Wieder Anschlag in Kenia

19 Antworten · 6'486 Aufrufe · gestartet 22. Nov. 2014 von Holger_W
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Themenstarter383 Beiträge · seit 201322. Nov. 2014 · #1
Hallo,
eh ich meinen Reisebericht fortsetze, wollte ich noch kurz mitteilen, das es im Norden Kenias wieder einen Überfall auf einen Bus gab.
http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_71885752/al-shabaab-terrormiliz-toetet-28-businsassen.html

Wie schade das man so etwas immer wieder lesen muss und einem deshalb die Reisefreude etwas getrübt wird.

Holger
2019 Südafrika Klaserie - Timbavati - Sabi Sands 2018 Brasilien Rio de Janeiro - Foz do Iguacu - Pantanal - südliches Amazonasgebiet 2017 Kanada BC 2016 Sambia & Malawi 2015 Süden Tansanias Reisebericht: Mit der Cessna durch den wilden Süden Tansanias 2014 Kenia & Norden Tansanias 2013 Uganda/Ruanda 2012 Botswana
6'375 Beiträge · seit 201122. Nov. 2014 · #2
Hoi zämä

Danke für den Beitrag, aber man sollte deswegen nicht ganz Kenia als gefährlich anschauen, denn der Überfall fans im Dreiländereck Kenia/Aethiopien/Somalia statt...Touristen hats da eher keine, denn wer da hinreist muss schon seit Jahren lebensmüde sein...
Bitte nicht falsch verstehen: Natürlich hats Einheimische, die schon seit Jahren unter den Übergriffen leiden müssen, die haben mein vollstes Mitgefühl und können einem nur leid tun... 🙁
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
1'324 Beiträge · seit 201322. Nov. 2014 · #3
Schlimme Sache.
Es ist auch die Hilflosigkeit eines Landes in dem nicht mehr alles so funktioniert wie es soll.

Die Brutalität dieser Terroristen ist erschütternd. Man weiß gar nicht wie man damit umgehen soll.


Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
Themenstarter383 Beiträge · seit 201322. Nov. 2014 · #4
Ja Picco, die Stadt liegt ganz im Nord - Osten von Kenia im unmittelbaren Grenzgebiet zu Somalia und Äthiopien. Ich habe mir das mal auf der Karte angeschaut, habe ja eine bekommen, auf unserer Tour 🙂 . Dort hin werden sich wohl auch die mutigsten Touristen nicht wagen.
Aber trotzdem, es ist doch eine Schande wie die Menschen untereinander umgehen.
Keine gute Reklame für ein Land, zu mal solche Meldungen nicht gerade umsatzfördernd für die Tourismusbranche ist.
Und da wollen sich die reichen Scheichs im Norden einkaufen????

Holger
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4'129 Beiträge · seit 200822. Nov. 2014 · #5
@ Holger_W
Nee, bei den Interessen der Sheiks gehts um Tanzania...


picco schrieb:
"Natürlich hats Einheimische, die schon seit Jahren unter den Übergriffen leiden müssen, ..."
Naja, - vielleicht trifft diese Aussage nicht so ganz zu. Es geht ja nicht nur um diesen kleinen Grenzort, der terrorisiert wird.


Leider sind seit Langem sehr sehr viele Einheimische von der direkten Gewalt betroffen und “nebenbei” ganze Regionen und mittlerweile der gesamte Tourismus!

Und es sind auch immer auch immer wieder Touristen betroffen, sogar ganz gezielt.

Hier nur einige Beispiele aus jüngster Vergangenheit, aber google bietet noch viel mehr!
http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_69865248/al-shabaab-bekennt-sich-zu-massaker-in-kenia.html
http://www.spiegel.de/politik/ausland/kenia-anschlag-kostet-dutzende-menschen-das-leben-a-975380.html

Auch beim Anschlag auf das Einkaufszentrum in Nairobi waren nicht nur einige Einheimische betroffen.


Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 22. Nov. 2014
6'375 Beiträge · seit 201126. Nov. 2014 · #6
Hoi zämä
lilytrotter schrieb:picco schrieb:
"Natürlich hats Einheimische, die schon seit Jahren unter den Übergriffen leiden müssen, ..."
Naja, - vielleicht trifft diese Aussage nicht so ganz zu. Es geht ja nicht nur um diesen kleinen Grenzort, der terrorisiert wird.
Ich habe nicht im Ansatz geschrieben dass nur dieser Grenzort darunter zu leiden hat...aber eben: der Empfänger macht die Botschaft!

Natürlich ist Kenia gefährlicher als die Schweiz oder Deutschland, erst recht die weitere Umgebung um Somalia!
Dazu gehört auch Lamu mit Umgebung und Festland, denn das liegt ja in der weiteren Umgebung von Somalia, dazu liegt es, logisch als Insel bzw. Küstenstreifen, im Bereich wo die somalischen Piraten aktiv sind.

Dass sich im Westgate-Center nicht nur einheimische Schwarze sondern auch in Kenia wohnhafte Weisse sowie (wenige) Touristen aufhielten ist ebenfalls klar, ich selbst hab da drin ja auch schon eingekauft.
Wobei wir damals die einzigen Weissen waren die ich gesehen habe.

Auch Raub-Überfälle auf Touristen gibts, manchmal mit tödlichem Ausgang...wie überall auf der Welt, nicht nur in Kenia, dort aber vor allem um Mombasa, weniger im Landesinneren (abgesehen vom Norden und eben dem Gebiet um Somalia).

Die Anschläge der Al-Shabaab richten sich in erster Linie gegen die einheimische Bevölkerung, und auch dort mehr gegen Christen als andere, die aber gerne als Kollateralschaden in Kauf genommen werden.

Weder das Westgate-Center noch der Markt in Nairobi, der vor kurzen attakiert wurde (hab den Namen vergessen...) noch der Busbahnhof sind übliche Touristenziele, wenn die Attentate auf Touristen zielen würden gäbe es in Nairobi etliche besser geeignete Plätze wo sich die Touris tummeln.

Dies ist für mich ein nicht unbedeutender Aspekt, zumal z.B. in Tansania die (seltenen) Attentate gezielter auf Touristen abzielen (Säureanschlag auf Sansibar, Bar in Arusha...), aber da wird nicht so ein Tara gemacht wie bei Kenia.

Meiner Meinung nach ist Kenia für Touristen nebst dem Norden und dem erweiterten Umfald von Somalia nicht gefährlicher als Tansania oder jedes andere afrikanische Land.
Aber da darf sich gerne jeder seine eigene Meinung bilden...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 26. Nov. 2014
408 Beiträge · seit 201426. Nov. 2014 · #7
@Picco
Meiner Meinung nach ist Kenia für Touristen nebst dem Norden und dem erweiterten Umfeld von Somalia nicht gefährlicher als Tansania oder jedes andere afrikanische Land.
Aber da darf sich gerne jeder seine eigene Meinung bilden...
Nein, dementiere ich entschieden und bilde meine eigene Meinung. In Tansania waren es ausser auf Sansibar nicht die Touristen, sondern auch vor allem Einheimische. Die Bar in Arusha wird praktisch nur von Einheimischen besucht, das Restaurant am Ghymkana von wohlhabenden Einheimischen und Expats.

In Kenia ist inzwischen auch die Gegend um und in Mombasa zu no-go geworden, speziell nachdem letzte Woche in einer Moschee ein Besucher erschossen wurde und der Mob wild durch die Strassen zog und aus Rache wahllos mehrere Menschen erstach ohne zu wissen wen. Sowas ist in Tansania auf jeden Fall bis jetzt noch nicht vorgekommen. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass das so kommen wird.

