BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201405. Jan. 2026 ·
Die Sonne scheint nicht grade hell…. Doch die Sandriver Gegend ist einfach schön und vor allem, es hat wenige Autos bis gar keine
Dieser schwer mit Früchen beladene Leberwurstbaum / Sausage Tree / Kigelia africana zieht uns magisch an. Aber nicht nur uns! Sondern auch Goldbugpapageien / Meyer’s Parrot, ein Pärchen. Ob sie von den Früchten fressen, weiss ich nicht, denn die sind steinhart.
Der nächste Leberwurstbaum wird von Anubispavianen bevölkert. Es scheint die Blüten schmecken lecker. Der am Boden schaut ganz gierig hoch…. Ich finde es immer herrlich, wenn ich Leute im Auto habe, die an allem interessiert sind und alle Tiere faszinierend finden.
Der Weg führ uns weg vom Sandriver und Joseph meint, hier sind keine Tiere. Da ein Baum und eine tote Impala oben drauf. Vom Leopard keine Spur. Doch die Autospuren reden Bände…. Die arme Katze wurde von Autos total bedrängt und es wundert mich, dass es von den Autos keine Kletterspuren am Baum gibt.
Wir beratschlagen wie und wo wir picknicken wollen. Am Ende beschliessen wir im Auto etwas entfernt von dem Leopardenbaum zu essen. Ein paar Elefanten sind nicht allzu weit von uns.
Nach dem Essen fahren wir nochmals beim Baum vorbei und finden hässliche Szenen. Der Leopard hat sich in dem Graben versteckt und Autos bedrängen ihn/sie weiterhin. Klar sind sie aufs gröbste Offroad… Ein Schlaumeier steht auch aufs Autodach. Leoparden können ja nicht springen… Ein Auto gehört zum alteingesessenen Cottar’s Camp. Später beim Rausfahren rapportiere ich den Rangern und schicke ihm Fotos vom Handy der Schwiegertochter, die diese an mich schickte. Er berichtete mir dann an einem anderen Tag, dass er wenigstens einen gefunden hat und der seine Strafe bekam. Klar, es endete in der Tasche des Rangers. Das ist mir egal. Ich kann mir vorstellen, dass der Fahrer total verblüfft war, denn er hatte keine Ahnung, wer ihn verpetzte. Ist auch besser so.
Schon bald treten wir den Heimweg an. Doch nicht ohne auch Maasai Giraffen unsere Aufmerksamkeit zu schenken.
Die ruhenden Büffel sind fleissig am Wiederkauen. Ihre Begleiter, die Madenhacker gehören natürlich dazu.
Das heute Abschlussfoto macht das Rotkehlfrankolin / Red-necked Spurfowl / Pternistis afer cranchii
Ein wohlschmeckendes Abendessen und ab ins Zelt.
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Elvira Wolfer
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BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201411. Jan. 2026 ·
12.9. Ein neuer Tag, neue Erwartungen. Erst sehen wir nicht viel. Ein Zebra in der Weite der Masai Mara.
Unter einem Baum ist die erste Pause. Man will ja nicht den gleichen Kaffee den ganzen Tag rumtragen. Der Sohn schaut sich um und sagt ganz ruhig, da oben liegt eine Schlange. Ich natürlich hell begeistert und noch mehr, als ich meine erste grüne Boomslang erblicke. Die Baumschlange ist spezialisiert auf Vögel und Chamäleons. Die Giftzähne sind hinten im Kiefer. Das Gift verhindert die Blutgerinnung und es gibt kein Gegengift. Jedoch sind Boomslangs überhaupt ruhige Schlangen, die man zum Zubeissen überreden muss. Es ist ein Männchen und er hatte sich grade gehäutet. Bevor Picco fragt, warum ich weiss, dass das ein Männchen ist – die Weibchen sind ganz selten grün. Er hat sich total blöd platziert und ist hoch oben. Joseph muss das Auto verstellen, aber auch das hilft nur ganz wenig. Ein Blatt verdeckt den Kopf. Wie gerne hätte ich einen Stock, der lang genug ist, um sie am Schwanz zu stupfen. Das hätte ihn wohl bewegt, sich besser zu positioniern. Auch die Vögel, die ihn mobbten, verschoben ihn nicht.
