gglinkThemenstarter5'538 Beiträge · seit 200810. Nov. 2010 · #1Liebe Kenia-Kenner,
im Juli war ich ja zum ersten Mal im Masai-Mara-Park und es hat mir so gut gefallen, dass ich für 2012 wieder eine Reise dorthin plane. Als Dauer habe ich so an die 14 Tage gedacht und ich habe mir auch schon überlegt, was man in der Zeit machen kann, ohne dass das Ganze in Stress ausartet. Das sind die Eckpunkte:
Amboseli - Lake Naivasha - Mount Kenya-Region (Samburu) - Lake Nakuru und 4 Tage dann Crossingbeobachtungen am Mara. Danach entweder nach Hause oder noch eine Woche Badeurlaub am Indischen Ozean.
Ich habe schon einige preiswerte Angebote (was man in Kenia so preiswert nennt) von einheimischen Reiseveranstaltern vorliegen und zwar für alle Varianten - Camping, preiswerte Lodgen, Luxus. Jetzt überlege ich aber, ob ich das Ganze nicht für unsere Gruppe selbst buchen kann. Wer ist von Euch schon einmal als Selbstfahrer in Kenia gewesen und kennt einen seriösen Autovermieter, der auch Fahrzeuge mit Pop-Up-Dach vermietet? Welche Bestimmungen muss man bei der Anmietung von Autos beachten? Gibt es überall ausreichend Tankstellen? Welchen Wagen würdet Ihr für 6 bis 7 Personen vorschlagen? Im Juli hatten wir einen Landcruiser und ich denke, dass dies auch bei den dortigen Straßenverhältnissen und bei den Tierbeobachtungen durchaus angebracht ist. Was sagt Ihr zu den Eckpunkten der von mir angedachten Route? Ich weiß, es fehlen noch die Tsavo-Parks, aber ich dachte mir, dass der Amboseli mit Blick auf den Kilimandscharo sicherlich ausreichend ist.
Ihr seht, Fragen über Fragen und ich wäre Euch für Eure Hilfe sehr dankbar.
Ganz liebe Grüße von der heute eher trüben Atlantikküste
Gerd
stobi_de325 Beiträge · seit 200610. Nov. 2010 · #2Na, dann haun mer mal in die Tasten.
Erstmal vorweg: der Migrationbeginn dieses Jahr war extrem früh. Plane mal für Ende August, Anfang September.
Deine Reise: ist für 14 Tage schon recht umfangreich.
Ich würde mich auf 3-4 Ziele beschränken.
Ich war länger nicht in Amboseli und weiß nicht, ob die sich von der Dürre vor 2 Jahren erholt haben, sollte aber jmd. hier wissen. Wenn ja, würde ich Dir als Ziele empfehlen: Mara, Amboseli, Nakuru, Bogoria & Lake Baringo.
Eine komplette Selbstorganisation ist nicht wirklich schwierig, nur die ganzen Leute unter einen Hut bringen schon eher.
Wenn Du 6-7 Personen in EIN Auto quetschen willst, bleibt nur ein umgebauter Landcruiser oder notfalls auch ein Landrover (hallo Birgitt 😄 ). Meines Wissens nach (aber das ist mit Mietwagen nicht so viel), gibt es die aber nicht an Private zu vermieten. Und grundsätzlich halte ich nicht so viel von den Umbauten, Geländegängigkeit und Zuverlässigkeit gehen flöten durch Gewicht und Größe.
Freunde Dich also schonmal mit dem Gedanken an, 2 Autos zu mieten.
Dachzelt ist in Ostafrika eher selten, gibts aber bei Sunworld zu mieten. Der Laden ist zuverlässig, aber EXTREM teuer. Daneben gibt es noch Läden wie Roving Rovers und Crusing Cruisers, auch Budget, oder viele Kleinanbieter mit sehr wechselhafter Zuverlässigkeit.
Bodenzelte haben durchaus Vorteile, wenn man mehr als einen Tag an einem Ort bleibt und nicht durchs Land hetzt.
Vorbuchen mache ich NIEMALS. Wenn man ein Zelt dabei hat, geht es immer. Man muss nur schaun, dass man nicht ständig übers Ohr gehauen wird. Ist in Ostafrika fast schon Sitte!
