D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201227. Feb. 2017 ·
Tag 9 Nach dem Frühstück fahren wir um 7 Uhr los. Nachdem im Tarangire keine 5 Minuten ohne Tiersichtung war, hat es hier deutlich weniger Tiere. Der Regen der kleinen Regenzeit ist praktisch ausgefallen und der Ndutusee ist fast trocken. Jetzt, wo wir da sind, regnet es. Wegen der Trockenheit sind auch die Gnus noch nicht in der Region und haben noch nicht angefangen zu kalben. Wir fahren einige sehr holprige Pisten, finden zwei Mähnenlöwen, nach einiger Zeit sogar in Bewegung und bleiben dann prompt entlang des Lake Masek in der Black cotton soil, einer schmierigen Vulkanlehmschicht stecken. 😵 🙄 Der Guide und der Koch buddeln und legen Steine unter die Räder, sodass wir nach ca. einer halben Stunde aus dem Loch raus sind.
Wir finden auch noch eine Rockpython. Leider ist sie so im Gebüsch, dass man Schwanz und Kopf nur getrennt fotografieren kann. Interessant ist, dass sowohl der Fahrer als auch der Koch Angst haben vor der Schlange.
Pythonschwanz
Pythonkopf Zum Mittagessen geht es zurück ins Camp und am Nachmittag auf die Ebenen, wo es doch einige Gnus und Zebras gibt. Was uns mehr interessiert ist ein Caracal, der sich allerdings ins Gras fallen lässt und nur noch die Ohren zeigt. Ausserdem ein Löwenrudel mit 9 Löwen, die wir zuerst für uns alleine haben. Dann finden wir einen Geparden, der auf der Jagd ist. Er oder sie pirscht sich immer näher an eine Thompsongazelle an. Leider müssen wir die Jagdszene vor dem Sprint verlassen, da es schon recht spät ist. Dann der absolute Hammer: Wir treffen ein Cheetahweibchen mit 3 schon recht grossen Jungen, die über die Piste laufen. Leider werden sie von anderen Autos erschreckt und es ist schon recht dunkel, was gute Bilder erschwert. Toll - Wir haben noch nie 4 Cheetahs auf einmal gesehen. 🤪 🤩 🙂
Löwinnen beobachten ein Gnu
Nach einem weiteren leckeren Abendessen fallen wir todmüde ins Bett. Diese Nacht sind wir die einzigen Gäste.
D und M schrieb:@Topobär Ihr wart Selbstfahrer und konntet das Risiko auf euch nehmen. Unser Driverguide kann es sich wohl nicht leisten, bei der Verletzung von Regeln erwischt zu werden. Ich fand es jedenfalls ärgerlich, zumal uns unsere Agentur über die Routenändenderung erst vor Ort informiert hat.
Hallo Daniela, da geht auch ein Driverguide kein Risiko ein, denn da nirgends die Zeiten erfasst werden, kann auch nicht geprüft werden, ob sie eingehalten wurden. Ich habe vielmehr den Eindruck, dass die 6h-Regelungen den Tour-Anbietern als Vorwand ganz gelegen kommt, um die Touren enger zu takten und den Tag im Krater noch als Fahrtag zum nächsten Ziel zu nutzen. Hättet Ihr die 6h überzogen, wäre ein Transfer am selben Tag zum Lake Ndutu nicht mehr möglich gewesen, ohne zu riskieren in die Dunkelheit zu geraten.
