SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201309. Juli 2026 ·
Hella schrieb:Eure Reise weckt Erinnerungen. Wir waren vor einigen Jahren in Aus auch im gleichen Chalet, haben die gleiche Wanderung gemacht, uns über die üppigen Portionen gewundert und gefreut ... nur an die Maus kann ich mich nicht erinnern. Wundervolle Gegend. Macht Lust noch mal zurückzukehren.
Liebe Hella,
wie schön, dass beim Lesen so viele Erinnerungen hochkommen! Lustig, dass wir so viele gleiche Erlebnisse hatten – nur die Maus scheint ein exklusiver Bonus für uns gewesen zu sein 😈 Die Gegend hat uns auch total begeistert. Ich kann gut verstehen, dass sie Lust auf eine Rückkehr macht.
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201309. Juli 2026 ·
Montag, 04. Mai 2026 – Durch die Namib zur Desert Homestead Lodge
Nach einer ruhigen Nacht wurden wir gegen 8 Uhr wach, frühstückten noch einmal in aller Ruhe und packten anschließend unsere Sachen. Gegen 10 Uhr verabschiedeten wir uns von Roland und Hannah, bezahlten unsere Rechnung und machten uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel.
Fazit Fest Inn Fels
Die Fest Inn Fels Lodge gehört für uns zu den schönsten Unterkünften der Reise. Die spektakuläre Lage zwischen den Felsen, die liebevoll gestalteten Chalets und die familiäre Atmosphäre haben uns sofort begeistert. Besonders Roland und Hannah haben mit ihrer herzlichen und gleichzeitig angenehm unaufdringlichen Art dafür gesorgt, dass wir uns rundum wohlgefühlt haben.
Das Essen war durchwegs hervorragend und die Farmrundfahrt mit Roland ein absolutes Highlight. Sie hat uns nicht nur die wunderschöne Landschaft, sondern auch die Geschichte der Region nähergebracht.
Der einzige kleine Kritikpunkt ist das offene Badezimmer, da Toilette und Dusche direkt im Zimmer integriert sind. Für Familien ist das kein Problem, wenn man mit Freunden oder Bekannten reist, könnte es aber etwas unangenehm sein.
Insgesamt ist die Fest Inn Fels Lodge für uns eine absolute Empfehlung – landschaftlich eine glatte 12 von 10 und ein Ort, an den wir jederzeit gerne zurückkehren würden 😘
Zunächst ging es wieder über die lange Farmzufahrt und anschließend weiter auf der D707 Richtung Norden. Zu unserer Freude entdeckten wir noch einmal ein Rudel Löffelhunde – vermutlich sogar dieselben wie auf der Hinfahrt. Später wechselten wir auf die C27 und fuhren über Betta weiter Richtung Sossusvlei.
Die C27 war mit Abstand die schlechteste Straße, die wir bisher gefahren sind. Viel Wellblech, tiefe Spurrillen und ordentlich Gerüttel machten die Fahrt teilweise ziemlich anstrengend. Dafür wurden wir wieder mit einer traumhaften Landschaft und riesigen Zebraherden am Straßenrand belohnt.
Gegen 13:30 Uhr erreichten wir die Desert Homestead Lodge. Die Lodge liegt direkt an der C19 und machte sofort einen sehr guten Eindruck. Unser Chalet war richtig gemütlich und bot einen schönen Ausblick. Außerdem gibt es zwei Pools und ein sehr schönes Restaurant mit Bar.
Den Nachmittag verbrachten wir entspannt am Pool. Es war angenehm warm und sogar Getränke und der Nachmittagssnack wurden direkt an die Liegen gebracht. Die Lodge war deutlich voller als unsere vorherigen Unterkünfte, trotzdem war die Atmosphäre sehr angenehm.
Zum Abendessen frischte der Wind allerdings kräftig auf und es wurde nach Sonnenuntergang überraschend kühl. Unser Tisch auf der Terrasse lag ziemlich exponiert im Wind, sodass sogar die Tischdekoration davonflog. Zum Glück bekamen wir auf Nachfrage sofort einen geschützteren Platz zugewiesen, an dem wir den Abend ganz entspannt genießen konnten.
Das Essen war wieder sehr lecker: Spinatroulade als Vorspeise, Kingklip mit Gemüse für uns, selbstgemachte Fischstäbchen mit Pommes für Sophia und zum Dessert eine Pfirsichtarte mit Sahnecreme. Dazu ein gutes Glas Wein – ein schöner Abschluss des Tages, bevor wir müde ins Bett fielen.
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201312. Juli 2026 ·
Dienstag, 5. Mai 2026 – Ein Tag zum Entschleunigen
Heute Morgen sind wir kurz vor 8 Uhr mit diesem Ausblick aufgewacht...
...und zum Frühstück gegangen. Das Frühstück war insgesamt etwas zwiespältig. Positiv waren die vielen Extras wie frische Smoothies, belegte Bagel, Pfannkuchen und sogar Boerewors zum Frühstück. Weniger begeistert waren wir allerdings vom Brotbuffet. Dort stritten sich unzählige kleine Vögel um das Brot. Zwar lagen Servietten darüber, die Vögel hatten aber längst gelernt, diese herunterzuziehen und sich am Buffet zu bedienen. Als ich eine Serviette anhob, lag darunter nur noch ein halbes Croissant, weil der Rest bereits weggepickt worden war 🤢 Die Mitarbeiter verscheuchten die Vögel zwar immer wieder, wirklich geholfen hat das aber nicht. Mit einer einfachen Abdeckung aus Glas oder Kunststoff ließe sich das Problem leicht lösen. Brot hat deshalb von uns an diesem Morgen niemand gegessen 😵
Nach dem Frühstück gingen wir zur Rezeption. Sophia suchte eine Postkarte für ihre Freundin aus und wir meldeten uns für die Sundownerfahrt am Nachmittag an. Außerdem ließen wir uns einen kleinen Spazierweg auf dem Gelände empfehlen. Obwohl die Sonne schien, wehte ein eisiger Wind, sodass wir die kühlen Morgenstunden für einen Spaziergang nutzen wollten.
Der etwa zwei Kilometer lange Walking Trail führt auf einen kleinen Hügel neben der Lodge. Die Wanderung ist keine große Herausforderung und nach rund 45 Minuten waren wir schon wieder zurück. Der Ausblick von oben lohnt sich aber auf jeden Fall.
Anschließend schauten wir noch bei den Pferden vorbei. Gerade wurde ein weißes Pferd trainiert und wir wurden eingeladen, uns gemeinsam mit Sophia die Ställe anzusehen. Dort lebt auch ein zahmes Zebra, das vor vielen Jahren verletzt aufgenommen wurde. Ein Mitarbeiter erzählte uns schmunzelnd, das Zebra halte sich inzwischen wohl selbst für ein Pferd. Es war unglaublich zutraulich und ließ sich sogar streicheln – für Sophia natürlich ein echtes Highlight.
Den restlichen Tag verbrachten wir am Pool. Eigentlich wollten wir entspannen und lesen, während Sophia den ersten Harry-Potter-Band als Hörbuch hörte. Allerdings war es trotz Sonnenschein erstaunlich kühl. Sobald der Wind nachließ, wurde es angenehm warm, doch die meiste Zeit wickelte sich Sophia in Handtücher ein und ich zog irgendwann sogar wieder Hose und T-Shirt an.
Mittags bestellten wir uns einen wirklich leckeren Salat mit Avocado und Biltong, für Sophia gab es ein getoastetes Schinken-Käse-Sandwich. Bis etwa 16 Uhr blieben wir noch am Pool, bevor wir uns für die Sundownerfahrt fertig machten.
Die Fahrt unternahmen wir gemeinsam mit unserem Guide Salomon. Wir hatten Glück und waren die einzigen Gäste. Auch während der Fahrt war es ziemlich kalt, aber wir waren gut eingepackt. Tierisch war diesmal nicht allzu viel los – in der Ferne entdeckten wir zwei Strauße sowie einige Zebras und Oryx. Durch das viele Gras verteilen sich die Tiere momentan einfach über ein riesiges Gebiet. Dafür erzählte uns Salomon wieder einiges über Webervögel und verschiedene Pflanzen. Landschaftlich war die Gegend einfach traumhaft.
Der Höhepunkt kam zum Schluss: Auf einem Aussichtshügel warteten bereits Stühle und ein gedeckter Tisch für den Sundowner. Lustig war, dass wir bei der Buchung jeder gleich drei Getränke auswählen mussten, obwohl wir gar nicht so viel trinken wollten. Während Salomon alles vorbereitete, stiegen wir noch ein kleines Stück höher auf eine Düne.
Später unterhielten wir uns mit ihm über seine Familie und seine Arbeit als Guide. Es war ein richtig nettes Gespräch und der Sonnenuntergang mit dem Rundumblick einfach wunderschön.
Auf der Rückfahrt begegneten wir noch einmal dem zahmen Zebra Spotty, bevor wir direkt zum Abendessen gingen. Wegen des kalten Winds wurde diesmal drinnen serviert. Sophia bekam ein Hühnchenschnitzel mit Kartoffelbrei, für uns gab es eine Spargelsuppe mit Zitrone und Käse als Vorspeise, anschließend ein Rinderfilet, das für uns bisher das beste Fleisch der gesamten Reise war. Zum Abschluss wurde ein Oreo-Cheesecake serviert, der deutlich besser schmeckte, als der Name zunächst vermuten ließ 🤪
Nach dem Essen saßen wir noch kurz an der Bar und spielten mit Sophia eine Runde UNO. Dadurch wurde es heute etwas später als sonst, bis wir schließlich zufrieden ins Bett fielen.
