Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg in den Ishasha Sektor, der ja bekannt ist für seine Baumlöwen. Ich war sehr gespannt, da der Ishasha Sektor mehrheitlich als die schönere gegend im Queen Elizabeth Nationalpark angepreisen wurde. Wir durchquerten fast den gesamten Nationalpark von Norden nach Süden auf der Hauptstraße. Dort waren auch sehr viele LKW´s unterwegs. Tiere gab es keine. Als wir im Ishasha Sektor ankamen begaben wir uns noch auf einen kleinen Game Drive. Wir suchten die Baumlöwen! Anscheinend gibt es bestimmte Bäume, die von den Löwen bevorzugt werden. man kann es deutlich an den kreisrunden Autospuren um die Bäume herum erkennen. Uns blieben die Baumlöwen leider versagt. Überhaupt empfand ich den Ishasha Sektor als sehr sehr tierarm ... und die Tiere waren auch sehr viel schreckhafter als im nördlichen Teil des Parks. Stephen meinte das käme durch die Nähe zum Kongo und die noch immer vorhandene Wilderei. Erst später erzählte er mir, dass er von weitem sogar Wilderer gesehen hatte... Die Nervosität der Tiere konnten wir deutlich an einem Elefanten Roadblock erkennen. Obwohl wir uns in ausreichender Entfernung zu den Tieren befanden, behielt uns die Matriarchin stets im Auge und drohte mehrmals. Dabei sah sie durch ihre stark nach oben gekrümmten Stoßzähne noch aggressiverer aus. Und sie wollte defintiv nicht weichen. Blieb eisern auf dem Weg stehen! Wir drehten das Fahrzeug um und fuhren rückwärts langsam auf die Herde zu. Das imponierte der Leitkuh überhaupt nicht.
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Wir warteten bestimmt 45 Minuten bis sich die Herde endlich bequemte die Straße freizumachen. Langsam fuhren wir an der Leitkuh vorbei. Wir waren kaum vorbei als sie sich umdrehte den Kopf senkte und uns verfolgte. War zwar nur ein Scheinangriff ... aber trotzdem imposant. Stephen meinte, dass die Elefanten im Ishasha Sektor sehr aggressiv und argwöhnisch werden, da sie meist aus dem Kongo kommen und dort oft beschossen würden. So war das Verhalten der Kuh natürlich sehr gut erklärbar.
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Die Ausbeute auf der weiteren Fahrt hielt sich leider sehr in Grenzen. Lang beobachteten wir eine kleine Gruppe von Meerkatzen, die sich auf der Straße vergnügten. Ich gaube bei diesen Gesellen kann man ohne weiteres einen ganzen Tag verbringen, ohne dass einem langweilig werden würde. Die sind schon extrem lustig und dauernd in Action!
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Im Ishasha Sektor fanden wir zum ersten Mal Topis, die auch nur hier in diesem Sektor vorzukommen scheinen.
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Überhaupt war es irgendwie seltsam durch afrikanische Nationalparks zu fahren und keine Gnus, Zebras oder Impalas zu sehen. Die Pflanzenfresser in Uganda kommen teilweise wirklich nur in diesem Teil Ostafrikas vor. Die einzige Population an Zebras und Impalas findet sich, soweit ich weiß, im Lake Mburo Nationalpark. Gnus gibt es wohl in ganz Uganda nicht. Die ugandischen Nationalparks haben wohl immer noch sehr viele Probleme mit den schrecklichen Zeiten unter Idi Amin als eigene Soldaten und auch Soldaten der späteren Besatzungsmacht Tansania die Nationalparks regelrecht leer schossen. Davon haben sich viele Regionen bis heute noch nicht wirklich erholt.
