BikeAfrica7'306 Beiträge · seit 200615. Aug. 2016 · Can schrieb:Wolfgang,
wo wird an Flüssen das Wasser entnommen???
... an Flüssen vermutlich?
(die Frage habe ich nicht ganz verstanden - oder meinst Du oberhalb von Ansiedlungen?)
Was hat das mit Bohrlöchern und dem Leitungswassernetz zu tun?
Wer im Epupa Camp 'nen Wasserhahn 20 Meter vom Fluss entfernt aufdreht und denkt, das Wasser wäre Hunderte von Kilometern aus Windhoek über Leitungen dorthin gepumpt, der muss ja ob seiner Naivität schon froh sein, überhaupt bis zu den Epupa Falls gekommen zu sein. 😉
Typhus ist unter Namibia-Touristen jedenfalls deutlich weniger ein Problem als ganz alltägliche Dinge wie Sonnenbrand, Durchfall oder ein Autounfall.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
CACan890 Beiträge · seit 201615. Aug. 2016 · ...und genau deswegen sollte man die Frage nach Trinkwasser aus Flaschen nicht so abtun, als wäre das einzige, was in Namibia sauber ist das Trinkwasser und dass niemand Wasser (selbst nicht einmal auf die Idee kommen könnte) aus Flaschen oder Kanister auch zum Zähneputzen zu nehmen. Und wer das erste Mal in Namibia ist, der weiß natürlich, das das Wasser aus seinem Wasserhahn in der Unterkunft (im Norden) aus dem Fluss durch einen einfachen Sandfilter gepumpt wird...
Aber wie gesagt, lassen wir es. Du hast die Aussage auch weiterhin nicht verstanden...
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200615. Aug. 2016 · Hi Wolfgang,
Typhus ist unter Namibia-Touristen jedenfalls deutlich weniger ein Problem als ganz alltägliche Dinge wie Sonnenbrand, Durchfall oder ein Autounfall.
absolut richtig. Und auch unter Namibiern. Typhusimpfungen stehen hier nicht mal im pflichtmäßigen Standardimpfplan (diese Impfungen werden vom Staat finanziell getragen und u.a. in landesweiten Impfkampagnen durchgeführt + sind z.B. bei Neugeborenen vorgeschrieben).
Beste Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
kOa_Master391 Beiträge · seit 201515. Aug. 2016 · Kurz als Info hier:
Typhus idR. ab 30 Tage Aufenthalt in Risikogebiet (da zählt man das südliche Afrika dazu) und bei speziellen Personengruppen (z.B. Rucksacktouristen, Leute die in Backpackers übernachten, Camper könnte man evtl. auch schon dazuzählen (v.A. bei grösseren Campingreisegruppen).
Dabei handelt es sich üblicherweise um eine Schluckimpfung (Vivotif), bestehend aus 3 Portionen, einzunehmen mit jeweils einem Tag Abstand, ca. 1h vor dem Essen (=auf leeren Magen). Wirkt ab rund 2 Wochen nach Einnahmen, bis etwa 1 Jahr. Schutzgrad ist allerdings "nur" rund 50-75%. Ausserdem sollten die Medikamente nicht gleichzeitig mit Antibiotika oder Anti-Malaria-Medikamenten eingenommen werden. Ein Passivimpfstoff gäbe es ebenfalls noch.
Die Tollwut-Impfung macht man eher selten. Das ist an Personen/Reisende gerichtet, welche so unterwegs sind, dass sie im Falle einer möglichen Infektion (=jegliche Verletzung oder Schleimhautkontakt mit Säugetieren) nicht sofort, d.h. etwa innert Tagesfrist, Zugang zum Impfstoff haben. Im südlichen Afrika betrifft dies zur Zeit vor allem Zimbabwe, teilweise Zambia. Alternativ solche Personen, die grösserem Risiko ausgesetzt sind (z.B. Personen im Veterinärwesen, Höhlenforscher).
Eine vorgängige Impfung (in 3 Dosen, 0-7-21 Tage) + Booster 1 Jahr später bewirkt keinen vollumfänglichen Schutz vor Tollwut, sondern geben dem Patienten Zeit, um die zwei zusätzlichen Impfungen im Falle einer Infektion durchführen zu können.
Hat man die Prophylaxe nicht, folgen innert kurzer Zeit sämtliche Impfungen.
