FotoGnu acht Wochen in Costa Rica u. auf Galapagos

Reisebericht 183 Antworten · 11,9k Aufrufe · gestartet 29. Okt. 2024 von FotoGnu
Themenstarter403 Beiträge · seit 202129. Nov. 2024 ·
Samstag, 27.04.2024: Boca Tapada

Auch heute morgen ist die Futterstelle überwiegend verwaist. Bis zum Frühstück zeigen sich aber immerhin ein Orpendula, ein Specht und ein paar Tangaren. Dann kommen auch die drolligen Papageien von gestern wieder und lassen sich dieses Mal brav ablichten.

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Montezumastirnvogel

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Schläfenfleckspecht

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Bischofstangare

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Grauwangenpapagei

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Das Frühstück gibt es hier in Buffetform, aber umhauen tut es uns nicht. Wenigstens kann man nachnehmen und wir werden richtig satt.

Die übrigen Gäste sind überwiegend Hardcore-Fotografen, die mit ihrem Stativ herumschleppen und in Tarnkleidung unterwegs sind. Wir finden die pauschal erstmal ziemlich blöd, müssen aber natürlich darüber nachdenken, ob wir mit unseren fetten Gläsern auf „normale“ Touris nicht genauso blöd wirken… 😗

Nach dem Frühstück laufen wir noch mal über das Gelände und anschließend einen Dschungel-Trail entlang. Immer wenn ich denke, ich hätte mich endlich an die Hitze und Schwüle gewöhnt, muss ich feststellen, dass das doch nicht der Fall ist. Uns läuft der Schweiß wieder in Strömen. Der Trail ist ganz nett, aber - Überraschung - die Kameras haben wir umsonst mitgeschleppt. Wir sehen nur verdeckte Hokkos und winzige Erdbeerfröschchen.

Nach einer erfrischenden Dusche hören wir auf unserer Terrasse Hörbuch. Hier weht eine angenehme Brise. Aber die Neugier und der Hunger treiben uns bald wieder auf die Restaurant-Terrasse.

Dort ergattern wir die Bank direkt vor der Futterstelle. Leider sind aber überhaupt keine Vögel zu sehen. Nach ca. 10 Minuten flutet plötzlich eine Horde asiatischer Fotografen das Restaurant. Alle mit wirklich riesigen Objektiven und Stativen bewaffnet, macht sich die Gruppe erstmal überall so breit, dass man nirgends mehr durchkommt.

Um halb eins gibt es mittelmäßige Pasta vom Buffet. Danach gehen wir wieder auf unsere Terrasse, denn die Vogelwelt scheint weiterhin Siesta zu machen. Als es auch auf unserer Terrasse zu heiß wird, ziehen wir uns in unser Zimmer zurück. Das hat zwar keine AC, aber einen Ventilator. Über das Hörbuch schlummern wir ein und werden von einem lauten Knall aufgeschreckt: wir haben die neuen Nachbarn im Verdacht, aber es ist ein Flycatcher, der wohl gegen die Fensterscheibe gekracht ist. Praktischerweise ist er auf meinem Handtuch liegen geblieben, das ich zum Trocknen raus gelegt hatte, sodass Lars ihn schnappen kann. Dabei stellen wir fest, dass noch ein zweiter Vogel benommen auf der Treppe liegt. Wir bringen den ersten aber erstmal zum Manager, der ihn im Schatten auf einen Zweig setzt und ihn unter Beobachtung halten will. Als wir ihm den zweiten auch noch bringen wollen, hat der sich zum Glück soweit erholt, dass er wegfliegt. Dafür irrt ein Jungvogel unter unserem Dach herum. Dem scheint aber nix zu fehlen, außer dass er noch kein sicherer Flieger ist.

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Außerdem zeigt sich ein weiblicher oder juveniler Gelbhosenpipra auf unserer Terrasse.

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Wir gehen wieder zum Restaurant und kommen gerade rechtzeitig, um zu erleben, wie nicht nur die gammeligen Bananen, sondern gleich der ganze Ansitz ausgetauscht werden. Alles ohne Sicherung auf einer wackligen Leiter!

