Vorstoß aus Regierung: Gutscheine statt Erstattung

316 Antworten · 40,2k Aufrufe · gestartet 26. März 2020 von mika1606
Antworten
490 Beiträge · seit 202018. Mai 2020 ·
man muss es leider sagen, das ist ein Anbieter übergreifendes System des Kettenbriefes im Grundsatz.

Gerade bei Flügen ist das extrem ausgeartet leider. Obwohl ich derzeit nur wenig von der Stornowelle betroffen bin, schaue ich mir aber schon genau an, wie "flexibel" die einzelnen Anbieter jetzt mit ihren Kunden umgehen. Da gibt es solche und solche Beispiele und eine nachträgliche Änderung des "Vertrages" , weder von Anbieter noch von Regierungsseite, ist für mich auch ein NoGo.

Es gibt allerdings (auch hier) genügend Beispiele für kulanten Umgang mit den Kunden, die dann eben die Wahl erhalten "Gutschein oder Geld". Auch Reiseveranstalter (Alltours) haben bei dem notwendigen Storno der Mai-Reise direkt und ordentlich informiert und mir alle Varianten angeboten.

Wir gehen immer von deutschem Recht jetzt aus, auch wenn die Anbieter in Namibia sitzen bei direkten Lodge-Buchungen, wie ist eigentlich die Rechtslage dort? Gibt es überhaupt ein Recht auf kostenlose Stornierung bei Reisewarnungen eines Dritt-Landes (Deutschland)?
Wenn ich individuell direkt vor Ort buche muss ich mich schon den Regularien vor Ort unterwerfen.

Aber wie gesagt, schaut euch einfach genau an, wer wie flexibel (und höflich) reagiert und wer meint Kundenrechte mit Füßen treten zu müssen. Hier werden viele Kunden auch zu Gutscheinen bereit sein, sicherlich nicht alle, aber was solls. Lasst euren Kunden doch einfach die Wahl....
Ich habe auch irgendwie den Eindruck hier, dass die namibischen Anbieter in der Breite sich relativ flexibel zeigen.
Gruß Burkhard
274 Beiträge · seit 200618. Mai 2020 ·
Hallo Alm,

danke für Deinen Beitrag, dem kann ich nur zustimmen.

Bisher haben wir in einer halbwegs intakten Welt gelebt, was die ganze Reisebranche betrifft. Wohl fast jeder hat den vielen Anbietern vertraut und zum Teil, wie wir, 1 Jahr im voraus Flüge und Mietwagen bezahlt, weil es sehr günstig erschien. Das Geld fanden wir sicher aufgehoben bei den großen wie Thomas Cook, Tui, Dertour, FTI etc.

Was jetzt alles bekannt geworden ist, da kann man nur staunen. Reiseveranstalter und Fluglinien leben zum Teil von der Hand in den Mund, haben keine ausreichenden Reserven.

Ich habe das Gefühl, nicht nur in der Reisebranche, auch in vielen anderen Branchen wird dieses Schuldengebilde zusammenbrechen.

Heute hatten wir Glück, das Geld für den Mietwagen, gebucht bei FTI, wurde per charge back durch Visa gutgeschrieben nach 8 Wochen.

Jetzt warten wir noch auf die Erstattung von Qatar, auch nicht gerade eine liqide Firma. Es sollte 14 Tage dauern, nun sind schon 8 Wochen vergangen.

Ich hoffe für die vielen, die sich auf einen Gutschein eingelassen haben, daß der auch eines Tages eingelöst wird.
3x Südafrika, 5x Namibia, Australien, 5x USA, Canada und in vielen Ländern Europas unterwegs.
2’319 Beiträge · seit 201118. Mai 2020 ·
Servus Cananga,

es hat sich doch seit der Erfindung des Homo sapiens nix geändert...
Erst kommt das Fressen und dann die Moral.

Im Übrigen.... Auf einen Seitens der Lufthansa bereits im Ende Februar stornierten Flug für mich nach Shanghai, welchen ich leider zwingend über ein Reisebüro buchen mußte… in diesem Fall STA Travel..., habe ich Ende vergangener Woche das Geld zurückerhalten. Und daß, obwohl die Lufthansa STA Travel das Flugticketentgelt bereits zwei Tage nach Flugstornierung hat zukommen lassen.

Wenn ich das derzeitige Geschehen rund um die Fluggesellschaften anschaue und meine gemachten Erfahrungen Revue passieren lasse, dann bleibt mir zu meinem großen Bedauern nur die Erkenntnis, daß auch in Zukunft im Falle eines Falles reine Willkür walten wird.

