BikeAfricaThemenstarter7'311 Beiträge · seit 200613. Jan. 2018 · Hallo zusammen,
ich war gerade mal ausnahmsweise eine Weile mit einem Mietwagen unterwegs und bei der ausführlichen Fahrzeugübergabe wurde das Vorgehen für das Fahren auf Schotterpiste erläutert.
- Ablassen des Reifendrucks um 0,2 Bar. Ok ...
- Zuschalten des Allradantriebs. Das wurde hier im Forum schon kontrovers diskutiert. Die einen machen es, die anderen nicht. Da es bei zuschaltbarem Allradantrieb im Normalfall kein Mittendifferential gibt, kann man sich darüber streiten.
- gleichzeitiges Einschalten der Differentialsperre an der Hinterachse! Also Schotter = immer 4x4 und Differentialsperre.
Wer macht denn so etwas?
Ich weiß von Fahrzeugen für Driftwettbewerbe, die man absichtlich deshalb mit einer Hinterachsdifferentialsperre ausrüstet, damit der "Arsch" sofort rumkommt, wenn man etwas mehr Gas gibt. Im Normalfahrbetrieb für einen im Umgang mit solchen Fahrzeugen auf Pisten ist das meiner Meinung nach eher ziemlich gefährlich.
Was meint ihr dazu?
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201613. Jan. 2018 · OT:hast PN
Gruß Gina
Rajang1'115 Beiträge · seit 201013. Jan. 2018 · Bei allen FZ die wir bis jetzt hatten, wurde das Zuschalten der Diff. Sperre als die AUSNAHME klar kommuniziert. Nicht vom Vermieter, sondern in Unterlagen und stickers vom FZ-Hersteller (Nur für kurze Distanzen und mit sehr niedriger Geschwindigkeit).
Entweder war das ein Kommunikationsproblem bei Dir (nehme an, dass er Vermieter und Du beide in einer Fremdsprache kommuniziert haben), oder der Vermieter suchte jemanden, der im für den Wagen eine neue Getriebebox bezahlt 🤩
Gruss Rajang
KarstenB2'399 Beiträge · seit 201113. Jan. 2018 · Hallo Wolfgang,
ich kann gar nicht glauben, was Du da berichtest.
Unser Vermieter (Hubert Hester) hatte sogar das Kabel für die Differentialsperre abgetrennt, weil ihm schon Touris das Auto (die Achsen, glaube ich) verformt hatten, weil sie ständig (also auch bei hoher Geschwindigkeit auf Asphalt) mit zugeschalteter Diff-sperre fuhren.
Auf unsere Bitte hatte er dann die Verbindung wieder hergestellt, was sich als Glück heraustellte: Als ich mich etwa 25 cm im Sand eingegraben hatte, reichte ein Druck auf den "Zauberknopf", und wir waren wieder frei.
LG aus dem kalten HH,
Karsten
BikeAfricaThemenstarter7'311 Beiträge · seit 200613. Jan. 2018 · Rajang schrieb:
Entweder war das ein Kommunikationsproblem bei Dir (nehme an, dass er Vermieter und Du beide in einer Fremdsprache kommuniziert haben)
... der Mitarbeiter hatte in seiner Sprache kommuniziert, aber ich natürlich in einer Fremdsprache. Deshalb habe ich noch zweimal nachgefragt. Die Aussage war eindeutig. Einschalten von 4x4 auf Schotter und gleichzeitig immer (!) Hinterachsdiffential sperren (vorne nur bei Steckenbleiben im Matsch usw.)
Als ich anschließend meiner Reisepartnerin gesagt habe, dass wir das nicht tun, bekam ich noch als Antwort "der kennt sich doch aus".
Vielleicht gibt es deshalb ein paar mehr geschrottete Mietwagen als nötig. 😉
Gruß
Wolfgang
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BerndW487 Beiträge · seit 201213. Jan. 2018 · Wenn Du den ganzen Urlaub langsam und nur geradeaus fahren möchtest, könnte es funktionieren.
Der einweisende Mitarbeiter war neu oder böswillig 🙂 , völliger Unfug.
dergnagflow2'542 Beiträge · seit 200713. Jan. 2018 · BikeAfrica schrieb:
- gleichzeitiges Einschalten der Differentialsperre an der Hinterachse! Also Schotter = immer 4x4 und Differentialsperre.
Das ist auf Gravelroads sicherlich Unsinn.
Was war denn das für ein Fahrzeug?
lg
Wolfgang
BikeAfricaThemenstarter7'311 Beiträge · seit 200613. Jan. 2018 · dergnagflow schrieb:
Was war denn das für ein Fahrzeug?
... ein Land Cruiser, aber das sollte ja keinen Unterschied machen ...
Gruß
Wolfgang
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dergnagflow2'542 Beiträge · seit 200713. Jan. 2018 · BikeAfrica schrieb:
... ein Land Cruiser, aber das sollte ja keinen Unterschied machen ...
Vielleicht ein Missverständnis?
Haben die Landcruiser nicht generell 4x4? Meiner jedenfalls hat das. Ohne "zuschaltbar".
