Dem Regen auf der Spur – Namibia Nord-West 2017

Reisebericht 127 Antworten · 26,5k Aufrufe · gestartet 25. Apr. 2017 von AndreasG2523
Themenstarter938 Beiträge · seit 201308. Mai 2017 ·
14. März: Himbasiedlung, kleine Wanderung und Sundowner am Epupa Falls Aussichtspunkt

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Blick aus dem Zelt, das Wasser ist wirklich nahe

Nach einer sehr schwülen Nacht (mit einem wunderschönen Mond über dem Wasser um 6 Uhr 40) und einem sehr guten Frühstück fuhren wir mit einem Guide zu einer Himbasiedlung. Sehr malerisch gelegen an der berühmt-berüchtigten Straße D3700 nach Ruacana etwa 5km von Epupa weg.

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Die Tochter des Clanchefs, ca. 12 Jahre alt

Wir waren die einzigen Gäste und bekamen einen sehr ausführlichen Rundgang durch unsern Guide. In der Hütte des Oberhaupts konnten wir zusammenmit seiner ersten Frau viele Schmuckstücke betrachten und trugen auch die gutriechende „Paste“ auf, mit der die Himbas ihre Haut bestreichen.


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Whitebrowed Sparrow-Weaver, hatte großes Interesse am Wasservorrat

Obwohl diese „Ureinwohner“ noch sehr archaisch leben, die Siedlung ist kein „Museumsdorf“, sondern sie kennen natürlich die heutige Welt mit Spar und H&M, sowie deren Plastiktüten sowie Auto und Handy (keine Ahnung wo die Dinger geladen werden).


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Der kleine trägt ein sehr modernes Schlüsselbund

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Und hat Schuhe aus Autoreifen

Es wurden auch selbst gemachte Schmuckstücke zum Verkauf angeboten (wir wurden fündig) und nach Übergabe verschiedener Naturalien durch den Guide (Maismehl etc.) ging es mit einigen Passagieren mehr zurück nach Epupa.

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Die Auswahl ist groß, aber niemand da, der einem etwas aufdrängt!

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Abtransport der Gastgeschenke (wurde von der Lodge gestellt und organisiert)

Es stand eine Beerdigung an, und der Clan musste dort hin, die Mitfahrgelegenheit wurde voll genutzt. Und hier nun konnten wir riechen, wie anders Himba und Mitteleuropäer sind. Die Sprache ist für unserer Ohren unbeschreiblich, was aber auffiel, viele Sätze fangen mit einer Wiederholung des ersten Wortes an.

Ein eindrucksvoller Besuch in einer anderen Welt.

Beim Lunch gabe es wieder Besuch:

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African Pied Wagtail

Nachmittags fuhren wir zu einer Schlucht auf nicht in allen Landkarten verzeichneten Wegen. Die T4A Karte hat da einen Wegpunkt „Heiner Dillman's own pvt wild camping spot“ und hier kann man parken und dem Flussbett in Richtung einer Schlucht folgen. Hier gingen wir dem Pfeifen unzähliger Rosenkopfpapageien nach, die sich dort versammelt hatten.

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Auf dem Weg fuhren wir an einer Himbagrabstätte vorbei, aber wir wollten keinen kulturellen Fauxpas riskieren und machten keine Fotos, wie es auch auf einem Schild stand.

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Fortuner gehen auch auf schlechteren Wegen

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Namibian Rock Agama

Gegen 17:00 Uhr stand die Sundownertour an (die wir gestern schon machen wollten), es ging zunächst zum vorderen Teil der Wasserfälle und anschließend zum Viewpoint, der in den umtriebigen Monaten sicherlich überbevölkert und den wir für uns alleine hatten.