Weiteres unrühmliches Beispiel: Diverse Mietwagenanbieter deutschen Rechts. Dort ging man auf persönliche, detailgenau geschilderte Fragen und Anliegen mitnichten ein.
Tenor: Unsere Rechtsabteilung hat uns angewiesen, Ihnen keine Auskünfte zu erteilen. Verhalten Sie sich so, wie es Ihnen beliebt.

Ich könnte hier ein neues Neues Testament mit weiterer solcher Erfahrungen innerhalb Tagesfrist füllen.

Alm
zuletzt bearbeitet 18. Mai 2020
Gast19. Mai 2020 ·
Danke ALM für die bw. Analyse des Vorganges, deinen Standpunkt verstehe ich sowieso.
Könntest du bitte auch noch vw. erklären, warum geschädigte privat Reisende gegebenenfalls in mehr oder weniger großem Ausmaß vom Staat entschädigt werden sollten.
@Cananga u.a.
„….Was jetzt alles bekannt geworden ist, da kann man nur staunen. Reiseveranstalter und Fluglinien leben zum Teil von der Hand in den Mund, haben keine ausreichenden Reserven….“
Ist Niemanden bei den Wachstumsraten und resultierenden Verdrängungswettbewerben der letzten Jahrzehnte der Verdacht gekommen, dass er an einem Pyramidenspiel teilnimmt? In Wien beispielsweise wurde die Bettenzahl in der Hotelerie in den letzten 10 Jahren verdoppelt und es ist noch Vieles in der Pipeline.
Cananga, obig bitte nicht als „selbst Schuld“ auffassen, es ist nur als Hinweis auf eine total überhitzte Entwicklung gemeint. Jahrelange „Flucht nach Vorne“ endet irgendwann genau so, es braucht nur einen Anlass.
zuletzt bearbeitet 19. Mai 2020
2’319 Beiträge · seit 201120. Mai 2020 ·
loser schrieb:Danke ALM für die bw. Analyse des Vorganges, deinen Standpunkt verstehe ich sowieso.
Könntest du bitte auch noch vw. erklären, warum geschädigte privat Reisende gegebenenfalls in mehr oder weniger großem Ausmaß vom Staat entschädigt werden sollten.
Guten Morgen loser,

zunächst mal eine kurze Gegenfrage... Was bedeuten bw. und vw. ?

Für den Rest... Der Gesetzgeber hat sich ja bereits vor Jahren aus dem Fenster gelehnt, uns den sogenannten "Sicherungsschein" ins Leben gerufen.
Das war eine notwendig gewordene, gute Erfindung im Sinne des Verbrauchers.
Leider findet dies jedoch nur im nationalen bzw. europäischen Rahmen Anwendung.
Alle individuell organsierten B2C-Reisen ohne Einbeziehung von Reiseveranstaltern bleiben leider außen vor.
Hier wird es aufgrund der Praktikabilität auch in Zukunft keinen Schutz für Individualreisende geben.
Was die reinen Flugreisen anbelangt haben wir ja schon die EU- Fluggastrechteverordnung EG 261 2004, deren verpflichtende und ordnungsgemäße Umsetzung durch die Fluggesellschaften derzeit quasi außer Kraft gesetzt wurden und dies teile mit aktiver Unterstützung der Staaten, die die Verordnung einst beschlossen haben. Jetzt liegt es bei der EU-Kommission, sich voll für die bestehenden Verbraucherrechte einzusetzen, denn auf die einzelnen Staaten ist offensichtlich kein Verlaß.
Am Ende bleibt dem Reisenden als Verbraucher nur die Einsicht, daß es keine 100%ige Sicherheit gibt und geben wird.
Bei uns im Dialekt würde man, um der ganzen leidigen Thematik etwas die Schärfe zu nehmen, lapidar sagen: E bißje Schwund is immer.

Gruß vom Alm
2’391 Beiträge · seit 201620. Mai 2020 ·
Hallo Alm,
Und et is noch immer jott jejange. Trifft vielleicht auch zu.
Ich persönlich erwarte nicht, dass der Staat (zur Erinnerung, der sind wir alle) meine Reisekosten übernimmt, auf denen ich sitzen bleibe
Ich habe das alles selber gebucht und bin selber verantwortlich, sowohl dahingehen mit wem ich einen Vertrag eingehe z.B. mit Lodges in Afrika ohne EU Recht oder ob ich mir solch eine Reise leisten kann, auch wenn ich Arbeitslos werde oder eben wie zur Zeit Kurzarbeit habe.
Ich würde nie solch einen Urlaub buchen, ohne ein Finanzielles Polster im Rücken und ich buche deshalb eben Holzklasse oder preiswerte Unterkünfte. Die Kosten kann ich auch in Krisenzeiten bezahlen. Wenn ich jetzt BC gebucht hätte und eine Woche Wolfedans und das nicht zurück bekäme, dann müsste ich jetzt auch schlucken.
Darüber jammern würde ich trotzdem nicht. War ja meine eigene Entscheidung.

