Konni hatte nur die Eos 70d mit 28-270mm dabei. Dafür war ich mehr als gut bestückt, bei diesem Tracking hatte ich die 7d mit dem 100-400mm, die 50d mit dem 70-200mm und die Lumix TZ25 dabei, weil ich Angst hatte, das das 70-200 nicht ausreicht. Kann ja keiner ahnen, daß man denen wirklich so nah kommt 😉 . War von den Guides her kein Problem, nur ich habe es nach kurzer Zeit schon bereut, weil es echt schwierig war auf dem Hosenboden rutschend die Kameras (ohne Tasche) zu schützen. Für das zweite Tracking hatte ich dann nur noch die 50d mit dem 70-200 und die Lumix TZ25 dabei, war völlig ausreichend. Bei uns war es also kein Problem mit mehreren Kameras.
DaxiangThemenstarter5’069 Beiträge · seit 201422. Nov. 2014 ·
Campagner schrieb:
Eigentlich möchte ich das ja auch mal sehen - aber wenn ich so eure Beschreibung der Tour lese, denke ich, dass ich mir vielleicht nicht noch Jahrzehnte Zeit bis zur Erfüllung des Traums lassen sollte, denn mit Rollator ist das sicher nicht zu machen..... 😎
Hallo Bele, das Gorilla-Tracking ist ein unbeschreibliches Erlebnis und ich bin froh, dass ich es gemacht habe. Je nachdem, wo sich die Gorillas gerade aufhalten, kann die Wanderung dorthin zu einem Spaziergang werden oder einem auch mal die körperlichen Grenzen aufzeigen. Unsere Tour lag eher in der Mitte. Das 2te Tracking von Silke hätte ich mit Sicherheit nicht geschafft - da machten zum Schluß sogar jüngere Teilnehmer schlapp.
DaxiangThemenstarter5’069 Beiträge · seit 201423. Nov. 2014 ·
03.10.2014 Bwindi-Nationalpark (Fortsetzung)
Bevor wir jedoch zur Lodge fahren, bummeln wir noch durch die Verkaufsstände und kaufen ein paar Andenken.
Um 14:40 Uhr sind wir wieder in der Lodge und freuen uns auf eine warme Dusche. Als kleine Stärkung hat man uns einen Teller mit frischem Obst aufs Zimmer gestellt.Nachdem wir uns erholt haben, setzen wir uns auf die Terrasse und genießen die tolle Aussicht.
Auch an diesem Abend sind wir die einzigen Gäste und werden mit einem leckeren Abendessen verwöhnt. Es gibt Tomatencremesuppe, Pfeffersteak mit Petersilienkartoffeln und Gemüse und zum Nachtisch frisches Obst. Als Überraschung bekommt Silke dann auch noch ein Ständchen vom ganzen Lodge-Team und einen Geburtstagskuchen.
Nach dem Essen checken wir noch unsere Mails und schicken den Blog los, dann gehen wir ins Bett. Obwohl ich eigentlich ziemlich kaputt bin, dauert es lange mit dem Einschlafen – die ganzen Eindrücke müssen erst einmal verarbeitet werden. Silke geht es nicht besser – und auf sie wartet morgen ja noch ein weiteres Tracking. Ich bin froh und glücklich, dass ich das Tracking geschafft habe und will mein Glück nicht weiter herausfordern. So habe ich mich gegen ein zweites Tracking entschieden und meinen Platz Erisa geschenkt. Wie sich herausstellt, war das eine gute Entscheidung!
Die Landschaft um den Lake Mutanda ist ja wunderschön. Danke für's zeigen. Nun bin ich aber noch auf Silkes 2. Tracking gespannt. Ich hoffe, da gibt es auch einen kurzen Bericht mit ein paar Bildern.
Schönen Sonntagabend Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
DaxiangThemenstarter5’069 Beiträge · seit 201423. Nov. 2014 ·
Botswanadreams schrieb:
Die Landschaft um den Lake Mutanda ist ja wunderschön. Danke für's zeigen. Nun bin ich aber noch auf Silkes 2. Tracking gespannt. Ich hoffe, da gibt es auch einen kurzen Bericht mit ein paar Bildern.
Hallo Christa, ich muss noch ein paar Fotos sortieren - aber morgen geht s weiter. Natürlich gibt es auch vom 2ten Gorilla-Tracking Fotos und einen Bericht.
