DER WEG WAR (auch) DAS ZIEL - Namibia im Aug.2011

95 Antworten · 31,8k Aufrufe · gestartet 28. Okt. 2011 von madmaddin
Bilder klein
Antworten
Themenstarter153 Beiträge · seit 201102. Nov. 2011 ·
Hallo Janet,

den Köcherbaumwald haben wir links liegen gelassen und sind direkt zum Canyon gefahren.
Am Ende hätten es sicherlich zu einem Stopp dort gereicht, wir waren an unserem zweiten Roadtag aber noch nicht ganz auf die tatsächlichen Streckendauern eingestellt und wollten bei dieser eher langen Etappe auf Nummer sicher gehen.

Maddin
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
Themenstarter153 Beiträge · seit 201102. Nov. 2011 ·
05.08.2011

An der Canyon Lodge angekommen, werden wir freundlich begrüßt. Man hat uns als Honeymooner ein Upgrade in das beste Chalet geschenkt und außerdem einen romantischen Tisch für das Abendessen direkt am offenen Kamin dekoriert.
Wir sind von unserer Hütte überwältigt und stoßen darauf erst mal mit einer Flasche Vino auf der Terrasse an von der wir den Sonnenuntergang genießen können.

htte.JPG


vino.JPG


umgebung.JPG


sundown_canyon.JPG


Zum Abendessen gibt es eine Überraschung. An unserem Tisch sitzt ein anderes Paar, das sich schlichtweg als Honeymooner ausgegeben hat. Wir müssen schmunzeln finden es aber auch gar nicht schlimm, dass wir an einem anderen Tisch sitzen müssen. Man entschuldigt sich gefühlte 1000 mal bei uns und spendiert sogar eine Flasche Sekt. Das wäre alles nicht nötig gewesen, aber wir freuen uns, dass man sich so sehr um uns kümmert.
Das Essen (Buffet) ist auch hier sehr lecker. Alles ist frisch und es schmeckt auch so. Der Abend wird dann später noch richtig gesellig. Wir plaudern mit einem Ehepaar, das auf Selbstflugsafari ist und kommen auch mit der stellvertretenden Lodge-Leitung, Elisabeth sehr gut uns Gespräch. Müde fallen wir am Ende in die Federn. Morgen steht eine weitere recht lange Etappe nach Aus auf dem Programm. Also wird der Wecker wieder auf 6.00 Uhr gestellt.

06.08.2011

Vor der Abreise aus der Canyon Lodge schieße ich noch ein paar Bilder von der Anlage und der Landschaft, dann geht es nach einem langen, ausgiebigen Frühstück Richtung Westen.

umgebung_2.JPG


Wie man sieht, sind die Chalets alle sehr harmonisch in die Umgebung integriert.

umgebung_htte.JPG

pool.JPG


Für den Pool war es mir aber deutlich zu kalt, denn eine Kaltfront zog von Süden her über das Land und hat uns Temperaturen um 5°C in der Nacht beschert.

Gestärkt ist dann der Weg wieder unser Ziel.

weg.JPG


Endstation heute: „Eagels Nest“ in Aus.

TO BE CONTINUED
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
Themenstarter153 Beiträge · seit 201102. Nov. 2011 ·
06.08.2011

Auf unserem Weg Richtung Westen, müssen wir einen Teil der gestrigen Strecke 1:1 zurückfahren.
Über die C12 Richtung Norden gelangen wir wieder auf die geteerte B4.
Die Landschaft ist wieder durch die „unendliche Weite“ geprägt (fast so bei bei Star Trek *zwinker*). Das überwältigt uns mal wieder…und wird uns übrigens den gesamten Urlaub hindurch überwältigen. Schade, dass man diese Weite so schlecht auf einem normalen Foto einfangen kann…

Wir kommen auf der Asphaltpiste sehr gut und zügig voran; schneller als gedacht!
In Aus angekommen, werden wir dann mal wieder von einer schnuckeligen Kirche begrüßt.

kirche_aus.JPG


Wir fahren noch schnell tanken, dann geht’s ab zum „Klein Aus Vista“.

