Costa Rica 23: Von Regenwaldfieber bis Tapir-Suche

Reisebericht 89 Antworten · 10,3k Aufrufe · gestartet 21. Apr. 2023 von tina76
Themenstarter805 Beiträge · seit 200716. Juni 2023 ·
Hallo Caroline,
vielen Dank für die Urlaubswünsche! 🙂 Und danke für Deine Geduld! Die muss ich allerdings noch etwas weiter strapazieren. Voraussichtlich Samstag Abend geht es mit dem Bericht weiter.

Hallo Ivy,
auch Dir lieben Dank! 🙂 Tschechien ist ein wirklich sehenswertes Rundreiseziel. Manchmal muss es gar nicht so weit weg sein. 😉
Die Tamandua-Sichtung war tatsächlich eine meiner schönsten Erinnerungen und ich bin mir bewusst, dabei ziemlich Glück gehabt zu haben. Die Treehouses kann ich Dir wirklich empfehlen. Wir haben es auch nachts nie als gruselig empfunden. Mit Taschenlampen hat man den Weg gut gefunden. Nur einmal war mir wirklich mulmig zu Mute. Ich hatte den Schlüssel vom Treehouse versehentlich von der Terasse fallen lassen mitten in den Wald. Wir hatten beide Flip Flops an und die Tür war zu. Ich bin dann runter und ein paar Schritte mit den offenen Schuhen in den Wald rein. Dann fielen mir die vielen Schlangen und Spinnen ein, die dort unter den Blättern sein können und ich bin völlig schweißgebadet vor Angst wieder zurück. 😣 Wir haben dann Hilfe geholt. Auf den guten Wegen konnte man angstfrei laufen. Also besser nichts fallen lassen. 😉

Liebe Grüße
Tina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
zuletzt bearbeitet 20. Juni 2023
Themenstarter805 Beiträge · seit 200720. Juni 2023 ·
27.01.2023 – Abschied von der Maquenque Lodge - und zurück nach San José

Heute Nacht regnet es durchgehend sintflutartig und nur mit Ohrstöpseln schaffen wir es einzuschlafen. Ich hatte gestern kurzfristig noch eine Vogelbeobachtungstour am frühen Morgen um 6 Uhr gebucht und mich schon darauf gefreut. Doch leider soll es anders kommen. Der sintflutartige Regen hört auch morgens nicht auf. An eine Vogeltour ist bei diesem Wetter gar nicht erst nicht zu denken. Etwas bange fragen wir uns, ob die Wege und Straßen rumdum nicht völlig überflutet sind und ob wir überhaupt hier wegkommen. Es ist erstmalig sogar der Strom im Baumhaus ausgefallen und duschen können wir mangels Wasserversorgung (zumindest der aus dem Hahn 😉 ) auch nicht. Per Anruf mit dem Walkie Talkie an der Rezeption erfahren wir, dass versucht wird, alles kurzfristig wieder herzustellen. Im Haupthaus sei gerade auch kein Strom.

Zum Glück hört der Regen zwei Stunden später gegen 8 Uhr endlich auf und die Wege durch den Regenwald sind ganz normal begehbar. Es ist so, als wäre gar nichts gewesen. Auch der Strom ist wieder da. Halleluja, wir können duschen und uns fertigmachen.

Als kleine Entschädigung für die ausgefallene Vogeltour zeigt sich heute beim Frühstück an der Futterstelle endlich ein Tukan. 😁 Mein erster überhaupt, den ich hier in Costa Rica ablichten kann! Und er präsentiert sich den begeisterten Frühstücks-Fotografen wie ein kleiner Star und dreht sich nach allen Seiten.

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Auch die anderen Vögel geben eine angemessene Abschiedsparade ab. Es tummeln sich dort die wie üblich etwas konsterniert aus der Wäsche schauenden Grey-headed Chachalacas

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Mehrere Blue-gray Tanager

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Ein Schwarm Orange-chinned Parakeets

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Sowie wieder einmal die schönen Collared Aracaris

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Auch am Boden ist Betrieb. Ein Purple Gallinule pickt dort die Reste auf.

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Wir sind etwas traurig die schöne Lodge und vor allem unser Baumhaus verlassen zu müssen. Dort haben wir uns eins mit dem Regenwald gefühlt und hätte es auch noch länger ausgehalten. Wir nehmen uns vor eines Tages wieder zu kommen.