Eure Reise entspricht so ziemlich unseren Vorstellungen, sowohl bezüglich der Reisezeit als auch Landschaft und Natur. Sie weckt Erinnerungen - wie auf Duwisib und Fest in Fels, sowie Sehnsüchte, wo wir gerne nochmals oder neu besuchen würden. Daher interessieren mich natürlich die Erfahrungen so mancher Lodge, die auf meiner Excel-Liste stehen, besonders. Auch wir haben auf unserer ersten Reise 2023 ein sehr nettes Paar aus Rosenheim kennengelernt, mit denen wir uns wunderbar unterhalten haben. Wir haben uns dann unterwegs nochmals wieder getroffen, dann aber leider aus den Augen verloren. Vielen Dank für das Teilen Eurer Erlebnisse mit Bericht, Bilder und auch das Fazit. 6 Wochen Zeit für Namibia ist ein Traum. Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Liebe Grüße Andrea
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201314. Juli 2026 ·
Secret schrieb:Liebe Sonja, da reise ich doch gerne mit.
Eure Reise entspricht so ziemlich unseren Vorstellungen, sowohl bezüglich der Reisezeit als auch Landschaft und Natur. Sie weckt Erinnerungen - wie auf Duwisib und Fest in Fels, sowie Sehnsüchte, wo wir gerne nochmals oder neu besuchen würden. Daher interessieren mich natürlich die Erfahrungen so mancher Lodge, die auf meiner Excel-Liste stehen, besonders. Auch wir haben auf unserer ersten Reise 2023 ein sehr nettes Paar aus Rosenheim kennengelernt, mit denen wir uns wunderbar unterhalten haben. Wir haben uns dann unterwegs nochmals wieder getroffen, dann aber leider aus den Augen verloren. Vielen Dank für das Teilen Eurer Erlebnisse mit Bericht, Bilder und auch das Fazit. 6 Wochen Zeit für Namibia ist ein Traum. Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Liebe Grüße Andrea
Liebe Andrea,
wie schön, dass du mitreist – das freut mich wirklich sehr 😁
Es ist spannend zu lesen, dass unsere Reise euren Vorstellungen so nahekommt. Gerade Duwisib und Fest Inn Fels sind uns auch besonders in Erinnerung geblieben. Ich hoffe, dass dir meine Eindrücke zu den einzelnen Lodges bei deiner Planung ein bisschen weiterhelfen können.
Lustig, dass ihr auf eurer ersten Reise ebenfalls ein nettes Paar kennengelernt habt. Irgendwie gehört das zu Namibia fast schon dazu – man trifft unterwegs immer wieder auf Menschen, mit denen man sofort ins Gespräch kommt.
Sechs Wochen waren tatsächlich ein großes Geschenk. Man hat viel mehr Zeit, die Landschaft zu genießen und muss nicht ständig schon an die nächste Etappe denken.
Vielen Dank für deine lieben Worte! Ich freue mich, wenn du auch die nächsten Etappen mitverfolgst.
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201314. Juli 2026 ·
Mittwoch, 6. Mai 2026 – Sesriem Canyon, Solitaire und ein Abend unter den Sternen
Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und wollten uns eigentlich noch von Spotty, dem Zebra verabschieden. Leider war er mit den anderen Pferden gerade unterwegs, sodass wir direkt losfuhren.
Fazit: Desert Homestead Lodge
Die Desert Homestead Lodge war vor der Reise die große Unbekannte. Sie wurde uns von Magic Vibes als Alternative zu einer Übernachtung im NamibRand Nature Reserve empfohlen, nachdem unsere Wunschunterkünfte dort deutlich über unserem Budget lagen 😵
Der erste Eindruck war etwas durchwachsen: Die Lodge liegt direkt an der C19 und der Check-In fiel eher nüchtern aus. Umso positiver wurden wir anschließend überrascht. Von der Straße war im weiteren Verlauf nichts mehr zu hören, unser Chalet bot einen wunderschönen Ausblick und das Essen gehörte zu den besten der gesamten Reise (wenn man vom Fauxpas mit dem Brot beim Frühstück absah).
Auch die Umgebung hat uns sehr gut gefallen. Zusammen mit unserer Wanderung und dem Sundowner Drive war es ein rundum gelungener Aufenthalt. Das Servicepersonal war – abgesehen von der unmotivierten Rezeptionistin – ausgesprochen freundlich und aufmerksam. Selbst am Pool wurde regelmäßig nach Getränken oder einem Mittagessen gefragt.
Die Lodge zählt zwar zu den größeren Unterkünften unserer Reise, was in der Nähe des Sossusvlei aber kaum überrascht. Den Wäscheservice haben wir ebenfalls genutzt. Er war verhältnismäßig teuer, kam für uns aber genau zum richtigen Zeitpunkt. Insgesamt können wir die Desert Homestead Lodge guten Gewissens weiterempfehlen. Sie hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen.
Unser erster Stopp war der Sesriem Canyon. Zunächst besorgten wir neben den Permits für den Canyon auch gleich welche für den Namib-Naukluft-Park, den wir zwei Tage später auf dem Weg nach Swakopmund durchqueren wollten. Im Canyon stand zwar noch etwas Wasser, aber deutlich weniger als erwartet. Wir liefen rund eineinhalb Kilometer hinein und waren überrascht, wie beeindruckend der Canyon tatsächlich ist.
Mehrfach wurden wir gefragt, warum wir dieses Mal nicht auch zum Sossusvlei und Deadvlei fahren. Da wir beide Orte bereits 2013 und 2023 besucht hatten und der Besucherandrang für unser Empfinden inzwischen enorm zugenommen hat, haben wir uns ganz bewusst dagegen entschieden.
Weiter ging es nach Solitaire. Dort legten wir natürlich eine Pause ein – mit richtig gutem Cappuccino aus der ersten Siebträgermaschine der Reise, Bacon-and-Egg-Sandwiches und Kuchen. Der berühmte Apple Pie hat uns sogar noch besser geschmeckt als der in Helmeringhausen, vor allem wegen des Zimts und der Rosinen. Zum Glück mussten wir nicht tanken, denn an der Zapfsäule wartete bereits eine lange Schlange.
Am Nachmittag erreichten wir das Barkhan Dune Retreat und bezogen unser wunderschönes Chalet Nr. 1. Wir wurden mit einem Willkommensdrink begrüßt und hofften, dass der Wind nachlassen würde, damit die Betten für eine Nacht unter freiem Himmel auf der Terrasse aufgebaut werden könnten. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir entspannt am Pool und genossen bei angenehmen 25 Grad die herrliche Aussicht.
Zum Abendessen trafen sich alle Gäste an einem großen Tisch. Es gab Blumenkohlsuppe, Oryx-Steak und zum Abschluss Lemon Cheesecake, für Sophia wurden extra Nudeln zubereitet. Mit einem Paar in den Flitterwochen, einem Ehepaar aus Liechtenstein mit Guide sowie einem schwedisch-französischen Paar entwickelten sich tolle Gespräche, sodass der Abend wie im Flug verging.
Später zog es mich mit Kamera und Stativ noch einmal nach draußen, um den beeindruckenden Sternenhimmel zu fotografieren. Während ich auf eine Langzeitbelichtung wartete, hörte ich plötzlich ein Rascheln hinter mir im Gras. Für einen kurzen Moment erschrak ich, bis sich herausstellte, dass es nur Ginger, die rote Katze der Lodge, war, die mir für den Rest des Abends Gesellschaft leistete.
Hi, mit Barkhan Dune verbinden wir ebenfalls tolle Erinnerungen. Die Gastgeberin Lisa ist richtig nett und herzlich. Man fühlt sich gleich willkommen. Und dann noch der Morgenkaffee auf der Terrasse, da geht das Herz auf. Eine Lodge für den Wiederholungsfall. Aber wie grün alles ist. Hier haben wir das gemeinsam an einem Tisch zum ersten Mal kennengelernt. Zuerst war es ungewohnt, dann aber richtig gut. Dadurch knüpft man auch schnell Kontakte. Mit einem Paar, das wir dort kennengelernt haben, haben wir heute noch Kontakt. Auch sie sind Wiederholungsgäste bei der Barkhan Dune. Viele Grüße - ich bin gespannt wie es weiter geht. Andrea
Wow was für eine schöne Reise und gefühlt seid ihr erst am Anfang.
Eure Bilder und die Unterkünfte erinnern uns so sehr an unsere gerade erst vergangene Reise, auch wenn wir leider nicht so viel Zeit wir ihr hatten und das manchmal an dem ein oder anderen Ort bereuten. Aber beim 5. Mal ist das mit Sicherheit anders als beim ersten oder 2. Trip.
Wir sind gespannt was ihr alles noch erleben werdet und freuen uns mitreisen zu dürfen.
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201318. Juli 2026 ·
chriboehm schrieb:Wow was für eine schöne Reise und gefühlt seid ihr erst am Anfang.
Eure Bilder und die Unterkünfte erinnern uns so sehr an unsere gerade erst vergangene Reise, auch wenn wir leider nicht so viel Zeit wir ihr hatten und das manchmal an dem ein oder anderen Ort bereuten. Aber beim 5. Mal ist das mit Sicherheit anders als beim ersten oder 2. Trip.
Wir sind gespannt was ihr alles noch erleben werdet und freuen uns mitreisen zu dürfen.
