BABaliHaiThemenstarter382 Beiträge · seit 200613. Sept. 2006 · #1Ich nehme einmal an, dass viele von Euch vor allem für den Norden Namibias und Botswana eine Malariaprophlaxe einnehmen. Mich würde interessieren was ihr dabei für Erfahrungen mit den beiden Produkten MALARONE und LARIAM gemacht habt?
Habe Malarone schon zwei mal genommen und nie Probleme gehabt. Lariam ist aber bei weitem billiger und man muß es auch nur ein mal pro Woche nehmen...😗
DIDina127 Beiträge · seit 200613. Sept. 2006 · #2Hallo,
wir hatten Lariam im letzten Jahr in Südafrika als "Stand-by" Mittel mit. Am 23. gehts nach Namibia. Wir werden auch 4 Tage in Etosha verbringen, eine Prophylaxe nehmen wir nicht. Ich möchte nicht an den Nebenwirkungen leiden. Ich hoffe mal die Vorsichtsmaßnahmen, wie Abends lange Kleidung und gut "einschmieren und einsprühen" reichen werden. Es ist ein Risiko...
Ich habe im letzten Jahr mit einigen Mitarbeitern im Krüger Park gesprochen, die sagten mir das die Menschen die dort arbeiten nicht ständig etwas einnehmen können...
Viele Grüße,
Dina
BABaliHaiThemenstarter382 Beiträge · seit 200613. Sept. 2006 · #3Hatten letztens einen Beratungstermin mit einem sehr vertrauenswürdigen Reisemediziner und der sagte auch, dass für den Norden Namibias die Einnahme eines Malariamittels zusätzlich zu den Maßnahmen wie langer Kleidung, etc. unbedingt notwenig ist! Malaria ist gefährlich und viele Touristen sterben jährlich daran - das ist fakt!
ZUZulani36 Beiträge · seit 200613. Sept. 2006 · #4Hi BaliHai,
ich kenne bisher keinen, der auf Malarone negativ reagiert hat.
Im Gegensatz zu Lariam, die scheinen ja oft sehr auf die Psyche zu gehen,
Albträume oder Dir wirds übel...und ich weiß nicht, ob ich mir meinen Urlaub mit sowas verderben möchte...Du kannst übers Internet in Holland in einigen Online-Apotheken mit deutschem Rezept wesentlich günstiger als in Deutschland Malarone bestellen. Der Vorteil von Malarone ist ja auch,
daß sie nicht so lange vorher und nachher eingenommen werden müssen.
Ich denke, daß es das auf alle Fälle Wert ist, man will ja schließlich seinen
Urlaub in vollen Zügen und jede Minute geniessen können, oder? 😄
BABaliHaiThemenstarter382 Beiträge · seit 200613. Sept. 2006 · #5Geb Dir recht dass man seinen Urlaub genießen möchte. Angeblich sollen diese depressionsartigen Erscheinungen aber nur bei Leuten auftreten die schon mit Depressionen zu tun hatten...
christian1060291 Beiträge · seit 200613. Sept. 2006 · #6Hallo,
wir haben im Juni/Juli mit 4 Personen Lariam genommen und niemand hatte Probleme. Ich nehme immer Lariam, da ich da noch nie Probleme hatte.
Ich denke bei beiden Medikamenten lassen sich Leute finden die damit Probleme hatten. Hab genauso häufig schon über Probleme mit Malarone gehört wie über Probleme mit Lariam. Sind halt andere Nebenwirkungen.
Letztendlich müßt ihr es ausprobieren und hoffen das ihr das Richtige für euch erwischen werdet. Bei uns war es eben Lariam...
Viele Grüsse.
Christian
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AfricaAdventure.de DADagut349 Beiträge · seit 200613. Sept. 2006 · #7Zitat von
http://www.wdr.de/tv/service/gesundheit/inhalt/20030317/b_1.phtml über LARIAM:
"Die vom Produzenten des Medikaments in Auftrag gegebenen Studien weisen sehr seltene Fälle von Psychosen oder Selbstmord auf. Allerdings berichten andere Untersuchungen davon, dass etwa ein Drittel aller Personen, die dieses Medikament eingenommen hatten, danach unter zum Teil massiven psychischen Krankheitssymptomen litten."Habe selbst Malarone genommen, keinerlei Nebenwirkungen gespürt. Meine Frau hatte in den letzten Tagen Appetitverlust und meinte, das könne vom Malarone kommen, weil sie aber bis dahin das köstliche namibische Essen gut genossen hatte, war ihr diese Nebenwirkung gar nicht unlieb...B)
Also mir persönlich ist Lariam viel zu unsicher. Ein Freund, der bis dahin noch nie unter Derartigem gelitten hatte, berichtete von heftigen, quälenden Depressionen nach Einnahme von Lariam. Von Malarone habe ich Ähnliches noch nie gehört, also weshalb sollte ich dieses Risiko eingehen? Dafür gebe ich gerne ein paar Euro mehr aus.
