BEbeateThemenstarter1'450 Beiträge · seit 200615. Sept. 2012 · #1
Hallo,
wir fliegen im November nach Tansania. Jetzt habe ich auf der Seite es AA gelesen, dass dort im Norden Meningitis gar nicht so selten ist.
Ich habe zwar alle möglichen Impfungen, mache auch immer brav eine Malaria-Prophylaxe, aber an Meningitis habe ich noch nie gedacht und auch keine Impfung.
Deshalb meine Frage: wie bekommt man Meningitis, bzw. wo und wie kann man sich anstecken? Google sagt mir leider darüber auch nichts brauchbares.
Könnt Ihr mir evtl. auch sagen, wie hoch Ihr die Gefahr im nördlichen Tansania einschätzt?
vielen Dank Beatea
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200915. Sept. 2012 · #2
Hallo Beate,
ich provoziere jetzt mal absichtlich, nimms nicht uebel : aber bist du sicher du willst nach Tanzania .. ??
viele gruesse
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
beate schrieb: Deshalb meine Frage: wie bekommt man Meningitis, bzw. wo und wie kann man sich anstecken? Google sagt mir leider darüber auch nichts brauchbares.
Hallo Beate,
auch wenn hier im Forum tatsächlich medizinische Fachleute unterwegs sind, glaube ich mal, dass die Antworten auf diese Fragen aus einem Forum nicht deutlich besser sind, als das was Dir Google oder (besser) Wikipedia zum Thema sagen werden.
Also mein Rat, geh zu einem Arzt, idealerweise ein Tropenarzt, welcher Dir deutlich besser und auf Deine Person abgestimmt Antworten liefern wird.
Gruß Carl
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BEbeateThemenstarter1'450 Beiträge · seit 200615. Sept. 2012 · #4
Miss Ellie schrieb:Hallo Beate,
ich provoziere jetzt mal absichtlich, nimms nicht uebel : aber bist du sicher du willst nach Tanzania .. ??
viele gruesse
Nee, ich nehms Dir nicht übel! 🙂 Ist schon klar.
Aber weisst Du, wir waren jetzt schon so oft in Afrika unterwegs, immer im Dachzelt. In Tansania sind wir aber das erstemal.
Und das Thema Meningitis ist mir noch nie "über den Weg gelaufen".
Beate
BEbeateThemenstarter1'450 Beiträge · seit 200615. Sept. 2012 · #5
carl schrieb:
beate schrieb: Deshalb meine Frage: wie bekommt man Meningitis, bzw. wo und wie kann man sich anstecken? Google sagt mir leider darüber auch nichts brauchbares.
Hallo Beate,
auch wenn hier im Forum tatsächlich medizinische Fachleute unterwegs sind, glaube ich mal, dass die Antworten auf diese Fragen aus einem Forum nicht deutlich besser sind, als das was Dir Google oder (besser) Wikipedia zum Thema sagen werden.
Also mein Rat, geh zu einem Arzt, idealerweise ein Tropenarzt, welcher Dir deutlich besser und auf Deine Person abgestimmt Antworten liefern wird.
Gruß Carl
Hallo Carl,
ist schon klar, nur sagt mir Wikipedia auch nicht, wie man sich ansteckt. Auch beim Web-Doctor habe ich nichts gefunden. Und ich möchte nicht wirklich wegen einer einzigen, noch dazu so kleinen Frage, erst zum Tropeninstitut gehen. Deshalb dachte ich, es wäre vielleicht jemand hier im Forum der mir sagen kann: Ansteckungsgefahr sehr gering etc.etc.
Gruss BEate
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200615. Sept. 2012 · #6
Hallo Beate,
wenn Du Dir zuvor noch keine Gedanken über Meningitis gemacht hast, dann willst Du wahrscheinlich von den vielen anderen Krankheiten, die es in Afrika partiell gibt, lieber gar nichts wissen.
Meningitis kann man sich über Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen) einfangen, aber evtl. noch über etliche andere Wege. Darüber wird Dich Dein Arzt informieren. Auslöser sind meist Bakterien, aber auch Viren. Lass Dir einfach 'ne Impfung verpassen und vergiss das Thema.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
BEbeateThemenstarter1'450 Beiträge · seit 200615. Sept. 2012 · #7
BikeAfrica schrieb:Hallo Beate,
wenn Du Dir zuvor noch keine Gedanken über Meningitis gemacht hast, dann willst Du wahrscheinlich von den vielen anderen Krankheiten, die es in Afrika partiell gibt, lieber gar nichts wissen.