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Anschließend wird der Ansitz auch noch bewässert, was aber unnütz ist, weil es Augenblicke später stark zu regnen beginnt. Unser Eindruck ist, dass dieser Aufwand allein für die asiatische Fotogruppe betrieben wird. Die Mitglieder dieser Gruppe stellen sich übrigens als überaus rücksichtslose Personen heraus, die außerdem für uns abstoßende Tischmanieren an den Tag legen.

Nach dem Regen und mit den frischen Bananen kommen die kleinen Papageien wieder und auch der Orpendula lässt sich ein paar Mal blicken.

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Auf einen Arassari warten wir vergeblich und auch der Tukan mag nicht zum Feeder kommen.

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Dafür sitzt hinter einer Palme in einem Busch diese kleine Eule, genauer ein Graukopf-Zwergkauz.

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Als das Licht verschwindet, gehen wir wieder in unser Zimmer. Als Abendessen hatten wir heute einen Cocktail, das reicht uns.
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zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2026
5’065 Beiträge · seit 201430. Nov. 2024 ·
Hallo Elke,

eure Bilder sind der Hammer und ich bin ganz begeistert von eurem Vogelfeuerwerk - von den anderen Tiersichtungen natürlich
auch!

Vielen Dank fürs Zeigen!

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html https://www.tickerfactory.com/ezt/d/4;10402;80/st/20261020/e/Namibia+%26+KTP+2026/dt/6/k/0145/event.png
911 Beiträge · seit 201530. Nov. 2024 ·
Hallo Elke,
das ist doch wirklich schon eine tolle Sichtungsausbeute.
Das mit der Profi Terrasse und den Asiaten weiß man ja im Voraus und nimmt man dort in Kauf.
Wir hatten Glück und wir konnten überall hin und es war nichts reserviert.
Kann es sein, dass ihr vielleicht mit zu großen Erwartungen dorthin gekommen seid?

LG yvy
https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/uganda-2025-gorillas-im-nebel/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/madagaskar-2024-nosy-be/ https://www.yp-travel-photography.de/nord-und-mittelamerika/costa-rica-2024-pura-vida-2/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/seychellen-2023-zur%C3%BCck-im-paradies/ https://www.yp-travel-photography.de/nordamerika/costa-rica-2022-pura-vida/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/tanzania-2022-safari-in-der-serengeti-und-sansibar/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2019-der-tierreiche-norden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2015-der-trockene-s%C3%BCden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/sansibar-2019-hakuna-matata-auf-der-gew%C3%BCrzinsel/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/mauritius-2017-trauminsel-im-indischen-ocean/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2018-19-jahreswechsel-an-der-gardenroute-2/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2016-in-style/
Themenstarter403 Beiträge · seit 202130. Nov. 2024 ·
Liebe Konni,
vielen Dank für Dein Fotolob und schön, dass Du weiterhin dabei bist, obwohl Du ja selber gerade einen Reise-Bericht schreibst. Sobald ich wieder mehr Zeit habe, werde ich da auf jeden Fall reinlesen!
Viele Grüße und ebenfalls ein schönes Wochenende!
Elke
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Themenstarter403 Beiträge · seit 202130. Nov. 2024 ·
Hallo yvy,

ich glaube, es ist eine Mischung aus mehreren Aspekten:

Zum einen waren unsere Erwartungen definitiv zu groß: der Aufenthalt dort sollte ja eines der Highlights unserer Reise werden, weil wir insbesondere auch hier im Forum ausschließlich begeisterte Berichte mit phantastischen Fotos vielfältiger Motive gesehen hatten. Außerdem waren unsere Erwartungen auch sehr konkret: wir wollten in CR unbedingt Tukane und Arassaris sehen und haben uns in den drei sichtungsfreien Wochen zuvor immer damit getröstet, dass wir die ja „auf jeden Fall“ noch in der Laguna del Lagarto Lodge sehen würden. Das sind für die Realität dann natürlich schon erschwerte Bedingungen!

Zum anderen hatten wir aber auch definitiv Pech mit unserer Reisezeit, was uns die Wiederholungstäter und Experten vor Ort auch bestätigt haben: im Vergleich zu anderen Jahreszeiten war am Feeder ganz objektiv sehr wenig los. Gerade die von uns sehnlichst gewünschten Tukane und Arassaris sind dort ja normalerweise regelmäßige Gäste, ließen sich aufgrund der Nistzeit kaum bzw. gar nicht blicken.

