TopobärThemenstarter5'479 Beiträge · seit 200915. Feb. 2016 · #1
Hallo,
bei unserer großen Tansania-Rundreise im Dezember/Januar wollen wir Mitte Januar auch 2 Nächte in einem Migrationscamp in der Ndutu Area verbringen. Nun verläuft durch dieses Gebiet dummerweise die Grenze zwischen den Schutzgebieten Serengeti NP und NCCA. Wie wir aus eigener Erfahrung wissen ist ein hin- und hier wechseln zwischen den Gebieten nicht möglich, es sei denn man zahlt für beide Schutzgebiete parallel, was dann allerdings unseren Geldbeutel sprengen würde. Also müssen wir uns für eine Seite entscheiden. Die Frage ist jetzt für welche.
Würdet Ihr eher die Serengeti empfehlen oder eher die Ngorongoro Crater Conservation Area? Weshalb würdet Ihr Euch so entscheiden?
.....mal davon abgesehen, dass die Migration nach eigenen Gesetzen abläuft und sich herzlich wenig um
imaginäre Grenzen kümmert........würde ich, wenn ich schon da bin........
A) beide Konzessionen eventuell tageweise bezahlen (finanziellen Aspekt a fond perdu......)
😎 wenn ich mich entscheiden müsste....die Serengeti, weil das Gebiet die Seronera und Umgebung
mit einschliesst...
C) vor Ort nochmals Situationsbedingt handeln, da Ihr beide ja erfahrene Afrika.Besucher seid, 😄 😄 😄
mute ich Euch das gerne zu.........
lg BMW
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200815. Feb. 2016 · #3
Hallo Thomas,
Von den Permits abgesehen kann ich nur Eines behaupten. Wir sind Januar 2015 in der Ndutu Safari Lodge gewesen. In Ndutu Conservation Aera haben wir sehr sehr viele Miezen gesehen. Man kann auch Off Road fahren.
Für mich bis Heute das beste Safarigebiet in dieser Jahreszeit für Miezen!
Im Seregenti NP gab es viel zu viel Rummel.......Um eine Mieze minimum 20 Wagen.....
THBiker1'366 Beiträge · seit 201115. Feb. 2016 · #4
Hallo Thomas,
genau die gleiche Fragestellung habe ich mir auch schon öfter gestellt. 2013 Anfang Februar habe ich die Option mit 5 Tage Ndutu und 3 Tage Serengeti gewählt. Wir hatten in Ndutu die ganzen Gnus und mussten nie weit fahren. Perfekt. In der Serengeti waren zu anfangs so gut wie keine gnus zu sehen, aber gegen Ende kamen sie dann doch nach und nach. trotzdem war es in der Serengeti nicht langweilig (ok, ein Nachmittag war wirklich tite Hose). 2015 dachte ich mir "volles Risiko" und habe 7 Tage in Ndutu verbracht (Ende Januar/ Anfang Februar). Das Ergebnis, die ersten Tage war kein einziges Gnu in der Nähe 🤩 🤩 obwohl ich auf Herdtracker die Wanderung regelmäßig verfolgte und die Gnus Mitte Januar schon in Ndutu waren. Die Trockenheit hat sie aber wieder wegziehen lassen. Die letzten Tage kamen sie dann und auch das Kalben begann.
Nun, was soll man da raten. Ich persönlich würde wieder Ndutu den Vorzug geben, wenn ich Ende Januar, Anfang Februar gehen würde, bzw. mehr Tage dort einplanen. Für deinen Zeitraum im Dezember, bzw. Anfang Januar, würde ich die Prio auf die südliche Serengeti legen und nur ein paar Tage in Ndutu verbringen (vielleicht irgendwo am Lake Ndutu)
Warum würde ich so entscheiden? Ich verfolge die Migration jetzt doch schon einige Jahre und meine Einschätzung ist, dass die Herden Ende Dezember zum Großteil noch in der Serengeti sind und nur ein Teil in die Conservation Area abwandert.
