Neue "Teer"straßen Südnamibia

12 Antworten · 4'000 Aufrufe · gestartet 27. Okt. 2013 von travelNAMIBIA
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Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200627. Okt. 2013 · #1
Hi zusammen,

ab Anfang 2014 werden einige Straßen im Süden Namibias asphaltiert. Fertigstellung ist bis Ende 2015 geplant.

- Oranjemund nach Rosh Pinah
- Aussenkehr nach Lüderitz
- Keetmanshoop nach Mata Mata

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Gast27. Okt. 2013 · #2
Hallo Christian,
Keetmanshoop zum Mata Mata Grenzübergang
Kennst Du dazu die Begründung? 260km zu asphaltieren ist ja eigentlich ein Riesenprojekt und ich frage mich, was Namibia davon hat? Mata Mata ist ein rein touristischer Grenzübergang. Da ist nicht viel Verkehr und über den Grenzübergang wird nie Transit-/Warenverkehr laufen. Letztlich verbessert Namibia damit die Anbindung an ein touristisches Projekt in Südafrika, an dem Namibia nicht wirklich partizipiert. Sind da irgendwelche Minen geplant? Irgendetwas muss man sich ja dabei gedacht haben?

Beste Grüße

Guido - gegen 12 auch treffsicherer bei den Buttons ... 😎
1'674 Beiträge · seit 201227. Okt. 2013 · #3
Hallo Christian,

vielen Dank für die Info.
Für mich als Namibia-Tourist ist das schade, da ich die gravel roads liebe, es kommt halt ein bisschen "african feeling" dadurch auf.
Mit Sicherheit ist es aber für die Bewohner Namibias eine Erleichterung.

Betreffen tut mich das Ganze in sofern, da wir Mitte März 2014 von Keetmanshoop über Mata in den KTP wollen. Evtl. ist die Strecke dann mit Baustellen "übersät" und es wäre besser über Rietfontein und Twee Rivieren in den KTP zu fahren.
Dies könnte natürlich zeitlich enger werden, da die Grenzstation schon um 16.00 Uhr schließt.

Wäre super, wenn du weitere Informationen über den Stand der Bauarbeiten hier einfließen lassen könntest, sobald du welche hast.

Liebe Grüße
Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
1'794 Beiträge · seit 201327. Okt. 2013 · #4
Hallo Christian, meinst du mit Aussenkehr nach Lüderitz die C13 am Oranje entlang?...auch irgendwie schade!

Da wir im Frühjahr 2014 von Mata Mata zum Mesosauruscamp wollen, interessiert uns natürlich auch der Stand der Arbeiten und ob es Sinn macht diese doch recht schöne Strecke zu fahren!

LG NOGRILA
2'338 Beiträge · seit 200727. Okt. 2013 · #5
Hallo zusammen

Guido schrieb betr. Keetmanshoop zum Mata Mata Grenzübergang:
Kennst Du dazu die Begründung? 260km zu asphaltieren ist ja eigentlich ein Riesenprojekt und ich frage mich, was Namibia davon hat? Mata Mata ist ein rein touristischer Grenzübergang. Da ist nicht viel Verkehr und über den Grenzübergang wird nie Transit-/Warenverkehr laufen. Letztlich verbessert Namibia damit die Anbindung an ein touristisches Projekt in Südafrika, an dem Namibia nicht wirklich partizipiert. Sind da irgendwelche Minen geplant? Irgendetwas muss man sich ja dabei gedacht haben?
Bis in die Achtzigerjahre war die Piste zwischen dem Kgalagadi NP und Upington auch noch nicht geteert. Dann wurde sie nach und nach bis zum Parkeingang Twee Revieren gemacht. Wir fragten uns damals auch, wofür das gut sein soll und welchen wirtschaftlichen Nutzen das haben könnte. Heute regt sich niemand mehr darüber auf, dass er auf der südafrikanischen Seite ab Twee Revieren mit 120 km/h und mehr durchbrettern kann und es sogar eine Hochgeschwindigkeits-Teststrecke geworden ist.

Ich bin überzeugt, dass geplant ist, irgendwann in Zukunft auch noch die Strecke Mata Mata – Twee Revieren zu teeren.

Die Wege im Kgalagadi NP sind wegen der immens gestiegenen Touristenanzahl in einem erbärmlichen Zustand. Das Wellblech haut einem manchmal fast das Fahrzeug auseinander. Früher, als sich wegen der beschwerlichen Anfahrt kaum jemand in den Park verirrte, waren die Pisten sehr angenehm befahrbar.

Das Afrika-Feeling kommt bei uns auf diesen breiten Wellblech-Rüttelpisten sowieso nicht auf, dann schon eher auf kleinen, kaum befahrenen Sand- oder Erdpisten. 😉

Viele Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
Gast27. Okt. 2013 · #6
Hallo Erika,

Solange man nicht das Hoanib-Flussbett asphaltiert, habe ich keine Probleme mit besseren Straßen. Ich finde das nur sehr erstaunlich und würde es gern verstehen. Namibia schwimmt nicht gerade im Geld und man baut Straßen normalerweise da, wo bedeutende Interessensgruppen von einer neuen/besseren Straße profitieren.