Vielleicht hat der die Untersetzung gemeint?
Weil da wird standardmäßig das Mitteldiff' automatisch mitgesperrt.
Was den Unsinn mit der Sperre des hinteren Diff noch nicht erklärt.
Edit: Ah, hab grade nachgeschaut, der HZJ hat zuschaltbaren 4x4. Also kein Missverständnis sondern nur Unsinn.
lg
Wolfgang
BikeAfricaThemenstarter7'311 Beiträge · seit 200613. Jan. 2018 · ... der Wagen hatte standardmäßig Hinterradantrieb.
4x4 High Range wurde zugeschaltet, ebenso wie zusätzlich Low Range.
Zusätzlich konnte zunächst das Hinterachsdiffential und dann zusätzlich das Vorderachsdifferential gesperrt werden. Dies ging unabhängig von High/Low Range.
Bei zuschaltbarem 4x4 gibt es nur bei wenigen Fahrzeugen (Mercedes G?) ein Mitteldifferential. Ansonsten ist das normalerweise bei Einschalten von 4x4 gesperrt. Nur die mit permanentem 4x4 lassen das sonst noch zusätzlich regeln.
Diffentialsperre hinten generell auf Piste macht aber offenbar auch aus eurer Sicht keinen Sinn. Das beruhigt mich ...
Gruß
Wolfgang
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sternschnubi1'137 Beiträge · seit 201114. Jan. 2018 · A-Wolf schrieb:Auch wenn ich jetzt gesperrt werde, es wird versucht ein „Missverständnis“ zu konstruieren. Fakt ist der Mittarbeiter hatte keine Ahnung oder er agierte auf einer Anweisung.
Fakt:
In einer Kurve haben ALLE Räder eine unterschiedliche Strecke zurückzulegen.
Bei einem gesperrtem Mitteldifferential müssen Vorderachse und Hinterachse im Summe gleich schnell laufen – mittels der Geometrie lässt sich feststellen dass die Hinterachse langsamer laufen muss.
Wenn das Difflock hinten aktiviert ist = drei von vier Räder müssen gleich schnell laufen, oder über durch die Verringerung der Bodenhaftung (Seitenführung) ausgeglichen werden.
MfG
A-Wolf
Warum solltest du gesperrt werden? 🙄
Deine Ausführungen sind doch schlüssig, oder?
Joe67130 Beiträge · seit 201714. Jan. 2018 · Hallo,
zum Thema Offroadfahren, 4x4 und den verschiedenen Diff.-Sperren kann ich nur jedem die CD von Pistenkuh, 'Off-Road Fahrtraining', empfehlen. Hier wird sehr gut und anschaulich alles zum Thema Off-Road Fahren inkl. Technik erklärt.
Damit ist man auf der sicheren Seite, da im Netz ja auch viel Unsinn kommuniziert wird.
Wir jedenfalls haben sie uns gekauft bevor wir ins Kaokoveldt gefahren sind und obwohl auch keine 4x4 Anfänger, war der eine oder andere Aspekt auf der CD doch sehr informativ. Die 16€ sind wirklich gut angelegt!
https://pistenkuh.de/shop/offroad-fahrtraining/LG
Anja & Jörg
dergnagflow2'542 Beiträge · seit 200714. Jan. 2018 · A-Wolf schrieb:Auch wenn ich jetzt gesperrt werde, es wird versucht ein „Missverständnis“ zu konstruieren. Fakt ist der Mittarbeiter hatte keine Ahnung oder er agierte auf einer Anweisung.
Man darf durchaus mal auf ein Missverständnis hoffen, wenn jemand so einen gravierenden Unsinn (gesperrtes hinteres Diff' auf Gravel Roads) von sich gibt. Das hat mit "konstruieren" nichts zu tun. 😉
lg
Wolfgang
Turi348 Beiträge · seit 201114. Jan. 2018 · Fakt ist aber auch, das man sich über alle möglichen und unmöglichen Dinge zu Hause auseinandersetzt,
nur nicht mit grundlegendem.
Ich gebe auch niemand eine Waffe in die Hand, ohne die nötige Instruktion und ein Fahrzeug ist in meinen Augen einer Waffe gleichzusetzen.
Es ist tödlich, wenn mir in der Kurve auf der Gravelroad einer mit Allrad ( ausser permanent) und zugeschalteter HA Sperre entgegenkommt.
Wieso macht man zu Hause nicht mal, zumindest ein Wochenende, einen Fahrkurs mit Schulung im Gelände und den diversen Allradantrieben und hofft, dass man dort unten schon irgendwie zurecht kommt?
Egal was dann einer von der Vermietung sagt, man weiss wie die diversen 4x4 Antriebe funktionieren, hatten wir hier schon mal.