Ein weiterer Aspekt ist, dass die Fotos in Reiseberichten generell, und so natürlich auch in unserem, oft trügerisch sind: eigentlich müsste man pro Vogelfoto mindestens 20 Bilder eines leeren Feeders zeigen. Es sind zwar ein paar super schöne Bilder innerhalb weniger Minuten entstanden, aber die meiste Zeit war der Feeder verwaist.

Auch bezüglich des Erlebens einer Sichtung gibt es aus unserer Sicht Unterschiede zwischen dem Empfinden vor Ort und den Fotos, aufgenommen mit 500mm Brennweite und noch mal ordentlich gecroppt und bildbearbeitet. Jetzt im Nachhinein sind wir mit unserer Fotoausbeute recht zufrieden, aber vor Ort erschienen uns viele Sichtungen sehr weit weg, von Gestrüpp (und Asiaten 😈 ) verdeckt und vor allem sehr kurz.

Nun ist die Natur natürlich kein Zoo, aber im Vergleich zu anderen Vogelterrassen und aufgrund unserer Erwartungen waren wir doch enttäuscht. Wir haben aber offenbar das beste daraus gemacht und steigern mit unseren Fotos nun die unrealistischen Erwartungen anderer. 😉
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zuletzt bearbeitet 30. Nov. 2024
392 Beiträge · seit 202130. Nov. 2024 ·
FotoGnu schrieb:Hallo yvy,
Ein weiterer Aspekt ist, dass die Fotos in Reiseberichten generell, und so natürlich auch in unserem, oft trügerisch sind: eigentlich müsste man pro Vogelfoto mindestens 20 Bilder eines leeren Feeders zeigen. Es sind zwar ein paar super schöne Bilder innerhalb weniger Minuten entstanden, aber die meiste Zeit war der Feeder verwaist.
kann ich für unseren Aufenthalt Ende November 2021 nicht bestätigen. Dort waren immer und zu jeder Tageszeit sehr viele Vögel an beiden Feedern. Der Flügelschlag der Vögel hätte die asiatische Reisegruppe sicherlich übertönt 😄
Themenstarter403 Beiträge · seit 202130. Nov. 2024 ·
JP K schrieb:
FotoGnu schrieb:Hallo yvy,
Ein weiterer Aspekt ist, dass die Fotos in Reiseberichten generell, und so natürlich auch in unserem, oft trügerisch sind: eigentlich müsste man pro Vogelfoto mindestens 20 Bilder eines leeren Feeders zeigen. Es sind zwar ein paar super schöne Bilder innerhalb weniger Minuten entstanden, aber die meiste Zeit war der Feeder verwaist.
kann ich für unseren Aufenthalt Ende November 2021 nicht bestätigen. Dort waren immer und zu jeder Tageszeit sehr viele Vögel an beiden Feedern. Der Flügelschlag der Vögel hätte die asiatische Reisegruppe sicherlich übertönt 😄
Dein Reisebericht gehört ja auch definitiv zu den genannten, die unsere Erwartungen sehr hoch getrieben hatten! 😄
Offenbar gilt in Boca Tapada neben der alten Maklerweisheit „Lage, Lage, Lage!“ auch das Motto „April ist nicht November!“ 🙂
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Themenstarter403 Beiträge · seit 202130. Nov. 2024 ·
Sonntag, 28.04.2024: Boca Tapada

Der Tag beginnt mit Halsweh, einem mittelmäßigen Frühstücksbuffet und einer absolut leeren Futterstelle. Wir sind inzwischen wirklich sehr frustriert, denn eigentlich soll diese Lodge ja die beste Vogelterrasse von Costa Rica haben!

Der 76jährige Roland, den wir gestern hier kennengelernt haben, geht heute in den Geier-Hide. Dort kann man die sehr außergewöhnlichen Königsgeier beobachten, die mit Rinderköpfen angefüttert werden. Der Spaß soll 60 Dollar pro Person kosten - trotz oder vielleicht auch gerade wegen unseres Frusts, ist uns das aber irgendwie zu teuer.

Roland hat uns außerdem den Tipp gegeben, dass am See eine große Jesus-Christus-Eidechse zu finden ist. In der Richtung hatte ich vorher auch einen Brüllaffen auf der Straße gesehen, also laufen wir da mal hin. Den Basilisken finden wir sofort und freuen uns über das wunderschöne und wenig scheue Motiv.

