myrioThemenstarter962 Beiträge · seit 200702. Apr. 2013 ·
Im TV sah ich einen erschütternden Bericht über die extreme Elefantenpopulation, die sich durch die künstlich betriebenen Wasserstellen vom Hwange-NP magisch angezogen fühlt. Die Reaktion der Elis ist verständlich, die Aiuswirkungen für den Hwange-NP weniger Bis 40000 Elis durchstreifen diese Region und verwüsten den Park, was zu einer empfindlichen Störung des biologischen Gleichgewichts führt und andere Tierarten in ihrem gewohnten Lebensraum stört. Der Film vermittelte mir eine völlig unattraktive Landschaft, so dass ich ernstlich überlege, ob ich meine Reiseroute ändere, um schönere Regionen zu besuchen. Meine Frage: Wer kann mir aus eigner Erfahrung Tipps geben, ob es sinnvoller ist, andere Gebiete einzuplanen. Wir beabsichtigen im Sept-./Okt. von JHB aus dort zu sein. Auf Antworten freut sich Frank 🙂
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200902. Apr. 2013 ·
Hall o Frank
Also ich hab die reportage nicht gesehen une kann nur von meinen erfahrungen im januar sprechen. Wir haben sehr wenige Elis in hwange gesehen. Eine mittel grosse herde bei Kennedy und Einige elefanten mehr oder weniger alleine. Auch die landschaft fand ich recht abwechslungsreich. Ich werde sicher wieder nach Hwange fahren und freue mich jetzt schon drauf. Bilder kann ich Gern per mail schicken
Grues se die missi
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
fordfahrer1'003 Beiträge · seit 200802. Apr. 2013 ·
da hast Du wohl unseren Reisebericht vom Februar nicht gelesen ?? Click mich Wenn das keine Reise wert ist, weiss ich nicht ... Gruss Christian
Hwange hat keine ganzjährigen Wasserläufe, sondern nur Pfannen, hatte daher früher auch keine derartig große ganzjährige Elefantenpopulation. Diese wurde seit der GR- und späteren NP-Gründung über Jahrzehnte durch immer mehr Pumpen hochgezüchtet. Dadurch wurden auch viele Elefanten aus Botswana angezogen und schließlich „bodenständig“. Anfangs der 70er haben wir während einer Trockenperiode in Nordbotswana weit südlich vom main camp eine unglaubliche Ansammlung von Elefanten an einer künstlichen Wasserstelle gesehen. So was wie Chobe waterfront aber auf engem Raum. Die Herden und Gruppen standen so dicht, dass ich mich nicht traute bis zum Wasser vorzufahren. Man schlich durch eine graue Gasse, die sich, kaum geöffnet, auch gleich wieder geschlossen hat. War spannend. So spektakulär das für uns Touristen auch sein mag, langfristig hat das natürlich seinen Preis durch Überbeanspruchung der Vegetation. Die große Elefantenschau am Damm wäre (in der Trockenzeit) ohne permanentes Pumpen in einigen wenigen Tagen vorbei, dann ist der Damm leergesoffen. Elefanten im Hwange verbrauchen nicht nur Wasser und Fressen sondern auch Diesel. Wegen des Niedergangs des Staates werden die Pumpen heute hauptsächlich von Privaten gepflegt und betrieben (siehe friendsofhwange.org). In der Trockenheit in 2005 reichte es trotzdem nicht und es verdursteten und verhungerten angeblich über 1000 Elefanten. Der von myrio angesprochene Film hatte vielleicht mit diesem Ereignis zu tun. Aber auch in anderen NPs hängen die Tiere am Tropf der Pumpen. Das ist der Preis, besser die Voraussetzung, für den Tourismus i. A. und den Ganzjahrestourismus im Besonderen. Für das gute Geld müssen Tiersichtungen „garantiert“ sein. Das ist in Etosha oder KTP nicht anders als Hwange. Man wird sehen wie tragfähig das sein kann. Grüße Werner und Hwange wird sicherlich eine Reise wert sein, besser bald als später. Durch die Entwicklung der Preise und Besucherzahlen in BW wird Hwange sicherlich bald wiederentdeckt werden.
Die Pumpen in vielen Nationalparks haben nur in zweiter Linie damit zu tun, ganzjährig Touristen anzulocken.
