Sicherheitshinweis - Dachzelt vorn

49 Antworten · 18,9k Aufrufe · gestartet 06. Aug. 2012 von Carsten Möhle
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Themenstarter1'287 Beiträge · seit 200606. Aug. 2012 · #1
Ferienzeit - Unfallzeit

Auch wenn einige Fomis Überbringer von Nachrichten mit Verursachern von Nachrichten verwechseln,
hier kurz ein paar aktuelle Hinweise zur Unfallvermeidung auf Schotterstraßen:
http://www.bwana.de/namibia-blog/350-ferienzeit-unfallzeit.html

Insbesondere ist wichtig, dass alle, die sich direkt bei einem Autoverleiher für ein Fahrzeug mit Campingausrüstung und einem Dachzelt einbuchen, den Autoverleiher darauf hinweisen, das Dachzelt vorne über der Passagierkabine aufziehen zu lassen.

Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle

Unfall3.jpg



Dieses Fahrzeug hatte zwei Dachzelte.
zuletzt bearbeitet 06. Aug. 2012
4'140 Beiträge · seit 200906. Aug. 2012 · #2
Hallo,
kann Cartsen nur unterstützen. Seit ich vor einigen Jahren eine italienische Familie, die vor mir beim Autovermieter das Auto abgeholt hatte, 14 Tage später tot auf der Straße bei Richting Sesriem liegen sah, fahre ich streng nach Geschwindigkeitsbegrenzung und wesentlich kürzere Strecken.
Nie fragen: "Kann ich die Strecke an einem Tag schaffen?" In der Regel könnte die Antwort nur lauten: "Möglicherweise schon, aber vielleicht auch nie wieder!"
Sucht euch die Strecken so aus, dass ihr sie von vornherein locker schaffen könnt und kommt einfach im nächsten Jahr wieder und schaut euch dann das an, was in diesem Urlaub nicht mehr möglich war!
In diesem Sinne schönen Urlaub:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
2'048 Beiträge · seit 200706. Aug. 2012 · #3
Hallo Carsten,
das sind Bilder, die nachdenklich machen. Der Farbe der Wände nach sind das alles Autos vom gleichen Vermieter. Und das in nur einem einzigen Monat.
Wenn ich in Windhuk die Trailer mit den Unfallfahrzeugen sehe, dann denke ich oft, solche Fotos sollten hier im Forum viel öfter zu sehen sein. Nicht um den Spaß an der Reise zu verderben, sondern um etwas mehr Nachdenklichkeit über das zu erreichen, was in vielen Routenplänen auch gepostet wird: Eine Ralley über Teer, Schotter und Sand mit völlig untrainiertem Fahrer.
Was noch fehlt sind Bilder der versenkten Autos im Moremi. Vielleicht weißt du da auch mehr. Ich habe aus 2010 eine Zahl von 30 Totalschäden aus dem Jahr 2009 in Erinnerung. Ich habe mich zwar auch schon heftig im Schlamm festgefahren, aber sehr viel Respekt vor tieferem Wasser (auch mit Snorkel an meinem Auto) wegen der Elektronik des Fahrzeugs.
Und bei allem Unglück bzw. wenn es ohne Personenschäden abgeht, auch Glück im Unglück kommt häufig noch die Erfahrung, dass die Versicherung trotz super-cover für solche Schäden gar nicht zahlt. Also kommen bei den oft sehr neuen Autos noch 30-35.000 € für den Totalschaden dazu.