Wenn Deine Pläne da näher gereift sind, kann Dir Birgitt oder auch Ich gewiss noch einiges zu schreiben (Adressen von Unterkünften, bezahlbaren guten Lodgen, Campsites in der Pampa...)
Frank
Die Welt ist zu groß, um immer nur auf Straßen zu fahren
TRTraumreisende35 Beiträge · seit 200910. Nov. 2010 · #3Hallo Gerd!
Wir (2 Personen) waren letztes Jahr über Weihnachten für 10 Tage als Selbstfahrer in Kenia (Naivasha, Nakuru, Masai Mara).
Wir hatten einen (uralten) Range Rover von Erikson Rover Safaris. Wir waren zwar skeptisch, aber wir hatten zum Glück keine Probleme mit dem Wagen. Der Wagen war allerdings nur für 3 - max. 4 Personen geeignet. Auf der Rückbank hinter dem Fahrersicht stand der Kühlschrank. Ansonsten hatten wir hinten ein Dachzelt und vorne eine Dachlucke.
Bei Sunworld Safaris gibt es soweit ich weiß jüngere Fahrzeuge, dafür auch teurer.
Tankstellen sollten kein Problem sein. Wir haben halt im Zweifelsfall schon wieder vollgetankt, obwohl noch gar nicht viel fehlte.
Wenn du noch Fragen bzgl. Campsites in der Mara oder im Nakuru hast, kann ich dir ev. noch weiterhelfen.
Liebe Grüße,
Barbara
Topobär5'479 Beiträge · seit 200910. Nov. 2010 · #4
gglinkThemenstarter5'538 Beiträge · seit 200810. Nov. 2010 · #5Hallo Zusammen,
die für das Forum bekannte Geschwindigkeit bei den ersten Antworten ist mal wieder übertroffen worden. Danke erst mal für die schnellen Antworten.
@ stobi: Ich weiß, dass das Crossing früh war und ich sammle wegen des Termins noch immer Informationen. Fahren wir halt im August. Wir planen ja schon sehr früh. Ansonsten schaue ich mir die Route noch mal an. Denn es soll ja Urlaub sein, keine Flucht.
@ Traumreisende: Wenn ich mit meinen Freunden klar bin, was wir machen (Camping oder Lodges, Selbstfahren oder Gefahren werden), melde ich mich mit meinen Fragen.
@Topobär: Mit der etwas unrunden Streckenführung hast Du Recht. Tsavo hatte ich weggelassen, weil wir mehr Zeit im Masai Mara NP haben wollen. Denn das Crossing ist ein solches Erlebnis gewesen, dass wir lieber 2 Nächte länger dort bleiben werden. Aber ich werde Deinen Routenvorschlag auf jeden Fall in Erwägung ziehen. Das mit den Bade- und (Angel-)Tagen habe ich nämlich auch im Hinterkopf.
Danke an Alle und liebe Grüße von der Atlantikküste, die gerade wieder im strahlenden Sonnenschein liegt
Gerd
bilo287 Beiträge · seit 200911. Nov. 2010 · #6Hallo Gerd,
ich habe dir ja schon an anderer Stelle meine Ideen geschrieben.
Nur hierzu noch ergänzend:
Stobi: Wenn ja, würde ich Dir als Ziele empfehlen: Mara, Amboseli, Nakuru, Bogoria & Lake Baringo.
Da kann ich mich Franks Vorschlag nur anschließen oder Amboseli weglassen und statt dessen Samburu / Mount-Kenya-Area einplanen. Amboseli dann nur noch, wenn ihr auch zur Küste fahrt und davon ein paar Tage zu Gunsten von Amboseli abtretet.
Stobi: Wenn Du 6-7 Personen in EIN Auto quetschen willst, bleibt nur ein umgebauter Landcruiser oder notfalls auch ein Landrover (hallo Birgitt ).
@Gerd: Nimm den Landrover Defender 135!!!
😄 Damit kommst du immer durch!