Die Pupillen sind nicht rund sondern irgendeine Art von oval. Dies erlaubt wahrscheinlich binokulares sehen, was beim Zubeissen helfen kann.
Ich glaube, es waren 6 Löwinnen im Gras. Wir fotografierten mal, für mich so gut es ging durch das Gras hindurch. Die Löwinnen haben es auf die leckeren Zebras abgesehen. Als wir hier fertig fotografiert haben, stellen wir das Auto auf den Weg auf der anderen Seite des Flüsschens.
Eine Löwin steht auf und geht ein Stück, aufmerksam beobachtet von ihren Kolleginnen. Sie markiert auch noch. Für uns ein Zeichen, zu fahren.
Es ist nun sehr weit zum Fotografieren und die Bilder sehen entsprechend aus. Wir können die Löwinnen aber durch die Kamera sehen. Diese benutze ich auch als Fernglas.
Eine Herde Grantgazellen steht näher
Klar sind wir nicht alleine, doch es sind auch nicht viele Autos und sie benehmen sich. Die Löwinnen sind links vom Weg.
Die Löwinnen teilen sich auf und schleichen sich an. Immer wieder suchen sie Deckung und verharren ruhig.
Trotz aller Vorsicht bemerken die Zebras die Löwinnen und auch einen alten Elenantilopenbock. Sie brechen nicht in Panik aus, bringen sich aber in eine grössere Distanz.
Wenn Zebras Löwen erspäht haben, verschwenden die Löwen keine Energie. Ihr Ziel ist nun der Schatten unter den Büschen am Fluss und die Wassernähe. Die Zebras schauen nun einfach. Sie sind sich bewusst, dass sie nun nicht angegriffen werden. Auch wenn wir keine Jagdszene erlebten, so war es doch spannend.
Wieder mal ein nettes Blümchen – Zornia setosa. Die gehört zu den Hülsenfrüchtlern, Fabaceae
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Elvira Wolfer
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BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201411. Jan. 2026 ·
Das ist das frischeste Topi, das ich je gesehen habe! Das Aufstehen und ein paar Schritte gehen, geht noch echt harzig. Es plumpst auch gelegentlich wieder hin. Es versuchte auch nach dem Utter zu suchen. Der Geruch (Pheromone), die sich im Utter bilden, wird es angezogen. Aber es weiss instiktiv auch, dass es nach einem Winkel suchen muss und dass das Utter an einer dunklen Stelle ist. Der Bock schaut wohl, ob die Mutter empfängnisbereit sind. Bei einer Geburt werden ja viele Düfte frei gesetzt. Topis, wie auch andere Antilopen und Zebras stehen schon recht kurz nach der Geburt auf. Am extremsten sind Gnus, die schon nach 7 – 10 Minuten stehen.
2 Zebras stehen recht gut im grünen Gras. Die Fläche wurde vor einigen Wochen abgefackelt. Sinn oder Unsinn? Da streiten sich die Geister
Bei den Topis herrscht Babyboom
Und zur Abwechslung wieder Löwen. Die liegende Löwin hat einige Schrammen, aber keine ist wirklich ernst. Jagen ist für Löwen nicht ungefährlich
Auch bei den Thomson Gazellen hat es Nachwuchs
Jede(r) tut, was er/sie am besten kann. Der Energiespar-Modus ist eingeschaltet. Orange-Blatt Croton / Orange-leaved Croton / Croton dichogamus gehört in die Familie der Euphorbien / Euphorbiaceae und in die Unterfamilie Crotonoideae. Sie haben nicht wie andere Euphorbien den weissen Saft. Dennoch, sie halten Insekten fern und wie man sieht den Boden feucht und kühl.
Wir suchen uns einen Picknickbaum. Das Essen ist gut und es hat von allem etwas.