Grüße
Daniel
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200613. Sept. 2006 · #8Hallo zusammen,
ich werde hier nicht wieder meine persönlichen Ansichten zu Thema Malaria kunnt tun, das habe ich schon des öfterenB)
Wir nehmen immer Mephaquin™ von der Mepha in Deutschland heisst die Firma wohl Ratiopharm.
Ich wunder mich immer über das hartnäckige Gerücht über Nebenwirkungen, gewiss es gibt Menschen die solche haben, diese sind aber im Promillebereich, kann man aber vor der Reise schon klären.
Richtig ist auch das sich die Einheimischen nicht ein Lebenlang mit Arztneien vollstopfen können, die meisten schon deshalb nicht weil sie es sich nicht leisten können, sonst würden sie es sicher tun.
"Malaria"
Eine durch Mückenstich übertragene Infektionskrankheit
Malaria wird durch die Anopheles-Mücke übertragen. Wenn die Krankheit nicht behandelt wird, endet sie oft tödlich. Malaria zählt zu den 5 Haupttodesursachen in den so genannten Entwicklungsländern. In vielen Gebieten gibt es bereits Resistenzen gegen bestimmte Malariamittel. Ein sehr gut wirksames Medikament ist Artemisinin, das jedoch sehr teuer und für viele Menschen nicht leistbar ist. Ärzte ohne Grenzen setzt sich daher für den Einsatz von Generika ein.
Quelle: Medecins sans Frontiere
ca 2'000'0000 ( in Worten Zweimillionen ) Menschen sterben daran jährlich weltweit, richtige Kleidung und Verhalten in diesen Regionen ist eine gute Sache, nur es wird unter Umständen den einen Stich nicht verhindern können den ihr das ganze Leben, oder wenn ihr Pech habt, den noch verbleibenden Rest, an euren Urlaub erinnern wird!
Ich für mich habe entschieden die wirksame Massnahme einer Prophilaxe zu ergreifen und lieber (entschuldigung für den Ausdruck) einmal Kotzen werde wenn ich's nicht vertrage als mir ein Lebenlang vorwerfen zu müssen nicht alles mögliche getan zu haben um es zu verhindern.
Aber jeder ist seine Glückes eigener Schmied. jeder der nach Afrika reisst in Regionen die nicht Malariafrei sind muss sich seines handelns bewusst sein und die Tragweite seines Entscheides erkennen und die daraus entstehenden Konsekuenzen dann auch tragen.<br><br>Post geändert von: VirusAfricanum, am: 13/09/2006 10:32
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Sanne2'462 Beiträge · seit 200613. Sept. 2006 · #9Guten Morgen,
ich würde jedem raten, eine Prophylaxe zu nehmen. Wie VA richtig sagt, von mancher Malaria-Art hat man ein Leben was von. Welches Mittel es letztendlich sein soll, muss man sicher genau mit seinem Arzt besprechen.
Wir hatten vor Jahren in Südafrika Lariam und im Zuge dessen doch erhebliche Nebenwirkungen. Meinen Mann traf es mehr als mich - ich bezweifle, dass man vorher "mit Depressionen schon Kontakt gehabt haben muss". Und besonders sensibel ist mein Mann auch nicht. Wir hatten keine Depressionen, aber ein unwohles Gefühl, vor allem nachts. Jedes Tiergeräusch ließ uns aufschrecken. Das Jahr zuvor hatten wir keine Prophylaxe genommen, da der Krüger Park laut unseres Arztes als malariafrei galt.
Wir nehmen nun Malarone. Nicht, weil ich besonders ängstlich bin, Malaria zu bekommen, sondern weil ich nicht bei jedem Mückenstich zweifelnd auf die Einstichstelle starren will 🙂
Aber dieses Thema ist hier schon oft diskutiert worden; soweit ich mich erinnere immer mit dem Ergebnis, dass jeder selbst überlegen muss, ob er das Risiko abschätzen kann und will.