Nun steht jedoch erstmal die Rückfahrt nach San Jose an. Und die hat es heute in sich. Der erste Teil ist problemlos. Doch die Fahrt mitten durch den Braulio Carillo Nationalpark auf der Hauptstraße strapaziert unsere Nerven. Wir schleichen mit Stopp and Go bei Regen und nebliger Straße durch den NP. Dann geht auf einmal gar nichts mehr und es ist längere Zeit Stau. Erst in einer der letzten Kurven des Parks sehen wir den Grund. Ein mit Holz beladener LKW ist komplett umgekippt und auf der dort nur einspurigen Straße muss alles drumherum geleitet werden. Erst abends erreichen wir endlich unsere Unterkunft für diese Nacht, die Guacima Escondida Hotel Boutique in einer ruhigen Gegend von Alajuela (nicht weit vom Flughafen). Diese ist die erste und einzige unserer Unterkünfte in Costa Rica, wo wir uns von Anfang an nicht richtig wohl fühlen. Das Zimmer ist zwar groß, modern und sauber und die Anlage gepflegt. Aber der Empfang durch den holländischen Besitzer und seinen Neffen ist ziemlich kurz angebunden und kühl. Kein Wort zu viel und damit ein ziemlicher Gegensatz zu den bisherigen Unterkünften. Auch das Abendessen schmeckt uns hier nicht wirklich gut. Aufgrund der späten Stunde gab es jedoch keine Alternative mehr. Nichtmal zum Fotos machen haben wir hier Lust, daher gibt es von dieser Unterkunft auch tatsächlich keine. Ich bin froh, dass ich die erste Nacht in Costa Rica schon in Deutschland wegen dem Preis von hier auf das XIN B & B umgebucht hatte. Sonst hätte ich keinen so herzlichen Empfang bekommen wie dort. Leider müssen wir noch einmal wieder kommen, denn auch die allerletzte Nacht vorm Abflug nach Deutschland schlafen wir hier. Grund ist, dass wir unsere großen Koffer hierlassen, da nur kleines Gepäck morgen mit ins Flugzeug nach Puerto Jimenez darf. Wir freuen uns schon riesig auf die abgelegene Halbinsel Osa und den Corcovado Nationalpark! 🙂
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
zuletzt bearbeitet 20. Juni 2023
1’895 Beiträge · seit 201620. Juni 2023 ·
Hallo Tina,
wie schön, dass du deinen Bericht fortsetzt! Ich hoffe, dein zwischenzeitlicher Urlaub war ganz wunderbar.
Dass die Trockenzeit in CR nicht wirklich trocken sein muss, hatte ich schon gehört. Schade, dass dadurch deine Birdwatching-Tour ins Wasser gefallen ist - aber die Frühstücksgäste können sich ja auch sehen lassen. Schön, dass es hier auch endlich mit einem Tukan geklappt hat! 🙂
Jetzt bin ich aber wirklich sehr gespannt, wie ihr die Zeit auf der Osa Peninsula erlebt habt und was euch der Corcovado geboten hat. Dies sind nämlich primär die Orte, die mich mit einer nicht allzu fernen Rückkehr nach CR liebäugeln lassen. Schreib also bitte bald weiter! 😉
Herzlich
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de Aktuell im Forum: Madagaskar 2026 https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307123-der-achte-kontinent-madagaskar-2026 SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 / Madagaskar 2026 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
Themenstarter805 Beiträge · seit 200723. Juni 2023 ·
Hallo Sascha,
danke für Dein Interesse und schön, dass Du noch dabei bist. 🙂 Und das obwohl ich leider momentan nur etwas unregelmäßig schreiben kann, da ich so viel um die Ohren habe. Der zwischenzeitliche Urlaub in Tschechien war tatsächlich ganz wunderbar. Vielen Dank! Auch wenn es dabei zum Abwechslung mal gar nicht um Tiere ging. 😉

Die Auflösung was wir auf der Osa Peninsula erlebt haben, folgt am Wochenende. Soviel kann ich versprechen. Zumindest Teil 1. Ich kann auf jeden Fall gut verstehen, dass es Euch da wieder hinzieht. Mir geht es nämlich ganz genauso. 🙂 Es ist schon eine besondere Ecke und wenig überlaufen, was für mich den Reiz ausmacht.

Liebe Grüße
Tina
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zuletzt bearbeitet 23. Juni 2023
Themenstarter805 Beiträge · seit 200725. Juni 2023 ·
28.01.2023 – Flug nach Puerto Jimenez / Luna Lodge

Endlich ist es soweit. 🙂 Jetzt kommt mit der südwestlichen Halbinsel Osa ein Teil von Costa Rica auf den ich besonders gespannt bin. Wir sind froh in aller Frühe die ungeliebte Unterkunft zu verlassen und bestellen uns einen Uber für die Fahrt zum Flughafen. Mit einem Kleinflugzeug von Sansa Air geht es von dort nach Puerto Jimenez. Der Flug dauert ca. eine Stunde und ich genieße jede Minute davon. Wir sitzen direkt hinter den beiden Piloten und man hat eine hervorragende Sicht, erst auf die Berge und später auf die Küste.

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Etwas makaber ist, dass der örtliche Friedhof direkt neben der Landebahn liegt…Die Gräber sind jedenfalls das Erste, was man sieht, wenn man landet. 🤪

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Wir landen jedoch sicher bei Sonne und blauem Himmel. Und merken sofort, dass es hier deutlich wärmer ist als in San Jose, wo es gestern und auch heute Morgen eher kühl und windig war.