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Am Feeder ist weiterhin nichts los, aber mir gelingen ein paar Aufnahmen von einem Luft-Kampf zwischen zwei Schwarzkronen-Tityras in der Nähe.

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Statt hier in der Lodge zu Mittag zu essen, wollen wir heute in die Maquenque-Lodge fahren, denn dort soll es Pizza geben und wir hoffen, dass dort vogelmäßig vielleicht mehr los ist! Also schnappen wir uns die Kameras und los geht’s!

Nach nur ungefähr drei Kilometern Fahrt erreichen wir den Parkplatz der Lodge. Da diese auf der anderen Flussseite liegt, setzen wir mit einem kleinen Boot über und gehen zum Restaurant. Wir bestellen selbstgemachte Limonade und Pizza. Beides ist sehr lecker.

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Hinterher gibt es noch einen Nachtisch mit Eis für mich und ein Bier für Lars. Auch hier gibt es Futterstationen für die Vögel, die genau in unserem Blickfeld liegen. Wir sehen die üblichen Verdächtigen, aber auch erstmals ein paar Sittiche und zwei Naschvögel. Außerdem kommen zwei Coatis vorbei.

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Bischofstangare

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Tovisittich

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Türkisnaschvogel

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Azurnaschvogel

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Die Anlage der Lodge ist sehr schön. Es gibt mehrere Rundwege und wir fragen daher nach einem, wo wir möglicherweise Tukane sehen könnten. Eine nette Dame der Belegschaft schickt uns daraufhin auf einen der Wege, auf dem wir in einem kleinen Wäldchen tatsächlich einen Fischertukan entdecken - yeah!

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Nur wenige Meter weiter spottet Lars, zu unserer Riesen-Freude, zwei Halsbandarassaris, die ganz oben auf unserer Sichtungs-Wunschliste standen.

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Leider verschwinden die Vögel so schnell, wie wir sie entdeckt haben. Wir setzen unseren Weg also fort und stoßen auf einen wild an einem Baumstamm flatternden Schwalbenorganist. Wir nähern uns vorsichtig und sehen, dass der kleine Kerl mit dem Fuß an einem Draht festhängt. Wir wollen ihm gerne helfen und nähern uns vorsichtig, aber natürlich gerät er nun erst recht in Panik. Seine verzweifelten Versuche, sich zu befreien, sind schließlich erfolgreich und das Vögelchen kommt frei.

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zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2026
Themenstarter403 Beiträge · seit 202130. Nov. 2024 ·
Sonntag, 28.04.2024: Boca Tapada (Fortsetzung)

Wenig später stoßen wir auf eine große Gruppe Nasenbären, die sich an altem Obst gütlich tut und damit sehr zufrieden zu sein scheint.

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Da wir, wieder mal, völlig durchgeschwitzt sind, wird das Fotoshooting beendet und wir setzen gemeinsam mit einer jungen Tica wieder über den Fluss. Beim Losfahren bemerken wir, dass die Tica wohl zu Fuß nach Hause gehen muss, sodass wir sie fragen, ob wir sie nicht besser bringen können. Schließlich ist es total heiß und schwül. Nach kurzem Palaver steigt die Dame in unser Auto und wir verbinden die nette Fahrt mit kulturellem Austausch und einem anschließenden Getränkekauf in ihrem Dorf.

Obwohl wir eigentlich komplett durch sind, können wir es doch nicht sein lassen, am Königsgeier-Hide vorbeizuschauen. Wir gehen gar nicht mal davon aus, dort jetzt noch Geier zu entdecken, aber ich wüsste doch wirklich gerne, wie dieser teure Hide wohl aussieht. Es stehen zwei Autos davor und eine „Kabine“ scheint auch besetzt zu sein. Ich pirsche mich leise in eine andere Kabine und siehe da, es sind noch jede Menge Königsgeier und schwarze Geier vor Ort. Wir bleiben aber nur ganz kurz, weil wir ja schließlich nicht bezahlt haben.