An der Rezeption angekommen beschreibt man uns mit Hilfe einer kleinen Karte, wie wir die 7km!!! zu unserem Chalet kommen.
Die Fahrt über die weiche Sandpiste bewältigt unser Nissan 4x4 ohne Probleme und auch als es später sehr steinig und steil wird, haben wir keine Probleme.

zum_chalet.JPG


fahrt_zum_chalet.JPG


Die Frage an der Rezeption, welche Art von Fahrzeug wir fahren, bleibt aber in jedem Falle berechtigt. Mit einem Opel Corsa wird das hier nämlich nichts…da ist spätestens bei der Auffahrt zu „The Rock“ Schluss! 😉

therock_im_rock.JPG


Oben angekommen inspizieren wir unser Zuhause für eine Nacht. Wir fragen uns: „Wie kann man das alles nur so harmonisch in die Natur einbetten und dabei dennoch so luxoriös sein?“

bett.JPG


Wir genießen noch kurz die Sicht von der kleinen Terrasse aus in die Namib, machen uns dann ein wenig frisch und wollen dann los nach Lüderitz…

ausblick.JPG


TO BE CONTINUED
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
Themenstarter153 Beiträge · seit 201102. Nov. 2011 ·
06.08.2011

Der Weg von Aus nach Lüderitz geht mitten durch einen Teil der Namib Wüste, der wohl ältesten Wüste der Welt. Ich wiederhole mich, aber die Weite ist auch hier wieder äußerst beeindruckend, wenn auch schwer einzufangen.

namib.JPG


Auf Asphalt geht es immer Richtung Westen, parallel zur Bahnstrecke.
Links und später auch rechts des Weges befindet sich das Sperrgebiet der Diamantengesellschaft. Zutritt verboten!

Nach gut 2/3 der Strecke steigt die Strecke etwas an und wir bekommen ein ungewöhnliches Straßenschild zu sehen. „ACHTUNG SAND“! Leider habe ich davon kein Foto geschossen, dafür aber von dem, wovor auf diesem Schild gewarnt wird.

duene.JPG


reifen_sand.JPG


Wir fahren links ran. Der Sand ist sehr weich und tief und wir fahren uns fest. Nach kurzem Hin- und Herruckeln sind wir aber wieder frei.
Die Winde von der Küste tragen die Dünen hier wohl sehr häufig auf die Straße, was bei zu zügiger Fahrweise schnell lebensgefährlich werden kann.

Wir passieren die Geisterstadt „Kolmannskuppe“, lassen sie aber links liegen, denn die Öffnungszeiten sind sehr kurz und wir sind deutlich zu spät dran.
Stattdessen erreichen wir kurz danach den Atlantik. Gerade noch mitten in der staubtrockenen Wüste, jetzt direkt am erfrischenden Ozean. Gegensätzlicher kann es fast nicht sein.

atlantik.JPG


Wir drehen eine Runde durch das verschlafen wirkende Nest Lüderitz und schießen einige Aufnahmen, die die Vergangenheit in der Gegenwart festhalten. „Wie unwirklich!“ hören wir uns immer wieder sagen…

diamantbergstr.JPG


kirche_luederitz.JPG


ballsaal.JPG


Gegen 15.30 Uhr heißt es dann Aufbruch! Wir müssen uns langsam wieder AUF DEN WEG machen, damit wir nicht durch die Dunkelheit fahren müssen. Auß0erdem wartet ein Barbecue und ein leckerer Vino in "The Rock" schon auf uns... 🙂

TO BE CONTINUED
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
3'387 Beiträge · seit 200902. Nov. 2011 ·
Wunderbar !!!
Du schreibst einen schönen Bericht und hast tolle Fotos. Danke!

Wir waren letztes Jahr auch in der Canyon Lodge und danach für zwei Nächte in Klein Aus V im "The Rock". Ich sag Dir, da bekommen wir glatt "Fernweh".