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Nun haben wir noch eine zweistündige Autofahrt zu unserem Ziel, der Luna Lodge bei Carate vor uns. Der Fahrer der Lodge hat schon gewartet und es geht sofort los. Leider spricht er kein englisch, sondern nur spanisch und eine Unterhaltung ist daher kaum möglich. Die Autofahrt ist aber auch so abwechslungsreich. Eine trockene, raue Landschaft und man sieht viele Kühe und auch Männer mit Cowboyhüten unterwegs. Ein bisschen Wild-West-Feeling kommt hoch.

Zwischendurch sind immer mal wieder Greifvögel an der ungeteerten Straße zu sehen. Hier ein Common Black Hawk.

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Die letzten Kilometer vor der Luna Lodge freuen wir uns nicht selbst fahren zu müssen. Es geht unter anderem durch ein steiniges Flussbett. Die Vegetation ist nun tropisch mit dichtem Regenwald rundum. Ab und an sieht man rustikal aussehende Behausungen.

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Die Luna Lodge ist dagegen Luxus pur in dieser abgelegenen Ecke von Costa Rica und mit Abstand auch unsere teuerste Unterkunft der Reise. Wir haben einen der Bungalows gebucht für zwei Nächte. Sie liegen oberhalb des Hauptgebäudes am Hang verteilt inmitten einer traumhaften, tropischen Gartenanlage.

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Das Bad ist halb offen

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Ganz wunderbar gelegen ist auch der Pool mit Blick auf die hohen Bäume.

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Wir hüpfen nach dem Einchecken und Mittagessen direkt hinein und entspannen uns nach dem frühen Aufstehen und der schweißtreibenden, etwas anstrengenden Anreise den Rest des Tages dort. Einfach herrlich. Es sind mindestens 35 Grad und dabei ist es schwül-warm. Die Hitze lähmt einen etwas und es tut gut, sich erstmal zu akklimatisieren.

Ursprünglich waren mit Sabine 4 Nächte hier in der Luna Lodge gebucht. Aus Kostengründen hatten Serap und ich dies auf 2 Nächte hier und 2 Nächte in der preisgünstigen Finca La Bonita in Carate geändert. Das dies genau die richtige Entscheidung war, wird sich noch zeigen. 😎 Die Luna Lodge ist insgesamt wirklich schön, doch leider recht kommerziell und auf zahlungskräftiges Publikum aus. Bei Ankunft wird zum Beispiel direkt versucht, uns einen Yoga-Kurs und danach Massagen aufzuquatschen. Wir sind etwas genervt, denn solchen Schnick-Schnack brauchen wir nicht im Urlaub. Das es neben den zu bezahlenden Touren, auch kostenfreie, lohnenswerte Rundwege auf dem Gelände gibt, wird dagegen nicht erwähnt. Etwas schade. Zum Glück hatte ich dies jedoch vorher auf der Homepage gelesen.

Das Essen ist hier allerdings wirklich super lecker. Mittags gibt es immer ein vegetarisches Gericht mit einem Dessert. Zum Beispiel einen vegetarischen Wrap und einen Schoko-Pudding.

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Und abends ein köstliches Buffet, bei dem es auch fleischliche Kost gibt. Was mich jedoch wundert ist, dass wir in der Anlage so gut wie nie Tiere sehen. Nur ab und an mal einen Vogel. Und weit oben in der Luft rote Aras im Vorbeiflug Richtung Meer, das einige Kilometer von der Lodge entfernt ist. Da waren wir was Tiere angeht, doch sehr verwöhnt von der Maquenque Lodge.

Morgen Abend geht es voraussichtlich weiter.
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zuletzt bearbeitet 25. Juni 2023
Themenstarter805 Beiträge · seit 200726. Juni 2023 ·
29.01.2023 – Luna Lodge / Kostenfreie Trails

Direkt nach dem Frühstück und bevor es wieder richtig heiß wird, starten wir heute früh den Waterfalls Trail auf dem Gelände der Luna Lodge. Es geht erstmal viele Stufen hinab entlang urwüchsiger Vegetation. Knorrige Wurzeln versperren einem ab und an fast den Weg.

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Wir sind ganz alleine inmitten der Natur und genießen die schöne Wanderung in vollen Zügen.

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Noch ist es schön schattig. Es geht immer tiefer, bis wir nach ca. 40 Minuten das erste Wasserbecken mit zwei kleinen Wasserfällen erreichen. Dort ist tatsächlich schon ein Tourist aus der Lodge am Baden. Wir bieten ihm an Fotos von ihm zu machen und natürlich ist er auch so nett, uns einmal zusammen abzulichten.

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Zum Glück haben wir schon nach kurzer Zeit die natürliche Badestelle ganz für uns. Herrlich in dem nicht zu kühlen Wasser am Fuß der kleinen Fälle mit all dem Grün rundherum zu liegen. Wir mögen gar nicht mehr raus. Wo kann man so etwas schon noch ganz für sich haben? 🙂

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Danach wird der Weg über die Felsen schwieriger, glitschiger und auch etwas steiler. Meine Wanderschuhe verlieren öfter den Halt und ich bekomme sogar zwischendurch Panik wegen meiner Höhenangst auf dem Weg. Nur mit Zähne zusammenbeißen erreiche ich den nächsten Wasserfall. Und bin froh durchgehalten zu haben, denn uns bietet sich dieser Anblick.

