Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201508. Dez. 2021 ·
Na, Picco kann's kaum abwarten 😄
Hi Konni, so viel sei verraten, nicht an diesem Tag 😉 Schön, dass ihr sie auch nochmal sehen konntet! Habt ihr schon gehört, was mit ihr passiert ist? 🙁 Hoffentlich schafft es Roho alleine durchzukommen.
Schön, dass ihr sie auch nochmal sehen konntet! Habt ihr schon gehört, was mit ihr passiert ist? 🙁 Hoffentlich schafft es Roho alleine durchzukommen.
Oh Laura,
nein, das haben wir nicht. Aber das erfahren wir bestimmt in den nächsten Tagen hier im Bericht. Beide Daumen sind jedenfalls schon mal für Roho gedrückt!
Hallo Laura, was Du vom Lookout Hill schreibst, ist ja eklig. Als wir dort waren, war alles pico (nicht picco!) bello sauber. Wir haben nur ein, höchstens 2x Mal Müll gesehen (leere Getränkedosen), und die hat John sofort aufgesammelt. Interessieren würde mich der Name des Vogels über dem Pied Kingfisher-Weibchen. Den habe ich wohl noch nie bewusst gesehen, und meine Bestimmungsbücher sind in HH. Vielen Dank fürs Weiterschreiben und lG aus Puerto, Karsten
Interessieren würde mich der Name des Vogels über dem Pied Kingfisher-Weibchen. Den habe ich wohl noch nie bewusst gesehen, und meine Bestimmungsbücher sind in HH.
Vielen Dank Konni, ja, der Yellow-throated Pipit ist mir tatsächlich noch nicht untergekommen. LG aus Puerto PS: Ich habe es jetzt doch tatsächlich noch geschafft, Dir in meinem letzten RB für Dein Abschlussfoto zu danken. 😊
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201508. Dez. 2021 ·
Hallo Karsten,
ja, wir waren entsetzt. Man sieht es nicht direkt von dort aus wo wir standen, man muss etwas nach links laufen zu den Büschen. Zuerst wollten wir auch ein, zwei Masken aufsammeln, aber dann sahen wir das ganze Ausmaß. Dafür hätte man Müllsäcke, Handschuhe und viel Zeit gebraucht...
Klar, hat man auch mal ein menschliches Bedürfnis. Aber wir haben nie irgendwo Papier hinterlassen.
Und auf dich, liebe Konni, ist vogel-technisch wie immer Verlass 😎 DANKE!
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201512. Dez. 2021 ·
Kapitel 4 Fortsetzung
Im Anschluss an die ausgiebige Lunch-Pause finden wir uns an der Stelle wieder, wo wir heute Morgen Roho, Sohn von Lorian, gefunden haben. Hä? Also sind wir quasi in einem großen Kreis gefahren? Meine Orientierung finde ich wohl erst in Deutschland wieder. Aber eine Sache möchte ich hier mal anmerken: Wir sind heute stundenlang alleine unterwegs, ohne einem anderen Auto zu begegnen und erleben eine herrliche Idylle in dieser wunderschönen Gegend!
Wir suchen Roho nun von der gegenüberliegenden Seite des kleinen Wasserlaufs, denn er hat seinen Platz von heute Morgen geräumt. Gerade als George sagt, "there he is", sage ich auch wie aus der Pistole geschossen "Flecken!!". Ich bin verwirrt als George noch einige Meter weiter fährt, denn ich habe unten im Graben Flecken liegen sehen und dachte eigentlich, er meinte die Gleichen. Roho entdecken wir gegenüber im Dickicht und ich versuche, George zu erklären, wo ich noch Flecken gesehen habe und dass ich mir zu 95% sicher bin. Wir setzen noch einmal zurück, aber tatsächlich habe ich's mir doch nur eingebildet. Von Lorian ist weiterhin keine Spur. Jetzt müssen wir zunächst eine geeignete Stelle finden, wo George den Landi durch's Wasser bringen kann. Als wir uns Roho nähern, sehe ich doch noch "meine" Flecken unten am Wasser! Aber ein Leo ist ausgeschlossen. Selbst George muss das Fernglas benutzen und "das Ding" stellt sich als schlafende Hyäne heraus. Naja, ich beharre drauf, dass ich mit Flecken zumindest nicht falsch lag und George lobt mich nun das erste Mal für meine guten Augen 😄
So, jetzt aber muss er überlegen, wie er uns bugsiert, damit wir nochmal einen guten Blick auf Roho werfen können. Kaum eine Chance, aber die Bilder, die dabei entstehen, gefallen mir sehr gut mit dem Buschwerk.