Doch, doch. Ich kenne zumindest die meisten davon (und kenne auch Deine teilweise recht anschaulichen Beschreibungen 😄 , bzw. habe darüber schon oft lachen müssen)
Aber Meningitis ist mir wirklich noch nie untergekommen.
Aber ich glaube wirklich, das beste ist, sich impfen zu lassen.
Danke Beate
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200615. Sept. 2012 · #8
Hallo Beate,
so um 2004/2005 ging mal die Geschichte eines kleinen Mädchens (Charlotte) aus Neuseeland durch die Medien. Sie war im Alter von ca. 2-3 Jahren an Meningitis erkrankt. Sie konnte gerettet werden, ihre beiden Unterarme und beide Beine oberhalb der Knie leider nicht.
Keine schöne und eine besonders extreme Geschichte, aber Meningitis ist immer eine gefährliche Krankheit. Zum Risiko wird Dir Dein Arzt sicherlich bessere Auskünfte geben können.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
BEbeateThemenstarter1'450 Beiträge · seit 200620. Sept. 2012 · #9
Hallo,
ich möchte Euch nur weiter informieren:
Ich komme gerade vom Tropeninstitut München zurück. Die haben dort ja ganz kompetente Ärze. Herausgekommen ist:
Die Meningitis-Gefahr ist im nördlichen Tansania zwar gegeben, aber absolut gering, oder fast gar nicht vorhanden. Von daher wird eine Impfung, wenn man nicht unbedingt will, nicht empfohlen.
Was aber ganz wichtig wäre, das wäre eine Malaria-Prophlyaxe. Denn Malaria sei dort ein sehr grossen Problem.
Ansonsten wäre die Schlafkrankheit (TseTse-Fliege) auch noch zu beachten. Aber dagegen hilft ja nur Mückenschutz.
Und Tollwut: man sollte ich unbedingt von allen Nagetieren und Säugetieren fern halten, da Tollwut gar nicht so selten ist.
OK, jetzt weiss ich es ganz genau und kann beruhigt fahren.
Gruss Beate
Erika2'338 Beiträge · seit 200720. Sept. 2012 · #10
Hallo Beate, du schriebst:
Ansonsten wäre die Schlafkrankheit (TseTse-Fliege) auch noch zu beachten. Aber dagegen hilft ja nur Mückenschutz.
Bei uns hat Mückenschutz gegen TseTse-Fliegen praktisch nichts genützt 🤢 . Der beste Schutz ist lange, helle, nicht anliegende Kleidung. Wir tragen in verseuchten Gebieten jeweils „bissfeste“, lange Hosen (die durchbeissen nämlich problemlos dünne Stoffe) und über die Füsse lege ich während dem Fahren noch zusätzlich ein dickes Frottiertuch, da die Mistviecher bevorzugt in die Knöchel beissen 😠 . Da wir keine Klimaanlage in unserem Fahrzeug haben, nähte ich für die Seitenfenster Moskitonetze, damit wir mit geöffneten Fenstern fahren können. Glücklicherweise sind sie nur tagaktiv, sodass man sich nachts in aller Ruhe den anderen beissfreudigen Tierchen widmen kann 😐 . Falls in einem Camp Tsetses auftauchen, sofort ein möglichst qualmendes Feuer machen, sie sind nämlich militante Nichtraucher.
Meningitis wird ja auch durch Zeckenbisse verursacht. Ich suche immer sofort meine Beine nach Zecken ab, wenn ich mal durch hohes Gras gelaufen bin.
Bist wohl schon im Tansania-Reisefieber. Bei uns steigert sich die Vorfreude nun auch von Tag zu Tag 🙂 . Werden allerdings erst ca. im Januar/Februar einfahren, da wir ja einen langen Weg von Windhoek bis dorthin haben und unterwegs überall wo’s schön ist verweilen wollen.
BEbeateThemenstarter1'450 Beiträge · seit 200620. Sept. 2012 · #11
Hallo Erika,
ja, ich bin schon im Tansania-Fieber. Obwohl wir ja schon so oft im südlichen Afrika unterwegs waren, war es noch nirgends so schwierig, das alles zu organisieren, wie jetzt in Tansania.
Wenn ich Dich richtig verstehe, dann fahrt Ihr von Namibia aus hoch? Mit dem eigenen Auto oder habt Ihr auch ein Mietauto? Weil, ich kann mir vorstellen, dass eine solche Reise wegen der vielen Grenzübertritte ja noch schwieriger wird.
Noch zur TseTse-Fliege. In Sambia haben uns die Parkranger erklärt, diese würden nur in den Wäldern sein. Und wir haben dort auch wirklich auch den Campingplätzen nirgends welche gehabt, aber auf der Fahrt sind wir oft durch richtige Wolken durchgefahren. Aber in der Serengeti sind doch keine Wälder. Von daher wundere ich mich, dass dort soviele TseTse sein sollen.
