ULUlli931 Beiträge · seit 200624. Jan. 2010 · #81Weder Lariam noch Malerone sind zur Malaria Prophelaxe oder Behandlung geeignet.
Das ist doch kompletter Blödsinn. Hört diese Diskussion über Malaria wirklich nie auf? Das einzige was ich als Empfehlung gelten lassen würde, ist, einen kompetenten Tropenmediziner zu befragen...
Da nützt es auch nichts wenn neuerdings von 'Fachleuten' per PM weiter beraten wird.
Übrigens: ein hoher Prozent der in Afrika erhältlichen Medikamente sind gefälscht und /oder durch falsche Lagerung unbrauchbar. Wie soll das ein normaler Touri (ich rede nicht von Leuten die im Land leben) vor Ort einschätzen können?
Gruß
Ulli
SOSoutherndreamsGast24. Jan. 2010 · #82Werter /werte Uli,
ich nehme seit ich in Afrika lebe Medikamente,
die hier hergestellt wurden, sowohl beim Reisen die
Malariaprophylaxe und sonst immer Medikamente gegen Schmerzen.
Zur Behandlung der Malaria habe ich Stand By Medikamente dabei,
die mir hier verschrieben wurden.
Die Aussage, dass ein hoher Prozentsatz der Medikamente in Afrika
gefälscht sein soll, kann ich so nicht stehen lassen,
zumindest nicht für Südafrika, Namibia oder Botswana.
Denn Afrika ist nicht gleich Afrika!
Als chronische Schmerzpatientin nehme ich Halbopiate,
die in D ohne BTM-Rezept erhältlich sind. Gegen das Theater,
was ich hier mit diesen Medikamenten habe, ist es in D
einfach BTM's zu bekommen.
Da nützt es auch nichts wenn neuerdings von 'Fachleuten' per PM weiter beraten wird. Es nützt aber auch nichts, wenn man im Forum
von seinen schlechten Erfahrungen mit Tropenmedizinern in D und
von guten Erfahrungen mit Tropenmedizinern in Afrika berichtet
und dann nieder gemacht wird, so dass ein anders Froumsmitglied
glauben muss, an ein Monser geraten zu sein!
Abgesehen davon berate ich keinen
ich rede nicht von Leuten die im Land leben
Doch genau davon redest du!
oder durch falsche Lagerung unbrauchbar
Nun das werde ich mal meiner Apohekerin vorlesen,
die wird sich bedanken.
iele Grüße,
Beate
MAMatundani15 Beiträge · seit 200924. Jan. 2010 · #83Ich habe dieses Wissen nicht vom Hörensagen oder aus Fachzeitschriften, sondern weiß das aus eigener immerhin 7 jähriger Daueraufenthalts Erfahrung und von Gesprächen von Erfahrungen die viele andere die sich ebenfalls dauerhaft in Kenia aufhalten. Aber nur zu. Wer sich dieses uralt Zeugs reinhaut darf sich dann z.B. auch nicht wundern das er seinen Urlaub wegen psychicher Probleme in Erinnerung behalten wird, und nach ein paar Monaten in Deutschland einen Malariaschub bekommt.
Dann wird er im Tropeninstitut erfahren welche wirkliche Kompetenz und Wissen die haben.... Ich kann da langes Lied singen.
Hast aber Recht. Jeder sollte das tun was er für das richtige hält, und den allwissenden Ärzten mehr vertrauen als einem der echte Erfahrungen gemacht hat.
Mego104 Beiträge · seit 200924. Jan. 2010 · #84Immer wieder dieses Thema. Echt langweilig.
Mego
MAMatundani15 Beiträge · seit 200924. Jan. 2010 · #85Ich find aber gut das immer wieder mal anzusprechen. Wer eine Malaria nicht behandelt ......
Nun. Wenn man all die Geschichten liest klingt schon heftig.
Aber einen Malariaschub durch zu machen und trotz "Tropenärtzlicher Beratung und Nutzung der vorgeschlagenen Malaria Medikamente (Malerone, Lariam)" ist die Hölle. Ganz schnell kanns einem so gehen wie es mir ergangen war. Unglaubliche Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Magen- Darmkrämpfe, krämpfe,Übelkeit, Durchfälle bis nur noch Wasser aus dem Hintern läuft, ...... bis zur Bewustlosigkeit. Selbst eine 10-fache Überdosis dieses uralt Medikamentes, das ich aus Verzweifelung eingeworfen hatte, hatte nicht im geringsten bewirkt. Dann hatte ich einen Tag später 2(von 10) Tabletten der gerade mal 5 Euro teuren Malaria Tabletten "Arzumax" eigeworfen, und ...... innerhalb von 5 Stunden war ich wieder ansprechbar.