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
412 Beiträge · seit 201106. Aug. 2012 · #4
Danke Carsten. Ich bestehe schon seit Jahren darauf, dass das Zelt vorne ist. Neben dem genannten Grund hat es noch weitere Vorteile. Der Schwerpunkt des Fahrzeuges wird nicht nachteilig nach hinten verlagert, was der Fahrstabilität zugute kommt. Zudem, das ist vor allem ein Konfortvorteil, verschmutzen die Reissverschlüsse viel weniger und bleiben dadurch leichtgängiger. Leider wollen offenbar nicht alle Autovermieter diese Vorteile (insbesondere die sicherheitsrelevanten) einsehen und montieren die Zelte grundsätzlich hinten und es braucht oft sehr viel Überzeugungsarbeit, um sie zum Ummontieren zu bewegen. Eine andere, weitverbreitete Unmode ist, dass man Zweitzelte bei Nichtgebrauch nicht demontieren will, obschon ein solches völlig überflüssigerweise den Fahrzeugschwerpunkt stark erhöht und dadurch das Überschlagrisiko vergrössert wird. Zudem wirkt sich ein höheres Gewicht nachteilig auf die Offroadtauglichkeit und den Spritverbrauch aus.
Es ist zu hoffen, dass möglichst viele Kunden dieser Autovermietungen vehement auf das Um- bzw. Abmontieren von Dachzelten bestehen, denn bekanntlich höhlt steter Tropfen den Stein.

Gruss Dieter
482 Beiträge · seit 201206. Aug. 2012 · #5
Hallo an alle,

ich wiederhole gern noch mal
Burschi schrieb:
Nie fragen: "Kann ich die Strecke an einem Tag schaffen?" In der Regel könnte die Antwort nur lauten: "Möglicherweise schon, aber vielleicht auch nie wieder!"
Sucht euch die Strecken so aus, dass ihr sie von vornherein locker schaffen könnt und kommt einfach im nächsten Jahr wieder und schaut euch dann das an, was in diesem Urlaub nicht mehr möglich war!
.. und auch das Fahren bis zur Geschwindigkeitsbeschränkung kann noch zu schnell sein. Außerdem braucht ein vollgeladener Wagen mit Dachzelt bei 120km/h viel mehr Sprit als nur bei 100km/h.

Allerdings muss ich gestehen, das es auch ein paar Urlaub gebraucht hat bis wir - aufgrund von Erlebnissen - zurückhaltener auf das Gaspedal treten.

Ganz früher gab es mal eine Benzin-Reklame "Nimm Dir Zeit und nicht das Leben" . Heute sage ich mir: "Ich bin im Urlaub und nicht auf der Flucht"

Viele Grüße und eine unfallfreie Fahrt
Wolfgang
Gast06. Aug. 2012 · #6
Es ist besser, jeder macht seine Erahrungen selber - aus dem Grund Beitrag gelöscht

Gruß
gk
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2012
2'338 Beiträge · seit 200706. Aug. 2012 · #7
Hi gk

Wahrscheinlich soll das Dachzelt verhindern, dass die Kabine bei einem Überschlag eingedrückt wird. Sozusagen ein Dämmschutz oder Dachairbag oder wie man es nennen will 🙄 . Ist das so, Herr Möhle?

Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
359 Beiträge · seit 201006. Aug. 2012 · #8
Wahrscheinlich soll das Dachzelt verhindern, dass die Kabine bei einem Überschlag eingedrückt wird.
Kann ich mir ehrlich gesagt ganz schwer vorstellen. Wenn einem eine Kokosnuss auf den Kopf fällt tut es doch auch (fast) genauso weh ob ein Cap auf oder nicht, oder? Der Schutz dürfte bei den riesigen Kräften minimal sein. Abgesehen davon bleibt das Dachzelt sowieso nicht drauf sondern wird doch wohl meist schon abgerissen noch bevor man auf dem Dach landet (im Moment indem man auf der Seite liegt und sich weiterdreht). Und das jemand so einen Abflug macht, dass er ohne Rolle gleich eine 180 Grad Drehung macht? Dann ist eh egal.

Vielleicht sollte man mal mit einem Crashtester des ADAC reden.

Gruß aus Windhoek
Kowo

P.S. ich würde eher drauf bestehen, dass alle Vermieter Rollbars einbauen.
zuletzt bearbeitet 06. Aug. 2012
359 Beiträge · seit 201006. Aug. 2012 · #9
hier steht ein wenig:

http://www.adac.de/infotestrat/ratgeber-verkehr/sicher-unterwegs/urlaubsauto_ueberladen/default.aspx?tabid=tab4

habe die mal kontaktiert (Icon auf der Seite). Vielleicht reagieren die auch eher, wenn es mehrere machen? Ich glaube auch, dass ein Hilux mit zwei Dachzelten, vier Personen, Zusatztank, noch ein Ersatzreifen und Kühlschrank, Klamotten, Wasser, Campingausrüstung, Essen, Souvenirs......oft einfach total überladen ist. Da wäre es verantwortungsbewusster, wenn die Vermieter evtl. neben Rollbar auch andere Fahrwerke und Bereifung draufziehen würden. Aber das kostet eben.