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Nein, ich stell eine ganz andere Frage! Wie geht denn das mit der Nabelschnur bei den Wildtieren, ich nehme an dass da keine Hebamme kommt und die durchschneidet... 😗
Nach dem Essen fahren wir nochmals beim Baum vorbei und finden hässliche Szenen. Der Leopard hat sich in dem Graben versteckt und Autos bedrängen ihn/sie weiterhin. Klar sind sie aufs gröbste Offroad… Ein Schlaumeier steht auch aufs Autodach. Leoparden können ja nicht springen… Ein Auto gehört zum alteingesessenen Cottar’s Camp. Später beim Rausfahren rapportiere ich den Rangern und schicke ihm Fotos vom Handy der Schwiegertochter, die diese an mich schickte. Er berichtete mir dann an einem anderen Tag, dass er wenigstens einen gefunden hat und der seine Strafe bekam. Klar, es endete in der Tasche des Rangers. Das ist mir egal. Ich kann mir vorstellen, dass der Fahrer total verblüfft war, denn er hatte keine Ahnung, wer ihn verpetzte. Ist auch besser so
Dazu hätte ich mal eine Frage. Ich habe auch schon öfter Fotos gemacht und wollte diese melden, jedoch haben mir diverse Guides davon abgeraten, bzw. darum gebeten es nicht zu tun, weil sie sonst mit ihren "Kollegen" Ärger/ Probleme bekommen. Ich habe es dann meistens unterlassen und mich nur über das Verhalten mancher Touris und Guides geärgert. Wie ist da deine/ eure Erfahrung?
BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201412. Jan. 2026 ·
Guten Morgen Thorsten
Die Kollegen haben nicht ganz unrecht. Auch ich muss vorsichtig sein, so dass meine Fahrer keine Probleme bekommen. Ich mache es also recht heimlich. Zudem weiss ja kaum einer, dass ich kein Tourist bin. Ich bin zwar nicht unantastbar, aber vor weisser Haut und zudem einer Frau lassen sie die Finger. Direkte Konfrontation bringt gar nichts. Die Antwort wird nur sein, das ist unser Land und Du bist Fremde, geh nach hause.
Was kaum geht, ist, dass ein Fahrer / Guide den anderen anzeigt. Aber es hat auch schon Faelle gegeben, als sich benehmende, erfahrene Guides, solche, die sich daneben benahmen, recht happig in den Senkel gestellt haben.
Ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass ich Camps, wo ich weiss, dass deren Fahrer staendig offroad fahren, gar nicht erst in Erwaegung ziehe, zu buchen. Zudem habe ich fast ausschliesslich meine Fahrer/Guides auf der Strasse, schaue aber dennoch wie ethisch / naturbewusst ist ein Camp und da sind schon mal recht viele weg von der Liste.
Liebe Gruesse Elvira
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Elvira Wolfer
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Was kaum geht, ist, dass ein Fahrer / Guide den anderen anzeigt. Aber es hat auch schon Faelle gegeben, als sich benehmende, erfahrene Guides, solche, die sich daneben benahmen, recht happig in den Senkel gestellt haben.
Das habe ich tatsächlich nur einmal selbst erlebt, dass unser Guide einen Kollegen angezeigt hatte, weil der seinen Gast vor den Löwen hat aussteigen lassen, um seine Kamera bodennah zu positionieren. 😗 Das war dann wohl auch der ausschlaggebende Punkt, dass diese offenen Seitentüren in der Mara verboten wurden.
Wie meldest du das heimlich? Man muss doch sicherlich seine Daten angeben, wenn man etwas an die offizielle Nummer sendet, oder?
BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201412. Jan. 2026 ·
Hallo Thorsten
diese ganz offenen Fahrzeuge habe ich immer abgelehnt und meine Fahrer/Guides auch.
Gut, wenn ein Guide einen anderen anzeigt - bravo.
Heimlich heisst, ich fotografiere ohne dass sie es realisieren. Das Foto muss nur klar, aber nicht genial sein. Beim Gate musste ich mich noch nie identifizieren. Ich sende die Fotos ueber Whatsapp an einen Ranger am Gate. Klar hat der dann meine Nummer, aber das macht nichts. Fotos mit Nummernschild sind wichtig. Die Ranger verbessern dann ihr Gehalt.....