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Weil es so schön ist, hier ein sich bewegendes Panorama. Wer den Link im smartphone öffnet, kann sich drehen und hat somit fast eine virtuelle Realität:
http://reiseblog.die-gaydes.de/Pano360/Namibia2017/EpupaFalls.htm
360 Grad Panorama Epupa Falls View Point

Die Wasserfälle sind nur von der Namibia-Seite gut zu sehen. Der Kunene River ist die Grenze zu Angola, der größte Teil der Fälle liegen auf Angolanischer Seite, der höchste Fall allerdings in Namibia. Fast alles, was auf dem Panorama zu sehen ist, ist Angola, bis auf den letzten großen Wasserfall rechts im Bild. Wie sagte the Führerin "Angola has the Falls, Namibia the View Point". Dem ist nichts hinzuzufügen!

Zum Abendessen zurück haben wir die neuen Gäste gesehen. Man muss sich das so vorstellen, die Tische zum Essen stehen 1-3m vom Wasser weg. Nur Vogelgezwitscher und Rauschen des Flusses. Und nun spielt das Paar am Nebentisch mit seinen technischen Geräten und siehe da, aus einer Kiste kommt klassische Musik. Die wurde zwar sehr leise gehört und auch weg von den anderen Tischen gestrahlt. Aber bei 3 belegten Tischen ist das natürlich schön, dass man sich mitten im Nirgendwo nicht mit der Natur beschäftigen muss. 😠

Auf der Liste der gesehenen, aber nicht fotografierten Tiere, gibt es ein paar Neueinträge: kleine Schlange im Baum über dem Zelt (sah zuerst aus wie so eine Mopane Raupe) und Mauersegler beim Sundowner.

LG
Andreas
Aktueller Reisebericht September/Oktober 2018: Wüste, Wind und der KTP Reiseberichte von uns
zuletzt bearbeitet 09. Mai 2017
Themenstarter938 Beiträge · seit 201309. Mai 2017 ·
15. März: Epupa Falls, Epupa Camp, Tag 3

Heute war ein Tag zum langsammachen. Keine Termine.

Nach dem Frühstück sind wir mit unserem Offroad-Schweinderl die D3700 in Richtung Ruacana vorbei an der Himba-Siedlung, die wir gestern besucht haben, gefahren bis zur Ombuku River Durchquerung. In der Lodge hiess es, dass sie zur Zeit evtl. nicht passierbar ist. Da wir ja einfach die Gegend erkunden wollten auf der Suche nach schönen Fotomotiven, spielte es für uns keine Rolle, wie weit wir auf der Straße nach Ruacana kommen würden.

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Es blüht auch hier

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Am Kunene

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Making of..

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Flussdurchquerung, geht nicht mit den komischen Reifen, die wir haben

Den Nachmittag verbrachten wir im Camp. Es raschelt immer mal wieder im Gebüsch und den Palmen:

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Bearded Woodpecker

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Water Monitor

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Und mal wieder eine Schrecke

Abends zogen wir erneut in Richtung der Wasserfälle los. Es war aber sehr wolkig und es war schon absehbar, dass ein Gewitter kommen könnte.

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Nach dem Abendessen hatte man den Eindruck, dass das schlechte Wetter woanders heruntergehen würde.


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Der Sonnenuntergang war sehr dramatisch, der Himmel "brannte"

Pünktlich zu Mitternacht begann es zu stürmen, das Gewitter war da einschließlich starkem Regen, so dass wir versuchten, unser Zelt „sturmfest“ zu machen.
Der Wasserstand des Flusses erhöhte sich in dieser Nacht um 20 cm, bedingt durch den Regen und die verschiedenen Gewitter, die durchzogen, war die Nacht eher mit unruhigem Schlafen verbunden.

LG
Andreas
Aktueller Reisebericht September/Oktober 2018: Wüste, Wind und der KTP Reiseberichte von uns
zuletzt bearbeitet 09. Mai 2017
1'674 Beiträge · seit 201209. Mai 2017 ·
Hallo Andreas,
ja am Ombuko River waren wir auch. Sehr schönes Bild ... ich habe ein ähnliches.
Wir haben allerdings versucht durchzufahren. Ob wir es geschafft haben, erzähle hier noch nicht. 😄 😄 😄

Ihr habr schöne Bilder von der Landschaaft gemacht. Gefällt mir sehr gut. Ich habe dort fototechnisch gesehen etwas geschlampt.