LG,
der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
983 Beiträge · seit 201102. Nov. 2011 ·
Hallo Madmaddin,
auch wir lesen euren Bericht mit Freude. War wohl etwas viel Strecke in so kurzer Zeit. Sind gespannt wie es weitergeht.
Beste Grüße
Ralf
Beste Grüße rhh64
2'264 Beiträge · seit 201102. Nov. 2011 ·
Hallo Madmaddin,
vielen Dank für den schönen Bericht + Bilder 🙂
Habe gerade alles in einem Rutsch durchgelesen und freue mich auf die Fortsetzung.

LG
Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
Themenstarter153 Beiträge · seit 201103. Nov. 2011 ·
Hallo Ralf,

wir haben sicherlich eine Menge KM abgespult, aber unterm Strich hatten wir durch den 4x4 kein einziges mal "Stress" unsere Tagesetappen zu bewältigen.
Sicherlich: Große und lange Abstecher abseits der Route waren uns nicht immer möglich, aber wenn ich mir den ein oder anderen Bericht hier im Forum ansehe, in dem das Land in kurzen Etappen von 100-200 km mit einem Kleinstwagen a la Opel Corsa bereist wird, bin ich über unsere Variante mit längeren Tagesstrecken im komfortablen 4x4 durchaus froh. 😉

Ich würde mich beim nächsten mal allerdings stärker auf eine Region konzentrieren, um dann dort alles zu erkunden. Da wir bei unserem aller ersten Afrika Trip aber so viele Eindrücke vom Land wie möglich sammeln wollten, war unsere Tour für uns so voll in Ordnung. 🙂

LG

Maddin
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
Themenstarter153 Beiträge · seit 201103. Nov. 2011 ·
06.08.2011

Wieder zurück bei unserem „The Rock“ rutscht die Sonne auch schon wieder nach unten und zaubert einen wunderbaren Sonnenuntergang. Dazu genießen wir einen leckeren Weißwein und überlegen uns doch in Zukunft unsere Berufe aufzugeben, um in Namibia Weinwerbefotos zu schießen. 🙂

wein_aus.JPG


Die Sonne taucht alles in ein kräftiges Rot. Wunderschön!

sundown_aus.JPG


sundown_aus_2.JPG


rote_felsen_aus.JPG


Kaum ist die Sonne am Horizont verschwunden wird es wieder kalt und außerdem auch sehr windig.
Das macht das Barbecue nicht wirklich einfacher, denn die orkanartigen Böen blasen die Hitze unter dem Fleisch immer weg. Mit etwas Geduld bekomme ich aber doch alles durchgebraten und wir machen es uns in der Küche gemütlich.
Obwohl…gemütlich ist anders, denn der kalte Wind denkt gar nicht daran draußen zu bleiben, sondern fegt durch jede noch so kleine Ritze.
Da „The Rock“ nur mit einem Kamin ausgestattet ist, wenn es um Wärme geht, fliegt ein Stück Holz nach dem anderen ins Feuer. Schnell ist der knochentrockene Vorrat aufgebraucht, den wir heut Nachmittag erst an der Rezeption gekauft hatten.

kamin.JPG


Gegen 20.30 Uhr machen wir uns daher gemeinsam auf und fahren die gut 7km Sandpiste durch absolute Dunkelheit zur Rezeption um Nachschub zu holen. Wir ergattern den letzten Rest vom Schützenfest. 🙁 „Das wird nie im Leben für die ganze Nacht reichen!“ sagt meine Frau und sie wird natürlich Recht behalten.
Die Wärmefalsche und sämtliche Decken sorgen also für etwas Wärme im Bett, der Wein muss vorher die nötige Bettschwere herstellen, damit das Pfeifen und Zischen uns nicht wachhält.
Bei mir funktioniert die Kombo aus Wein, Ohropax, Wärmeflasche & Frau ganz gut, bei Steffi hingegen hilft noch nicht einmal der verzweifelte Griff zu Schlaftablette und Hörbuch. 🙁