Ich hatte die Tollwut-Impfung als Kind im südlichen Afrika und mache sie aktuell erneut (aufgrund eines langen Aufenthalts mit teilweise Tierkontakt), denn jeder, der schon mal eine in Panik geratene Person dabei hatte, möchte das weder an sich noch an sonst jemandem erleben (in unserem Falle durch ein Eichhörnchen-Biss). Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit nicht extrem hoch, aber die reine Vorstellung, dass man evtl. sterben muss, wenn man nicht innert 24h Zugang zum Impfstoff hat, löst ein riesiges Chaos bei gewissen Personen und der Gruppe aus.
Viel sinnvoller deshalb: Kein Kontakt zu Tieren, insbesondere (wilden) Hunden. Und ebenfalls sinnvoll: Nicht nur Impfen lassen, sondern das Impfbüchlein auch dabei zu haben.
Die Tollwutimpfungen an sich können ein wenig schmerzhafter sein als andere (ein paar Tage danach spürbar), sind aber auch nicht "schlimmer" was Nebenwirkungen angeht. Frauen leiden manchmal ein bisschen mehr als Männer.
BikeAfrica7'306 Beiträge · seit 200615. Aug. 2016 · Can schrieb:
Aber wie gesagt, lassen wir es. Du hast die Aussage auch weiterhin nicht verstanden...
... kann ich Dich buchen?
Ich mag Leute, die mir sagen, was ich verstanden habe und was nicht. 😉
Macht mir auch nichts, wenn die meinen, die Einzigen zu sein, die sich auskennen ...
Möchte demnächst die 20.000 km per Rad in Afrika komplett machen. Ohne Deine Hilfe werde ich es wohl nicht schaffen ...
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Turi348 Beiträge · seit 201115. Aug. 2016 · Hallo zusammen
Typhusimpfung machen die meisten Tropenärzte nicht mehr, ganz einfach, weil sie in den meisten Fällen nichts nützt, da die Erreger so unterschiedlich sind, so die Aussage von 2 mir bekannten Tropenärzten.
Allerdings machen viel Ärzte trotzdem einen Stempel in den Pass, weil die Impfung in einigen Ländern vorgeschrieben ist.
Nochmals zur Tollwut, wer infiziert ist und nicht innert 24 Std. das Gegenmittel erhält, der stirbt und zwar einen ziemlich grausamen Tod, da kann kein Arzt mehr helfen.
Wenn man in Afrika umherreist, vor allen Dingen in abgelegenen Gegenden, wo Serum in vielen Fällen nicht innert nützlicher Zeit erhältlich ist, ist es verantwortungslos, zumindest seinen Kindern gegenüber, für sich selber kann man ja entscheiden wie man will, nicht zu impfen, und;
Ganz Afrika ist Tollwutgebiet!
In Namibia oder Südafrika könnte man noch darüber diskutieren, da sollte man innert 24 Std. ein passendes Spital oder Arzt erreichen, vielleicht!
In Zambia, Tansania etc. würde ich das Risiko, nicht zu impfen, nicht eingehen.
Ist es das wert, nicht zu impfen?
In meinem Bekanntenkreis haben alle diese Impfung und ich kenne niemanden, der nach der Impfung gröbere Probleme davon bekam.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
CACan890 Beiträge · seit 201615. Aug. 2016 · BikeAfrica schrieb:Can schrieb:
Aber wie gesagt, lassen wir es. Du hast die Aussage auch weiterhin nicht verstanden...
... kann ich Dich buchen?
Ich mag Leute, die mir sagen, was ich verstanden habe und was nicht. 😉
Macht mir auch nichts, wenn die meinen, die Einzigen zu sein, die sich auskennen ...
Möchte demnächst die 20.000 km per Rad in Afrika komplett machen. Ohne Deine Hilfe werde ich es wohl nicht schaffen ...
viel Spaß beim Fahrradfahren.
camperfan235 Beiträge · seit 201615. Aug. 2016 · Ähem- ich bin zwar nicht wie Wolfgang mit dem Fahrrad unterwegs, war aber früher als Backpacker recht viel in Asien unterwegs. Auch durchaus auch mal abgelegen und in hygienisch nicht immer einwandfreien Gebieten....
Heute bin ich meist mit normalem Wohnmobil unterwegs, selten Lodge- bzw. Gästehaus / Pension, aber ich bin auch einige Male mit Dachzelt in Namibia / Südafrika unterwegs gewesen.
Hygienisch gesehen, hat man im Wohnmobil / Dachzelt / Bodenzelt ja zunächst einen gewissen Vorteil gegenüber festen Unterkünften, von denen man nicht immer sicher weiß was einem erwartet. Aus Backpackerzeiten kenne ich da so einiges 🙂.- auch bei Trekkingtouren oder wenn man so unterwegs ist wie Wolfgang, kann man nicht immer damit rechnen, an hygienisch einwandfreie Bedingungen zu geraten.