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Wie genießen das Rauschen des Wassers eine Weile, bevor wir uns wieder auf den Rückweg machen. Inzwischen ist es schon recht schwül und heiß geworden und wir verlaufen uns sogar zwischendurch noch, da wir einmal den falschen Abzweig nehmen. Hoch ist es deutlich anstrengender und wir sind ganz schön durchgeschwitzt und außer Puste am Ende. Doch die Anstrengung war es absolut wert und würden wir jederzeit wieder machen.
Danach gibt es auch schon ein erneut leckeres vegetarischen Mittagessen.

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Die heißeste Zeit des Tages verbringen wir wieder am Pool, bevor es spätnachmittags auf den zweiten kostenfreien Wandertrail der Lodge geht. Ein israelischer Tourist schwärmte davon, dort am Morgen Faultiere in den Bäumen gesehen zu haben. Das können wir uns nicht entgehen lassen. Doch leider sehen wir kein einziges Tier und der Weg ist auf einem Hügelgrat, wo es rechts und links steil den Urwald runter geht. Ich verkneife mir jegliche Fotos und bin stattdessen mit dem reinen Überleben und Beruhigen meiner Höhenangst beschäftigt. 😉 Gottseidank ist der Weg nicht allzu lang und nach einer Stunde kommen wir wieder an den oberen Unterkünften der Lodge an. Es sind Zelte mit richtigen Betten darin, die eine noch viel schönere Aussicht als die deutlich teureren Bungalows haben. Hätten wir das gewusst, hätten wir lieber die Zelte gebucht.

Wir gehen heute besonders früh zu Bett, denn morgen checken wir schon vor dem Frühstück gegen 5:30 Uhr aus. Dann geht es endlich in den Corcovado Nationalpark. Wir haben eine achtstündige Wandertour von der Luna Lodge aus gebucht und sind schon sehr gespannt.
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zuletzt bearbeitet 26. Juni 2023
1’895 Beiträge · seit 201626. Juni 2023 ·
tina76 schrieb:
Dann geht es endlich in den Corcovado Nationalpark. Wir haben eine achtstündige Wandertour von der Luna Lodge aus gebucht und sind schon sehr gespannt.
Das bin ich auch! 😎
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Themenstarter805 Beiträge · seit 200729. Juni 2023 ·
30.01.2023 – Teil 1 der Corcovado Nationalpark-Tour

Nach einem schnellen Frühstück geht es gegen 6 Uhr mit dem Jeep los Richtung Corcovado NP. Endlich einmal wieder Tiere beobachten, wie wir hoffen! Wir sind heute Morgen zu fünft unterwegs. Neben unserem sympathischen Guide Mauro begleitet uns noch ein älteres, englisches Paar. Wir werden in einem ausgetrockneten Flussbett nicht weit vom Meer abgesetzt und von da an geht es zu Fuß weiter.

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Ein paar Vögel sind bereits zu sehen. Ein Tropical Kingbird und erneut ein Common Black Hawk

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Außerdem machen etwas weiter entfernt, aber als Farbtupfer gut zu erkennen, zwei rote Aras im Baum krächzend auf sich aufmerksam.

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Ab da wandern wir im angenehm schattigen Wald parallel zum Meer Richtung Nationalpark. Urwaldriesen mit gigantischen Wurzeln findet man hier.

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Und wir werden ab und an von Klammeraffen durchs dichte Buschwerk beobachtet. Leider sind sie äußerst schwer aufs Bild zu bekommen, da sie hinter den Blättern ständig in Bewegung sind. Sie scheinen sich auf jeden Fall aufzuregen, dass wir uns dreist in ihrem Revier bewegen.

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Dies müsste ein Black-hooded Antshrike sein. (Ich lasse mich da gern von den Experten korrigieren.)

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Zwischendurch ist der Weg durch den Wald immer mal wieder unterbrochen und wir laufen dann am Meer entlang. Kaum zu glauben, dies ist tatsächlich unser erster Strandspaziergang im Costa Rica. Wir hatten das Meer bislang gar nicht vermisst, da es so viel anderes zu entdecken gab.

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Schön anzusehen sind die kleinen Gruppen von Pelikanen, die in regelmäßigen Abständen vorbeikommen und über den Wellen entlanggleiten.

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Wieder im Wald zurück zeigt uns Mauro einen Baum voller Früchte, auf dem einiges los ist. Brüllaffen sind dort unterwegs.

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Und auch diese Crested Guans findet man auf den Ästen.

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Eine halbe Stunde vom Parkeingang entfernt müssen wir endgültig aus dem angenehm schattigen Wald heraus und am Strand in der prallen Sonne laufen.

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Wir kommen dabei am Gelände der La Leona Lodge vorbei, die herrlich einsam liegt.