Dieser Adler schien eine Verletzung an seiner rechten Kralle zu haben, denn er konnte nicht draufstehen. 📎 h1b7ad9e.jpg
Soviele Kronenkraniche auf einem haufen hatte ich zuvor auch noch nie gesehen. 📎 hf8ca21a.jpg 📎 h03fc06e.jpg
Natürlich gab´s auch noch einige Vögel zu entdecken, die ich wiedermal nicht bestimmen kann (oder will 😉 )
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Leider waren wir schon wieder sehr früh an der Lodge. Zu früh meiner Meinung nach ... aber die Motivation von Stephen sank proportional, je näher Weihnachten rückte... Ich hatte ein Tent in der Ishasha@theriver Lodge gebucht. Leider hatte die Lodge nur für eine Nacht ein freies Zelt, da eine Hochzeitsgesellschaft das komplette Camp am nächsten Tag gebucht hatte. Man bot mir deshalb ein kleines Zimmer neben der Küche "free of charge" für die nächste Nacht an. Kostenlos? Da sagt ein Schwabe natürlich nicht nein 🙂 Die Lodge war wohl noch im Aufbau und sah im Großen und Ganzen etwas unfertig aus. Die Inhaber waren Weiße, die sich jedoch sehr um die Gäste kümmerten. Die Zelte waren sauber wenn auch nicht mehr ganz taufrisch. Die Lodge lag direkt am Fluß und hatte sogar eine eigene Beach, die ich jedoch nicht testen wollte ... die Lage war eigneltich recht schön und ich hatte auch keine Probleme mit Mücken.
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Fazit Ishasha@theriver Tents sauber, aber nicht mehr taufrisch Schöne Lage Personal nett Essen, sehr britisch und nicht mein Fall Preis: 60$ (full board)
Fahrstrecke inkl. Game Drive:112,19 Kilometer Fahrzeit: 4 Stunden 49 Minuten
Gestern gab es Fish and Chips, die ich wohl nicht wirklich vertragen habe. Ich Nacht musste ich zweimal im Vollsprint zur Toilette rennen und so hatte ich am heutigen Tag etwas Mores ob das alles gut gehen würde. Allerdings hatte ich keine Bauchschmerzen oder dergleichen. Hatte wohl irgendetwas nicht vertragen. Trotzdem entschloß ich mich an diesem Tag nichts zu essen. Ich hatte ja in 2 Tagen mein Gorillatracking und wollte nichts heraufbeschwören. So gab´s zwar ein Lunchpaket, das ich aber Stephen gab und mich von Keksen ernährte, die ich in Kampala gekauft hatte. Auch abends hielt ich mich zurück und aß lieber nichts ... das war auch besser so, denn am Abend hatte sich ja eine Hochzeitsgesellschaft im Camp einquartiert und dementsprechend sah am nächsten Tag auch die Toilette aus. Ich wundere mich immer wieder was für Schweine manche Menschen sind!!!
Aber zuerst machten wir uns auf den Weg zu unserem letzten Game Drive in diesem Urlaub. Wir hatten kaum das Gate passiert als Stephen aufgeregt "Lion, Lion" rief. Ich sah mal wieder ... nichts. Dann korrigierte er sich und meinte es wäre ein Leopard. Und tatsächlich waren es sogar zwei, die sich gefunden hatten und ganz verliebt in weiter Entfernung rumschmusten. Schade, dass die Tiere so weit weg waren, das hätte sensationelle Bilder gegeben, denn es war ständig Action angesagt. Wir beobachteten die Tiere einige zeit völlig alleine, bis nach ca. 45 Minuten ein riesiger Touristentruck angefahren kam.
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Wir mutmaßten ob die beiden an einer anderen Stelle die Straße überqueren würden und wechselten die Position. Leider war dem nicht so und nach ca. 1 Stunde Warten fuhren wir weiter. Der restliche Tag war sehr unspektakulär ... keine Löwen, keine Elefanten ... nur Gras soweit das Auge reicht. Ein paar Piepmätze konnten wir dann noch entdecken. Und man muss ja auch zufrieden sein. Immerhin hatten wir die Big 5 gesehen...
📎 h71b85be.jpg 📎 h20049ab.jpg 📎 h8ac09cf.jpg 📎 h39df7a8.jpg An die Namen dieser beiden kann ich mich erinnern. Das müssten Madagaskar Bienenfresser sein, wenn ich mich recht erinnere.
Verabschiedet wurden wir mit einem schönen Sonnenuntergang.