Am nächsten Morgen lasse ich meinem Schatz dann auch etwas mehr Ruhe und kümmere mich um das Frühstück und das Packen der Sachen als ich von der Erzeisenbahn mit einem Tuten begrüßt werde.

zug.JPG


Dann genieße ich noch ein wenig die Stille und lass mich von dem ein oder anderen Piepmatz auf der Veranda besuchen, auf der ein kleiner Wassertrog alles anlockt, was irgendwie dürstet. Im Gästebuch ist zu lesen, dass selbst größere Säugetiere von der kleinen Schüssel bzw. deren Inhalt angelockt werden. Bei uns sind es „nur“ kleine Vögel.

vogel.JPG


Nach dem Frühstück sind wir wieder bereit für die Piste. Es geht Richtung Norden.
Ziel: Die „Rostock Ritz Desert Lodge“. Davor haben wir aber noch den ein oder anderen Zwischenstopp und Umweg geplant...und das, obwohl die uns bevorstehende Etappe zu den längsten unserer Reise gehören wird…

schild_eagelsnest.JPG


Bye, Bye Nest!

TO BE CONTINUED
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
Themenstarter153 Beiträge · seit 201103. Nov. 2011 ·
07.08.2011

On the Road again ist unser heutiges Ziel die „Rostock Ritz Desert Lodge“.
Es folgt die mit Abstand längste Etappe unserer Reise und dennoch haben wir noch zwei Zwischenstopps und einen Umweg eingebaut. 🙂

Auf dem Weg zwischen „The Rock“ und der Rezeption weist ein Schild auf alte Schutzstellungen der Deutschen Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg hin.

schanzen.JPG


Die beiden Zwischenstopps haben auch mit diesem dunklen Kapitel zu tun. Als nächstes aber fahren wir noch schnell nach Aus, um dort die Spritreserven aufzufüllen.
Wie immer in Namibia befüllt der Tankwart den Wagen bis kein Tropfen mehr reinpasst.

Mit vollem Tank machen wir uns dann auf den Weg zum ersten Zwischenstopp, dem Soldatenfriedhof von Aus. Hier liegen sowohl deutsche als auch südafrikanische Soldaten, die im WWI in der Nähe gefallen sind oder danach im Gefangenlager für deutsche Soldaten in der Nähe an eine Epidemie sterben mussten.
Uns bedrückt es, dass die meisten derjenigen, die hier liegen nicht mal 20 Jahre „alt“ geworden sind.

friedhof.JPG


Vom bereits angesprochenen Gefangenlager in der Nähe (unser zweiter Zwischenstopp) ist fast gar nichts mehr zu sehen. Lediglich ein paar alte Metallteile und einige Mauerreste sind noch zu erkennen. Und dennoch fühlen wir auch hier dieses Gefühl von Traurigkeit.

mauer_lager_aus.JPG


schild_lager_aus.JPG


Wir machen uns daher nun wieder AUF DEN WEG!

Wie gesagt, haben wir eine lange Strecke vor der Brust und möchten in jedem Fall einen Umweg um die Tirasberge herum machen, da hier die Landschaft besonders beeindrucken und abwechslungsreich sein soll. Wir nehmen zunächst den Abzweig von der B4 auf die C13. Die Pad ist sandig und weich und kann zügig befahren werden.

Am Rand möchte ein Straußenpaar ein kleines Wettrennen mit uns machen, so scheint es. 😉

strausse.JPG


Nach einigen Kilometern biegen wir dann nach links auf die D707 ein und schon begleitet uns eine Gruppe Oryx.

oryx1.JPG


oryx2.JPG


TO BE CONTINUED
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
zuletzt bearbeitet 03. Nov. 2011
Themenstarter153 Beiträge · seit 201103. Nov. 2011 ·
Auf rotem Sand geht es zwischen Tirasbergen und Namib hindurch.

pad_roter_sand_d707_2011-11-03.JPG


Es ergeben sich nun unglaublich abwechslungsreiche Szenen.
Links ist alles rot…

links_rot_2011-11-03.JPG


…rechts ragen die grau-braunen Tirasberge empor.

