Hallo Sebastian, unter dem "Affenbaum" auf dem Ihaha waren wir auch. Auch bei uns waren sie die Polizei. Witzig wenn die ganze Manschaft am Abend nach und nach auf den Baum klettert. ...und morgens retour. LG Andrea
zur Abrundung der allseits beliebten Affengeschichten noch ein Foto von 3rd Bridge:
Pavian mit Leberwurstbaumfrucht.
Er hatte die Frucht trotz neun herumstehenden Menschen aus dem geöffneten Wagen geholt und verspeiste sie ungerührt über unseren Köpfen.
Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.
(Hans Magnus Enzensberger)
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200610. Mai 2011 · #23
öhm natürlich wird auf Paviane auch scharf geschossen ? Im ganzen Khomas Hochland zB sag ich mal. Sei es um sie in niedriger Zahl zu halten, oder um einen toten Körper als Pavianscheue aufzuhängen ...
SilleThemenstarter449 Beiträge · seit 201012. Mai 2011 · #24
Vielen Dank für all die an-/und aufregenden Hinweise und Geschichten! Ich möchte aber klarstellen, dass wir nicht vorhaben, irgendwen oder -was zu erschießen. Bislang hatte noch niemand aus meiner Familie je eine scharfe Waffe in der Hand und das behalten wir auch mal so bei! Aber eine Zwille zum Verteidigen unseres Futters kommt wohl mit.
vor Jahren als das Serondella Camp noch genutzt werden konnte, haben wir versucht, uns mit CS-Gas zu wehren. Man konnte die gesammte Fahrerkabine voll sprühen: es nutzte nix:(
Gruss Gernot
stobi_de325 Beiträge · seit 200613. Mai 2011 · #26
CS-Gas wird nicht wie Autan eingesetzt! 😄
Die Welt ist zu groß, um immer nur auf Straßen zu fahren
pollux1'675 Beiträge · seit 200714. Mai 2011 · #27
Die Zwille hat uns mal eher in Gefahr gebracht ...
Moremi, Third Bridge
Ein paar Paviane haben es geschafft, unser Müsli und Kekse in einem unbewachten Moment aus dem Canopy zu klauen; Verfolgung zwecklos.
Als am nächsten Tag die Affenbande wieder nach und nach vorbeizieht, holen wir unsre Zwille (erstmalig überhaupt) raus und schießen nur eine einzige getrocknete Erbse (aus dem Bohnensack) Richtung Affen. Einen Treffer bezweifeln wir wegen mangelnder Übung. Trotzdem hebt ein Weibchen ein Kreischen an. Und dann geht alles ganz schnell. Zwei große Pavian-Männchen stürzen her, zähnefletschend. Wir schaffen es gerade noch, ins Auto zu springen und die Türen zuzuziehen. Die beiden Affen springen gegen den Wagen, drücken den Außenspiegel nach innen, schlagen an die Scheiben und gebärden sich wie rasend. (Naja, sie müssen ja ihre Gruppe verteidigen.)
Das war unsere gefährlichste Situation jemals in unseren (28) Afrika-Reisen. Wir setzen jetzt lieber auf Gummischlangen als Abschreckung.
Viele Grüße Beatrix & Manfred
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
Hallo Ich habe mal gelesen, dass die Paviane einem als rangnieder taxieren, wenn man ihnen Futter überlässt, und das tut man ungewollt, wenn sie einem erfolgreich beklauen konnten. Ein ranghohes Tier würde scheints niemals einem rangniederen Familienmitglied das Futter überlassen, aber umgekehrt schon. Sie sind gegenüber uns Frauen so frech, weil sie wissen, dass wir den Männern (zumindest meistens) 😉 körperlich unterlegen sind. Es gilt als erwiesen, dass sie zwischen Männern und Frauen unterscheiden können.
Jaja, wir Frauen gehören in den Augen der Paviane wirklich zum schwachen Geschlecht. 🙁
Meine Frau sah sich vor drei Jahren auf Third Bridge, etwa 50m vom Auto entfernt, einem Baboon-Männchen gegenüber, welches sich ziemlich drohend aufrichtete. Sie hatte eine nicxht ganz kleinen Stock dabei und ging sofort mit erhobenem Stock auf das Vieh los, welches sich offensichtlich von dieser "Furchtlosigkeit" (in echt war das ganz anders 😮 ) beeindrucken ließ.
Am Northgate oder auch an anderer Stelle habe ich mich als "dominates Männchen" benommen und bin laut schreiend, gestikulierend und hüpfend mit Stock in der Hand auf die Baboons losgerannt, was einerseits jene zur Flucht, andrerseits meine Frau zu Lachanfällen veranlasst hat.
Eine Zwille haben wir immer dabei und auch kleine Metalkugeln, mit denen man besser zielen kann als mit Steinchen. Auch wenn der dann deutliche Aufprall nicht am Baboon stattfand, sondern neben ihn am Boden, beeindruckte das immer recht gut.
Aber wir haben auch schon frisch geschmierte Stullen und Äpfel eingebüsst, wozu 10 Sekunden Unaufmerksamkeit ausreichen.
Reinhard728 Beiträge · seit 200616. Mai 2011 · #32
Mal eine kleine Geschichte aus der Reihe: mein schönstes Erlebnis mit den Pavianen. Da mir bekannt war, dass die Tierchen zudringlich werden können, habe ich mir vor unserer Botswana-Reise im vergangenen Jahr eine Schleuder, einen Katapult, eine Zwille oder wie man das Ding immer nennen will, aus D mitgebracht.
