Von Gnudus und Geoparden - SA mit Kindern 2025

Reisebericht 63 Antworten · 6’154 Aufrufe · gestartet 27. Sept. 2025 von fidel
Themenstarter925 Beiträge · seit 201601. Juli 2026 ·
30.08.2025 Nambiti Ndaka Lodge - Teil I

Auch für Familien mit kleinen Kindern heißt es natürlich, früh aufzustehen. Um Punkt 06:00 Uhr war Abfahrt. Zuvor gab es im Restaurant Kaffee/Kakao aus dem Vollautomaten und ein paar Kekse zum Knabbern. In Erwartung eisiger Temperaturen waren alle mit dem Maximum an mitgebrachter Winterausstattung gekleidet. Zudem gab es Wärmflaschen und warme Decken in ausreichender Anzahl. So ließ es sich sehr gut aushalten. Tatsächlich hatten wir stets aber “nur” Tiefsttemperaturen um 10°C. Gerade im Winter kann es hier auch gern nachts nochmal 10°C kälter sein.

Bereits kurz nach dem Aufbruch kreuzten zwei NH unseren Weg. Die Sonne war noch nicht sichtbar und verbarg sich hinter Hochnebel.





Nachdem wir uns gestern in einem verhältnismäßig kleinen Gebiet südöstlich der Lodge aufgehalten hatten (und damit im Nordteil des Reservats), ging es heute einmal ganz in den Süden und wieder zurück. Dabei ließ es sich aufgrund der begrenzten Größe des Reserves natürlich nicht vermeiden, hin und wieder an Zäunen entlang zu fahren. Da sich daneben jedoch in der Regel Felder befanden, beeinträchtigte dies das Erlebnis weniger stark als befürchtet (mit Ausnahme einer Herde Schafe, die alle Kinder spannender fanden als den Strauß auf unserer Seite des Zauns).



Irgendwann gelang der Sonne der Durchbruch und wir stießen auf eine recht große Gruppe Elands und Zebras.







Nach ca. einer Stunde Fahrt erreichten wir die Gegend, in der am Vortag weitere Vertreter der Gepardenpopulation zuletzt gesichtet wurden. Gemeinsam mit einem weiteren Fahrzeug der Lodge fanden wir eine ältere Dame, die sich auf dem Weg in der Morgensonne wärmte.



Kurz darauf kamen zwei weitere Geparde, ihre männlichen, bereits ausgewachsenen Söhne hinzu. Diese schlichen sich zunächst von unterhalb einer Böschung an, ehe es kurz wild her ging.







Nach eifriger Begrüßung legte sich die gesamte Familie zum Aufwärmen in die Sonne.







Für uns ging es weiter. Nach einem Schlangenhalsvogel an einem kleinen See konnten wir einige Giraffen beobachten.







Anschließend wurde für Kaffee und Kakao ein Stop eingelegt. Etwas schade, dass der Kaffee auf Instant-Basis frisch angerührt wurde (dafür immerhin mit Amarula-Schuss) - gerade bei so einem planbaren Setting hätte man meines Erachtens auch ohne weiteres “besseren” Kaffee vorbereiten und mitnehmen können..

Nachdem alle Tassen leer waren, machten wir uns auf den langsamen Rückweg gen Norden mit Kudu, Gleitaar und Leierantilopen.









Die Position des Löwen-Pärchens von gestern Abend war unverändert, so dass wir ihnen einen weiteren kurzen Besuch abstatteten. Leider war von ihnen nur wenig zu sehen.



Zurück im Camp gab es zunächst ein sehr umfangreiches und leckeres Frühstück. Dann wollten wir eigentlich den Plan “Schlaf nachholen” verfolgen - schließlich war die nicht nur für uns, sondern vor allem für die Kinder zu kurz und es gab keine Pflichtaufgaben mehr für uns. Leider hatten wir die Rechnung ohne die Kinder gemacht, die voller Energie steckten und überhaupt nicht an ein Schläfchen denken wollten.