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zuletzt bearbeitet 29. Juni 2023
Themenstarter805 Beiträge · seit 200729. Juni 2023 ·
30.01.2023 – Teil 2 der Corcovado Nationalpark-Tour

Und da ist er endlich. Der Eingang zum Corcovado!

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Wir sind inzwischen schon ca. 2,5 Stunden unterwegs und ziemlich durchgeschwitzt. Serap geht es leider nicht gut. Sie hat heftige Kreislaufprobleme und bekommt von Mauro Elektrolyte zur Stärkung. Nach einer kurzen Pause zur Entspannung geht es weiter. Und zwar wieder 1,5 Stunden durch den Wald. Highlights unterwegs sind ein winziges Kolibri-Nest und erneute Sichtungen von Klammeraffen.

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An einer schönen Stelle, wo ein kleiner Fluss ins Meer mündet, machen wir und andere Gruppen Essen-Pause.

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Und dies ist tatsächlich auch schon unsere Endstation. Weiter geht es nicht in den Corcovado hinein. Wir stellen etwas enttäuscht fest, dass wir im Park selbst die wenigste Zeit des Ausflugs sind. Nur diejenigen, die heute im Park übernachten, können von hier noch weiterlaufen. Die anderen Gruppen drehen wie wir wieder um.
Auch zurück gibt es im Park außer Klammeraffen, großen Schmetterlingen und einer Schlange keine nennenswerten Sichtungen.

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Beim nächsten Mal würde ich definitiv lieber die Station La Sirena von Drake Bay aus besichtigen. Hier hatte man das Gefühl den Park nur kurz und am äußeren Rand gestreift zu haben. Auch Tapire kommen eher in der Umgebung von La Sirena vor, wie uns Mauro erzählt. 😐

Immerhin hält der Wald außerhalb vom Park auf dem Rückweg doch noch eine überraschende Sichtung für uns parat: Ein Tamandua überquert direkt vor uns den Weg! Gerade noch kann ich zwei Bilder davon machen, dann ist er auch schon wieder blitzschnell im Unterholz verschwunden. Ein erfreulicher Abschluss der Tour. 😁

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Nach 8 Stunden Wanderung bei tropischer Hitze sind wir doch alle etwas erledigt. Serap hat tapfer durchgehalten, obwohl sie Magen- und Kreislaufprobleme hatte den ganzen Rückweg. Sie möchte sich jetzt nur noch hinlegen und den Rest des Tages ausruhen. Wir müssen aber erstmal noch zur Luna Lodge zurück und lassen uns von dort mit dem Auto zur nächsten Station, der Finca La Bonita bringen.
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zuletzt bearbeitet 29. Juni 2023
Themenstarter805 Beiträge · seit 200729. Juni 2023 ·
30.01.2023 – Finca La Bonita

Die Finca la Bonita liegt nur knapp 25 Minuten mit dem Auto entfernt von der Luna Lodge am Endes des kleines Ortes Carate. Hier haben wir nun keinen Luxus mit Pool mehr, sondern nur noch einfache Unterkünfte mit kalter Dusche. Aber dafür zahlen wir auch nur ein Zehntel des Preises der anderen Unterkunft. Reine Mischkalkulation. 😉

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Uns gefällt die Lage der Finca direkt am Rande des Urwalds auf Anhieb.

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Von den einfachen, aber sauberen Bungalows auf Stelzen hat man eine wunderbare Rundumsicht in die Natur. Und das sogar vom Bad aus.

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Irgendwie alles viel naturnaher und gemütlicher als in der Luna Lodge. Hier der Hauptbereich, wo man das Essen einnimmt und sich entspannen kann am Tage.

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Wir sind die einzigen Gäste in den beiden Nächten, wie uns Christian, der costa-ricanische Besitzer erzählt. Außerdem erzählt er uns, dass 20 Minuten vor unserer Ankunft ein Puma durch die Anlage gelaufen wäre. Wie bitte??? Etwas verdutzt schauen wir uns an. Veräppelt er uns oder meint er es ernst? Er ist schwer zu durchschauen. Immerhin war er 10 Jahre lang Guide im Corcovado Nationalpark an der Station La Sirena und kennt sich mit den Tieren daher bestens aus. Und bei der Lage direkt am Urwald wäre es nicht völlig undenkbar. Hier sind auf jeden Fall ab und zu Klammeraffen in den hohen Bäumen unterwegs. Und damit schon mehr Tiere als wir in der Luna Lodge gesehen haben.

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Außerdem würde manchmal abends ein Tapir aus dem Wald zum Außenbereich der Küche kommen. Tapire lieben wohl Bananen und Christian legt seine da ab und an zum Reifen hin.
Das klingt schon mal alles sehr aufregend. Erstmal gibt es aber ein viel kleineres Tier zu sehen. Ich bekomme fast einen Zuckerschock, als ich den süßen und verschmusten kleinen Welpen Marli sehe, der Christian gehört. Mit der kleinen Marli beschäftige ich mich die nächste Zeit bis zum Abendessen. Das nehme ich heute alleine ein.