Ich habe mal rapportiert und der Suender kam grade beim Talek Gate an. Es war ein Selbstfahrer, der bei paarenden Loewen offroad fuhr.
Auch wenn sie wissen, dass ich sie rapportiert habe, was will er tun? Ich verknuepfe meinen Fahrer nicht in die Angelegenheit. Auch z.B. in den Tsavos frage ich nach einer Nummer, wo ich Bilder hinschicken kann. Im Samburu habe ich die Nummer und da wird reagiert.
Fahrer sollen merken, dass Augen ihnen folgen und Fehlverhalten Konsequenzen hat.
Viele Gruesse Elvira
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BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201413. Jan. 2026 ·
Ziemlich neu für mich ist, dass nun bei jedem Picknickbaum sofort Marabus auftauchen. Resten werden so entsorgt, aber sie halten schönere Vögel abseits.
Der Mara Fluss ist nicht weit weg und somit fahren wir hin. Nilpferde sind überall und man sieht deren Autobahn aus dem Fluss raus, wenn sie nachts zum Grasen gehen. Wenn das Wasser zu seicht ist, legen sie sich seitlich und wenden sich regelmässig.
Für eine tolle Aussicht lohnt es sich auf den Lookout zu fahren. Das tun wir auch und ich fotografiere diese schöne Blume – Black Sunbell / Tinnea aethiopica – Familie Lamiaceae oder der alte Name Labiatae / Lippenblütler. Es hatte ziemlich Wind und ich musste die Pflanze festhalten, um sie zu fotografieren.
Gemütlich geht es Richtung Talek Gate. Ein Schabrackenschakal im hohen Gras = kein gutes Foto. Eine Horde Autos und Joseph findet raus, dass weit weg im Gras ein Leopard liegt. Nun geht die Suche mit Ferngläsern und Kamera los. Das ist das beste Foto von der ersten Position aus.
Und das als Joseph um die Kurve rum gefahren ist. Die Distanz blieb etwa gleich. Solange wir da waren, sahen wir kein Auto offroad fahren. Ranger waren nicht in Sicht.
Die Pirschfahrt endet mit einem Elefanten.
Wiederum schmeckt das Abendessen sehr gut.
13.9. So wie wir gestern aufhörten, fangen wir wieder an. Elefanten. Die Tüpfelhyänen spazieren sorglos vorbei und die Elefanten finden, dass die keine Gefahr darstellen.
Bei einem Stop kamen die Dreifarbenglanzstare / Superb Starlings. Da es von uns kein Futter gab, mussten Blümchen gefressen werden.
Die Zebras schauen neugierig auf diese Zweibeiner
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BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201413. Jan. 2026 ·
Die alten Elenantilopen Bullen werden grau und haben die Stirndekoration
Eine nette Familie Warzenschweine. Diese Savannenschweine leben in Erdhöhlen. Die Jungen werden von Schakalen, Leoparden und Kampfadler gefressen. Die Alttiere gelegentlich von Löwen, die sich aber vor den Hauern in Acht nehmen müssen
Ein Maasai Straussenmann und die Grasfresser der Savanne
Seit die Masai Mara immer wieder Regen abbekommt, hat es in solchen Gräben Wasser. Das hilft den Tieren und sie nutzen es auch. Hier sind es Steppenzebras
Dieses Foto hat eine spezielle Bedeutung. Wir suchen nach den Gnuherden und wie man sieht, können wir die Gnus zählen.
Nach dem Schlangenerlebnis schaue ich mir die Bäume genauer an. Und bei unserem Picknickbaum, einer Wüstendattel, fand ich die Stahlblaue Felsenagame / Mwanza Flat-headed Agama / Agama mwanzae. Von dem blau ist nichts zu sehen, aber so sind halt die bescheidenen Weibchen.