rechts_berge_2011-11-03.JPG


Unglaublich diese Gegensätze und erneut diese Weite und Stille.

weite_stille_2011-11-03.JPG


weite_stille2_2011-11-03.JPG


Bei Spes Bona kommen wir auf die C27 und biegen nach links ab. Wir fahren dann kurz darauf durch das „Namib Rand Nature Reserve“ und sehen prompt einige alte Bekannte in Streicheldistanz. So nah haben wir die Böcke bisher noch nicht gesehen. 🙂

bock_2011-11-03.JPG


Das ist mit Abstand nicht nur die längste, sondern auch bisher die schönste und abwechslungsreichste Etappe auf unserer Route.

TO BE CONTINUED
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
zuletzt bearbeitet 03. Nov. 2011
Themenstarter153 Beiträge · seit 201103. Nov. 2011 ·
07.08.2011
Die Landschaft bleibt weiter abwechslungsreich aber das brauche ich ja eigentlich gar nicht mehr zu sagen. 😉
1landschaft.JPG

2landschaft.JPG

3landschaft.JPG

4landschaft.JPG

Wir nähern uns nun Sesriem und dem Sossusvlei. Dass es hier was zu sehen gibt, merkt man vor allem am steigenden Verkehrsaufkommen und den zahlreichen Reisebussen, die mit unmenschlicher Geschwindigkeit über die Piste jagen. Eine der Touristenbusse schleudert uns einen dicken Brocken auf die Windschutzscheibe. Der Crack samt kleinem Riss ist war nicht im Sichtfeld, dennoch beunruhigt uns der Steinschlag schon. „Was machen wir, wenn sich die Scheibe auf irgendeiner Staubpiste verabschiedet?“ Egal…da kann man nun nichts dran ändern! Wir beobachten das „Löchlein“ aber aufmerksam.
Das Vlei wollen wir uns erst morgen ansehen und düsen daher weiter Richtung „Rostock Ritz“ auf der M36 nach Solitaire, dann weiter mit dem letzten Stück auf der C14.
5landschaft.JPG

Dann erreichen wir endlich am späten Nachmittag die „Rostock Ritz Desert Lodge“.
Nach dem Eingangstor fährt man noch mal gut 10 Minuten bis man endgültig an der Lodge angekommen ist, aber das kennen wir ja mittlerweile. 😉
6rr.JPG

Am Empfang wie immer das Übliche. Welcome Drink, kurze Einweisung, usw.
Man teilt uns mit, dass man uns als Honeymooner kostenlos auf die Hochzeitssuite gebucht hat. 🙂
Die kleinen Hütten sehen aus wie Ufos, könnten aber auch Drehort des Teletubby-Landes sein. 😉
7ufo.JPG

8ufo.JPG

Dann: The same procedure as every evening! Es ist Zeit für Weinwerbungim Sonnenuntergang! 🙂
10wein.JPG

Auf der Terasse genießen wir den grandiosen Ausblick über das Land und schauen dem Feuerball beim Verschwinden zu.
9sonnenuntergang.JPG

Danach widmen wir uns dem Abendessen. Wir bestellen beide Straußenfilet und es schmeckt gut, wenn auch mein Fleisch einen Ticken länger hätte auf dem Grill bleiben können. Es ist aber so zart, dass ich es nicht noch mal hergeben möchte. Ein Fehler, wie sich nur wenige Stunden später herausstellen sollte! 🙁

TO BE CONTINUED
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
zuletzt bearbeitet 03. Nov. 2011
Themenstarter153 Beiträge · seit 201103. Nov. 2011 ·
07.08.2011 – 09.08.2011

Noch rächt sich das blutige Steak nicht und so genießen wir die Stille und den Nachthimmel über Rostock Ritz.

