Heute fahren wir früh los in Richtung Wüstenquell. Zunächst auf der C14, dann vorbei an den Wasserlöchern Ganab und Hotsas mit einer Geierkolonie bis zur C28; über den Welwitschia Drive und die private Farmpad erreichen wir Wüstenquell. Verena und Oliver Rust empfangen uns sehr herzlich. Wir haben die beiden Mountain-Chalets Klipdrift und Red Rock gebucht und schon im Voraus um eine kalte Platte als Abendessen gebeten, weil wir am ersten Abend nicht mehr in der Dunkelheit zum 3 km entfernten Farmhaus zurückfahren wollen. Am späten Nachmittag erscheinen vier Bedienstete mit einem umfangreichen Bufett aus schmackhaft belegten Broten und diversen Köstlichkeiten. Die Reste reichen noch für ein Mittagessen am nächsten Tag.
Red Rock
Klipdrift
Oliver holt uns am nächsten Morgen um 6.30 Uhr zum ersten Scenic Drive in den westlichen Teil der Farm ab. Auf einer Wanderung durch die Granitlandschaft diskutieren wir über Tafoni-Verwitterung und Wollsackbildung. Die Luftfeuchtigkeit und der Nebel vom Atlantik erreichen noch das Gelände von Wüstenquell und damit auch der Schwefel, der bei der Zersetzung von pflanzlichen und tierischen Organismen im Meer entsteht und nach neuen Erkenntnissen verantwortlich ist für die Tafoni-Bildung. Östlich der Farm soll dieses Phänomen nicht vorkommen. Ein hochgiftiger Skorpion fesselt zwischenzeitlich unsere Aufmerksamkeit. Verena erwartet uns gegen 9.30 Uhr zu einem späten Frühstück, das sie spaßigerweise "Spätstück" nennt. Anschließend fährt uns Jonny, Olivers Vormann, zu den Chalets zurück.
Nachmittags zwischen 15-18 Uhr sind wir mit Oliver und seinem alten Landrover "Betsy" wieder unterwegs zu den unterirdischen Buschmann-Zeichnungen, zu einer der sieben Quellen, die "Wüstenquell" den Namen geben, und zum Sundowner am "Adler". Es berührt uns sehr, mit welcher Begeisterung Oliver uns sein Land zeigt; und dabei schont er auch seine "Betsy" nicht. Der wunderschöne Tag wird abgerundet mit einem Abendessen am Lagerfeuer vor dem Farmhaus. Wir kennen uns inzwischen aus und finden auch bei Dunkelheit den Weg zu unseren Chalets. Nach den inzwischen üblichen Nachtaufnahmen des Himmels mit wechselnder Kulisse sitzen wir noch eine Weile auf der Terrasse ; der Himmel ist so hell, dass wir in der Ferne die Umrisse des "Langen Heinrich" und die grelle Beleuchtung der Uranmine sehen. Wer absolute Ruhe, Einsamkeit und Naturnähe liebt und auf manche Annehmlichkeiten trotzdem nicht ganz verzichten möchte, ist in einem der beiden Chalets bestens untergebracht; und dass Toilette und Dusche unter freiem Himmel und durch eine Seitentür erreichbar liegen, hat uns nicht gestört. Eine Taschenlampe ist bei Nacht allerdings hilfreich. Die Zufahrt zu den Häuschen ist weitgehend problemlos; und wer sich bei Nacht das letzte kurze Stück hinauf nicht zu fahren traut, lässt das Auto eben unten stehen und geht zu Fuß. Bei An-und Abreise muss man allerdings das Gepäck vom jeweiligen Parkplatz schon etwa 30-40 m tragen. Wer damit Probleme hat, dem werden die freundlichen Gastgeber sicher dabei helfen. Man muss das aber frühzeitig bei der Ankunft sagen, denn zu den Chalets begleitet einen niemand; man erhält den Schlüssel und einen Hinweis zum Weg.