Johannes
The Schimann Family - Man kommt als Gast und geht als Freund
6'375 Beiträge · seit 201126. Nov. 2014 · #8
Hoi Johannes
bongolander schrieb:Die Bar in Arusha wird praktisch nur von Einheimischen besucht, das Restaurant am Ghymkana von wohlhabenden Einheimischen und Expats.
Interessant!
Im Bericht den ich gelesen habe stand dass die Bar normalerweise gut von Touristen besucht wäre...aber da vertrau ich Deinem Wissen mehr als dem eines Journalisten hier in Europa...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
408 Beiträge · seit 201426. Nov. 2014 · #9
Ja, bitte glaube es mir, das ist eine Bar in der Nähe des Busbahnhofs, an dem Abend war Fußballübertragung, ich glaube Championsleague, englische Teams.
Das andere am Gymkhana ist ein Restaurant, wo die Bessergestellten hingehen. Hauptleidtragende war auch eine indische Familie, die, soweit ich weiss, der Gupka-Familie zuzuordnen ist, nach denen ist ein Stadtteil von Arusha benannt (südlich French Corner).
Ein Bombenanschlag betraf den Apostolischen Nuntius (Gesandter des Hl. Stuhls), ein weiterer eine politische Kundgebung der Opposition. An andere kann ich mich nicht erinnern, alle (angeblich) sind gefasst und haben zur Zeit ihren Prozess.
In Sansibar sieht es etwas anders aus, da waren auch gezielt Touristen Anschlagopfer neben Priestern. Da wird es ohnehin noch was geben (private Meinung), weshalb ich Pangani für die bessere Badeoption halte.

Johannes
The Schimann Family - Man kommt als Gast und geht als Freund
1'366 Beiträge · seit 201126. Nov. 2014 · #10
bongolander schrieb:
In Sansibar sieht es etwas anders aus, da waren auch gezielt Touristen Anschlagopfer neben Priestern. Da wird es ohnehin noch was geben (private Meinung), weshalb ich Pangani für die bessere Badeoption halte.

Johannes
Was ist denn deine private Meinung was es da geben wird? Wir fahren ja im Februar hin 🤩 😵

Schlimm, dass die Welt von so ein paar Idioten in Angst und Schrecken versetzt wird. 😈 Man sollte sie alle......
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
2'338 Beiträge · seit 200726. Nov. 2014 · #11
Hallo zusammen

Jetzt komm ich doch ein wenig ins Hirnen, nachdem ich die aktuellen Reisehinweise vom Auswärtigen Amt über Kenia gelesen habe 😵 :

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/Nodes/KeniaSicherheit_node.html#doc351690bodyText1

Da steht in einer Auflistung von Anschlägen folgender Satz:
Am 02.02.2014 erfolgte ein Granatanschlag auf einen Nachtclub im Touristenort Diani mit 10 Verletzten.
Wir waren zu dem Zeitpunkt, d.h. vom 29. Januar bis 7. Februar 2014 direkt nebenan in Tiwi Beach und sind jeden zweiten Tag nach Diani gefahren. Uns ist damals nix, aber auch gar nix wegen dieses Anschlags zu Ohren gekommen 🙄 . Das einzige, was wir mitgekriegt haben war, dass die Bar, wo wir jeweils eins tranken, vom 5. auf den 6. Februar abgefackelt worden war. Man schaut schon ein bisschen blöd aus der Wäsche, wenn man zielstrebig seine Stamm-Bar aufsucht und plötzlich vor einer rauchenden Brandruine steht 🤢 .

Es tut mir wirklich leid um dieses schöne und sehr interessante Land, welches doch unendlich vieles zu bieten hätte.

Viele Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
1'162 Beiträge · seit 201226. Nov. 2014 · #12
Thorsten schrieb:
Schlimm, dass die Welt von so ein paar Idioten in Angst und Schrecken versetzt wird.
Hallo Thorsten,

betrifft leider nicht nur Kenia, sondern viele andere Regionen noch viel schlimmer. Wenn man könnte, sollte man sie alle... Ich selbst habe da so aber meine Scheu und halte nicht viel von alttestamentarischen Regeln.

Beste Grüße
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
1'366 Beiträge · seit 201126. Nov. 2014 · #13
Biologe schrieb:. Wenn man könnte, sollte man sie alle... Ich selbst habe da so aber meine Scheu und halte nicht viel von alttestamentarischen Regeln.

Beste Grüße
Michael
Du meinst Auge um Auge.....?