DaxiangThemenstarter5’069 Beiträge · seit 201424. Nov. 2014 ·
04.10.2014 Bwindi-Nationalpark
Heute heißt es wieder früh aufstehen. Als wir zum Haupthaus kommen stehen unsere Wanderschuhe frisch geputzt bereit. Um 6 Uhr frühstücken wir gemeinsam und dann trennen sich unsere Wege. Während ich mir heute in aller Ruhe die Umgebung der Lodge anschaue, startet Silke mit Erisa (hat mein Permit bekommen) um 6:30 Uhr in Richtung Rubuguri. Ich lasse es ruhig angehen und nutze die Zeit um endlich mal das Tagebuch auf den neusten Stand zu bringen. Dann schaue ich mir die Lodge etwas genauer an
und beobachte Vögel. U.a. entdecke ich Hagedasch Ibisse, Graukopfsperlinge, Baglafechtweber, Hartlaubsschnäpper, Somaliammer, Dunkelschnäpper Graukehlschnäpper,
Königsnektarvogel, Ziernektarvogel,
Schildraben, Graubülbüls, sowie am Himmel kreisende Schwarzmilane und einen Augurbussard. Um 12:30 Uhr werde ich zum Mittagessen gerufen. Es gibt leckeres, gemischtes Gemüse mit Reis und Obstsalat. Der Himmel zieht sich immer mehr zu und Wind kommt auf.
Als ich gegen 13:30 Uhr wieder im Chalet bin, geht ein heftiges Gewitter mit starkem Regen nieder.
Ich halte nur die Luft an, dass das Wetter bei Silke besser ist. Der Himmel ist rabenschwarz und wird nur durch die Blitze erhellt. Nach gut einer Stunde wird der Himmel wieder heller und der Regen hört auf. Gegen 16:45 Uhr kommt Silke zurück - sie ist ziemlich geschafft aber total happy.
Butterblume3’700 Beiträge · seit 200924. Nov. 2014 ·
Hallo Konni,
ganz herzlichen Dank für die wunderbaren Landschaftsfotos. Und eure hübsch bunte Lodge ist sicherlich auch einen Besuch wert. Mich erinnerts sehr vom Stil her sehr an Kitengela Glass südlich vom Nairobi NP - seufz!
Herzliche Grüße Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
U.a. entdecke ich Hagedasch Ibisse, Graukopfsperlinge, Baglafechtweber, Hartlaubsschnäpper, Somaliammer, Dunkelschnäpper Graukehlschnäpper, Königsnektarvogel, Ziernektarvogel, Schildraben, Graubülbüls, sowie am Himmel kreisende Schwarzmilane und einen Augurbussard.
Konni
Neeee, wie kann man sich so was merken 🤩 Ich erblasse vor Neid 🤢
Vielen Dank für die wunderschönen Gorillabilder. Bitte sortiert nicht so viele aus, es können nie genug Bilder sein 😗
Danke für die Info zu den genutzten Brennweiten. man schein ja wirklich näher als nah zu kommen 🤩 ...hehe...allein wenn ich schon an so ein Erlebnis denke, gribbelt es 😗 ...oh man, wie ich euch alle um eure Gorilla-Trips beneide!!! Ganz tolle Erlebnisse
DaxiangThemenstarter5’069 Beiträge · seit 201425. Nov. 2014 ·
Hallo liebe Mitfahrer,
vielen Dank für Eure netten Kommentare und das Danke-Button drücken – das motiviert ungemein!
Butterblume schrieb:
Ganz herzlichen Dank für die wunderbaren Landschaftsfotos. Und eure hübsch bunte Lodge ist sicherlich auch einen Besuch wert. Mich erinnerts sehr vom Stil her sehr an Kitengela Glass südlich vom Nairobi NP - seufz!
Hallo Marina, die Lodge war wirklich toll – und ist einen Besuch wert.
Clamant schrieb:
Neeee, wie kann man sich so was merken Ich erblasse vor Neid
Vielen Dank für die wunderschönen Gorillabilder. Bitte sortiert nicht so viele aus, es können nie genug Bilder sein
Hallo Claudia, merken kann ich mir die Namen auch nicht alle – aber ich habe immer ein kleines Notizheft dabei.
Heute Abend gibt es einen noch ein paar weitere Gorillafotos - Silkes 2tes Gorilla-Tracking steht auf dem Programm.
DaxiangThemenstarter5’069 Beiträge · seit 201425. Nov. 2014 ·
04.10.2014 Bwindi-Nationalpark
Nach einer Dusche erzählt sie von ihrem 2ten Tracking: „Wir kamen 7:30 Uhr am Startpunkt Rubuguri an. Nach dem Briefing wurden wir der Kahungye Gorilla-Gruppe zugeteilt. Die Gruppe besteht aus 13 Mitgliedern und wird vom dominanten Silberback Rumansi angeführt. Der Startpunkt für das Tracking war etwa 7 km entfernt (ca. 30 Minuten mit dem Auto) entfernt. Um 9:15 Uhr begann der doch recht anspruchsvolle Marsch zu den Gorillas mit einem steilen Anstieg, wodurch die Gruppe schon sehr auseinander gezogen wurde. Bis alle oben angekommen waren unterhielt ich mich etwas mit dem Guide. Er war ganz begeistert, dass ich gestern schon ein Gorilla-Tracking mitgemacht hatte. Er fragte mich nach meinem Alter und sagte mir dann, ich würde viel jünger aussehen! Das ging runter wie Öl und mein Tag war gerettet! Ich wurde ans Ende der Gruppe beordert und musste mich dem langsameren Tempo der, nicht ganz so bergerfahrenen Holländern, anpassen. Wir marschierten bergauf und bergab durch unberührten, dichten Regenwald und mussten dabei mehrmals, auf wackligen, rutschigen Steinen, einen Fluss überqueren.