Liebe Grüße
Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
1'483 Beiträge · seit 200909. Mai 2017 ·
Hallo Andreas,
ich habe soeben deinen Bericht in einem Rutsch gelesen und sehr genossen, weil ichauf Ongula gespannt war. Wir fanden es dort auch sehr schön. Hinfahrt noch ohne die neue Straße.
Besonders erfreut haben mich deine Makroaufnahmen.

Gruß vom Piscator
Themenstarter938 Beiträge · seit 201309. Mai 2017 ·
take-off schrieb:
Ihr habr schöne Bilder von der Landschaaft gemacht. Gefällt mir sehr gut. Ich habe dort fototechnisch gesehen etwas geschlampt.
Hallo Dagmar,
da es so wenige Tiere gab, musste ich ja die Landschaft fotografieren 🤪
Im Ernst, ich hab mir vorgenommen gehabt, viel Landschaft zu Fotografieren und auch zu experimentieren. Es kanen sehr viele Panoramen dabei raus 😗
Und auch sehr viel, das ich hier nicht zeige. 😣
piscator schrieb:.. weil ichauf Ongula gespannt war ...
Besonders erfreut haben mich deine Makroaufnahmen.
Ja Ongula war schon was besonderes. der Biss in die Raupe. Da werde ich mich noch sehr lange dran erinnern 😊
😏 Ja Makro, meist war es das Tele, da das gerade drauf war.....

LG
Andreas
Aktueller Reisebericht September/Oktober 2018: Wüste, Wind und der KTP Reiseberichte von uns
751 Beiträge · seit 201110. Mai 2017 ·
Hallo Andreas,

wirklich tolle Landschaftsaufnahmen rund um die Falls habt ihr gemacht! Like it 🙂
Speziell auch das bewegte Panorama - klasse Idee!
Kurze Fragen (falls okay, weiß ja es ist ein Reisebericht) - du schreibst:
... es wären ja nur 800m zu den Fällen, das könnten wir doch auch laufen...

- hätte man denn die Strecke auf fahren können (Parkplatz) ?
Die gleiche Frage hätte ich bezüglich dem Sundowner Hill: ist man da auf die Tour der Lodge angewiesen oder
- könnte man selbst (zumindest teilweise mit dem Auto?) dort hin gelangen?
Besten Dank für das Berichten,
viele Grüße, Nette
Themenstarter938 Beiträge · seit 201310. Mai 2017 ·
Hallo Nette,

natürlich kannst Du hier nach nicht so detailliert dargestellten Sachen fragen. Dafür sind doch die Berichte da, dass man mehr Info, bekommt, als im Reiseführer steht 😉

Beide Fragen sind einfach mit Ja zu beantworten. Man kann bis ans Wasser fahren (neben der Epupa Falls Lodge) ob das in der Hauptsaison auch gilt weiss ich nicht, aber wir sind selbst da gestanden. Von da kann man auf einem Weg auf den AUssichtspunkt laufen. Von diesem Weg sind einige Bilder aus gemacht.

Auf den Aussichtsberg darf man fahren (ist recht steil), in der Hochsaison muss man wohl 40 NAD "Eintritt" zahlen. Und oben hats dann viele Buden, wo sicher was verkauft wird. Bei uns war das alles leer und wir waren allein. 😵

Wobei der Fussmarsch durch die Himbasiedlung auch ihren Reiz hat. Man sieht deutlich mehr also vom Auto. Allerdings kommen die Hunde auch näher.... 😗

Danke fürs Lob. Bewegte Panoramen kommen noch ein paar. Ich bin mit der Technik während der Reise besser geworden 😊

