RURulfanThemenstarter37 Beiträge · seit 201627. Mai 2016 · #1
Eine kleine Frage nebenbei hat sich noch ergeben:
Als ich noch klein war, konnten wir in Italien oder Spanien konnten wir noch Tauschgeschäfte machen. Sprich beispielsweise Schweizer Schokolade oder Zigaretten gegen andere Dinge.
Nun bin ich ja langsam am Packen, in rund 4 Wochen geht es los. Daher bin ich am überlegen, ein paar Dinge als Tauschobjekte einzupacken und dachte an folgendes:
nein. Was versprichst Du Dir auch von einem Tauschhandel? Das in unserer heutigen Welt übliche Tauschgeschäft ist Geld gegen Ware. Das wird auch in Tansania liebend gerne akzeptiert. Warum willst Du Zigaretten o.ä. mitschleppen... Geldscheine sind leichter und nehmen weniger Platz weg. Es gibt wohl noch einige Südseeinseln und "unentdeckte" Völker (z.B. in Südamerika), wo Tauschgeschäfte noch alltäglich sind.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
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BEbeate1'450 Beiträge · seit 200627. Mai 2016 · #3
Hallo Rulfan,
die von Dir genannten Artikel werden in Afrika sehr gerne genommen, ALS GESCHENK!!!
Nimm vielleicht ein paar Kugelschreiber mit oder ein paar billige Bälle, die Du drüben aufblasen kannst. Du glaubst gar nicht, wie sich die Kinder darüber freuen. (unsere Erfahrung in Tanzania)
Beate
RURulfanThemenstarter37 Beiträge · seit 201627. Mai 2016 · #4
ok, das sind gute Argumente.
Für allfällige Kinder haben wir ein paar Buntstifte eingeplant.
Dazu habe ich noch ein paar Bleistifte von Caran d'Ache mit eingeplant, Schön mit Edelweiss und Swiss Made. Entweder für Kinder oder als kleine Give aways auch für Erwachsene.
Für unseren Guide habe ich neben einem Trinkgeld auch etwas angedacht. Wollte mich von meinem alten Armee-Taschenmesser trennen. Denke, ein Taschenmesser aus der Schweiz bekommt man dort unten nicht so schnell und macht bestimmt Freude.
Bitte bedenke, dass das einfache übergeben von kleinen Geschenken am Strassenrand begehrlichkeiten weckt. Das ist der Anfang vom betteln - das allgegenwärtige "Give me" kann schnell zur Belastung werden für weisse Touris. Kleine Geschenke sollten eine Gegenleistung voraussetzen als Dankeschön. Übrigens ist es den Bleistiften egal, ob sie nun ein Edelweiss drauf haben oder nicht. Ein guter Guide würde sicher ein "Leatherman multitool" dem roten Schweizer Messer vorziehen.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200627. Mai 2016 · #6
Hallo Christa, da hast Du natürlich Recht. Aber uns haben z.B. die Bälle etwas Luft verschafft: als die Masaii-Kinder wieder mal neben und vor dem Auto herrannten und wirklich aggresiv bettelten, haben wir zwei Bälle aus dem Fenster geworfen. Und schon waren die Bälle interessanter als wir!!
Es war uns nämlich echt zu gefährlich, damit wir nicht auch noch ein Kind anfahren.
nach meiner Meinung, sollten nicht einfach so Geschenke an Kinder, Erwachsene oder sonst wem ohne Gegenleistung verteilt werden!!!
Gerade wenn Kinder aggressiv betteln und dann mit dieser Masche auch noch Erfolg haben, so kann man sich ausmahlen, dass dieses Verhalten dann auch noch weiter Schule macht und es dann für nachfolgende Reisende einfach nur noch nerviger wird!!!
Ich fahre ja auch hier nicht wie der Karnevalszug von Köln durch die Gegend und schmeiße mit Bonbons, Stiften, Geld,.. nur so um mich, warum sollte ich es dann in Afrika machen?!
