Hilfe bei der Planung Kaokoveld - Caprivi 2019

9 Antworten · 2'581 Aufrufe · gestartet 26. Sept. 2017 von Applegreen
Bilder klein
Antworten
Themenstarter1'796 Beiträge · seit 201426. Sept. 2017 ·
Liebe Fomis,

nach und vor der Reise stecke ich schon in allerersten und noch sehr unausgegorenen Planungen für Februar 2019 😮

Erste Ideen werden gerade gesammelt und ich beschäftige mich zunächst einmal mit der Machbarkeit und realistischen Einschätzung der von mir angedachten Wunschroute.

Es soll diesmal als Camper ins Kaokoveld gehen - idealerweise kombiniert mit einem Abstecher in den Caprivi. Der Schwerpunkt soll allerdings deutlich im Kaokveld liegen. Dass wir in der Regenzeit unterwegs und Plan B, C und D in der Tasche haben müssen, ist uns bewusst 😎 . Geplant sind insgesamt drei Wochen Reisedauer. Im November werden wir den konkreten Reisezeitraum festlegen und schon mal die Fahrzeuge buchen und auch die Flüge asap. Selbstverständlich werden wir die geplante Route vom Autovermieter im Vorfeld "absegnen" lassen.

Wir werden voraussichtlich mit 3-4 Fahrzeugen unterwegs sein und es werden uns was Offroad-Strecken betrifft sehr erfahrene Freunde begleiten. Auch wenn die beiden schon im Kaokoveld unterwegs waren und ihre Erfahrungen mit in die Planung einfließen, möchte ich dennoch gerne die geplante Tour hier im Forum mal zur Diskussion stellen.

Und bitte entschuldigt, falls die Fragen noch wenig konkret sind - ist sonst nicht so meine Art 😉 - aber diese Gegenden standen bei mir bislang überhaupt nicht im Fokus.

Und ja 😉 Reiseberichte (speziell Kaokoveld) habe ich schon durchforstet - aber je mehr ich lese, um so verwirrter werde ich 😗

Zwischendurch möchten wir gerne wo besonders empfehlenswert und sinnvoll auch mal feste Unterkünfte einplanen.

Folgende Streckenabschnitte sind für das Kaokoveld angedacht:

Die erste Ü ist außerhalb Windhuks Richtung Norden geplant
Hoada Campsite
Fort Sesfontain
Purros
Etambura Camp
Marienflusstal
Camp Syncro
Abstecher ins Hartmannstal
Epupa Falls
?Ruacana Falls?

So gut wie gesetzt sind hier das Etambura Camp und die Epupa Falls - und sofern möglich auch die Fahrten durch das Marienflusstal und der Abstecher ins Hartmannstal.

Konkrete Fragen zu diesem Teil:

a) Ist dies eine sinnvolle Reihenfolge?
b) Welche Campsites/Unterkünfte könnt Ihr empfehlen?
c) Wieviele Nächte können wo am sinnvollsten aufgeteilt werden?
d) wie langfristig müssen wir die Campsites und Unterkünfte vorbuchen? Reicht 1 Jahr im voraus?

Von hier aus soll es dann Richtung Caprivi gehen, wir wollen möglichst nördlich und direkt "rüber" fahren. Also nicht durch den Etosha NP - sofern nicht unbedingt notwendig.

Hier fehlt mir insbesondere ein Gefühl, ob diese Etappe in einem Tag ohne Zwischenstop überhaupt möglich ist 🙁 ? Wenn ja über welche Strecke (C46-B10)?

Falls nicht, wo kann man einen sinnvollen Zwischenstop einlegen - Rundu??

Für den Caprivi fehlen mir noch völlig die Ideen 🤢 Daher hier mal die komplett offene Frage an alle Caprivi-Kenner und Liebhaber: Welche Parks und Unterkünfte/Campsites würdet Ihr empfehlen?

Aufteilen wollen wir die drei Wochen 2/3 Kaokoveld und 1/3 Caprivi.