Wir belegen unseren Platz auf dem Khwai Camp Site MK3 im Moremi GR unter einem alten Früchte tragenden Feigenbaum. Nach ein bis 2 Stunden kommt über die Brücke ein ganzer Paviantrupp gemächlich auf unserer Seite des Flusses geschlendert. Langsam, ganz zufällig, kommen sie näher, sozusagen, ein fröhliches Lied auf den Lippen, gaaanz harmlos. Ich beschließe, sie bis zur Grenze unseres Platzes vorzulassen. Ist so etwa 10 Meter entfernt und mit dicken Holzpflöcken markiert und greife mir schon mal ganz beiläufig die Schleuder, halte sie aber verdeckt. Dies ist unser Platz, nicht eurer. [foto: 30978] Man versammelt sich ganz harmlos an unserer Platzgrenze und ist mit eigentlich etwas ganz anderem beschäftigt. Alles ganz friedlich, vor allem Frauen und Kinder. Als der Eine oder Andere "unseren" Platz betritt, zeige ich ihm ganz entspannt die Schleuder, was schlagartig die Distanz um 20 Meter vergrößert. Das geht so eine ganze Weile. Die Versuche wiederholen sich. Einer düst am Wasser entlang auf die andere Seite unseres Platzes, was ich eigentlich verhindern wollte. Jetzt haben wir links und rechts welche. Ich bleibe auf meinem kommoden Campingsessel sitzen. 4 Impalas halten sich 5 Meter entfernt neben uns auf und sammeln heruntergefallene Feigen auf.
[foto: 30976]
Irgendwie kommen die Paviane immer dichter auf unseren Platz bis sich der Mutigste ein Herz fasst und in schnellen Sprüngen zum etwa 3 Meter entfernten Feigenbaum saust und hochflitzt. Nach und nach gelangen so 4 oder 5 auf den Baum und futtern Feigen. Jede zweite fällt herunter, so dass die unten gebliebenen, dicht neben uns, allerlei Süßes auf dem Boden finden. Erst da fällt bei uns der Groschen: die hatten Angst vor uns und wollten nur auf den Baum. Wir schauen uns vielleicht eine Stunde das zunehmend entspannte Treiben an: unter Pavianen und Impalas. Und eigentlich ist es alles ganz friedlich. Mütter zeigten ihre Kinder, [foto: 30975]
andere stopften sich, versonnen auf den Fluss schauend, eine Feige nach der anderen zwischen die Zähne.
[foto: 30977] Ich weiß, dass sie auch anders sein können, aber diese zwei Stunden waren ziemlich paradiesisch am Khwai. Irgend wann war das Gefuttere vorbei und sie verzogen sich wieder. Meine Schleuder hatte ich längs beiseite gelegt. Gruß Reinhard
jedes gute Anglergeschäft hat so was in den verschieden Ausführungen. Zählt nicht als Waffe und geht auch am Airport im großen Gepäck mit durch. Vor zwei Jahren hatten wir dies vorsichtshalber auch mit. Aber Gott sei Dank nicht gebraucht.
Einen Knüppel sollte man auf alle Fälle immer zur Hand haben und ihn aber richtig festhalten falls er mal zum Einsatz kommen sollte. Weil die Affen wissen ebenfalls damit umzugehen.😄
Viel Spaß Ryan
spediteur1190 Beiträge · seit 201017. Mai 2011 · #35
Guten Abend Im Protea Hotel, bei den Vic Falls ,gibt es eine eigene Mannschaft mit Schleudrn ausgerüstet!Nur sind die Meerkatzen so gevieft das es fast unmöglich ist Eine davon zu erwischen und beeindrucken waren Sie auch nicht.Mit Steinen auf Affen nützt wenig bis gar nicht.Am wirkungsvollsten ,beim Treffer ,erweist sich die 10 mm Musketenkugel. Ich habe immer eine Schleuder mit.Auch schon ,bei allzu lästigen Pavianen ,erfolg reich eingesetzt.Also ,dabeihaben schadet nicht und noch ein Rat ,ein wenig Training ,im Vorfeld ,ist von Nutzen. LG Walter Bei dem Typen nützt die beste Schleuder nichts.
''Am Northgate oder auch an anderer Stelle habe ich mich als "dominates Männchen" benommen und bin laut schreiend, gestikulierend und hüpfend mit Stock in der Hand auf die Baboons losgerannt, was einerseits jene zur Flucht, andrerseits meine Frau zu Lachanfällen veranlasst hat.''
So ähnlich hab ich das auch schon versucht: habe mich riesig groß gemacht und wild gebrüllt. Das hat die Pavianmänner so sehr beeindruckt, daß sie vor mir zurückwichen! Allerdings nur so lange bis sie merkten, daß ich nur ein Weibchen bin 😠 Ja, sie haben es nach ein paar Schrecksekunden erkannt...
Also stürmten sie wieder auf mich los 🤢 und als mein Freund zufällig um die Ecke kam - verschwanden sie sofort!!!
Was lernen wir daraus? Frau kann sich nicht als Mann 'verkleiden', frau muß einen echten Mann dabeihaben!
Viele Grüsse Heike
WAWakter105 Beiträge · seit 200918. Mai 2011 · #37
.... "Was lernen wir daraus? Frau kann sich nicht als Mann 'verkleiden', frau muß einen echten Mann dabeihaben!"