WIwings1979Themenstarter1 Beiträge · seit 201703. Nov. 2017 · #1
Hallo zusammen! Ich bin sehr gespannt auf das Forum hier und freue mich darauf, eure Beiträge und Reiseberichte zu lesen. Ich selbst kann leider noch nicht viel beitragen, da ich noch nie in Afrika war. 2012 hatten mein Mann und ich eine Reise nach Namibia gebucht, diese dann aber wieder storniert, weil Zwillinge im Anmarsch waren. Diese sind jetzt inzwischen fast 5 Jahre alt 😉 und 2019 wollen wir unsere Reise mit den Kindern nachholen 🙂 Ich werde mich hier also vermutlich erstmal mit Fragen bemerkbar machen und nach unserer Reise dann hoffentlich auch mit einem Reisebericht und Erfahrungen.
willkommen im Forum und natürlich viel Spaß bei der Reiseplanung und dem Stöbern im Forum.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
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Randfontein568 Beiträge · seit 201403. Nov. 2017 · #3
Willkommen im Forum, auch von mir. Für euphorische Kommentare zu Reisen mit Kleinkindern sind hier Andere zuständig. Als (selbst Vater) werf' ich mal (wieder) ein paar unpouläre Gedanken in die Runde:
So schön es ist, wenn man "aus dem Gröbsten 'raus ist" und man meint, das Leben vor den Kindern wieder aufnehmen zu können, so egoistisch ist es auch. Eure Kinder werden "mitgeschleppt" auf Touren, die sie weder begreifen, noch genießen können. Sie werden Gefahren ausgesetzt, zu denen sie weder befragt werden, noch daß offensichtlich die Eltern sich damit auseinandersetzen. Der Triumph allein, andere Reisende mit den ach so "reisefreudigen" Kleinkindern zu nerven, sollte kein Argument sein. Daß andere Eltern ihre Kinder noch früher ähnlichem Wahnsinn aussetzen, ist auch kein Argument.
Ich weiß, daß ich mich jetzt wieder in die Nesseln setze, tue dies aber bewußt. Nicht um euch, oder sonst jemand, die Reise zu vermiesen. Nein, nur um die Verantwortung klarzustellen, die damit verbunden ist und evtl. ein wenig Selbstreflexion über Egoismus vs. Kindswohl anzuregen.
Nicht, daß ich der "Übervater" bin, gewiß nicht. Wir haben unseren Sohn auch mit knapp 2 Jahren nach Südfrankreich geschleppt (und würden das heute nie mehr tun). Mit 5 (und später) waren wir mit ihm auf kleinen griechischen Inseln, kauften immer vor Ankunft einen Ball und er hatte seinen Spaß mit den lokalen Kindern, soziale Erfahrungen inclusive...
Das geht bei eurer geplanten Tour so eben nicht so einfach. So sehr ich euch einen wunderschönen Urlaub wünsche, so sehr bitte ich euch, die Sache zu hinterfragen. Alles Liebe für euch und eure Kinder!
Grüßle Martin
P.S.: empörte Reaktionen halte ich aus. Bin nicht im Besitz allgemeiner Wahrheiten und gebe nur Denkanstöße. 😎
Naja, 2019 sind die Zwillinge ja schon fast sieben und schon lange keine Kleinkinder mehr - das sind sie ja nicht mal jetzt mehr 😄 Sie sind zu zweit und das macht es nochmal einfacher. Meine bescheidene Meinung dazu. Meike, in diesem Forum werdet ihr alles an Infos bekommen was nötig ist, damit euer Urlaub toll wird. Herzlich willkommen!
Randfontein568 Beiträge · seit 201403. Nov. 2017 · #5
Hi WoMa (und natürlich auch Heike). "Ja, nee, iss' schon klar" - die erwartete Reaktion in überraschend sozialverträglicher Form. Danke dafür. Freunde, es geht doch nicht darum, was "möglich" ist, sondern darum, was für wen sinnvoll ist. Daher wünsche ich ja Meike % Co alles Gute (wie auch z.B. Binca mit ihren Kindern).