Stattdessen nutzten wir die inzwischen fast heißen Temperaturen für eine Abkühlung im sehr schön angelegten (aber meines Wissens nicht beheizten) Pool bei doch recht frischer Wassertemperatur.
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3’388 Beiträge · seit 200901. Juli 2026 ·
Hallo Fidel,

Danke Dir für Deine Erklärungen bezüglich Skukuzza und Ndaka. 🙂

Bei Skukuzza haben wir uns jetzt den BN3 mit der Nummer 184 reservieren lassen. Ein Bungalow, der laut den Ladies in der Rezeption von Skukuzza sehr ruhig liegen soll und vor allem ohne Bauarbeiten. Und dass es etwas enger wird, war uns von vornherein klar. 😎

Bei Ndaka denken wir auch, dass wir das schon irgendwie hinbekommen. Es ist ja nun wirklich eine Lodge im höheren Preissegment, wo sich im Regelfall auch das Publikum incl. Kid´s sicherlich weiß, wie man sich dort gibt. Das wird bestimmt gut. Und uns wurde bei der Reservierung auch gesagt, dass man natürlich drauf achtet, Familien mit Kindern in einem Auto, und in den anderen Autos ohne Kinder. Ist ja eigentlich logisch und wird damit jedem gerecht. Schau ma mal ....

Du fragst wegen unseren Unterkünften in den Drakensbergen. Wir haben das wie folgt aufgeteilt:

4 ÜN Champagne Castle Hotel
3 ÜN Giants Cup (Otter Cove)
3 ÜN Montusi Mountain Lodge
danach gehts dann rüber in das PGR Nambiti (Ndaka), bevor wir dann mit einer Zwischenübernachtung am Lake Chrissie noch in den Krüger fahren. 3 Nä Skukuzza, 6 oder auch 7 Nächte Crocodile Bridge Safari Lodge.

Wir freuen uns heute schon arg drauf. Das wird bestimmt wieder ein toller Urlaub. 🙂

Dir nochmals vielen Dank nicht nur für die Infos, die Du uns rüberschickst, sondern auch für Deinen schönen Reisebericht!
Ich schreib jetzt dann auch noch ein Kapitel von unserem Norwegen-Urlaub. Macht schon Arbeit, aber auch Spaß!

Viele Grüße,
der bayern schorsch
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Themenstarter925 Beiträge · seit 201601. Juli 2026 ·
30.08.2025 Nambiti Ndaka Lodge - Teil II

Nach einem etwas späteren Mittagessen ging es um 15:00 Uhr beinahe nahtlos wieder auf Gamedrive. Nachdem wir am Vormittag bereits recht weite Strecken auf Transfer zurückgelegt hatten, bei denen nicht wirklich viel zu sehen war (dafür war natürlich die Gepardensichtung top), stieß Amons Plan, erneut in den Süden zu fahren um die Elefanten zu suchen, die bereits seit einigen Tagen nicht mehr gesehen worden waren, sowohl bei uns als auch bei unseren Mitfahrern auf wenig Begeisterung. Im Vertrauen auf sein Wissen und seine Erfahrung ließen wir ihn jedoch gewähren.

Das Mating Pair war immer noch an Ort und Stelle. Für etwas Spannung sorgte eine Gnuherde, die sich langsam und ahnungslos genau auf die beiden Löwen zubewegte - was die Löwendame dazu veranlasste, sich zu ducken und einige Meter vorwärts zu schleichen.



Leider blieb es beim etwas halbherzigen Versuch und die Herde roch den Braten rechtzeitig.



Dies blieb leider neben einem Kudu das spannendste für die nächsten 1,5 Stunden bis zum Sundowner.



Amon suchte gemeinsam mit uns fleißig nach der einzigen Elefantenherde im Reserve, fand sie bis zum Sundowner jedoch nicht. Erst nach einer weiteren halben Stunde trafen wir in einem dicht bewaldeten und hügeligen Gebiet auf die Elefanten.





Wir hatten jedoch Glück bzw. hatte Amon gutes Timing bewiesen. Die gesamte Herde war gerade auf dem Weg zu einem Wasserloch und bescherte uns im Abendlicht eine weitere wunderbare Sichtung.