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Fahrstrecke: 70,16 Kilometer Fahrzeit: 8 Stunden 33 Minuten
Tag 12: Bwindi
Am nächsten Tag fuhren wir in Richtung Bwindi Impenetrable National Park. Die Strecke führt durch riesige gerodete Wälder in denen heute Tee angebaut wird. Mich würde interessieren wie die Gegend vor hundert Jahren ausgesehen haben mag, als alles noch dicht bewachsen war. Aber auch jetzt hat die Gegend einen besonderen Reiz. Man könnte manchmal meinen man wäre im Schwarzwald. Die Gegend um Bwindi ist ja eine der dichbesiedelsten in ganz Afrika.
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Wir waren sehr früh in Bwindi, da die Strecke nicht so weit war. Ich hatte ein Banda in der Bwindi View Lodge gebucht. Komischerweise hatte sich der Preis nach meiner Ankunft von 60$ plötzlich auf 90$ erhöht. Begründung war, dass ich über jemanden gebucht hätte mit dem die Lodge nicht mehr zusammenarbeiten würde. Ganz komische Begründung aber ich hatte keine Lust auf Diskussionen ... dass das nicht die feine Art ist, musste ich aber schon noch los werden.
Fahrstrecke: 66,79 Kilometer Fahrzeit: 2 Stunden 46 Minuten
Fazit Bwindi View Bandas Sehr große Zimmer. Etwas in die Jahre gekommen! Personal sehr nett. Plötzliche Preisänderung Lage direkt am Parkeingang Kosten 90$ (full board)
Der eigentliche Grund warum ich nach Uganda gereist bin war, wie bei so vielen, das Gorilla Tracking. Schon seit etlichen Jahren geisterte das in meinem Kopf herum und dass es jetzt so schnell geklappt hat war dann doch überraschend. Die Nacht vor dem Tracking schlief ich wirklich schlecht. Ich vermute, dass es die Aufregung war. Um 8:30 begann das Briefing am Headquater. Wir waren insgesamt nur 9 Personen und wurden auf insgesamt 3 Gorillafamilien verteilt. Da wir ein Auto hatten und auch drekt nach dem Tracking weiter in Richtung Lake Bunyonyi fahren wollten wurde ich mit einer Südafrikanerin der Familie Habinyanja zugeteilt. Wir waren also nur zu zweit in unserer Gruppe. Da sich die Familie etwas entfernt vom Headquater befand mussten wir zuerst ein Stück mit dem Auto fahren. Die Familie besteht aus zur Zeit 17 Tieren mit einem dominaten Silberrücken namens Makara.
Am Trackingpoint angekommen warteten schon die Porter auf uns. Ich nahm mir also einen und schon gings los in Richtung Wald. Die Grenze zum Nationalpark ist wie mit der Schere geschnitten. Von jetzt auf nachher fangen die Bäume an. Die Bevölkerung um den Nationalpark nutzt jedes nicht ausgewiesene Stück Land zum Anbau. Wir kämpften uns also durch den Wald der schnell immer dichter wurde. Dabei hatten die Gorillas wohl die Absicht uns etwas an der Nase rumzuführen. Zweimal mussten wir umkehren, da die Gorillas ständig in Bewegung waren und ihre Richtung gewechselt hatten. Trotzallem ging es recht schnell bis wir die Tiere erreicht hatten. Es ist schon ein seltsames Gefühl wenn man das erste Knacken der Äste und die ersten Schatten sieht. Für mich lässt es sich sehr schwer beschreiben... es ist ein Mischmasch aus Aufgeregtheit, Spannung und etwas Angst. Jedenfalls wollten die Gorillas uns nicht den Gefallen tun und still sitzen bleiben sondern sie waren ständig in Bewegung. Was natürlich das Fotografieren immens erschwerte. Der Wald ist sehr dicht und obwohl die Tracker versuchen die Pflanzen zur Seite zu drücken muss man schon sehr viel Glück haben um gute Bilder zu erwischen.
📎 hddca57f.jpg 📎 hb700493.jpg 📎 hc48900c.jpg Als ich den Trackern hinterherlief, brach plötzlich keine 3 Meter von mir entfernt Maraya, der Blackback aus dem Gebüsch. Ich war im ersten Moment wie erstarrt! Ich nickte den Trackern zu, die ihn gar nicht gesehen hatten. Sie meinten es wäre OK zu fotografieren ... er war zwar der "Troublemaker" der Gruppe, sah aber in diesem Moment relaxt aus. Er beobachtete die mir folgenden Menschen durch das Dickicht ganz genau.