Wer sich z,B. am Flufhafen FRA mal die Mühe macht (bezahlt oder nicht), Reisende mit Kindern mitsamt Beweggründen und Aussagen zum "Kindswohl" zu befragen, den muss unweigerlich das kalte Grausen überkommen. Ist wohl unglücklich, daß das Thema jetzt mit Meike (sicherlich eine Mutter mit Verantwortungsbewusstsein) verknüpft ist, aber es ist schon herb, wie selbst hier im Forum Kinder herumgeschubst werden, weil die Eltern eben mal "Afrika gucken" möchten, ohne Rücksicht auf ihre Kinder. Nachgeschoben werden dann "Malaria-Anfragen" etc., anstatt man sich von vornherein Gedanken macht, was eine Fernreise für Kinder bedeutet. Nicht nur wegen des Strahlenrisikos, sondern v.a. auch aus sozialer Sicht. Eine Reise, die für ein Kind nur erträglich wird, wenn ich sie durch elektronische Ablenkung erträglich machen kann, ist keine Reise "mit Kindern", sondern eine Reise "trotz Kindern". Das unterstelle ich Meike nicht, nur den notorischen "ach was'lern". Grüßle Martin
Hallo zusammen, ich kann zur Belastbarkeit/Belastung (oder auch nicht) von Kindern nichts beitragen. Diskussionen zu langen Flügen und Autofahrten, Klima, Malaria usw. hatten wir ja schon. Dazu gibt es viele unterschiedliche und berechtigte Meinungen. Nur ist mir bei unserer Reise ein Aspekt aufgefallen, an den ich vorher noch überhaupt nicht gedacht hätte, nämlich dass die Kinder in dem Alter noch kein oder viel zu wenig englisch verstehen. Wenn man also nicht gerade eine Tour von einer deutschen Gästefarm zur nächsten macht, wird man unweigerlich dahin kommen, alle Erklärungen bei Besichtigung und Unternehmungen zu übersetzen. Das kann nervig werden und zwar für alle (!) Beteiligten, insbesondere da die Kinder ja viel wissen wollen. Wir haben jedenfalls eine 6-jährige erlebt, die laut aufseufzte und "Endlich!" lief, als es bei der Living Desert Tour hieß, dass diese komplett auf deutsch stattfindet, weil ausschließlich deutsche Touris teilnahmen. Diesen Gedanken wollte ich nur mal so in den Ring werfen. VG Dani
Afrika12244 Beiträge · seit 201503. Nov. 2017 · #7
Hallo Meike willkommen in Forum. Wir waren in Deutschland mit unser Kind im Urlaub das zur der Zeit 9 Jahre alt war und nach einer gewissen Zeit die Frage, Papa wann sind wir da, wie lange dauert es denn noch bis wir da sind, das ging die ganze Zeit so. Liebe Meike wir haben des öfteren erlebt das noch Jüngere Kinder von Deutschland aus in Richtung Namibia und Süd Afrika mit geflogen sind und das war nicht immer angenehm für die Kinder. Liebe Meike ich möchte euch auf keinen Fall euren super Urlaub vermiesen. Aber was denkst du denn wenn ihr Stundenlang durch die Gegend fahrt und deine Kinder in diesem Alter, Afrika in Punkte Landschaft und Tierwelt noch nicht verstehen.
Liebe Meike. Wir wünschen dir trotzdem eine super Planung für Euren Urlaub Liebe von Iris& Didi.
Blende18.21'166 Beiträge · seit 201703. Nov. 2017 · #8
Hallo Meike,
gute Entscheidung dich hier anzumelden. Wir sind auch gerade erst zurück und haben hier viel hilfreiches, Freunde und eine kleinere Armee an guten Tipps bekommen. Also willkommen.
@ Thema Kinder Da wir den ersten Teil unserer Reise Freunde getroffen haben, die mit Kindern unterwegs waren, würde ich sagen, es kommt auch auf die Kinder an. War das immer einfach?,... sicher nicht.