Vielen lieben Dank! 😁 Ja, es fühlt sich tatsächlich so an, als hätte die Reise gerade erst begonnen. Und obwohl es schon unser fünfter Namibia-Besuch war, haben wir wieder so viele neue Ecken entdeckt. Genau das lieben wir an diesem Land – man kann immer wiederkommen und erlebt trotzdem jedes Mal etwas Neues. Schön, dass du uns auf der Reise begleitest. Wir freuen uns, wenn du auch bei den nächsten Etappen wieder mit dabei bist! 😄
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201318. Juli 2026 ·
Secret schrieb:Hi, mit Barkhan Dune verbinden wir ebenfalls tolle Erinnerungen. Die Gastgeberin Lisa ist richtig nett und herzlich. Man fühlt sich gleich willkommen. Und dann noch der Morgenkaffee auf der Terrasse, da geht das Herz auf. Eine Lodge für den Wiederholungsfall. Aber wie grün alles ist. Hier haben wir das gemeinsam an einem Tisch zum ersten Mal kennengelernt. Zuerst war es ungewohnt, dann aber richtig gut. Dadurch knüpft man auch schnell Kontakte. Mit einem Paar, das wir dort kennengelernt haben, haben wir heute noch Kontakt. Auch sie sind Wiederholungsgäste bei der Barkhan Dune. Viele Grüße - ich bin gespannt wie es weiter geht. Andrea
Liebe Andrea,
vielen Dank für deine Nachricht! Lisa ist wirklich eine unglaublich herzliche Gastgeberin – wir haben uns bei ihr vom ersten Moment an willkommen gefühlt.
Das gemeinsame Abendessen fanden wir auch richtig schön. Wir hatten großes Glück mit den anderen Gästen und waren eine wirklich nette Runde. So macht das Konzept gleich doppelt Spaß und man kommt ganz unkompliziert ins Gespräch. Wie schön, dass daraus bei euch sogar eine Freundschaft entstanden ist!
Und über das viele Grün haben wir uns sehr gefreut. Wir kannten Namibia bisher nur deutlich trockener, deshalb war es etwas ganz Besonderes, das Land einmal so üppig und lebendig zu erleben.
Danke, dass du uns auf der Reise begleitest – es geht bald weiter! 😁
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201318. Juli 2026 ·
07. Mai 2026 - Zwischen Erdmännchen und Sternenhimmel
Nach unserer ersten Nacht in der Barchan Dune Lodge begann der Tag ganz entspannt. Sophia war schon vor Sonnenaufgang wach, Marc und ich ließen uns bis acht Uhr Zeit. Beim Frühstück wurden wir wieder rundum verwöhnt. Eigentlich gab es nichts Außergewöhnliches im Vergleich zu den vorherigen Unterkünften – aber alles war mit so viel Liebe angerichtet, dass es einfach besonders war 😘 Während draußen die Erdmännchen aus ihrem Bau kamen und durchs Beet vor dem Haupthaus flitzten, fiel es schwer, sich überhaupt zum Frühstückstisch zu lösen 😄
Eigentlich wollten wir am Nachmittag am Sundowner Drive teilnehmen, erfuhren aber, dass dieser bereits ausgebucht war. Erst waren wir etwas enttäuscht, entschieden dann aber spontan, den warmen Tag stattdessen am Pool zu verbringen und unsere Wanderung auf den späten Nachmittag zu verschieben. Im Nachhinein war das die perfekte Entscheidung.
Während wir lasen, Sophia Harry Potter hörte und später am Pool spielte, verging der Tag herrlich entschleunigt. Mittags teilten wir uns einen griechischen Salat und ein Sandwich für Sophia, zur Tea Time warteten statt der erwarteten Muffins kleine, mit Fleisch gefüllte Mince Pies auf uns – ungewohnt, aber durchaus lecker 🤪
Am späten Nachmittag machten wir uns auf, den kleinen Hiking Trail hinter der Lodge zu erkunden. Den Einstieg mussten wir zwar erst einmal suchen, wurden dafür aber gleich noch einmal mit einem Erdmännchen-Moment belohnt, als einige der kleinen Kerlchen neugierig aus einem Lagerraum huschten 🤩
Oben auf dem Hügel setzten wir uns mit unseren Getränken auf die Felsen und genossen einfach den Ausblick. Zur Lodge auf der einen Seite, hinaus in die Weite der Namib auf der anderen. Zwar blieben wir nicht bis zum eigentlichen Sonnenuntergang, weil wir den Rückweg noch im Hellen schaffen wollten, aber genau dieser ruhige Moment dort oben fühlte sich einfach richtig an 😘
Zurück an der Lodge gönnten Sophia und ich uns noch eine Dusche unter freiem Himmel. Es war so angenehm warm und windstill, dass die Außendusche ein echtes Highlight war.
Beim Abendessen erfuhren wir später, dass der ausgebuchte Sundowner Drive wegen einer großen französischen Reisegruppe verspätet gestartet war und wohl alles andere als ruhig verlief 😗 Da waren wir mit unserem Nachmittag auf dem Hügel im Nachhinein mehr als zufrieden. Auch das Essen überzeugte wieder auf ganzer Linie – Quiche, gefülltes Hühnchen mit Kartoffelpüree und Bohnen sowie eine herrlich cremige Panna Cotta. Kulinarisch war die Barchan Dune Lodge wirklich ein Volltreffer.
Das eigentliche Highlight hob sich die Lodge aber bis zum Schluss auf. Auf unseren Wunsch wurden zwei Betten auf die Terrasse gestellt, damit wir unter freiem Himmel schlafen konnten. Marc zog es vor, drinnen zu übernachten, Sophia und ich kuschelten uns dagegen mit Wärmflasche und zusätzlichen Decken unter dem unfassbar klaren Sternenhimmel zusammen. Sophia überlegte zwar zwischendurch kurz, doch lieber drinnen zu schlafen, entschied sich dann aber wieder für draußen 😄
Ich wurde nachts immer mal wieder wach – erst wegen des lauten Grillenzirpens, später wegen eines Klipspringers, der mit seinen seltsamen, röhrenden Lauten durch die Nacht zog. Irgendwann ging der Mond auf und tauchte die Landschaft in ein fast unwirklich helles Licht. Als schließlich die ersten Sonnenstrahlen den Himmel färbten, war klar: Diese Nacht würden wir so schnell nicht vergessen.
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201319. Juli 2026 ·
08. Mai 2026 – Geburtstag zwischen Wüste und Meer
Der nächste Tag war Marcs Geburtstag und begann mit einem wunderschönen Sonnenaufgang. Nach unserer Nacht unter freiem Himmel strahlte Sophia beim Aufwachen über das ganze Gesicht. Sie hatte das Schlafen draußen sichtlich genossen. Die Katze Ginger stattete uns auch noch einen Besuch ab und freute sich über das weiche, warme Bett 😄
Auf dem Weg zum Frühstück warteten schon wieder die Erdmännchen auf uns – wir freuten uns sehr, dass wir sie zum Abschluss unseres Aufenthalts nochmal sehen konnten.
Anschließend verabschiedeten wir uns von den anderen Gästen, die wir teilweise in Swakopmund vermutlich wiedersehen würden.
Fazit Barchan Dune Retreat
Das Barchan Dune Retreat war für uns eine absolute Wohlfühlunterkunft. Schon bei der Ankunft wurden wir von Lisa so herzlich empfangen, dass wir uns sofort willkommen fühlten. Diese Gastfreundschaft zog sich durch den gesamten Aufenthalt – sie hatte immer ein offenes Ohr und kümmerte sich mit viel Herz um ihre Gäste 😘
Unser Chalet gehörte zwar noch zu den älteren ohne durchgehende Glasfront, das hat uns aber überhaupt nicht gestört. Entscheidend war für uns, dass sich die Betten zum Schlafen unter den Sternen nach draußen schieben lassen – und sogar das wurde vom Team für uns erledigt. Das riesige Badezimmer und die modern eingerichteten Räume haben den sehr positiven Eindruck zusätzlich abgerundet.
Auch kulinarisch gehörte das Barchan Dune Retreat zu unseren Favoriten. Das Essen war hervorragend und für uns – zusammen mit der Desert Homestead Lodge – das Beste, was wir bis dahin auf der Reise erlebt hatten.
Den größten Teil des Tages verbrachten wir entspannt am Pool. Zwar fiel die geplante Farmrundfahrt aus, rückblickend war unsere kleine Wanderung am Nachmittag aber vermutlich die schönere Alternative.
Für uns war das Barchan Dune Retreat eine uneingeschränkte Empfehlung. Die herzliche Atmosphäre, die besondere Möglichkeit, unter freiem Himmel zu schlafen, die traumhafte Umgebung und das ausgezeichnete Essen machen diese Unterkunft zu einem echten Highlight. Für Marc war es sogar die bisher schönste Unterkunft der gesamten Reise.
Die Fahrt Richtung Norden verlief dieses Mal deutlich entspannter als bei unserer Reise 2023. Damals war die Strecke in einem so schlechten Zustand, dass wir für 100 Kilometer fast drei Stunden gebraucht hatten 😈 Diesmal kamen wir wesentlich schneller voran.
Am Kuiseb Pass stoppten wir wie üblich am ein oder anderen Aussichtspunkt, bevor wir einen Abstecher zum Shelter von Henno Martin und Hermann Korn machten. Wichtig: Man benötigt ein Permit für den Namib Naukluft Park, um diese Höhle besuchen zu können.
Wenn man den Kuiseb Pass Richtung Walvis Bay passiert hat, sieht man auf der linken Seite ein unscheinbares Straßenschild, das auf einen „Viewpoint“ hinweist. Hier biegt man von der Hauptstraße auf eine schmale Schotterpiste ab. Nach etwa 6 Kilometern hält man sich an der Kreuzung links und erreicht am Ende der Straße ein Hinweisschild zum „Henno Martin & Hermann Korn Shelter“.