Gruß aus Windhoek
Kowo
319 Beiträge · seit 201206. Aug. 2012 · #10
Hallo Kowo,

ich glaube, daß Erika recht hat. So ein Dachzelt kann eine Menge Energie absorbieren (im Endeffekt vernichten). Desweiteren ist das Dachzelt an vier Punkten befestigt, machst du jetzt einen Überschlag, dann knallt das Auto meist mit einer Dachkantenseite zuerst auf den Boden. Das Zelt überträgt dann einen Teil der Kräfte auf die gegenüberliegende Seite über die Befestigungspunkte. Diese Befestigungspunkte sind auch mit dem Teil der Karosse verbunden, der am stabilsten ist (Rahmen). Also macht diese Aussage schon Sinn.

Ich spreche da auch etwas aus eigener Erfahrung. Ich habe zu Hause auch ein Dachzelt aus Glasfaser (Hartschalendachzelt). So ein Dachzelt hat mir vor Jahren wahrscheinlich mein Leben gerettet. Ok, es war kein Überschlag, aber ich bin mit meinem Auto auf der Autobahn unter einen LKW gefahren (ohne Unterfahrschutz) und die rechte hintere Kante ist auf meiner Seite in den Fahrgastraum eingedrungen und ich mit dem Kopf gegen die Kante geknallt - im Endeffekt Schädeldachfraktur. Ich habe dann festgestellt, daß das Dachzelt eine Menge Energie aufgenommen hat. Das Dachzelt aus Glasfaser war quer in der Mitte durchgebrochen. Um eine laminierte Glasfaserbox durchzubrechen, braucht es eine Menge Kraft. Hier noch der link zu den Bildern damals:
http://www.feuerwehr-gefrees.de/index.php/einsaetze/34-einsaetze2009/148-einsatz-064-210809-schwerer-vu-a9-pkw-gegen-lkw-person-eingeklemmt.html
Schau dir die Bilder an. Wie du siehst, ist die Box noch oben drauf. Nur die Halterung auf meiner Seite war abgerissen. Mein Arzt meinte zwar ironischweise, daß ich froh sein kann, so einen Sturkopf zu haben, aber mein Schutzengel war wohl das Dachzelt. Ohne Dachzelt wäre die Ecke weiter eingedrungen und ich wäre wohl nicht mehr am Leben oder im Rollstuhl oder ähnliches.
Unfallursache war wohl Sekundenschlaf meinerseits.

Holger
zuletzt bearbeitet 06. Aug. 2012
2'664 Beiträge · seit 201206. Aug. 2012 · #11
Ich sehe es auch wie Kowo.

Wenn man sich die Befestigungshalterungen eines Dachzeltes anschaut, etwas Grundkenntnisse der Physik besitzt, dann kann man sich schlecht vorstellen, daß ein Dachzelt einen schützen können soll, es sei denn, das Fahrzeug macht einen Überschlag und landet direkt in 180° Winkel auf dem Dachzelt. Nur dann kann es schützen. Aber wie häufig kommt dieses vor?

Beim Abrollen knacken diese leichten Halterungen ganz schnell weg bei den physikalischen Kräften, die freigesetzt werden. Da tritt dann m.E. eine größere Gefährdung auf weil das Dachzelt als Hindernis wirkt, das überrollt "werden muß" und die Kabine zusätzlich eindrückt wo jemand sitzen kann.

Wie es letztendlich abläuft kann es sich im Notfall eh niemand aussuchen.

Die 30-40 kg eines Dachzeltes machen da auch nicht viel aus im Verhalten eines Fahrzeuges, egal ob vorne, mittig, oder hinten montiert, wenn es ins Trudeln gerät.

