WIWirbeideThemenstarter57 Beiträge · seit 201529. Juli 2015 · #1
Hallo zusammen 🙂
Ich sage schon vorab sorry, für evtl. doofe oder eher naive Fragen…
Wir gehen nächstes Jahr das erste mal nach Namibia und nun stellt sich für mich aktuell ein bisschen die Frage Auto mit Dachzelt oder Auto mit Lodge´s ?
Eigentlich stellte sich diese Frage für uns nie, da wir immer Individuell reisen, ob Asien, Südamerika etc. und wir uns bis jetzt immer sicher waren mit Dachzelt zu reisen aber da ich von dem Überfall gelesen habe hier im Forum mache ich mir jetzt schon ein bisschen Gedanken…
Vorab: Beide 30 Jahre jung/alt 😗 , gesund, fit, Reisemonat: Mai Meine Frage, wie kann man sich Übernachtungen mit dem Dachzelt vorstellen? Geht man dann auf eine Lodge mit Campingplatz bei dem man sicher ist evtl. eingezäunt in seinem Dachzelt übernachten kann oder sind das meistens nur Campingplatz mit einem „Empfang“ der abends aber nicht mehr besetzt ist?
Und ist generell immer mehr auf solchen Campingplätzen los oder eher in Lodge´s? Kann es auch mal vorkommen das man alleine auf so einem Campingplatz ist?
Ich weiß das man so was schwer pauschal beantworten kann, wir müssen jedoch für uns zeitnah diese Entscheidung treffen und ich bin mir sooo unsicher ohne jeglichen Austausch/Erfahrungen…wie seid ihr den das erste mal in Namibia unterwegs gewesen?
Danke erstmal... 🙂
Montango1'667 Beiträge · seit 201129. Juli 2015 · #2
Hallo,
wenn Ihr gerne zeltet, dann würde ich mich an Eurer Stelle für die Dachzeltvariante entscheiden. Uns gefällt das viel besser als in Lodges zu übernachten. Dort, wo es mal keine schönen Campingplätze gibt, gehen wir dann auch mal in eine Lodge. Da könntet Ihr ja kombinieren.
Campingplätze bei Lodges haben in der Regel immer eine Security, da müßt Ihr keine Angst haben. Die ganz abgelegenen Plätze in den Naturparks sind so weit weg von allem, dass die Gefahr eines Überfalles meiner Meinung nach gering ist. Auch auf Plätzen der Local Communitys ist man unserer Meinung nach sicher.
Wir vermeiden einsame Plätze, die sehr nahe an Ortschaften und Straßen sind. Allein in Mabuasehube z.B. haben wir uns nicht unwohl gefühlt.
Es gibt ganz viele Plätze in Namibia, wo Ihr keine Angst haben müßt. Wenn Ihr eine genaue Route habt, könnt Ihr ja nochmal nach den Unterkünften fragen, bei denen Ihr Euch nicht sicher seid.
WIWirbeideThemenstarter57 Beiträge · seit 201529. Juli 2015 · #3
Hallo Montango,
vielen Dank erstmal für deine Rückmeldung und deine Tipps!
Das ist wirklich eine gute Idee, wir werden zuerst die Route festlegen und auf dieser Basis können wir dann schauen welche Campingplätze für uns am besten sind (natürlich mit den Erfahrungen unter Rubrik "Unterkünfte")
Ich denke für uns würde dann als beste Variante Campingplätze in Lodge´s sein, da wie du schreibst diese mit Security sind, aber bestimmt sind diese dann wesentlich teurer?
Für mich ist es jetzt am Anfang erstmal wichtig das ich einen Überblick bzw. Erfahrungen bekomme wie man sich so etwas vorstellen kann mit einem Dachzelt auf Campingplätze.
Grüße
Jambotessy2'610 Beiträge · seit 200729. Juli 2015 · #4
Hallo Wirbeide,
obwohl schon 60+ kommt für uns immer nur Dachzelt in Frage 😉 . Wir campen in NP oder Campsites, die zu Lodges gehören. Ganz früher haben wir auch "wild" gecampt, aber das machen wir bis auf abgelegene Gebiete im Kaokoveld nicht mehr.
Die Preise sind immer sehr günstig - meist zw. 100 und 120 N$ p.P., oft auch noch günstiger. Nur in N.P. in Botswana und Etosha sind die Preise "gesalzen".
