei sein und man steht dann voll in der Bremse...
Ich war auch schon im Urlaub auf Schotter "recht flott" unterwegs, das mit dem eigenen 4x4. Das würde ich heute auch nie mehr machen (außer im Notfall), damals hat das "Spaß" gemacht, man war ja auch mal jung... 😉
Ernsthaft: Einen Schnitt von 100 km/h das ist recht flott. 112 km/h bekommt man auf Langstrecke auch noch irgendwie hin aber alles darüber ist unrealistisch. "Total Bekloppte" wie ich bekommen auch mal 150 km/h kurzfristig hin also so von Stuttgart bis Lyon und stehen dann 4 Stunden im Stau womit sich das wieder relativiert.
Maximal 120 km/h auf Asphalt und 80 km/h auf Schotter sagt in Namibia schon alles aus. Man kann mindestens 20 km/h abziehen um auf die Durchschnittsgeschwindigkeit zu kommen... Wobei ich auf Asphalt in Namibia auch höchstens 100 km/h fahre, eher langsamer. Die "Geländereifen" auf Asphalt sind ja nicht wirklich der "Bringer" aber eben auf Schotter richtig gut...
Gruß Markus
dergnagflow2'535 Beiträge · seit 200719. März 2018 · #10Das hat aber bitte nix mit touristischen Fahrten zu tun. Über 100 Schnitt bedeutet jedenfalls mal eine Dauergeschwindigkeit von mindestens 110-115.
Hängt natürlich von der Strecke und dem Verkehr dort ab. Je länger die Strecke und je weniger Verkehr desto geringer kann die gefahrene Höchstgeschwindigkeit sein.
Vielleicht schreibst noch dazu, wo du diesen Schnitt erreichst, nicht dass Urlauber beginnen, das als Grundlage für ihre Planung zu nehmen.
Lg
Wolfgang
peter 081'927 Beiträge · seit 200819. März 2018 · #11Hallo, noch mal zum Thema:
Ich denke nicht, dass die T4 Zeitangaben über die hier zitierten Parameter Autobahn, TAR, Gravelroad etc. errechnet werden.
So weit ich weiß, resultieren die Zeitangaben aus den übermittelten Tracks der T4A Community. Bei neuen Straßen oder Verbindungen hinken die Papierkarten natürlich immer etwas hinterher. Wir brauchen im Schnitt 10 bis 20 % länger als angegeben.
Vielleicht kann uns ja Chrigu mehr darüber erzählen 😎
Gruß
Peter
DillingerThemenstarter796 Beiträge · seit 201519. März 2018 · #12Hallo,
ich werde mir heute die neueste T4A Karte bestellen und vergleichen, ob sich die Fahrzeiten in diesen Streckenabschnitten verändert haben. Nach den letzten Postings von euch, bin ich jedoch sehr verunsichert, in wie weit man sich auf die Zeitangaben verlassen kann. Die Angaben sind sicher abhängig vom Fahrstil und der Art der Streckenbewältigung. Dies ist logisch, jedoch sollten bei normalen Fahrverhalten (ohne längere Zwischenstopps) die Zeiten eigentlich grob passen. Sonst kann man die sich auch schenken.
Gruß Markus
piscator1'483 Beiträge · seit 200919. März 2018 · #13Guten Morgen,
ich habe die Befürchtung, dass dies ein typischer Thread ist, der entgleisen könnte. Von der ursprünglichen Frage nach Fahrzeiten auf unterschiedlichen T4A-Ausgaben sind wir schon bei der Diskussion über mögliche Höchstschnitte gelandet, wobei leise Vorhaltungen an der Fahrweise für mich hier den ersten Schritt darstellen. Was interessieren mich mögliche Schnitte auf europäischen Autobahnen, wenn es um NAM geht? Wer will mit den möglichen Schnitten denn wem was beweisen?
Gruß Piscator
Dori149 Beiträge · seit 201719. März 2018 · #14Guten Morgen ihr Lieben!
Das Thema finde ich interessant. Wir sind Mitte Mai erstmalig in Namibia unterwegs und haben deshalb noch keine Erfahrungswerte. Unsere Tour steht soweit. Bei der Planung haben wir die Zeitangaben von T4A berücksichtigt. Generell haben wir die Strecken versucht im überschaubaren Rahmen zu halten.