LG
Andreas
Aktueller Reisebericht September/Oktober 2018: Wüste, Wind und der KTP Reiseberichte von uns
zuletzt bearbeitet 10. Mai 2017
751 Beiträge · seit 201110. Mai 2017 ·
Na das nenn ich prompt...
besten Dank für die ausführliche Antwort!
Muss jetzt nur noch überlegen, ob 3 N Epupa oder doch lieber nur 2 N und dann noch 2 N in der Kunene River Lodge... Da hoffe ich kann der Bericht vom Bayern Schorch helfen.
Viele Grüße, Nette
Themenstarter938 Beiträge · seit 201310. Mai 2017 ·
16. März: Eine lange Fahrt – Epupa – Khowarib Lodge

Trotz des Regens in der Nacht war die Strecke zurück nach Opuwo nicht wesentlich anders zu fahren als auf dem Hinweg. Nur in zwei Revieren lief etwas Wasser, aber da wurde nicht einmal der Unterboden richtig nass (max. 10cm fast stehendes Wasser).

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Auf der C43 südlich von Epupa

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Whitebrowed Sparrow-Waver am Straßenrand

In Opuwo wollten wir kurz tanken und eine Kleinigkeit zum Lunch im Spar einkaufen. Wir rechneten mit 6h Fahrt (3,5h Epupa – Opuwo und 2,5h für Opuwo Khowarib, jeweils etwa 180km). Aber Opuwo und wir werden keine Freunde. Wir fahren an die Tankstelle, es hat Betrieb, überall zwei oder mehr Autos pro Zapfsäule. Der Fahrer des Wagens vor uns, war auf Toilette oder wo auch immer und fuhr nicht weg. Der Zapfsäulenwärter bediente auf der anderen Seite schonmal zwei Autos, bis wir an die Zapfsäule vorfahren konnten. Aber írgendwie hatte er kein Interesse uns zu betanken, er bedienet erstmal das nächste Auto auf der anderen Seite. Nachdem dieser Fahrer bezahlt hat, lief er weg. Wir sind dann auch weggefahren. 😠

Und erstmal zum Spar. Dort kam eine Himba und offerierte mir mit ausgestreckten Armen 2 Armreifen „My friend only twenty twenty“. Nun ich kannte die Dame nicht und wenn eine barbusige Frau 80cm vor mir steht und mir beide Arme entgegenstreckt, dann ist mir das schon ein wenig unangenehm, wenn ich sie so gar nicht kenne…. 🤨

Auch das Angebot „Ten Ten“ habe ich nicht angenommen. Im Spar haben wir etwas Obst und Brot gekauft. Nach einem Blick in die Landkarte war klar, wir müssen hier Tanken. Also neuer Versuch an einer anderen Zapfsäule. Hier ging es wie gewohnt. Manchaml ist einfach der Wurm drin.

Unser Mini-Mittagessen haben wir ca. 10km ausserhalb Opuwos an der C43 an einer schönen Stelle verschmaust.

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Aussicht nach Süden

Nun nahmen wir die restlichen 160 km zur Khorawib Lodge in Angriff. Eine C Straße sollte ja einigermaßen gut zu fahren sein.

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Aussicht kurz vor der nördlichen Zufahrt zu Camp Aussicht

Nach ca. 65 km kamen uns 2 Fahrzeuge entgegen, in einem saß ein Mensch von der Road Maintenance, der uns sagte, dass die Straße vor uns nicht weiter passierbar wäre. Der Franzose im 2. Fahrzeug war noch etwas mitteilsamer und gab uns die Info weiter bzgl. der Alternativstrecke nach Khowarib. Eine Sturzflut im Skelm River hat noch ca. 1km Straße mit sich gerissen, bevor wir den Bach hätten queren können (das wäre noch überwindbar gewesen), der Bach hatte noch viel Wasser, auch da hätte es noch eine Möglichkeit gegeben. Aber auf der gegenüberliegenden Seite war der Matsch so dick, dass jemand, der es am Abend vorher versuchte, stecken blieb und die Nacht im Auto verbringen musst. Keine Option für uns.