Der Himmel wird nun von dicken Wolken überdeckt. Kaum zu glauben, dass wir vor 2 Stunden noch geschwitzt haben. Das könnte doch noch unsere Chance auf Nashörner erhöhen! Plötzlich erleben wir unseren ersten afrikanischen Regen und ich bin einfach nur begeistert! Wie schnell das Wetter umschwingt, erkennt man an diesen beiden Bildern, dessen Akteur wir seit einigen Hügeln nun verfolgen 😄
Auf dem zweiten Bild sieht man, dass ich immer noch nicht die richtigen Einstellungen der Kamera für mich gefunden habe.
Raubadler
Und endlich erwische ich auch mal meinen ersten Madenhacker auf einem kontrastreichen Büffel.
Die Suche nach Rhinos hält an und George steuert den Landi nun durch dichtes Buschwerk. "Last chance now", raunt er uns zu. Der Regen war kurz, aber heftig und hinterlässt seine Spuren. Als wir gerade eine sehr matschige Stelle passieren, entdecke ich links von uns einen grauen, großen Lehmhügel, der sich tatsächlich als Spitzmaulnashorn herausstellt! Ich habe es gerade ausgesprochen, da bleibt der Landi stecken. Aber null problemo, George läuft einmal ums Auto herum, stellt etwas an den Reifen (mir fällt der Begriff gerade partout nicht ein) und wir flutschen aus dem Matsch. Der Rhinobulle allerdings gewährt uns nur einen kurzen Auftritt und wirkt eher schüchtern. Wir verfolgen ihn noch ein kleines Stück durch den Busch, kriegen aber keine freie Sicht mehr. Egal, wir sind mehr als zufrieden!
Jetzt ist auch George erleichtert, dass er seine Mindestanforderungen für heute erfüllt hat. Aber er wäre nicht George, würde da nicht noch eine Zugabe erfolgen. Oder zwei? Oder drei? Es fängt wieder an zu regnen und ich schieße eins meiner Lieblingsbilder der Reise, ein tolles Topi-Portrait.
Bei einer letzten kurzen Pause beobachten wir etwas weiter entfernt einige Elefanten. In mir raunt es... Geoooorge, wenn ich noch ein Elefantenbild knipsen könnte, hätte ich auch bilder technisch 5 von 5 für heute zusammen 😄 Gesagt, getan, auch wenn Petra meint, es wäre doch mal gut für heute. Leider sind die Elefanten in dichtes Buschwerk gezogen, bis wir sie erreichen und das hier kommt dabei heraus, zumindest bildlich alle 5 heute abgelichtet zu haben 😄 wunderschöne Fokussetzung...
Was sagte ich eben? George sei nicht George..... Wenn nicht noch etwas Wundervolles folgen würde! Wir begegnen nun einer fünfköpfigen Elefantenfamilie in der offenen Grassavanne, aber haben nur Augen für den kleinsten Spross. Laut George nicht älter als acht Wochen. Wir stellen den Moter ab und beobachten Mama und Kalb neben unserem Auto.
Sie bringt uns so viel Vertrauen entgegen, dass sie mit ihrem Kleinen direkt vor uns den Weg überquert und es nicht von uns abschirmt. Als sie langsam weiter wandern, bin ich sehr gerührt von diesem Moment und der Ehre, die uns hier zu teil wurde.