1nacht.JPG

2mond_und_sterne.JPG


In der Nacht selbst holt mich der Strauß oder besser sein Filet dann aber ein. Details erspare ich Euch gern. Nur so viel: Schlaf finden wir beide wenig und auch der nächste Tag bringt keine echte Besserung. Zwar kann ich nun fast die ganze Zeit im Bett liegen und muss nicht den Weg zur Toilette gebetsmühlenartig beschreiten, doch nun stellt sich Fieber ein. 🙁
Wir behandeln mit allen Medikamenten, die wir dabei haben und erzielen eine gute Ausgangslage am nächsten Tag in der Früh.
Das Frühstück schmeckt und bleibt auch bei uns und der Weg nach Swakopmund ist tatsächlich machbar. 24 Stunden zuvor hätte ich das nicht gedacht.

Leider haben wir durch den Zwischenfall das Sossusvlei und sicherlich noch mehr in und um die Lodge verpasst. Wir versuchen uns den Ausfall daher mit Ansagen wie: „Da ist es doch eh total überlaufen im Vlei“ oder „Für den schönen Pool in der Lodge war es doch eh zu kalt“ schön zu reden. Und es gelingt uns irgendwie! 🙂

Wir brechen also recht früh von Rostock Ritz auf Richtung Swakop. Kurz nach dem Aufbruch laufen uns auf dem Rostock Gelände noch ein paar Hartmann Zebras und Strauße über den Weg.

3zebras_hartmann.JPG

4strausse.JPG


Danach führt uns der Weg heut zunächst über die C14 Richtung Walfish Bay.
Nur wenige Augenblicke südlich von „RR“ erreichen wir den Südlichen Wendekreis, die Tropic of Capricorn. Ein anderes Paar dreht auf der gegenüberliegenden Seite einen Kurzfilm samt Regieanweisungen über das Erreichen des Schildes. Eine abgefahrene Szene mitten in der Wüste! 🙂

5tropic.JPG


Die Landschaft hier ist noch relativ flach doch nur wenige Kilometer weiter erreichen wir den Kuiseb Pass nebst gleichnamigem Canyon und es wird landschaftlich mal wieder abwechslungsreicher.

6huegel.JPG

7kuiseb.JPG

8kuiseb.JPG


Durch den Canyon geht es dann wieder direkt in die Namib!

9namibauslaeufer.JPG


TO BE CONTINUED
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
1'242 Beiträge · seit 200904. Nov. 2011 ·
Hallo Ihr "Weinwerbefotografen",

Mano, ihr flitzt aber ganz schön durch Namibia. Wie schade, dass Ihr das Sossusvlei wegen eurer Magenverstimmung nicht erleben konntet. Aber gottseidank seid ihr wenigstens krank geworden als Ihr mal mehr als 1 Übernachtung hattet. Schotterpiste fahren bei Unwohlsein stelle ich mir gar nicht witzig vor.

Mir gefällt euer Reisebericht 😁 😁 😁 Lustig geschrieben und die witzigen Fotos von den Sundowner-Fotos mit Gläser und Flasche sind genial 🙂 .

Die Bagatelle Lodge steht bei unserem nächstes Namibia-Urlaub auch auf dem Programm. Ihr schreibt dass Ihr noch schönere Lodges auf eurer Reise hattet. Was hat gefehlt ? Muss man vielleicht die teurere Variante buchen ?

Ich freue mich auf eure Fortsetzung und eure "Sundowner-Wine-Fotos".

Liebe Grüsse aus Luxembourg
Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html
Themenstarter153 Beiträge · seit 201106. Nov. 2011 ·
Hallo Lil,

ja...das Programm war schon recht stramm und wir hatten wirklich Glück im Unglück, dass wir gerade zwei Nächte im Ritz waren. Eine Weiterfahrt wäre nämlich in keinem Fall möglich gewesen.