Ich glaube die größte Distanz ist 1 x ~350km. Das ist direkt zu Anfang die Strecke von Windhoek über den Spreetshoogte Pass nach Sesriem. Für diese Strecke haben wir aktuell rund 5 Stunden (reine Fahrzeit, ohne Stops) eingeplant. Ist das realistisch, oder sollten wir besser pauschal für sämtliche Strecken ~20% mehr Zeit einplanen.
Vielen Dank für Eure Hilfe
Olli
dergnagflow2'535 Beiträge · seit 200719. März 2018 · #15Dori schrieb:
Ich glaube die größte Distanz ist 1 x ~350km. Das ist direkt zu Anfang die Strecke von Windhoek über den Spreetshoogte Pass nach Sesriem. Für diese Strecke haben wir aktuell rund 5 Stunden (reine Fahrzeit, ohne Stops) eingeplant. Ist das realistisch, oder sollten wir besser pauschal für sämtliche Strecken ~20% mehr Zeit einplanen.
Gib 20% dazu. Rechne auf Gravel mit einem Schnitt von nicht mehr als 60 km/h.
lg
Wolfgang
MaHe544 Beiträge · seit 201419. März 2018 · #16Moin Dori (und alle anderen),
wir haben bisher auch mit T4A unsere Strecken geplant und sooo aus der Welt sind die Zeiten auch nicht, wenngleich wir auch immer länger brauchen.
Deine 20 % Zuschlag passen für mich ganz gut, damit Du ein bisschen Reserve hast. Vor Ort können einzelne Abschnitte in erbärmlichem Zustand sein und die Fahrt zieht sich, da bekommst Du dann relativ schnell ein Gefühl dafür, ob noch der eine oder andere Photostopp drin ist oder nicht.
Das soll jetzt keine Umplanung nach sich ziehen, wenn Du ein paar längere Abschnitte hast, einfach zusehen, dass Ihr an den Tagen rechtzeitig loskommt.
Gruß
Henning
Dori149 Beiträge · seit 201719. März 2018 · #17Super! Besten Dank für die schnellen Infos.
Dann passe ich die geplanten Zeiten nochmal an.
Wie gesagt, die erwähnte Strecke ist schon das längste Teilstück. Alle anderen Streckenabschnitte bewegen sich zwischen 100-250km.
Also alles gut 😉
DillingerThemenstarter796 Beiträge · seit 201519. März 2018 · #18Hallo an Alle,
mir ging es eigentlich um die "Bewältigung" eines schwierigen Fahrtages, der mir auf unserer Strecke noch etwas Kopfschmerzen bereitet. Bei der Überprüfung verschiedener Routen sind mir die Zeitdifferenzen zwischen einer "älteren" T4A-Karte und der hier im Forum bereitgestellten Karte aufgefallen. Eigentlich nicht weiter schlimm, wenn ich nicht von Orupembe nach Epupa fahren müsste und wollte. Da dies eine lange Etappe ist, wollte ich herausfinden ob die nördliche Strecke direkt über Okangwati oder doch die über Opuwo die Bessere (schnellere und schöner) ist. Bin mir da weiterhin nicht sicher, da ich beide Routen nicht einschätzen kann.
Gerne können wir hier aber auch weiter über Strecken mit zugehörigen Zeitangaben und Fahrgeschwindigkeiten diskutieren, finde die Beiträge alle auch sehr interessant.
Liebe Grüße
Markus
P.s.: @Piscator, ein wenig abschweifen macht doch gar nichts. Nicht gleich Entgleisungen befürchten, sondern öfters beim Lesen schmunzeln. Wenns ums Fahren geht, tischen Männer gerne etwas auf.
dergnagflow2'535 Beiträge · seit 200719. März 2018 · #19A-Wolf schrieb:
Meiner Meinung nach ist es sehr schwer einen Schnitt von 60 km/h zu erreichen, vor allem wenn der Vermieter nur max. 60 km/h zulässt.
Vermieter, die maximal 60 km/h auf Gravel Roads zulassen würde ich persönlich von der Buchung ausnehmen.
Eine Beschränkung auf 80 finde ich noch OK, aber max. 60 km/h ist bei einem Großteil der Straßen fast schon Pflanzerei. Und ja, ich kenne die Unfallrisiken und weiß dass viele sich erst an die Straßenverhältnisse gewöhnen müssen.
lg
Wolfgang