AnnikaPeter130 Beiträge · seit 200702. Juli 2007 · #41Hier auch unsere Erfahrungen:
Wir haben bisher 2 Mal Lariam Tabletten im Urlaub genommen - auf unseren zwei Kenia Reisen (Dezember 2005 & Juni 2007).
Wir sind soeben aus dem zweiten Kenia Urlaub zurück und nehmen - wie vorgeschrieben - noch immer Lariamtabletten einmal pro Woche.
--
Während unserer ersten Keniareise hatten wir absolut keine Nebenwirkungen und dachten, dass wir also Lariam wieder problemlos für diese Keniareise nehmen werden. Gesagt, getan.
Dieser Urlaub war auch wieder sehr schön, nur hatten wir diesmal ein paar "kleine" irritierende Nebenwirkungen gespürt: teilweise Schlaflosigkeit und Geschwitzte/Fieber des nachts, Finger und Zehen "schlafen manchmal ein", Diarre, es war uns abends manchmal übel und wir haben abends auch oft Kopfschmerzen gehabt. Wir denken, dass dies Nebenwirkungen von den Lariamtabletten sein können, denn nun sind wir wieder zu Hause und es geht uns teilweise immer noch ein wenig seltsam zwischenduch. (müssen Lariam tabletten ja uch noch ganze 4 Wochen nachher nehmen)
Wir haben uns entschieden, dass wir das nächste Mal Malarone ausprobieren werden, auch wenn es teurer ist.
Gruss,
Annika&Peter
Bisher 4x Kenya, 1x Tanzania, 1x Namibia, 1x Südafrika
WolffRuediger1'125 Beiträge · seit 200602. Juli 2007 · #42Hallo, Annika & Peter,
das wochenlange Einnehmen von Malariatabletten, wenn man schon wieder zu Hause ist, ist lästig. Ich hab's öfter mal so gemacht. Nach ein paar Tagen habe ich mein Blut untersuchen lassen - und habe dann die Tabletten abgesetzt. Ich weiß allerdings nicht mehr, wie lange die Inkubationszeit ist. Die müsste man abwarten. Aber ich bin kein Mediziner, habe mich nur beraten lassen.
Gruß
Wolff-Rüdiger
WolffRuediger1'125 Beiträge · seit 200602. Juli 2007 · #43Hallo, Annika & Peter,
das wochenlange Einnehmen von Malariatabletten, wenn man schon wieder zu Hause ist, ist lästig. Ich hab's öfter mal so gemacht. Nach ein paar Tagen habe ich mein Blut untersuchen lassen - und habe dann die Tabletten abgesetzt. Ich weiß allerdings nicht mehr, wie lange die Inkubationszeit ist. Die müsste man abwarten. Aber ich bin kein Mediziner, habe mich nur beraten lassen.
Gruß
Wolff-Rüdiger
Axel1'130 Beiträge · seit 200602. Juli 2007 · #44Hi Wolff-Rüdiger,
zur Info
Zwischen dem Stich der Anopheles-Mücke und dem Krankheitsausbruch liegen im Mittel zwölf Tage. Erheblich kürzere Zeitintervalle treten bei einer Infektion mit erregerhaltigem Blut auf. Längere Inkubationszeiten sind unter Einnahme einer unzureichenden Chemoprophylaxe möglich.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
FRFritz1 Beiträge · seit 200824. Okt. 2008 · #45Hallo Afrikafreunde,
ich hab über fast 3 Monate MALARONE eingenommen, obwohl im Beipackzettel eine Höchstdauer von 4 Wochen deutlich angegeben wird. In Ostafrika hab ich das zunächst gut vertragen, aber nach einiger Zeit (nach ca. 6 Wochen) zunehmend unter Schlafmangel und Unrast gelitten. Richtig deutlich wurde die massive Psychose erst nach der Rückkehr nach Deutschland: Eine mir ansich nicht eigene Rücksichtslosigkeit, an Brutalität grenzendes Verhalten, grenzenlose Unrast, weitgehende Unfähigkeit, erholsamen Schlaf zu finden, Verhalten, das fast an PAnik grenzt. MAn merkt das leider als Betroffener zunächst gar nicht selbst, aber die Anderen merken das. Und man zerstört mit diesem Verhalten, was man in JAhren aufgebaut hat. Aber ich hab keine Malaria bekommen, obwohl um mich herum zahlreiche Afrikaner dran erkrankten. MALARONE ist also als Dauermedikation nicht zu empfehlen.