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An der Stelle war Schluss für uns, das helle Viereck ist das Schild für Camp Aussicht

Im Forum hat Alex_muc wohl die Stelle am gleichen Tag etwas früher bearbeitet:
https://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/292186-khowarib-schlucht-derzeit-nicht-befahrbar.html?start=18#469985

Also 65 km zurück nach Opuwo, und dann war klar, es könnte ziemlich knapp werden, vor Sonnenuntergang anzukommen. Es ist extrem gefährlich, nachts zu fahren, da es sehr viele Wildtiere gibt, die nachts dort auftauchen, auch wenn man den ganzen Tag kein Stück Fell von denen gesehen hat. Sonnenuntergang war gegen 19:18 Uhr, es war kurz nach 16 Uhr und 190 km noch zu fahren. Auf der C43/D3700 nach Epupa haben wir kaum 50km/h geschafft.

Zunächst ließ sich die D3710 nicht lumpen, wir konnten sehr schnell fahren, mit Fotostopps war natürlich nichts mehr, denn wir waren ja wirklich recht knapp dran. Nach 80 km fiel der Straßenzustand dann rapide ab. Wir waren auf einer Hochebene „Die Beesvlakte“ (ca. 1600m ü.N.), die vor kurzem noch unter Wasser stand. Es wurde recht abenteuerlich, entgegen kam auch keiner mehr, und als wir an eine der vielen Flussdurchfahrten kamen, gab es nur noch ganz wenig Spuren und einen ca. 1m hohen Sandwall.

Es gab Spuren, also genau auf diesen versucht hochzufahren. Nun, man hätte das besser machen können.

Der mitgenommene Spaten wurde eingeweiht. Dank Buch und Internet Vorbereitung, und Beobachtung aller Fahrer, die wir so hatten, konnte das Problem mit unserem Klappspaten und einem zweiten Anlauf gelöst werden. Die Lösung war, nicht gerade hoch, sondern einen Haken mit etwas mehr Gas zu schlagen. Der Sand spritze ganz gut.

Danach bot die D3710 „Die Bergpad“ noch eine Bergabfahrt im trockenen Flussbett (aber mit großen Kieselsteinen) und wir kamen mit Sonnenuntergang in der Khowarib Lodge an. Einchecken, Abendessen, Ende eines langen Tages.

Das Chalet besteht aus einem großzügigen Zelt mit einer Aussenterasse mit einem -Baum als Sonnenschutz, wirklich schön gemacht.

Noch schnell die Kamera für einen Zeitraffer aufgebaut und das Ergebnis kann sich sehen lassen, wenn man die ganz dunklen Sekunden am Anfang übersteht:
https://vimeo.com/213372217
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Nach der langen Fahrt fielen wir in die Betten und der Schlaf liess nicht lange auf sich warten.

LG
Andreas

P.S.: Es werden mehr Bilder am nächsten Tag
Aktueller Reisebericht September/Oktober 2018: Wüste, Wind und der KTP Reiseberichte von uns
zuletzt bearbeitet 10. Mai 2017
1'525 Beiträge · seit 201111. Mai 2017 ·
Hallo Andreas,

......die südliche, nicht ausgebaute Hälfte der D-3710 ist ein "wilder Ritt".........ALLE ACHTUNG !!!!!

aber es blieb Euch wohl nichts anderes übrig.......... 😄 😄 😄

lg........BMW
zuletzt bearbeitet 11. Mai 2017
229 Beiträge · seit 201411. Mai 2017 ·
Hallo Andreas,

dein Bericht gefällt mir ausgesprochen gut und deine Fotos sind wunderschön.
Wir waren erst einmal in Namibia, sind aber auch infiziert. Selbst wenn unsere Planung für 2018 sich eher in Richtung KTP oder Caprivi bewegt, finde ich eure Tour sehr interessant. Die Videos sind natürlich der Hammer. 🙂
Reisebericht: Namibia für Anfänger - Sept. 2016
Themenstarter938 Beiträge · seit 201312. Mai 2017 ·
BMW schrieb:......die südliche, nicht ausgebaute Hälfte der D-3710 ist ein "wilder Ritt".........ALLE ACHTUNG !!!!!
aber es blieb Euch wohl nichts anderes übrig.......... 😄 😄 😄
Wahrscheinlich lags an der Übermüdung. So schlimm wars bergab gar nicht. Es hat gut geschüttelt, war aber griffig und vor allem trocken. OK, Katja hat ein wenig gemotzt, vor allem auf den letzten 100m bis zur C43. Das war echt ne fiese Kante....