Mensch, ich bin total hin und weg von euren Bildern. Und auch auf Wüstenquell und Tsondab waren wir schon, es macht sooo Spaß, eure Bilder anzuschauen. Auf Wüstenquell haben wir gecampt, ist auch sehr zu empfehlen. Im ersten Morgenlicht zwischen den Felsen herumzuklettern und die neugierigen Wüstenrennmäuse zu beobachten war eines unserer schönsten Urlaubserlebnisse 🙂
Bitte mach schnell weiter! LG von Tanja
PleuroThemenstarter354 Beiträge · seit 201412. Okt. 2014 ·
Liebe Tanja,
oh ja, die Camps auf Wüstenquell sind wunderschön gelegen. Ich konnte von den Felsen unseres Chalets Red Rock auf einen der Campgrounds blicken. Herrlich! Herzlichen Dank!
das sind ja wieder super schöne Bilder! 😄 Die Wüstenaufnahmen aus dem Flugzeug sind traumhaft. 😄 😄 😄
Und anstatt an unserer Route für nächstes Jahr zu basteln, verliere ich mich bei deinem Bericht und den Bildern in Erinnerungen. Ja, der Süden Namibias hat was.
Und dann Wüstenquell - auch ein herrliches Fleckchen Erde.
Wer absolute Ruhe, Einsamkeit und Naturnähe liebt ....
Genauso haben wir es auch empfunden.
Nun freue ich mich auf die Fortsetzung, die euch ja jetzt so langsam in den Norden führt. Da hol ich mir dann schon mal die Vorfreude für unsere nächste Reise.
da war man mal ein paar Tage nicht im Forum und dann so was - phantastische Bilder und toller Bericht!
Ich bin hin und weg!!!! Das macht Lust auf mehr!!!! Statt Urlaubsbilder zu sortieren würde ich jetzt am liebsten den Koffer packen und sofort nach Namibia fliegen.
Vielen Dank fürs Zeigen - freue mich schon auf die Fortsetzung!
ROrolfhorst538 Beiträge · seit 201213. Okt. 2014 ·
Hallo Anne & Dieter, schöner als mit Euren Bildern kann man die neue Woche nicht beginnen, "oh happy Day"! Sollte ich den "primus inter pares" suchen, fiele meine Wahl auf das Höhlenbildnis der SAN, auf Wüstenquell? - Oder vielleicht doch den herrlichen Sternenhimmel auf Tsondab? - So toll fotografiert, man möchte glauben, Dieter habe seiner Anne die Sterne ein Stück weit vom Himmel geholt.
Ganz prima, herzlichen Glückwunsch!
Rolf
PleuroThemenstarter354 Beiträge · seit 201413. Okt. 2014 ·
take-off schrieb:
Nun freue ich mich auf die Fortsetzung, die euch ja jetzt so langsam in den Norden führt. Da hol ich mir dann schon mal die Vorfreude für unsere nächste Reise.
Liebe Grüße Dagmar
Danke zunächst mal fürs virtuelle Mitreisen, Dagmar. Hast Du schon konkrete Pläne? Wir sind schon wieder dabei, welche zu schmieden. 🙂 Liebe Grüße Anne
Daxiang schrieb:
Vielen Dank fürs Zeigen - freue mich schon auf die Fortsetzung!
Liebe Grüße Konni
Ein Dankeschön auch an Dich und ich freue mich, dass Du dabei bist. Liebe Grüße Anne
rolfhorst schrieb: Hallo Anne & Dieter, So toll fotografiert, man möchte glauben, Dieter habe seiner Anne die Sterne ein Stück weit vom Himmel geholt.
Ganz prima, herzlichen Glückwunsch!
