Nordroute Tansania - Reisebericht

Reisebericht 39 Antworten · 8'190 Aufrufe · gestartet 25. Juni 2015 von Bushtruckers
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201425. Juni 2015 · #1
Liebe Foris

wie versprochen, geht es weiter nach Tansania.

Joseph lädt uns auf der Kenia Seite aus dem Auto, so dass wir auschecken können. Eine lange Schlange, die Busse aus Tansania sind grade angekommen. Als wir endlich dran sind, meint die Kundin, sie bekomme wohl das volle Sicherheitsprogramm. Und so kams... Foto, rechte 4 Finger, rechter Daumen, linke 4 Finger, linker Daumen. Wenn man sich was wünscht bekommt man es gelegentlich. Wir spazieren auf die Tansanische Seite, die Verkäufer abweisend. Nur der Cashewnussverkäufer hat Glück. Die kennen mich auch schon, denn ich liebe diese Nüsse! Auf der Tansania Seite sind sie streng. Erst in den Raum wo der Impfausweis auf Gelbfieberimpfung geprüft wird während man vor einem Messgerät steht, das auf Ebola prüft. Dann bekommt man den Einreisezettel zum Ausfüllen und stellt sich im anderen Raum in die Reihe. Hier war sie nicht lang und wir waren bald durch. Joseph steht auf dem Parkplatz nahe bei uns. Der Bus ist angekommen und langsam tröpfeln Leute an. Wir warten einfach mal und ich teile die Nüsse mit Joseph. Fast alle Busreisenden sind durch und wir steigen ein. Hoppla, unsere Sitze sind belegt. Gibt eine kurze Auseinandersetzung und wir haben unsere gebuchten Plätze. Eine Frau mit Kind fehlt noch. Nachdem die normale Stunde schon mehr als 1 Stunde überschritten ist, gehe ich in die Einwanderungshalle. Der Fahrer versucht ihr zu helfen. Mal wieder eine Person, die die Papiere nicht in Ordnung hat und da das öfters vorkommt, werde ich jeweils grantig, da man das vorher überprüfen könnte. Also sage ich dem Fahrer sie hier zu lassen, denn alle warten nun über eine Stunde auf sie! Nun, kurz danach geht es weiter. Die Strasse ist nach wie vor gut und nach ca. 2.5 Stunden sind wir in Arusha beim Impala Hotel. Amani, der Taxifahrer, den ich hier immer benutze, wartet auf uns und fährt uns nach Usa River zum Kiota Nest. Barbara ist noch nicht da, also begrüsst uns ihre liebe Angestellte und zeigt uns die Zimmer. Es ist einfach heimelig hier. Die Kunden laufen etwas im Garten rum, ich checke mails. Barbara kommt nun auch und begrüsst uns. Bald schon ist Zeit zum Abendessen - es schmeckt sehr gut mit teils frischem Gemüse aus dem Garten. Draussen ist es finster und Barbara legt ein paar Bananstücke auf ein an Stricken aufgehängtes Brett. Ein Sensor schaltet das Licht ein, wenn ein Buschbaby kommt, um sie zu holen. Eine grandiose Idee! Es ist kühl, doch dennoch mache ich das Fenster etwas auf. Zwar kommen nun die wunderschönen Weisslinge (Schmetterlinge) rein, doch die stören mich nicht im geringsten.







15.5. Ein kräftiges Frühstück und nachdem auch unser Fahrer Bakari seinen Kaffe getrunken hat, fahren wir los Es ist noch ziemlich diesig. Bis zum Parkeingang sind es nur ein paar Minuten und auch das Einchecken geht schnell. Es sitzt ein Schopfadler auf einem Baum und in der Ebene, die Kleine Serengeti heisst, tummeln sich viele Büffel und einige Zebras.



Die Strasse steigt nun an und wir halten Ausschau. Prompt entdecken wir einen Roten Ducker, aber das Licht war zu schwach, um ein brauchbares Bild zu bekommen. Schon bald sind wir beim Momella Gate und nach einer Weile starten wir mit einem Ranger. Auch ein Lehrling, der Biologie studiert ist mit dabei. Ich hoffe, ein paar Dinge, die ich ihm erklärte, konnte er behalten.