Gruß
Markus
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200627. Mai 2016 · #8
Markus, stimmt!!!
Du warst ja auch schon oft genug in Afrika. Dann hast Du bestimmt auch schon beobachtet, dass gerade Touren mit Guide gerne mal stehenbleiben, die Autoinsassen mit verzückten Gesichtern die Kinder anschauen und dann Bonbons u.ä. aus dem Auto werfen. Und der Tourguide schreitet nicht ein. Solange DAS passiert, können wir uns dagegen wehren soviel wir wollen und es so "richtig" machen wie wir es denken: es wird immer mehr bettelnde Kinder geben. Genau aus dieser Erfahrung hatten wir auf unserer zweiten Tour diese Bälle dabei. Das hat die Kinder kurzfristig von unserem Auto abgelenkt, sodass wir wieder vernünftig fahren konnten, ohne Angst haben zu müssen, ein Kind anzufahren.
Ansonsten ist ganz klar: Geschenke "einfach so" gibts nicht.
Beate
RURulfanThemenstarter37 Beiträge · seit 201627. Mai 2016 · #9
Also, meine Idee war durchaus nicht, dass ich Bonbons aus dem Auto schmeisse. Davon bin ich absolut nicht angetan und es ist sicherlich kontraproduktiv. Wir werden auch bestimmt kein Geld geben, wenn gebettelt wird. Das animiert ja nur zum betteln.
Deshalb wollte ich auch keine Geschenke verteilen. Mein Gedanke war eher, wenn man mal beim Handeln nicht weiter kommt, dann kriegt der Händler etwas, sprich eben das angedachte Victorinox Messer. Habe einige davon und brauche sie einfach nicht.
Aber im grossen und ganzen würde ich sagen, hat sich meine Idee erledigt.
Aber uns haben z.B. die Bälle etwas Luft verschafft: als die Masaii-Kinder wieder mal neben und vor dem Auto her rannten und wirklich aggresiv bettelten, haben wir zwei Bälle aus dem Fenster geworfen. Und schon waren die Bälle interessanter als wir!!
@Beate Das mög machmal das Los der Selbstfahrer sein. Wir sind ja in Tanzania all Deine Strecken auch gefahren - mit Guide - und hatten nicht eine Situation des Bettelns, weder am Lake Natron, noch in der Ngorongoro Controlled Area und am Lake Eyasi.
LG Christa
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"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
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BEbeate1'450 Beiträge · seit 200627. Mai 2016 · #11
Hallo Christa,
wir hatten genau diese Situation an der ersten Strassensperre zum Lake Natron. Neben uns stand ein Auto mit Guide. Nun ja, weiter brauche ich ja nicht erzählen, steht ja alles oben schon.
Auch wir haben in Uganda mal so eine unerfreuliche Situation mit erleben dürfen. Der Fahrer eines anderen Fahrzeuges stoppte und seine Touris verteilten kleine Geschenke an die Kinder. Wir hatten anschliessend eine grosse Diskussion mit Ihm und seinen Gästen. Ein Guide war es aber bestimmt nicht, sondern ein Driver. Da merkt man schnell den Unterschied. Es sind natürlich auf beiden Seiten - Selbstfahrer und organisierte Touren - schwarze Schafe unterwegs.
LG Christa
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"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
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@Beate Das mög machmal das Los der Selbstfahrer sein. Wir sind ja in Tanzania all Deine Strecken auch gefahren - mit Guide - und hatten nicht eine Situation des Bettelns, weder am Lake Natron, noch in der Ngorongoro Controlled Area und am Lake Eyasi.
Liebe Christa. Nein, das ist nicht das Los der Selbstfahrer, denn Bettelei gibt es schon seit Jahrzehnten. Die paar Selbstfahrer fallen zumindest in Ostafrika überhaupt nicht ins Gewicht. Vielmehr werden die Leute geradezu provoziert, wenn ein Safarifahrzeug daher gefahren kommt, wo die Touris bereits mit gezückter Kamera drin sitzen und ohne zu fragen den Leuten mitten ins Gesicht fotografieren. Es wundert mich nicht, dass die Einheimischen dafür bezahlt werden wollen, ist doch eigentlich logisch.