Es mag sein, dass das den Tourismus im KTP unterstützen würde. Aber was hat Namibia davon? Namibia trägt dann einen vermutlich dreistelligen Millionenbetrag für die Baukosten von 260km Asphaltstraße und die (Mehr-)Umsätze im KTP gehen weiterhin an Südafrika? Wenn da eine bessere Transitanbindung an Südafrika gewünscht wäre, würde man wohl die Rietfonteinstrecke ausbauen. Irgendwie habe ich einfach das Gefühl. dass die entscheidende Neuigkeit zu der News noch fehlt?

Beste Grüße

Guido
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200628. Okt. 2013 · #7
Hi zusammen,

komme jetzt erst dazu hier zu antworten.
Die ganzen Entwicklungen sind dem sehr tüchtigen Gouverneur der Region, Bernardus Swartbooi, zu verdanken. Viele sagen, dass er einmal Präsident Namibias werden könnte. Neben den genannten Straßenprojekten werden auch eine SWAKARA-Fellfabrik, ein Berufsbildungszentrum etc. in Keetmanshoop errichtet.

Aussenkehr-Rosh Pinah
Grund ist der Export der namibischen Tafeltrauben. Diese werden bisher nach Kapstadt zum Hafen transportiert, können dann aber deutlich schneller über den Hafen Lüderitz exportiert werden.

Keetmanshoop-Mata Mata
Grund ist der immense touristische Zufluss in den KTP von allen Seiten, den man damit die Möglichkeit eröffnen will, noch einfacher auch Namibia zu entdecken. Zudem soll der landwirtschaftlich sehr wichtige Osten weiter erschlossen werden.

Rosh Pinah-Oranjemund
Mit der weiteren Öffnung des Diamantensperrgebietes (Tsau-//Khaeb-(Sperrgebiet)-Nationalpark) soll der Tourismus weiter angekurbelt werden. Oranjemund gilt als wichtiger touristischer Standort für die Planungen in dem Gebiet.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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7 Beiträge · seit 200728. Okt. 2013 · #8
Hallo Christian,
mich würde interessieren, wie es im Nordern um Teerstarssen bestellt ist.

Wir wollen im nächsten Jahr von Rundu über Oshakati zu den Epupa-Fällen und weiter zum Etosha. Wir haben 2007 gehört, dass die C 35 komplett asphaltiert
werden soll. wie ist es mit der C 43?

Gruß
Rudolph
Gast28. Okt. 2013 · #9
Hallo Christian,

Danke für die Info.
travelNAMIBIA schrieb:Keetmanshoop-Mata Mata
Grund ist der immense touristische Zufluss in den KTP von allen Seiten, den man damit die Möglichkeit eröffnen will, noch einfacher auch Namibia zu entdecken. Zudem soll der landwirtschaftlich sehr wichtige Osten weiter erschlossen werden.
In bezug auf die landwirtschaftliche Nutzung kenne ich mich nicht aus. Das kann vielleicht ein sinnvoller Grund sein. Das touristische Argument halte ich für wenig plausibel. Schaut man auf die Übernachtungskapazitäten des KTP, dann ist es unplausibel, dass mehr als 5-20 Touri-Autos pro Tag die Strecke Mata Mata - Keetmanhoop fahren. Und dafür 260 km Asphaltstraße bauen? Ich kann verstehen, wenn man z.B. Sesriem - Walvis Bay ausbaut. Die Strecke wird deutlich mehr genutzt und ist bislang vergleichsweise unfallträchtig. Eine Asphaltstraße für KTP-Keetmanshoop könnte ich höchstens nachvollziehen, wenn geplant wäre den KTP auf die angrenzenden Gebiete in Namibia zu erweitern.

Beste Grüße

Guido
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200628. Okt. 2013 · #10
Hallo Guido,

der touristische Hintergrund ist mir auch nicht 100 % klar. Vielleicht ist ein weiterer Ausbau der Kapazitäten im KTP geplant - auf namibische Seite ausdehnen ist kaum möglich, da dort alles privates Farmland ist...

Man muss aber dazu sagen, dass eine Straße in Namibia bereits ab 150 Fahrzeuge am Tag (!) den Status einer Hauptstraße bekommen sollte, d.h. einer C-Straße. Das dürfte sogar die Mata-Mata Verbindung erfüllen.

Viel Grüße
Christian
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2'530 Beiträge · seit 201131. Okt. 2013 · #11
Gibt es zu diesem Thema irgendwelche Quellennachweise ?
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200631. Okt. 2013 · #12
Hi Cruiser,

jede namibische Tageszeitung, Radio, Informante, Riad Authority Pressemitteilung etc.

Viele Grüße
Christian
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Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200618. Nov. 2013 · #13
Hi zusammen,

eine weitere Straße wird ab dem 14. Januar geteert. Die Arbeiten sollen 2-3 Jahre dauern.

Gobabis <-> Aminuis <-> Aranos (C22)

Beste Grüße aus Windhoek
Christian
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