Wir gehen dann erstmal (zum dritten Mal heute) duschen und dann auf die Vogelterrasse. Dort ist jede Menge los, allerdings erstmal nur hinsichtlich der Massen an Fotografen. Die Asiaten haben sich wieder breit gemacht und außerdem scheinen neue Gäste eingetroffen zu sein. Von Roland erfahren wir, dass wir den Tukan an der Futterstelle verpasst haben. Na, da wird hier ja die Hölle los gewesen sein! Genau die bricht nämlich los, als irgendwer den kleinen Zwergkauz von gestern wieder entdeckt.

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Das Gedrängel um die besten Plätze ist groß und ein Asiate stellt sich stumpf vor mich. Die Jungs gehen uns mit ihrem Benehmen ohnehin schon auf den Geist, aber da hört es doch wohl auf! Wie viel angenehmer war da die Atmosphäre in der Maquenque Lodge…

Parallel dazu kommen die Amazonen an die Futterstelle, für die sich außer mir und den Neuankömmlingen von heute aber niemand interessiert.

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Wie immer schließen wir den Sichtungstag an der Futterstelle für die Hokkos ab, die ich heute gut erwischen kann.

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Kronenhokko (m)

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zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2026
911 Beiträge · seit 201501. Dez. 2024 ·
Witzig, wir haben das ja umgekehrt gemacht.
Gewohnt Maquenque Lodge, Tagesbesuch Laguna L.
So hat man beides erlebt.

Ich habe das Gefühl, dass die Fotos hier qualitativ wirklich immer besser werden.
Wunderschöne Schärfe!
Keine Geierfotos?
ich bin da auch alleine rein; Tom fand es zu teuer und Abzocke!

Liebe Gruesse yvy
https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/uganda-2025-gorillas-im-nebel/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/madagaskar-2024-nosy-be/ https://www.yp-travel-photography.de/nord-und-mittelamerika/costa-rica-2024-pura-vida-2/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/seychellen-2023-zur%C3%BCck-im-paradies/ https://www.yp-travel-photography.de/nordamerika/costa-rica-2022-pura-vida/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/tanzania-2022-safari-in-der-serengeti-und-sansibar/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2019-der-tierreiche-norden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2015-der-trockene-s%C3%BCden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/sansibar-2019-hakuna-matata-auf-der-gew%C3%BCrzinsel/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/mauritius-2017-trauminsel-im-indischen-ocean/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2018-19-jahreswechsel-an-der-gardenroute-2/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2016-in-style/
3’883 Beiträge · seit 201101. Dez. 2024 ·
Ein Winke-Bär - ist der niedlich! Meint er euch? 🙂
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Erheiterte Grüße
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
776 Beiträge · seit 201701. Dez. 2024 ·
Seid ihr wirklich „nur“ Hobbyfotografen? Eure Fotos sind einfach umwerfend! Und Vögel zu fotografieren ist ja nochmals höhere Kunst. Herzlichen Dank für diesen farbenfrohen Bericht! Liebe Grüsse, Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana
Themenstarter403 Beiträge · seit 202101. Dez. 2024 ·
yp-travel-photography schrieb:Witzig, wir haben das ja umgekehrt gemacht.
Gewohnt Maquenque Lodge, Tagesbesuch Laguna L.
So hat man beides erlebt.
Wir hätten ehrlicherweise gerne getauscht! Wir fanden die Atmosphäre in der Maquenque Lodge nämlich deutlich angenehmer.
Ich habe das Gefühl, dass die Fotos hier qualitativ wirklich immer besser werden.
Wunderschöne Schärfe!
Danke schön! Die Kameras haben aber auch wirklich einen sehr guten Job gemacht!
By the way: meine Canon EOS R6 Mark I steht ab sofort zum Verkauf. 😎
Keine Geierfotos?
Geduld! 😉
ich bin da auch alleine rein; Tom fand es zu teuer und Abzocke!
Den Hide fanden wir auch wirklich teuer, aber noch krasser fanden wir, dass eine Cola 5 Dollar kosten sollte..
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zuletzt bearbeitet 01. Dez. 2024
Themenstarter403 Beiträge · seit 202101. Dez. 2024 ·
freshy schrieb:Ein Winke-Bär - ist der niedlich! Meint er euch? 🙂
Nasenbär.jpg


