Hallo Namibiafreunde,
wir sind seit einem Monat (April 2010) zurück aus Namibia und haben unter anderem den Van Zyl`s Pass, die Überquerung vom Marienflusstal über die Hartmannberge in das Hartmanntal und zu guter Letzt den Messum Krater befahren. Wir sind schon viele Male in Namibia mit 4x4 Autos unterwegs gewesen, aber diesmal wollten wir den „Pass“ bezwingen.
Die erstgenannte Strecke über den Van Zyl`s Pass haben wir von Opuwo Richtung Okongwati ( es gibt dort die Möglichkeit Diesel und Benzin zu bekommen) auf der C 43 befahren. Knapp vor Okongwati in der Nähe des Flughafens mussten wir eine ¾ Stunde bei einer Wasserfurt warten (es kamen dort drei Sturzbäche zusammen) bis sich der reißende Strom wieder beruhigt hat, da es leider davor sehr stark geregnet hatte.
Die Strecke von Okongwati bis Otjitanda auf der D 3703 ist sehr anspruchsvoll und vor Otjitanda ist diese in einem sehr schlechten Zustand der nur mit Einweisen zu bewältigen ist.
Dann kommt die Abzweigung zum „Van Zyl´s Pass summit“ der wirklich nur von Ost nach West zu befahren ist und das auch nur im trockenen Zustand und nicht bei Regen. Wer immer behauptet das kann auch von der anderen Richtung befahren werden, da bin ich mir nicht ganz so sicher dass das funktioniert! Gott sei Dank waren wir da im Trockenen unterwegs, da gleich zu Beginn der „Passabfahrt“ das zweite 4x4 Auto (Toyota Landcruiser mit Dachzelt) bei einem schräg liegenden Felsen aufgesessen ist und sich weder vor noch zurück bewegen ließ. Wir haben ganz einfach das Abschleppseil bei beiden Fahrzeugen angehängt und so sich aus dieser misslichen Situation heraus gerettet. Der Schreck war groß aber nicht lebensgefährlich. Die Nacht am Van Zyl`s Pass haben wir beim ersten Picnic spot der sich angeboten hat eingelegt und wurden mit einem Sternenhimmel belohnt der seines Gleichen sucht. Die schwierigen Passagen wurden nur vom Fahrer alleine im Auto bewältigt, währenddessen die Mitfahrer diese Abschnitte zu Fuß gingen. Das Abendessen beim Lagerfeuer haben wir so richtig genossen und uns schon auf den nächsten Tag gefreut. Für dieses Strecke von Opuwo bis hierher haben wir ca. 10 Stunden benötigt wobei mehrere Stopps bei Himbas und wunderschönen Landschaften eingelegt wurden.
Am nächsten Tag ging es dann gleich wieder richtig zur Sache. Mit viel Einweisen und behutsamer Fahrt in Schrittgeschwindigkeit (donkey drive) über schräge Felsabfahrten und natürlich viele, viele Abschnitte mit großen Geröllsteinen und mit Schieflagen haben wir es dann bis ans Ende des Van Zyl`s Passes „geschafft“. Aber nicht im negativen Sinn sondern es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht diesen Pass zu befahren. Große Konzentration bei den Fahrern und ein richtiges Einweisen ist schon der Garant dafür, dass jedes Fahrzeug nicht vom Weg abkommt und auf dem Fahrweg ohne Schaden richtig hinunterkommt.
Der Blick in das Marienflusstal ist wunderschön, zumal wir in der Regenzeit unterwegs waren hat alles geblüht und die Strecke zum Camp Syncro haben wir diesmal im Grünen befahren können.