Ja gewiss ist in vielen Teilen der Welt das Leben gefährlicher geworden, auch in Europa. Leider. Und wen trifft es? Immer die Unschuldigen. Und die Terroristen schädigen mit ihren Aktionen nur ihrem eigenen Land.
m 02.02.2014 erfolgte ein Granatanschlag auf einen Nachtclub im Touristenort Diani mit 10 Verletzten.
Ist die Meldung vom 2.2.? ich dachte das war früher mit dem Granatenanschlag, denn wir waren Ende Oktober dort und ich hatte in Erinnerung, dass kurz danach in Diani auch ein Anschlag verübt wurde.
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
3'700 Beiträge · seit 200926. Nov. 2014 · #14
Hallo,

mittlerweile hat das Auswärtige Amt in den Reisehinweisen vom 25.11.2014 für Kenia alle relevanten Anschläge der letzten Zeit recht minutiös aufgelistet:
Aktuelle Hinweise

Am 21. November 2014 wurden bei einem Anschlag auf einen Bus in der Nähe von Mandera nahe der kenianisch-somalischen Grenze 28 Menschen ermordet. Zu den Morden hat sich die somalische Terrororganisation Al Shabaab bekannt. Von Reisen in das kenianisch-somalische Grenzgebiet wird weiterhin dringend abgeraten (siehe unten).

Am 24. Juli wurde eine deutsche Staatsangehörige in der Altstadt von Mombasa erschossen. Anfang Juli wurde eine russische Touristin ebenfalls in der Altstadt bei einem Raubüberfall getötet.

Von Aufenthalten und Besuchen in der Altstadt von Mombasa sowie in bestimmten Stadtteilen Nairobis (Eastleigh, Pangani und Slum-Gebiete) wird nachdrücklich abgeraten.

In der Hauptstadt Nairobi, aber auch nahe der Ferienorte in der Umgebung von Mombasa häuften sich in den vergangenen Monaten terroristische Anschläge. Am 5. Juli 2014 wurden bei Angriffen auf die Ortschaften Hindi (Lamu County) und Gamba (Tana River) insgesamt mehr als 20 Menschen getötet. Am 15., 16. und 22. Juni 2014 wurden bei Angriffen auf den Küstenort Mpeketoni (nördliche kenianische Küste, ca. 30 km südlich der Insel Lamu) und umliegende Ortschaften über 60 Menschen getötet. Ein erheblicher Teil der Angriffe wurde mutmaßlich von der Terrororganisation Al Shabaab verübt. In den letzten Tagen kam es im Raum Mombasa vermehrt zu ethnisch und religiös motivierter Gewalt in einheimischen Vierteln und Slums mit Toten. Diese Gegenden sollten gemieden werden.

Von Aufenthalten in der Provinz Lamu einschließlich des Lamu-Archipels wird dringend abgeraten.

Auch in den Touristengebieten Kilifi und Malindi besteht eine erhöhte Gefahr von Anschlägen.

Terrorismus

In Kenia besteht die Gefahr terroristischer Anschläge. Die Drohung der somalischen Al-Shabaab-Terrororganisation mit Vergeltungsaktionen in Reaktion auf die Beteiligung der kenianischen Streitkräfte an der AMISOM-Mission in Somalia ist ernst zu nehmen. Mehrere Anschläge der jüngeren Vergangenheit und eine Reihe vereitelter Anschläge haben die Entschlossenheit der Terroristen unter Beweis gestellt. Ziele waren bisher v.a. Regierungsgebäude, Hotels, Bars und Restaurants, Einkaufszentren und öffentliche Verkehrsmittel (z. B. Busse, Kleinbusse, Fähren) und Flughäfen.

Es wird daher zu großer Vorsicht und Wachsamkeit bei Besuchen öffentlicher Plätze, Restaurants, Bars und Einkaufszentren, religiöser Stätten, internationaler Einrichtungen mit potentiellem Symbolcharakter sowie exponierter touristischer Sehenswürdigkeiten geraten. Größere Menschenansammlungen jeder Art sollten gemieden werden. Da öffentliche Busse und öffentliche Kleinbusse in der Vergangenheit immer wieder Ziele von Anschlägen waren, sollte ihre Nutzung unbedingt vermieden werden.