Es gab Keinen, der nicht mindestens einmal mit dem Fuß im Wasser landete. Nachdem uns noch ein Riesenregenwurm
über den Weg lief, erreichten wir gegen 11:30 Uhr die Gorillas. Leider gestaltete sich das Fotografieren noch schwerer als gestern, da die Gorillas im Dickicht saßen. Diesmal waren wir von Gorillas umgeben – sie waren zwar nicht alle zu sehen, aber überall knackten die Äste.
Liebe Konni, ich weiß, ich wiederhole mich, aber: wunderschöne Bilder! Das muss schon ein tolles Erlebnis sein, diesen Tieren so nah zu sein! Aber auch die Landschaftsbilder finde ich umwerfend 🤩 Liebe Grüße, Alexa
DaxiangThemenstarter5’069 Beiträge · seit 201426. Nov. 2014 ·
04.10.2014 Bwindi-Nationalpark
Ich war zu Tode erschrocken, als plötzlich ein Gorilla etwa 2 Meter vor mir, von einem Baum fiel. Er schaute mir beim Fallen direkt in die Augen. Diesen Gesichtsausduck werde ich nie vergessen. Der Gorilla war bestimmt genauso erschrocken und zog sich ins Gebüsch zurück. Leider ging alles so schnell, dass ich davon noch nicht mal ein Foto geschossen habe. Den nächsten Schock bekam ich, als sich der Silberrücken lautstark bemerkbar machte, da wir ihm im Weg standen. Als der Ranger sagte, wir sollten langsam zurückgehen, rutschten mir die Füße weg und ich saß auf dem Hosenboden. Leider gibt es auch hier kein Foto davon. Den Silberback störte das recht wenig und er ging einfach weiter.
Gott sei Dank fing es erst an zu regnen, als unsere „Besuchszeit“ bei den Gorillas gerade vorbei war. Es schüttete aus Eimern, was den Rückweg noch viel schwieriger, als den Hinweg, gestaltete, und der war schon heftig. Zum Glück hatte ich mir wieder einen Porter genommen, der mir an schwierigen Stellen half.
Zum Schluss war ich allerdings auf mich alleine gestellt, da mein Porter half, eine jüngere, von Krämpfen geplagte Teilnehmerin zurück zu tragen. Gegen 15:30 Uhr waren wir wieder am Startpunkt und bekamen unsere Urkunde überreicht.
Dann machten wir uns auf den Rückweg zur Lodge. Ich glaube das war das Abenteuer meines Lebens.“
Nach dieser Schilderung von Silke bin ich echt froh, dass ich auf das zweite Tracking verzichtet habe – ich hätte bestimmt schon auf dem Hinweg schlapp gemacht. Nachdem sich Silke etwas erholt hat, gehen wir zum Haupthaus und genehmigen uns zum Sundowner einen Gin-Tonic.
Zum Abendessen gibt es Kürbissuppe, gegrilltes Hähnchen mit Reis & Gemüse und zum Nachtisch Bananen-Wraps. Außer uns sind heute noch 2 weitere Gäste in der Lodge. Anschließend gehen wir noch ein wenig ins Internet und bald darauf zu unserem Chalet.
Nach dieser Schilderung von Silke bin ich echt froh, dass ich auf das zweite Tracking verzichtet habe – ich hätte bestimmt schon auf dem Hinweg schlapp gemacht.
Oh wie ich diesen Satz nachvollziehen kann. Gott sei Dank, dass unser Tracking ein Spaziergang war. Ich hatte im Vorfeld schon öfter das Bild im Kopf, wie ich per stretcher aus dem Wald geholt werden muss. Es blieb mir erspart.
Danke für die schönen Fotos und die eindrücklichen Schilderungen.
Liebe Grüsse Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
DaxiangThemenstarter5’069 Beiträge · seit 201427. Nov. 2014 ·
Fazit Chameleon Hill Lodge
Sehr schöne Lodge mit phantastischer Aussicht auf den Lake Mutanda und die Vulkane. Für uns war es der ideale Ort, um nach dem Gorilla-Tracking die Seele baumeln zu lassen und die genialen Eindrücke zu verarbeiten. Strom gibt es nur am Abend, eine warme Dusche aber zu jeder Tageszeit. Die Fahrtzeit zum Startpunkt Rushaga, bei Rubugiri (Gorilla-Familien Nshongi, Mishaya, Kahunye, Busingye und Bweza) beträgt im Normalfall zwischen 60 und 90 Minuten. Besonderer Service: Die Schuhe werden nach dem Tracking geputzt und sehen danach wie neu aus.