Rolf
Lieber Rolf, mein Mann holt mir immer die Sterne vom Himmel. 😉 SCHÖN WÄR`S! 😄 😄
Danke, Rolf, für Deinen lieben Kommentar! 🙂 Eine schöne Woche und liebe Grüße von Anne und von Dieter natürlich auch
Wir sind von Wüstenquell und der Gastfreundschaft der Rusts so beeindruckt, dass wir am letzten Tag unseres Aufenthalts unsere Abreise so lange wie möglich hinauszögern. Zunächst wandern wir noch in aller Frühe für etwa zwei Stunden direkt von den Chalets aus durch die Felsenlandschaft, dann fahren wir zum Farmgebäude, frühstücken gemütlich und verabschieden uns von Verena; Oliver ist schon mit Gästen unterwegs. Über den Welwitschia Drive und die Mondlandschaft ( das Permit haben wir uns zuvor schon in Sesriem besorgt) und eine Kaffeepause in Goanikontes im Swakoptal erreichen wir unser heutiges Ziel : Sam's Giardino in Swakopmund.
Wir kennen uns von unserem letzten Aufenthalt von vor zwei Jahren. Wieder genießen wir im Wein-Kabinett Sam's Fünf-Gänge-Fischmenu, das wir schon von Deutschland aus bestellt haben. Und wieder sind wir rundum zufrieden mit Sam's Kochkünsten und seiner Weinauswahl.
Auch unsere Sandwich Harbour Tour am Dienstag haben wir schon von zu Hause aus organisiert. Da wir zu viert sind, haben wir mit Katja Dreyer, der Chefin von Sandwich Harbour Tours, vereinbart, dass wir einen Wagen für uns alleine erhalten. Selbst die Abfahrtzeit können wir selbst bestimmen. Nebel macht allerdings den geplanten frühzeitigen Aufbruch zunichte. So starten wir erst gegen 9 Uhr von Walvis Bay in der Hoffnung, trotz des heftigen Windes entlang des schmalen Küstensaums Sandwich Harbour zu erreichen, zumal Ebbe herrscht. Aber der Sturm drückt die aufgewühlte See gegen die Dünen, so dass wir an der Wasserlinie nicht weiterkommen. Nico, unser Fahrer, peitscht seinen Landrover in die steilen Dünen, bis es nicht mehr weitergeht. Vor uns hat ein Jeep eine Wandergruppe abgesetzt, die bei diesem Wetter in mehreren Etappen bis Sossusvlei wandern will. Im langsam aufreißenden Nebel können wir Sandwich Harbour in der Ferne mehr erahnen als sehen. Der Sturm treibt den losen Sand über die Dünenkämme, das Fotografieren wird zum Risiko, die Kamera muss ständig mit einer Plastiktüte vor Verschmutzung geschützt werden.
Ein unwirkliches Bild : Ein Straußenpaar quert die Dünen auf seinem Weg zur Mündung des Kuiseb, dessen Wasser unterirdisch das Meer erreicht und einen Gürtel grüner Pflanzen in dieser lebensfeindlichen Umwelt ermöglicht.
Im Windschatten einer Düne parkt Nico den Wagen, deckt einen Tisch mit weißer Tischdecke und serviert Sekt mit frischen Austern und anderen Köstlichkeiten.
Auf dem Rückweg fotografieren wir noch Pelikane und Flamingos in der Lagune bei Walvis Bay. Einen stürmischen Tag in den Dünen beschließen wir mit einem hervorragenden Abendessen und einer guten Flasche Wein bei Sam.
Tinochika1’656 Beiträge · seit 201413. Okt. 2014 ·
Hallo Anne,
die Fotos von den Flamingos hast du letzte Woche ja nur Ingrid gezeigt und mir unterschlagen 😄 Du wolltest wohl warten bis ich die hier entdecke! Hast Du gut gemacht.
Dieter von Deinem Reisebericht bin ich total begeistert.
Besonders begeistert bin ich immer, wenn ich Fotos sehe, die ich in der Art zuvor noch nie gesehen habe. So geht es mir gerade mit den Straussen in den Dünen. Ein Bild mit großem Seltenheitswert.
ich möchte ja hier nicht deinen wunderschönen Bericht durch OT zerpflücken.