Erheiterte Grüße
freshy
Ja, wirklich zuckersüß, der Bursche! 🙂
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797 Beiträge · seit 200702. Dez. 2024 ·
Hallo Elke,

ich bin auch weiterhin dabei und immer wieder begeistert von der Qualität und Vielfältigkeit Eurer Bilder! Es macht wirklich Freude mit Euch durch Costa Rica zu reisen. Ich finde Eure Ausbeute übrigens ziemlich gut. Auch wenn es öfter mal Leerlauf am Feeder gab. Das Ergebnis lässt sich doch wirklich sehen! Den bunten Fischertukan konnten wir in 2,5 Wochen z.B. nicht ablichten und auch den niedlichen Zwergkauz nicht. Und dies obwohl wir ebenfalls in Boca Tapada waren. Die Maquenque Lodge hat uns auch besonders gut gefallen. So gut, dass wir keinen Bedarf mehr hatten zur Laguna de Lagarto Lodge zu fahren und die gebuchte Tour dort kurzfristig abgesagt haben. Nach dem Motto weniger ist mehr. Aber wo ich das mit den vielen Asiaten und der vollen Aussichtsterrasse dort nun so lese, bedauere ich das jetzt auch nicht. 😉

Ich bin schon sehr gespannt auf die Weiterreise zur Karibikküste und Eure dortigen Erlebnisse und natürlich auf die Galapagos-Inseln.

Danke fürs Berichten und liebe Grüße
Tina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
808 Beiträge · seit 201802. Dez. 2024 ·
Hallo FotoGnu!

ja, die Bilder sind tatsächlich sehr, sehr gut gelungen und ihr habt ja auch richtig viele schöne Motive ablichten können.
Mich würde auch interessieren welche Kameras und Objektive ihr eingesetzt habt.....wollt ihr uns das mal verraten?

liebe Grüße,
busko.

P.S.: Die "putzigen Tierchen" sind aber auch so ein wenig "Wölfe im Schafspelz".....die können einen unbeaufsichtigten Rucksack (der verlockend riecht!) in Windeseile auseinander nehmen!
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
Themenstarter403 Beiträge · seit 202102. Dez. 2024 ·
Enilorac65 schrieb:Seid ihr wirklich „nur“ Hobbyfotografen? Eure Fotos sind einfach umwerfend! Und Vögel zu fotografieren ist ja nochmals höhere Kunst. Herzlichen Dank für diesen farbenfrohen Bericht! Liebe Grüsse, Caroline
Wow, Caroline, was für ein tolles Kompliment, danke sehr! 😊
Tatsächlich haben wir mit unserem Projekt FotoGnu ein kleines, ehrenamtliches Projekt am Start: Wir fotografieren im Raum Bremen Haustiere gegen eine Spende für den Tierschutz. So bleiben wir auch außerhalb unserer Fototouren in Übung und haben außerdem eine gute Ausrede, um zu viel Geld in unsere Fotoausrüstung zu stecken. 😉
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Themenstarter403 Beiträge · seit 202102. Dez. 2024 ·
tina76 schrieb:Hallo Elke,

ich bin auch weiterhin dabei und immer wieder begeistert von der Qualität und Vielfältigkeit Eurer Bilder! Es macht wirklich Freude mit Euch durch Costa Rica zu reisen. Ich finde Eure Ausbeute übrigens ziemlich gut. Auch wenn es öfter mal Leerlauf am Feeder gab. Das Ergebnis lässt sich doch wirklich sehen! Den bunten Fischertukan konnten wir in 2,5 Wochen z.B. nicht ablichten und auch den niedlichen Zwergkauz nicht. Und dies obwohl wir ebenfalls in Boca Tapada waren. Die Maquenque Lodge hat uns auch besonders gut gefallen. So gut, dass wir keinen Bedarf mehr hatten zur Laguna de Lagarto Lodge zu fahren und die gebuchte Tour dort kurzfristig abgesagt haben. Nach dem Motto weniger ist mehr. Aber wo ich das mit den vielen Asiaten und der vollen Aussichtsterrasse dort nun so lese, bedauere ich das jetzt auch nicht. 😉

Ich bin schon sehr gespannt auf die Weiterreise zur Karibikküste und Eure dortigen Erlebnisse und natürlich auf die Galapagos-Inseln.