Beim Studieren der Knochen und Schaedel

Es geht über die Brücke und leicht aufwärts. Uferschwalben sitzen endlich mal still, so dass ich ein Erkennungsbild schiessen kann. Büffelherden und als ein einzelner Büffelbulle anspaziert kommt, wird der Ranger sehr aufmerksam und sagt uns, wir sollen weitergehen. Tun wir freiwillig.





Bald sind wir beim Wasserfall, der erfrischend Wasser versprüht. Nun geht es wieder leicht runter und Mt. Meru fängt an sich etwas zu zeigen. Ein Büffel steht versteckt unter toten Blättern einer Palme. Hier ist es schön schattig.









Mount Meru wird immer klarer...

Fortsetzung folgt
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201427. Juni 2015 · #2
Wir sind nun zurück beim Gate und steigen ins Auto. Langsam fahren wir Richtung Momella Seen. Makkoa Enten sind da! Doch ein Foto von diesen Vögeln auf dem sich ständig bewegenden Wasser ist eine andere Geschichte. Wir geniessen nun einfach mal unseren Picknicklunch auf dem erhöhten und überdachten Picknickplatz, mit Blick auf See. Auf der Weiterfahrt geht es entlang des Sees bis wir zu einer Schlammstelle kommen, wo ein Warzenschwein sich echt in den Schlamm reinwühlt.







Auch diesmal sind Flamingos hier, doch stellen sie sich nicht ganz so, wie ich es eigentlich erhoffte.



Manchmal muss auch ein bisschen Spass beim Fotoshooting sein....



Nach dem Stop weiter; da steht ein Tier und nur mit einem nähergeholten Bild ist es erkennbar. Eine verletzte Wasserböckin. Zum Glück begegnen uns auch gleich danach Ranger, denen wir dies melden. Ich hoffe, sie werden ihr helfen.

An einem gut sitzenden Weissbrauen-Spornkuckuck koennen wir natuerlich nicht einfach so vorbeifahren...



Langsam tuckern wir weiter um die Seen und an einer anderen Stelle bekomme ich endlich ein Bild von den Makkoa Enten. Diese haben es mir einfach angetan mit ihren roten Augen.



Das nächste Ziel ist der Ngurdoto Krater. Doch auf dem Weg suchen wir natülich nach Tieren. Eine Afrikanische Höhlenweihe posiert. Diese attackieren Vogelnester und fressen die Jungen.



beim Krater sitzt ein Silberwangennashornvogel in guter Position



und wir geniessen die Sicht in den 15 Mio alten Krater



Wiederum fahren wir duch den traumhaften Wald mit seinen grandiosen Bäumen. Die Strasse ist kurvig, eng und teilweise steil. Kurz vor der kleinen Serengeti sitzen 2 grosse Greife. Im Licht nicht gleich zu erkennen, doch klar beim Näherkommen - Kronenadler. Dies die grössten Adler in Afrika, die sich hauptsächlich von Affen in Wäldern ernähren. In Tansania ist der Bestand noch gut dran, doch anderswo wo kräftig abgeholzt wird, im Rückgang.





Die Zeit drängt und doch müssen wir anhalten, um den sich schön zeigenden Kilimanjaro mit der Kleinen Serengeti im Vordergrund zu fotografieren. Ein herrlicher Tag im Arusha Nationalpark geht zu Ende und wir sind auch gleich beim Kiota Nest, wo warme Duschen im lustig gebauten Badezimmer, ein leckeres Abendessen und eine Nacht mit gutem Schlaf auf uns wartet.

Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
255 Beiträge · seit 201327. Juni 2015 · #3
Super mal was über den Arusha NP zu lesen!

liebe Grüße und noch viel Spaß

Robert
Wo kämen wir da hin, wenn alle immer nur sagten "Wo kämen wir da hin?", und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201427. Juni 2015 · #5
16.5. Wieder bekommen wir ein leckeres Frühstück und schon bald kommt Bakari. Aufwiedersehen sagen und los geht es. Durch die Stadt Arusha und zum Meserani Schlangenpark. Von Mambas, Kobras, harmloseren Schlangen, Krokodilen, Schildröten und Jacksonswebern listet sich die Auswahl, wo man schauen will.



Maulwurfsnatter - Hauptnahrung Mulle



Rote Speikobra



Jacksonsweber / Golden-backed Weber, sind nicht allzu haeufig zu finden und somit nutze ich doch die dargebotene Chance







Der Meserani Schlangenpark ist sehr gut gefuehrt und ein Besuch lohnt sich.

Wir statten auch dem angegliederten Maasai Museum einen Besuch ab. Ein Maasai erklärt uns dabei über deren Lebensweise. Das Museum ist sehr gut gemacht!
Weiter geht es Richtung Tarangire. Wri sind zügig unterwegs und da passiert es.... das Auto schlingert, ich glaube schon wir überrollen nun neben der Strasse, doch Bakari bekommts wieder in den Griff und hält ihn in der Strassenmitte. Bakari schaltet von Gang 5 langsam runter, es geht abwärts und ein Matatu kommt entgegen. Ich sage ihm, blinke ihm zu, schalte Warnblinker ein. Sanft kommt das Auto auf der Brücke zu stehen. Der Grund, der linke Hinterreifen ist abgebrochen. Dies kommt zum Glück selten vor und ist bei Landcruisern häufiger als bei Landrovern. Warum, das Auto ist gut gewartet und nicht alt? Und warum bei uns? Auf der Brücke haben wir keinen Empfang, um meinen Partner in Tansania anzurufen. Also spazier ich etwas weiter und kann ihm kurz durchgeben, was passiert. Die beiden Kunden und ich werden von einem Fahrzeug von World Vision mitgenommen und zur Roika Lodge gebracht. Somit können wir froh, dass nichts weiter passiert ist, das Mittagessen geniessen. Nur ein paar tolle Vogelarten halten uns vom Essen ab....





Mein Zelt in der Roika Lodge, die etwa 15 Minuten Fahrzeit vom Parkeingang liegt



und die Dusche, die ich total neckisch fand



Nach dem Mittagessen tigere ich in der Anlage rum und finde den wunderschönen Orixweber, der hier gar nicht selten ist.



Orixweber / Southern Red Bishop

Es ist bald 16.00 Uhr und schon steht mein Partner vor meinem Zelt, bereit mit dem Landrover uns auf Pirschfahrt zu fahren. Also nichts wie los.... Die Strasse bis zum Parkeingang ist voll mit tiefen Pfützen und ausweichen ist angesagt, so dass das Auto halt doch ziemlich rüttelt. Beim Eingang halt wieder mal etwas Zeit investieren, bis die die Bezahlung erfolgreich abgeschlossen haben. Doch nun kanns losgehen. Schon bald finden wir einen Termitenhügel, der von Zwergmangusten bewohnt wird. Die niedlichen, kleinen Tierchen lassen sich auch von uns nicht stören und gehen ihren gewohnten Geschäftlichkeiten nach.



Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
2'338 Beiträge · seit 200727. Juni 2015 · #6
Hoi Elvira

Du glaubst es jetzt nicht, aber bis zum Arusha Nationalpark haben wir’s noch nie geschafft. Da müssen wir nächstes Mal unbedingt hin. Tolle Bilder hast du von dort gemacht.
Bin nun auf den Tarangire gespannt. Dort hat es uns - abgesehen von den TseTses 😠 - prima gefallen.

Du schriebst:
Sanft kommt das Auto auf der Brücke zu stehen. Der Grund, der linke Hinterreifen ist abgebrochen. Dies kommt zum Glück selten vor und ist bei Landcruisern häufiger als bei Landrovern
Das Problem kommt in Afrika ab und zu mal vor.


h3ef8b69.JPG



Der wusste im Moment auch nicht, in welche Richtung er weiter soll 😄 .