Der nächste Abschnitt zum Hartmanntal über den Hartmannberg war auch eine kleine Herausforderung für Auto und Mensch. Wir haben die Strecke im südlichen Bereich der Hartmannberge gewählt welche an der „alten Mine“ vorbeiführt. Auch mussten mehrmals die Autos eingewiesen werden, da auch diese Strecke mit hohen Felstreppen und Geröll zu bezwingen war. Die GPS Daten dazu haben wir hier im Forum gefunden und waren diesbezüglich sehr dankbar. Die Weiterfahrt im Hartmanntal wurde in Richtung „blue drum“ vorgenommen. Die Strecke ist so wie der Van Zyl`s Pass nichts für „Namibia Ersteinsteiger“ aber mit viel Fingerspitzengefühl zu bewältigen.
Die Anfahrt zum Messum Crater von Cape Cross, auch hier haben wir die GPS Punkte im Forum gefunden, war eine sehr leicht zu bewältigende Strecke. Die Nacht im Crater war auch hier ein „Traum“, nicht nur wegen der Stille auch wiederum wegen des grandiosen Sternenhimmels. Die Fahrt hinaus war dann schon etwas mühevoller, da die scharfen spitzen schwarzen Lavasteine eine vorsichtige Fahrt verlangten und eine sehr steile tiefsandige Passage im Nordosten Richtung Brandberg uns zum Umkehren zwang. Der Umweg um diesen Berg wurde aber leicht gefunden, sodass wir ohne Reifenschaden über die D 2324 und in weiterer Folge über die C 36 in Richtung Küste/Henties Bay gefahren sind.
Resümee:
„Erstankömmlinge“ in Namibia ohne Off Road Erfahrung sollten den Van Zyl`s Pass meiden. Mit dem Überleben haben wir nicht gekämpft, aber großen Respekt sollte man schon an den Tag legen. Auch sollte der Pass mit mindestens zwei Fahrzeugen befahren werden.
Weiters hatten wir ein SAT Handy dabei, da es im Kaokoland keine normale Telefonverbindung gibt.
Die Tracks4Africa-Karte war für uns eine große Hilfe, auch hatten wir Spezialkarten im Namibiana Buchdepot online gekauft.
Liebe Grüße aus Wien
wir sind seit einem Monat (April 2010) zurück aus Namibia und haben unter anderem den Van Zyl`s Pass, die Überquerung vom Marienflusstal über die Hartmannberge in das Hartmanntal und zu guter Letzt den Messum Krater befahren. Wir sind schon viele Male in Namibia mit 4x4 Autos unterwegs gewesen, aber diesmal wollten wir den „Pass“ bezwingen.
Die erstgenannte Strecke über den Van Zyl`s Pass haben wir von Opuwo Richtung Okongwati ( es gibt dort die Möglichkeit Diesel und Benzin zu bekommen) auf der C 43 befahren. Knapp vor Okongwati in der Nähe des Flughafens mussten wir eine ¾ Stunde bei einer Wasserfurt warten (es kamen dort drei Sturzbäche zusammen) bis sich der reißende Strom wieder beruhigt hat, da es leider davor sehr stark geregnet hatte.
Die Strecke von Okongwati bis Otjitanda auf der D 3703 ist sehr anspruchsvoll und vor Otjitanda ist diese in einem sehr schlechten Zustand der nur mit Einweisen zu bewältigen ist.
Dann kommt die Abzweigung zum „Van Zyl´s Pass summit“ der wirklich nur von Ost nach West zu befahren ist und das auch nur im trockenen Zustand und nicht bei Regen. Wer immer behauptet das kann auch von der anderen Richtung befahren werden, da bin ich mir nicht ganz so sicher dass das funktioniert! Gott sei Dank waren wir da im Trockenen unterwegs, da gleich zu Beginn der „Passabfahrt“ das zweite 4x4 Auto (Toyota Landcruiser mit Dachzelt) bei einem schräg liegenden Felsen aufgesessen ist und sich weder vor noch zurück bewegen ließ. Wir haben ganz einfach das Abschleppseil bei beiden Fahrzeugen angehängt und so sich aus dieser misslichen Situation heraus gerettet. Der Schreck war groß aber nicht lebensgefährlich. Die Nacht am Van Zyl`s Pass haben wir beim ersten Picnic spot der sich angeboten hat eingelegt und wurden mit einem Sternenhimmel belohnt der seines Gleichen sucht. Die schwierigen Passagen wurden nur vom Fahrer alleine im Auto bewältigt, währenddessen die Mitfahrer diese Abschnitte zu Fuß gingen. Das Abendessen beim Lagerfeuer haben wir so richtig genossen und uns schon auf den nächsten Tag gefreut. Für dieses Strecke von Opuwo bis hierher haben wir ca. 10 Stunden benötigt wobei mehrere Stopps bei Himbas und wunderschönen Landschaften eingelegt wurden.