Grüße und Spaß bei der Planung Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
neben einer Geldfrage (Camping ist durchaus etwas preiswerter als feste Unterkünfte) ist es auch eine Überzeugungsfrage. Für mich persönlich hat Camping nix mit Urlaub zu tun. Ich will im Urlaub nicht kochen, Teller abwaschen, Zelt aufbauen usw. Ich campe hier in Namibia grundsätzlich nur da, wo wirklich keine feste Unterkunft in der Nähe ist (das ist v.a. in abgelegenen Gebiete des Kaokovelds so). Es müssen ja nicht immer größere, anonyme Lodges sein. Der Ursprung des namibischen Tourismus sind Gästefarmen, d.h. eine Art "Urlaub auf dem Bauernhof" (aber mit allen Annehmlichkeiten).
Vorteil namibischer Campingplätze (mit Ausnahme der staatlichen) gegenüber solchen in Europa ist vor allem die Größe (meist nur wenige Stellplätze mit sehr viel Platz) und die Einsamkeit.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Hallo Wirbeide, wir sind bis jetzt immer auf Campingplätzen in Namibia unterwegs gewesen. Sehr häufig ganz einsam auf einem Platz. Wir haben uns immer wohl und sicher gefühlt. Aber Ihr müst Euch auch nicht jetzt ganz festlegen. Wenn Ihr im Land - warum auch immer - plötzlich unsicher werdet, wechselt Ihr in Lodgeunterkünfte. Viel Spaß bei der weiteren Planung, Almut
reisetiger281 Beiträge · seit 201429. Juli 2015 · #7
Moin, nein keine doofe Frage, nur eine Frage die immer wieder gestellt wird.
Ich werde dieses Jahr eine dritte Variante versuchen: Bodenzelt!
Ich erwähne es deswegen, weil mir die anderen Varianten nicht optimal erscheinen.
Lodge: Teuer, meist ähnliches Essen, meist Buffett und wie im Hotel ist man an Kleiderordnung und Essenszeiten mehr oder weniger gebunden. Dafür hat man ordentliche Betten, auch wenn die Madratzen auch mal durchgelegen sein können. 🙁 Eine Lodge entspricht natürlich am ehesten einem Urlaubsfeeling und man wird betüdelt.
Dachzelt: Alles sehr individuell und unproblematisch und man liegt erhöht und ungestört, was gut ist. Ich persönlich finde es aber wie ein Wohnmobil; wenn man mehrere Tage an einem Ort ist, oder spontan doch noch zum Sundowner ein stückchen fahren möchte, dann get das nur mit dem Schneckenhaus. Zelt abbauen und Zelt wieder auf bauen.
Mein Kalkül: Bodenzelt. Viecher hin oder her. Moderne Zelte sind ruckzuck aufgebaut und alles bleibt stehen, wenn man sich geschwind ins Auto schmeißt. Und mit Feldbetten, wird es auch mit dem Liegen was.
Fazit: Ich denke nach wie vor, dass der Mix die Beste Lösung ist. Lodge für etwas Urlaub, Dachzelt für "Streckenbrecher" und Bodenzelt für Camping, ohne immer das Schneckenhaus reisefertig machen zu müssen.
Nun zu Details aus deiner Mail: Meine Frage, wie kann man sich Übernachtungen mit dem Dachzelt vorstellen?
In der Regel ist man auf bewachten Campingplätzen, obwohl die Bewachung nicht immer gegeben ist. Letztes Jahr ist auch der Campingplatz in Lüderitz überfallen worden, was mich schon sehr nachdenklich gestimmt hat. In der Regel haben Lodges und Gästefarmen auch sehr schöne Sites im Angebot. Hier werden auch Gamedrives und Morningwalks angeboten. Sogar mit dem Luxus, dass es seperate Waschhäuschen gibt. Daneben gibt es private Camp Grounds auf denen es rustikaler zugeht: Donky und in der freien Natur, wie Mesosaurus Camp usw. Jede Site hat einen Grillplatz und ist mehr oder weniger gut mit Abwaschplätzen und Strom usw. ausgestattet.
Man sollte im Dunklen nicht mehr unterwegs sein, somit ist der Empfang besetzt, ansonsten gibt es immer irgendwie eine Telefonverbindung.
Und ist generell immer mehr auf solchen Campingplätzen los oder eher in Lodge´s?