Zurück geht es dann voraussichtlich auf direktem Weg über die Waterbergregion nach Windhuk. Gerne hätte ich noch Khaudum eingeplant - aber das wird zuviel und vor allem im Februar voraussichtlich nicht lohnenswert 🤨

So, ich bin sehr gespannt über Eure Meinungen, Empfehlungen, gerne auch Kritik 😎

Wie bereits erwähnt, ist das eine erste Idee und ich versuche gerade einen roten Faden in die Planung zu bekommen 😗 .

Vielen lieben Dank für Eure Unterstützung!

Liebe Grüße
Sabine

P.S.: Ach ja, und eventuell sollte/könnte man auch im Caprivi starten - also die Runde drehen?!
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
zuletzt bearbeitet 26. Sept. 2017
7'315 Beiträge · seit 200626. Sept. 2017 ·
Hallo Sabine

Ich erstelle oft Tourpläne im Rahmen unserer Reiseberatung. Da kommt genau die Frage nach der Kombination von Kaokoveld und Caprivi immer wieder. Ich kann die Idee dahinter sehr gut verstehen. Aber weiter als bis Divundu, also bis an den Anfang des Caprivis, ist in drei Wochen zusammen mit dem Kaokoveld nicht sinnvoll machbar.
Kaokoveld, Ovamboland, Rundu bis Divundu und dann entlang des Panhandles durch Botswana oder über Dobe zurück nach Windhoek ergibt eine schöne runde Tour.

Ihr habt auf Eurer Tour zusätzlich noch den Knackpunkt mit dem Wetter. Das heisst, Ihr müsst recht flexibel und mit Alternativen planen.

Herzliche Grüsse
Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
zuletzt bearbeitet 26. Sept. 2017
5'483 Beiträge · seit 200926. Sept. 2017 ·
Hallo Sabine,

wenn Ihr zwingend in Windhoek starten und enden wollt, hat Chrigu vollkommen recht, dass Ihr bei Eurer Zeitaufteilung nicht weiter als Divundu kommt, also nicht viel vom Caprivi seht. Eine Lösung wäre, wenn Ihr nach Kasane fahrt und die Reise dort beendet.

Jetzt aber zunächst zum Kaokovelt. Was ist bei Dir der Unterschied zwischen Marienflusstal und Camp Syncro. Für mich ist das das gleiche. Zwischen Etambura und Camp Syncro ist keine Übernachtung notwendig.

Von Hoada würde ich zunächst nur bis Palmwag fahren und dort die Day Visitors Area besuchen. Sollte es in der Regenzeit noch trocken recht trocken und der Hoanib noch passierbar sein, habt Ihr die Möglichkeit über den Crowther Trail nach Purros zu fahren. Ansonsten wie geplant die Strecke über Sesfontein, die auch in der Regenzeit meist befahrbar ist.

Wenn Ihr das Hartmanntal besuchen wollt, solltet Ihr das zwischen Purros und Marienflusstal einbauen. Ansonsten fahrt Ihr unnötig kreuz und quer. Bezüglich Übernachtung habt Ihr im Hartmanntal nur die Wahl zwischen Wildcamping und dem sehr schönen, aber auch sehr teuren Sera Cafema. Wenn die Flussbetten noch befahrbar sind, solltet Ihr durch Hoarusib und Kumib zum Hartmannstal fahren. Ansonsten die Wellblechstrecke der D3707.

Etambura würde ich dann nach dem Camp Syncro empfehlen. Von dort kommt Ihr gut bis Opuwo, wo Ihr eine weitere Zwischenübernachtung einlegen solltet, bevor es weiter zu den Epupafalls geht. Von den Epupa Falls würde ich weiter zur Campsite der Kunene River Lodge fahren.