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201201. März 2017 ·
Hallo Topobär Ursprünglich hatten wir ja 2 Übernachtungen geplant und einen Ganztagesdrive. Im Nachhinein bin ich nun ein bisschen sauer, dass die Agentur das eigenmächtig ohne uns vorgängig mitzuteilen, geändert hat. Uns hat beim Rausfahren auch niemand kontrolliert. Ich war sowieso nicht so begeistert von der Kommunikation mit unserer Agentur. Ich dachte, alles sei wie abgemacht und erst bei der Ankunft wurde uns das adaptierte Programm präsentiert. Vielleicht trauen wir uns dann doch einmal als Selbstfahrer (mit ein paar Valium für die Formalitäten beim Parkgate) Liebe Grüsse Daniela
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201201. März 2017 ·
Tag 10 Am nächsten Morgen schlafen wir aus, geniessen nochmals eine heisse Dusche – auf den öffentlichen Campgrounds ist das Wasser meist kalt – und fahren dann los. Zuerst geht es nochmals auf die Ebenen bei Ndutu. Nun sind es schon mehr Gnus. Der Regen lockt sie in diese Gegend. Schade, dass wir etwas zu früh sind für die Geburten. Zum Glück haben wir die kleinen Gnus ja schon in Tarangire gesehen. Wir sehen nochmals das Löwenrudel von gestern, diesmal am Schatten, mit einem jungen Löwen im Baum.
Krallen wetzen am Baum
Löwen unter und auf dem Baum
Traffic jam bei der Löwensichtung 🙄 😠 und Markus' Leica-Linse mit manuellem Fokus!
Long-crested Eagle
In Ndutu darf man im Gegensatz zu den anderen Parks querfeldein fahren. Man kommt zwar so nah an die Katzen ran – die Jagdszene hätten wir sonst verpasst. Ich finde es aber sehr fragwürdig, da es durch die schweren Autos Schäden gibt und dadurch wertvolle Weide zerstört wird. Gegen 11 Uhr fahren wir in Richtung Eingangstor Serengeti NP. Beim Naabigate stehen schon sehr viele Autos. Wieder gibt es ein Problem mit dem Netzwerk und die im Voraus bezahlten Eintrittsgebühren können nicht abgerufen werden. Wir essen unser Lunch-Paket und klettern auf den Hügel, wo wir ein paar Agamen und Eidechsen finden. Von Gnus ist nichts zu sehen.
männliche Rock Agama
Nach ca. 2 Stunden können wir endlich in den Park rein fahren. Es fängt an in Strömen zu regnen und die Wellblechpiste bis Seronera zieht sich in die Länge. Die Piste wird überschwemmt und schmierig. Prompt schleudert unser Wagen und kommt links und rechts am Pistenrand an, bis er wieder in der Spur ist. Mein Herz ist in der Hose und ich denke an den überschlagenen Wagen, den wir in Namibia gesehen haben. Zum Glück ist nichts passiert. 🙄 😮 😵 Wir kommen bei strömendem Regen auf der Tumbili-Campsite an, wo wir 3 Nächte bleiben werden. Diese wirkt wie ein Flüchtlingscamp im Fernsehen, halb überschwemmt und ein Zelt neben dem anderen. 😈 Wir bleiben erst mal frustriert im Auto sitzen, bis der Regen nachlässt. Danach stellen wir unser Zelt auf der anderen Seite der Koch- und Esshütte auf als alle anderen Camper. Dort sind wir allein mit Blick in die Wildnis, nicht schlecht. Es ziehen auch prompt Büffel nahe an unserem Zelt vorbei. Nachts hören wir relativ nahe Hyänen jaulen und Löwen brüllen. Die anderen beiden Nächte waren nur noch 2 resp. 1 anderes Paar auf der Campsite, fast schon privat 🙂
D und M schrieb: Traffic jam bei der Löwensichtung 🙄 😠 und Markus' Leica-Linse mit manuellem Fokus!
😵 Zum Glück hab ich so was nur einmal bei einer Gepardenjagt sehen müssen...grauslig!!! 😵
Und bist Du sicher dass in Ndutu offroad gefahren werden darf? Ich weiss dass es gemacht wird, aber ich meine dass Elvira mal aufgezeigt hat dass es auch dort verboten ist...ich finds jetzt aber nicht mehr...
picco schrieb:Und bist Du sicher dass in Ndutu offroad gefahren werden darf? Ich weiss dass es gemacht wird, aber ich meine dass Elvira mal aufgezeigt hat dass es auch dort verboten ist...ich finds jetzt aber nicht mehr...