Typhus ist aber eine Infektion, die man mit der guten alten Regel "cook it - boil it - peel it - or forget it!
(kochen - braten - schälen - oder vergessen!) gut "kontrollieren kann. Wo man z.B. keine Händewaschen kann, gibt es Händedesinfektionsmittel in Form von Gels und Tüchern, Schmierinfektionen könnten auch auf der Toilette passieren- auch hier hilft notfalls die Wischdeinfektion. Man kanns übertreiben, aber wenn man sich sicherer fühlt, würde ich das eher anraten wie gegen alles impfen. Ich bin immer gut damit gefahren !
Kinder sollten aus dem Alter raus sein, wo sie sich alles in den Mund stecken und mit verunreinigtem Sand spielen !- sonst würde ich Impfungen durchaus für sinnvoll halten. Und es muß absolut sicher sein, das sie die Finger von fremden Tieren lassen.
Bei Wasser bin ich relativ speziell, da trinke ich selbst in Südeuropa mein Wasser nur aus selbst geöffneten Wasserflaschen, vermeide die berühmten Eiswürfel und esse nur Obst, das ich selbst geschält habe- Salat esse ich eh nicht.
In Ägypten habe ich mir mal an einem nicht durchgebratenen Fleisch eine heftige Durchfallgeschichte geholt- das wird mir kein zweites mal passieren. ich hatte auch heftige Schmerzen dabei, und die Gefahr ist ja gerade in heissen Ländern die Dehydration. Gängige Antibiotika wirken da schlecht, die Erfahrung habe ich auch schon gemacht.
Wasser kann man abkochen, wenn es einem hygienisch bedenklich vorkommt bzw. man unsicher ist- lieber das, als sich ewig Sorgen zu machen.
Ich hab durchaus schon manchernorts Zähne nur mit abgekochtem oder abgefüllten Wasser geputzt ! Ob übertrieben oder nicht, aber man ist auf der sicheren Seite.
In Südafrika / Namibia war ich immer in Touristenregionen unterwegs und da hatte ich nie das Gefühl, übertrieben vorsichtig sein zu müssen !
Erika2'338 Beiträge · seit 200715. Aug. 2016 · Hallo zusammen
travelNAMIBIA schrieb:
Wenn hier was sauber ist und deutschen Ansprüchen entspricht, dann sicherlich das Trinkwasser.
Ich kann mich noch sehr gut an den widerlichen Geruch und Geschmack des Windhoek-Wassers erinnern. Da hat‘s mir jedes Mal beim Zähneputzen den Magen gedreht 🤢 . Man hat diesen ekligen, penetranten Geruch in jedem Haus gerochen. Kein Wunder, denn das Abwasser wird ja zum Trinkwasser recycliert, sozusagen „von der Toilette ins Wasserglas“. Es wird schon ohne Bedenken trinkbar sein, aber böse Stimmen sagen, dass man von den vielen Chemikalien krank wird, die da beigemischt werden.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass in Deutschland irgendwo so eklig riechendes Wasser aus den Leitungen kommt, wenn hier schon von deutschen Ansprüchen die Rede ist.
Viele Grüsse
Erika
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200615. Aug. 2016 · Hi Erika,
korrekt, das hatte ich ja auch so geschrieben. Das Windhoeker Wasser schmeckt nicht (also mir auch nicht) - es hat Unmengen an Chlor drin. Dennoch kommen ja 400.000 Menschen ganz gut damit jeden Tag klar. In Deutschland ist - vielerorts/überall - der Geschmack besser als das Windhoeker Wasser. Unbestritten. Ob es dadurch zwangsläufig "sauberer" ist, dass weiß ich nicht. Zum Glück spielt sich für den Touristen ja nur wenig in Windhoek ab - auf Farmen eben bestes Grundwasser (ist übrigens mal ganz spannend, wer sich dafür interessiert, die Mineralienwerte beim Farmer/Betreiber zu erfragen. Fast alle haben ihr Wasser testen lassen).
Ohne unser Reclamation Plant hätte Windhoek seit Jahren schon kein Wasser mehr (und mit ja ab Oktober voraussichtlich auch nicht). War das erste seiner Art weltweit, in dem "Scheißwasser" zu Trinkwasser aufbereitet wurde.
Warst Du mal in den USA, v.a. Chicago? Dagegen ist sogar das Windhoeker Wasser noch geschmacklich eine Sensation. Da denkt man, dass man direkt aus dem Schwimmbad trinkt.