Viel schlimmer wird es m.E., wenn ein 3/4 oder 1 Tonner Pickup auf der Hinterachse im Verhältnis zu vorn viel zu wenig Ladung hat, d.h. im Vergleich zur zusätzlich noch mit einem Dachzelt, 4 Insassen und Motor belasteten Vorderachse. Da darf man sich nicht wundern, wenn man in einer Kurve bei etwas höherer Geschwindigkeit durch die Hinterachse überholt wird.

Zur Schotterpistenpraxis gehört deshalb auch noch Erfahrung mit dem Umgang von Pickups. Man sollte wissen, daß man Strecken, wo man mit einem Pickup höchstens 80 km/h fahren kann, mit geschlossenen Fahrzeugen wie Pajero oder geschlossenem Ladcruiser/ Prado oder sogar PKW z.T. nicht unerheblich schneller fahren kann (so man die Praxis besitzt). Kurven mit losem Schotter sind für alle Fahrzeugtypen "tödlich". Aber Pickups laufen hier am schnellsten und massivesten aus dem Ruder, und wenn Leute das Steuer verreißen und noch wilde Bremsmanöver ausführen, dann geht leider all zu oft alles schief.

Außerdem haben noch einige der älteren Pickups Scheiben, die nicht als zerfallendes Sicherheitsglas ausgeführt sind. Ich weiß von mindestens einem Fall, wo jemandem das ganze Gesicht durch die Scheibe in zwei Hälften aufgeschnitten wurde und er vor Ort (zwischen Kamanjab und Opuwo) binnen weniger Minuten verblutete. Hier spielte auch das Nichtanschnallproblem sicherlich eine Rolle.

Vielleicht sollten sich die Autovermieter wirklich überlegen, Geschwindigkeitsbegrenzer in solche Pickups, egal ob Nissan, Mazda oder Toyota, einzubauen, denn man erlebt immer wieder viel zu viele Besucher, die ihr Können und die Fahrzeuge falsch einschätzen. Noch vor wenigen Monaten überholte uns ein gemieteter Pickup mit 2 Dachzelten auf der Strecke Solitaire nach Walvis Bay mit geschätztem Tempo von mindestens 140 km/h, obwohl mindestens 2 Straßenhobel unterwegs waren und die Pad mittig Aufhäufungen hatte.

Das alles ist leider eine tragische und endlose Geschichte, und leider sind viele, auch Einheimische, lernresistent.
Gast06. Aug. 2012 · #12
Es ist besser, jeder macht seine Erahrungen selber - aus dem Grund Beitrag gelöscht

Gruß
gk
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2012
Gast06. Aug. 2012 · #13
Hallo,
kowo schrieb:habe die mal kontaktiert (Icon auf der Seite). Vielleicht reagieren die auch eher, wenn es mehrere machen? Ich glaube auch, dass ein Hilux mit zwei Dachzelten, vier Personen, Zusatztank, noch ein Ersatzreifen und Kühlschrank, Klamotten, Wasser, Campingausrüstung, Essen, Souvenirs......oft einfach total überladen ist.
Ja, viele Autos sind an der Beladungsgrenze oder darüber hinaus und dazu kommt gerade mit Dachzelten der relativ hohe Schwerpunkt.

1950 kg Leergewicht Doublecab mit Fahrer und einem vollem Tank
100 kg 2. Tank plus Inhalt
240 kg 3 weitere Erwachsene a durchschnittlich 80 kg
180 kg Canopy + Rack + 2 Dachzelte
30 kg Schubladensystem
60 kg (Brauch)Wassertank voll
50 kg Getränke (Vorrat für 3 Tage)
30 kg Lebensmittel
30 kg Kühlschrank
20 kg 2. Ersatzrad
80 kg Gepäck (4 x 20-30 kg)
30 kg Handgepäck (4 x 7-8)
50 kg Camping-Ausrüstung (Geschirr, Tisch, Stühle, Schlafsäcke, ...)
20 kg Werkzeug/Ersatzteile (Kompressor, Wagenheber, ..)