Hast Du schon konkrete Pläne? Wir sind schon wieder dabei, welche zu schmieden
Doch du hast gefrag und bekommst auch eine Antwort. Unsere Reise soll im Mai durchs Kaokoveld bis zu den Epupa Falls gehen. Von dort dann quer durch bis in den Caprivi. Da wir als Camper unterwegs sein werden, ist der häufige Standortwechsel kein Problem. Ich muss nur schauen, dass die Etappen nicht zu lang werden. Bin noch am Planen.
Übrigens sind deine Bilder wie gewohnt aller erste Sahne. Ich kann mich daran gar nicht satt sehen.
PleuroThemenstarter354 Beiträge · seit 201413. Okt. 2014 ·
Topobär schrieb:Besonders begeistert bin ich immer, wenn ich Fotos sehe, die ich in der Art zuvor noch nie gesehen habe. So geht es mir gerade mit den Straussen in den Dünen. Ein Bild mit großem Seltenheitswert.
Das war aber auch eine fantastische Situation. Dankeschön! LG Anne
take-off schrieb: Unsere Reise soll im Mai durchs Kaokoveld bis zu den Epupa Falls gehen. Von dort dann quer durch bis in den Caprivi. Da wir als Camper unterwegs sein werden, ist der häufige Standortwechsel kein Problem. Ich muss nur schauen, dass die Etappen nicht zu lang werden. Bin noch am Planen. Liebe Grüße Dagmar
Vielleicht treffen wir uns. Wir fliegen Ende April und werden im Mai ebenso im Kaokoveld sein. Wir wollen ins Etambura-Camp (3 Tage -zusammen mit Tinochika 🙂 )
Ich freue mich über Deine begeisternden Worte, danke! 🙂 LG Anne
Logi schrieb:Traumhafte Bilder!
Vielen Dank, logi, dass Du von Anfang an dabei bist. LG Anne
AfricaDirect schrieb: Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung und was da noch so an schönen Bildern auf uns zukommt. Schöne Grüße,
Nicole
Danke, Nicole, wir werden uns dranhalten. 🙂 LG Anne
PleuroThemenstarter354 Beiträge · seit 201415. Okt. 2014 ·
Dienstag, 3.Juni Skeleton Coast / Terrace Bay Camp
Wenn man Sam's Abendessen lobt, muss man genauso sein Frühstück loben. Wir haben nirgends in Namibia ein so umfangreiches und schmackhaftes Büfett gefunden. Sein Birchermüesli ist spitze. Abfahrt bei Sam's 7.20 Uhr, Ankunft in Terrace Bay 15.30 Uhr bei einigen Aktivitäten unterwegs. Die Pad ist gut, z.T. feucht vom Nebel, der aber bald der Sonne weicht. Wir besichtigen die Schiffswracks "Zeila" und "Benguela Eagle", eine alte Ölförderstation, die wie ein Fremdkörper in der Wüste vor sich hin rostet, und suchen an der Huab-Mündung vergeblich nach Flamingos.