Hi Picco,
Ndutu ist quasi zweigeteilt. In einem Part darf man offroad fahren, in dem anderen nicht, zumindest nicht generell. Wo man das in dem Bereich darf, ist an so kleinen Pflöcken erkennbar. Hat uns unser Guide erklärt. Wir hätten die Pflöcke allerdings ohne ihn nie registriert. Für beide Bereiche bezahlt man unabhängig voneinander Gebühr, und man kann auch nicht einfach mal so rüberfahren, ohne die zweite Summe zu zahlen. Vielleicht etwas laienhaft, die Erklärung, aber so habe ich das in Erinnerung.
Durch die Region verläuft die Grenze zwischen Serengeti National Park und Ngorongoro Crater Conservation Area. Die Grenze ist mit hellen Betonpflöcken gekennzeichnet. Jedes Schutzgebiet erhebt seine eigenen Gebühren. In der Serengeti darf man definitiv nicht offroad fahren. Wie sich das in der NCCA außerhalb des Kraters verhält, entzieht sich meiner Kenntnis.
Bushtruckers1’589 Beiträge · seit 201402. März 2017 ·
Hallo Zusammen
Es wird in Ndutu wie auch in der Masai Mara entgegen der offiziellen Regelung off road gefahren.... leider.
Liebe Gruesse Elvira
Safaris in Ostafrika
Bush Trucker Tours
www.bushtrucker.ch
Elvira Wolfer
Zubucher- und individuelle Safaris
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201205. März 2017 ·
Hallo zusammen
Ich war ja auch irritiert, als unser Guide sagte, Offroad-Fahren sei erlaubt, was ich ihm dann halt glaubte, zumal es alle machten. Da wir nicht als Selbstfahrer unterwegs waren, habe ich mich darüber nicht näher informiert 😊 resp. angenommen, es sei wie überall, dass man nicht von der Piste weg darf, ausser sie ist durch Bäume oder Schlammlöcher ernsthaft unpassierbar. Der Guide sagte sogar, er liebe darum Ndutu so sehr, weil man eben von der Piste darf... Wieder was gelernt. Zukünftig mache ich mich auch in Details schlau, wenn ich nicht selbst fahre. Danke für die Aufklärung.
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201205. März 2017 ·
Tage 11 und 12 Wir stellen wieder auf zwei Mahlzeiten pro Tag um, wie im Tarangire NP, einerseits damit wir am Morgen früh wegkommen, andererseits werden wir von unserem Koch gemästet und dreimal täglich halten wir das nicht aus. 😛 Wir fahren in den zwei Tagen viele verschiedene Strecken rund um Seronera ab. Entlang des Flusses suchen wir in den Bäumen Leoparden und werden fündig.
1. Leopard, langweilig schlafend 🤨
2. Leopard, eben erwacht
klettert vom Baum runter, was für ein Glück 🙂 🤪
recht elegant 😄
spaziert am Auto vorbei
und hält auf dem Termitenhügel Ausschau 😎
Das ist der Hammer, auch wenn der Leopard dann von der Strasse weg in die andere Richtung läuft.
Wir treffen mehrere Löwenrudel, ein grosses Rudel Hyänen und auch einzelne, die in den Pfützen auf der Piste baden. Sie riechen danach sicher nicht besser als vor dem Bad 🤢 ,
ausserdem zwei Geparden am morgen früh. Wir sehen immer wieder migrierende Herden von Gnus, die nun auf dem Weg nach Ndutu sind. Es regnet immer mal wieder, aber zum Glück nicht anhaltend.
Piste nach dem Regen - unser Driver hat gewendet und eine andere Piste genommen 😗
Landschaftlich gefallen uns die Koppjes sehr gut. Dort sehen wir „Lions on the rocks“, aber auch eine Eule und einen Klipspringer.
Suchbild "Lions on the rocks"
An den beiden Rissen, die wir sehen, sind die Geier eindrücklich. Insbesondere das Tempo, das sie vorlegen, im Moment als die Löwen sich entfernen. Innert Sekunden kommen sie vom nahen Baum angeflogen und fangen an, sich um die Beute zu streiten. Vor allem die Ohrengeier vertreiben die anderen Geier.