Danke fürs Berichten und liebe Grüße
Tina
Hallo Tina,
wie schön, dass Du uns weiter durch Costa Rica begleitest und vielen Dank für Deine lobenden Worte! Ein bisschen sind wir noch unterwegs, bevor wir an der Karibikküste ankommen.
Liebe Grüße
Elke
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Themenstarter403 Beiträge · seit 202102. Dez. 2024 ·
busko schrieb:Hallo FotoGnu!
ja, die Bilder sind tatsächlich sehr, sehr gut gelungen und ihr habt ja auch richtig viele schöne Motive ablichten können.
Mich würde auch interessieren welche Kameras und Objektive ihr eingesetzt habt.....wollt ihr uns das mal verraten?
Hallo busko,
vielen lieben Dank für Deine Reisebegleitung und Dein Fotolob! Ich hatte schon vor einigen Tagen verraten, womit wir fotografiert haben, aber ich kopiere das hier gerne noch mal rein:
Lars und ich fotografieren mit der Canon EOS R6, ich (noch) mit der Mark I und Lars mit der Mark II. Als Objektiv nutzen wir beide das Canon RF 100-500mm f4,5-7,1L IS USM. Wir hatten auch noch ein Weitwinkelobjektiv dabei, aber das haben wir leider nur selten benutzt. Meistens haben wir in den entsprechenden Situationen mit dem Handy geknipst. Das war vor Ort super praktisch, aber inzwischen ärgere ich mich doch darüber, weil die Qualität der Bilder im Fotobuch dann doch zu wünschen übrig lässt.
Inzwischen habe ich den Black Friday unseres örtlichen Fachhändlers genutzt und mir auch eine Mark II gegönnt. Ich hoffe, dass das "Wettrüsten" zwischen Lars und mir nach 15 Jahren damit nun ein Ende hat!
Meine Mark I möchte ich verkaufen - wer Interesse hat, melde sich gerne per PN! 😄
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Themenstarter403 Beiträge · seit 202102. Dez. 2024 ·
Montag, 29.04.2024: von Boca Tapada nach Sarapiqui

Auch heute ist das Frühstück eher zweitklassig, nur die Ananas ist wieder top.

Wir schnacken nochmal mit Roland, der uns im Übrigen erzählt hatte, dass er in jungen Jahren mehrfach mit Jacques Cousteau auf Expedition war. Dazu hatte er uns Fotos von damals gezeigt, die aussahen, als seien sie einem Abenteuerbildband entsprungen. Sehr cool! Wir verabschieden uns kurz voneinander, da auch Roland heute weiterziehen wird.

Wir entscheiden uns, diesen Morgen noch eine kleine Tour zu buchen, auf der man mit etwas Glück Eulen, Manakins oder besondere Reiher zu sehen bekommt. Na, mal schauen!

Um kurz vor acht Uhr geht es los. Unser Guide fährt mit seinem Motorrad voraus und wir mit unserem Auto hinterher. Wir halten nach ca. zehn Minuten Fahrt und er führt uns weitere zehn Minuten über ein neu aufgeforstetes Grundstück, bis wir an einem Nest eines Marmorreihers ankommen. Jung- und Altvogel haben es sich darauf gemütlich gemacht.

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An der selben Stelle sehen wir dann auch noch einen seltenen Speerreiher und einen Grünen Ara, der mit lautem Gezeter sein Nest verlässt.

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Wir ziehen weiter, wenden das Auto, steigen auf halbem Weg zur Lodge aus, quälen uns bei irrsinniger Hitze und gefühlter Luftfeuchtigkeit von 500 Prozent durch den Regenwald und kommen völlig fertig am Ende des Weges vor dem Ansitz einer Pazifik-Kreischeule an, die sich von unseren Kameras überhaupt nicht stören lässt.

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Dann fahren wir zur Lodge zurück und wandern von dort aus die Straße entlang. Nach ein paar hundert Metern biegt unser Guide an einem schmalen Trampelpfad in den Dschungel ab und führt uns zum Tanzplatz eines Gelbhosen-Pipras. Tatsächlich fängt der hübsche Kerl nach einer Weile an, seinen Balztanz aufzuführen. Mir läuft der Schweiß vermengt mit Sonnencreme in die Augen, die Brille beschlägt, die Kamera fokussiert nicht richtig - es entsteht kein brauchbares Video! Lars gelingen trotz der erschwerten Bedingungen aber wenigstens ein paar Fotos.

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Nur wenige Schritte entfernt sitzt ein männlicher Schwarzkehl-Trogon vor seinem Nest. Was für ein schöner Bursche!