Wenn ihr richtig schöne Badetage ohne Pool, Beachboys etc. machen wollt, evtl. tauchen, schnorcheln, angeln kann ich euch Mwazaro Beach auf der Halbinsel Shimoni wärmstens ans Herz legen. Einen Bericht darüber findest du unter
Where God makes HolidaysMit schönen Campinggrounds können wir ganz sicher weiterhelfen.
Schöne Grüße
Birgitt
Erika2'338 Beiträge · seit 200711. Nov. 2010 · #7Hallo
Na, da bin ich aber freudig überrascht, dass es die Mwazaro Lodge und den Hans noch gibt. Wir haben dort im Februar 2002 einige Tage campiert und der Typ mit seinen unglaublichen Geschichten ist uns bis heute nicht mehr aus dem Sinn gegangen. Wirklich ein wunderbarer Platz mit der besten Küche von ganz Kenia.
Grüessli Erika
Topobär5'479 Beiträge · seit 200911. Nov. 2010 · #8Nur die Portionen waren für meinen gesegneten Appetit leider viel zu klein.
Erika2'338 Beiträge · seit 200711. Nov. 2010 · #9Nur die Portionen waren für meinen gesegneten Appetit leider viel zu klein.
Komisch, auf deinen Bildern siehst du gar nicht so verfressen aus. 😄
Topobär5'479 Beiträge · seit 200911. Nov. 2010 · #10Erika schrieb:Nur die Portionen waren für meinen gesegneten Appetit leider viel zu klein.
Komisch, auf deinen Bildern siehst du gar nicht so verfressen aus. 😄
Viel Sport!
Horse_whisperer658 Beiträge · seit 200711. Nov. 2010 · #11Topobär schrieb:Erika schrieb:Nur die Portionen waren für meinen gesegneten Appetit leider viel zu klein.
Komisch, auf deinen Bildern siehst du gar nicht so verfressen aus. 😄
Viel Sport!
kauen,kauen, kauen, kauen,
is ja auch Sport, oder ??
hihihihi
bilo287 Beiträge · seit 200911. Nov. 2010 · #12Nur die Portionen waren für meinen gesegneten Appetit leider viel zu klein.
Ist eigentlich kein Problem. Auf Verlangen gibt's doch auch Nachschlag und sogar zwei, drei... 😄
Schöne Grüße
Birgitt
Ruaha167 Beiträge · seit 200912. Nov. 2010 · #13Hallo gglink,
wenn Du in Mombasa landest passt Amboseli in die Route - ansonsten gebe ich meinen Vorrednern recht! Amboseli hat natürlich den Charme, dass Ihr den Kilimanjaro seht und das kann mit einer Herde Elefanten davor ein grandioser Anblick sein. 😁
Und wenn Du von MBA aus startest würde ich den Tsavo mit einbauen (statt Samburu).
Für 14 Tage finde ich Deine Tour allerdings wirklich sportlich - vorallem wenn Du den Klammerzusatz mit Samburu ernst meinst ... der liegt ziemlich viel weiter nördlich vom Mt. Kenya und die Strassen spätestens ab Isiolo lassen nur ein gemütliches Tempo zu!
Ich würde auch den Samburu NP opfern. Er ist traumhaft - aber für 14 Tage etwas knapp. Zumal Du dann mind. 2 volle Tage dort bleiben solltest, damit sich die Anreise gelohnt hat.
Naivasha (Bootstour und Hells Gate NP) und Nakuru NP (Game drive) würde ich jeweils höchstens einen vollen Tag geben. Bogoria und/oder Baringo wären in der Tat eine weitere Erwägung wert. Wobei diese beiden Seen schon recht abgelegen liegen und m.E. für Ersttäter-Selbstfahrer nicht zur ersten Wahl stehen.
MBA -> Tsavo -> Amboseli -> Nairobi -> Nakuru -> Aberdares -> Naivasha -> Mara -> Nairobi wäre m.E. gerade machbar in 14 Tagen.
Die Aberdares hätten die Besonderheit, dass Ihr neben Steppenlandschaft auch üppige Bergflora und -fauna einbaut und einen Blick auf den Mt. Kenya erhaschen könnt.