Herzliche Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Andreas Cierpka2'732 Beiträge · seit 200613. Sept. 2006 · #10@Sanne
Da muss ich dich wohl etwas korrigieren. Der Krueger Park gilt ganzjaehrig als Malariagebiet. Besonders durch den vielen Niederschlag ist das Risiko heuer auf keinen Fall zu unterschaetzen.
Hatten auch einmal Lariam genommen. Ich bin hart im nehmen 😎 dafuer aber meine Freundin nicht 😗 . Sie wiegt 45 kg und selbst die halbe Dosis Lariam hat sie aus der Bahn geworfen. Seitdem nehmen wir beide Malarone und koennen nicht klagen.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
Sanne2'462 Beiträge · seit 200613. Sept. 2006 · #11@Andreas
im Nachhinein gebe ich Dir durchaus Recht. Daher haben wir bei späteren Besuchen auch auf die Prophylaxe nicht verzichtet. Aber unser erster Besuch stand vollständig unter dem Stern "unwissende Touris".
Herzliche Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
BABaliHaiThemenstarter382 Beiträge · seit 200613. Sept. 2006 · #12hmmm, naja ich denke ich sollte vielleicht doch wieder zu Malarone greifen. Habe damit wie gesagt noch keinerlei Probleme gehabt. Diese Sicherheit ist vielleicht die paar Euros mehr durchaus wert.
Was mich interessiert ist was "Mephaquin™" sein soll? Ich hab immer gehört dass es eh nur Malarone und Lariam gibt!?
Ich denke auch dass man im tropischen Afrika UNBEDINGT etwas nehmen sollte. Die Gefahr ist wirklich nicht zu unterschätzen und man fühlt sich dadurch einfach sicherer.
Werde auch nie vergessen wie manche Leute in Kenya abends in den Camps mit kurzen Hosen und Leiberln ohne Prophylaxe herumgelaufen sind wie wenn nix wäre... Malaria ist eine Gefahr die man nicht sieht UND vor der man sich gut schützen kann!
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200613. Sept. 2006 · #13Hallo Balihai,
Mephaquin ist wohl noch das einzige Medikament das alle Malariatypen abdekt und soweit bekannt es noch keine resitdenzen gibt, ist natürlich auch Eigenwerbeung mitdabei, das behaupten wohl alle von sich.
Wir nehmen seit Jahren diese sehr kleinen Tabletten, 1 x Wöchentlich beginnend 1 Woche vor dem einreisen in ein Malariagebiet, dann während des ganzen Aufenthaltest und 2 Wochen darüber hinaus je eine pro Woche.
Wir kennen "niemand" der auch nur ansatzweise Nebenwirkungen gehabt hätte. Von den Kosten gehört es zu den günstigeren Medikamenten, wobei ich denke das der Preis nicht das entscheidende Argument sein darf, bezogen auf die tausende Euros die eine solche Reise kostet so wieso kein Kostenfaktor.
Ich hänge mal den Link zum Hersteller an mit nüttlichen Infos und weiterführenden Links zu diesem Thema!
http://www.mepha.ch/ch/de/mepha-gruppe/malaria.html<br><br>Post geändert von: VirusAfricanum, am: 13/09/2006 10:43
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BABaliHaiThemenstarter382 Beiträge · seit 200613. Sept. 2006 · #14hab da jetzt gelesen, dass "Mephaquin" das Generikum von Lariam ist!?
"Es gibt 2 Präparate, welche - soweit man dies heute sagen kann - mit gleicher Zuverlässigkeit wie Lariam eine Malariaerkrankung verhüten können - und wahrscheinlich kein Risiko für die erwähnten neuro-psychologischen Nebeneffekte darstellen.
Das eine ist das bereits länger bekannte Antibiotikum Doxycyclin (verschiedene Markennamen, z.B. Supracyclin, Doxysol, Vibramycin), das andere das neure Kombinationspräparat Malarone (= Atovaquone + Proguanil)"
Kennt diese Mittel wer?
