Grenze Dobe - aktuelle Info

2 Antworten · 894 Aufrufe · gestartet 15. Juni 2016 von Matjes
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Themenstarter7 Beiträge · seit 201615. Juni 2016 · #1
Wir sind vor zwei Wochen aus Richtung Etosha kommend in Dobe über die Grenze gefahren um in Richtung Maun weiterzufahren. In einigen Reiseführern gibt es recht abenteuerliche Beschreibungen zur Grenze und vor allem zur in Botswana folgenden Piste bis zur Asphaltstraße in Nokaneng.
Die Grenze ist abgelegen und schon ein Erlebnis, aber es ging alles sehr schnell (war außer uns kaum einer da). Auf namibischer Seite wird ein neues Gebäude für die Grenzabfertigung gebaut, was schließen lässt, dass man in Zukunft mit mehrt Grenzverkehr rechnet. Auf botswanischer Seite erfolgte das Einreiseprozedere (Zoll, Polizei) auch sehr unaufgeregt. Man kann allerdings am Grenzposten nicht die Gebühren für Starßennutzung, versicherung etc. zahlen. Auf Nachfrage gabs den Hinweis, dies könne man irgendwo in Maun tun (da wir samstags vormittags über die Grenze gefahren sind, war das zeitnah nicht möglich, wir haben am Ende drauf verzichtet die Zeit in Maun für die Suche nach den zuständigen Stellen zu investieren und hatten weder bei Polizeikontrollen noch bei der Ausreise nach Namibia in Buitepost Probleme).
Die in den Reiseführern beschriebenen Pistenbedingungen stimmen nicht mehr. Nach der Grenze findet man eine gute ausgebaute Schotterpiste vor, die die ersten ca. 50 km Richtung Nokaneng anhält. Es gibt gaher auch keine Orientierungprobleme, an der einzigen Kreuzung nach ca. 10 km fährt man links, was ein kurzer Blick auf die Karte erklärt. Die Piste geht dann in eine breite etwas sandige Piste über, die aber außer zwei kurzen Stücken (jeweils ca. 300m) keine tiefsandigen Passagen aufwies. An der Piste wurde aktuell auch weiter gearbeitet (recht lange Baustelle ca. 15 km vorm Asphalt). Entgegen unseren Erwartungen gestaltete sich die Etappe sehr entspannt, Fahrzeit von der Grenze nach Nokaneng 1 Stunde 45 min. Da auch die C44 in Namibia gut zu fahren ist, war die Route für uns eine gute Alternative zur Strecke über Rundu und Divundu.
Sehr einrucksvoll war auch das Makuri Camp im Nyae-Nyae CP kurz vor der Grenze. Mitten im Busch an einem großen Boabab (allerdings bis auf zu kaufendes Feuerholz und Feuerstelle ohne Infrastruktur, also Spatenklo, der Spaten wir aber gestellt) .

Grüße
Matjes
2'338 Beiträge · seit 200715. Juni 2016 · #2
Hallo zusammen

Matjes schrieb:
Man kann allerdings am Grenzposten nicht die Gebühren für Starßennutzung, versicherung etc. zahlen. Auf Nachfrage gabs den Hinweis, dies könne man irgendwo in Maun tun (da wir samstags vormittags über die Grenze gefahren sind, war das zeitnah nicht möglich, wir haben am Ende drauf verzichtet die Zeit in Maun für die Suche nach den zuständigen Stellen zu investieren und hatten weder bei Polizeikontrollen noch bei der Ausreise nach Namibia in Buitepost Probleme).
Aus eigener Erfahrung kann ich behaupten, dass ihr einfach nur Glück hattet und ich hoffe nicht, dass das nun jemand als Ratschlag auffasst, es euch nachzumachen.
Ich empfehle allen Reisenden dringend, die nötige Versicherung in Maun zu besorgen. Wir haben vor einigen Jahren auch die Grenze bei Dobe benützt und ebenfalls keine Versicherung kaufen können. Da wir aber wussten, dass hinter Maun in Richtung Gweta ein permanenter Polizeiposten ist, besorgten wir uns diese Versicherung in Maun bei burs (Botswana unified Revenue Service). Das offizielle Formular (Kleber für die Scheibe) war auch dort nicht vorhanden, aber wir bestanden auf eine Quittung mit dem zusätzlich Vermerk, dass die Kleber derzeit nicht vorhanden seien, welche man uns nach langem Hin und Her ziemlich unwillig ausstellte. Ca. 50 km hinter Maun in Richtung Gweta wurden wir auch wirklich von der Polizei gestoppt und sofort darauf hingewiesen, dass wir keinen Versicherungskleber am Fahrzeug hätten. Wir legten dann unsere Quittung vor, aber die Polizisten diskutierten trotzdem ziemlich lange miteinander, bis sie uns endlich weiterfahren ließen. Hätten wir nichts in der Hand gehabt, wären wir sicher nicht so glimpflich davongekommen. Die können nämlich ausgesprochen unangenehm werden. Besonders in Afrika ist es absolut wichtig, immer alle Papiere vorweisen zu können, denn die Beamten sind bei Unstimmigkeiten einfach am längeren Hebel und das kann ganz schön teuer und sehr zeitaufwendig werden.

Also, besser alle Papiere besorgen und nicht denken, dass das schon gut geht, nur weil jetzt einmal jemand Glück gehabt hat, insbesondere, wenn man ja bereits in Maun war und die Chance gehabt hätte, diese Versicherung zu kaufen.

LG Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
Themenstarter7 Beiträge · seit 201615. Juni 2016 · #3
Hallo Erika,
natürlich entscheidet jeder selbst, wie er mit bestimmtem Situationen umgeht und ich habe niemanden aufgefordert, es genauso zu machen wie wir. Es handelt sich um unsere Erfahrungen. Wir sind innerhalb Botswanas viermal von der Polizei kontrolliert worden und nicht einmal auf einen fehlenden Versicherungsaufkleber angesprochen worden, das war dann wahrscheinlich viermal Glück.
Matjes