Viele Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
904 Beiträge · seit 201020. Mai 2020 ·
Noch ein Beitrag, der ziemlich aktuell ist.

Die SWISS verweigert seit 8 Wochen die Rückerstattung. Bei allen Anschreiben kam die Antwort, dass man überlastet sei und man Gutscheine anbiete. Die Rückerstattung würde sicherlich maschinell laufen, das ist bei der IATA wohl der Standard, Gutschein und Einlösung ist vermutlich etwas mehr Aufwand.

Hab das dem Anwalt gegeben. Dem wurde die gleiche Antwort gesendet. Und dazu noch der Zusatz, dass man nach der einen Antwort die Sache als geklärt ansieht, und ihm von nun an nicht mehr antworten würde. Ziemlich frech.

Vorgestern wurde nun Klage eingereicht. Das geht, wenn der erste Flug aus Deutschland gegangen wäre, an dem Gericht, das dem Startflughafen nahe liegt.

Grüße
Ebi
zuletzt bearbeitet 20. Mai 2020
2’319 Beiträge · seit 201120. Mai 2020 ·
That's it, Sasa.

Jeder Reisende ist in erster Linie für sich selbst verantwortlich.
Jene Touristen, die absolute Sicherheit als dringend erachten, die buchen eben über die Veranstalter und haben dann den Sicherungsschein im Rücken; was aber nicht bedeutet, daß auch alles glatt läuft im Falle eines Falles.

Die jetzige Lage zeigt aber auch, daß es nie unklug ist, einem alten Sprichwort Folge zu leisten,
nie einen längeren Schritt zu machen, als wie das eigene Bein lang ist.

Und ich stimme loser voll und ganz zu, daß der Reisemarkt in den letzten Jahren vollkommen überhitzt war. Reisen im Allgemeinen ist viel zu billig geworden. Dies hat dazu beigetragen, daß nicht tragfähige Konzepte in der Tourismusbranche Einzug halten konnten. Im Gegenzug hat die inflationäre Entwicklung auf der Angebotsseite seitens der Reiseanbieter/Beherbergungen dafür gesorgt, daß Reisen deshalb so günstig wurden. Da kann man sich jetzt fragen, wer zu erst da war: die Henne oder das Ei.
Alles fußte auf der Idee, daß durch stetige Wachstum Wohlstandausweitung generiert werden kann. Auf dem Papier mag das zwar immer gut aussehen und stimmig rüberkommen. Doch in der Realität, so wie wir sie jetzt deutlich vor Augen haben, sieht die ganze Gemengenlage komplett anders aus.
Und wenn ich den sozialen und ökologischen Impact noch in Betracht ziehen würde, den der aus dem Ruder gelaufene Tourismus generiert hat, dann fiele mein Urteil noch viel düsterer aus.
Hierzu braucht man sich nur einige wenige Strukturen anzuschauen, um zu verstehen, wie alles aus dem Gleichgewicht geraten ist. Meine ersten Gedanken hierzu verschwende ich mit Stätten wie Elephant Sands oder das Senyati Camp. Aber auch NWR-Einrichtungen oder die lange Perlenkette der Herbergen im Caprivi.