Hier kann man parken und es sind zu Fuß noch ca. 15 Minuten bis zur Höhle. Die kurze Wanderung dorthin lohnte sich allein schon wegen der beeindruckenden Aussicht auf den Kuiseb Canyon. Für eine längere Tour war es uns allerdings einfach zu heiß.
Zurück auf der C14 bogen wir bereits kurze Zeit später nach Norden ab. Anfangs gefiel uns die weite Landschaft mit den im Wind wogenden Grasbüscheln ausgesprochen gut. Später wirkte die Gegend jedoch wie frisch abgebrannt – überall verkohlte Pflanzenreste und sogar Rauch in der Ferne.
Auch der weitere Streckenverlauf auf der anschließenden C28 konnte uns nicht überzeugen. Die Landschaft wurde zunehmend eintönig, später prägten Uranabbaugebiete und Industrieanlagen das Bild. Zusammen mit der größten Hitze unserer bisherigen Reise wirkte das alles sehr trostlos, und wir würden diese Strecke wohl kein zweites Mal wählen.
Da wir ohnehin ein Permit für den Namib Naukluft Park hatten, machten wir noch einen Abstecher zur Mondlandschaft und entdeckten unterwegs eine der faszinierenden Welwitschia-Pflanzen.
Die Aussicht auf die bizarre Landschaft war einigermaßen beeindruckend, trotzdem würden wir dafür keinen eigenen Ausflug (z.B. von Swakopmund aus) einplanen.
Umso besser gefiel uns die Oase Goanikontes. Bei einem Getränk und dem inzwischen dritten Apfelkuchen unserer Reise legten wir eine gemütliche Pause ein. An die beiden Apfelkuchen aus Solitaire und Helmeringhausen kam er zwar nicht ganz heran, lecker war er trotzdem.
Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich Swakopmund und bezogen unser Zimmer im At the Sea Boutique Hotel direkt am Strand. Das kleine Hotel gefiel uns auf Anhieb: liebevoll maritim eingerichtet, mit einem herrlichen Blick aufs Meer. Das Rauschen der Wellen begleitete uns den gesamten Aufenthalt über.
Den Geburtstag ließen wir am Abend im Ankerplatz ausklingen. Das Essen war ausgezeichnet – besonders meine Springbok Pie war ein echtes Highlight.
Sophia entdeckte ihre Liebe zu frittierten Calamari, während Marc von seinem Fischgericht ebenso begeistert war. Zurück im Hotel brannte im Aufenthaltsraum bereits der Holzofen. Mit einem Glas Wein stießen wir auf Marcs Geburtstag an, bevor wir schließlich zum Rauschen des Atlantiks einschliefen.
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201321. Juli 2026 ·
Samstag, 9. Mai 2026 – Dünen, Atlantik und eine Achterbahnfahrt im Sand
Heute klingelte der Wecker bereits um 07:15 Uhr. Nach dem Anziehen ging es direkt zum Frühstück – und das war wirklich hervorragend. Es gab alles, was das Herz begehrt: eine große Auswahl an Wurst und Käse, frisches Obst, Avocado, Maracuja, verschiedene Eierspeisen, Pfannkuchen und vieles mehr. Dazu hatte man vom Frühstücksraum einen wunderbaren Blick auf den Strand und die Promenade.
Dort fiel uns eine größere Gruppe Läufer auf, die sich um 8 Uhr auf den Weg machte. Später erfuhren wir, dass es sich dabei um den sogenannten „Parkrun“ handelt – eine weltweit organisierte, kostenlose Laufveranstaltung über fünf Kilometer, an der sowohl Einheimische als auch Touristen teilnehmen können. Eigentlich eine richtig schöne Idee. Nicht, dass ich freiwillig fünf Kilometer laufen würde, aber trotzdem 🤩
Pünktlich um 08:30 Uhr wurden wir von unserem Guide Chris von Turnstone Tours abgeholt. Ehrlich gesagt hatten wir eher mit der berühmten "afrikanischen Viertelstunde" gerechnet und waren deshalb noch gar nicht ganz fertig 😗 Chris war allerdings auf die Minute pünktlich – also schnell ins Auto und los. Für heute hatten wir die Ganztagestour zum Sandwich Harbour gebucht und wussten schon, dass wir erst am späten Nachmittag zurück sein würden.
In Walvis Bay trafen wir ein zweites Fahrzeug von Turnstone Tours. Mit dabei waren zwei Ehepaare – eines aus Frankreich, eines aus Großbritannien – sowie deren Guide. Den Rest des Tages waren wir gemeinsam im Konvoi unterwegs und verbrachten auch die Mittagspause zusammen.
Bevor es richtig losging, ließen die Guides erst einmal Luft aus den Reifen. Das ist im tiefen Sand unverzichtbar, weil sich die Auflagefläche der Reifen vergrößert und die Fahrzeuge dadurch nicht so leicht einsinken. Währenddessen beobachteten wir Flamingos und zahlreiche andere Wasservögel in der Lagune.
Anschließend fuhren wir Richtung Süden. Wir kamen an der Guano-Plattform vorbei, wo die Hinterlassenschaften der Seevögel gesammelt und als natürlicher Dünger verwendet werden – etwas skurril, aber tatsächlich ein wichtiger Wirtschaftszweig in Namibia.
Kurz danach passierten wir die riesigen Salzfelder von Walvis Bay. Die gewaltigen weißen Salzberge sind wirklich beeindruckend. Das hier gewonnene Meersalz wird nicht nur als Speisesalz genutzt, sondern auch industriell verwendet und in viele Länder exportiert.
Danach ging es immer weiter am Strand entlang bis zum Kontrollpunkt, an dem unser Permit für das Konzessionsgebiet überprüft wurde. Dort begann das eigentliche Abenteuer.
Unser erster Halt lag mitten in den Dünen. Die Guides machten sich auf die Suche nach einem Palmatogecko, einer kleinen, durchscheinenden Geckoart, die perfekt an das Leben im Wüstensand angepasst ist. Leider hatten wir kein Glück und bekamen keinen zu Gesicht. Das war aber gar nicht schlimm. Sophia hatte ihren Spaß daran, die Dünen rauf- und runterzurennen, und wir erfuhren einiges über den bunten Sand, der aus unzähligen verschiedenfarbigen Gesteinspartikeln besteht.
In der Ferne konnten wir einen Wal beobachten - für ein besseres Bild hat es leider nicht gereicht 😊
Kurz darauf hielten wir erneut an einer besonders hohen Düne. Man konnte zu Fuß hinaufsteigen. Marc, Sophia und ich beschlossen spontan, das zu machen. Die meisten anderen blieben unten und dachten sich vermutlich ihren Teil.
Der Aufstieg hatte es wirklich in sich. Mit jedem Schritt rutschte man gefühlt einen halben Schritt wieder zurück. Mehr als einmal war ich kurz davor aufzugeben. Aber ich wollte unbedingt ein Foto von dort oben. Hätte ich zu der Zeit schon gewusst, dass wir später einfach mit dem Auto auf eine Düne hinauffahren würden, hätte ich mir diese Anstrengung vermutlich gespart 😈
Gelohnt hat es sich trotzdem. Der Blick von oben war einfach spektakulär. Die gewaltigen Sanddünen, die direkt auf den tiefblauen Atlantik treffen, gehören wirklich zu den beeindruckendsten Landschaften, die wir bisher gesehen haben.
Anschließend begann die heikelste Passage der Tour. Es ging direkt am Strand entlang – genau dort, wo man nur bei Ebbe fahren kann. Bei Flut verschwindet dieser Abschnitt komplett unter Wasser. Unsere Guides kannten natürlich den richtigen Zeitpunkt und brachten uns problemlos hindurch.
Danach führte die Strecke wieder tief hinein in die Dünen. Immer wieder ging es steil bergauf und bergab, bis wir schließlich eine Dünenkuppe erreichten. Plötzlich lag Sandwich Harbour vor uns. Dieser Moment war perfekt inszeniert: Erst sah man nur Sand, dann öffnete sich der Blick und auf einmal lag die Lagune tief unter uns. Ein wirklich beeindruckender Anblick.
Die Guides fuhren anschließend hinunter zum Strand und bereiteten dort bereits unser Mittagessen vor, während wir oben noch genügend Zeit hatten, Fotos zu machen und die Aussicht zu genießen.
Chris erzählte uns auch etwas über die Geschichte von Sandwich Harbour. Früher befand sich hier eine Frischwasserlagune. Das Wasser trat unter den Dünen aus der Wüste aus und versorgte vorbeifahrende Schiffe mit Trinkwasser. Später hielt man dort sogar Rinder, die direkt vor Ort geschlachtet und verarbeitet wurden, um die Schiffe mit Fleisch zu versorgen. Irgendwann wurde jedoch die natürliche Barriere zum Meer durchbrochen. Salzwasser strömte in die Lagune, das Süßwasser verschwand und damit endete auch diese Nutzung.
Heute ist Sandwich Harbour vor allem eines: landschaftlich absolut einzigartig 😘
Unten am Strand wartete bereits das Mittagessen auf uns. Sophia freute sich riesig, dass wir noch ein Stück am Meer entlanglaufen konnten, und sammelte natürlich sofort wieder Muscheln.