Zebras beobachten hat etwas beruhigendes an sich. Mit Reflektionen und einer mini Bachdurchquerung wurde es interessant. Das Gras war wirklich kitschig grün. Abgebrannt und nach Regen neu gewachsen
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BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201414. Jan. 2026 ·
Wenn Löwendamen sich grade so in wegesnähe präsentieren, kann man ja nicht einfach vorbei fahren
Herzige Blümchen, ein herziges Vögelchen, das diese gerne frisst – also Stop Ruf an Joseph. Braunscheitellerche / Fischer’s Sparrow-Lark / Eremopterix leucopareia
Ein Bild von einer Gabelracke / Lilac-breasted Roller pro Safari ist erlaubt. Ich weiss nicht wieviele Bilder ich von denen habe. Aber schön sind sie halt immer wieder
Es geht ins Basecamp, wo wir später wieder ein gutes Abendessen bekommen. Der Köchin versuche ich zu erklären, dass wir morgen nicht so viel Huhn möchten. Nur eine Portion für alle. Sie tat so wie wenn sie mich verstanden hätte. Klappt aber nicht, jeder hat wieder ein Stück Huhn. Kommetar von den Gästen, wir werden in nächster Zeit kein Huhn mehr essen.
14.9. Unser letzter Mara Tag. Schon beim Parkplatz ist was los – Weissbrauenrötel / White-browed Robin-Chat. Das sind die ersten, die am Morgen singen und die letzten, die in der Dämmerung noch nach Insekten suchen
Nur wenige Meter nach dem Tor muss Joseph anhalten. Es hat halt Vögel… und der hier ist der Dorfweber / Village Weaver / Ploceus cucullatus bohndorffi. Der eine ist in der Mauser und somit halt nicht ganz so attraktiv
Nachdem sie uns nun am Talek Gate kennen, geht es schneller durch. Und die Pirsch fängt mit Trappen an. Erst eine Schwarzbauchtrappe / Black-bellied Bustard / Eupodotis m. melanogaster und dann ein Pärchen Weissbauchtrappen / White-bellied Bustard / Eupodotis senegalensis erlangeri
Ein Rotkehlfrankolin / Red-necked Spurfowl pickt nach Grassamen
In einer Kiesgrube finden wir einen Hammerkopf. Er sucht dann Frösche und Kaulquappen zum Verschlingen. Die Federn sind vom Wind zerzaust
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BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201414. Jan. 2026 ·
Joseph fährt gerne den kleinen Flüsschen oder Gräben mit Wasser entlang. Es könnte ja ein Leopard verborgen sein. Hier ist aber ein riesen Brocken von einem Nilkrokodil
Wir fahren ein kurzes Stück weiter. Ein Minibus steht vor uns, ein Mädchen schaut oben raus. Links ist ein Landcruiser, der wohl mit dem Minibus zusammen war. Ich weiss nicht mehr, was wir anschauten. Plötzlich fährt der Minibus zurück und fährt in unser Auto rein. Joseph will erst nicht, dass ich aussteige, aber ich mache ja oft, was ich will. Ein weisser Mann steigt aus. Klar bin ich sauer. Ich sage hallo und dass er unser Auto beschädigt hätte. Ich sei so aggressiv und ob wir nicht eine Konversation halten könnten. Kalt sage ich ok, rede ich höre zu, was soll die Konversation beinhalten?. Da es nicht unser Auto ist, sage ich ihm er soll mit Joseph verhandeln, wieviel die Reparatur des Gitters koste. Er gibt ihm KSH 5.000 und das reicht. Er fragte dann so nebenbei, ob wir das Krokodil gesehen hätten – ja klar wir sind Guides. Ich hatte echt keine Lust mit ihm zu reden. Was wenn ein Tier dagestanden hätte? Das Auto war privat registriert, wie mir Joseph sagte, somit braucht er keine spezielle Lizenz. Weiter und erfreulicheres suchen.
Eine Herde Thomson Gazellen, doch das Bild das ich will, gelingt einfach nicht. Dafür ein Sekretär / Secretary Bird, der nach Reptilien und Insekten sucht
Alle 6 hinten rufen nach einem Leoparden. Joseph hört vom Buschtelefon, dass da einer gesichtet sei. Also gesellen wir uns dazu. Und das ist der erste Eindruck….
Die Beute ist ganz frisch und so wie wir mitbekommen, hat sich der Leopard unten in den Büschen versteckt.