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Dann rannte er plötzlich ohne Rücksicht auf Verluste los. Die Äste und kleinen Bäume knackten wie Streichhölzer. Mein Puls rannte...
Und weiter ging´s durch das Dickicht. Die Tiere waren überall um uns herum, sehen konnte man sie aber nur sehr schwer.
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Und dann stand er schlagartig vor mir, Makara, der Silberrücken. Ein Koloß! Es waren nur ca. 4 Meter und man erkennt dann erst wie klein man doch eigentlich ist. Dicht gefolgt von Nyabuche mit ihrem Baby schlenderte er an mir vorüber.
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Während man mit den Gorillas unterwegs ist, vergisst man völlig die Zeit. Die Faszination ist so groß dass alles um einen herum unwirklich wird. Wir verfolgten die Tiere noch mehr als eine Stunde.
Gelaufene Strecke beim Tracking: 2,94 Kilometer Zeit: 3 Stunden 53 Minuten
Direkt nach dem Gorilla Tracking fuhren wir weiter zum Lake Bunyonyi. Ich hatte mich dort im Overland Resort für eine Nacht eingemietet. Leider habe ich von dem See und dem ganzen Drumherum nicht viel mitbekommen, da wir spät ankamen und ich auch fix und fertig war. Das Resort hat jedenfalls eine schöne Lage und ist auch sehr gut besucht vorallem von Jugendlichen, was natürlich auch den Lautstärkepegel entsprechend ansteigen lässt. Da ich full board gebucht hatte konnte ich mir am Abend von der Karte aussuchen was ich wollte. Das Essen war reichlich und hervorragend.
Fahrstrecke bis Lake Bunyonyi:96,96 Kilometer Fahrzeit:3 Stunden 51 Minuten
Sehr schöne Lage Essen reichlich und sehr gut Etwas laut, da sehr viele Jugendliche Preis: 50$ (full board)
Tag 14: Äquator und das Uganda Trikot
Ausgeschlafen machten wir uns sehr früh am nächsten Tag auf den Weg in Richtung Entebbe. Da ich vorabe mehrfach gewarnt wurde, dass die Strecke nicht zu schaffen wäre an einem Tag war mir schon etwas mulmig zumute. Die Strecke entpuppte sich dann aber als locker machbar und so war ich bereits um 15 Uhr am Flughafen obwohl mein Flug erst 18:25 Uhr startete. Vorher überquerten wir nochmals den Äquator und ich kaufte mir dabei ein Trikot der Ugandischen Fussballnatiuonalmannschaft 🙂
Fahrstrecke: 429,32 Kilometer Fahrzeit: 7 Stunden 46 Minuten
So, ich hoffe, dass euch der Bericht gefallen hat.
Fazit: Die Tierwelt in den Nationalparks kann mit den in Tansania oder Kenia nicht konkurrieren. Zu schwerwiegend sind die Folgen der Regierung Idi Amins. Dafür entschädigen die grandiose Landschaft, und die Erlebnisse mit Tieren, die man in Kenia oder Tansania nicht hat. Ich werde Uganda irgendwann nochmal bereisen, dann aber wahrscheinlich auf eigene Faust und mit anderen Prioritäten. Das Schimpansen- und Gorillatracking ist eine "Lifetime Experience" und sollte unbedingt einmal gemacht werden.
danke für Deinen schönen Bericht. Beim Gorilla-Tracking habt Ihr aber wirklich viel Glück gehabt, denn die Gruppe hat sich Euch sehr schön präsentiert. Sehr schöne Fotos.