Anflug der Geier, sobald die Löwen weg sind
Alles in allem tolle Gamedrives, allerdings bei vielen Sichtungen etwas beeinträchtigt, weil es immer gleich viele Autos gibt, die sich anstellen. Meistens läuft es aber recht zivilisiert ab und es wird genügend Abstand von den Tieren gehalten. Der Zeltplatz ist nun fast leer und wir geniessen unseren abgelegenen Platz und die sanitären Anlagen, die wir fast für uns haben, noch mehr.
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201207. März 2017 ·
Tag 13 Leider geht unsere Zeit in der Serengeti schon zu Ende. Nach einem letzten Gamedrive, auf dem wir nochmals tolle Löwensichtungen haben, fahren wir nach dem Brunch und dem Zusammenpacken aus dem Park raus.
Familienidylle 😘 🙂 😘
sind sie nicht zuckersüss
Morgentoilette 1 🤢 😵
Kurz vor dem Naabi-Gate dann nochmals ein Highlight: zwei Geparde liegen malerisch auf einem Hügel etwa 15 m von der Strasse. Fast wären wir daran vorbeigefahren, da wir nicht mehr im Gamedrive-Tempo fahren.
Das Abmelden am Gate und Anmelden für die Ngorongoro CA geht wiederum über 1 Stunde. Diesmal sieht man vom Hügel viele Gnus und wir treffen auch mehr Vögel an als bei der Hinfahrt.
zwar kein Vogel, aber eine Maus
Hildebrandt's Starling
Rock Agama
Migrierende Zebras
Migrierende Gnus
Der Teil der Serengeti, den wir gesehen haben, hat uns gut gefallen, bei Katzensichtungen war das Verkehrsaufkommen aber schon grenzwertig. Im weiteren Verlauf der Reise gegen Süden sehen wir, wieviel ein paar Tage Regen ausmachen. Die bei der Hinfahrt trockene Steppe, sieht jetzt an vielen Orten saftig grün aus. Die Auffahrt auf den Krater zieht sich und das Wetter ist durchzogen. Der Blick in den Krater zeigt auch ein anderes Bild als vor knapp einer Woche. Der See ist nun von oben wieder als solcher zu erkennen und man sieht viele Wasserläufe glitzern. Das Ganze wirkt auch grüner.
Massai Dorf
Kein Wunder, auf dem Rim fängt es an Bindfäden zu regnen und wir gehen für unser Picknick auf den Campingplatz, um dort im gedeckten Essgebäude zu essen. Aus den Duschen ist jeweils nicht soviel Wasser gekommen wie jetzt vom Himmel 😉 😗 😕 wir sind froh, müssen wir heute hier nicht campen..
Nach einiger Zeit hört es auf zu regnen und wir fahren weiter, da wir noch ein Stück vor uns haben. Es geht den Krater runter und danach die zweite Stufe in den Grabenbruch nach Mto wa Mbu.
Blick über den Lake Manyara
Eigentlich steht uns der Sinn nicht so nach beengtem Zelten im Twiga Camp. Es ist recht voll mit jungen Leuten, die sich im Pool vergnügen. Unsere Nachfrage nach einem Upgrade in einem Zimmer scheitert daran, dass sie keine Kreditkarten akzeptieren 😈 und wir zu wenig Bargeld haben. Wir stellen unser Zelt dann in die hinterste Ecke und es ist gar nicht so schlimm wie befürchtet.
fotomatte2’524 Beiträge · seit 200908. März 2017 ·
Hallo D und M,
dein Sanderling? ist eindeutig ein Teichwasserläufer, oder Marsh Sandpiper. Das UFO ist auf alle Fälle ein Würger. Im südlichen Afrika würde ich sagen Schwarzstirnwürger, aber mit Ostafrika habe ich keine Erfahrung.
Danke für die schönen, mir unbekannten Federlinge. 😉
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201208. März 2017 ·
Hallo Konni Vielen Dank, das kommt hin - ich korrigiere es.