Die vielen Malerone Tabletten hatte ich dann einen Tag später als ganzes rausgewürgt. Die hatten sich nicht einmal richtig aufgelöst.
Welches Mittel man letztendlich nimmt ist jedem seine Eigene Entscheidung, aber man sollte sich wirklich vor einer Reise richtig informieren und die Malaria wirklich sehr sehr ernst nehmen. Ich habe immer wieder Kenianer, die ja viel mehr abgehärtet sind als wird, und denen es vor 24 Std. noch Top ging, an Malaria sterben sehen.....
Wer dieses Thema Langweilig findet brauchts ja nicht zu lesen......
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200824. Jan. 2010 · #86Matundani schrieb:
„Selbst eine 10-fache Überdosis dieses uralt Medikamentes, das ich aus Verzweifelung eingeworfen hatte, hatte nicht im geringsten bewirkt. Dann hatte ich einen Tag später 2(von 10) Tabletten der gerade mal 5 Euro teuren Malaria Tabletten "Arzumax" eingeworfen, und ...... innerhalb von 5 Stunden war ich wieder ansprechbar.
Die vielen Malerone Tabletten hatte ich dann einen Tag später als ganzes rausgewürgt. Die hatten sich nicht einmal richtig aufgelöst.“
Sehr geehrter Matundani!
Es ist schon bedauernswert, dass Sie 10fache Überdosen eines Medikaments zu sich genommen haben. Zum Glück haben Sie es überlebt.
Es zeigt sich doch immer wieder, dass es von entscheidender Bedeutung ist, sich sehr gut vorzubereiten und vor Reiseantritt bei erfahrenen Tropenmedizinern zu informieren.
Überdosen oder alte Medikamente einzuwerfen ist immer falsch!!
Und dumm.
Sie können froh sein, wenn Sie keine Folgeschäden davongetragen haben.
Ihre Erfahrungen und Beschreibungen sind wirklich sehr bedauernswert.
MfG lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
tiffernine146 Beiträge · seit 200924. Jan. 2010 · #87lilytrotter schrieb:
Es zeigt sich doch immer wieder, dass es von entscheidender Bedeutung ist, sich sehr gut vorzubereiten und vor Reiseantritt bei erfahrenen Tropenmedizinern zu informieren.
MfG lilytrotter
Leider gibt es in Deutschland keine erfahrenen Tropenmediziner. Ein erfahrener Tropenmediziner muss permanent mit diesen Krankheiten konfrontiert sein, und dass ist in Mitteleruopa niemand.
Jeder sog. "Tropenmediziner" in Deutschland berät dich nach den sog. Leitlinien
der "Gesellschaft für Tropenmedizin", besucht Kongresse etc. Erfahrungen haben die leider wenig bis keine, woher auch.
Die Behandlung der Malaria tropica mit oralen Medikamenten ist grundsätzlich immer problematisch sobald die Symptome mit starkem Durchfall und oder Erbrechen einher gehen. Der Wirkstoff wird ungenügend absorbiert, die Wirkung ist daher gleich null. Das ist unabhängig vom Wirkstoff. In der Praxis wird im Krankenhaus daher bei schweren Symptomen mit chinin i.m. oder i.v. gearbeitet.
Ciao
Alfred
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200825. Jan. 2010 · #88Hallo, tiffernine!
Wir haben (und auch 3 Freunde von uns) gute Erfahrungen in Sachen Malaria und anderen tropischen Krankheiten im Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg gemacht und können Deine Einschätzung, dass es in Deutschland keine erfahrenen Tropenmediziner gäbe, nicht bestätigen.
Vielleicht nimmt Du Kontakt zu denen auf um Dich von deren Kompetenz überzeugen zu können.
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
Bernhard-Nocht-Str. 74, 20359 Hamburg
LG lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Naukluft1'910 Beiträge · seit 200625. Jan. 2010 · #89Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
juma249 Beiträge · seit 200825. Jan. 2010 · #90Hallo - hab den interessanten Artikel gestern gefunden ... passt zum Thema Malaria ...
Auszug:DDT ist ein hochgiftiges Pestizid. Afrikanische Länder nutzen die Chemikalie zur Malaria-Bekämpfung. Zwar gibt es einige Erfolge - doch Wissenschaftler warnen: Für Mensch und Tier ist die Sprühstrategie hochriskant.
Quelle:
Malariabekämpfung in Afrika - Giftkrieger im Sprüheinsatz