ABER, der Sohnemann ist ein echter Naturbursche, der lieber draußen spielt als Fernseh schaut z.B., der war begeistert. Und ja, das Thema Landschaft hat er nicht unbedingt verstanden.
ABER 2, die Eltern haben "ihren" Urlaub auch strikt nach den Kindern ausgerichtet. Sprich, die Kinder nicht auf jeden Ausflug mitgeschleppt, sondern genug Übernachtungen eingeräumt, damit immer jeweils nur ein Elternteil los kann und der/die andere mit den Kindern am Pool planscht, spielen kann etc. (Desert Tour bei Anbietern gebucht die max. 6 Personen mitnehmen - Also nur Familie+Kinder+uns, dann nervt man keinen und die waren auch noch auf Kinder eingestellt, da die selber eine große Familie haben) >> Game-Drive z.B. in Erindi, die bieten auch spezielle Touren für Kinder an in geschlossenen Fahrzeugen.
Was ich sagen will, je nachdem wie man das angeht kann man auch Namibia kinderfreundlich gestalten.
Learning #1 und das wurde hier ja schon erwähnt = kurze Strecken einplanen wenn es nicht wirklich Interessantes zu sehen gibt.
Ich glaube die eine Wahrheit zu dem Thema gibt es nicht. Kind ist nicht gleich Kind. Eltern nicht gleich Eltern und das kann man selber am besten einschätzen was geht und was nicht. (Von Bekannten der Sohn war mit 7 Jahren ein Geologie und Fauna Freak. Der hätte dort seine helle Freude gehabt [unterrichtet jetzt in Cambridge], definitiv ein eher so Kind) 😉
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201603. Nov. 2017 · #9
Hallo Meike, auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum!
Hallo Martin, dein "Egoismus vs. Kindeswohl" hat mir gleich ein Schmunzeln entlockt 😉
Meine Kinder, damals 3+6, "mussten" ab diesem Alter jährlich an Mamas (also meinen) mehrwöchigen Rundreisen teilnehmen. Dann kann mir mal der Gedanke über den du hier schreibst: Wollen die beiden diese Art des Reisens denn wirklich? Wäre es für die Kids nicht toller mal 3 Wochen an einem Ort, zB am Meer zu verbringen? Ist das nicht total egoistisch die beiden ständig durch die Gegend zu schleppen, zu Plätzen, die ICH im Vorfeld ausgewählt habe? Also, als die zwei dann 9+12 waren, und bereits etliche Rundreisen (begeistert) absolviert hatten, nagte dieses "Kindeswohl" so sehr an mir, dass ich 3 Wo AI-Club-Urlaub in Griechenland gebucht habe. Nach einer Woche, ich hatte bereits alle mitgenommenen Bücher ausgelesen, meine Kinder sämtliche verfügbaren Clubangebote durch, kamen die beiden an, setzten sich auf die freie Sonnenliege neben der meinen, und meine Tochter begann mit diesem: "Mamaaa" (da liegt so ein unheilvoller Klang in den letzten 3 "A", der nichts Gutes bedeutet), warum machen wir denn heuer SO EINEN Urlaub, und keine Rundreise? MÜSSEN wir das nächstes Jahr wieder machen?"
Deshalb Martin, bin ich der Meinung, Kind ist nicht Kind, genau so, wie ich keine Cluburlaube mag, können sich andere keinen Urlaub im ach-so-gefährlichen Afrika vorstellen. Jede/r ist doch ein Individuum mit Vorlieben und Abneigungen, egal ob Kind oder Erwachsener. Gruß Gina
herzlich willkommen im Forum. Ich empfehle Dir den Reisebericht von Binca zum Familienabenteuer im Caprivi, den vom Jahr davor, als die Jungs eben auch noch ein Jahr jünger waren, ebenfalls. Da habe ich beim Lesen absolut den Eindruck, dass die Kinder die Reisen genießen und nicht von den Eltern in irgendwas reingezwängt werden.