Zu der Jahreszeit würde ich die Campsites in dem Gebiet auf gar keinen Fall vorbuchen. Zum einen ist der Februar da oben absolute Nebensaison und zum anderen solltet Ihr wegen der Regenzeit möglichst flexible sein. Einzig bei Etambura könnte eine Buchung notwendig sein, wobei Ihr als Alternative zu Etambura auch die Marble Campsite nutzen könnt, die ebenfalls nicht vorgebucht werden muss.

Wenn Ihr bereit seid, eine lange Überführungsetappe einzubauen, kommt Ihr in einem Tag von der Kunene River Lodge nach Rundu, da die Strecke fast durchgehend asphaltiert ist. Ihr solltet mit 9-10h Fahrzeit rechnen, aber zu Eurer Reisezeit sind die Tage ja recht lang.

Im Caprivi gibt es mit den Regionen bei Divundu und Kongola dann zwei Schwerpunktregionen, in denen Ihr jeweils 2-3 Nächte bleiben solltet. Von Kongola seid Ihr in einem halben Tag in Kasane.

Wir werden im übrigen ca. einen Monat vor Euch eine ganz ähnliche Strecke fahren.

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
7'315 Beiträge · seit 200626. Sept. 2017 ·
Topobär schrieb:
wenn Ihr zwingend in Windhoek starten und enden wollt, hat Chrigu vollkommen recht, dass Ihr bei Eurer Zeitaufteilung nicht weiter als Divundu kommt, also nicht viel vom Caprivi seht. Eine Lösung wäre, wenn Ihr nach Kasane fahrt und die Reise dort beendet.
Machbar ist das natürlich, bei drei bis vier Fahrzeugen ist das aber wegen den Einwegmieten schon ein gewaltiger Kostenfaktor.

Herzliche Grüsse
Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
Themenstarter1'796 Beiträge · seit 201426. Sept. 2017 ·
Hallo Chrigu und Thomas,

vielen Dank schon einmal für Eure Einschätzungen - sehr schön, dass sich direkt zwei Profis gemeldet haben 😎

@ Chrigu: Wir wollten maximal bis zu den Popa Falls / über Dobe zurück ist eine gute Idee. Ich habe mir grade die Tracks4Africa Karte angesehen und bestellt (ich hatte bisher nur eine andere Karte, die aber die notwendigen Details nicht enthält)

@ Thomas:
Flüge ab/bis WDH sind gesetzt und gewünscht (die Flüge über BOTS sind auch erheblich teurer und vor allem auch nicht direkt). Und wie Chrigu schon schreibt, die Einwegmieten wären dann auch noch mal ein Punkt. Dennoch werde ich diese Möglichkeit mal im Hinterkopf behalten.

Marienflusstal / Camp Syncro war in meiner Excel nur der Vermerk für mich, dass dies die gewünschte Strecke ist - hätte ich wohl nicht extra erwähnen müssen 😗 😣

Im Hartmanntal würden wir dann wild campen - wir sind gut ausgerüstet.

Danke auch für die Einschätzung bezüglich der Vorausbuchungen 🙂 Das sind schon mal gute Nachrichten! Das wäre auch in der Tat schwierig, da die Wetterverhältnisse kaum abschätzbar sind.

Und es wäre durchaus möglich, dass wir schon Mitte Januar starten - dann könnten wir uns vielleicht unterwegs begegnen 😉

Auf jeden Fall habt Ihr schon mal für ein wenig Entwirrung in meinem Kopf gesorgt und ich kann weiter basteln!

Vielen Dank dafür!

Liebe Grüße
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
339 Beiträge · seit 201526. Sept. 2017 ·
Hallo Sabine,

ich klinke mich mal mit ein,denn wir sind gerade an der gleichen Planung für Septemper 2018 und können uns noch nicht entscheiden ob wir den Caprivi mit einbauen sollen oder nicht.
Zur Verfügung haben wir 23 volle Tage.

soweit bin ich bis jetzt :

1 Nacht Windhoek
1 Nacht Richtung Palmwag
1 Nacht Palmwag Campsite
1 Nacht Crowthers Trail
1 Nacht wildes Campen Richtung Purros
1 Nacht Purros Campsite
1 Nacht Marple Camp
2 Nächte Camp Syncro
2 Nächte Etambura

Danach ist alles noch offen.
Logis Vorschlag von Divundu aus an der Panhandle entlang nach Windhoek zu fahren finde ich auch gut,aber das sind von Opuwo aus ca 2000 Kilometer.Das sind mir für 11-12 Tage zu viele Kilometer.
Ich komme immer mehr zu dem Entschluss für den Caprivi eine eigene Tour zu planen ,wo man dann auch mal 2 oder 3 Nächte am gleichen Ort verweilen kann.