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Wir gehen zurück in Richtung Lodge und ich frage mal ganz naiv nach, ob wir vielleicht noch kurz in den Geier-Hide gehen können. Wir müssen unserem Guide versprechen, ihn nicht bei seinem Chef zu verpetzen und dürfen zehn Minuten fotografieren. Für Geier sind sie doch wirklich hübsch!

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Während Lars und ich schon wieder komplett durchgeschwitzt sind, sieht unser Guide mit Jeans und Hemd noch aus wie der frische Morgen - unfassbar! Wir wollen jetzt nur noch unter die Dusche!

Danach packen wir unsere Sachen, checken aus und fahren los in Richtung Sarapiqui. Wir überlegen noch kurz, beim Trogon auszusteigen und zu schauen, ob wir ihn oder sein ebenfalls hübsches Weibchen noch mal vor die Linse bekommen, aber es ist uns einfach zu heiß!

Stattdessen fahren wir zur Iguanitas Lodge, weil es da Iguanas geben soll. Wir hatten uns vorgestellt, dass wir dort zu Mittag essen und dabei Iguanas fotografieren können. Die Lodge ist aber sehr klein und aktuell ohne Gäste, sodass ein Mittagessen generell zwar möglich wäre, aber die spontane Zubereitung eine Stunde dauern würde. So lange wollen wir nicht warten, zumal es keine schöne Aufenthaltsmöglichkeit gibt. Der Juniorchef zeigt uns trotzdem ein paar Iguanas, die aber allesamt im Gegenlicht hoch im Baum sitzen.

Also geht es nun auf den direkten Weg zur „Casa Sol“ in Sarapiqui. Naja, fast auf direktem Weg: Unsere sonst so zuverlässige App Waze führt uns zum Nachbargrundstück, wo uns das Tor für das Auto nicht geöffnet wird. Daher muss ich ein paar hundert Meter laufen, bevor ich über unseren Fehler aufgeklärt werde.

Unsere Gastgeberin Maria hat uns einen Zettel und den Haustürschlüssel hinterlassen. Wir haben hier ein großes Appartement über zwei Geschosse mit Küche. Als erstes stellen wir die Klimaanlage auf Volldampf und kühlen etwas ab.

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Wir haben im Internet lange nach einem Restaurant gesucht und entscheiden uns schließlich für die Empfehlung aus dem Reiseführer, das Restaurant Bambu, das zum entsprechenden Hotel gehört. Wir sind die einzigen Gäste und hoffen mal, dass das an der Uhrzeit liegt! Ich bestelle Fisch und Lars Pasta mit Pesto. Der Fisch ist paniert und schwimmt in Fett - nicht lecker. Lars ist einigermaßen zufrieden.

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Als wir zurückkommen, treffen wir auf Maria, die super nett und hilfsbereit ist und uns einige Tipps für die Umgebung gibt. Danach fahren wir noch mal los, denn wir wollen für morgen eine Rafting-Tour buchen. Gesagt, getan: wir werden morgen um 09.40 Uhr abgeholt.

Weil wir in den letzten Tagen wieder so viele Klamotten durchgeschwitzt haben, ist heute Wäsche machen angesagt. Bislang hatten wir immer den Laundry Service genutzt, aber meine Schlüppis möchte ich lieber selber waschen. Ich lasse mir also von Maria die Lavadora zeigen und erklären. Wow, das ist Technik aus dem letzten Jahrhundert! Es wird generell nur kalt gewaschen und danach in einer separaten Schleuder geschleudert. Ich werfe unsere Sachen in die Maschine und lasse sie laufen. Das Schleudern klappt leider nur in sehr kleinen Margen: bei mehr als drei Teilen, bekommt die Schleuder eine Unwucht. Also schleudere ich, während Lars die Klamotten aufhängt - so kann Wäsche machen abendfüllend werden!

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Danach ist Siesta angesagt. Wir sortieren Fotos und schreiben Journi und müssen dabei feststellen, dass es saulaut ist: die vielbefahrene Straße ist nah und die Nachbarshunde sowie Marias Hunde kläffen anscheinend alles an, was sich bewegt. Hoffentlich ist es nachts ruhiger!
www.fotognu.de Haustierfotografie gegen eine Spende für den Tierschutz
zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2026