Es ist gleichviel los. Die Sites liegen in der Regel weit voneinander entfernt, bis auf die NRW Sites in den Nationalparks, da geht es zu wie in Grömitz 🤩 In der regel sitzen aber alle im Dunklen brav bei ihrem Lagerfeuer und es wird ab 17 Uhr dunkel. Wenn man unbedingt Anschluss sucht, wird man den auch finden. Wenn man ihn nicht sucht, dann ist das auch kein Problem. Ausreißer gibt es immer. Lodges haben kleine Hütten in denen Geschlafen wird und man isst in einem Gemeinschaftsraum und trifft sich an der Bar oder am Pool, oder am Wasserloch. Man kann sich aber gut aus dem Weg gehen, oder auch Anschluss suchen.
Kann es auch mal vorkommen das man alleine auf so einem Campingplatz ist?
Ja, aber mach dir mal nicht zuviel Hoffnung, oder bist du ungern alleine?
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carpe diem
WIWirbeideThemenstarter57 Beiträge · seit 201529. Juli 2015 · #8
@Jambotessy, vielen Dank für deine Rückmeldung!
@travelNamibia, grundsätzlich bin ich auch kein wirklicher Camper, aber ich denke irgendwie gehört das ein bisschen mit dazu, man fühlt sich viell. der Natur dadurch verbundener...? Ich denke wir werden nach dem die Route steht uns Campingplätze aussuchen und wenn wir allgemein nicht zufrieden sind schwenken wir evtl. doch um auf Auto mit Lodge Ob Camping wirklich preiswerter ist weiß ich nicht, du musst das Auto ja auch überschlagen das teurer ist wie ein normales Auto + Essen selber kaufen Von Gästefarmen habe ich auch schon viel gelesen viell haben wir auf unsere Route Glück und es findet sich ein paar Gästefarmen wo wir übernachten können
@Almut, ich denke entweder werden wir es so machen wobei das dann pro nacht wirklich teurer wird, teures Dachzelt Auto + Lodge oder wir werden uns für eins entscheiden und das dann durchziehen, außer ich bekomme wirklich große Angst 😉
@reisetiger, Hut ab vor dir! Mit Zelt campen… wow ich mach mir ja jetzt schon ein bisschen in die Hosen mit Dachzelt, dass würde ich nicht überleben 🤩 Danke für deine Erfahrung und dein Fazit, ich denke erst wenn unsere Route steht und wir wissen was für Unterkünfte für uns in Frage kommt können wir evtl. besser Entscheiden Wobei ich doch nun immer mehr zum Dachzelt tendiere, da hier einfach das Abenteur mehr mit dabei ist und das gerade in einem Land wie Namibia doch irgendwie dazu gehört 🙂 Da gebe ich dir vollkommen recht, genau das befürchte ich auch das man mit dem Dachzelt irgendwo steht alles aufgebacut und dann will man doch noch schnell wohin weil z.B Tiere gesichtet worden sind... tja mit einem Dachzelt geht das nicht
Oh man.... das ist wirklich nicht einfach...
Allein…. Jein… Ja ich bin gerne bei sowas alleine aber nur wenn ich weiß das ca. 400m weiter jemand ist 😗
Francismaus164 Beiträge · seit 200729. Juli 2015 · #9
Hallo Wirbeide, wir haben z.B. (1999) mit einer Kleingruppenreise angefangen, dann Lodges/Guestfarmen und sind aber dann beim Camping hängengeblieben. Es gibt nichts Schöneres nachts irgendwo einsam am Lagerfeuer zu sitzen. Aber wir kombinieren auch gerne und nehmen zwischendurch mal eine Lodge. Man ist ja unabhängig mit dem Dachzelt und kann von Tag zu Tag entscheiden, wonach einem ist. Ihr könnt ja zuerst die "normalen" Campingplätze probieren, wo noch Zivilisation vorhanden ist. 😉 Bei mir hat bei der Entscheidung Zelt oder Logde auch die Abstinenz der Achtbeiner im Dachzelt einen entscheidenden Einfluss gehabt. Viele Grüße und viel Spaß bei der Planung Francismaus
D und M435 Beiträge · seit 201229. Juli 2015 · #10
Hallo Wirbeide
Wir sind auch schon etwas forgetschrittenen Alters 😗 und wir campen auch mit Bodenzelt und das aus Überzeugung. Wenn ich es richtig verstanden habe, habt ihr vor allem Sicherheitsbedenken wegen Überfällen. Da seid ihr im Dachzelt kein bisschen besser geschützt als im Bodenzelt. Ich denke, dass durch eine gute Wahl des Campingplatzes das Risiko minimiert werden kann.