TopobärThemenstarter5'479 Beiträge · seit 200915. Feb. 2016 · #5
Vielen Dank schon einmal für die ersten Antworten. Ich denke, ich muss die Rahmenbedingungen noch etwas genauer erläutern. Wir werden im Norden über Kleins Gate in die Serengeti hinein fahren. Dann zunächst in der Lobo Area sein und dann für einige Tage in der Seronera Area. Von dort soll es dann weiter in die Ndutu Area gehen. Dort wollen wir uns nach einer langen Campingreise mal für zwei Nächte etwas Luxus gönnen und in einem Migrationscamp übernachten. Der Preis dafür ist dann jedoch, dass wir uns für eine Seite entscheiden müssen und nicht spontan flexibel sind.
Ist offroad in der NCCA tatsächlich offiziell gestattet?
THBiker1'366 Beiträge · seit 201115. Feb. 2016 · #6
Topobär schrieb:
Ist offroad in der NCCA tatsächlich offiziell gestattet?
So ist zumindest meine Erfahrung. Auch die Ranger haben nie etwas anderes gesagt und auch bei unserem Safariveranstalter wird damit geworben.
Wenn ihr ja sowieso davor schon in der Serengeti seid, dann würde ich die restlichen Tage in Ndutu verbringen. Dort gibt es auch ohne Gnus viel zu sehen, z.B. Lake Masek, Hidden Valley, Ndutu Marsh. Katzen werden euch da mit Sicherheit begegnen.
Ich würde mich auch der Meinung von Thorsten anschliessen. Ihr seid vorher schon in der Serengeti und mit ein paar Tagen in Ndutu seid ihr meines Erachtens breiter aufgestellt. Ich persönlich empfand Ndtu als ein absolutes highlight unserer Tour- ok das hängt auch immer von den einzelnen Sichtungen ab.....
Denke mit Ndutu seid ihr Auch flexibler was die Migration angeht. Wir sind am 11. November letzten Jahres in Tansania gelandet und bei unserer Ankunft hiess es die Migration wäre voll in der Serengeti um Seronera. Wie wir kurze Zeit später feststellen konnten, war die Serengeti (Bereich Moru und Seronera) um den 20-24. November quasi Gnu leer! Die Herden waren schon voll in Ndutu. Glücklicherweise hatten wir 3 Tage in der Ndutu Region und so haben wir die Herden dort noch gesehen.
Katzen gab es satt.
-Jörg
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: HEUTE
"Afrika hat seine Geheimnisse und selbst ein weisser Mensch wird diese nie verstehen. Er kann sie aber respektieren." Miriam Makeba
One elephant is killed every 15 minutes
www.iworry.org
Auch ich würde mich Thorstens Meinung anschliessen, da Ihr ja schon in der Serengeti gewesen seid! Und für 2 Nächte gibts in Ndutu auch ohne Migrations-Herden genug zu sehen. Wenn nur die Entscheidung Ndutu/Serengeti gewesen wäre hätte ich für Januar eher die Serengeti gewählt...
Aber ich meine dass Elvira mal geschrieben hat dass auch in Ndutu Offroad-Verbot ist, aber vieleicht irre ich mich...offroad gefaren sind wir aber auch...hmm...Elvira???
Bushtruckers1'580 Beiträge · seit 201415. Feb. 2016 · #9
Hallo Zusammen
dem Tip sich in der Serengeti wie auch in Ndutu aufzuhalten, schliesse ich mich an. Ndutu hat wirklich seinen eigenen Reiz!
Offroad fahren ist in Ndutu offiziell verboten (hatte eine E-Mail direkt von Ngorongoro Conservation area), wird aber von den wenigsten eingehalten - leider. Offroad ist aber nicht, den Schlammloechern auszuweichen und von denen hat es nach Regen ein paar heftige.
Viele Gruesse Elvira
Safaris in Ostafrika
Bush Trucker Tours
www.bushtrucker.ch
Elvira Wolfer
Zubucher- und individuelle Safaris
THBiker1'366 Beiträge · seit 201115. Feb. 2016 · #10
Bushtruckers schrieb:Hal
Offroad fahren ist in Ndutu offiziell verboten (hatte eine E-Mail direkt von Ngorongoro Conservation area), wird aber von den wenigsten eingehalten - leider. .