Liebe Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
zuletzt bearbeitet 27. Juni 2015
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201427. Juni 2015 · #7
Hoi Erika

Ihr muesst wirklich mal in den Arusha NP, ich mag ihn sehr. Wenn auch vielleicht nicht weniger wegen den Grosstieren, doch wegen der Landschaft und den kleinen Tieren. Er ist super fuer Schmetterlinge in allen Farben und Formen!

Liebe Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201427. Juni 2015 · #8
Da sitzt was, Löffelhunde, ach und zu schnell weg... Das Licht ist nun super und wir fahren entlang des Tarangire Flusses. Nach ein paar Vogelaufnahmen kommen auch schon bald Elefanten in Sicht.



Gabelracke, das begehrte Fotoobjekt



Elsterwuerger, haeufig in Tansania, doch in Kenia nur in einem Gebiet in der Mara zu finden

Man soll auch kleine Tiere nicht uebersehen... Riesenschnurfuessler, harmlose Tierchen



Der erste Elefant rennt davon. Er muss wohl schlechte Erfahrungen mit Menschen und Autos gemacht haben. Tansania erlaubt ja die Grosswildjagd noch und Wilderei ist auch nicht mit Kleinbuchstaben geschrieben.....



Wolken und Sonne, da muss ein Regenbogen her. Und dass unter dem Regenbogen auch gleich noch Elefanten stehen, das ist doch super!





Das Licht wird immer goldiger und auf einem Baobab sitzen ganz viele Marabus. Wohl ihr Schlafbaum



Wir verlassen den Park und waehrend wir wieder auf der schlechten Strasse zum Camp fahren, geht die Sonne golden hinter dem Rand des Grossen Grabenbruches unter.

Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201428. Juni 2015 · #9
Ach da ist noch was in der Geschichte vergessen gegangen. Als ich mit dem Wächter (ist hier obligatorisch, das Büffel und Elefanten ins Camp kommen. Spuren habe ich selber gesehen!) leuchtet er auf den Boden. Eine kleine, grünliche Schlange mit schwarzem Kopf. Ein Tausenfüsserfresser, der sich aber von giftigen Hundertfüssern ernährt. Sie können mit dem Giftzahn seitlich zubeissen, ohne das Maul zu öffnen. Das Gift kann bei grösseren Arten starke Auswirkungen haben.



Jackson's Tausenfüsserfresser aus der Familie der Erdottern. Daneben der Soldat einer Wanderameise

17.5. Schon früh geht es wieder los. Erst zum Parkeingang und dann Richtung Süden zu den Sümpfen.

Das ist das erste, was uns noch im Camp begegnet - paarende Tausendfuesser



Es ist noch kein Licht und Fotos werden gar nichts. Bakari, der nun mit dem Landrover fährt, versucht Seitenwege zu nehmen, doch die sind noch viel zu nass und somit müssen wir wenden und den Hauptweg nehmen. Alle müssen mal zur Toilette und da kommt der Picknickplatz oberhalb des Tarangire Flusses grade gut gelegen. Ich staune einfach immer wieder, wie in Tansania sauber Toiletten geboten werden. In Kenia ist dies eine Rarität. An Tieren finden wir noch nicht viel, Vögel, wie der Habichtsadler, Unzertrennliche und eine selten zu sehende Zwergrohrdommel. Büffel, Elefanten und halt immer wieder die tollen Baobabbäume, an denen ich mich nie sattsehen werde.



Die sind scheu und wenn das Licht nicht gut ist... Masken- oder Schwarzkoepfchen



Sturm's Zwergrohrdommel oder Schieferrohrdommel



Rot- oder Nacktkehlfrankolin und nun sieht man warum der Name Nacktkehl



Typisch im Tarangire NP der Grauglanzstar, der allerdings richtig im Licht sein sollte



Wassertriel auf den schoenen Steinen des Tarangire Flusses



Winde (Impomoea sp)

Klar kommen wir so nicht vom Fleck, wenn wir bei allem anhalten. Doch versprochen, der folgende Beitrag hat auch wieder etwas groessere Tiere.
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
1'737 Beiträge · seit 201029. Juni 2015 · #10
Hallo Elvira