Die Ugabquerung ist trotz vorangegangener Regenzeit und Wasserführung im Mündungsbereich problemlos. Cap Cross lassen wir bewusst links liegen, Robben haben wir auf unseren Südamerikareisen genug gesehen. Am Uniab-Delta (bestehend aus fünf Mündungsarmen, die der Uniab je nach Wasserführung unterschiedlich nutzt) finde ich im zweiten Deltaarm den kleinen Parkplatz links neben der Pad, von dem man zum Canyon und weiter bis zur Mündung wandern kann; weit und breit aber nichts von der erwarteten Infotafel, die über den aktuellen Aufenthalt von Löwen bzw. über die Gefährlichkeit dieser Wanderung informieren soll. Man hat inzwischen wohl nach dem Prinzip gehandelt : Wo keine Informationstafel ist, werden auch keine Wanderwünsche geweckt. Aber in der Tracks4Afrika-Karte ist der Weg eingezeichnet und in meinem Kopf auch. Den schmalen Pfad ist offensichtlich schon lange niemand mehr gegangen, dennoch beschließen wir, bei heftigem Gegenwind zum Canyon mit dem kleinen Wasserfall zu wandern; nach etwa einer Stunde treffen wir am Viewpoint auf frische Löwenspuren im Sand und brechen unser Vorhaben, bis zur Uniab-Mündung zu laufen, vorsichtshalber ab. Wer diesen schönen Weg zum kleinen Canyon und zum Aussichtspunkt gehen möchte, hier die GPS-Daten : Parkplatz : S20°11'22.4'', E13°12'01.6''; Lookout S20°11'52.4'', E13°11'26.1'' Entfernung bis zum Lookout : 2,5 km; nicht markierter Weg, aber man kann sich nicht verlaufen; der Canyon liegt rechts (nördlich) vom Weg. Eine schöne Abwechslung an einem langen Fahrtag, dessen zeitliches Ende hier kalkulierbar ist. Bei Nebel natürlich nicht zu empfehlen.
Kurz hinter Torra Bay, das nur ein saisonaler Campingplatz hauptsächlich für Angler ist, ändert sich das Landschaftsbild. Die flache Küstenebene erhält Konturen, die ersten Barchane tauchen auf, wandernde Sicheldünen versperren die Pad und zwingen zu neuer Streckenführung. Dünen, wie wir sie vom Süden und der Mitte Namibias kennen, begleiten die Straße, sandige Passagen nehmen zu, bereiten aber keine Probleme beim Fahren. Und dann tauchen Hütten auf, wir haben unser heutiges Ziel erreicht.
Terrace Bay Camp hinterlässt zwiespältige Eindrücke; da ist einerseits die zweckorientierte Anglerunterkunft mit nach Desinfektionsmitteln stinkenden Zimmern in containerartigen Häuschen, da ist andrerseits ein originelles Restaurant mit gutem Fischessen und freundlichem Service. Für uns ist Terrace Bay Camp vor allem eine Übernachtungs- und Versorgungsstation auf dem weiten Weg von Swakopmund hinauf in den Norden. Im Gedächnis bleibt sicher auch der Blick auf den nahen tosenden Ozean und das gute Gefühl, in all der Lebensfeindlichkeit dieser Küste ein sicheres Dach über dem Kopf zu haben. Man muss die Wüste mögen, die weite Einsamkeit und den ständigen Wind, um die Skeleton Coast als schön zu empfinden. Wer von Swakopmund ins Kaokoveld will, hat zwei Möglichkeiten zu fahren : über Uis und vorbei am Brandberg oder entlang der Küste. Wir kennen nun beide und jede hat ihren Reiz.
nach etwa einer Stunde treffen wir am Viewpoint auf frische Löwenspuren im Sand und brechen unser Vorhaben, bis zur Uniab-Mündung zu laufen, vorsichtshalber ab.
Na jetzt aber....wegen ein paar Spuren im Sand abbrechen 😗 jetzt wo es spannend wurde 😈 🤩
PleuroThemenstarter354 Beiträge · seit 201415. Okt. 2014 ·
Mittwoch, 4.Juni Grootberg Lodge
Wieder ist der Himmel am Morgen bewölkt. Bei den Barchanen nahe Torra Bay warten wir ca. 30 Minuten, bis die Sonne für besseres Fotolicht sorgt.
Durch eine abwechslungsreiche Landschaft, die im Gegensatz zur eher monotonen Weite der Küstenebene steht, verlassen wir am Springbock-Gate den Skeleton Coast Park. Die Tafelberge des Damaralandes begleiten uns bis zum Grootbergpass.