Hallo Matthias Mit den Watvögeln bin ich immer noch auf Kriegsfuss - viele sehr ähnlich in der Färbung und Form. Im Princeton sieht er viel brauner aus, aber wenn du es sagst...
Hoi Picco Ja, die Gnus haben wohl auf den Bus gewartet und waren darum nicht pünktlich in Ndutu 😕 😗 😵
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201208. März 2017 ·
Tag 14 Heute steht der letzte Park auf dem Programm, der Lake Manyara NP. Auch diesmal dauert das Einchecken wieder seine Zeit, da ab Februar irgendeine neue Regel gilt, die nicht richtig auf dem Permit steht. Auch hier gibt es eine Verschlechterung bei gleichem hohem Preis. Es gibt nur noch ein Single Entry Ticket. Wir können also nicht am nächsten Morgen nochmals reinfahren innerhalb der bisher gültigen 24-Stunden. Zuerst geht es durch den dichten Grundwasserwald. Überall zwitschert und trompetet es (Trumpeter Hornbill) und wir treffen mehrere Affenbanden, sowohl Paviane als auch Samango- und Black-faced Vervet-Monkeys.
Juvenile Fish Eagle
Aus dem Wald heraus geht es Richtung Sumpf und See, zum Hippo-Pool. Die Hippos sind nicht besonders aktiv, aber es hat Hunderte verschiedener Wasservögel. Diese werden dann auch noch erschreckt und bieten ein tolles Bild als Vogelwolke. Wir können uns kaum satt sehen und fotografieren wie die Wilden.
Danach geht es weiter dem See entlang. Dieser ist aber wegen der Trockenheit sehr weit von der Piste entfernt, sodass wir die riesigen Ansammlungen von Flamingos leider nur von Weitem sehen. Dafür treffen wir Elefanten, Giraffen, Gnus, immer wieder riesige Gruppen von Baboons und kommen schliesslich an einen Fluss, der für meine ungeübten Augen doch etwas viel Wasser hat für eine Querung. Hinter uns treffen zwei weitere Wagen ein und die 3 Fahrer diskutieren, ob sie es wagen sollen. Laut unserem Fahrer hat einer ein Abschleppseil und so fährt er rasant in den Fluss. 4/5 sind geschafft und dann fährt er in ein Loch und bleibt stehen. Uns schüttelt es recht durch. Das Wasser geht bis zum Trittbrett, läuft aber nicht ins Innere oder in den Kühler. Wie versprochen fährt der andere Wagen uns hinterher und parkt auf noch höherem Niveau im Fluss. Das Abschleppseil ist sehr kurz und der Wagen gräbt sich beim Versuch, uns rauszuziehen ebenfalls ein. Es kommt wie es kommen muss. Der dritte Wagen kommt auch noch zu Hilfe und versinkt ebenfalls im Sand-Schlamm-Gemisch. Nach kurzer Beratung fangen alle wie wild an zu graben, der Highjack lift wird in Stellung gebracht und es wird geschaufelt und Holz unterlegt, was aber alles nichts nützt, weil das fliessende Wasser alle Bemühungen wieder zunichte macht. Ein viertes Auto kommt und holt bei der nahen Rangerstation Hilfe. Der Ranger kommt mit einem Gewehr bewaffnet. Was das beim Bergen helfen soll, erschliesst sich uns nicht. Immerhin versucht er dann per Telefon noch mehr Hilfe zu rufen. Zuerst kommt ein Rangerauto, das aber auch zu sehr rutscht auf dem lehmigen Ufer, um uns rauszuziehen. Erst als der Grader kommt, kann unser Auto nach 3 Stunden geborgen werden. Die anderen beiden schaffen es mit einer neuen Strategie tatsächlich , selbst rauszufahren. Sie bauen einen Damm und dann hat das Schaufeln auch genützt. Im Nachhinein ist das ganze ziemlich lustig, es war wirklich wie ein Slapstick, wie doof die Leute sich vergeblich aber fleissig bemüht haben. Im Moment waren wir etwas genervt, weil es unser letzter Gamedrive dieser Reise war. Ausserdem haben wir nachher gesehen, dass der Umweg zur Brücke höchsten 15 Minuten gedauert hätte. 😠
vor der Überfahrt
mit viel Einsatz aber nutzlos 😗 🤪
Bei gleich schweren Autos geht's auch rutschigem Grund auch nicht wirklich
...endlich
Wir fahren dann noch zu den heissen Quellen und können im letzten Licht noch tolle Vogelbilder machen.