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Serap fühlt sich nicht und hat sich schon hingelegt Sie kuriert sich heute nur noch aus. Gegen 20 Uhr lege ich mich auch schlafen, als ich plötzlich Christian ganz aufgeregt meinen Namen rufen höre. Ich höre noch „der Tapir ist da“. So schnell bin ich glaub noch nie aus dem Bett gekommen. Keine Zeit mehr, sich umzuziehen. Der Tapir ist wichtiger! Ich renne in Nachtbekleidung und mit Kamera raus.
Und kann es kaum fassen. Da ist er wirklich. Auf die letzten Tage in Costa Rica sehe ich doch noch einen Tapir! 🤩

Er schnüffelt gemächlich am Außengelände des Küchenhäuschens herum und sucht offensichtlich Bananen. Was für ein friedliches und faszinierendes Tier. Ich bin schwer begeistert den Tapir so nah sehen zu können und kann mich gar nicht satt sehen.

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Nach ca. 15 Minuten dreht er ab und verschwindet wieder in den dichten Urwald. Es waren heute keine Bananen für ihn da. Ich bin Christian unglaublich dankbar, dass er mich geweckt hat. Zumal der Tapir wohl auch nur sporadisch und nicht jeden Abend vorbeikommt. Schade nur, dass Serap dies nicht miterleben konnte.

Fortsetzung folgt!
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
zuletzt bearbeitet 08. Juli 2023
1’895 Beiträge · seit 201629. Juni 2023 ·
Liebe Tina,

hab vielen Dank für das Mitnehmen auf die Osa Peninsula!
Es freut mich, dass es am Ende dann doch noch mit einem Tapir geklappt hat!
Dass die Wanderung in Richtung Corcovado wildlifetechnisch nicht so ergiebig war, ist ja wirklich etwas schade! Da scheint mir tatsächlich die Gegend um die Sirena Station etwas besser geeignet zu sein - jedenfalls sagt das meine sehr begrenzte Empirie.

Ich bin gespannt auf die Fortsetzung!
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de Aktuell im Forum: Madagaskar 2026 https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307123-der-achte-kontinent-madagaskar-2026 SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 / Madagaskar 2026 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
752 Beiträge · seit 201101. Juli 2023 ·
Hallo Tina,
auch von mir vielen Dank für deinen schönen ausführlichen Bericht. Gerade von dieser Gegend auf der Osa Peninsula hat man noch sehr wenig gelesen und gesehen. Umso interessanter ist es deine ehrliche Meinung über Luna Lodge und Corcovado von dort aus zu lesen. Das hilft sehr für künftige Planungen!
Bin weiter auf eure Erlebnisse "im Süden" gespannt.
Beste Grüße,
Nette
Themenstarter805 Beiträge · seit 200708. Juli 2023 ·
Vielen Dank für Eure Kommentare, für die ich mich nach einer längeren Dienstreise endlich mal bedanken kann!

@Sascha: Schön, dass Du noch dabei bist. 🙂 Ja, der Tapir war eins meiner persönlichen Highlights der Reise. Dieses Tier finde ich absolut faszinierend. U.a. daher habe ich es trotz dem wenig ergiebigen Ausflug in den Corcovado nicht bereut auf die Osa Peninsula gekommen zu sein. Auch waren dort nur sehr wenige Touristen unterwegs, was diese abgelegene Ecke von Costa Rica für uns besonders machte. La Sirena würde ich beim nächstes Mal aber auf jeden Fall auch besuchen, um den Vergleich zu haben.

@Nette: lieben Dank für Dein Lob. 🙂 Ich freue mich sehr, wenn mein Bericht Dir bei der Planung helfen kann! Über die Osa Peninsula hatte ich selbst vorher nur sehr wenig gelesen. Ich würde auf jeden Fall nochmal wieder kommen. Wenn aber in der Finca La Bonita übernachten anstatt in der teuren Luna Lodge. Christian bietet auch Touren in den Nationalpark an und in der Finca selbst kann man mehr Tiere sehen. Dies vielleicht in Kombination mit einer Lodge am Strand. Dort kommen zu bestimmten Zeiten (November, Dezember) auch viele Schildkröten an den Strand.

Ich werde es erst Anfang nächster Woche schaffen, den Bericht fortzusetzen. Daher nochmal zwei kleine (einfache) Handy-Videos von meiner Begegnung mit dem Tapir. Ich habe sie gezippt, da ich das Format sonst nicht einstellen konnte.

Liebe Grüße
Tina

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zuletzt bearbeitet 08. Juli 2023
Themenstarter805 Beiträge · seit 200717. Juli 2023 ·
31.01.2023 – Finca La Bonita

Der letzte volle Tag auf der Osa Peninsula steht ganz im Zeichen von Entspannung und Erholung. Wir starten den sehr heißen Tag mit der schönen Aussicht vom höchsten Stelzenbungalow der Finca.