Wir haben mit unseren Zwillingen solche Reisen nicht gemacht, aber nicht unbedingt, weil wir den Kindern das nicht zumuten wollten, es war auch eine Preisfrage. Aber vor immerhin 4 1/2 Stunden Flug auf die Kanaren haben uns die Kinder immer wieder mit Aussagen wie: ich freue mich auf den Flug, das tolle Essen im Flugzeug (konnten wir so gar nicht nachvollziehen) ... überrascht und ja, unsere Kinder waren gerne draußen, mochten auch Käfer und Heuschrecken, haben Steine gesammelt, aus Sand und Wasser Figuren gebastelt ... Und Zwillinge sind zwar oft, was Arbeit, Ausgleich und Nerven angeht, eine große Herausforderung, aber sie haben zum Beispiel im Urlaub stets einen im Alter passenden Gefährten.
Natürlich muss man Urlaube an das Alter der Kinder anpassen, aber auch unter Kindern gibt es Couchpotatoes und andere mit enormem Entdeckerdrang und Interesse an allem, was kriecht, läuft und fliegt und an jedem Steinchen, in das man unglaublich viel reininterpretieren kann. Wir haben Freunde, die sind im Urlaub unglücklich, wenn bei einer Kreuzfahrt nicht genug Seetage zum Entspannen dabei sind. Ich würde mich im Zweifel langweilen und mein Mann würde einen Lagerkoller kriegen oder den Laptop aufklappen und arbeiten. Bei Kindern gibt es diese Unterschiede auch.
Unsere beiden sind mit 25 längst erwachsen und melden uns heute immer wieder zurück, dass Urlaube, in denen wir aktiv gemeinsam etwas unternommen haben, den positivsten Eindruck hinterlassen haben, egal ob Besichtigungsfahrten, Tauchen, Skifahren, wandern oder was auch immer.
Ich teile da ganz Gina´s Aussagen, unsere Kinder hätten bei einem AI-Urlaub, in dem wir nicht gaaanz viele Sachen zusätzlich gemacht hätten, genau so reagiert.
Viel Freude bei der Planung. Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
BikeAfrica7'297 Beiträge · seit 200603. Nov. 2017 · #11
Hallo Martin,
Randfontein schrieb: Für euphorische Kommentare zu Reisen mit Kleinkindern sind hier Andere zuständig. Als (selbst Vater) werf' ich mal (wieder) ein paar unpouläre Gedanken in die Runde:
So schön es ist, wenn man "aus dem Gröbsten 'raus ist" und man meint, das Leben vor den Kindern wieder aufnehmen zu können, so egoistisch ist es auch. Eure Kinder werden "mitgeschleppt" auf Touren, die sie weder begreifen, noch genießen können.
Deine Gedanken und Einwände kann ich durchaus nachvollziehen, aber ich denke, es lässt sich nicht verallgemeinern. Der lange Flug ist natürlich lästig, aber vielleicht schlafen die Kinder auch einfach problemlos durch.
Bekannte von mir hatten ihren Sohn im Alter von 3 (?) Jahren mit in Alaska und Canada. Auf dem Alaska Highway fährt man z.T. über 500 km, bis wieder eine Siedlung kommt und dazwischen ist nur Wald. Man sollte meinen, dass das für ein Kind tödlich langweilig ist, aber der Kleine war völlig fasziniert und schwärmt noch heute davon.
Mögliche Gefahren sollte man natürlich im Auge behalten. Das gilt für Namibia genauso wie für Alaska. Ich gehe aber davon aus, dass die meisten Eltern sich da schon ein paar Gedanken in die Richtung machen.
Ich hätte mir jedenfalls gewünscht, dass ich als Kind mal aus Deutschland rausgekommen wäre. So hatte ich auch später lange Jahre überhaupt kein Interesse an Reisen. Das hat sich erst langsam und durch viele Zufälle entwickelt.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Weil die Kritik so krass daher kommt, antworte ich mal im gleichen Duktus. 😈
Randfontein schrieb:Eure Kinder werden "mitgeschleppt" auf Touren, die sie weder begreifen, noch genießen können.