Grüße
Dennis
Reisebericht Mosambik 2018 Reisebericht Namibia 2016 Campsitebewertung Reisebericht Namibia 2017 Südost,Südwest&KTP Afrikareisen: Ghana,Burkina Faso,3xNamibia,Botswana,Simbabwe,Südafrika,Mosambik,Ägypten,1993 Kenia&Tansania,
zuletzt bearbeitet 26. Sept. 2017
7'315 Beiträge · seit 200627. Sept. 2017 ·
Hallo Dennis

Das ist immer so eine Sache. Die einen wollen lieber zwei unterschiedliche Gebiete in der Tour haben, für andere werden zwei Touren daraus. Dafür macht man die unterschiedlichen Gebiete in beiden Touren etwas intensiver.

Wenn Ihr, zusätzlich zum Kaokoveld, noch 11 Tage zur Verfügung habt und nicht Richtung Caprivi wollt, dann würde ich persönlich etwas weiter südlich anfangen. Also nicht gleich bis Palmwag sondern erst Spitzkoppe, Brandberg West, Huab, Tweyfelfontein und dann nach Palmwag. Dafür könnt Ihr fünf bis sieben Tage rechnen. Dann nehmt Ihr Euch auf der Rückfahrt noch etwas Zeit und schon habt Ihr eine super Tour.

Da könnt Ihr z.B. eine solche Aussicht geniessen:

AZ-004.jpg



Herzliche Grüsse
Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
zuletzt bearbeitet 27. Sept. 2017
Themenstarter1'796 Beiträge · seit 201427. Sept. 2017 ·
Hallo Dennis und Chrigu,

nach einem langen gestrigen Abend mit Kartenwälzen und Entfernungen checken bin ich mittlerweile auch zum Ergebnis gekommen, den Caprivi außen vor zu lassen.

Ich werde nun eine Route ausarbeiten evtl. doch inklusive Etosha zum Abschluss - mal sehen, was der Rest der Gruppe dazu meint.

Die langen Fahrtage mit dem Ergebnis doch nicht "richtig" in den Caprivi eintauchen zu können und zum Schluss nochmal Kilometer "fressen" zurück nach Windhuk machen in der Tat wohl wenig Sinn.

Liebe Grüße
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
5'483 Beiträge · seit 200927. Sept. 2017 ·
Hallo Sabine,
wenn Ihr den Caprivi weglasst, würde ich mich ganz klar dem Vorschlag von Chrigu anschließen und Euch empfehlen, das Damaraland vor dem Kaokovelt zu besuchen. Landschaftlich finde ich das Damaraland in weiten Teilen sogar beeindruckender als das Kaokovelt.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
339 Beiträge · seit 201527. Sept. 2017 ·
Hallo zusammen,

wir werden auch den Vorschlag von Chrigu und Topobär beherzigen und uns langsam über Spitzkoppe / Brandberg nach Norden vorarbeiten.

Danke für die Tipps 🙂

@ Sabine
Viel Spaß noch bei der weiteren Planung.

Grüße
Dennis
Reisebericht Mosambik 2018 Reisebericht Namibia 2016 Campsitebewertung Reisebericht Namibia 2017 Südost,Südwest&KTP Afrikareisen: Ghana,Burkina Faso,3xNamibia,Botswana,Simbabwe,Südafrika,Mosambik,Ägypten,1993 Kenia&Tansania,