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Christian hatte uns sogar angeboten in diesen Bungalow umzuziehen, wenn wir Lust haben. Wir sind ja die einzigen Gäste der Anlage derzeit. Aber wir genießen dort nur den Weitblick und bleiben weiter unten, denn dort ist es etwas kühler und schattiger tagsüber. Außerdem muss man gefühlt klettern wir eine Bergziege, die vielen Stufen hinauf.

Die schwüle Hitze lähmt uns und wir beschließen erst gegen späten Nachmittag an den nahen Strand zu gehen, wenn die Temperaturen erträglicher sind. So heiß wie hier im Süden war es sonst nirgends auf unserer Reise.

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Auf dem Weg zum Playa Carate, der etwa 15 Minuten zu Fuß entfernt liegt, sehen wir nochmal ein Aguti auf der Rasenfläche neben der Straße.

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Christian kommt uns mit dem Auto entgegen. Er erzählt uns später, dass er 10 Minuten nach unserem Weggang an der Straße einen Jaguarundi gesehen hat. Hmm, schade. Vermutlich würde es sich wirklich lohnen, einmal mit Geduld länger abends am Weg zu warten, um zu sehen, was für Tiere sich zeigen. Wir haben leider keine Zeit mehr dafür.

Wir sehen im Vorbeigehen nur einen weiteren Greifvogel und einen kleinen, süßen Hund, der mit seinem Besitzer hier entlangspaziert.

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Der Weg selbst ist landschaftlich eine Augenweide.

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Und auch der Strand ist traumhaft und bis auf wenige Menschen weitgehend leer. Wir kommen gerade richtig um den schönen Sonnenuntergang noch erleben zu können.

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Ein tschechisches Paar ist so nett, noch ein Erinnerungsfoto von uns zu machen.

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Auf dem Rückweg zur Finca turnen die Klammeraffen in den Bäumen. Hier noch wie ein dunkler Scherenschnitt erkennbar.

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Christian zeigt uns außerdem noch auf der Finca die Ecke, wo sich Frösche und Kröten gerne nachts aufhalten. Und er findet auch einige Exemplare.

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Leider kommt heute der Tapir nicht nach dem Essen zur Außenküche. Vielleicht weil er gestern erfolglos nach Bananen gesucht hat. Was für ein Glück, ihn zumindest einmal hier gesehen zu haben!

Es ist auch im Dunkeln noch sehr warm und schwül. Laut Christian ist dieser Tag selbst für costa-ricanische Verhältnisse extrem von den Temperaturen. Zum ersten Mal freue ich mich so richtig auf die kühle Dusche im Bungalow! Gute Nacht!
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
zuletzt bearbeitet 17. Juli 2023
1’394 Beiträge · seit 200917. Juli 2023 ·
Hallo Tina,

auch wenn dieser Tag ein, wie Du schreibst, Erholungstag war, lieferst Du ganz tolle Eindrücke und klasse Fotos ab. Erholungstage müssen für uns auch immer sein, Zeit zum Genießen, Zeit für das Aufnehmen und Verarbeiten der Reise, einfach Zeit für das Kleine, für das Stille und nicht nur für das Konsumieren. Ich finde, das sind immer wertvolle Tage, die für mich ein Gleichgewicht auf einer Reise sind. Mal gelingt uns das mehr, mal weniger.

Deine Aufnahmen vom Strand sind wundervoll und der Hund ist soooo süß. Meine Costa Rica Reise liegt ja schon mehr als 25 Jahre zurück und wir haben nicht so viel vom Land (hauptsächlich Vulkane, dafür haben wir wahrscheinlich die Gegend rund um den Arenal noch ohne großen Rummel kennengelernt) gesehen, weil der Schwerpunkt auf Nicaragua lag, aber meine Reiseplanung ruft in der Schublade nach Umsetzung. Mal sehen, ob wir das nach der nächsten Reise angehen oder doch wieder weiter südlich landen werden.

Insgesamt gefällt mir Eure Reise ausgesprochen gut.
Hast Du vielleicht noch ein paar Fotos von den Bungalows/Unterkünften etc. von der Finca La Bonita? Das würde mich brennend interessieren.

Ich bin schon gespannt auf Dein Fazit.

Viele Grüße
Sabine
Themenstarter805 Beiträge · seit 200718. Juli 2023 ·
Hallo Sabine,

lieben Dank für Dein Fotolob und ich freue mich über das Interesse an meinem Bericht. 🙂
Wir waren diesmal wirklich sehr entschleunigt und ohne Stress unterwegs. Ich stimme Dir da völlig zu, dass Erholungstage zwischendurch auch wichtig sind, um die vielen Eindrücke zu verarbeiten und dann wieder neue aufnehmen zu können.

Costa Rica und auch Nicaragua vor 25 Jahren war sicher spannend! Und die Gegend rund um den Arenal ohne den ganzen Trubel von heute, muss ein tolles Erlebnis gewesen sein.