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200613. Sept. 2006 · #15Hallo Balihai,
wusste ich es doch, das Forum bildet "rezeptfrei" ja die Mepha ist ein Hersteller der meistens nur Generika herstellt, wie schon erwähnt glaube ich in Deutschland heisst es Ratiofarm, wenn es wirkt kann man hier ein paar Euro sparen und sich einen Gin-Tonic leisten, dieses Getränk wurde früher in den anfängen der Kolonialzeit als Anti-Malariamittel benutz wegen des darin enthaltenen Strichnin, nun nützen tuts wohl nicht mehr, aber schmecken tut's noch immer, na dann Prost 🤩
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Savuti479 Beiträge · seit 200613. Sept. 2006 · #16hallo va, aber nicht mit strichnin sondern chinin, das ist im tonic drin, aber mit gin schmeckts halt besser, strichnin überlebst, glaube ich, nicht. Prost auf den guten alten gin&tonic
Grüße aus München savuti;)
Höflichkeit ist der Schlüssel zu den Herzen der Menschen
Höflichkeit ist auch der Schlüssel zum Wissen.
Niemand wird dann mit seinem Rat geizen.
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200613. Sept. 2006 · #17Savuti schrieb:hallo va, aber nicht mit strichnin sondern chinin, das ist im tonic drin, aber mit gin schmeckts halt besser, strichnin überlebst, glaube ich, nicht. Prost auf den guten alten gin&tonic
Grüße aus München savuti;)
Lach, natürlich hast du recht Chinin 🤩 Strichnin gebe ich doch meiner Schwiegermu...
😗<br><br>Post geändert von: VirusAfricanum, am: 13/09/2006 11:09
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ULUlli931 Beiträge · seit 200613. Sept. 2006 · #18@BaliHai
Doxycyclin ist ein ein vergleichsweise altes Breitspectrum - Antibiotikum. Es gehört zur Gruppe der Tetrazykline und wird -wie du ja schon weisst- unter den verschiedensten Markennamen angeboten.
Bei einem Antibiotikum ist es wie jedem anderen Medikament: der eine verträgt es, der nächste hat möglicherweise über Nebenwirkungen zu klagen.
Auch wenn Doxycyclin sicher eine Alternative bei der Malariaprophylaxe darstellt wage ich aber zumindest zu bezweifeln ob die unter Umständen wochenlange Einnahme von Antibiotika verträglicher / gesünder ist als eines der 'klassischen' Malariamittel....
Ulli
BABaliHaiThemenstarter382 Beiträge · seit 200613. Sept. 2006 · #19Ulli schrieb:@BaliHai
Doxycyclin ist ein ein vergleichsweise altes Breitspectrum - Antibiotikum. Es gehört zur Gruppe der Tetrazykline und wird -wie du ja schon weisst- unter den verschiedensten Markennamen angeboten.
Bei einem Antibiotikum ist es wie jedem anderen Medikament: der eine verträgt es, der nächste hat möglicherweise über Nebenwirkungen zu klagen.
Auch wenn Doxycyclin sicher eine Alternative bei der Malariaprophylaxe darstellt wage ich aber zumindest zu bezweifeln ob die unter Umständen wochenlange Einnahme von Antibiotika verträglicher / gesünder ist als eines der 'klassischen' Malariamittel....
Ulli
hmm, na da hast sicherlich Recht. Also kommt man im Endeffekt eh wieder auf Malarone zurück. Am besten einfach schauen wie man es Günstigsten kriegt, jeden Tag schlucken und nicht mehr weiter drüber nachdenken 🙂
Wollte mich nur näher informieren weil ich ja in Uganda und Ruanda und dann auch in Namibia so ein Zeux schlucken muss...<br><br>Post geändert von: BaliHai, am: 13/09/2006 11:41
Naukluft1'910 Beiträge · seit 200613. Sept. 2006 · #20Hallo zusammen, nun schreib auch ich wieder was zu den Mitteln...
es sollte sich keiner Unterstehen ein Medikament zu nehmen weil es bei dem einem oder anderen keine Nebenwirkung anzeigte.. Die Medikamente sind NUR eine Hilfe zum schwächeren Verlauf, kein Gegenmittel !
Bei Malarone ist allgemein bekannt etwas verträglicher zu sein, da WIR immer öfters auf alles Mögliche allergisch reagieren, ist immer VORSICHT geboten!
ABER das muss VORHER zuhaus getestet werden!
Sollte ja dann schon 2-4 Tg. vor Eintritt in ein Malariagebiet eingenommen werden, ne weitere Woche nach Austritt !
Jeder reagiert hier anders! Hatte schon Leute die ganz dicke Augen hatten, hatten allerdings vor lauter Malariaangst zu viel genommen...
allerbester Gruss, Klaus<br><br>Post geändert von: Naukluft, am: 13/09/2006 12:01
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...