Fritz
peweho103 Beiträge · seit 200824. Okt. 2008 · #46Hallo Fritz
Zwei Dinge zur Prävention:
- Beide Mittel schützen nur vor etwa 60% der bekannten Malaria-Arten.
- Beide sind nicht extrem gesund (sehr belastend für die Leber).
Bei unserem Aufenthalt im Okavango Delta sind wir zwei frisch vermählten Pärchen begegnet. Bei beiden hatte jeweils ein Partner das kotzende Elend aufgrund der Prophylaxe - sorry für die grobe Sprache. Den Leuten hat sicher nicht vorgeschwebt, ihre Hochzeitsreise so zu verbringen...
Wir haben jeweils Prophylaxe dabei - aber nur für den Fall dass. Wir schützen uns mit reichlich Insektenspray, langärmliger Kleidung, wenns dafür nicht zu heiss ist, in der Nacht mit einem imprägnierten Mosquitonetz, und allgemeiner Vorsicht. Bis jetzt (ich halte die Finger gekreuzt) hatten wir so keine Probleme.
Grüsse
P.
peweho103 Beiträge · seit 200824. Okt. 2008 · #47Nützliche Links zum Thema:
Schweizerisches Tropeninstitut, Basel:
www.sti.chDarauf: Malaria Fact Sheet
http://www.sti.ch/fileadmin/user_upload/Pdfs/Malaria_fact-sheet.pdfUnd auf dem Fact Sheet der Link zu
www.safetravel.ch, der wiederum beim schon erwähnten .de site landet.
peweho103 Beiträge · seit 200824. Okt. 2008 · #48Hallo VA
Mein letztes Erlebnis hat mich von der Verlässlichkeit der Informationen der Ärzte in den Zentren nicht gerade begeistert: Für unsere Madagaskar-Reise haben wir uns im Tropeninstitut-Ableger in Zürich beraten lassen. Die Ärztin, die mich beraten hat, war selbst vermutlich noch nie in der Gegend, und war auch über Trockenzeit/Regenzeit nicht im Bilde - das sind schon entscheidende Details, die man in die Beratung mit einbeziehen sollte.
Nach einer Diskussion haben wir uns dann auf Malarone, aber nicht präventiv für eine Reise nach Madagaskar's Süden Anfang Dezember 2007 geeinigt. Wir hatten die ganzen 2 Wochen kaum Regen, und fuhren unter anderem durch Gebiete, die stark an die Kalahari erinnerten.
Die Beratung ist also einfach gesagt nur so gut, wie die Erfahrung und das vernetzte Denken der Berater.
Es zahlt sich aus, die Sache auch selbst zu erforschen und mit XMV (xunde Mänscheverstand) daran zu gehen. Wichtig sind die Schutzmassnahmen vor Ort: Mückenspray (Anti Brumm oder etwas ähnlich starkes), Mosquitonetz, lange Ärmel.
Das soll nun kein Aufruf zur unbedingten Meidung von Prävention sein, aber sie soll schon zweckmässig eingesetzt werden.
Ein Tipp noch: Unser Hausarzt vermietet Notfallkits mit benötigten Medikamenten (Malaria-Prophylaxe, Breitbandantibiotikum, Darmflora-Aufbauer etc.). Man zahlt einen relativ geringen Obulus für deren Bereitstellung, und alles, was man schliesslich gebraucht hat. Die Medis werden nach Ablauf der Lebensdauer erneuert - also immer alles palletti. Vielleicht macht das Euer Hausarzt auch?
Grüsse
P.
Julie153 Beiträge · seit 200803. Jan. 2009 · #49Hallo!
Wir haben die letzten 2 Urlaube Lariam genommen (immer vorm Schlafen gehen) jetzt habe ich von Mephaquin gelesen, dies scheint ja das Generikum zu sein. Mir ist bewusst, dass dies alles rezeptpflichtige Medikamente sind, ich habe nur vergleichsweise in diversen Onlineapotheken nachgesehen - Mephaquin gibts kaum - kann es sein, dass das an Österreich liegt?! Oder sollte Mephaquin in jeder Apotheke zu kriegen sein!?
mirabilis85 Beiträge · seit 200804. Jan. 2009 · #50Hallo, Julie,
schau mal hier in dem anderen Thread:
http://www.namibia-forum.ch/index.php?option=com_fireboard&func=view&catid=161&id=86095#86095Dort habe ich auch einen sehr informativen Link zu einem Merkblatt des Auswärtigen Amtes (Deutschland) für seine Mitarbeiter im Ausland.