Die Autoschlange biegt sich vor uns nach rechts und dann links unten liegt der Leopard, kaum sichtbar. Ständig drängen Autos von links rein und da sagt sogar Joseph etwas und blockiert. Nach einer Weile steht ein Ranger Auto beim Leoparden und blockiert die links reinzwängend. Nun haben wir echt Pech. Der Minibus vor uns hängt auf einem kleinen Erdhügel und braucht Zeit, bis er sich losspult. Keiner hat nun Geduld, auch die Ranger nicht. Die sagen nur, wenn ihr euch nicht organisieren könnt, fahren wir. Unsere Gäste können einen kurzen Blick auf den Leoparden werfen, ich kann ihn von unten nicht sehen. Na ja, das ist das erste Mal und letzte Mal, dass ich das mitspiele.
Joseph hatte vernommen, dass beim Sandriver südlich der Brücke Gnus sind. Also schlagen wir die Richtung ein. Es ist nicht so weit von dem Ritz-Carlton Camp, das negativ in den Schlagzeilen war, da es eine Gnuwanderroute blockiert… doch Geld regiert…. Erst noch jede Menge Zebras und als sich der Blick nach Tansania auftat, erblickten wir die Gnus.
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und Danke für die Fotos von der "Leopardensichtung"! Falls ich je wieder Lust bekommen sollte, in die Mara zu ziehen, dann muss ich mich nur an diese Bilder erinnern, und schon wird mir alles vergangen sein. 🤢
Hallo Elvira, vielen Dank für die Bilder von der Leopardensichtung. Ich kann Karsten nur Recht geben. Ich bin auch froh, dass ich Mara bisher ausgeschlossen habe und habe nach sowas auch keine Sehnsucht danach. Das ist ja noch schlimmer als Bilder von den Querungen. Und ich dachte schon die 37 Autos beim Löwenrudel im Tsavo seinen schlimm gewesen. 🤢 🤢 🤢 Es ist wirklich erschreckend, welche Blüten der Massentourismus treibt. Ein trauriger Burschi
BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201415. Jan. 2026 ·
Auch Moin Karsten und Burschi
Na ja, war wie beim Anstehen am Skilift in ueberfuellten Skigebieten....
Was Ihr seht ist die Greater Mara, also oestlich des Mara Flusses. Im naechsten Bericht, der hoffentlich bald startet, werdet Ihr Bilder vom Triangle sehen und das ist ein riesiger Unterschied.
Ich bin ueberhaupt kein Fan von der Greater Mara (es war Kundenwunsch) und es ist auch fuer uns stressig und nervig. Mit all den neuen Camps, neuen Fahrern, Fahrer ohne Ahnung aber mit einer arroganten "ich weiss alles" Haltung, offroad, laut, keine Ruecksicht - oh die Liste ist lang.... habe ich auch keine Lust. Betti hatte es ja geschrieben, dass Ihr Fahrer "Guide" einfach kreuz und quer fuhr und dann noch unfreundlich wurde.
Wie die Zukunft der Greater Mara aussieht, da bangen viele, denn es ist nicht grade rosig.
Ich selber vermeide die neuen Camps und benutze diejenigen, die nicht an einem Ort gebaut wurden, wo sie Tiere blockieren. Man kann also als Tourist einiges steuern.
Liebe Gruesse Elvira
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BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201423. Jan. 2026 ·
Mal eine Ecke der Masai Mara, wo Joseph nicht jeden Pfad kennt. Doch wir finden den Weg zum Sandriver, nur wir alleine. Man sieht warum er Sandfluss heisst. Und nun haben wir grosses Kino. Eine Elefantenherde kommt in den Fluss. Den Kleinen beim Baden und Spielen zuzuschauen ist total süss.
Erst als wir wegfuhren begegnete uns ein Auto. Das Ziel ist die Mara Brücke. Doch davor begegnet uns diese Weibchen Steinböckchen. Dieser Grashalm wollte einfach nicht weichen…
Paschas in H-Moll-Stellung. Der Energisparmodus ist eingeschaltet. Es ist ja auch erst 14.30 und das ist auch meine normale Mittagsschläfchenzeit
Und nun posieren auch noch 2 Gnus ganz nahe. Die hatten sich ja bisher sehr entfernt gehalten.