So, das Soll wäre hiermit mehr als erfüllt! Haha, falsch gedacht. In der nächsten Senke treffen wir auf die nächste kleine Elefantenfamilie. Alle sind irgendwie in ständiger Bewegung und als wir uns nähern, erkennen wir auch den Grund! Ein irrwitziges Elefantenkalb hält hier die Büffel gewaltig auf Trab! Dies soll zu dem lustigsten Moment des Urlaubs werden! Wir alle vier kriegen uns kaum ein vor Lachen, sogar George, während das Kalb wohl denkt, es sei ein großer Tusker und kann hier alle herumschubsen. Das aller witzigste daran ist aber, dass die Büffel sich nicht trauen, irgendeine Art von Gegenwehr zu zeigen, denn dann hat der kleine "Kevin" direkt seine Mama und Tanten im Rücken. Ein unfassbar tolles Schauspiel! Und ein unvergesslicher Moment, denn die Freude durch vier zu teilen, ist nochmals schöner!
Nach etwa 10 Minuten ist das Spektakel vorüber und Mama und Tante haben anscheinend keine Lust mehr. So, JETZT können wir aber zurück ins Camp. Denkste... Na gut, schauen wir nochmal am Termiten-Schakalbau vorbei, deren Bewohner gestern und heute Morgen zu schüchtern waren. Siehe da, jetzt zeigen sich die Kleinen.
Irgendwie haben wir nicht das Gefühl, dass George das Camp jetzt ansteuert. Wir begegnen einer kleinen Autoansammlung und schnell ist klar, dass wir uns wieder im Gebiet von Fig und Faulo befinden. Der Sohnemann liegt sogar recht gut erkennbar im Gras.
Mama Fig hat sich in einen dichten Busch verzogen, aber ein Beweisfoto muss sein 🙂
Mittlerweile ist die Sonne wahrscheinlich fast untergegangen, wir können es leider nicht erkennen. Um 18:45 Uhr erreichen wir im Starkregen unser Camp. In der Ferne gewittert es gewaltig und wir warten noch kurz im Auto. Einer der Angestellten bringt uns Regenschirme, was für ein Service! Mit George verabreden wir uns für morgen früh, 5:30 Uhr.
Auf dem schmalen Steinpfad zum Zelt kreuzt ein großer, schwarzer Skorpion unseren Weg! Dem ist es wohl unter seinem Stein zu nass geworden. Fasziniert muss ich sofort drauf halten und Petra erstarrt ein wenig. Der war aber auch bestimmt 15 cm lang! Unser Roomboy Simon kommt vorbei und fragt Petra freundlich "How are you?" - alles was sie rauskriegt, ist "...there's a Skorpion." Er "kümmert" sich darum, was nicht in meinem Sinne ist, aber ich möchte hier niemanden zu etwas ermahnen. Immerhin kann Petra jetzt besser schlafen, sagt sie. "Naja, was meinste, unter wie vielen Steinen hier noch welche sitzen?" - Ehrlichkeit kann ich 😄
An unserem Zelt sehen wir dann zumindest noch, wo vor einer halben Stunde die Sonne unterging und Blitze erhellen den wolkenbedeckten Himmel in der Ferne.
Morgen erwartet uns der spannendste Tag der Reise und Kenia zeigt uns eindrucksvoll den "Circle of Life" 🤩
Flash2010 schrieb:Aber eine Sache möchte ich hier mal anmerken: Wir sind heute stundenlang alleine unterwegs, ohne einem anderen Auto zu begegnen und erleben eine herrliche Idylle in dieser wunderschönen Gegend!
Ja, man hört viel von den vielen, vielen Autos in den Parks Ostafrikas und der Ruhe im südlichen Afrika...vor allem von Leuten die noch nie oder 'nur' zur absoluten Hochsaison in Ostafrika waren. Ich für mich kann nur sagen dass ich auf all meinen Reisen einmal in der Serengeti zu viele Autos sah, man sah wie Ende Januar, Anfangs Februar, also in der Hochsaison eine Gepardenmutter ihren drei Halbwüchsigen das Jagen beibringen wollte und schlussendlich natürlich auch die (erfolglose) Jagt selbst. Ein weiteres Mal sah ich auf dem Chobe River im September, also nicht ganz in der Hochsaison, so viele Boote dass man kaum ein Bild ohne Boot drauf machen konnte...es waren sicherlich nicht weniger Boote als damals Autos bei der Gepardenjagt. Seitzher weiss ich was ich von solchen Aussagen zu halten habe. Es gibt im östlichen wie im südlichen Afrika Situationen, in denen man allein ist, aber auch Situationen mit viel zu vielen Menschen. Einzig abseits der Nationalparks ist Ostafrika natürlich deutlich dichter besiedelt als z.B Botswana.