Das Gefühl, diesen wundervollen Tieren zu begegnen kann man nur schwer beschreiben. Dir ist es aber gelungen. 🙂
Holger_W383 Beiträge · seit 201311. Jan. 2014 · #46
Hallo, sehr schöner Bericht und Top Fotos die Du hier zeigst. Meine Frau und ich wir waren auch letztes Jahr im September in Uganda/Ruanda. Verwöhnt von Botswana 2012, war die Tierdichte in Uganda eher bescheiden. Ich muss schreiben das ihr sehr viel Tiere gesehen habt. Wir hatten in 14 Tagen eine Löwin in riesiger Entfernung und einen Leoparden auch sehr weit weg vor die Kamera bekommen. Elefanten aus der Nähe auch nur am Kazingakanal. Höhepunkt war bei uns auch der Kazingakanal, genau wie Du es beschreibst. Auch war das Wetter nie perfekt für gute Landschaftsfotos. Naja, ein Grund nochmal nach Uganda zu reisen. Kannst Du noch was über Deine Fotoausrüstung schreiben, oder habe ich das überlesen? Bei mir war es Canon Eos 7D + 100-400/4.5-5.6 IS USM und beim Gorillatrekking 70-200/2.8 IS II USM. Dieses Jahr geht es im September nach Kenia und Tansania. Lake Nakuru, Maasai Mara, Serengeti und Ngorongoro Krater werden wir bereisen.
Holger
2019 Südafrika Klaserie - Timbavati - Sabi Sands
2018 Brasilien Rio de Janeiro - Foz do Iguacu - Pantanal - südliches Amazonasgebiet
2017 Kanada BC
2016 Sambia & Malawi
2015 Süden Tansanias
Reisebericht: Mit der Cessna durch den wilden Süden Tansanias
2014 Kenia & Norden Tansanias
2013 Uganda/Ruanda
2012 Botswana
Holger_W schrieb:Hallo, sehr schöner Bericht und Top Fotos die Du hier zeigst. Meine Frau und ich wir waren auch letztes Jahr im September in Uganda/Ruanda. Verwöhnt von Botswana 2012, war die Tierdichte in Uganda eher bescheiden. Ich muss schreiben das ihr sehr viel Tiere gesehen habt. Wir hatten in 14 Tagen eine Löwin in riesiger Entfernung und einen Leoparden auch sehr weit weg vor die Kamera bekommen. Elefanten aus der Nähe auch nur am Kazingakanal. Höhepunkt war bei uns auch der Kazingakanal, genau wie Du es beschreibst. Auch war das Wetter nie perfekt für gute Landschaftsfotos. Naja, ein Grund nochmal nach Uganda zu reisen. Kannst Du noch was über Deine Fotoausrüstung schreiben, oder habe ich das überlesen? Bei mir war es Canon Eos 7D + 100-400/4.5-5.6 IS USM und beim Gorillatrekking 70-200/2.8 IS II USM. Dieses Jahr geht es im September nach Kenia und Tansania. Lake Nakuru, Maasai Mara, Serengeti und Ngorongoro Krater werden wir bereisen.
Holger
Hallo Holger,
Ich hatte das, glaub ich, schon mal geschrieben. Ich fotografiere mit einer EOS 650D und einem Sigma 150-500 mm Objektiv. Bei den Gorillas hatte ich das Canon 70-300 mm drauf, was auch völlig ausreichte. Dann benutze ich noch eine Sony HX 100V Bridge Kamera...
Bei mir geht es dieses Jahr auch zweimal nach Tansania. Im Februar in den Norden (Serengeti, Ngorongoro) und im Juli in den Süden (Ruaha, Selous) LG Andy
Birgitt1'667 Beiträge · seit 200912. Jan. 2014 · #48
Hallo, Andy
Auch ich bedanke mich für deinen wunderschönen Bericht, der sehr viele Erinnerungen wachgerufen hat. Auch wir besuchten 2011 die Habinjanya Gruppe. Es waren wirklich unvergessliche Erlebnisse. Danke.
traumhaft schöne Fotos hast Du vor allem von den Gorillas gemacht. Ich möchte mir ebenfalls diese Begegnung ermöglichen. Als Reisezeit ist Oktober/November angedacht. Deshalb hier ein paar Fragen, die du mir vielleicht beantworten magst:
Denkst du ich kann die Tour als Frau allein mit einem Fahrer machen falls sich keine Mitfahrer finden? Gibt es auch weibliche Fahrer? Kannst du mir etwas über die Kosten für Wagen und Fahrer berichten? Wie sieht es mit der Sicherheit (Frau allein im Buschhotel - ich weiß, du bist ein Mann)?