Anschläge der jüngeren Vergangenheit:

In der Nacht vom 23. auf den 24.06.2014 sind bei einem weiteren Anschlag in der Küstenregion Kenias, in Witu (etwa 40 km westlich von Lamu im Landesinnern), mindestens fünf Menschen getötet worden.
Am 15.06.2014 wurden bei einem mutmaßlich von Al-Shabaab durchgeführten Angriff auf den Küstenort Mpeketoni (nördliche kenianische Küste, ca. 30 km südlich der Insel Lamu), über 50 Menschen, bei einem weiteren Attentat am 17.06.2014 in einem benachbarten Dorf weitere 13 Menschen getötet.
Am 16.05.2014 wurden 2 Sprengsätze auf dem Gikomba-Markt in Nairobi gezündet. Dabei kamen über 10 Menschen ums Leben, weitere wurden verletzt.
Am 03. und 04.05.2014 kam es zu einer Serie von Terroranschlägen in Mombasa und Nairobi.
Am 03.05.2014 wurde eine Granate auf eine Bushaltestelle in Mombasa geworfen. Bei der Explosion kamen 4 Menschen ums Leben, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Ein Bombenanschlag auf die Strandbar eines Hotels blieb ohne Folgen, weil die Bombe entdeckt wurde.
Am 04.05.2014 explodierten zwei Bomben in Bussen in der Nähe von Nairobi. Dabei wurden 3 Menschen getötet und viele weitere verletzt.
Am 23.04.2014 explodierte ein Fahrzeug vor der Polizeistation in Pangani, einem Stadtteil von Nairobi. Es gab 4 Tote.
Am 23.04.2014 ereignete sich ein bewaffneter Angriff auf einen Konvoi des UNHCR in Dadaab. Es war offenbar beabsichtigt, die UNHCR -Mitarbeiter zu entführen, was nicht gelang. Es gab einen Verletzten.
Am 23.03.2014 erfolgte ein Anschlag mit Handfeuerwaffen auf eine Kirche in Likoni (bei Mombasa) mit 6 Toten und 18 Verletzten.
Am 18.03.2014 wurde die Entdeckung eines mit einer großen Menge Sprengstoff präparierten Autos, in dem sich auch Waffen befanden, in Mombasa bekanntgegeben. Kenianische Sicherheitskräfte suchen nach weiteren derart präparierten Fahrzeugen.
Am 16.01.2014 ereignete sich in einem Restaurant am Flughafen Nairobi eine Explosion einer unkonventionellen Sprengvorrichtung. Es wurde niemand verletzt.
Am 02.02.2014 erfolgte ein Granatanschlag auf einen Nachtclub im Touristenort Diani mit 10 Verletzten.
Mitte Dezember 2013 kam es zu einem Anschlag auf einen mit Touristen besetzten Minibus in der Nähe von Mombasa, bei dem niemand zu Schaden kam, da die auf den Bus geworfene Granate nicht explodierte.
In Nairobi gab es ebenfalls im Dezember 2013 einen Anschlag auf einen Bus, bei dem nach bisherigen Kenntnissen 10 Menschen ums Leben kamen.
Bei dem Anschlag auf das Westgate Einkaufszentrum im September 2013 kamen mindestens 67 Menschen ums Leben.
Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 26. Nov. 2014
1'324 Beiträge · seit 201302. Dez. 2014 · #15
Leider wurden erneut 38 Menschen durch die Islamisten getötet.
Dieses mal waren Arbeiter in einem Steinbruch betroffen.
Einfach nur furchtbar.

Quelle


Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
1'580 Beiträge · seit 201402. Dez. 2014 · #16
Hallo Zusammen

die Muslims im Steinbruch wurden am Leben gelassen..... aber Christen hingemetzelt.

Soeben sitzt die Regierung zusammen und haelt Krisensitzung. Um 15.00 Uhr Ortszeit soll Praesident Kibaki die Oeffentlichkeit informieren.

Das Nordostgebiet Kenia's war schon immer von Somali Banden verseucht gewesen. Ein Erbe, da all die vorigen Praesidenten nie aufgeraeumt haben. Und nun, da die Kenianische Armee in Somalien ist, wird es "nur" Racheakten zugeschrieben.

Beim Angriff auf den Bus kamen viele Lehrer und Gesundheitspersonal ums Leben. Die noch Lebenden wollen natuerlich nun aus der Gegend weg. Kann ihnen keiner veruebeln, doch wird dann noch mehr der Norden sich selber ueberlassen.

Die Leute in der Gegend fragen, wenn sie auf jemanden von Zentralkenia treffen - und, wie ist es in Kenia?