Die Zebramangusten gehören beim Picknickplatz auf der Westseite der Mara Brücke zum Inventar.
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BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201423. Jan. 2026 ·
Ein langes Nest aus Lehmkügelchen klebt zwischen den Balken des Ranger Büro. Die Bauer sind Schwalben, und wahrscheinlich Zwergrötelschwalbe oder Maidenschwalbe oder Kleine Streifenschwalbe / Lesser striped Swallow
Eine Fledermaus – war nicht so einfach, die ohne viel Licht und ohne Blitz einigermassen scharf zu bekommen. Fledermaus ist nicht gleich Fledermaus. Die hier heisst Ägyptische Bulldoggfledermaus / Egyptian free-tailed Bat / Tadarida aegyptiaca. Es ist eine kleine Familie mit nur 100 Arten in 16 Gattungen weltweit. Typisch ist der kurze Kopf und der Schwanz ist lang und ragt hinten hinaus. Der Name der Familie und Unterfamilie Freischwanzfledermäuse / Molossidae / Molossinae basiert darauf. Sie sind wie andere nachtaktiv und verstecken sich tagsüber.
Die haben sich Mühe gegeben einen guten Picknickplatz zu erstellen. Klar, er ist auf der Triangle Seite…
Der Mara Fluss hat mittleren Wasserstand. Gut so, denn die Metallbrücke ist nach wie vor in Stücken und die alte, niedrigere Steinbrücke kann leicht überflutet werden. Vor etwa 2 Jahren wurde die Masai Mara heftigst überschwemmt. Es riss Camps weg und Flussufer. Am Talek Fluss sollen gemäss Joseph Baumaschinen weggeschwemmt worden sein und in die Metallbrücke gestossen worden.
Wer kann Löwen widerstehen? Auch wenn sie einfach nur da liegen
Sie sind einfach toll die Männchen in Brutfarben – Stahlblaue Felsenagame / Mwanza Flat-headed Agama / Agama mwanzae
Die Pirsch ist zu Ende und wieder fahren wir durch das Dorf Talek. Leider schaffen sie es einfach nicht, diesen Ort nur einigermassen sauber zu halten…. Basecamp hatte es schon etliche Male versucht. Hier fressen auch Kühe und Plastik kann denen den Darm verstopfen. Dann gehen sie elend zugrunde und Kühe sind ja das Heiligtum der Maasai.
Meine Untermieter im Zelt – Südlicher Baumschliefer / Dendrohyrax arborea. Sie haben sich absolut manierlich benommen
Talek Fluss von der Hängebrücke beim Camp im Abendlicht
In einer Ecke des Camps, wo die Sonne noch hin scheint, versuche ich mein Vogelglück. Sehen tue ich einige, aber ein gutes Foto wäre eine andere Geschichte. Hier der Paradiesfliegenschnäpper. Die Männchen hier haben enorm lange Schwänze. Wildmelonen sind Kletterpflanzen und die hier wächst auf einer Akazie. Ohne Blüten oder Hülsen sind Akazien schwer zu unterscheiden.
Das letzte wohlschmeckende Abendessen und eine gute Nachtruhe.
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BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201424. Jan. 2026 ·
15.9. Es geht zur Keekorok Airstrip. Ohne Pirschfahrt und mit geschlossenem Dach, sonst müssten wir nochmals Eintritt bezahlen. Joseph setzt uns ab. Normalerweise bleibt der Fahrer bis zum Abflug, doch da der Morgen schon weit fortgeschritten ist, muss Joseph nach Nairobi. Morgen geht es in den Nairobi Nationalpark.
Wir überfliegen die Keekorok Lodge und dann den Talek Fluss bei der Olkiombo Buschpiste.
Schon bald sind wir über den Ngong Hills und kurz bevor wir am Wilson Flughafen landen, sehen wir unten Kibera Slums. Taxi Joseph und sein Kollege warten auf uns und bringen uns ins Carnivore Restaurant. Das Gepäck bringen sie zum Tamarind Tree Hotel, wo wir übernachten werden.