Liebe Grüße
mirabilis alias Hans Joachim Wallek
Liebe Grüsse von mirabilis
alias Hans Joachim Wallek
Die Europaeer haben die Uhr;
die Afrikaner haben die Zeit.
MAMatundani15 Beiträge · seit 200904. Jan. 2009 · #51Hi.
Informiert Euch mal was für Nebenwirkungen das alte Zeugs wie Lariam und Malarone hat! Wer DAS Zeugs einwirft kann während der Einwurfszeit selbst psychische folgen erwarten. Aussrdem ist das Uralt Zeugs für Ostafrika Malaria nutzlos weil der Malaria Parasit seit Jahren Resistent dagenen ist. Hab selber Jahre in Kenia gelebt. Keiner der in Ostafrika dauerhaft lebt würde das uralt Zeugs einwerfen. Ich habs am Anfang mal probiert. Nach 4 Tagen hab ich die Tabletten von ersten Tag als ganzes rasugewürgt!! Die liegen wie Steine im Bauch. In Kenia /Uganda / Tansania gibt es tausendfach besseres was Verträglichkeit und Wirksamkeit angeht. Zudem ist das Zeugs dort viel biliger (-10 Euro). Ich hab nur "Arzumax" oder "Cortexin" genommen. Inszwischen gibts es bestimmt noch besseres Zeugs da unten. Ich habs nicht als Prophelaxe genommen, sondern nur wenn ich nen Malariaschub erwartet habe. Wenn man so wie ich bestimmt mehr als 20 mal ne Malaria hatte, spurt das wenn die sich ankündigt. Ich hab immer ne Packung davon in der Schublade gehabt. Also Leute. Informiert Euch mal über Alternativen zur Lariam und das andere uralt Malaria Medikamente. Spielt nicht mit Eurem Leben. Glaubt auch einem Idioten wie mir nicht. Informiert Euch einfach richtig.
Sabine261'394 Beiträge · seit 200904. Jan. 2009 · #52Meine - selbstverständlich subjektive - Erfahrungen sind:
- Habe mehrmals in der Vergangenheit, bevor Malarone auf den Markt kam, Lariam genommen und muss sagen, dass ich immer leicht depressive Anwandlungen hatte, die mir sonst unbekannt sind.
Bei Malarone hingegen habe ich keinerlei Nebenwirkungen verspürt. Vor die Entscheidung gestellt, welches der beiden Medikamente ich als Prophylaxe nehmen soll, würde ich mich persönlich immer für Malarone entscheiden; auch wenn sie preislich höher liegen.
Sabine
Julie153 Beiträge · seit 200804. Jan. 2009 · #53Wie immer bei diesem Thema... es gehen die Meinungen auseinander...
Ich kann ja kaum Medikamente nehmen, die in Österreich nicht zugelassen sind, egal wie lange sie schon in diversen afrikanischen Ländern am Markt sind. Bis jetzt habe ich Lariam gut vertragen - wenns bis April was besseres gibt - und das auch hier verschrieben wird können wirs ja mal probieren...
MAMatundani15 Beiträge · seit 200904. Jan. 2009 · #54Hast recht. Wenn man aber schonmal in Afrika ist kann man ja für den Fall das man sich trotzdem von ner Mücke hat stechen lassen, vorsichtshalber die 10 Tabletten einstecken.....
duwisib466 Beiträge · seit 200604. Jan. 2009 · #55NANathalie1 Beiträge · seit 200912. Feb. 2009 · #56Hallo Andreas,
Was nennst du denn genau umgehauen?? Weil ich bin auch in etwa 45 kg und ja, habe angst vor Appetit Verlust. Das wäre für mich eher weniger lustig!
Wie lange waren die Wirkungen deiner Freundin denn und wie hat es sich ausgewirkt?
Danke,
LG Nathalie
RUrudi123411 Beiträge · seit 200908. März 2009 · #57Lariam oder Malarone...das Thema, aber vorab. Bei der Infektionskrankheit an der weltweit die meisten Menschen sterben, gibt es keine Kompromisse.
Wenn man ein Hochrisikogebiet wie nördl. Namibia, nördl. Botswana außerhalb der absoluten Trockenzeit bereist, nimmt man was oder bleibt besser zu Haus.