Viele Gruesse Elvira
Wieso sagen dann noch nicht einmal die Ranger etwas? Wir hatten oft Kontakt und wurden kontrolliert, aber bezüglich Offroad fahren wurde nie etwas gesagt 😕 Wobei man vielleicht sagen muss, dass wir meist nur auf den offenen Ebenen offroad gefahren sind und auch nur dann, wenn wir etwas gesichtet hatten. In der Gegend um den Lake Masek waren wir stets auf der Piste. Vielleicht wird hier differenziert.
Edit: Elvira, mach mal deine Signatur kürzer, die ist ja länger als deine Beiträge 🤩 😗 😄
THBiker1'366 Beiträge · seit 201115. Feb. 2016 · #12
Bezüglich Camp kann ich nur etwas zum Wildlands Mobile Camp sagen. Es ist ein einfaches Camp mitten im Busch. Ich habe mich wohl gefühlt und die Zeit dort genossen. Das Essen ist nichts Besonderes, es war alles gut, jedoch nicht übermäßig viel. Etwas mehr Abwechslung wäre nicht schlecht, denn es gab z.B. jeden Tag Karotten in allen möglichen Formen und Zubereitungen. Als ich dort war, ist es mir dann wieder eingefallen, dass es das letzte Mal genauso war. 😉 aber alles kein Problem, es kann ja niemand etwas dafür, dass ich gekochte Karotten nicht vertrage 😉 In den Zelten gibt kein Strom und es sthen nur 10 Liter Wasser pro Person zur Dusche zur Verfügung. Ein Luxus Camp ist es definitiv nicht. Wenn die Migration in den Ndutu Sümpfen ist, dann sind die Anfahrtswege kurz und man ist mitten im Geschehen. Alternativ wäre wohl auch das Lemala Mobile Camp zu empfehlen (jedoch keine eigene Erfahrung)
Ndutu ist immer einen Aufenthalt wert. So ein Mobile Camp ist ja nicht eben billig. Rechne nur zu der Jahreszeit damit, dass ihr auch wegen Regens komplett evakuiert werdet. Der Klimawandel lässt grüßen.
Herzliche Grüße Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
franzicke2'085 Beiträge · seit 201223. Feb. 2016 · #15
Hallo Topobär, seit heute Morgen sind wir aus Tansania zurück - wir waren mit Fahrer im Norden unterwegs und ein paar Tage auf Sansibar. Vom 9.-11.Februar waren wir in der Ndutu Safari Lodge, also mitten - und ich meine wirklich mitten - in den großen Herden, teilweise mit Gnu-Kälbern oder auch mit kugelrunden Gnu-Damen. Es war einfach ganzganz großaritg!!! Aber auch ganzganz extrem waren die Pistenverhältnisse. Während unseres Aufenthalts hat es teilweise auch noch etwas geregnet, aber zuvor muss das echt ziemlich der Wahnsinn gewesen sein. Nun bin ich ja bekanntermaßen Mitglied der Schisser-Fraktion und war vor Ort wirklich froh, dass der Gedanke ans Selbstfahren für uns nur ein sehr kurzer war. Wir haben ein Selbstfahrer-Paar mit eigenem Fahrzeug dort getroffen, die ziemlich verzeifelt waren und sich einen Zwischendurch-Aufenthalt in der Ndutu Safari Lodge gegönnt haben ... je nachdem wie weit ihr mit der Unterkunftsplanung seid, ist vielleicht auch die Möglichkeit, an einem Game-Drive teilzunehmen, ein Kriterium? Das Selbstfahrer-Paar hat extrem über totale Orientierungslosigkeit geklagt und es gehen anscheinend auch immer mal wieder Driver dort in der Schlammschlacht "lost". Uns hat es übrigens in der Ndutu SL sehr gut gefallen - es gibt Leute dort, die jedes Jahr im Februar dorthin kommen und teilweise über 4 Wochen! bleiben. Das hat schon was sehr Legendäres 😎 Und sehr sehr leckeres Essen, insgesamt ohne Schnickschnack in grandioser Lage - die Tiere kommen wirklich bis aufs Lodge-Gelände. Wenn das mit den Mobile Camps bei dem Regen schwierig wird, wäre das für euch evtl. eine Alternative? Grundsätzlich kann ich dich nur bestärken, gerade in dieser Zeit in die Ngorongoro Conservation Area zu gehen - das Tieraufkommen ist wirklich unfassbar! Vieile Grüße Ingrid