...und jetzt kommt ich noch als 'Pünktlischissor' 😵 zu Wort: Ihr seid nicht in einem 'Landi' unterwegs sondern in einem 'Cruiser'...'Landi' ist die übliche Bezeichnung für einen Landrover Defender und seine Vorgänger, ein Toyota Landcruiser wie ihr ihn hattet wird eben als 'Cruiser' bezeichnet, sein Vorgänger und teilweise auch er selbst auch als 'Bushtaxi'. Ende 'Pünktlischisserei' 😗 ...
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201513. Dez. 2021 ·
Hi Picco,
vielen lieben Dank für die Berichtigung! Ich hasse kaum etwas mehr als wenn Leute kontinuierlich falsche Begriffe verwenden 😣 und dann mach ich's selbst.
Ja, wir waren auch erstmal abgeschreckt von den vielen Autoansammlungen, über die man so liest oder auch auf Bildern sieht. An einem Morgen (der im Bericht noch folgt) begegneten wir einer Gepardin mit Jungen. Einige Stunden später bekam George den Funkspruch, dass ihr nun 57 Autos folgen würden 😮
Wie du schreibst, es ist einfach situationsabhängig. Und wie ich auch schon schrieb, ging es bei uns immer alles mit einer super Ordnung zu, wo keiner gedrängelt hat. Wir haben uns nicht einmal über andere ärgern müssen.
Liebe Mädels, tja was soll ich sagen ............ Bilder sagen mehr als 1000 Worte 🤩 🤩 🤩 kann ein Tag noch mehr bringen? ich glaube nein bzw. ........................ ach es wird ja nicht nachlassen 😉 😉
Meine Favoriten sind die Büffelbilder, die finde ich total genial. Natürlich auch die Schakalkinder 😮 🙂 wunderschön getroffen. Und dann noch das Elefantenbaby, dass ausgiebig am toben ist. Einfach nur .............. 🤩 😘 🤩 😘
Sag mal, ist es während des Regens stark abgekühlt oder eher schwül geworden? Das ihr nicht im Regen getanzt habt, gibt allerdings Punktabzug in der B-Note !!! Ansonsten habe ich aber mal gar nix zu meckern 😄
Toller Tag - da geht aber noch mehr 😄 Bin schon sehr gespannt Hau rein - Liebe Grüße von der Netti
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201513. Dez. 2021 ·
Hallo liebe Netti 🙂
eins sei verraten, ein Tag kann noch mehr bringen, nämlich so viel, dass wir fast überfordert waren. Und Petra irgendwann meinte, "so, bitte heute kein Leopard mehr" 😄
Also als schwül haben wir es weniger empfunden, aber man merkte nach etwa 5 oder 6 Tagen, dass es sehr trocken wurde als es nicht gar mehr geregnet hat. Abgekühlt hat es da schon auch, aber das war dann eher mal angenehm.