Schön, dass Dir die Weinfotos gefallen. 😎 Wir haben uns stets Mühe gegeben... 😛

Zu Deiner Frage: Wir haben an der Bagatelle nichts Elementares auszusetzen. Es folgten auf der weiteren Strecke halt vor allem landschaftlich schönere Lodges oder Locations mit "dem gewissen Etwas" allerdings auch teilweise zu deutlich höheren Kursen.
Daher: Preis-Leistung würde ich bei der Bagatelle als "gut" einordnen. Was man der Bagatelle "vorwerfen" kann, sind evtl. die doch recht abgewohnten "Garden Rooms". Hier wäre bei Zeiten wohl mal eine Renovierung der Sanitärbereiche angebracht.
In die "Dune Rooms" konnten wir leider keinen Blick werfen, so dass ich keine echte Empfehlung pro oder contra geben kann. Den schöneren Ausblick haben sie aber in jedem Fall... 🙂

Eine Fortsetzung folgt. Schön, dass Du mit uns mitreist. 🙂

Schöne Grüße nach Luxemburg

Maddin
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
1'182 Beiträge · seit 200606. Nov. 2011 ·
Die Dune Chalets der Bagatelle sind super. Sie sind noch nicht renovierungsbedürftig.

Gruß,
Bernd
0
1'242 Beiträge · seit 200907. Nov. 2011 ·
Hallo Maddin,
Hallo Bernd,

Herzlichen Dank für eure Antworten 😁 😁 😁 .

In den Reiseberichten die ich in der letzten Zeit so gelesen habe, war meistens von den Dune Chalets die Rede (ausser jetzt in deinem Bericht). Und die scheinen wirklig mega toll zu sein. Die Differenz von Garden Room auf Dune Chalet ist jetzt nicht soooooo riesig, aber für 2 Nächte für 2 Personen summiert es sich doch. Vor allem muss man sich in fast jeder Lodge für Premier, View, Luxury, Garden, usw. entscheiden. Und dann kommen schnell ein paar hundert Euro zusammen.

Ich habe aber jetzt eben auch noch einen neuen Thread eröffnet und hoffe bald eine Entscheidung treffen zu können.

Danke nochmals
Liebe Grüsse aus Luxembourg

Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html
zuletzt bearbeitet 07. Nov. 2011
Themenstarter153 Beiträge · seit 201108. Nov. 2011 ·
Hallo Lil,

da hast Du Recht...bei 14 Tagen und mehr, kommt ein ganz schöner Betrag für diverse "Upgrades" zusammen.

Ich beobachte mal Euren Thread und bin gespannt, wie ihr Euch am Ende entscheidet.
Wolvedans hat dieses mal preislich leider nicht mehr bei uns reingepasst. Beim nächsten mal dann vielleicht! 😉

Liebe Grüße

Maddin
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
Themenstarter153 Beiträge · seit 201108. Nov. 2011 ·
09.08.2011

Wir kommen gut voran und mal wieder spielt es: „Landschaft wechsel dich“.

1_weg_namib.JPG


Nach dem Kuiseb Pass wird es jetzt nach und nach karger und ehe wir uns versehen sind wir (mal wieder) mitten im Nichts.
Ein einsamer „Baum“ scheint Wache zu halten, bevor sich die Vegetation in Richtung Null verändert.

2_baum.JPG


Nur wenige Minuten Fahrt später scheint kein Leben mehr möglich und wir stehen alleine in der Wüste. Karg und doch irgendwie wunderschön!

3_karge_weite1.JPG


Unser Weg führt uns weiter Richtung Westen, immer dem Atlantik entgegen.
Nachdem wir Walfish Bay passiert haben, nehmen wir die asphaltierte B2 nach Norden. Der Verkehr hat auf dieser Strecke fast schon Großstadtflair doch die Landschaft ist dennoch faszinierend.

4_bay_to_swakop.JPG


5_schiffe.JPG


Links der Atlantik und die wartenden Schiffe, rechts meterhohe Dünen, die am liebsten, so scheint es, direkt ins Meer wandern möchten. 🙂

Nach einer knappen Stunde erreichen wir Swakopmund. Eine Nebel- bzw. Wolkenwand hat sich wie eine Kuchenglocke über die Stadt gestülpt. Es ist nass und kalt und wir fühlen uns ein wenig, als wären wir mitten im Herbst an der Nordseeküste.