Zum Essen gab es selbstgemachte Lasagne, frischen Salat und selbstgebackenes Brot. Sogar Sophia, die im Urlaub beim Essen manchmal etwas wählerisch ist, war begeistert und aß gleich drei Stück Lasagne. Als Nachtisch wurde noch warmer Apfel-Brotkuchen serviert, dazu Kaffee. Wirklich unglaublich lecker.
Nach dem Essen wurde alles wieder eingepackt und wir machten uns auf den Rückweg. Unterwegs legten wir immer wieder Fotostopps ein und entdeckten noch einige Tiere, darunter Springböcke und in weiter Entfernung einen Oryx.
Irgendwann begann dann die eigentliche Achterbahnfahrt. Die Fahrzeuge stürzten teilweise fast senkrecht die Dünen hinunter, nur um mit Schwung die nächste Düne wieder hinaufzurasen. Sophia hatte anfangs ordentlich Respekt davor, am Ende machte es ihr aber richtig Spaß.
Heute auf dem Sportprogramm: Dünen-Weitsprung 😄
Zurück am Strand fuhren wir kilometerlang an riesigen Schwärmen von Kormoranen vorbei. Es waren unfassbare Mengen. Auf Fotos lässt sich gar nicht einfangen, wie viele Vögel dort tatsächlich saßen.
Zum Abschluss machten wir noch einen Halt am berühmten Pink Lake. Ich hatte immer gedacht, das Wasser sei wegen des Salzes rosa. Tatsächlich entsteht die Farbe aber durch salzliebende Mikroorganismen und Algen, die sich in den stark salzhaltigen Verdunstungsbecken vermehren. Besonders lustig sah es aus, weil gerade eine Frau komplett in pinker Seidenkleidung vor dem pinken Wasser Fotos machte – farblich perfekt abgestimmt 🤪
Zurück in Walvis Bay wurde an der Tankstelle wieder Luft in die Reifen gepumpt. Danach verabschiedeten wir uns von den anderen Teilnehmern, bevor Chris uns zurück zu unserem Hotel brachte.
Die Tour hat uns wirklich außergewöhnlich gut gefallen. Chris war ein toller Guide, der viel erklärt hat, ohne jemals aufdringlich zu wirken. Als wir zurückkamen, waren wir von Kopf bis Fuß voller Sand. Erst einmal ging es deshalb in die Badewanne – ein echter Luxus nach so einem Tag – und anschließend musste auch die Kamera gründlich vom feinen Wüstensand befreit werden.
Für den Abend hatten wir einen Tisch im Hansa Hotel reserviert. Direkt vor dem Hotel fanden wir problemlos einen Parkplatz.
Das Hansa Hotel versprüht einen ganz besonderen Charme. Alles wirkt sehr gediegen, traditionsreich und fast ein wenig aus der Zeit gefallen. Die Kellner tragen elegante Livree, das Ambiente erinnert an die koloniale Vergangenheit des Hauses. Umso lustiger war der Kontrast zu den Gästen. Während man bei dieser Atmosphäre fast Abendgarderobe erwarten würde, saßen die meisten Urlauber in Trekkinghosen und Outdoor-Kleidung da. Den Vogel schoss allerdings ein Gast im kompletten Adidas-Jogginganzug ab. Das wirkte zwischen Silberbesteck und weißen Tischdecken schon etwas fehl am Platz 🙄
Das Essen war dafür hervorragend. Ich begann mit frischen Austern, Marc entschied sich für Kürbissuppe. Als Hauptgericht bestellte Sophia Calamari, ich hatte Kingklip und Marc wählte Seeteufel.
Zum Abschluss gönnte ich mir noch den berühmten Hansa-Kaffee, der uns bereits mehrfach empfohlen worden war. Dafür werden Eierlikör, Brandy und hausgemachter Kaffeelikör in einer Tasse erhitzt, bis der Alkohol kurz Feuer fängt. Anschließend wird mit Kaffee aufgefüllt und zum Schluss kommen noch zwei großzügige Löffel Sahne obendrauf. Die Zubereitung wird regelrecht zelebriert – und schmecken tut das Ganze wirklich hervorragend.
In der Hotelbar trafen wir schließlich noch das nette Ehepaar mit ihrem Guide wieder, die wir bereits im Barchan Dune Retreat kennengelernt hatten. Sie übernachteten im Hansa Hotel. An dieser Stelle ganz liebe Grüße an Udo, vielleicht liest du hier ja mit - es hat uns sehr gefreut, euch kennenzulernen 😁 Wir tauschten noch unsere Kontaktdaten aus, unterhielten uns eine Weile und machten uns anschließend zufrieden und ziemlich müde auf den Rückweg in unser Hotel.
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201323. Juli 2026 ·
Sonntag, 10. Mai 2026 - Ein gemütlicher Sonntag in Swakopmund
Heute Morgen sind wir gegen halb acht aufgewacht. Sophia war schon putzmunter, also sind wir direkt zum Frühstück gegangen. Genau wie am Vortag war das Frühstück wieder richtig lecker – mit einer großen Auswahl und allem, was man sich wünschen konnte.
Da wir für heute bewusst nichts geplant hatten, ließen wir uns den ganzen Vormittag Zeit. Nach dem Frühstück blieben wir noch eine Weile auf dem Zimmer, lasen ein bisschen und bearbeiteten die Fotos der vergangenen Tage. Es tat richtig gut, einmal keinen Zeitplan zu haben.
Gegen halb elf fuhren wir zum Spar-Supermarkt, der nur wenige Straßen von unserem Hotel entfernt liegt. Dort erledigten wir unseren Großeinkauf: Neben reichlich Wasser wanderten auch Brotzeit, Snacks und Proviant für die nächsten Tage in den Einkaufswagen. Am nächsten Morgen würden wir zur Spitzkoppe weiterfahren, wo es abends kein Restaurant gibt – zur Abwechslung mussten wir uns also einmal selbst versorgen 🤩
Anschließend brachten wir unsere Einkäufe zurück ins Hotel und machten uns zu Fuß auf den Weg entlang der Strandpromenade in Richtung Swakopmund Museum.
Das Museum ist überraschend vielseitig und vermittelt einen umfassenden Einblick in Namibias Geschichte. Es gibt Ausstellungen zur Tierwelt, Geologie, Archäologie und Geschichte des Landes, aber auch Bereiche zu Schiffbau und Eisenbahnen. Besonders schön fanden wir die liebevoll gestalteten Nachbauten, zum Beispiel einer historischen Apotheke oder eines alten Zahnarzt-Behandlungszimmers. Man merkt, wie viel Mühe in die Gestaltung geflossen ist. Insgesamt verbrachten wir gut eine Stunde dort und hätten wahrscheinlich sogar noch länger bleiben können.
Danach wurde es Zeit für eine kleine Stärkung. Wir gingen in die Bar Zonder Naam, die ich irgendwann einmal auf Instagram entdeckt und direkt unter meinen Empfehlungen abgespeichert hatte. Das war eine richtig gute Entscheidung. Das Besondere dort ist ein großes Schaufenster, das gleichzeitig als Tisch dient. So kann eine Person innen und die andere außen sitzen – oder man sitzt gemeinsam direkt am Fenster und beobachtet das bunte Treiben auf der Straße. Genau das machten wir auch. Wir testeten einen Gin Tonic mit dem Atlantic Stillhouse Gin, der direkt hier in Swakopmund produziert wird. Dazu bestellten wir eine fantastische Snackplatte mit verschiedenen Wurst- und Käsesorten, Oliven, Weintrauben, Nüssen, Chutney, Brot, Butter und einem leckeren Aufstrich. Für einen kleinen Nachmittagssnack war das einfach perfekt und ausgesprochen lecker 😉
Anschließend spazierten wir noch ein Stück weiter bis zur Mole. Von dort hat man einen wunderschönen Blick auf den Atlantik und die Küste von Swakopmund.
Auf Sophias Wunsch legten wir danach noch einen Stopp auf dem Spielplatz ein. Dort kam sie sofort mit einem deutschen Mädchen ins Gespräch, und die beiden spielten bestimmt eine halbe Stunde zusammen. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie schnell Kinder miteinander Freundschaften schließen – ganz egal, wo auf der Welt man gerade unterwegs ist 😘
Zurück im Hotel machten wir es uns schließlich auf den Liegestühlen am Pool gemütlich. Das Wetter war heute einfach herrlich: angenehm warm, fast windstill und nur eine leichte, kühle Brise vom Atlantik sorgte für etwas Erfrischung. Genau die richtige Mischung, um den Nachmittag entspannt in der Sonne ausklingen zu lassen.
Für 18 Uhr hatten wir einen Tisch im The Tug reserviert. Vorher spazierten wir noch über die Jetty. Für einen Sundowner war es zwar noch etwas zu früh, aber ein Spaziergang über den Steg lohnt sich eigentlich zu jeder Tageszeit.
Im The Tug gibt es verschiedene Reservierungszeiten, und wir hatten uns diesmal bewusst für die erste Schicht um 18 Uhr entschieden. Zum Glück hatten wir am Vortag noch eine Erinnerungs-E-Mail erhalten – ich hätte die frühe Uhrzeit sonst vermutlich komplett vergessen, weil wir sonst meistens erst für 19 Uhr reserviert hatten 😗
Dort hatten wir uns mit einem Freund verabredet, der war nach vier Jahren in München erst vor Kurzem wieder in seine Heimat Namibia zurückgekehrt ist und nun wieder in Swakopmund lebt und arbeitet. Es war richtig schön, ihn wiederzusehen. Bei einem gemütlichen Abendessen erzählte er uns, warum er zurückgekommen ist und wie sich das Leben hier für ihn anfühlt.