Vielen Dank für Deine Eindrücke vom Arusha NP. Wenn ich Deine Bilder sehe, da könnte ich gleich anfangen zu weinen. Gestern Mittag waren wir noch dort und nun sind wir schon zurück in Basel. Die landschaftliche Vielfalt ist sehr beeindruckend. Für mich ist es unverständlich, dass sich viele keine Zeit dafür nehmen. Wir waren drei Tage im Park und es kam keine lange Weile auf.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
1'324 Beiträge · seit 201329. Juni 2015 · #11
Sehr interessanter Bericht. Danke.


Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201429. Juni 2015 · #12
Hallo Christa

vielleicht wissen die Leute, dass man dort kaum Elefanten und Grosskatzen zu sehen bekommt. Freut mich, dass er Euch gefaellt.

Danke Joe!
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201429. Juni 2015 · #13
Ein Elefantenbulle frisst ganz gemütlich neben der Strasse, ja er kommt auch ganz friedlich nahe ans Auto. Wir lassen ihn. Ein anderes Auto folgt ihm und die Mitfahrerin fotografiert mit dem Handy. Für mich ist es immer ein grosser Unterschied, kommt das Tier zu mir oder gehe/fahre ich zum Tier. Die Bedrohungssitation ist für das Tier auf jeden Fall anders. Und alle, die mit Elefanten rumspassen, haben noch keinen ernsten Angriff miterlebt. Glaubt mir, dies fährt ein und haftet in der Erinnerung.









Elefantenfamilie beim Ziehen. Es ist herrlich die grauen Riesen friedlich zu sehen. Leider ist das dank Wilderei und in Tansania nach wie vor erlaubter Grosswildjagd nicht selbstverstaendlich. Umso mehr freuen wir uns ueber diese Familie



Eine Gruppe Maasai Strausse spaziert vorbei. Sieht in dem hohen Gras sehr schön aus



Dies ist nun schon die 2. Sichtung heute des Afrikanischen Habichtsadlers. Sie ziehen innerhalb Afrika und sind nicht oft anzutreffen



Schon bald sind wir nun bei den Silale Sümpfen und seht mal, wie gut es uns geht. Die Picknickplätze haben Tische und Bänke, die mit einem Netz überspannt sind. Zudem die guten, sauberen Toiletten. Sogar wurde uns mitgegeben, denn einer der Kunden liebt seinen Mittagskaffee. Bei all dem Essen soll man nicht zunehmen, nun, daran denke ich zuhause wieder, wenn die Waage schimpft.





Der Sumpf ist ein wichtiges Brutgebiet sehr vieler Vogelarten. Der Tarangire hat ca. 550 Vogelarten - keine Bange ich habe nicht alle fotografiert - leider. Diese Blume stach mir ins Auge. Ich weiss zwar noch nicht, was es ist, doch ich finde sie einfach so schoen und speziell.



Nach dem Essen fahren wir etwas entlang der Sümpfe, finden aber ausser Vögeln nichts. Erst nachdem wir wieder zurückfahren, am Picknickplatz vorbei, stehen Giraffen und etliche Elefanten da.





Leider war starkes Gegenlicht.



Flammenkopfbartvogel

Es heisst langsam nach hause fahren, aber nicht ohne wiederum für Elefanten und die einfach zu herrlichen Baobabbäume anzuhalten.



Zum Abschluss des heutigen Tages zeigt sich doch noch ein Maskenkoepfchen einigermassen fotogen.

Wir sind gleich im Camp und geniessen die Dusche und das Essen.
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
1'366 Beiträge · seit 201130. Juni 2015 · #14
Oh das weckt Erinnerungen, war ich doch auch erst auf dem Silale Picknick Platz 🙂 Was meinst du mit Netzen überspannt? Bei uns waren nur Tisch und Bänke vorhanden, die überdacht waren. Ein schöner Platz um während der Mittagshitze zu entspannen. Sehr gepflegt und wie du sagst, saubere Sanitäranlagen.
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201430. Juni 2015 · #15
Hallo Thorsten

schoen, dass Erinnerungen wach werden...