Nebst einer Tiersafari geht man halt auch auf Menschensafari. Man möchte schliesslich den lieben Daheimgebliebenen zeigen, was einem in kürzester Zeit so alles an Exoten über den Weg gelaufen sind. Und da gerade die Massai genau wissen, dass sie echt fotogen sind, lassen sie sich in den Touristenorten schon seit Menschengedenken fürs Abknipsen bezahlen. Ausserhalb der Touristenorte, wo wir uns ja eh meistens aufhalten, ist die Bettelei gar kein Thema, die Leute sind dort eh ganz anders und noch nicht “verdorben”.
Wir haben uns mal länger mit einem Guide deswegen unterhalten und er fand die Bettelei überhaupt nicht schlimm. Er habe das früher auch gemacht, sagte er, obwohl seine Eltern nicht unbedingt arm gewesen seien. Es sei doch gerade für Kinder toll, beschenkt zu werden.
Wir persönlich haben zumindest in Ostafrika mit der Bettelei eigentlich nicht sehr oft Probleme. Die Leute stürzen sich eher auf Safari-Fahrzeuge, in denen mehrere Mzungus sitzen, da die Chance für sie größer ist, etwas zu erhaschen. Und bei denen sieht man auch regelmäßig, wie kleine Geschenke und Geld den Besitzer wechseln. Wir haben noch gar nie für Fotos bezahlt oder Geschenke gegeben, trotzdem durften wir von ihnen ab und zu ein Erinnerungsbild schiessen.
Manchmal wurde das sogar ausdrücklich gewünscht, wie zum Beispiel die nachfolgenden Bilder mit unseren Massai-Freunden, die ich letzten Februar in Kenia aufgenommen habe:
Du warst ja auch schon oft genug in Afrika. Dann hast Du bestimmt auch schon beobachtet, dass gerade Touren mit Guide gerne mal stehenbleiben, die Autoinsassen mit verzückten Gesichtern die Kinder anschauen und dann Bonbons u.ä. aus dem Auto werfen. Und der Tourguide schreitet nicht ein. Solange DAS passiert, können wir uns dagegen wehren soviel wir wollen und es so "richtig" machen wie wir es denken: es wird immer mehr bettelnde Kinder geben. Genau aus dieser Erfahrung hatten wir auf unserer zweiten Tour diese Bälle dabei. Das hat die Kinder kurzfristig von unserem Auto abgelenkt, sodass wir wieder vernünftig fahren konnten, ohne Angst haben zu müssen, ein Kind anzufahren.
Ansonsten ist ganz klar: Geschenke "einfach so" gibts nicht.
Beate
Und wo ist da der Unterscheid zwischen Bonbons und Bällen??
Die Größe, der Preis und Geschmack?
Ich weiß nicht so recht, wie man sich über andere erheben kann, wenn man es selbst noch doller treibt.
Ein wenig Zeit nehmen, Landessprache lernen und die Situation einschätzen lernen und etwas Empathie sind Eckpunkte die jedem Touristen gut zu Gesicht stehen.
Alles was mal eben schnell gehen soll, geht gemeinhin in die Hose...
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200627. Mai 2016 · #15
Nun ja, Du redest Dir leicht. Wahrscheinlich fährst Du nur nach Tanzania!!!! Wir jedoch reisen überall in der Welt. Und da würdest sogar Du überfordert sein, jedesmal die Sprache der Einheimischen lernen zu müssen. Wenn ich das getan hätte, hätte ich unterdessen einen tollen Wortschatz von ca. 10 Sprachen. Dazu kommt, dass in Tanzania überall Englisch verstanden wird.