Liebe Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
kOa_Master391 Beiträge · seit 201515. Aug. 2016 · Turi schrieb:Nochmals zur Tollwut, wer infiziert ist und nicht innert 24 Std. das Gegenmittel erhält, der stirbt und zwar einen ziemlich grausamen Tod, da kann kein Arzt mehr helfen.
Wenn man in Afrika umherreist, vor allen Dingen in abgelegenen Gegenden, wo Serum in vielen Fällen nicht innert nützlicher Zeit erhältlich ist, ist es verantwortungslos, zumindest seinen Kindern gegenüber, für sich selber kann man ja entscheiden wie man will, nicht zu impfen, und;
Ganz Afrika ist Tollwutgebiet!
In Namibia oder Südafrika könnte man noch darüber diskutieren, da sollte man innert 24 Std. ein passendes Spital oder Arzt erreichen, vielleicht!
In Zambia, Tansania etc. würde ich das Risiko, nicht zu impfen, nicht eingehen.
Ist es das wert, nicht zu impfen?
In meinem Bekanntenkreis haben alle diese Impfung und ich kenne niemanden, der nach der Impfung gröbere Probleme davon bekam.
Gruss Turi
Auch hier nochmals - selbst wenn man schon im Voraus geimpft ist, bei Tollwutverdacht wird jede Person geimpft - nur das Erkrankungsrisiko, der zeitliche Spielraum und die Anzahl sind bei den prophylaktisch Geimpften geringer.
Und den "alten", sehr schmerzhaften Impfstoff erhält man bei uns nicht mehr.
Turi348 Beiträge · seit 201115. Aug. 2016 · Darum hatten wir neben der Impfung, für den Fall einer Infizierung, zusätzlich 2 Dosen Impfstoff im Kühler.
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
BikeAfrica7'306 Beiträge · seit 200615. Aug. 2016 · Turi schrieb:
Typhusimpfung machen die meisten Tropenärzte nicht mehr, ganz einfach, weil sie in den meisten Fällen nichts nützt, da die Erreger so unterschiedlich sind, so die Aussage von 2 mir bekannten Tropenärzten.
Allerdings machen viel Ärzte trotzdem einen Stempel in den Pass, weil die Impfung in einigen Ländern vorgeschrieben ist.
... kann es sein, dass Du das mit der Cholera-Impfung verwechselst? Da wird das gerne mal so gemacht, aber mir ist kein Land bekannt, das eine Impfung gegen Typhus für die Einreise verlangt.
Nochmals zur Tollwut, wer infiziert ist und nicht innert 24 Std. das Gegenmittel erhält, der stirbt und zwar einen ziemlich grausamen Tod, da kann kein Arzt mehr helfen.
... die 24 Std. sind keine feste Größe. Wenn sich jedoch erste Anzeichen einer Tollwut zeigen, ist es zu spät. Wie die Krankheit verläuft, hat mir mal ein Arzt erzählt, der in Asien ungefähr wöchentlich einen solchen Patienten hatte. Das will man wirklich nicht erleben.
Das Problem ist vor allem, dass man ohne vorherige Schutzimpfung einen Impfstoff benötigt, für den die Kühlkette eingehalten wurde und der in etlichen Ländern überhaupt nicht verfügbar ist.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Turi348 Beiträge · seit 201115. Aug. 2016 · Hallo Wolfgang
Die hast recht, nicht Typhus sondern Cholera war das.
Betreffend des Tollwutimpfstoffes, auch das Serum für das Nachimpfen sollte man gleichmässig kühlen.
Mir sind die Schilderungen meines Tropenarztes, der längere Zeit in Afrika gelebt hat, ziemlich unter die Haut gegangen.
Er hat 3 Personen unter grässlichsten Bedingungen sterben gesehen und konnte Ihnen nicht helfen.
Da war die Diskussion betreffend Tollwutimpfung beendet und ich hielt gerne für die Spritze hin.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
WOWoMaGast16. Aug. 2016 · Erika schrieb: Man hat diesen ekligen, penetranten Geruch in jedem Haus gerochen. Kein Wunder, denn das Abwasser wird ja zum Trinkwasser recycliert, sozusagen „von der Toilette ins Wasserglas“. Es wird schon ohne Bedenken trinkbar sein, aber böse Stimmen sagen, dass man von den vielen Chemikalien krank wird, die da beigemischt werden.
Also dass das Windhoekwasser mal mehr, mal weniger nach Chlor riecht und schmeckt ist ja kein Geheimnis.