Wir haben zwei Tage später nochmal ein paar Meter bergauf gemacht um Bilder zu machen, die kommen noch. Ich stelle die Bilder nämlich fast immer chronologisch ein 🤩
Aber Danke für die Einschätzung Für uns war das fahrtechnisch der anspruchsvollste Tag auf der Tour,
LG
Andreas
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Themenstarter938 Beiträge · seit 201312. Mai 2017 ·
bingobongo26 schrieb:
dein Bericht gefällt mir ausgesprochen gut und deine Fotos sind wunderschön.
.... Die Videos sind natürlich der Hammer. 🙂
😊 😊 😊 😊 😊
Aktueller Reisebericht September/Oktober 2018: Wüste, Wind und der KTP Reiseberichte von uns
232 Beiträge · seit 201212. Mai 2017 ·
Hallo Andreas.. da quetsche ich mich bei Dir doch noch offiziell mit rein .. mit gelesen habe ich ja schon die ganze Zeit 😗
Wir sind die gleich Strecke gefahren... Bei uns war die C43 aber zum Glück wieder geschoben. Aber wir konnten die Zerstörung noch sehen.
LG
Schlüsselkind
Themenstarter938 Beiträge · seit 201314. Mai 2017 ·
17. März: Khowarib Lodge

Nach dem Frühstück, bei dem sich auch die Hauskatze zeigte, ging es um 8 Uhr los zu einer ca. 3h dauernden Wanderung in die Hoanib Schlucht. Hierbei wurde uns durch den Guide Mbara die Vielzahl der Bäume erklärt. Leider können wir uns die Namen nicht wirklich merken, nur der Mopane Baum hat für Himba und Damara eine Bedeutung und ist sehr verbreitet.

Es ging erst auf der einen Flussseite aufwärts.

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Three-Banded Plover

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Dann über den Fluss. Hier wurden wir bestimmt 20 Mal gewarnt, dass es heimtückischen "Quicksand" gibt. Und Mbara ist wirklich sehr sehr vorsichtig durch das Flussbett gelaufen. 😣

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Am Ende sind wir über den 4x4 Trail zurück. Als wir an dessen Flussquerung ankamen, war für uns ganz klar: zu hart für uns. Werden dieses Abenteuer nicht versuchen. Zumal Mbara meinte, wenn man den Weg um diese Zeit des Jahres benutzt, müsste man sich keine Gedanken machen, dass Hilfe kommt, sofern man mit dem Fahrzeug liegen bleibt. 🤢

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Nach einem Lunch wurde ein 360 Grad Panorama des offenen Aussenbadezimmers (Sonnenschutz besteht aus einem Geflecht aus Hölzern) in schönstem Sonnenschein gemacht.

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Und hier noch der Link zum selbst drin rumdrehen mit etwas weniger Verzerrung 🤩
http://reiseblog.die-gaydes.de/Pano360/Namibia2017/BadezimmerKhowarib.htm

Wie das letzte, auf dem Smartphone kommt der volle Genuss. Leider habe ich zu lange für die Bilder gebraucht und der Schatten ist so sehr gewandert, dass ich das Stativ nicht ausblenden kann.

Wie man deutlich sieht, ist der Thron in vollem Sonnenlicht. Oder eben im vollen Regen. Da denkt man länger drüber nach ob man muss. 😗

Vögel gab es viele, auch einen Drongo konnte man beobachten, wie er versuchte andere Vögel zu imitieren und so was zum lunch zu bekommen. Leider habe ich nur diesen Kerl hier ablichten können und bin mir sehr unsicher was es ist:

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Southern Grey- headed Sparrow (Danke Fotomatte!)

15 Minuten später gingen die Gewitter incl. Stromausfall los und der Sundowner muss heute ohne Sonnenuntergang von statten gehen.