Früher sind die Wildtiere dem Wasser hinterhergewandert. Die meisten Nationalparks sind aber heutzutage Inseln innerhalb der von Menschen genutzten Gebiete. Die Wanderrouten sind für die Tiere nicht mehr nutzbar. Insofern mussten Wege gefunden werden, die Tiere ganzjährig im Nationalpark zu halten. Das einfachste Mittel dafür ist die ganzjährige Wasserversorgung.
fordfahrer1'003 Beiträge · seit 200803. Apr. 2013 ·
Danke Werner, Ach so, zum Thema hatte ich noch gar nichts geschrieben .. also weder war die Vegetation zerstört noch haben wir Tausende von Elefanten gesehen - können aber natürlich in der Wet auch im Südwesten des Parks gewesen sein. Einige verendete von der Dieseldurststrecke haben wir noch gesehen. Nur mal allgemein: im Gegensatz zum BW fand ich bis jetzt die ZIM Parks sehr gut organisiert und die Ranger kennen sich durchaus aus und wissen auch wo Tiere sind. Gruss Christian
ABER, der Hwange ist immer eine Reise wert. Wir waren im November 2012 für 5 Tage dort, haben fast den gesamten Park abgefahren. Von deinen genannten 40000 Elefanten haben wir dann sicher 30000 gesehen 🙂
Zerstörte Landschaft haben wir aber nur im Süden des Parks in der Nähe von Dopi Pan gesehen. Dort stand wirklich kein Baum mehr. Dies war aber nur ein winziger Teil des Parks, und wenn sich der Film ausschliesslich auf diesen zerstörten Teil bezog, finde ich den Beitrag sehr einseitig, gibt es doch wunderschöne Landschaften dort. Speziell die Gegend um Sinamatella hat mir sehr gefallen. Uns wurde gesagt, dass der Park nicht ganzjährig so viele Elis beherbergt, dass viele auch Chobe Elefanten wären. Dies mag durchaus stimmen, denn, als wir später an der Chobe Riverfront waren, sahen wir nicht einen einzigen Elefanten dort ( hab ich auch noch nicht erlebt ).
Also, fahr ruhig hin und mache dir selber ein Bild.
Also Werner hat die Sache sehr gut beschrieben. Die Elefantenherden sind früher wirklich nur durch den Park migriert und haben sich dort nie ganzjährig aufgehalten (weil durch die Trockenzeit eben das Wasser dort auch versiegt). Die künstlichen Wasserstellen wurden wirklich wegen der Touristen angelegt (soviel zu den Auswirkungen des Toursimus). Auch meiner Meinung nach halten sich eigentlich viel zu viele Elefanten in dem Park auf, aber der Park ist nun nicht wirklich verwüstet. An der Aussichtsplattform in der Nähe vom Main camp konnte ich 200 Elefanten auf einmal sehen. Ich kam dort mit einem Mitarbeiter von Zimparks ins Gespräch. Er erzählte mir dann einige Hintergründe (auch warum die künstlichen Wasserlöcher angelegt wurden). An dem Wasserloch in der Nähe vom main camp kann man öfters bis zu 400 Elefanten auf einmal sehen (also unsere 200 waren noch wenig) und bei 24 Stunden Zählungen wurden dort am Wasserloch 1200-1300 Elefanten gezählt.
Ob sich diese künstlichen Wasserlöcher negativ auswirken wird wohl die Zukunft zeigen - ich habe da auch so meine Zweifel. Trotzdem ist Hwange schon sehenswert.
hmmmmm, also was bisher so geschrieben wurde, kann ich nicht wirklich zustimmen....
Wir waren im Februar für 2 Nächte im Hwange im Bereich von Masuma/Shumba und haben dort in der Kapula Lodge übernachtet. Die ist als solches wirklich sehr empfehlenswert. Aber wir waren vom Park sehr enttäuscht. Sehr wenig gesehen. Einige Elefanten, einige Giraffen, kaum Antilopen... 1 Hyäne, 1 Schakal... ihr merkt schon an den Aufzählungen, das die Sichtungen sehr zurückhaltend waren.
Landschaftlich war es ok, aber auch nicht so, dass es mich wegen der Landschaft zurückzieht.
Preislich waren wir vom Preisniveau in Simbabwe sehr überrascht und zwar unangenehm. die kompletten Lebensmittel sowie Benzin waren ordentlich teuer. und auch teurer als in Botswana...
Das nächste Thema ist die Geschichte mit den Formalitäten und Kosten bei der EInreise nach Simbabwe.
Single-entry Visa 70 US-$/pP double entry 100 $, dann noch Autoversicherung, Tax etc etc etc... vs. 0 $ in Botswana...
Wir haben für uns den Rückschluss gezogen, dass wir bei einer weiteren Reise nicht nochmal zwingen in den Hwange müssen. Vielleicht andere Punkte in Sim aber Hwange steht nicht zwingend drauf...