Nebenwirkungen aus eigener Erfahrung:
Lariam(Mefloquin): Habe es früher auch auf Dienstreisen öfter genommen aber die Nebenwirkungen kamen bei der letzten Einnahme, plötzlich und absolut daneben VORSICHT! GEFAHR! Vor allem in Verbindung mit Alkohol(Wer trinkt nicht mal gern ein Weinchen im Urlaub?)absolut verheerend! Habe mehr als ein Jahr gebraucht um wieder klare Gedanken fassen zu können. ABSOLUTER HORRORTRIP! Ich habe keine Prädiposition, Erkrankung oder ähnliches. Supertoll wie viele Leute das SUUUUUPER vertragen....aber wenns dich heimsucht sind Statistiken relativ schnurz!Ich kann nur jedem abraten den Dreck zu schlucken.
Malarone (Atovaquon, Proguanil): Einfache zeitnahe Einnahme, guter Schutz...das Mittel der Wahl. Aber auch hier gibts Nebenwirkungen die man, wenn man sie kennt, besser einordnen kann. Magenschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerz kommen vor, sind aber vor dem Hintergrund Malaria Tropica durchaus hinnehmbar. Wir waren mehrfach mit mehreren Erwachsenen in Botswana und haben alle am gleichen Tag mit der Einnahme begonnen und hatten alle die selbe Erfahrung: Hammer Träume...aber die fiese Art...Kettensägenmassaker ist nix dagegen. Fand ich schon recht eigentümlich aber wenn man das einordnen kann, kann man auch drüber lachen.
Bin im März wieder in Botswana und werde wieder Malarone nehmen...und warscheinlich nachts wieder den ein oder anderen Horrorstreifen gucken......
maddy2'167 Beiträge · seit 200908. März 2009 · #58Hallo,
Es erstaunt mich immer wieder wieviele Besucher von Uebersee (interessanterweise vor allem Deutschland) mit Lariam nach Suedafrika kommen, auch wenn sie nur eine kurze Weile in 'low-risk' Gebieten verbringen. Ich habe schon unzaehlige angetroffen, deren ganzer Urlaub von den Nebenwirkungen dieser Prophylaxe versaut wurden.
Ich will die Gefahr von Malaria ja nicht herunterspielen, aber es scheint doch eine Paranoya zu herrschen wenn von Afrika und Malaria gesprochen wird.
Hier ist ein Artikel von DAN (Divers Alert Network) South Africa, der sicher auch Nicht-Taucher interessiert:
http://ibt.afrihost.com/dansaor/files/malaria-prophylaxis-new_proposal.pdfWenn ihr aber in eurem Urlaub auch noch Tauchen wollt, dann bitte Haende weg von diesem Teufelszeug Lariam!
Gruss aus Sodwana
Maddy
MAMatundani15 Beiträge · seit 200908. März 2009 · #59Hi.
Ich kann das nur bestätigen. Wr Malerone oder Lariam schluckt köönte sich eigendlich gleich nen Strick nehmen. Neben Körperlichen gibts auch massive psyciche Nebenwirkungen. Das ist aber nichtmal alles. In vielen Gebieten (Kenia Tansania weiß ich bestimmt) sind diese uralt Medikamente zudem komplett wirkungslos, weil der Malaria Parasit seit mindestens 10 Jahren dagegen resistent sind. Also neben viele Nebenwirkungen auch noch viel Geld für die Tonne. ICh finds auch unverständlich warum nicht modernere Mittel wie Kortexin, Arzumax, ..... Man sollte isch in dem demjenigen Land einfach mal informieren.
Am tollsten finde ich die Medikamenten fressucht der Deutschen. Selbst auf ner Safari wo es wegen extremer Trockenheit gar keine Moskitos sein können herrscht eine extreme Panik. Ich hab mir schon oft gedacht, ich sollte am Flughafen ne Malaria Lebensversicherung verkaufen!!!! Denkt denn eigendlich keiner nach? Wie könnten den soooo viele Meschen überleben wenn es nicht was besseres als Lariam und co geben würde. Ich habe ca. 7 Jahre in Kenia gelebt und häufig Malaria bekommen.
MAMatundani15 Beiträge · seit 200908. März 2009 · #60Iich für mich behaupte, das ich lieber in Kenia aine Malaria schub bekomme als eine Grippe in Deutschland. Wenn ich Arzumax oder Cortexin genommen hatte, gings mir nach einigen Stunden bereits wieder 80% gut. Bei den Nebenwirkungen von dem uralt Malariashit könnte kein Mensch dort unten die Belastungen der Nebenwirungen auf dauer durchhalten.
Gruss
Bernhard