Wir checken im Swakopmund Guesthouse ein, werden wir immer freundlich empfangen und machen uns auf dem schicken Zimmer frisch.
Natürlich haben die Räume hier keinen echten Lodge-Charakter. Die hellen Farben und die liebevolle Einrichtung sprechen uns aber dennoch an. Alles ist absolut sauber in tadellosem Zustand. 🙂

5_swakopmund_guesthouse.JPG


6_swakopmund_guesthouse_bad.JPG


Meinem Magen geht es mittlerweile auch wieder recht ordentlich und wir entschließen uns kurzer Hand zu einem schnellen Spaziergang durch die Stadt nebst kleinem Einkauf in einem der Supermärkte.
In der Stadt findet man fast überall noch den alten Kolonialgeist…zumindest in den Gebäuden und das reicht ja auch… 😉 Das Leben ist hier sehr geschäftigt. Das passt so gar nicht zu den vergangenen Eindrücken, gefällt uns aber sehr gut. Trotz des „Trubels“ ist und bleibt Swakopmund schnuckelig… 🙂

7_swakopmund1.JPG


Nach der Tour durch die Stadt möchten wir am frühen Nachmittag über den Welwitschia Drive zum gleichnamigen lebenden Relikt aus der Urzeit… 😉

TO BE CONTINUED
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
zuletzt bearbeitet 08. Nov. 2011
Themenstarter153 Beiträge · seit 201108. Nov. 2011 ·
09.08.2011

Nach der wirklich knappen Tour durch die „City“ studieren wir die Strecke um zur Welwitschia zu gelangen. Dann erkundigen wir uns bei der Rezeption nach einer Empfehlung für unser Abendessen. Nach der „Magenkirmes“ haben wir keine Lust auf Fisch. So empfiehlt man uns: „Erich’s Restaurant“.
Hört sich gut an! Wir stimmen zu und lassen einen Tisch für 19.00 Uhr reservieren.
Danach machen wir uns AUF DEN WEG über den Welwitschia Drive zur Urzeit-Pflanze. 😉

Schnell verlassen wir die Nebelglocke über Swakopmund und erreichen wieder die Wüste.
Direkt neben der Straße und direkt angrenzend an eine Wanderbaustelle, dösen ein paar Böcke im Sand.
1_boecke_an_der_strasse.JPG


Das Schöne am Welwitschia Drive ist übrigens, dass er verschiedene Stationen beinhaltet, über die man in den zahlreichen Reiseführern die notwendigen Informationen erhält. Eine wirklich schöne Sache! Selbst bei Wikipedia gibt es einen Artikel dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Welwitschia-Drive

ABER ZURÜCK AUF DIE PISTE!
2_welwitchia_drive.JPG

Die Vegetation hier in der Namib besteht hauptsächlich aus Flechten, die ihre Flüssigkeit über die Luft, also die Wolken und den Nebel aufnehmen, der von der Küste in die Wüste zieht.
3_welwitchia_drive.JPG

Von verschiedenen Aussichtspunkten hat man wenig später einen grandiosen Blick über die „Mondlandschaft“. Warum sie so genannt wird, ist uns sofort klar… 😉
4_mond.JPG

5_mond.JPG

Neben solchen Naturwundern können auch Relikte aus vergangenen Weltkriegstagen gesichtet werden. Die Reste eines südafrikanischen Truppenlagers mitten in der Wüste holt sich die Natur zwar stetig aber nur ganz, ganz langsam zurück…
6_ketten.JPG

7_ketten.JPG

8_gras_in_der_namib.JPG

Auf der weiteren Strecke kann man ein Doleritband bewundern, das deutlich langsamer verwittert, als das umliegende Gestein.
9_dolerit.JPG

Ein interessanter Anblick auch für „Geologie-Neulinge“ und außerdem auch gut, um die eigenen Superkräfte etwas zu trainieren… 😉
10_superkraft.JPG

TO BE CONTINUED
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
zuletzt bearbeitet 08. Nov. 2011