LG Markus
myrioThemenstarter962 Beiträge · seit 200703. Apr. 2013 ·
Danke Birgit und Danke an alle Fans, die mir geantwortet haben. Ich habe dieses Thema ins Forum gesetzt, da ich hoffte, auch positive Antworten zu erhalten, denn auch mir kam der Beitrag reichlich übertrieben vor, als wollte man den Touristenstrom eindämmen(ist nur mein ganz subjektiver Eindruck!), muss also nicht stimmen. Wir werden also unsere SA-BOT-ZIM-Tour so gestalten, wie geplant. Alle guten Wünsche von Frank
zur Ehrenrettung von Markus, ich war mit dabei, er hat sich vertan. Es waren 30 $ pP für ein Single-Entry-Visum und 45 $ pP haben wir für unser Double-Entry-Visum bezahlt. Das Double-Entry-Visum haben wir gebraucht, da wir dazwischen noch in Botswana und Sambia waren, unseren Mietwagen aber wieder in Simbabwe abgeben mussten.
Ich glaube er ist immer noch geschockt wegen der Einreisepreise nach Sambia (50 $/80 $ pP), wo alles noch ein Stück teurer war. Hinzu kommen natürlich immer noch die Kosten für die Einreise mit einem Fahrzeug. Unglaublich: ca. 75 $ für Zibabwe und ca. 65 $ für Sambia (nicht eingerechnet die Fähre und die Gelbfieberimpfung).
Da ist es doch toll nach Botswana zu reisen. Da kostet die Einreise weder für Personen noch für Autos was. Auch die Lebenshaltungskosten fanden wir dort günstiger als in Simbabwe oder Sambia.
Danke Topobär für die Ergänzung. Hätte ich auch noch erwähnen sollen/können. Wenn schon/ denn schon, kann man auch noch dazusagen, dass neue Wasserstellen auch angelegt werden um den Druck von bereits überlasteten zu nehmen. Aber egal wie rum man die Kausalitätskette sieht, es ändert nichts am Problem, dass durch Konzentration vieler Tiere an den Pumpen (wegen fehlender Ausweichs- oder Pufferzonen, Tourismus oder sonst was) das Umland der Pumpen stärker beansprucht wird. Und dass 1000 Elefanten (toutoum) oder mehr „am Platz“ und in der Trockenzeit das nicht tun sollten, kann ich eigentlich nicht verstehen. Wasser kann man durch Pumpen bereit stellen, Futter aber nicht. So entstehen und wachsen die kahlen Flächen rundherum. Im Vergleich über 20 - 25 Jahre hatte ich schon den Eindruck, dass das passiert ist, auch in Etosha. @ Pumpen für Touristen: Bei unserem Besuch im September 1997 wurde am Mandavu Damm gepumpt und es gab täglich das garantierte „große Elefantenkino“, so wie immer. Im Westteil (Little und Big Tom u.a.) wurde aus den bekannten Gründen nicht mehr gepumpt, die Wasserstellen waren trocken und die Gegend war ziemlich verlassen; in mehreren Tagen haben wir dort nichts bis wenig gesehen*). Uns hat es trotzdem gut gefallen (auch weil die Lodge-Hausse mit zugehörigen Kollateralschäden dort noch nicht stattgefunden hatte) und das Platzrudel von Zebramangusten im Robins Camp hat uns bestens entschädigt und unterhalten. Aber heutzutage spricht sich ja alles rasch herum und ich glaube nicht, dass viele an einen Platz fahren würden, über welchen berichtet wird, dass man über Monate hindurch nur wenige Tiere sieht (echte Naturliebhaber ausgenommen!). Also muss gepumpt werden und so erfüllt die Pumpe an der Wasserstelle im NP die Funktion der Schneekanone bei uns, nämlich zu garantieren, dass sich der Urlaubstraum erfüllt. @ Pumpen für Hwange und nur zur Klarstellung, bevor alle über mich herfallen: In der besonderen Wassersituation in Hwange ist das Pumpen natürlich keine bloße Frage von Attraktivität für den Tourismus, sondern eine Überlebensfrage für alle Tiere dort, aber vor allem die Elefanten. Nachdem diese den größten Wasserverbrauch haben, gefährden sie auch alle anderen Tiere. Wer eine Idee hat, wie man aus diesem Teufelskreis von immer mehr Elefanten und daher noch weniger Wasser und Fressen herauskommt, sollte diese bald umsetzen, die Zeit drängt. Grüße Werner *)Das kann auch damit zusammenhängen, dass dort seit Jahren massiv gewildert wurde, was aber jetzt angeblich wieder besser unter Kontrolle sein soll.
Uns hat ein Ranger erzählt, dass Culling betrieben wird. Dabei soll angeblich immer eine ganze Herde incl. Jungtiere getötet werden. Die riesigen Elfenbeinvorräte Zimbabwes könnten ein Hinweis darauf sien.