Regentanz... Petra wars ja schon zu viel als es ein bisschen durch's Dach geregnet hat 😄
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201513. Dez. 2021 ·
Kapitel 5 Circle of Life
Pünktlich um 5:30 Uhr haben wir unseren ersten (bzw. Petra ihren zweiten) Kaffee geschlürft und stapfen noch etwas verschlafen zu unserem Cruiser 🙂 Mittlerweile hat sich eine Sitzordnung eingespielt, mit der wir alle drei glücklich sind und nicht abwechseln müssen. Klaudia nimmt den Profiplatz ein, nämlich vorne neben George. So muss er halt immer schauen, dass er das Auto jedes Mal richtig positioniert. Das macht er aber mit Leichtigkeit! Dahinter sitze ich und kann immer mal schnell nach rechts auf den Sitz wechseln, wenn etwas vorbeiläuft oder -fliegt, was Klaudia nicht fotografieren möchte. Hinter mir nimmt Petra Platz. Der perfekte Platz, um all unseren Kram zu verräumen und zu organisieren (wer uns schon etwas länger verfolgt, wird wissen, wie gerne die Mutti räumt) 😄
So, jetzt aber wieder zum wichtigen Teil! Mal wieder würden wir wohl die Hand vor Augen nicht sehen, aber George hat ein ganz eindeutiges Ziel. Dieses liegt gar nicht so weit entfernt vom Camp und wir erreichen schon bald eine Hügelkette, die ich ab heute als perfekte Orientierung abspeichern kann, da sie sehr markant aussieht. Hier ist der Topi Pride sesshaft und genau dieses Löwenrudel suchen wir jetzt.
Die Dämmerung setzt ganz leicht ein und schon haben wir sie gefunden! Moment - wir trauen unseren Augen kaum..... Wie viele Löwen sind das bitte? 🤩
Ich lasse mal Bilder sprechen und ihr könnt selbst mal versuchen zu zählen 🙂 (Sorry, bei dieser Bilderflut kann ich mich kaum entscheiden...)
Immer wieder mahne ich mich selbst und auch Petra dazu, die Kamera auch mal Nebensache sein zu lassen und einfach nur diesen Anblick zu genießen. Viel Zeit bleibt uns mit den Kleinen nicht, denn schon als die Sonne geradeso aufgegangen ist, setzen die Löwinnen sich langsam in Bewegung. Sie werden in den Hügeln verschwinden und wir haben heute großes Glück, dass sie mit den Kleinen die Deckung verlassen haben.
Übrigens finden sich hier 5 Löwinnen mit 11 kleinen Cubs verschiedenen Alters zusammen! Wow! Als die Meute sich in Bewegung setzt, sind wir vollends verzückt.
Plötzlich erscheint eine Hyäne am Horizont und eine der Löwinnen setzt zum Scheinangriff an. Der Gegner nimmt lieber schnell reißaus, aber die kleinen erhalten wohl das Kommando, eng zusammen zu bleiben. So ein interessantes Zusammenspiel!
Als die Gefahr gebannt ist, tollen sie wieder vergnügt herum und machen das, was Löwenbabys am besten können. Zusammen spielen und das Angreifen üben. Man weiß teilweise gar nicht, wo man hinschauen oder fotografieren soll 😄
20 Minuten nach Sonnenaufgang haben sie nun fast die Büsche erreicht und wir geben George das Zeichen, dass es nun gut sei. Ein paar Autos folgen ihnen noch weiter, aber wir sind glücklich und "satt".
George scheint sich heute nicht weit vom Camp entfernen zu wollen, warum nur? Wir machen zwar heute keine Ganztagestour, aber wir drehen nun um und fahren schon wieder in die Richtung aus der wir gekommen sind.
Dieser Geier-Baum dient übrigens auch super zur Orientierung!
Zum genau richtigen Zeitpunkt erreichen wir den Schakalbau von unserem ersten Tag, denn die Elterntiere waren erfolgreich auf der Jagd. Die Kleinen können die Ankunft von Mama Schakal kaum erwarten und das Gewusel geht los. Sie würgt ihnen ihr Frühstück heraus und erst nachdem die Bande gefressen hat, wird sich beschnuppert und begrüßt - bis Papa Schakal kommt! Man, die haben vielleicht einen Kohldampf! Ein wirklich tolles Schauspiel, das wir so auch noch nicht erlebt haben.
Kurz darauf begegnen wir noch einem Gleitaar und ich habe heute einige von Klaudias tollen Tipps zum Fotografieren umgesetzt. Damit klappt dann auch der Abflug!