Am nächsten Tag ging es dann gleich wieder richtig zur Sache. Mit viel Einweisen und behutsamer Fahrt in Schrittgeschwindigkeit (donkey drive) über schräge Felsabfahrten und natürlich viele, viele Abschnitte mit großen Geröllsteinen und mit Schieflagen haben wir es dann bis ans Ende des Van Zyl`s Passes „geschafft“. Aber nicht im negativen Sinn sondern es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht diesen Pass zu befahren. Große Konzentration bei den Fahrern und ein richtiges Einweisen ist schon der Garant dafür, dass jedes Fahrzeug nicht vom Weg abkommt und auf dem Fahrweg ohne Schaden richtig hinunterkommt.
Der Blick in das Marienflusstal ist wunderschön, zumal wir in der Regenzeit unterwegs waren hat alles geblüht und die Strecke zum Camp Syncro haben wir diesmal im Grünen befahren können.
Der nächste Abschnitt zum Hartmanntal über den Hartmannberg war auch eine kleine Herausforderung für Auto und Mensch. Wir haben die Strecke im südlichen Bereich der Hartmannberge gewählt welche an der „alten Mine“ vorbeiführt. Auch mussten mehrmals die Autos eingewiesen werden, da auch diese Strecke mit hohen Felstreppen und Geröll zu bezwingen war. Die GPS Daten dazu haben wir hier im Forum gefunden und waren diesbezüglich sehr dankbar. Die Weiterfahrt im Hartmanntal wurde in Richtung „blue drum“ vorgenommen. Die Strecke ist so wie der Van Zyl`s Pass nichts für „Namibia Ersteinsteiger“ aber mit viel Fingerspitzengefühl zu bewältigen.
Die Anfahrt zum Messum Crater von Cape Cross, auch hier haben wir die GPS Punkte im Forum gefunden, war eine sehr leicht zu bewältigende Strecke. Die Nacht im Crater war auch hier ein „Traum“, nicht nur wegen der Stille auch wiederum wegen des grandiosen Sternenhimmels. Die Fahrt hinaus war dann schon etwas mühevoller, da die scharfen spitzen schwarzen Lavasteine eine vorsichtige Fahrt verlangten und eine sehr steile tiefsandige Passage im Nordosten Richtung Brandberg uns zum Umkehren zwang. Der Umweg um diesen Berg wurde aber leicht gefunden, sodass wir ohne Reifenschaden über die D 2324 und in weiterer Folge über die C 36 in Richtung Küste/Henties Bay gefahren sind.
Resümee:
„Erstankömmlinge“ in Namibia ohne Off Road Erfahrung sollten den Van Zyl`s Pass meiden. Mit dem Überleben haben wir nicht gekämpft, aber großen Respekt sollte man schon an den Tag legen. Auch sollte der Pass mit mindestens zwei Fahrzeugen befahren werden.
Weiters hatten wir ein SAT Handy dabei, da es im Kaokoland keine normale Telefonverbindung gibt.
Die Tracks4Africa-Karte war für uns eine große Hilfe, auch hatten wir Spezialkarten im Namibiana Buchdepot online gekauft.
Liebe Grüße aus Wien