Auch hier nochmal, ein Namibia Urlaub ist nicht mit einem Strandurlaub all Inclusive gleichzusetzten, es sollte ein wenig Vorarbeit geleistet werden, nicht nur bei den Campsites oder Tagesetappen, zur Sicherheit auch von den anderen Verkehrsteilnehmern.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
BikeAfricaThemenstarter7'311 Beiträge · seit 200614. Jan. 2018 · Hallo Turi,
ich habe mich nicht nur vor vor meiner Reise mit 4x4 auseinandergesetzt, fahre zuhause auch einen und wollte nur mal meine Erfahrung mit der Einweisung mitteilen.
Der ein oder andere Tourist kommt ahnungslos nach Südafrika/Namibia, bekam hier im Forum einen Hilux (oder vergleichbar) empfohlen und denkt nun mit einem Hilux kann ihm nichts mehr passieren, wenn er sich an die Einweisung hält. Und dann so etwas ...
Fahre übrigens auch ein zweites Fahrzeug, das für Driftwettbewerbe verwendet wird. Bisschen Ahnung vom Thema habe ich, deshalb fand ich die Einweisung grenzwertig.
Jetzt denke ich aber mal an die Touristen, die eben keinerlei Ahnung von solchen Themen haben und sich penibel an alles halten, was ihnen bei der Fahrzeugübergabe erzählt wird. Da muss man sich nicht wundern, wenn jährlich 10% der Fahrzeugflotte im Schrott landet. Da müssen auch die Mitarbeiter der Verleihfirmen geschult werden. Die müssen nicht nur zeigen können, wie man ein Dachzelt aufbaut und den Gaskocher bedient und dann erzählen sie anschließend, man solle auf Schotter permanent die Hinterachssperre einschalten. Jemand, der nie so ein Fahrzeug fuhr, hält sich natürlich an die Anweisungen der "Profis". Meine Reisepartnerin hielt mich für einen "Besserwisser", weil ich es nicht tat. Da hatte ich schon den ersten Stress ...
Gruß
Wolfgang
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Turi348 Beiträge · seit 201114. Jan. 2018 · ich habe mich nicht nur vor vor meiner Reise mit 4x4 auseinandergesetzt, fahre zuhause auch einen und wollte nur mal meine Erfahrung mit der Einweisung mitteilen
Das habe ich auch nicht angenommen,
war nicht auf dich gemünst, war für die Allgemeinheit und grundsätzlich gedacht.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
Turi348 Beiträge · seit 201114. Jan. 2018 · Da muss man sich nicht wundern, wenn jährlich 10% der Fahrzeugflotte im Schrott landet.
Das ist mir eigentlich egal, kurbelt die Wirtschaft an, mir ging es mehr um meine eigene Haut.
Bei den Tagesetappen die hier aufgeboten werden und dann vielleicht noch im falschen Modus, das grenzt dann an Russisch Roulette.
Mich wundert eh, dass sich noch Vermieter finden und teilweise für 60 Euro und noch darunter, pro Tag vermieten, scheinbar rentiert das Geschäft trotzdem.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
BikeAfricaThemenstarter7'311 Beiträge · seit 200614. Jan. 2018 · Turi schrieb: Da muss man sich nicht wundern, wenn jährlich 10% der Fahrzeugflotte im Schrott landet.
Das ist mir eigentlich egal, kurbelt die Wirtschaft an, mir ging es mehr um meine eigene Haut.
Bei den Tagesetappen die hier aufgeboten werden und dann vielleicht noch im falschen Modus, das grenzt dann an Russisch Roulette.
... da hast Du recht. Mir reicht es in Deutschland schon, als Beifahrer in Autos zu sitzen, deren Fahrer nicht merken, dass sie schon lange im Grenzbereich der Physik unterwegs sind, weil die Elektronik alles regelt, bevor die was merken.
Gruß
Wolfgang
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dergnagflow2'542 Beiträge · seit 200714. Jan. 2018 · Hi Wolfgang,
BikeAfrica schrieb:meine Erfahrung mit der Einweisung mitteilen.
Kannst oder magst du auch noch schreiben, welche Firma das war?
Bzw. hast du den Inhaber oder die GF der Firma damit auch konfrontiert?
BikeAfrica schrieb:Meine Reisepartnerin hielt mich für einen "Besserwisser", weil ich es nicht tat. Da hatte ich schon den ersten Stress ...
😉.
Früher wäre es mir wahrscheinlich ähnlich gegangen, aber seit dem meine bessere Hälfte auch bei bisschen gröberen Touren mitgefahren ist, vertraut sie mir diesbezüglich mittlerweile 😉
lg
Wolfgang
BikeAfricaThemenstarter7'311 Beiträge · seit 200614. Jan. 2018 · dergnagflow schrieb:
Kannst oder magst du auch noch schreiben, welche Firma das war?
... das möchte ich nicht tun, da ich ansonsten zufrieden war mit der Firma und auch wieder dort mieten würde.
Es war eine international vertretene Firma mit Standorten in mehreren Ländern und eine Falschauskunft eines einzelnen Mitarbeiters sollte da meines Erachtens keinen großen Wirbel verursachen.
Bzw. hast du den Inhaber oder die GF der Firma damit auch konfrontiert?
Das ist eine Idee, die ich aufgreifen werde.
Gruß
Wolfgang
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