Auch kulinarisch war der Abend ein voller Erfolg. Ich bestellte noch einmal Austern als Vorspeise und anschließend Seeteufel auf marokkanische Art. Der Fisch war hervorragend – vermutlich sogar der beste, den ich bisher gegessen habe. Marc entschied sich für Ceviche als Vorspeise und Kabeljau als Hauptgang, während Sophia natürlich wieder ihre geliebten Calamari bestellte. Zum Abschluss gönnten wir uns alle noch ein Eis.
Nach einem wirklich schönen Abend verabschiedeten wir uns von unserem Freund und fuhren zurück in unsere Unterkunft, wo wir anschließend direkt schlafen gingen. Vor allem Sophia war nach diesem entspannten, aber erlebnisreichen Tag ziemlich müde.
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201326. Juli 2026 ·
Montag, 11. Mai 2026 – Auf zur Spitzkoppe
Nach einem erneut sehr guten Frühstück packten wir unsere Koffer und checkten aus. Ein kleiner Kritikpunkt: Obwohl das Frühstück offiziell bis 9 Uhr angeboten wurde, war der Obstsalat bereits ab halb neun leer und wurde trotz mehrfacher Nachfrage nicht mehr aufgefüllt. Zum Glück hatten wir uns vorher noch eine Portion sichern können.
Fazit: At the Sea Boutique Hotel, Swakopmund
Das At the Sea Boutique Hotel hat uns insgesamt sehr gut gefallen und wir haben uns dort ausgesprochen wohlgefühlt. Die Lage ist ideal: direkt am Meer und trotzdem nur wenige Gehminuten von der Innenstadt entfernt. Abends sind wir – wie empfohlen – zwar mit dem Auto unterwegs gewesen, tagsüber konnten wir jedoch alles bequem fußläufig erreichen.
Unser Zimmer war modern eingerichtet und der Blick durch die großen Fenster auf den Atlantik einfach wunderschön. Einziger kleiner Nachteil war das etwas feuchte Raumklima am Morgen. Außerdem zog durch die Lage über dem Frühstücksraum jeden Morgen der Geruch von gebratenen Eiern ins Zimmer.
Besonders gut gefallen haben uns der gemütliche Aufenthaltsraum mit Getränken auf Vertrauensbasis und der kleine Holzofen, der an kühlen Abenden für eine angenehme Atmosphäre sorgte. Auch der Poolbereich war ein schöner Ort zum Entspannen.
Unser Fazit: Ein stilvolles Boutique-Hotel mit hervorragender Lage und angenehmer Atmosphäre. Wir würden das Hotel jederzeit weiterempfehlen.
Bevor wir Swakopmund endgültig verließen, machten wir noch einen letzten Stadtbummel. Im Trendhaus entdeckte ich einen wunderschönen weißen Strickpullover und ein Armband aus Straußeneischale. Anschließend wurden wir in der Swakopmunder Buchhandlung fündig, die eine überraschend große Auswahl an deutschsprachigen Büchern bietet – auch für Kinder. Zum Abschluss gönnten wir uns noch einen Cappuccino bei Slowtown Coffee Roasters, während Sophia einen Schokokeks genoss.
Eigentlich wollten wir noch unsere Postkarten zur Post bringen. Als wir jedoch die riesige Schlange sahen, beschlossen wir kurzerhand, darauf zu verzichten. Stattdessen tankten wir noch einmal und fuhren entlang der Küste Richtung Norden.
Am Schiffswrack Zeila legten wir einen kurzen Fotostopp ein. Leider warteten dort bereits zahlreiche Souvenirverkäufer und Bettler auf die Besucher, sodass wir nach einem schnellen Foto direkt weiterfuhren.
In Cape Cross besuchten wir die große Robbenkolonie. Das Permit war mit über 30 Euro überraschend teuer, und der Geruch dort war noch deutlich intensiver, als ich ihn von unserem letzten Besuch in Erinnerung hatte 🤢 Sophia gefielen die vielen Robben trotzdem gut – nach einer Viertelstunde hatten wir allerdings auch genug gesehen (und gerochen 😗 ).
Was guckst du? 😄
Von Henties Bay aus ging es weiter Richtung Spitzkoppe auf der D1918. Kurz vor dem Ziel endete unsere Straße an einem Tor, an dem ein Junge auf vorbeikommende Fahrzeuge wartete. Er öffnete uns das Tor und verkaufte uns für 100 Namibia-Dollar einen großen Sack Feuerholz. Wir vermuteten scherzhaft, dass das fehlende Hinweisschild zur Spitzkoppe vielleicht gar kein Zufall war – so musste schließlich jeder bei ihm nach dem richtigen Weg fragen 😄
Wir erreichten die Spitzkoppe über das westliche Zufahrtstor, wo uns der Weg zum Spitzkoppe Cabin Camp beschrieben wurde. Dort checkten wir ein und bezogen unsere Cabin Nr. 7 direkt gegenüber der Rezeption. Zusätzlich orderten wir noch eine Kiste mit Geschirr – Teller, Becher und Besteck für unser Abendessen. Insgesamt wirkte die Anlage recht wenig besucht – in unserem Bereich waren höchstens zwei der sechs Cabins belegt, auf der gegenüberliegenden Seite sah es ähnlich aus.
Kaum hatten wir unser Auto abgestellt, machten wir uns auf den Weg zu einer kleinen Erkundungstour. Es schien fast so, als hätten sich alle Gäste für 17 Uhr verabredet, um gemeinsam in die gleiche Richtung zu laufen 🤩 Man musste eigentlich gar nicht auf den Lageplan schauen, um den Rock Arch oder die Rock Pools zu finden – es genügte, einfach der Menschenmenge hinterherzulaufen.
Genau das wollten wir allerdings nicht. Als wir zusätzlich noch einen Reisebus in der Ferne entdeckten, entschieden wir uns spontan, stattdessen nach rechts auf eine kleine Felsformation abzubiegen. Das war die beste Entscheidung des Tages.
Wir fanden einen völlig einsamen Platz und konnten beobachten, wie die Sonne direkt neben der Spitzkoppe unterging. Außer uns war niemand dort. Wir öffneten unsere Savanna, genossen unseren Sundowner und ließen einfach die unglaubliche Landschaft auf uns wirken.
Zurück an unserer Cabin machten wir mit dem frisch gekauften Feuerholz ein Lagerfeuer und genossen unsere Brotzeit aus Swakopmund. Danach spielten wir noch eine Runde UNO.
Während Marc und Sophia schlafen gingen, blieb ich noch draußen und versuchte mich an einigen Aufnahmen des beeindruckenden Sternenhimmels.
Die Nacht wurde überraschend frisch. Da überlegte man sich zweimal, ob man das warme Bett für einen Gang zur Toilette wirklich noch einmal verlassen wollte 🤪
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201328. Juli 2026 ·
Dienstag, 12. Mai 2026 – Von der Spitzkoppe ins Erongo-Gebirge
Die Nacht war heute früh vorbei. Unsere Cabin bestand größtenteils aus Zeltplanen und war entsprechend hellhörig. Schon vor Sonnenaufgang waren viele Gäste unterwegs – vermutlich, um die ersten Sonnenstrahlen auf den Felsen der Spitzkoppe zu erleben. Irgendwann konnte man sich den Gang zur Toilette beim besten Willen nicht mehr verdrücken, und damit war auch für uns die Nacht beendet 😐
Nach einem gemütlichen Frühstück packten wir unser Auto und checkten aus. Bevor wir die Spitzkoppe verließen, wollten wir noch zwei der bekanntesten Sehenswürdigkeiten besuchen.
Zuerst ging es zur berühmten Bridge, einem natürlichen Felsbogen. Da die meisten Besucher bereits unterwegs waren, hatten wir den Ort ganz für uns allein. Von Weitem wirkt der Felsbogen eher unscheinbar, doch wenn man direkt darunter steht, ist er wirklich beeindruckend. Sophia war allerdings wenig begeistert, dass wir schon wieder ein Stück „wandern“ mussten 😄
Anschließend fuhren wir weiter zu den Rock Pools. Marc kletterte bis ganz nach oben, während Sophia und ich ein Stück weiter unten warteten. Nur im untersten der natürlichen Felsbecken stand noch Wasser, die übrigen waren bereits ausgetrocknet.
Beim Verlassen der Spitzkoppe fuhren wir dieses Mal durch den Haupteingang. Dort standen viele Kinder am Straßenrand, die Wasser oder Lebensmittel erbettelten oder kleine Souvenirs verkaufen wollten. Wir hielten kurz an und gaben einige Flaschen Wasser aus dem Auto heraus. Solche Begegnungen gehen einem schon nahe und zeigen auch eine Seite Namibias, die viele Urlauber nur am Rande wahrnehmen.
Fazit: Spitzkoppe Cabin Camp
Das Spitzkoppe Cabin Camp ist eine tolle Alternative für alle, die direkt an der Spitzkoppe übernachten möchten, aber weder campen noch in der Spitzkoppen Lodge wohnen können oder möchten. Für uns kam die Lodge leider nicht infrage, da dort Kinder erst ab sechs Jahren erlaubt sind – und der eine fehlende Monat bis zu Sophias sechstem Geburtstag leider konsequent ausgelegt wurde 😈
Die stilvoll eingerichteten Cabins bieten alles, was man für eine Übernachtung benötigt. Küche, Grill- und Spülbereich sowie Duschen und Toiletten befinden sich zentral auf dem Gelände, und an der Rezeption kann gegen eine kleine Gebühr eine Geschirr- und Kochbox ausgeliehen werden.