Obwohl wir keine geübten Off-Roader sind, meistern wir die steile und steinige Zufahrt zur Grootberg Lodge im Kriechgang. Wer nicht selbst fahren möchte, kann in ein lodgeeigenes Fahrzeug umsteigen; das eigene Auto bleibt auf einem bewachten Parkplatz am Pass.
Die Lodge liegt genau an der Plateaukante mit weitem Blick in das Klipdrift-Tal. Für einen Sprung in den Pool ist es uns zu kalt.
Der nachmittägliche Scenicdrive über das Plateau ist kein Muss. Er führt auf einem steinigen Weg durch eine ziemlich ebene Graslandschaft vorbei an Zebraherden zu einem Aussichtspunkt ins Tal. Von einer längeren Wanderung auf dem Plateau rät man uns wegen Löwen ab. Dennoch wandern wir am nächsten Morgen entlang der westlichen Plateaukante etwa 1,5 Stunden (hin und zurück) zu einem weiteren Aussichtspunkt ins Tal.
Die Grootberg Lodge mit ihren aus Materialien der Umgebung errichteten Bungalows hat uns nicht nur wegen ihrer traumhaften Lage beeindruckt, sondern auch weil es hier einer dörflichen Conservancy gelungen ist, ein wirtschaftlich funktionierendes touristisches Projekt auf die Beine zu stellen, etwas, was in Namibia bisher viel zu selten gelungen ist. Das Projekt schafft Arbeitsplätze, sorgt für Einnahmen für die dörfliche Gemeinschaft und fördert den Gedanken, dass wild lebende Tiere (hier besonders Wüstenelefanten, Nashörner und Löwen) geschützt werden müssen und nicht gewildert werden dürfen. Touristen kommen nur, wenn sie eine Chance haben, diese Tiere in freier Wildbahn zu erleben.
Anmerkung der Fotografin: Klar, ich muss auch so ein kleines Monster hier einstellen 😄 .
PleuroThemenstarter354 Beiträge · seit 201415. Okt. 2014 ·
THBiker schrieb:
nach etwa einer Stunde treffen wir am Viewpoint auf frische Löwenspuren im Sand und brechen unser Vorhaben, bis zur Uniab-Mündung zu laufen, vorsichtshalber ab.
Na jetzt aber....wegen ein paar Spuren im Sand abbrechen 😗 jetzt wo es spannend wurde 😈 🤩
Thorsten, DIE WAREN FRISCH, die Spuren. 😕 😵 Und wir ohne schützende Blechkiste. 🙂 Ich geb´s zu, ich hatte die Hosen voll.
nach etwa einer Stunde treffen wir am Viewpoint auf frische Löwenspuren im Sand und brechen unser Vorhaben, bis zur Uniab-Mündung zu laufen, vorsichtshalber ab.
Na jetzt aber....wegen ein paar Spuren im Sand abbrechen 😗 jetzt wo es spannend wurde 😈 🤩
Thorsten, DIE WAREN FRISCH, die Spuren. 😕 😵 Und wir ohne schützende Blechkiste. 🙂 Ich geb´s zu, ich hatte die Hosen voll.
Liebe Grüße Anne
Wie sagt man so schön "Es kann in die Hose gehen,aber auch daneben" 🤩
Aber es hätte bestimmt tolle Fotos von einer Jagd gegeben 😗
Ich denke, ich hätte das genauso gemacht 😉 Selbstüberschätzung ist hier wirkich fehl am Platz.
Ich bin wieder begeistert von deinen Fotos. Schade, dass ihr nicht immer einen tollen Himme bzw. gutes Licht hattet. Das hätte ich deinen Fotos gegönnt. Aber was will man machen, man kann ja nicht an jeder fotogenen Stelle warten bis man gutes Licht bekommt.
Darf ich fragen in welchem Umfang du deine Bilder nachbearbeitest? Dass du PS nutzt hattest du ja shcon erwähnt. Mich würde einfach mal dein Workflow interesieren. Ich bin ja eher ein Nutzer von Lightroom und wechsle selten zu CS5