reisetiger hat richtig festgestellt, dass man das Bodenzelt mit allem drin auch stehen lassen kann und somit weniger Aufwand mit Auf- und Abbau hat als im Dachzelt, wenn man mehrere Nächte bleibt und dazwischen rumfährt. Die heutigen Zelte sind wirklich ruckzuck aufgebaut. Wir haben übrigens keine Feldbetten sondern die genialen Daunen-gefüllten Luftmatratzen von Exped, für die sie zu Recht einige Outdoorpreise gewonnen haben (nein, ich habe keine Provision 🙄 ). Seit über 10 Jahren benütze ich diese und zusammen mit einem aufblasbaren Kissen absolut bequem und sehr warm. Ich hab' auch schon im Iglu 🤢 darauf genächtigt. Wir zelten aber nur dort, wo das Zelten einen Mehrwert, dh. schöne Stimmung in der Natur bringt. In den grossen Etosha-Camps werden wir in den festen Unterkünften schlafen.
Ich würde es auf jeden Fall empfehlen, ausser an der Küste (zu feucht-kalt) und im Etosha (ausser Elifantsrus).
Chrigu7'258 Beiträge · seit 200629. Juli 2015 · #11
Hallo Wirbeide
Ich rate Dir auf jeden Fall auch zu Camping und als Goodie ein, zwei Mal zu einer Lodge.
Der Hauptvorteil von Camping, ist dass das an vielen Orten möglich ist, wo es keine Lodges gibt. Das ist vielleicht bei einer ersten Tour noch nicht entscheidend. Für mich aber mittlerweile der wichtigste Punkt.
Meine Wahl ist meistens das Bodenzelt. Du hast mehr Platz als im Dachzelt und wenn Du mehrere Tage an einem Ort stehst, stellst Du nur einmal auf und nicht täglich.
Das Dachzelt nutze ich gerne auf Touren bei denen ich praktisch täglich weiter reise. Für eine erste Reise macht Ihr damit sicher nichts falsch.
In der Wildnis
Es geht aber auch anders ...
Herzliche Grüsse Chrigu
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Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
WIWirbeideThemenstarter57 Beiträge · seit 201530. Juli 2015 · #12
Vielen Dank für die vielen Meinungen! Ich denk das es wirklich ein toller Vorschlag ist und auch Kompromiss wäre, dass wir ein Dachzelt nehmen und falls wir uns dann mal unwohl fühlen in eine Lodge ausweichen! Ich denke das werden wir so machen
@chrigu, tolle Bilder, besonders das letzte.... Gänsehaut 🤩
wir gehören auch zur Bodenzelt-Fraktion, da wir gerne mehr als eine Nacht an einem Ort verbringen. Eine feste Behausung (Lodges) sind nicht so unser Ding außer in Windhoek. Da kommen wir aber bei der Familie unter. An der Küste mag ich auch im Haus oder Wohnung wohnen, aber mit einem Zelt, das Wind aushalten kann, kann man da auch wunderbar Urlaub machen.
Noch lieber schlafen wir ohne Zelt wenn es nicht regnet, nicht gerade Löwen in der Nähe sind, keine Kobra im Nachbarbaum wohnt oder der Campingplatz nicht so überfüllt ist, dass man den Blicken anderer ausgesetzt ist (z.B. Etosha). Insgesamt habe ich mehr als ein Jahr meines Lebens so draußen geschlafen und es ist ungefährlicher als die meisten Leute glauben. Der Sternenhimmel in Namibia ist so unbeschreiblich schön.
Mein einziges Problem mit ohne Dach überm Kopf schlafen ist, das Moskitos mich lieben und ich sie hasse. Wenn es sie gibt, kommen sie (gefühlt) immer und nur zu mir. Meine Mitreisenden bleiben dadurch meistens verschont und verstehen nicht ganz, warum ich dann plötzlich doch ein Zelt oder Moskitonetz will.
Um deine Frage (Lodge oder Dachzelt) zu beantworten, würde ich den Rat geben: Dachzelt.