Die Ueberdachung der Sitzplaetze ist eine Art dichtem Moskitonetz in gruener Farbe.

Werde bald noch ein Bild posten.

Liebe Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201430. Juni 2015 · #16
18.5. Mit dem Landrover fahren wir erst auf Teer und dann bald auf Naturstrasse zum südlichen Eingang des Lake Manyara Nationalpark. Wir haben es angekündgt, die Naturstrasse ist nicht allzu gut... und die Wahl kam nicht von uns. Wir fahren vorbei an Reisfeldern, Sonnenblumen und das mit Sicht auf den steilen Abhang, dem Rand des Grossen Grabenbruchs.





Nun heisst es durch einen Fluss. Das Flussbett ist sandig und es hat nur wenig Wasser. Doch die Einfahrt ist schlammig und gefällt mir nicht. Also fragen wir ein paar Buben, ob sie da nicht Steine und Aeste reinwerfen könnten. Tun sie auch gegen ein Trinkgeld. So schnell kann man gelegentlich Probleme lösen. Unsere Kunden sind skeptisch, sie haben das noch nie gemacht. Doch alles geht glatt, Bakari fährt souverän durch. Mit dem Landcruiser wären wir diese Strecke nicht gefahren!







und noch ein kleinerer Fluss



Es geht weiter auf dem Weg, um Biegungen, durch trockene Rinnsale, über Stock und Stein im wahrsten Sinne des Wortes. Es heisst langsam und vorsichtig fahren, um ein zu unbequmes Sitzen zu vermeiden.

Endlich sind wir beim Südeingang des Parkes. Und nun dauert es, bis alle Papiere von einer Hütte zur anderen spaziert sind und jeder irgendwas damit macht. Es hat zwar Vögel und Grüne Meerkatzen, aber kein Licht, also auch keine brauchbaren Fotos. Als so nach mehr als einer halben Stunde endlich das Grünlicht gegeben wird, fahren wir in den dichten Wald rein.





Es trompet einer und ein Elefanten schwingt seine Ohren und schüttelt den Kopf. Bakari schaut mich an. Also sage ich, Rückwärtsgang rein und zurück. Einen anderen Weg gibt es nicht. Er meint, mit Vollgas vorbei. Nein, es ist zu eng und wir können in den Büschen nichts sehen. Also wieder etwas vor, der Elefant ist noch da. Wir wieder zurück. Dann sage ich Bakari, tritt mal aufs Gas und lass den Motor heulen. Das hilft, es bewegt sich was im Busch. Langsam wieder noch vorne und ich frage die Beiden im Ausguck oben, ob sie ihn noch sehen. Nein. Gut, wir können weiter. Die Elefanten hier sind unberechenbar, da das Jagdgebiet nicht weit entfernt ist. Bald darauf wieder Elefanten im Wald. Doch diesmal ist es eine Herde.



Im dichten Wald sieht man nicht viel und wir fahren nun zügiger durch, so dass wir mehr ins offenere Gelände kommen. Bis an eine Stelle, wo eine Gruppe Paviane auf dem Weg sitzt. Doch sie geben die Piste gleich frei und wir können weiter.

Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
zuletzt bearbeitet 30. Juni 2015
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201401. Juli 2015 · #17
Als wir den See erreichten, fanden wir Rosaflamingos, Nimmersatte, Pelikane in grösseren Gruppen. Büffel schauten uns neugierig an. Auch 2 Schakale wanderten herum, liessen sich aber von uns nicht stören. Es hatte ganz diesiges Licht, also landeten die meisten Bilder gleich im Papierkorb des Computers.







Rosaflamingos



Schabrackenschakal



und endlich einmal ein sitzender Lannerfalke, der nicht wegfliegt. Haette nur das Licht auch noch gestimmt.... aber man nimmt was man bekommt und ist zufrieden



Die Gruppe Kronentockos war grade daran zu rufen. War lustig denen zuzuschauen.