So, nun knurren aber auch langsam unsere Mägen, aber wir halten zum Frühstück an gar keinem schönen Platz. Im Gegenteil, nämlich mit Blick auf eine große Autoansammlung etwa ein oder zwei Kilometer weiter. Während George die "Tischdecke" ausbreitet, frage ich, was es da vorne denn Spannendes gibt. "Cheetahs", antwortet er ganz beiläufig. Ääääh ja. Da sind Cheetahs und wir sollen jetzt hier in Ruhe frühstücken?! Ich nehme es mal so hin und auch Petra ist nicht wirklich in Aufbruchsstimmung. Klaudia kennt George schon zu gut um zu wissen, dass wir längst dort wären, würde etwas Aufregendes passieren. Vermutlich liegen sie also nur herum.
Wir lassen uns unser Frühstück schmecken, aber trotzdem muss ich immer wieder in die Ferne starren. Die Autos bewegen sich immer weiter. Etwas in mir möchte unbedingt wissen, was da los ist, aber ich vertraue George. Irgendwann packen wir zusammen und kommen wieder an den Schakalen vorbei. Hier hat sich tatsächlich eine Hyäne angeschlichen und anscheinend etwas von der Fütterung gewittert. Jetzt beginnt ebenfalls ein tolles Schauspiel, denn die Schakal-Eltern schlagen die Hyäne mutig in die Flucht. Hier entstehen nur die beiden Bilder, denn den Rest habe ich gefilmt.
Jetzt eeendlich bewegen wir uns in die Richtung der vielen Autos und wir erstarren fast als George sagt, dass wir hier gleich einen Jagdversuch beobachten werden! Die Autos haben sich allesamt verteilt und ich horche, was die Guides drumherum sagen. Mal höre ich, man solle auf die Springböcke achten, dann aber meint George, ich solle das vordere Impala anvisieren. Meine Güte, ist das spannend! Meine Kamera läuft im Dauervideo, um nichts zu verpassen. Dann! Innerhalb von Sekunden passiert es und ich halte geistesgegenwärtig voll drauf!
Hier ist die Welt noch in Ordnung.
Diese Bilder zeigen Videoausschnitte, daher die schlechte Qualität. Zu Filmen war die richtige Entscheidung. Petra kam leider nicht hinterher.
Ob die Jagd erfolgreich war, verrate ich euch im nächsten Kapitel 😛
Hallo Laura, tolle Löwenbilder!!! Was mich interessiert: Das Zebra Plains Camp ist ja nur 200 Meter vom Park entfernt, hast du geschrieben. Man muss aber doch bestimmt durch ein Gate in den Park fahren, oder? Wie weit ist das entfernt und wie lange dauert es, um reinzukommen? VG Tommi
Hallo Laura, Eure Sichtung von 11 Löwen-Cubs war ja wirklich außergewöhnlich. Und dann gleich noch eine Cheetah-Jagd - toll! Danke fürs Teilen! LG aus Puerto, Karsten
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201513. Dez. 2021 ·
Hallo Tommy,
GENAU diese Fragen haben wir uns vor der Reise ebenfalls gestellt 😁 lass mich deine Frage ganz einfach mit einem Bild beantworten:
Die Park Entries hat George für uns irgendwann zwischendrin bezahlt. Kein Gate, keine Zeit, die man verliert. Und genau aus diesem Grund ist es in unseren Augen schnurzpiepegal, ob man IM Park oder außerhalb nächtigt 😉 Ok, ich glaube 200 Meter waren wieder schlecht geschätzt, aber es waren wirklich nur einige Minuten vom Camp zu diesem Stein. Und die Geparden am zweiten Tag lagen nicht unweit dieser Grenze.
Liebe Laura, wirklich tolle Erlebnisse! Die kleinen Löwen sind klasse - und dann noch in dieser Anzahl! Und was soll man sagen: Eine Gepardenjagd hautnah miterlebt. Großartig! Ich will auch in die Mara... 😉
unglaubliche Sichtungen, ein absoluter Wahnsinn. Da hattet Ihr ja richtiges Glück.
Ich denke, dass man derart geballt so etwas nur in der Masai Mara sehen kann. Freue mich schon auf die Fortsetzung. Und - mit George haben wir bereits Kontakt aufgenommen, vielleicht klappt das .