Und eigentlich habe ich gar keine Lust, den ganzen Tag mit langen Hosen und langärmeligen Blusen rumzulaufen. Naja, mal sehen was passiert.
Und zur Meningitis: soviel ich jetzt in Erfahrung bringen konnte, ist diese Meningitis in Afrika was anderes als unsere FSME, die durch Zecken übertragen wird. Von daher würde auch eine Impfung gegen den Erreger in Afrika in Deutschland nicht helfen. Und in Afrika, das wurde uns heute erklärt, wird die Meningitis meistens durch Tröpfchen übetragen, also wenn jemand hustet etc.
Aber naja, ist halt ein bischen Abenteuer. Wenn man das nicht wollte, dann müsste man 14 Tage Mallorca Vollpension buchen 😄
Viel Spass bei Eurer Reise Beate
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200620. Sept. 2012 · #12
Hallo Beate,
beate schrieb:Ansonsten wäre die Schlafkrankheit (TseTse-Fliege) auch noch zu beachten. Aber dagegen hilft ja nur Mückenschutz.
so schnell steckt man sich mit der Schlafkrankheit wohl nicht an. Während bei Malaria eine infizierte Mücke ausreichen kann, erkrankt man an Schlafkrankheit nach meinen Informationen erst, wenn man mehrere Stiche über einen längeren Zeitraum hinweg bekommen hat. Das Risiko ist für normale Touristen also recht gering.
Wie Erika schon schrub, ist helle Kleidung gegen alle Arten von Stechmücken sinnvoll. Was Tsetse-Fliegen angeht, sollte man auf jeden Fall besonders mittel- bis dunkelblaue Kleidung vermeiden. Diese Farbe zieht die Viecher an. Deshalb sind die Fallen für Tsetse-Fliegen auch blau.
Und Tollwut: man sollte ich unbedingt von allen Nagetieren und Säugetieren fern halten, da Tollwut gar nicht so selten ist.
Man sollte noch wissen, dann man nicht zwangsläufig gebissen werden muss, um sich mit Tollwut zu infizieren. Das Virus ist im Speichel der infizierten/erkrankten Tiere vorhanden und kann auch über nicht intakte Haut (Kratzer, Ablecken durch Tiere) oder Schleimhäute übertragen werden.
Ansonsten ist das Fernhalten von Säugetieren auch nicht immer möglich. Du wirst ja kaum 'nem schönen Oryx-Steak aus dem Weg gehen. 🙂
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
....na ja, "Wälder" in unserem Verständnis sind so zu verstehen, dass eine Gegend mit vielen Dornakazien, die sehr licht stehen und eher Buschcharakter haben, für die Tse-Tse bereits eine ideale Basis bilden im Gegensatz zu offenen Grassavannen.....und die Biester sind unglaublich zäh....man muss sie wirklich zerquetschen, sonst rappeln die sich wieder auf, wie wenn nichts gewesen wäre.......
BMW
BEbeateThemenstarter1'450 Beiträge · seit 200620. Sept. 2012 · #14
BikeAfrica schrieb:Ansonsten ist das Fernhalten von Säugetieren auch nicht immer möglich. Du wirst ja kaum 'nem schönen Oryx-Steak aus dem Weg gehen. 🙂
Oje, das könnte ja wirklich schwierig werden, denn so etwas liebe ich doch 😄
Vielen Dank an BMW für die Aufklärung. Ich habe mich in Sambia wirklich gewundert, dass auf den Campingplätzen keine TseTse waren.
Und die Jeans bleiben sowieso daheim.
Gruss Beate
Erika2'338 Beiträge · seit 200720. Sept. 2012 · #15
Hallo Beate, du schriebst:
Wenn ich Dich richtig verstehe, dann fahrt Ihr von Namibia aus hoch? Mit dem eigenen Auto oder habt Ihr auch ein Mietauto?
Ja, fahren mit dem eigenen Auto nach Tansania und lassen es dann bis auf Weiteres in Arusha stehen. Haben 4 Monate Zeit für die Strecke. Der Gute steht schon seit über 20 Jahren in Afrika. Hier ein Bild, falls sich unsere Wege mal kreuzen sollten (die Welt ist klein):
Müllers Mountain Camp, Usambara-Berge, Tansania
Wegen der Schlafkrankheit hab ich mir noch nie Sorgen gemacht, obwohl ich schon massenhaft gebissen worden bin. Der Tarangire NP war für uns in Sachen Tse Tses am schlimmsten.