Vielleicht sind dem einen oder anderen diese Buesche mit den kuerbisaehnlichen Fruechten aufgefallen. Die Blueten sind weissliche Kelche mit langem Stil. Sie gehoeren in die gleiche Familie wie der Kaffee - Gardenia jovialis tonantis, Englisch Large-leaved Gardenia.



Wasserfall vom Rande des Grossen Grabenbruchs. Das Einzugsgebiet reicht bis zum Ngorongoro Krater.

Nun haben wir den Picknickplatz bei den heissen Quellen erreicht. Erst essen wir mal gemütlich, das heisst, ich habe die Kamera in einer Hand und lausche, wer da alles sitzen könnte.





Der Eingang auf den Steg zu Maji Moto - heissem Wasser

Vor nicht langer Zeit haben sie einen tollen Steg über die heissen Quellen bis hin zum See gebaut. Man kann so die farbenprächtigen Algen sowie Vögel und Nilpferde näher sehen.



Hier waere also der Swimmingpool, tief genug fuer den grossen Zeh 😄 und uebrigens gar nicht erlaubt, da reinzulaufen.

Weiter geht’s auf Tiersuche und gleich rennt eine Herde Elefanten über den Weg. Ein Trupp Zebramangusten liegt auf dem Weg, leider müssen sie uns weichen.



Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
zuletzt bearbeitet 01. Juli 2015
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201403. Juli 2015 · #18
Ich bau Dir ein Schloss und genau so sehen einige Termitenhügel aus





Pantherschildkröte, die ich immer gerne sehe

Und da wir grade bei den Reptilien sind, eine Spotted Bush Snake



Und hier noch der Kopf dazu



Wir fahren im Wald und durch offene Stellen. Zebras, Maasaigiraffen, Warzenschweine, Gnus, Büffel, ja und auch ein Hund begegnen uns. Leider kein Wildhund sondern ein magerer Dorfhund. Die Hippos beim Hippopool sind zu sehr im Schlamm und somit ein paar Vögel beschauen.



Hornraben sind auch im Rückgang begriffen und man kann Sichtungen mit GPS Daten melden. Muss dies allerdings noch tun...















Streifenliest, der gleich ein Insekt fangen wird
Bald heisst es rausfahren und auschecken. Die Gerölllawine ist nach wie vor gut sichtbar, die vor ein paar Jahren runterkam. Neue Toiletten mussten gebaut werden, der Pfad mit den Lerntafeln ist allerdings noch begehbar.





Durch das Dorf Mto wa Mbu und auf der Holperpiste zum Savanna Bush Camp, wo ich vor kurzem mit einer Vogelliste angefangen habe. Sie wird nun wachsen... Paul, der Koch bereitet ein gutes Abendmahl für uns vor und schon bald ruft das Bett.
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
383 Beiträge · seit 201303. Juli 2015 · #19
Danke für das Zeigen der wirklich schönen Fotos. Nur bei den Flamingos hätte ich den Horizont etwas gerade gerückt sonst läuft das Wasser weg. 😉 . Nicht falsch verstehen, ich bin oft im Fotoforum unterwegs und da achtet man auf so was.

Holger
2019 Südafrika Klaserie - Timbavati - Sabi Sands 2018 Brasilien Rio de Janeiro - Foz do Iguacu - Pantanal - südliches Amazonasgebiet 2017 Kanada BC 2016 Sambia & Malawi 2015 Süden Tansanias Reisebericht: Mit der Cessna durch den wilden Süden Tansanias 2014 Kenia & Norden Tansanias 2013 Uganda/Ruanda 2012 Botswana
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201404. Juli 2015 · #20
Hallo Holger

das Zeigen ist gerngeschehen. Ist der Manyara See nicht schief in Wirklichkeit? 😐 Danke fuer den Hinweis, es ist nicht das erste Mal, dass ich den bekomme, denn ich achte echt nie drauf... es gab auch schon zu schiefe Berge... ich werde hoffentlich in Zukunft darauf achten.

Liebe Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris