Beim Frühstück genießen wir noch einmal die tolle Aussicht.
Um 8:00 Uhr verlassen wir die Chameleon Hill Lodge. Über Serpentinen geht die Fahrt am Lake Mutanda entlang.
Die Landschaft wird geprägt von kleinen Dörfern, vielen Ziegeleien und landwirtschaftlich genutzten Flächen mit z.T. intensiver Bewässerung. Es wird Maniok, Bananen, Bohnen und Co. angebaut. Unterwegs entdecken wir Hagedash Ibisse, Schildraben und 2 Kronenkraniche auf einer Palme.
Die Pad ist zum Teil sehr holprig und matschig. Beim Ort Nyakabande erreichen wir die Teerstraße. In manchen Orten ist heute Schlachttag und die Ziegen werden am Straßenrand ausgenommen. Neben landwirtschaftlich genutzten Flächen gibt es zwischendurch immer wieder auch bewaldete Flächen mit Bäumen oder Bambus. Bei Heisesero machen wir eine kurze Pause am Lake Bunyonyi.
Bei der Weiterfahrt entdecken wir Schwarzmilane, Schildrabe, Kronenkraniche, Kuhreiher und Klaffschnäbel. Am Straßenrand liegen Matten, auf denen Sorghum-Hirse (für Bier-Herstellung) zum Trocknen ausgelegt wurde. Gegen 10:50 Uhr erreichen wir die „recht rustikale“ Stadt Kabale. Die Teerstraße besteht nur aus tiefen Schlaglöchern, die zum Teil mit Wasser gefüllt sind. Mitten im Ort entdecken wir eine große Ansammlung von Marabus und Schildraben, sowie Graureiher und Kronenkraniche. Nach einem kurzen Stopp geht es auf neuer Teerstraße weiter. Wir sehen neben Bananen- und Maisfeldern auch Eukalyptuswälder, sowie große Flächen mit Papyrus und Schilf. Am Straßenrand werden an Verkaufsständen Obst, Gemüse und Honig angeboten.
Gegen 13 Uhr machen wir unsere Picknick-Mittagspause. Bei der Weiterfahrt werden wir wieder ganz schön durchgerüttelt, denn die Teerstraße hat einige Schlaglöcher. Außerdem gibt es wieder einen kurzen, aber heftigen Regenschauer und es ist recht windig. Hinter Mbarara wird die Straße wieder besser und wir sehen Ankole Rinder am Straßenrand. Bei Sanga verlassen wir die Teerstraße und fahren zum Eingang vom Lake-Mburo-Nationalpark. Der 260 qkm große Park schützt einen tierreichen Lebensraum, der sich mosaikartig aus Akazienwäldern, offenem Grasland, Sümpfen und mehreren kleinen Seen zusammensetzt. Der Park wurde nach dem größten der vielen Seen, dem Lake-Mburo, benannt. Die verschiedenen Lebensräume ernähren eine beeindruckende Anzahl von Wildtieren inklusive 68 Säugetierarten. Lake Mburo ist der einzige Park in Uganda, in dem Impalas leben und der einzige in der Grabenbruch-Zone, der Burchell-Zebras und Eland Antilopen beherbergt. Auch Leierantilopen (Topi) findet man in Uganda neben dem Lake Mburo nur noch im Queen Elisabeth National Park. Der Park hat außerdem eine sehr respektable Vogelliste vorzuweisen. Bisher wurden 315 Arten dokumentiert. Gegen 15:15 Uhr erreichen wir das Sanga-Gate und fahren quer durch den Park zur Mihingo Lodge. Dabei entdecken wir Impalas, Zebras, Wasserböcke, Elands und Co. Um 16 Uhr werden wir in der Lodge begrüßt und zu unserem Zelt gebracht. Die Lodge verfügt über 12 Zelte, die unter einem Rieddach stehen mit angeschlossenem gemauertem großem Badezimmer und einer großen Veranda.
Alles auf der Lodge wird Solar betrieben (Pumpe zur Wasserversorgung, Poolpumpe, Licht in den Zimmern und die Wasserheizung). Die Lodge ist wunderschön gelegen und bietet eine tolle Aussicht auf ein Wasserloch. Die Erkundung der Lodge verschieben wir auf später, denn um 16:30 Uhr starten wir erst einmal zu einer Pirschfahrt.
wieder eindrückliche Bilder. Darf ich fragen, mit welchen Brennweiten du hauotsächlich bei den Gorillaaufnahmen gearbeitet hast? Reicht für so ein Trekking der Brennweitenbereich 24-200 mm?
Hallo Thorsten, auf alle Fälle zwei Kameras! Ich hatte 50D mit EF-S 17-55/2.8 und 7D mit EF 70-200/2.8 USM IS II dabei. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir das EF 70-200/2.8 nur für dieses Highlight zugelegt. Dementsprechend sind auch die Fotos geworden. Ich habe ca. 50% der Bilder mit dem "Weitwinkel" gemacht, es sollte ja auch der Lebensraum mit zu sehen sein. Vielleicht hatte ich Glück, aber bei beiden Trekkings war das fotografieren keine all zu große Herausforderung. Der Abstand zu den Tieren sollte mit 7m nicht unterschritten werden. Während ich mich auf eine Mutter mit Kind konzentrierte, rempelte mich von hinten eine andere hochschwangere Dame an, wirklich direkte Berührung. Ich muß mal schauen, ich glaube es gibt noch einen verwackelten Filmausschnitt, den meine Frau aufgenommen hat. Mit Deiner 5D bist Du bestens aufgestellt. Allerdings habe ich die Trekkings in Ruanda gemacht.
Holger
Liebe erfahrene Gorilla-Tracker
Wie steht es denn mit einem Stativ? Ist es erlaubt, eines zu den Gorillas mitzunehmen? Wenn nein, wie lange Verschlusszeiten und wieviele ISO habt ihr eingestellt, damit eure Bilder so toll wurden?
Wir reisen Januar/Februar für 3 Wochen nach Uganda und freuen uns schon sehr. Die zur Zeit publizierten Reiseberichte lassen die Vorfreude steigen.
Wie steht es denn mit einem Stativ? Ist es erlaubt, eines zu den Gorillas mitzunehmen? Wenn nein, wie lange Verschlusszeiten und wieviele ISO habt ihr eingestellt, damit eure Bilder so toll wurden?
Bei unseren Trackings war ab "Sichtweite Gorillas" jegliche Art von "Stöcken" (auch Stative) verboten. Ich hatte bei unserem ersten Tracking 2 Spiegelreflexkameras (50d mit 70-200mm und die 7d mit 100-400mm) dabei, was ich aber nach wenigen Minuten bei den Gorillas schon bereut habe. Wir sind den Gorillas gefolgt und teilweise auf dem Hosenboden gerutscht - da ist es sehr schwierig beide Kameras zu sichern. Man sollte bedenken, daß es keine Wege gibt und man mindestens eine Hand frei haben sollte, um sich festzuhalten bzw. abzustützen. Ich habe hauptsächlich das 70-200mm benutzt (ISO 400, alles andere Automatik), für Selphys habe ich die Lumix TZ25 verwendet.
Ganz viel Vorfreude noch und viel Spaß in Uganda! Wir können es nur empfehlen. Liebe Grüße Silke
Hallo, vergiss ein Stativ. Bei mir war zweimal 70-200/2.8 das optimale Objektiv. Musst natürlich eins haben was bei Offenblende tauglich ist. Ich hatte zwei Kameras dabei, schon weiter oben geschrieben. Eigentlich ein Muss, wenn eine versagen sollte. Habe allerdings die beiden Trekkings in Ruanda gemacht, da durfte ich sogar mein Lowepro Toploader bei haben. Die Situation kann aber niemand voraus sagen. Ich finde wichtiger wie die Brennweite ist die Lichtstärke. Lieber etwas croppen, als verrauschte oder unscharfe Bilder zu haben. Du kannst da auch mit Festbrennweiten (200/2.8; 135/2) falls Du Canon verwendest. Ich habe auch das 100-400/5.6 und habe es nicht mitgenommen.
Ich kann mal ein Thema aufmachen "Meine schönsten Gorillabilder", wenn es interessiert? Möchte das hier nicht in diesem Bericht tun.
Holger
2019 Südafrika Klaserie - Timbavati - Sabi Sands
2018 Brasilien Rio de Janeiro - Foz do Iguacu - Pantanal - südliches Amazonasgebiet
2017 Kanada BC
2016 Sambia & Malawi
2015 Süden Tansanias
Reisebericht: Mit der Cessna durch den wilden Süden Tansanias
2014 Kenia & Norden Tansanias
2013 Uganda/Ruanda
2012 Botswana
schön, dass es bei Euch auch weiter geht in den Lake Mburo. Da komme ich gern noch einmal mit. Übrigens, die Gemüsestände an der Strasse kommen mir sehr bekannt vor.
Hallo Daniela
Nun kann ich über die Leistungsfähigkeit Eurer Spiegelreflex nicht mitreden, da ich nur mit Panasonic FZ 1000 Gorillas fotografiert habe. Brennweiten liegen bei meinen Bildern (35mm) zwischen 80 und 400, wobei es auch Vollformat Kopf mit 250 gibt. Die Lichtverhältnisse sind sicher sehr unterschiedlich, je nachdem wo Ihr die Gorillas antreffen werdet und wie das Wetter ist. Habt Ihr Sonne über dem Blätterdach, wird es einfacher als bei Regen verhangenem grauen Himmel. Mein Tipp - teste vor Eurer Reise den maximal möglichen ISO-Wert bei Deiner Kamera aus, der ohne Rauschen möglich ist oder bei RAW problemlos nach bearbeitet werden kann. Dann bist Du etwas mehr auf der sicheren Seite. Bei der FZ 1000 lag der für mich bei ISO 1600. Trotzdem habe ich genug Ausschuss-Bilder, speziell, wenn Bewegung der Gorillas ins Spiel kam. Viel Spass in Uganda.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
DaxiangThemenstarter5’058 Beiträge · seit 201401. Dez. 2014 ·
Botswanadreams schrieb:
schön, dass es bei Euch auch weiter geht in den Lake Mburo. Da komme ich gern noch einmal mit. Übrigens, die Gemüsestände an der Strasse kommen mir sehr bekannt vor.
Hallo Christa,
bei den Gemüseständen in deinem Bericht habe ich das Gleiche gedacht!
Ich muss erst noch ein paar Fotos sortieren, dann geht es mit einer Pirschfahrt weiter.
DaxiangThemenstarter5’058 Beiträge · seit 201402. Dez. 2014 ·
05.10.2014 Lake-Mburo-Nationalpark
Warzis,
Wasserböcke,
Schopffrankolin,
Zwergspint,
Impalas,
Topis,
Senegalkiebitz ,
Herr & Frau Buschbock
und Kronenkraniche.
Gegen 19:30 Uhr sind wir wieder in unserem Zelt. Nach einer Dusche gehen wir, zu einem verspäteten Sundowner, an die Bar. Jeden Abend kommen zu der Plattform unterhalb der Bar 2-7 Bushbabies (Thick Tailed Gallagos) und werden gefüttert. Das Schauspiel wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen! An diesem Abend kommen 3 der possierlichen Tierchen und lassen sich vom Barkeeper mit Trauben und Bananenstückchen füttern.
Leider ist es zum Fotografieren zu dunkel. Nachdem die nachtaktiven Tierchen versorgt sind, gehen auch wir zum Essen. Es gibt Frühlingsrollen, Rindersteak und Zitronencreme.
DaxiangThemenstarter5’058 Beiträge · seit 201403. Dez. 2014 ·
06.10.2014 Lake-Mburo-Nationalpark
In der Nacht gibt es wieder ein Gewitter mit heftigem Regen. Noch vor dem Frühstück starten wir gegen 7:15 Uhr zu einer geführten Bush-Wanderung. Bei unserem Glück regnet es natürlich immer noch. In Begleitung eines bewaffneten Rangers lernen wir die verschiedenen Tierspuren zu unterscheiden und bekommen ein einzigartiges, intensives Gefühl für die Natur. Es ist ein besonderes Erlebnis, die Tiere einmal ohne ,,schützendes" Fahrzeug zu erleben. Wir entdecken u.a. Elands, Warzis, Impalas,
Zum Ende der Wanderung hört es zu regnen auf. Nach gut 2 Stunden sind wir wieder in der Mihingo Lodge und ziehen uns erst einmal trockene Sachen an. Dann gehen wir zum Frühstück, wo uns ein paar Meerkatzen
Wie genial ist das denn... 😁 😁 ! Musste gerade erstmal wieder hochscrollen um mich zu vergewissern: das habt ihr alles zu Fuß gesichtet ?!!! Und so schöne Elands... 😁 LG, Nane 🙂
Da hattet Ihr aber nun die Glückstage mit Euren Eland, auch wenn das Wetter nicht so toll war. Danke für die schönen Bilder. Irgendwann kriege ich die Eland auch noch mal in gross vor die Kamera. Nächster Versuch 2015 - bestimmt.