die Tiefenschärfe war bei dem schlechten Licht auch nicht mehr der Hammer, aber immerhin Flamingos
Danach fahren wir zurück ins Camp und trinken wehmütig unser letztes Sundownerbier.
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201208. März 2017 ·
Tage 15/16 Wir fangen den Tag gemütlich an, gehen noch etwas der Strasse entlang auf Entdeckung, duschen nach der Rückkehr und packen alles zusammen. Es gibt noch einen letzten Brunch und wir fahren danach los Richtung Arusha. Unsere Agentur hatte auf das Programm für den Guide Arusha Airport geschrieben. Wir fliegen aber ab Kilimanjaro International. Nach dem Aufklären des Missverständnisses werden wir dann doch etwas nervös, als wir an eine Strassensperre aufgrund eines umgekippten Lastwagens kommen. Wir kommen aber zeitig genug am Flughafen an. In Arusha haben wir uns schon vom Koch verabschiedet, nun auch vom Driver. Unser Flug geht pünktlich und der Anschlussflug ebenfalls und wir laden planmässig am Sonntagmorgen um 6.15 Uhr in Zürich
Fazit der Reise Landschaftlich und tiermässig war die Reise eindrücklich und wunderschön. Wir sahen so viele Katzen wie noch nie: 9 Geparde, 4 Leoparden und unzählige Löwen. Ausserdem entspannte Elefanten, viele Savannentiere, Hyänen, kleine und grosse, unbekannte und bekannte Vögel und die Python. Die 5 Parks sind alle unterschiedlich und jeder hat seine eigenen Qualitäten. Es wurde uns jedenfalls nie langweilig. Wir sind vom ersten bis zum letzten Gamedrive immer in der offenen Luke gestanden und haben so sicher einiges gesehen, das anderen Touristen, die im Auto sassen, entgangen ist. So hatten wir durch das Abfedern auch etwas Bewegung. Wir waren jedenfalls jeweils auch körperlich ordentlich müde am Abend. Mit unserem Guide und dem Koch waren wir sehr zufrieden, nachdem wir uns erst einmal auf unseren Rhythmus geeinigt hatten. Der Guide wollte immer zuerst richtig frühstücken, wir wollten früh losfahren und nicht 3 volle Mahlzeiten pro Tag. Das Essen war gut und mehr als reichlich. Die Übernachtungen auf den Public Campsites waren zum Teil nicht sehr entspannt. Vor allem die ungepflegten sanitären Anlagen mit nur kaltem Wasser und zum Teil die schiere Masse der Camper (Ngorongoro) haben das Naturerlebnis getrübt. Preis/Leistung steht unseres Erachtens auch in keinem Verhältnis. Ausserdem war der Registierungsprozess bei den Gates eine Zumutung. Wenigstens mussten wir es nicht selbst machen und konnten unterdessen Vögel beobachten. Schade, dass wegen der ausgefallenen kleinen Regenzeit die meisten Gnus noch nicht in Ndutu waren und die Jungen auch noch auf sich warten liessen. Sonst haben wir aber viele junge Tiere gesehen, mehr als jeweils im afrikanischen Winter. Wir jammern also auf hohem Niveau. Was würden wir anders machen? Wir würden nur noch Special Campsites buchen. Mir ist ein Loch im Boden jederzeit lieber als ein schmutziges Spülklo und die Kosten liesse sich eventuell optimieren, wenn man zu viert reist. Ausserdem würden wir sicher mit mehr Zeit noch ein Trekking machen, am ehesten Mt. Meru.
Vielen Dank fürs Mitfahren und bis zum nächsten Mal 😎