Dann ist man fast bei 2.900 kg. Die Fahrzeuge sind aber nur für max. etwa 2.600-2.700 kg Gesamtgewicht ausgelegt. Natürlich bricht das Auto wegen dem Übergewicht nicht auseinander. Aber man hat dann mit den serienmäßigen Stoßdämpfern ein sehr weich gefedertes Auto, was auch im Gelände "schön" wippt und schaukelt.

Ansonsten verhindert ein vorne montiertes Dachzelt sicherlich nicht in jedem Fall Schlimmeres. Aber es verteilt in einigen Fällen punktuelle Belastungen in die Fläche und macht sie damit unkritisch.

Beste Grüße

Guido
359 Beiträge · seit 201006. Aug. 2012 · #14
Antwort ADAC:

vielen Dank für Ihre E-Mail, die an uns weitergeleitet wurde.

Fahrzeuge überschlagen sich seitlich bei zu hohem Schwerpunkt und bei zu hoher Kurvengeschwindigkeit. Das Dachzelt sollte deshalb auf der Achse liegen, auf der die höhere Last wirkt. Wichtig: Fahrzeug so beladen, dass schwere Gegenstände möglicht tief liegen. Nur leichte Sachen nach oben.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre ADAC - Fahrzeugtechnik
1'155 Beiträge · seit 200606. Aug. 2012 · #15
Auch zu berücksichtigen die lästige physikalische Tatsache, dass all die Energien und Beschleunigungen die bei so einem „Rollover“ freigesetzt werden sich im Quadrat zur Geschwindigkeit verhalten ...

Bildlich gesprochen.

Wenn ich mit 20 km/h in eine Palme knalle bekomme ich eine Kokosnuss auf den Kopf. Fahre ich mit 40 km/h in die Palme bekomme ich nicht 2 sondern gleich 4 Nüsse auf die Birne 😵

Gruss, Tom
19 Beiträge · seit 201207. Aug. 2012 · #16
Wir haben uns selbst auf unserer Reise mit einem Land Rover Defender überschlagen. ( http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/245301-namibia-ein-traum-der-fast-ein-albtraum-wurde.html )

Wahr ist, das die Dachzelte (das Expedition-Rack mit den beiden Zelten wurde während des Unfalls komplett abgerissen) beim Aufprall eine Menge Energie konsumieren und so wesentlich zur Sicherheit der Personen in der Fahrgastzelle beitragen. Ohne Dachzelt wäre - zumindest in unserem Fall - die Fahrgastzelle sicher wesentlich weiter eingedrückt worden.

Wahr ist aber auch, dass sich durch die Dachzelte der Schwerpunkt nach oben verschiebt, was sich in aller Regel negativ auf das Fahrverhalten in Kurven auswirkt (Stichwort: Aufschaukeln).

Ohne Dachzelte wäre es in unserem Fall wahrscheinlich gar nicht zum Unfall gekommen, als es aber dazu kam, waren sie als "Knautschzone" sehr hilfreich. Es gibt eben immer zwei Seiten...
482 Beiträge · seit 201207. Aug. 2012 · #17
Hallo zusammen!

Wie schätzt ihr den Unterschied zwischen Spezial-Stoßdämpfer, Standard-Stoßdämpfer und verschlissenen Stoßdämpfer ein?

Hat jemand bei der Fahrzeugübernahme schon mal das Mietauto seitlich gerüttelt, oder auf den Stoßstangen gestanden und gewippt?

Viele Grüße
Wolfgang
Gast07. Aug. 2012 · #18
Es ist besser, jeder macht seine Erahrungen selber - aus dem Grund Beitrag gelöscht

Gruß
gk
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2012
Gast07. Aug. 2012 · #19
Es ist besser, jeder macht seine Erahrungen selber - aus dem Grund Beitrag gelöscht

Gruß
gk
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2012
87 Beiträge · seit 201207. Aug. 2012 · #20
Hmmm.... jetzt wurde hier viel diskutiert, aber klarer ist mir das leider immer noch nicht.
Ist es jetzt sinnvoll drauf zu bestehen, dass das Dachzelt vorne montiert ist? Oder grade nicht? Oder ist es eigentlich egal....

Verwirrte Grüße

Metallliesel
Fotos und Reisebericht Südafrika: www.detailaufnahme.de