Für uns war das Camp die perfekte Möglichkeit, die einzigartige Landschaft der Spitzkoppe ganz ohne Campingausrüstung zu erleben. Wer auf Komfort verzichten kann, aber mitten in der Natur übernachten möchte, dem können wir das Spitzkoppe Cabin Camp uneingeschränkt empfehlen.
Unser heutiges Ziel war das Omandumba Bush Camp im Erongo-Gebirge. Obwohl es nur rund 95 Kilometer entfernt lag, brauchten wir etwa eineinhalb Stunden. Auffällig war, dass hier deutlich mehr Menschen leben als im Süden Namibias. Immer wieder kamen wir durch kleine Dörfer oder an einfachen Häusern vorbei, und viele Menschen warteten am Straßenrand auf Mitfahrgelegenheiten.
Bereits gegen Mittag erreichten wir das Bush Camp. Vince begrüßte uns herzlich und zeigte uns die Anlage. Besonders freuten wir uns über den schönen Pool, der erst im vergangenen Jahr gebaut worden war – bei den (für uns) sommerlichen Temperaturen genau das Richtige.
Die Häuschen gefielen uns auf Anhieb. Sie sind im unteren Bereich gemauert, der obere Teil besteht aus Zeltplanen. Dadurch herrscht ein angenehm luftiges Raumklima und man fühlt sich der Natur trotzdem ganz nah.
Den Nachmittag verbrachten wir entspannt am Pool. Zunächst teilten wir ihn mit einer österreichischen Reisegruppe, später hatten wir den gesamten Poolbereich für uns allein. Mit einem guten Buch, Kaffee und leckerem Kuchen ließ es sich dort wunderbar aushalten.
Am Abend trafen wir uns an der Lapa und spielten eine Runde UNO, bevor das Abendessen serviert wurde.
Gemeinsam mit einer Familie aus Mannheim sowie Babs und ihrem Mann, die die Managerin des Camps während ihrer Abwesenheit vertraten, verbrachten wir einen ausgesprochen unterhaltsamen Abend.
Das Essen war hervorragend: Erbsensuppe mit frischen Brötchen als Vorspeise, anschließend ein Buffet mit Salaten, Gemüse und traditionellem Bobotie, einem würzigen Hackfleischauflauf, der in Namibia und Südafrika weit verbreitet ist. Zum Abschluss gab es Vanilleeis.
Zurück in unserer Cabin las ich Sophia noch eine Gute-Nacht-Geschichte vor – vermutlich zur Unterhaltung aller Nachbarn, denn durch die Zeltplanen war wirklich jedes Wort zu hören 😗
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201329. Juli 2026 ·
Mittwoch, 13. Mai 2026 – Granitfelsen und Sundowner-Stimmung
Heute Morgen wurden wir gegen halb acht von Sophia geweckt – perfekt, denn das Frühstück war für acht Uhr bestellt. Es war zunächst noch recht frisch, wobei uns erzählt wurde, dass die beiden Tage zuvor sogar noch deutlich kühler gewesen seien. Sobald jedoch die Sonne über den Granitfelsen des Erongo-Gebirges auftauchte, wurde es innerhalb kürzester Zeit angenehm warm.
Das Frühstück war wieder hervorragend. Neben den üblichen Dingen gab es auch Mieliepap, einen Maisbrei, der als Nationalgericht Namibias gilt und in vielen Haushalten nahezu täglich auf den Tisch kommt – mal herzhaft, mal süß. Wir probierten ihn mit Obstsalat wie ein Müsli und waren überrascht, wie gut er schmeckte. Die Konsistenz erinnert ein wenig an Grießbrei. Nach dem Frühstück verabschiedeten sich sowohl die Familie aus Mannheim als auch die Reisegruppe. Plötzlich hatten wir die Lodge fast für uns allein.
Gut eingecremt machten wir uns anschließend auf den Moringa Trail, einen der drei markierten Wanderwege der Farm. Während zwei der Wege eher flach über das Gelände führen, steigt der Moringa Trail etwas in die umliegenden Hügel an. Die Wanderung ist trotzdem auch mit Kind gut machbar und gehört rückblickend zu unseren schönsten Spaziergängen in Namibia. Hinter jeder Biegung bot sich ein neuer Blick auf die faszinierenden Granitformationen des Erongo-Gebirges, und die abwechslungsreiche Landschaft machte den Weg besonders reizvoll 😘
Nach etwa eineinhalb Stunden waren wir wieder zurück. Mittlerweile war es richtig heiß geworden, sodass wir direkt die Badesachen anzogen und den Nachmittag entspannt am Pool verbrachten. Sophia hörte Hörbuch und freundete sich mit der hier lebenden Katze an, während Marc und ich gelesen oder uns im Pool erfrischt haben.
Um 15 Uhr gab es wie jeden Tag Kaffee und Kuchen – diesmal einen ausgesprochen leckeren Marmorkuchen. Dabei erfuhren wir auch etwas über das besondere Naturschutzprojekt der Region. Als wir zwei Tage zuvor auf der D2315 durch ein bewachtes Tor gefahren waren, hatten wir uns noch gefragt, weshalb sich mitten auf einer öffentlichen Straße plötzlich ein Tor befindet.
Die Erklärung wurde uns nun geliefert: Die Farmbesitzer des Erongo-Gebiets haben ihre Zäune zwischen den einzelnen Farmen entfernt und ihre Flächen zu einem rund 180.000 Hektar großen Schutzgebiet zusammengeschlossen. So können sich Wildtiere wieder frei bewegen und dauerhaft ansiedeln. Heute leben dort unter anderem Nashörner, Giraffen, Zebras, Kudus, Oryx, zahlreiche Antilopenarten und sogar Löffelhunde. Leider hatten wir bislang noch kaum Wildtiere gesehen – vielleicht würde sich das ja bei unserer Sundowner-Fahrt ändern.
Pünktlich um 17 Uhr sollte es losgehen. Unser Guide Vince verspätete sich allerdings um etwa eine Viertelstunde, weil er zuvor noch mit anderen Gästen bei den Felszeichnungen unterwegs gewesen war. Für uns war das überhaupt kein Problem – Sophia nutzte die Zeit, um sich von Babsi im Häkeln unterrichten zu lassen 😄
Gemeinsam fuhren wir anschließend über das Farmgelände und konnten tatsächlich einige Tiere entdecken: Oryx, eine größere Zebraherde und mehrere Springböcke. Sie hielten allerdings stets großen Abstand. Man merkte deutlich, dass sie nur selten Menschen begegnen und entsprechend scheu sind.
Zum Sonnenuntergang brachte uns Vince auf einen wunderschönen Aussichtspunkt zwischen den markanten roten Granitfelsen des Erongo-Gebirges. Die Kulisse war traumhaft. Einzig die kleine Verspätung war etwas schade – kaum hatten wir unsere Getränke in der Hand, verschwand die Sonne bereits hinter den Bergen. Trotzdem war die Atmosphäre wunderschön. Während wir den Ausblick genossen, erzählte Vince ein wenig von sich und seiner Familie. Solche persönlichen Gespräche machen Begegnungen auf Reisen für mich oft besonders wertvoll.
Auf dieser Reise ist uns übrigens etwas aufgefallen: Vor jeder Sundowner-Tour mussten wir bisher unsere Getränke bereits im Vorfeld auswählen, und meist bekam jeder gleich zwei oder sogar drei Getränke 🤩 Das erschien uns etwas übertrieben, vor allem, wenn man keine Buschtoilette nutzen möchte. Unseren zweiten Gin Tonic tranken wir deshalb einfach später als Aperitif zurück in der Lodge.
Eigentlich sollte das Abendessen um halb acht beginnen. Kurz vorher traf jedoch überraschend noch eine Gruppe französischer Gäste ein, mit deren Anreise niemand gerechnet hatte. Babsi und Robert vertraten die eigentlichen Lodge-Managerin nur vorübergehend und hatten keinen Zugriff auf das Buchungssystem. Also mussten kurzfristig noch Unterkünfte vorbereitet und zusätzlich gekocht werden. Dadurch begann das Abendessen erst gegen acht Uhr – was für uns aber überhaupt kein Problem war.
Diesmal war die Runde allerdings längst nicht so harmonisch wie am ersten Abend. Eine südafrikanische Ornithologin sprach nahezu ausschließlich über Vögel, ein deutscher Gast erklärte sich selbst zum Insektenexperten und war ständig auf der Suche nach Käfern rund um den Esstisch, während zwei Schweizer dagegen kaum ein Wort sagten. Das Konzept des gemeinsamen Essens kann wirklich ein Highlight sein – vorausgesetzt, die Gruppe harmoniert. Diesmal wollte der Funke leider nicht überspringen.
Kulinarisch gab es dagegen nichts zu beanstanden: Serviert wurden saftige Hühnchenrouladen mit Kartoffelstampf, Nudeln und Salat, zum Dessert eine frische Maracuja-Frischkäsecreme. Wieder einmal war das Essen ausgezeichnet.
Zurück an unserem Zelt nutzte ich schließlich noch den klaren Himmel für ein paar Sternenaufnahmen. Fernab jeder Lichtverschmutzung zeigte sich der Sternenhimmel über dem Erongo-Gebirge einmal mehr von seiner beeindruckendsten Seite.
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201302. Aug. 2026 ·
Donnerstag, 14. Mai 2026 - Zurück an einem Lieblingsort
Der Tag begann mit einem letzten gemütlichen Frühstück im Omandumba Bush Camp, bevor wir unsere Koffer packten und uns wieder auf den Weg machten.