Und was die Bälle betrifft: was meinst Du, was passiert wäre, wenn wir eines dieser Kinder angefahren hätten??? Wahrscheinlich würde ich jetzt hier nicht schreiben können. Denn diese Kinder kennen und kannten keine Angst vor Autos, die sind 5 cm vor dem Auto hergelaufen. Aber wahrscheinlich wärst Du ausgestiegen und hättest denen in ihrer Sprache klargemacht, dass das gefährlich ist. Leider konnte und kann ich das immer noch nicht......................
Und es geht nicht um mich, ich schmeiß nicht mit Bällen und berichte hier stolz den "Trick". Du bist diejenige, die sich hier erhoben hat, gegenüber den Bonbonverteilern!
Was mich angeht, sehe ich es als Ehre an, in meinem Gastland der Bevölkerung in ihrer Sprache gegenübertreten zu können - ja, ich kann mich in vielen Sprachen rudimentär verständigen, dass es für einen gern gesehenen Aufenthalt bei einem Gastgeber reicht und für Notsituationen auf dem Weg.
Zu den Kindern: Selbstverständlich steige ich/mein Mann aus, wenn Kinder 5 cm vor unserm Fahrzeug herlaufen!! Wir sind lange mit einem LKW gereist, Kinder konnten unter unserer Stoßstange verschwinden... - mittlerweile fahren wir ein kleines Auto... Wie kann man sich vorstellen, nicht anzuhalten, in einer solchen Situation? Man muss doch dafür Sorge tragen, dass die Kinder unverletzt bleiben - es sind doch Kinder!! Die haben kein Gespür für die Gefahr in der sie schweben! Da braucht man nicht aus Angst weiterpreschen und mit Bällen schmeißen.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200627. Mai 2016 · #17
beate schrieb:Und da würdest sogar Du überfordert sein, jedesmal die Sprache der Einheimischen lernen zu müssen. Wenn ich das getan hätte, hätte ich unterdessen einen tollen Wortschatz von ca. 10 Sprachen. Dazu kommt, dass in Tanzania überall Englisch verstanden wird.
... aber gerade in Tanzania und Kenya wird man oft auf Kiswahili angesprochen, selbst wenn die Menschen fließend Englisch sprechen. Auf ein paar Fragen in deren Sprache anzworten zu können, zeigt ihnen, dass man Interesse an den Menschen und ihrer Lebensweise hat. Es entsteht sofort ein ganz anderes Verhältnis und nach wenigen Worten geht es auch auf Englisch weiter. Ich bin sprachlich leider sehr unbegabt, aber ein paar Brocken in der Umgangssprache sind immer hilfreich und versuche ich mir immer anzueignen.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Ich masse mir nicht an, mit Dir zu diesem Thema zu streiten, denn meine Afrika-Erfahrung ist ein Nichts zu Eurer.
Vielmehr werden die Leute geradezu provoziert, wenn ein Safarifahrzeug daher gefahren kommt, wo die Touris bereits mit gezückter Kamera drin sitzen und ohne zu fragen den Leuten mitten ins Gesicht fotografieren. Es wundert mich nicht, dass die Einheimischen dafür bezahlt werden wollen, ist doch eigentlich logisch. Nebst einer Tiersafari geht man halt auch auf Menschensafari.
Du weisst, dass wir die Begleitung eines excellenten Guides auf unseren Touren lieben. Trotzdem haben wir bisher bei über 200 Tagen in Afrika nie eine solche von Dir geschilderte Situation gehabt. Auch wir besuchen spezielle Projekte, seien es die San in Grashoek, der Kral von Chief Kapika oder die Hadza Bushman in Tanzania. Natürlich zahlen wir dafür einen Obolus als Zutritt, sei es eine Fee oder Gastgeschenke. Ich würde auch keine Chinesen so mal in mein Haus lassen.