Woher weißt Du das? Weil Du Dich und die von Dir erzogenen Kinder für den alleinigen Maßstab hältst? Fast 100% aller "fremden" Kinder, die bei uns als Spielbesuch waren und etwas von unseren Afrikatouren mitbekommen haben, sagten unisono: "Ich möchte auch soooo gern mal nach Afrika." Es ist völlig absurd und realitätsverzerrend, das pauschal so darzustellen, das man die gegen ihren Willen mitschleifen müsste - jedenfalls nicht mit 5-7 Jahren und nicht bei der ersten Afrikareise. Bei der xten Reise sieht das dann ggf. anders aus. Der Dreitausendste Elefant ist dann eventuell nicht mehr reizvoll (Bei uns leider aktuell so - muß aber nicht repräsentativ sein.)
Randfontein schrieb:Sie werden Gefahren ausgesetzt
Ja, die Kinder, die in Afrika aufwachsen (sollten), die schaffen es alle nicht. Die Gefahren, denen die tagtäglich ausgesetzt sind, die raffen die alle hinweg. Deshalb sind die Afrikaner ja auch bekanntlich kurz vor dem Aussterben.
Randfontein schrieb:Mit 5 (und später) waren wir mit ihm auf kleinen griechischen Inseln, kauften immer vor Ankunft einen Ball und er hatte seinen Spaß mit den lokalen Kindern, soziale Erfahrungen inclusive...
Ach stimmt ja, das Rad, der Ball usw., die sind in Afrika ja noch gar nicht erfunden. Völlig ausgeschlossen, da einen Ball zu kaufen oder anders Spaß mit lokalen Kindern zu haben. Habt Ihr die restlichen 50 Wochen im Jahr in der Betreuung und Erziehung so versagt, das Eure Kinder die "sozialen Erfahrungen" dann unbedingt in 2 Wochen Urlaub bekommen mussten?
Es gibt mehrere Studien, die besagen, das frühes Reisen mit den Kindern in exotische Ländern die Entwicklung des Gehirn fördert und früh fernreisende Kinder später bessere Leistungen in der Schule haben. Anders aussehende Häuser, Menschen, Landschaften, Tiere; andere Gerüche; andere Sprachen sind völlig neue Reize für das Gehirn und wollen verarbeitet werden. Das stellt sich im Alltagstrott oder beim Urlaub an der Ostsee so nicht ein. Wie schade, dass Du das Deinen Kindern vorenthalten hast 😛
Jetzt ernsthaft: Ja, es gibt Gefahren. Die sollte man nicht verharmlosen und sich damit auseinandersetzen. Aber es sind vor allem andere Gefahren als zu Hause und nicht unbedingt größere Gefahren. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind im deutschen Straßenverkehr stirbt, ist größer, als das es in Afrika Giftschlange, Löwe oder Elefant zum Opfer fällt. Malariagefahr kann man durch Reiseroute und Reisezeit auf null bringen. Zigtausendfach dürften mittlerweise Eltern mit Kindern in Afrika unterwegs gewesen sein. Es ist grundsätzlich gut machbar. Was dann sinnvoll ist oder nicht, hängt immer vom jeweiligen Einzelfall ab.