Als es bereits zu dämmern anfing, machten wir uns auf den Rückweg. Leider mussten wir noch bei einem anderen Fahrzeug der Lodge, welches ein technisches Problem hatte und nicht mehr fahrbar war, einige Zeit warten. Da wir uns in der Nähe einer anderen Lodge befanden, durften die Insassen jedoch nach einigem hin und her in ein Fahrzeug der anderen Lodge umsteigen und wir konnten alleine nach Hause fahren.



Als letzte Sichtung entdeckte meine Frau einen Milchuhu auf einem Baum.



Auch wenn die Elefantensichtung top war, hatten wir das Gefühl, heute doch ein wenig viel scheinbar sinnlos in der Gegend herumgefahren zu sein. Hier wäre vielleicht etwas mehr proaktive Information, warum man wann wohin fährt etc. vielleicht sinnvoller gewesen, jedenfalls für erfahrene Safarigäste.
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Themenstarter925 Beiträge · seit 201601. Juli 2026 ·
31.08.2025 Nambiti Ndaka Lodge - Teil I

Der heutige morgen startet mit leichtem Nieselregen, der jedoch bereits nach wenigen Minuten aufhört. Wenige hundert Meter nach dem Start stoßen wir auf zwei NH, kurz darauf auf eine Büffelherde (man sieht die Lodge noch im Hintergrund).







Auch für Vögel wird gehalten.





Die Löwen haben sich offensichtlich weiterbewegt. Wir finden sie in einem sehr steinigen Gebiet, leider schwer sichtbar und im direkten Gegenlicht.



In etwas Entfernung können wir bereits zwei weitere NH erspähen. An dieser Stelle verläuft eine Stromtrasse quer durchs Gebiet.





Wir drehen eine Schleife, anderswo ist es nochmals deutlich nebliger.



Dann erfahren wir über Funk, dass die Löwen nun in Bewegung sind. Wir haben Glück und erwischen sie gerade in dem Moment, wo sie von einem Hügel Richtung Straße gerade auf uns zu laufen. So nah hatten wir Löwen in einem offenen Fahrzeug noch nie gehabt - erst Recht nicht mit kleinen Kindern. Die verhalten sich jedoch absolut vorbildlich und die Löwen nehmen keinerlei Notiz von uns.









Als die Löwen weiter weg gehen, verabschieden wir uns von ihnen und steuern einen traumhaften Platz an einem Fluss für den Morgenkaffee an.





Danach geht es über den Fluss weiter. Ca. 100m hinter der Furt treffen wir auf eine Büffelherde.



Amon ist hiervon sichtlich überrascht und hat das Gefühl, uns hier unbewusst einer Gefahr ausgesetzt zu haben - schließlich waren wir keine hundert Meter Luftlinie von der Herde entfernt, konnten sie aber wegen der Uferböschung nicht sehen und wegen des rauschenden Wassers nicht hören. Man sieht hierdurch aber schön, dass man sich natürlich trotz Guide etc. immer noch zwischen wilden Tieren bewegt und wie begrenzt die menschlichen Sinne in der Natur sind. Entsprechend wird ein weiteres Fahrzeug unserer Lodge, dass sich gerade an unserem vorherigen Frühstücksplatz niederlassen will, gewarnt.





Der weitere Weg ist bis auf eine Herde Zebras ereignislos und so kommen wir um kurz nach 9:00 Uhr zum Frühstück wieder in unserer Lodge an.

Heute ist K1 nach dem Frühstück einem Schläfchen nicht abgeneigt - K2 hat aber definitiv keine Lust, weshalb zunächst der schön angelegte Spielplatz in Angriff genommen, dann ein bisschen mit den Füßen im Pool geplanscht und schließlich auf der Wiese unterhalb des Pools ein wenig Ball gespielt wird.

Außerhalb des Zauns grasen Wasserböcke und Nyalas, die sich durch die Anwesenheit der Menschen in keinster Weise stören lassen.

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