VG
Ruaha
Eto557 Beiträge · seit 200913. Nov. 2010 · #14Hallo und guten Tag Gerd,
unsere Keniareisen in den frühen 90iger Jahren waren sehr beeindruckend. Ein ganz tolles Land mit einer großartigen Natur und freundlichen Menschen. So ab 1995 steigerte sich die Kriminalität und die innenpolitischen Spannungen. Als Alternative haben wir dann Namibia gewählt.
Aktuelle Empfehlungen zu Deiner geplanten Reise kann ich nicht geben. Unsere Selbstfahrertouren waren 1991 und 1994. Die Lodges waren vorgebucht. Die Fahrzeuge kamen von Pollman Safari, Isuzu Trooper und Mitsubishi Pajero, jeweils mit Dachluke.
Eckpunkte der
1. Reise (4 Pers.): Flug FFM - Mombasa + Inlandsflug Mombasa - Nairobi, Übernahme Mietwagen, Masai Mara - Nakurusee - Bogoriasee - Baringosee - Maralal NP - Samburu NP - Meru NP - Nairobi = 14 Tage, Nachtzugfahrt nach Mombasa, 1 Woche Strandurlaub, Tagesausflug mit Mietwagen in den Shimba-Hill-NP.
2. Reise (3 Pers.): FFM - Nairobi, Übernahme Mietwagen, Masai Mara 12 Tage - Nakuru - Überquerung Aberdares - Nyeri - Samburu u. Shaba NP - Nairobi = 21 Tage.
Beide Touren sind allen Beteiligten auch nach so vielen Jahren noch in bester Erinnerung.
Vielleicht kann ich Dir hiermit ein paar Anregungen für die weitere Planung geben.
Herzliche Grüße
Eto
gglinkThemenstarter5'538 Beiträge · seit 200813. Nov. 2010 · #15Hallo Zusammen,
vielen, vielen Dank. Eure Anregungen und konkreten Routenvorschläge haben mich riesig gefreut. Das muss ich jetzt erst mal alles in Ruhe verarbeiten und dann mich mit meinen Mitfahrern abstimmen. @Ruaha und Eto - ich werde mir Eure konkreten Routenvorschläge mal ansehen und wenn ich noch Fragen habe, komme ich auf Euch zurück. Jetzt erst noch einmal vielen Dank und
ganz besonders liebe Grüße von der gerade nicht so sonnigen Atlantikküste
Gerd
Makende9 Beiträge · seit 201029. Nov. 2010 · #16Topobär schrieb:
Ich würde empfehlen:
1.Tag: Nairobi - Lake Naivasha
2.Tag: Hell Gate Nationalpark
3.Tag: Vom Lake Naivasha durch den Aberdare Nationalpark nach Nyeri und weiter nach Samburu
4.-5.Tag: Samburu
6.Tag: Samburu - Lake Nakuru
7.Tag: Lake Nakuru
8.Tag: Lake Nakuru - Masai Mara
9.-12.Tag Masai Mara
13.Tag: Masai Mara - Amboseli
14.Tag: Amboseli
15.Tag: Amboseli - Tsawo West
16.Tag: Tsawo West
17.Tag: Tsawo West - Mombasa
.
Obiges Programm hört sich zwar gut an, ist aber total überfrachtet! 3. Tag 'Lake Naivasha durch Aberdare NP nach Samburu'. DAS IST VIEL ZU WEIT! Und ganz abgesehen davon für die Aberdares zu schade, d.h. man sollte mindestens eine Nacht in den Aberdares bleiben. Selbst die Strecke von den Aberdares über Nyeri, Nanyuki und Isiolo ist für eine "Tagesfahrt" an der Grenze des Machbaren.
Ähnliches gilt für den 13. Tag: Mara - Amboseli. Nach Nairobi sinds von der Mara schon mal 250 km = 5 bis 6 Stunden. Von Nairobi über Athi River nach Namanga weitere 170 km und von Namanga auf einer rauhen Strasse in den Amboseli noch einmal 85 km. Das macht keinen Spass - schon gar nicht, wenn man sich nicht stressen lassen will.
Kommt hinzu, dass die Strassen- und Witterungsverhältnisse sich innerhalb Tagen ändern können - und meistens nicht zum Besseren.
FAZIT: Weniger ist mehr.