Beste Grüße
Guido
binca751'567 Beiträge · seit 201504. Nov. 2017 · #13
Hallo Meike,
eigentlich wollte ich mich hier zurückhalten, muss mich jetzt aber doch kurz melden... 😗 Herzlich willkommen im Forum! 🙂 Die Meinungen zum Reisen mit Kindern gehen hier auseinander, wie du siehst. Das ist okay und das muss auch jede Familie für sich selbst entscheiden. Wir haben auch Zwillinge (mittlerweile 9) und fliegen nächstes Jahr das dritte Mal nach Namibia. Ganz kurz zur Vorgeschichte: Unsere Jungs sind viel zu früh in der 28. SSW geboren. Als sie aus dem Krankenhaus kamen, war Herbst. Wir mussten den kompletten Winter über jegliche Nähe zu Menschen vermeiden, da die Gefahr zu groß war, dass sie sich einen Infekt einfangen. Wir waren nie im Restaurant mit den Kindern, wie es andere Familien machten. Als unsere Kinder fast ein Jahr alt waren, fuhren wir im Sommer nach Baltrum. Es sollte eine Woche Familienurlaub auf der Nordseeinsel werden. Lenni und Matthis schliefen nicht. Sie kamen hier überhaupt nicht zur Ruhe und wir als Eltern schon gar nicht... Matthias und ich brachen den "Urlaub" völlig entkräftet nach 5 Tagen ab. Danach war der Schlafrhythmus unserer Kinder (und damit auch unserer 😮 )völlig durcheinander. 🙁 Das Thema "Urlaub" hatte sich erstmal erledigt für uns. Als sie 3 Jahre alt waren, versuchten wir es nochmal mit Baltrum. Sie schliefen. Mit 4 Jahren waren sie das erste Mal auf Mallorca gemeinsam mit uns und den Großeltern. Es war schön und entspannt. Das lag vor allem auch daran, dass sie mittlerweile überall schlafen konnten... 😉 Es folgte eine Kreuzfahrt mit der AIDA, eigentlich so gar nicht Matthias`Ding. Für die Kinder damals aber perfekt und da sie so zufrieden waren, konnten wir uns auch gut entspannen. 🙂 Tja, und dann zog es Matthias und mich nochmal nach Afrika, nachdem wir 2005 zu zweit in Namibia waren. Eine ungefähre Vorstellung hatten wir also. Aber wie wird das mit den Jungs? Fliegen generell ist mit ihnen kein Problem. Das hatten wir ja nun ausgetestet. Autofahren ist auch kein Problem. Dass wir im Südwinter fliegen, war sowieso klar. Damit hatte sich das Malaria-Thema auch erledigt. Natürlich waren wir beim Arzt und haben uns ausgiebig aufklären lassen. Und dann war es soweit... Wir rückten zufällig auf unserem Hinflug in die Business Class auf, da die Economy überbucht war. Kaum im Flieger, wurden die Sitze "platt" gemacht und unsere Söhne (mittlerweile fast 8) schliefen friedlich den kompletten Flug durch. Und dann waren wir in Namibia und es war für uns wie "Nach-Hause-Kommen", und zwar für uns alle 4. 🤩 Anfangs war ich noch extrem ängstlich, das legte sich schnell (die knöchelhohen Schuhe tragen sie aber immer noch durchgängig)... Im Kleinkindalter hätte ich eine solche Reise mit meinen Kindern nicht gemacht. Das liegt aber nicht daran, dass ich denke, mit Kleinkindern sollte man das nicht machen (obwohl: fürs Fliegen sollten die Kids meiner Meinung nach schon ein gewisses Alter haben), sondern dass es mir einfach zu stressig gewesen wäre. Wir haben von Bekannten gehört, dass es deren Bekannten in Namibia mit ihrem 12jährigen Sohn so gar nicht gefallen habe, da er die ganze Zeit nur im Handy gespielt habe. Das tut mir einfach nur leid. Für alle Beteiligten...
So, das war jetzt ein ewig langer Text, aber das musste sein... Ich kann dich nur bestärken, Maike! Wenn du Kinder hast, die gerne draußen sind, die neugierig sind und die Welt entdecken wollen, dann ist Namibia sicher auch "euer" Land. Auf deutsche Erklärungen legen meine Kinder übrigens keinen besonderen Wert. Wir haben übersetzt und ansonsten "gucken" sie auch gerne nur.
wie schön, wieder mal von Dir zu hören, ich habe Dich hier sehr vermisst. Deine Reiseberichte empfehle ich der Threaderöffnerin ebenso wie die von Binca. Bei Euch beiden kann man prima nachempfinden, wie sehr Kinder durch solche Reisen bereichert werden und wie schön es ist, wenn Kinder MIT den Eltern agieren können und nicht nur mit einheimischen Kindern und Animationsteams.
Vielen Dank Karin
P.s. Wenn Ihr noch einen älteren Reisebericht von Guido findet, auch er hat eigene positive Erfahrungen von Reisen mit Kindern in Namibia, die er sehr eingängig und lesenswert beschreibt.
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
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