Freu mich schon auf die Fortsetzung. Kommt da noch was vom einsamen Löwen-Mann im Mburo?
Liebe Grüsse Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
DaxiangThemenstarter5’058 Beiträge · seit 201404. Dez. 2014 ·
Botswanadreams schrieb:
Freu mich schon auf die Fortsetzung. Kommt da noch was vom einsamen Löwen-Mann im Mburo?
Hallo Christa, mit dem Bericht geht es gleich weiter! Zum Thema Löwe nur soviel: Löwenohren haben wir gesehen 😗 - ob es die vom einsamen Löwen-Mann waren, wird noch nicht verraten! 😄 Lass dich einfach überraschen!!!
DaxiangThemenstarter5’058 Beiträge · seit 201404. Dez. 2014 ·
06.10.2014 Lake-Mburo-Nationalpark (Fortsetzung)
Anschließend schauen wir uns die Lodge etwas genauer an. Die Lodge verfügt über einen schönen Essbereich mit tollem Blick auf ein Wasserloch, eine separate Bar, eine große Plattform für Sundowner oder Frühstück, eine Feuerstelle und einen Swimming Pool.
Die 12 Zelte liegen weit verstreut – wir haben eines der neuen Zelte (Kazuma 12) und sind somit am Weitesten vom Hauptgebäude entfernt. Unser Zelt ist sehr geräumig,
das Bad hat eine separate Toilette
und von der Terrasse hat man einen schönen Blick auf den Park mit Büffeln und Co.
Bis zum Mittagessen relaxen wir ein wenig auf unserer Terrasse und beobachten dabei Skinke, Senegalamarante,
Kleinelsterchen,
Rotscheitel-Zistensänger,
Spitzschwanzstar, Halbmondtauben und verschiedene Schmetterlinge.
Um 13 Uhr gehen wir zum Mittagessen.
Es gibt Bruschetta, Chicken Coronation mit Reis- & Karottensalat und Orangencreme. Die „Hühnchen-Krönung“ entpuppt sich als eine Art Geflügelsalat mit Mayonnaise und Curry. Beim Essen beobachten wir ein paar Topis am Wasserloch. Um 15 Uhr fahren wir zur Bootsanlegestelle am Lake Mburo.
DaxiangThemenstarter5’058 Beiträge · seit 201405. Dez. 2014 ·
06.10.2014 Lake-Mburo-Nationalpark (Fortsetzung)
Zusammen mit einem Guide und einem deutschen Paar starten wir zu einer Bootsfahrt auf dem Lake Mburo.
Auf der gut 2stündigen Tour erzählte uns der Bootsführer viele interessante Dinge über die Flora und Fauna des Nationalparks. Wir entdecken u.a. mehrere Schreiseeadlerpaare, Graubülbüls,
DaxiangThemenstarter5’058 Beiträge · seit 201406. Dez. 2014 ·
Hallo liebe Formis,
Silke und ich wünschen Euch einen schönen Nikolaustag!
Hi Picco,
bei unseren Fotos brauchst du keine Komplexe zu bekommen! Nach den tollen Flugbildern von Ruth, wollte ich das Bild erst gar nicht einstellen. Mit dem Wunsch nach einem „Eintauchfoto“ geht es mir wie Ruth – es klappt einfach nicht. Hier mal ein Beispiel:
beim einen Fischer war ich zu früh und beim anderen zu spät dran.
Nachdem unsere Reiseplanung fürs nächste Jahr abgeschlossen ist, wird es frühestens 2016 einen neuen Versuch geben.