Wegen Fotos von den Bungalows der Finca la Bonita habe ich nur noch ein paar Aufnahmen von unserem Bungalow / Zimmer gefunden. (Es gab noch zwei andere -weiter oben -, die wir leider nicht fotografiert haben.)
Die Zimmer sind recht rustikal und einfach, aber schön naturnah und vor allem mit Aussicht rundum. Das letzte Bild mit dem Bett, bekomme ich übrigens leider nicht gedreht. 😵

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Auch beim Essen darf man nichts besonders erwarten. Es war einfache Hausmannskost. Aber der Flair der ganzen Anlage am Rande des Regenwalds mit Affen, die in den hohen Bäumen über einen hinwegturnen, dem Tapir, der ab und an aus dem Regenwald vorbeischaut und der einsamen Lage machen es dort wirklich besonders. Kann ich absolut empfehlen und möchte selbst gern einmal wieder kommen.

Mein Fazit zur Reise folgt die nächsten Tage.

Ich hoffe, Deine Reiseplanung in der Schublade zu CR wird in nicht allzu ferner Zukunft umgesetzt. 🙂

Viele Grüße
Tina
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zuletzt bearbeitet 18. Juli 2023
1’394 Beiträge · seit 200918. Juli 2023 ·
Hallo Tina,

super, vielen lieben Dank für die Fotos.
Der Bungalow war aber nirgends offen und hatte überall Mückenschutz? Das kann ich nicht so genau erkennen.

Ich bin zwar nicht der große Fan von ganz so rustikal, aber hatte es mir deutlich schlimmer vorgestellt aufgrund Deiner Beschreibung. Da war auch die eine oder andere Unterkunft, die wir im Pantanal hatten, nicht viel besser und wenn dann die Sichtungen stimmen, wie auch bei Dir, ist das auch mal okay und den einzigen, ungebetenen Gast hattet Ihr ja sogar in einem der besten Zimmer Eurer Reise. Die wissen halt auch, wo es schön ist 🙂 .

Die Luna Lodge hatte ich übrigens auch einmal in meinen Planungen, war aber immer unschlüssig, vor allem, was die Anfahrt betrifft, aber mein Bauchgefühl liegt da scheinbar nicht gänzlich daneben …. Dank Deines Berichtes wird mir wohl die Entscheidung, falls wir einmal die Reise dorthin angehen sollten, leichter fallen.

Liebe Grüße
Sabine
zuletzt bearbeitet 18. Juli 2023
Themenstarter805 Beiträge · seit 200719. Juli 2023 ·
Hallo Sabine,

ich kann Dich beruhigen. 🙂 Der Bungalow war rundum mit Mückengitter versehen. Man muss nur etwas aufpassen, nicht die Tür aufzulassen, da es sonst sein kann, dass sich ein Skorpion ins Zimmer verirrt. Wir hatten tatsächlich fast einen im Zimmer und konnte ihn in letzter Sekunde noch von der Türschwelle vertreiben. Aber das kann einem auch in anderen Lodges passieren. Und Du hast Recht, die Spinnen sind da wohl verwöhnter und mögen lieber die luxuriösen Behausungen. 😄

In der Luna Lodge war es halt schön, bei der Hitze den Pool und die kleinen Wasserfälle zum Baden zu haben. Und das Essen war sehr lecker. Aber ob man dafür wirklich so viel Geld bezahlen möchte, muss jeder für sich entscheiden. Tiere gab es auf jeden Fall deutlich mehr in der Finca. Es gibt auch noch die Möglichkeit eine Unterkunft in direkter Strandnähe in Carate zu nehmen. In der Schildkrötensaison November /Dezember würde sich das sicherlich lohnen.

Schön, auf jeden Fall, wenn ich Dir weiter helfen konnte! Ich werde sicherlich auch auf Deinen Pantanal-Bericht zurückkommen, wenn ich es irgendwann einmal schaffen sollte, dieses Traumziel zu bereisen. Leider ist es mir momentan etwas zu teuer. Daher gibt es erstmal eine Rucksackreise nach Sri Lanka nächsten März.

Liebe Grüße
Tina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
560 Beiträge · seit 202105. Aug. 2023 ·
Liebe Tina!
Nach langer Forumsabstinenz (erst Urlaub und dann viel zu viel Arbeit...) habe ich nun endlich deinen Bericht fertiggelesen!
Vielen herzlichen Dank für die wunderbaren Fotos - mein Favorit ist eindeutig der Tapir - ein Traum dieses Tier sehen zu dürfen!!!
Auch deine Frosch- und Vogelfotos sind große Klasse!! 😘 😘
Hoffe du hattest einen schönen Urlaub in Tschechien - das liegt bei mir quasi "um die Ecke" - Luftlinie so ca. 5km 😎
Ich mag die Landschaft und die alten Städtchen dort sehr - auch wenn es natürlich nicht so spektakulär ist wie Costa Rica oder Afrika 😉
Nochmals vielen Dank fürs "mitreisen - lassen" - Costa Rica ist jetzt ziemlich weit oben auf meiner Wunschliste!
Herzliche Grüße,
Kathrin