Die Fleischspiesse kommen und wir essen, bis wir satt sind. Danach spazieren wir auf dem Verbindungsweg zum Tamarind Tree Hotel. Es dauert eine Weile, bis sie den Schlüssel zum Tor finden. Nun ist Pause und später Abendessen.
16.9. Joseph sollte uns um 8 abholen. Da er sonst immer pünktlich ist, rufe ich an. Oh er sei beim Four Points am JKIA. Er beeilt sich wirklich und wir starten unsere Nairobi Park Tour.
Als erstes besuchen wir den Damm nahe dem Eingang. Und sollte jemand in Versuchung geraten, hier zu baden, dann schaue man erst, ob da wirklich keine Krokodile oder Nilpferde sind
Pharaonenibisse / Sacred Ibis finde ich einfach immer attraktiv
Die beiden jungen Gleitaare / Black-shouldered Kites sind noch von den Eltern abhängig. Sie sind noch nicht geübt genug, um Beute selber zu fangen.
Dreibandregenpfeifer / Three-banded Plover Männchen beim nächsten Damm
Das Krokodil hat schon eine stattliche Grösse
An dem Bild habe ich Freude, denn ich habe schon oft versucht ein anständiges Bild von einem Schwarzrücken-Zistensänger / Winding Cisticola zu schiessen. Die Art hält sich fast nur in Wassernähe auf. Die Akazie auf der er sitzt ist, ist eine Flötenakazie. Man sieht die Galle rechts und da leben Ameisen drin, die Fressfeinde der Akazie vertreiben oder fressen.
Die ersten Rasenmäher – Breitmaulnashörner
Und dann die nächsten Breitmaulnashörner. Sie liegen einfach ruhig da und fahren nach den Fotos in gebührendem Abstand vorbei
Wenn eine Giraffe trinken will, schaut sie erstmal vorsichtig rum, ob da kein Fressfeind ist. Dann muss der Kopf von 4 – 5 m auf 0 runter. Um zu verhindern, dass das Blut das Gehirn kaputt schlägt sind in den Hauptvenen und –adern Klappen eingebaut, die den Blutfluss verlangsamen. Das Herz einer Giraffen wiegt etwa 11 – 12 kg und dieses pumpt ca. 60 Liter pro Minute.
Der Bulle wird von einem Kuhreiher begleitet, während das Zebra ruhig weiter grast.
Unser gepacktes Mittagessen nehmen wir am Mbagathi Fluss bei den Rangern ein. Hier nehmen einem keine grossen Paviane das Essen weg. Danach spazieren wir dem Fluss entlang. Eine junge grüne Meerkatze bei der Fusspflege
Hier kann man sehen, wie wichtig “totes” Holz ist. Nistplatz für Vögel, Versteck für Reptilien und Insekten. Das Männchen des Grautoko / Grey Hornbill. Kurze Zeit später sitzt ein Afrikanischer Wiedehopf / African Hoopoe bei der selben Höhle
Ein Weissbauchtrappen Hahn / White-bellied Bustard Hahn ziert den Wegesrand
Der Maasai Straussen Mann / Maasai Ostrich hat wohl grade gehamstert. Das Futter rutscht nun langsam den langen Hals runter
Wir sind auf dem Weg zum Ausgang, das Licht ist schon schwach geworden und da erblicken wir noch Mutter und Kind Spitzmaulnashorn.
Joseph bringt uns nun zum Four Points. Und schon bald heisst es zum Terminal fahren. Ich war platt, als sie mir beim Parkplatz sagten, die Familie hätte beschlossen, dass ich nicht bis zum Terminal mitfahren muss und dass wir uns hier verabschieden. Es sei ja schon spät. Und so geschah es. Das Ende einer wiederum tollen Safari ist gekommen.
Ich schlafe im Four Points, da ich nachts einfach nicht gerne auf der Strasse bin. Joseph holt mich am nächsten Morgen ab. Die Einkaufszentren liegen auf dem Nachhauseweg
Den nächsten Bericht mit meinen früheren Reiterkollegen starte ich hoffentlich bald.
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