Während des Abendessen ging ein Gewitter direkt über der Lodge runter. 2 Blitze haben in unmittelbarer Nähe unter ohrenbetäubendem Donner eingeschlagen. Der Strom fiel aus, und ist auch durch ein paar Intermezzos unbeeindruckt für Stunden weg. Die Lodgemitarbeiter haben das aber souverän und gelassen gemeistert (Kerze, Besen, Schirme). Hatte die Lodge doch erst vor kurzem 7 Tage lang keinen Strom. Alle Gäste mussten nach Palmwag umziehen bzw. wurden umgebucht.

Vor unserem Zelt wurde der Sand weggespült und die Wasserleitungen zur Aussendusche liegen jetzt frei. Leider kam auch Wasser ins Zelt und unsere rote „Expedition“ Tasche hat alles aufgesaugt. Natürlich mit den frischen Kleidungsstücken drin.

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So sah das am nächsten Morgen von aussen aus

LG
Andreas
Aktueller Reisebericht September/Oktober 2018: Wüste, Wind und der KTP Reiseberichte von uns
zuletzt bearbeitet 17. Mai 2017
Themenstarter938 Beiträge · seit 201316. Mai 2017 ·
18. März: Fahrt zum Etendeka Mountain Camp

Da wir nur eine sehr kurze Fahrstrecke nach Palmwag an diesem Tag vor uns hatten, sind wir noch in die Gegenrichtung nach Sesfontain gefahren.

Der Ort macht nicht viel her, das alte ehemalige Fort ist nun eine Lodge mit einem schön hergerichteten Innenbereich und ein kleiner Soldatenfriedhof liegt davor (3 deutsche Gräber).

Der Ort verfügt auch über eine Tankstelle, die uns zunächst geschlossen bzw. ausser Betrieb zu sein schien, aber wir hörten ein recht höfliches Hallo vom „Nebengrundstück“ mit dem Hinweis, wenn wir mit der Fortbesichtigung fertig seien, könnten wir zur Tankstelle kommen.

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Diese Tankstelle wäre bei uns schon vor 30 Jahren geschlossen worden.

Auf der Rückfahrt haben wir noch die Schäden des Skelm River angeschaut. Die Straße nach Sesfountain war eigentlich gesperrt, aber die Schilder lagen am Boden. 😗

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Zur Brücke hin war sie notdürftig repariert


Nach dem Abstecher fuhren wir ein Stück die D3710 zurück, die wir am Donnerstagabend bereits gefahren waren, aber aufgrund der Zeitknappheit konnten wir die schöne Aussicht erst jetzt genießen.

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Wieder ein 360 Grad Panorama:
http://reiseblog.die-gaydes.de/Pano360/Namibia2017/D3710.htm

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Die Bergpad, Fluss oder pad, das ist doch egal 😈

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Der Hoanib führte Wasser, die Betonbrücke machte es zum Kinderspiel

Die Fahrt nach Palmwag dauerte dann wirklich nicht lange.

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Gegen 13:30 Uhr kamen wir in der Lodge an, um dort auf den Transfer zum Etendeka Mountain Camp zu warten. Irgendwo müssten wir den Take_Offs begegnet sein, leider sind wir unerkannt aneinander vorbei gefahren.

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Das hat bestimmt noch nie jemand hier im Forum gesehen 🤪

Der Fahrer fürs Etendeka Shuttle stand bereits da, allerdings fehlten noch 2 weitere Gäste. So konnten wir beruhigt die Annehmlichkeiten der Lodge, die Pool-Bar nutzen und ganz gut Essen und etwas Kühles trinken. Es soll hier ja auch mal Elefanten gegeben haben, aber das ist nur so ein Gerücht und die Haufen sind bestimmt von weit hergekarrt. Eine Echse hat den Pool inspiziert:

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Die beiden anderen (Ersttäter) waren durch einen platten Reifen und Fehlinformationen bzgl. Pick-up Point für Etendeka mit 1 Stunde Verspätung eingetroffen. Gegen 17:00 Uhr ging es dann endlich los, 1,5 h rumpeligste Fahrt zum wunderschön gelegenen Camp, mitten im Nichts.