Beate schilderte mal, dass sie in der Ngorongoro Controlled Area auf dem Weg zum Empakaai Krater massiv bedrängt wurden und ihren eigentlichen Plan abgebrochen hatten. Wir waren auf gleichem Weg in 2015 mit Guide und einem Ranger und niemand hat uns belästigt. Das wollte ich zum Ausdruck bringen.
Schönes Wochenende Christa
Begegnungen am Lake Rukwa
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Ernest Hemingway
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200627. Mai 2016 · #19
Rulfan schrieb:Mein Gedanke war eher, wenn man mal beim Handeln nicht weiter kommt, dann kriegt der Händler etwas, sprich eben das angedachte Victorinox Messer. Habe einige davon und brauche sie einfach nicht.
Aber im grossen und ganzen würde ich sagen, hat sich meine Idee erledigt.
... die Idee hat sich meines Erachtens eigentlich noch gar nicht erledigt.
Ich habe auch immer 1-2 einfache Taschenmesser dabei. Es gibt durchaus mal die Situation, dass einem ein Einheimischer bei irgendwas hilft und es mit einem "Danke" vielleicht nicht getan ist, eine Bezahlung aber auch nicht angemessen erscheint. Nimm die Messer ruhig mit. So schwer und voluminös sind die ja schließlich nicht.
Mir ist es auch schon zweimal passiert, dass ich unterwegs um mein T-Shirt gebeten wurde. Das eine Mal war es ein Himba, der auf mein T-Shirt zeigte, kurz locker am Ärmel zog und auf sich zeigte und mir dann zwei eiserne Armreifen als Tauschleistung entgegen hielt. Die Gegenstände wechselten den Besitzer. 😉 Ich konnte mit den Armreifen zwar nichts anfangen, aber sie sind heute eine nette Erinnerung an eine ungewöhnliche Situation.
Wenn Du in Tanzania mal auf einen Markt für Einheimische gehst, wirst Du sehen, dass dort gebrauchte Glühbirnen oder löchrige Plastiktüten verkauft werden. Messer werden häufig aus einem Stück Blech geschliffen und mit etwas Weichholz als Griff versehen. Viele Menschen dort können mit einem Taschenmesser sehr wohl etwas anfangen. Es hängt jedoch von Dir ab, ob und wie sehr Du mit dieser Bevökerungsschicht in Kontakt kommst. Ich würde die Messer auf jeden Fall mal einpacken.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
marimari2'240 Beiträge · seit 201128. Mai 2016 · #20
Möchte Euren intensiven Austausch über Gastgeschenke ja nicht stören 😄 , trotzdem eine kleine Geschichte aus Zürich / Fraumünsterplatz letzten Samstag: Indischer Tourist kommt zu Schweizer Bub, der mit anderen Kinder spielte und streckt ihm ein Bonbon hin, das er doch bitte als Gastgeschenk annehmen soll. Der Junge schaut den Inder völlig entgeistert an und sagt; "no thank you" in astreinem Englisch...der Inder hat die Welt nicht mehr verstanden...ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen...und hab ihm dann gesagt, dass hier Kinder von Leuten, die sie nicht kennen, nichts annehmen...er hat mich nur mit grossen Augen angestarrt...und ist davongezottelt..
Gastgeschenke nehme ich nie mit - ich bin ja bei keinem privat auf Besuch. Wer eine Leistung erbringt, der wird dafür ordentlich bezahlt - wer bettelt und nichts leistet bekommt von mir auch nichts - hier nicht und auch nicht in Afrika oder sonst wo auf der Welt.
In Tanzania als Guide zu arbeiten ist ein guter Job. Die Kinder der Guides sind vielfach in Privatschulen untergebracht und das muss auch bezahlt werden. Diejenigen Guides, die wir in der Vergangenheit angetroffen haben, erzählten ganz offen, dass sie lieber Geld bekommen, als irgendwelche Geschenke...(mit denen sind die Schulen nicht bezahlt). Leistung wird ja in unseren Breiten auch nicht (mehr) mit Naturalien bezahlt...warum soll das in Tanzania anders sein? Gruss M.