Die Gegenpartei ODM ruft nun danach, dass der Praesident und Sicherheitschef zuruecktreten, ansonsten, wenn die Sicherheit nicht sofort und drastisch verbessert wird, veranstalten sie Massendemonstrationen. Anstatt, dass nun alle zusammenhalten und das Land verteidigen, ist und bleibt es zwischen den Staemmen und oertlich auch zwischen den Religionen geteilt.

Die Regierungsleute in den noerdlichen Gegenden sind aufgefordert, Moscheen und Kirchen, die Hassreden verbreiten zu saeubern. In Mombasa hat dies bereits stattgefunden, was wiederum zu Spannungen fuehrte.

Teufelskreis....

Viele Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
1'580 Beiträge · seit 201403. Dez. 2014 · #17
Hallo miteinander

Uhuru Kenyatta hat gestern gesprochen, viel gesagt wurde allerdings nicht.

Der Polizeichef Kimayo ist zurueckgetreten und der Minister Joseph Ole Lenku (ein Maasai) fuer innere Angelegenheiten gefeuert.

Dem Parliament ist neu als Minister fuer innere Angelenheiten Joseph Nkaissery vorgeschlagen. Er ist pensionierter Major Genereral und gehoert der ODM Partei an. Ein Schachzug, gegen ODM/Cord, die dem Praesidenten Unfaehigkeit in Sachen Sicherheit vorwerfen. Nun heisst es abwarten....

http://www.reuters.com/article/2014/12/02/us-kenya-attacks-idUSKCN0JG0AP20141202

Viele Gruesse
Elvira
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1'580 Beiträge · seit 201406. Dez. 2014 · #18
Hallo Zusammen

und nun ist der Fall in Den Haag beim internationalen Gerichtshof geschlossen, aber nur, sollten nicht ploetzlich weitere, stichhaltige Beweise gegen Praesident Uhuru Kenyatta gefunden warden.

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Verfahren-gegen-Kenyatta-eingestellt/story/28723187

Liebe Gruesse
Elvira
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18 Beiträge · seit 201406. Dez. 2014 · #19
mh, in kuerzerster zeit.. beunruhigend, klar an der somalischen grenze.
aber selbst in mitte kenia haette ich naechsten monat dann wohl ein dumpfes gefuehl.
vielleicht steig ich doch lieber in tansania zum zwischenstop tatsaechlich aus.
ist dann doch bissle zu scharf grad dort unten.
zuletzt bearbeitet 06. Dez. 2014
1'580 Beiträge · seit 201407. Dez. 2014 · #20
Hallo Michael

Wie in jedem Land kommt es drauf an, wo Du Dich aufhaelts, sprich mit Pech zum falschen Moment am falschen Ort. Mitte Kenia, Zentralkenia, Sueden, Westen ist sicher, das heisst, dass die Chance, dass Anschlaege hier auftauchen, sehr gering ist.

Wo es derzeit brenzlig ist, ist alles noerdlich von Isiolo. Die verschiedenen Staemme liegen sich mit und wegen Viehdiebstaehlen in den Haaren. Hat aber gar nichts mit Terror oder Al Shabaab zu tun, sondern es ist Tradition Vieh zu klauen, nur ist es in letzter Zeit eskaliert und Waffen wurden wahrscheinlich von Somalia eingefueht.

Schaut mal eine Karte an und vor allem, wenn es um Vogel- oder Reptiliendaten geht, so ist der Nordosten Kenia's nur wage ausgefuellt. Die vorigen Praesidenten hatten es versaeumt, dieses Gebiet von Somalishiftas zu saeubern, so dass sich auch Forscher kaum dort reingetrauten. Jahrelang wurde auch international dem Somalischen Treiben zugeschaut, aber nie wirklich durchgegriffen, da das Land nichts hat, das hohes Interesse wecken koennte.

Ja, es sind Terroranschlaege von Al Shabaab, die auch dazu stehen. Nur stellt sich die Frage, warum greifen sie nicht Ethiopen an, das auch Truppen in Somalia hat, wie Uganda auch. Vielleicht steckt mehr hinter den Anschlaegen, als wir wissen.....

Liebe Gruesse
Elvira
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