traumhaft schöne Fotos hast Du vor allem von den Gorillas gemacht. Ich möchte mir ebenfalls diese Begegnung ermöglichen. Als Reisezeit ist Oktober/November angedacht. Deshalb hier ein paar Fragen, die du mir vielleicht beantworten magst:
Denkst du ich kann die Tour als Frau allein mit einem Fahrer machen falls sich keine Mitfahrer finden? Gibt es auch weibliche Fahrer? Kannst du mir etwas über die Kosten für Wagen und Fahrer berichten? Wie sieht es mit der Sicherheit (Frau allein im Buschhotel - ich weiß, du bist ein Mann)?
Vielen Dank und liebe Grüße Gesima
Hallo,
ob du die Tour alleine als Frau machen kannst hängt von dir ab. Jeder Mensch ist verschieden, jeder Mensch empfindet Situationen anders. Ich glaube nicht, dass du dir als Frau dort mehr Sorgen machen musst als bei uns ... hier wie dort gilt: Hirn einschalten! Eine weibliche Fahrerin hatte ich bisher nur einmal in Südafrika ... sonst habe ich so was noch nicht gesehen. Das muss aber nicht heißen, dass es das nicht gibt. Bei den Gorillas hatte ich einen weiblichen Guide und weibliche Ranger habe ich auch öfters gesehen. Für Mietwagen und Fahrer schreib doch mal die Butterblume an, die hat da echt gute Kontakte und hilft dir sicher gerne weiter. Buschhotel? 🙂 Du meinst sicher die Lodges. Auch da gilt dasselbe wie für die gesamte Tour: Hirn einschalten und keine Angriffsfläche bieten, dann musst du dir keine Sorgen machen. Hoffe ich konnte dir weiterhelfen und danke für das Lob für die Bilder ... hört man immer gerne!
Marina hat mir aufgrund meines Tsavo Beitrages Agamenfotos zugestellt und mich auch mit Fragen motiviert, der Sache auf den Grund zu gehen.
Also mal weiter forschen... und siehe da die im obigen Bericht abgebildete dunkelblau-orange Agame ist keine Siedlerageme sondern traegt den lateinischen Namen Agama finchi leucerythrolaema. Wahrscheinlich hat sie noch gar keinen Deutschen Namen.
Die Agamenarten sind derzeit neu in Untersuchung und es werden neue Namen/Arten auftauchen.
Viele liebe Gruesse Elvira
Safaris in Ostafrika
Bush Trucker Tours
www.bushtrucker.ch
Elvira Wolfer
Zubucher- und individuelle Safaris
pedro62345 Beiträge · seit 201119. Jan. 2015 · #54
Hallo Bebbl
Danke für diesen herrlich erfrischenden Reisebericht. Super schöne Fotos und eine gute Inspiration für meine bevorstehende Uganda-Tour. Zur Kameraausrüstung noch eine Frage: Beim Gorillatrack bin ich noch am überlegen, welches Objektiv wohl das geeignetste ist - 24-70/2,8 oder 70-200/2,8. Du hast ja mit dem 70-300 fotografiert, hattest du den Eindruck, dass es auch mit kürzerer Brennweite ausgereicht hätte oder war das 70-300 ideal. Ist vermutlich auch eine Frage wie nahe man den Gorillas kommt...
LG Peter
Holger_W383 Beiträge · seit 201319. Jan. 2015 · #55
Hallo Peter, Falls Du zwei Bodys hast, nimm beide mit! Ich hatte am Crop 17-55/2.8 und 70-200/2.8 dabei. Beide sind aureichend zum Einsatz gekommen bei zwei Trekkings. Du willst ja bestimmt nicht nur Porträt haben. Die 7m Mindestabstand halten meist die Gorillas nicht ein. Mir ist tatsächlich einer über den Fuß gelaufen. So war es zumindest bei uns in Ruanda 2013.
Holger
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2018 Brasilien Rio de Janeiro - Foz do Iguacu - Pantanal - südliches Amazonasgebiet
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2013 Uganda/Ruanda
2012 Botswana
pedro62345 Beiträge · seit 201120. Jan. 2015 · #56
Hallo Holger
Hab aber schon gehört (ich meine picco war es), dass man außer e i n e r Kamera mit angesetztem Objektiv nichts dabei haben darf bzw bei den Guides abgeben muss und nur deshalb meine Frage. Wobei es offenbar darauf ankommt welche Begleiter man mit hat Wenn es möglich wäre zwei Kameras beim unmittelbaren Treffen mit den Gorillas dabei haben zu dürfen ist mir das auch recht, ich bin mit zwei Bodys unterwegs 😛
Noch eine Frage, welche Einstellung hast du an den Kameras verwendet (Programmautomatik, Blende- oder Zeitautomatik, welche ISO). Obwohl ich grundsätzlich am liebsten mit der Zeitautomatik fotografiere, tendiere ich in diesem Fall zur Programmautomatik, wie siehst du das??
Wir waren vor zwei Jahren im Bwindi NP und haben die Nkuringo Gruppe besucht. Klar haben auch wir viele Fotos geschossen, darunter welche, die wirklich genial sind. Wenn ich aber so zurückblicke muss ich feststellen, dass ich persönlich eigentlich viel zu viel Zeit aufs Fotoschießen gelegt habe, anstatt mich intensiver mit der Begegnung der einzigartigen Gorillas zu beschäftigen.
Am Ende sind es immer diese persönlichen Momente eines Gorilla trackings, welche einem so intensiv in der Erinnerung bleiben. Viele Fotos machen bedeutet also gleichzeitig weniger konzentriert zu sein auf das, was im Grunde ein Gorilla tracking so einzigartig macht. Nämlich das genaue Beobachten des Verhaltens der Tiere oder einfach nur die Falten in der Handinnenfläche, ein verschämter Blick des Gorillas oder die mentalen Zahnräder, wenn sie nachdenken.
Schöne Grüße vom Alm
pedro62345 Beiträge · seit 201120. Jan. 2015 · #58
Hallo Alm
Bin ganz deiner Meinung. Daher meine ich dass die Automatikfunktion für diese besondere Situation Sinn macht um sich eben mehr auf das Erlebnis einlassen zu können. Nur wie bei allen meinen Reisen möchte ich natürlich die Erinnerung durch das Medium Foto über Jahre am Leben erhalten und daher sicher nicht auf das Fotografieren verzichten. Im Bewusstsein, dass eine Stunde für diese wunderbaren Momente viel zu kurz ist, muss ich für mich eben einen Kompromiss eingehen. Daher möchte ich soviel wie möglich im Vorfeld abklären und von euren Erfahrungen profitieren, um gut gerüstet dieses Abenteuer genießen zu können.
Danke für diesen herrlich erfrischenden Reisebericht. Super schöne Fotos und eine gute Inspiration für meine bevorstehende Uganda-Tour. Zur Kameraausrüstung noch eine Frage: Beim Gorillatrack bin ich noch am überlegen, welches Objektiv wohl das geeignetste ist - 24-70/2,8 oder 70-200/2,8. Du hast ja mit dem 70-300 fotografiert, hattest du den Eindruck, dass es auch mit kürzerer Brennweite ausgereicht hätte oder war das 70-300 ideal. Ist vermutlich auch eine Frage wie nahe man den Gorillas kommt...
LG Peter
Hallo Peter,
sorry für späte Antwort. War geschäftlich unterwegs. Ich fand das 70 - 300 optimal. Wobei ich manchmal sogar gerne etwas mehr Brennweite gehabt hätte um mal so ein richtiges Close up zu machen. Ich denke Brennweite kann man nie genug haben. Aber grundsätzlich reichen 300mm völlig aus, weil man schon ziemlich nah rankommt. Natürlich ist das nicht garantiert aber bei uns war es so. Vielleicht kannst du dir ja sogar noch ein so genanntes Reisezoom 28/300 zulegen ... wobei ich persönlich nicht glaube, dass du die 28 mm brauchst. Aber das ist nur keine persönliche Meinung!