Fazit Omandumba Bush Camp
Für uns war das Omandumba Bush Camp bislang der Preis-Leistungs-Sieger der Reise. Die Unterkunft hat eine tolle Atmosphäre, ohne dabei überteuert zu sein. Babsi und Robert haben sich mit viel Herz um ihre Gäste gekümmert und den Aufenthalt besonders angenehm gemacht 😘
Die Zeltchalets sind gemütlich eingerichtet und durch die Zeltplane im oberen Bereich herrscht selbst an warmen Tagen ein angenehmes Raumklima. Besonders praktisch fanden wir, dass unser Bad durch die in der Abendsonne aufgeheizten Steine schön warm blieb, während das Schlafzimmer schon angenehm kühl war.
Auch der neue Pool, das leckere Essen und der schöne Sundowner Drive haben uns überzeugt. Für uns ist das Omandumba Bush Camp eine klare Empfehlung – und ein Ort, an den wir jederzeit gerne zurückkehren würden.
Bevor es Richtung Norden weitergehen sollte, besuchten wir noch das San Living Museum, das direkt bei Omandumba liegt. Zunächst war weit und breit niemand zu sehen, doch nach einigen Minuten wurden wir freundlich begrüßt und über die verschiedenen Angebote informiert.
Wir entschieden uns für eine etwa 30-minütige Einführung, bei der uns gezeigt wurde, wie die San traditionell Feuer machen, Seile herstellen und Pfeil und Bogen benutzen. Marc und Sophia durften sich selbst im Bogenschießen versuchen.
Besonders schön war zu beobachten, wie Sophia ihre anfängliche Schüchternheit ablegte, als einige kleine Jungen aus dem Dorf neugierig dazu kamen. Obwohl sie sich nicht verständigen konnten, winkten sie sich immer wieder zu und feuerten gemeinsam den San beim Feuermachen an.
Grundsätzlich haben wir bei Living Museums immer gemischte Gefühle. Einerseits fragt man sich, wie man selbst empfinden würde, wenn täglich Touristen das eigene Leben beobachten. Andererseits stellen solche Projekte für die San eine wichtige Einnahmequelle dar und vermitteln Besuchern viel Wissenswertes über ihre traditionelle Lebensweise. Aus Respekt verzichtete ich bewusst darauf, Fotos zu machen.
Im Nachhinein hätten wir gerne noch etwas mehr Zeit eingeplant, denn neben den Vorführungen werden auch Bushwalks angeboten, bei denen man noch tiefer in die Kultur der San eintauchen kann. Interessant fanden wir außerdem, dass sich die Familien alle drei Monate abwechseln und eigentlich aus der Kalahari im Nordosten Namibias stammen.
Anschließend fuhren wir weiter Richtung Vingerklip. Ein geplanter Stopp an der Erongo Mountain Winery fiel aus, weil es uns für eine Weinprobe oder einen Lunch schlicht noch zu früh war. Die Strecke führte überwiegend durch Buschland und war wenig spektakulär, allerdings mussten wir unterwegs zahlreiche Viehgatter öffnen und wieder schließen.
Am frühen Nachmittag erreichten wir die Vingerklip Lodge, die wir bereits von unserem Aufenthalt 2013 kannten. Sofort fühlten wir uns wieder wohl. Unser Chalet bot einen traumhaften Ausblick, Sophia freute sich über ihren Schlafplatz unter dem Dach, und der angenehm warme Pool lud direkt zum Entspannen ein. Am späten Nachmittag genossen wir dort einen Sundowner, während Sophia den Spielbereich für Kinder erkundete.
Diese putzigen Gesellen leben hier überall zwischen den Steinen 😘
Vor dem Abendessen spielten wir noch eine Runde UNO in der kleinen Lounge oberhalb der Bar. Das Buffet war abwechslungsreich und gerade für Sophia ideal.
Eine besonders schöne Überraschung wartete zum Schluss auf uns: Unser Freund aus Swakopmund (seine Eltern sind die aktuellen Manager der Vingerklip Lodge) hatte eine Flasche Wein als Geschenk für uns hinterlegt – eine wirklich liebe Geste. Den Abend ließen wir anschließend gemütlich bei einer Runde Dobble ausklingen.
SorimucThemenstarter384 Beiträge · seit 201304. Aug. 2026 ·
Bevor wir in den nächsten Reisetag starten, möchte ich mich bei allen bedanken, die regelmäßig den Danke-Button drücken 😘 Ich freue mich wirklich sehr, dass trotz der Länge unserer Reise noch so viele mitlesen. Es ist schön zu sehen, dass unsere Erlebnisse auf Interesse stoßen und vielleicht den einen oder anderen auch an eigene Namibia-Erinnerungen denken lassen.
Freitag, 15. Mai 2026 – Wanderung zur Fingerklippe und ein unvergesslicher Abend im Eagle's Nest
Der Tag begann etwas früher als geplant, denn Sophia brauchte Hilfe, um die steile Leiter von oben zu uns herunterzuklettern. Danach war an Weiterschlafen nicht mehr wirklich zu denken 🙄
Beim Frühstück zeigte sich die Vingerklip Lodge im Vergleich zu unseren bisherigen Unterkünften eher durchschnittlich. Die Auswahl war ausreichend und Eierspeisen wurden frisch zubereitet, allerdings waren die Brötchen schnell vergriffen und wurden nicht mehr nachgelegt. Insgesamt wurden wir satt, hatten aber schon deutlich bessere Frühstücksbuffets in Namibia.
Anschließend machten wir uns auf den Northern Terrace Hike, einen rund 1,5 bis 2-stündigen Rundweg, der um den Berg an der Lodge herum bis zur berühmten Fingerklippe führt. Die Wanderung bietet schöne Ausblicke auf die beeindruckenden Ugab-Terrassen, allerdings wurde es schnell sehr heiß. Besonders der letzte Anstieg zur Fingerklippe war bei den Temperaturen durchaus schweißtreibend 😈
Im Vergleich zu unserem Besuch im Jahr 2013 fiel uns auf, dass der Bereich rund um die Fingerklippe inzwischen komplett eingezäunt ist. Damals konnte man sich dort noch frei bewegen.
Nach einer kurzen Pause im Schatten – inklusive eines selbst geschnitzten Wanderstocks für Sophia – ging es zurück zur Lodge. Insgesamt sollte man für die Wanderung etwa zwei Stunden einplanen.
Den restlichen Tag verbrachten wir entspannt am Pool. Vorher stärkten wir uns noch mit einem leichten Mittagessen im Restaurant, bevor wir die Mittagshitze lesend im Schatten genossen.
Rund um die Lodge gibt es erstaunlich viele kleine Tiere zu entdecken. Besonders häufig sahen wir Eidechsen und die niedlichen Dassie Rats, die zwischen den Felsen in großen Familien leben. Auf unserer Wanderung hatten wir außerdem das Glück, sogar ein Chamäleon zu entdecken.
Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg zum Eagle's Nest, dem spektakulär gelegenen Restaurant oberhalb der Lodge. Der Aufstieg über die Ugab-Terrasse erfolgt über eine lange Treppe und dürfte für Menschen mit Höhenangst durchaus eine Herausforderung sein 🤢 Der schweißtreibende Aufstieg lohnt sich jedoch in jeder Hinsicht: Je höher man kommt, desto beeindruckender wird der Blick über die Ugab-Terrassen und hinüber zur Fingerklippe.
Oben wurden wir herzlich mit einem kühlen Getränk empfangen und verbrachten die Zeit bis zum Abendessen am Sundowner-Aussichtspunkt. Die Aussicht gehört für uns definitiv zu den schönsten der gesamten Reise.
Um 19 Uhr wurde das Dinner zunächst auf Damara mit den typischen Klicklauten angekündigt – eine schöne und authentische Erfahrung. Anschließend erklärte unser Kellner das Menü auf Englisch. Serviert wurden unter anderem Oryx-Steak, Boerewors aus Impalafleisch und gegrilltes Schwein mit verschiedenen Beilagen. Besonders begeistert war ich erneut vom Milliepap, diesmal mit einer würzigen Tomaten-Zwiebel-Soße. Zusammen mit einem sehr guten Sauvignon Blanc war das ein rundum gelungenes Abendessen.
Der Rückweg zur Lodge führte uns bereits im Dunkeln über den gut beleuchteten Weg. Unten ließen wir den Abend bei einer Runde UNO ausklingen und trafen dabei zufällig die Manager der Lodge – die Eltern unseres Freundes aus Swakopmund. So ergab sich noch ein nettes Gespräch, bevor wir schließlich ins Bett gingen.
Ein kleiner Wermutstropfen waren allerdings die zahlreichen Mücken 😵 Schon beim Sundowner wurden wir (bzw. hauptsächlich ich 😈 ) ordentlich gestochen und nachts musste schließlich das Fenistil-Gel aus der Reiseapotheke großflächig zum Einsatz kommen.
Melanie1982730 Beiträge · seit 202305. Aug. 2026 ·
Jetzt muss ich mich zwischendurch auch mal wieder melden.
Eure Reise gefällt mir richtig richtig gut und sie hört sich auch sehr entspannt an, so dass sie für eure Tochter bestimmt auch ein ganz tolles Erlebnis war. Viele eurer Unterkünfte sind auch ganz nach meinem Geschmack und ich werde mir den Bericht bestimmt nochmal in einem Rutsch durchlesen, wenn es an eine weitere Planung einer Namibia-Reise geht. Oder für den Feinschliff unserer Südtour nächstes Jahr.
Ich freue mich immer, wenn es in eurem Bericht weitergeht und ich liebe eure Bilder 😎