Geekelt habe ich mich davor nie (ich mein, Chlor ist schliesslich ein Disinfectant, da lebt nix mehr im Wasser was eklig sein könnte), ich mag es nur nicht, wie wahrscheinlich 99% aller Windhoeker. Könnte auch nicht behaupten, dass ich jemals den Geruch nach gechlortem Wasser schon beim Betreten eines Hauses gerochen hätte (mittlerweile hab ich mich sicher schon dran gewöhnt, aber selbst damals als wir frisch von D kamen konnte ich das Wasser erst riechen als es aus dem Hahn kam 😉 ).
Die bösen Stimmen leben entweder nicht in Windhoek, oder benutzen selbst zum Zähneputzen das gute Nestle-Wasser (wovon nicht nur böse, sondern durchaus vernünftige Stimmen behaupten dass diese Firma dafür sorgt, dass Wasser kein allgemein zugängliches Gut mehr ist) 😗
Ich wohne seit zehn Jahren hier, trinke dieses Wasser (zwar gefiltert, aber Chlor kriegt man damit nicht raus) und bin sehr selten krank. Ich bin sehr dankbar für die Wiederaufbereitungsanlage. Und hoffe inständig, dass wir dieses Jahr mehr als ergiebigen Regen bekommen 😐
Wann immer ich die Gelegenheit dazu habe, fülle ich natürlich meine Kanister mit Farmwasser auf, weil das einfach besser schmeckt.
Zur Tollwut: Das Tollwutvirus befällt das zentrale Nervensystem. Wenn es mal dort angelangt ist, gibt es keine Hilfe mehr.
Ich war früher auch entspannt was Tollwut angeht. In Deutschland kommt man ja relativ selten damit in Kontakt....hier seh ich das enger. Wär ja blöd, wenn man an Tollwut sterben muss, wo man doch vorbeugen könnte....
FNFirst time Namibia15 Beiträge · seit 201616. Aug. 2016 · Hallo,
habe ich das hier richtig rausgelesen, dass ihr euch als "normale" Touristen in der Regel gegen Tollwut impfen lasst? Wir starten in 6 Wochen in Windhoek und bereisen Etosha, Kalahari, Namib und Swakopmund mit Minibussen, Safarifahrzeugen (der Lodges) und wohnen in Lodges (auch Zeltlodge) und Hotels. Also Impfung wichtig?
Danke und viele Grüße,
Marina
BikeAfrica7'306 Beiträge · seit 200616. Aug. 2016 · Hallo Marina,
wenn Du nicht jedes halbzahm aussehende Tier gleich in die Hand nehmen musst, dann ist das Risiko wohl nicht größer als bei uns in Europa. Wenn Du aber meinst, ein zutrauliches Erdmännchen, Erdhörnchen oder jeden dahergelaufenen Hund streicheln zu müssen, dann ist das natürlich eine Überlegung wert.
Ich habe die Impfung machen lassen, nachdem ich (als Radfahrer) ein halbes Dutzend mal von Wachhunden angegriffen wurde, die die Schlupflöcher in den Zäunen kannten. Als Autofahrer würde ich es mir sparen ...
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201316. Aug. 2016 · kOa_Master schrieb: Die Tollwutimpfungen an sich können ein wenig schmerzhafter sein als andere (ein paar Tage danach spürbar), sind aber auch nicht "schlimmer" was Nebenwirkungen angeht. Frauen leiden manchmal ein bisschen mehr als Männer.
Nun muss ich doch mal das "schwache Geschlecht" in Schutz nehmen! 😄 Ich habe alle drei Tollwutimpfungen einwandfrei vertragen, mein Mann dagegen hatte teils starke Reaktionen bis hin zu Fieber und Schüttelfrost. Allerdings war ich so vernünftig, zeitig mit allen Impfungen zu beginnen und hatte sie einzeln, während mein Mann aus Zeitmangel eine der schon angesprochenen Kombiimpfungen bekam.
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
FNFirst time Namibia15 Beiträge · seit 201617. Aug. 2016 · Hallo,
danke Wolfgang! Dass du dich als Radfahrer impfen lässt, kann ich gut nachvollziehen.
Der Impfschutz meiner Tochter ist noch seit ihrem letzten Aufenthalt in Südafrika aktiv (Freiwilligenarbeit u.a. in den Townships von Kapstadt). Ich werde versuchen, den direkten Kontakt zu Tieren zu vermeiden. Obwohl es mir bei den possierlichen Erdmännchen schwerfallen könnte 😕
Viele Grüße,
Marina