Die Landschaft wurde deutlich trockener, aber immer wieder schaut frisches Grün hervor.

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Unser Zelt ist das am weitesten aussen gelegene auf dieser Seite mit einer schönen Sonnenbeschirmung davor aus wildem Rosinenholz sowie einem interessanten Aussenbad mit Eimerdusche. Die Einweisung ins Zimmer war die merkwürdigste überhaupt. In einem Oberleherhaften Ton hat uns die Dame die Benutzung der Klospülung (Flush -Stopp) und des Lichtschalters (On-Off) erklärt. Und so ging es mit Taschenlampe, Peaceful Sleep und Eimerdusche weiter. Ich weiss ja, dass wir keinerlei Erziehung haben, aber das war schon sehr eigenwillig.

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Die Mahlzeiten werden im Haupthaus an einem großen Tisch von allen zusammen eingenommen. Es waren am ersten Abend noch 11 weitere Gäste da, trotzdem war es ein sehr gemütlicher Abend. Bonifatius fungiert nicht nur als Guide, sondern stellt die Neuankömmlinge vor erklärt in seiner Sprache sowie in Englisch das Menü und sorgt für gute Unterhaltung.
Zum Abendessen gab es Hühnchen, das am Lagerfeuer in Alufolie gegart wurde. Bonifatio hat sehr kurzweilig durch das Essen geführt. Ein Öko-Camp, wie es zum Glück immer mehr werden!

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Am Abend habe ich noch versucht die Sterne aufzunehmen. Leider nicht sehr beeindruckend das Ergebnis.

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LG
Andreas
Aktueller Reisebericht September/Oktober 2018: Wüste, Wind und der KTP Reiseberichte von uns
2'522 Beiträge · seit 200917. Mai 2017 ·
Hallo Andreas,

der gesuchte Vogel sollte ein Southern Grey- headed Sparrow sein.

Ich erfreue mich an deinen Bildern aus einer Gegend, die ich noch nicht kenne.

Grüsse, Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
Themenstarter938 Beiträge · seit 201317. Mai 2017 ·
Hallo Matthias,

und ich freue mich, dass ich Dir eine Freude machen konnte! Die Gegend kannte ich im Großen und Ganzen auch nicht, und das war wirklich schade.

Grüße
Andreas
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3'387 Beiträge · seit 200918. Mai 2017 ·
Hallo Andreas,

zu Deinen Sternenbilder:
Am Abend habe ich noch versucht die Sterne aufzunehmen. Leider nicht sehr beeindruckend das Ergebnis.
In dieser Technik habe mich auch versucht. Und eins kann ich Dir sagen - hätte ich nur annähernd ein solch schönes Bild wie Du, dann wär ich schon zufrieden. Bei mir ist das diesmal total danebengegangen, mir scheint, irgendwas mach ich da falsch.
Beim letzten Urlaub im Oktober (Kapstadt und Umgebung), da hat das noch viel besser funktioniert.

Aber Du weißt von was das kommt - man beschäftigt sich mit der Fotografie nur kurzfristig im Urlaub, und über´s Jahr vergisst Du das. So geht´s zumindest mir.

Bis dann
der bayern schorsch
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Themenstarter938 Beiträge · seit 201318. Mai 2017 ·
Hallo Schorsch,

so ähnlich gings mir auch. Wobei ich hi und da zuhause auch was ausprobiere. (zum Beispiel die 360 Grad Panoramen)

Wobei ich den Eindruck hatte, wenn der Mond am Himmel war, waren die Bilder trotz Streulicht besser.
Bei dem Bild habe ich Lightroom bis an die Schmerzgrenze verbogen. Es war einfach zu wenig auf dem Bild und irgendwie siehts so klein doch etwas besser aus, als in Groß......
Ich probier das aber weiter. Schliesslich ist der Sternhimmel ein Grund immer wieder nach Afrika zu gehen 😗

LG
Andreas
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