Alm
Gast20. Mai 2020 ·
Hallo ALM, bw = betriebswirtschaftlich, vw. = volkswirtschaftlich.
Danke auch für die abermalige Erklärung zum Stand des Verbraucherschutzes in der Situation (als notorischer Nichtleser des Kleingedruckten profitiere ich), die aber auf meine Frage umschifft.
Diese war, warum der Staat private Verluste entschädigen sollte?
Denn egal unter welcher Konstruktion frisches Geld vom Staat zur Fluggesellschaft fließen wird, wird ein Teil davon nicht in zukunftsorientierte Werte (bessere Technik, Sicherheit, weniger Treibstoff etc.) investiert werden, sondern für die Begleichung von Altlasten, wie z. B. auch die Erstattung von Tickets für annullierte Flüge.
Daher meine Frage, nur rhetorisch personalisiert: Aus welchem Grund sollte ich mit meiner Steuerleistung und Wertschöpfung dazu beitragen, dass Du für deine geplatzte Urlaubsreise entschädigt wirst? Das war jetzt bildlich gesprochen, weil ich Österreicher bin und Gefahr laufe, meinen Anteil für 250 bis 300 Mio. für Refundierungen für geplatzte AUA-Tickets zu bezahlen. Für LH werden dafür 2 Milliarden kolportiert.
Lässt sich doch mit wenigen Worten/Sätzen beantworten.
Und betr. deine letzte Zuschrift sind wir uns einig: Afrika und viele andere schöne Ecken wurden gerade ein bisschen zu Tode geliebt. Das hat aber mE nur bedingt mit dem Preis zu tun, da sind wir uns nicht einig. Ich weiß nämlich, wie man zu einem Bruchteil des hier Aufgerufenen (finanziellen Risikos) trotzdem reisen kann.
zuletzt bearbeitet 20. Mai 2020
2’319 Beiträge · seit 201120. Mai 2020 ·
loser schrieb:Hallo ALM, bw = betriebswirtschaftlich, vw. = volkswirtschaftlich.
Danke auch für die abermalige Erklärung zum Stand des Verbraucherschutzes in der Situation, die aber auf meine Frage umschifft.
Diese war, warum der Staat private Verluste entschädigen sollte?
Denn egal unter welcher Konstruktion frisches Geld vom Staat zur Fluggesellschaft fließen wird, wird ein Teil davon nicht in zukunftsorientierte Werte (bessere Technik, Sicherheit, weniger Treibstoff etc.) investiert werden, sondern für die Begleichung von Altlasten, wie z. B. auch die Erstattung von Tickets für annullierte Flüge.
Daher meine Frage, nur rhetorisch personalisiert: Aus welchem Grund sollte ich mit meiner Steuerleistung und Wertschöpfung dazu beitragen, dass Du für deine geplatzte Urlaubsreise entschädigt wirst? Das war jetzt bildlich gesprochen, weil ich Österreicher bin und Gefahr laufe, meinen Anteil für 250 bis 300 Mio. für Refundierungen für geplatzte AUA-Tickets zu bezahlen. Für LH werden dafür 2 Milliarden kolportiert.
Lässt sich doch mit wenigen Worten/Sätzen beantworten.
Und betr. deine letzte Zuschrift sind wir uns einig: Afrika und viele andere schöne Ecken wurden gerade ein bisschen zu Tode geliebt. Das hat aber mE nur bedingt mit dem Preis zu tun, da sind wir uns nicht einig. Ich weiß nämlich, wie man zu einem Bruchteil des hier Aufgerufenen (finanziellen Risikos) trotzdem reisen kann.
Loser, ich verlange nicht, daß der Staat mir meine Kosten für eine stornierte Reise zurückerstattet. Ich verlange, daß mein Vertragspartner...in unserem diesjährigen Afrika-Fall die KLM... mir zwei Tickets in Höhe von je 579,01 Euro auf meine Kreditkarte gutschreibt, da die Flüge von KLM gestrichten wurden.
Und damit bin ich auch schon dort angelangt, wo Du schreibst: Ich weiß nämlich, wie man zu einem Bruchteil des hier Aufgerufenen (finanziellen Risikos) trotzdem reisen kann.
Das wissen wir auch und entsprechend verhalten wir uns auch; siehe unter anderem oben genannte Ticketkosten für Deutschland-Windhuk-Deutschland.
Daß die Staaten gefordert sind, mit Steueraufkommen sogenannte systemrelevante Unternehmen wie die Lufthansa oder AUA zu stützen, das entspringt der höheren Politikphilosophie und wird von mir persönlich nicht geteilt. Es könnte jedoch von mir jedoch geteilt werden, wenn alle Unternehmen mit ausreichenden Staatsmitteln unter die Arme gegriffen bekämen. Das ist natürlich illusorisch und das wissen wir auch.
Einige Viele sind eben gleicher als gleich. Ob uns das gefällt oder nicht. So war es schon immer und so wird es auch immer bleiben.
zuletzt bearbeitet 20. Mai 2020
2’319 Beiträge · seit 201120. Mai 2020 ·
Und im Nachgang...loser...

Warum sollten wir...Du Österreicher und ich Deutscher... mit unserer beider Steueraufkommen den Ländern der EU unter die Arme greifen, die das Geld seit Jahrzehnten mit beiden Händen aus dem Fenster geworfen haben? Same story wie mit den als systemrelevant deklarierte Unternehmen.
Wie so soll Herr Rutte in Holland sich vor seine Renter stellen und diesen Einsparungsmaßnamen schmackhaft machen, wenn im gleichen Atemzug niederländische Solidarität in Form von vielen Euros in einen Topf geworfen werden, aus dem die Ladra Roma sich den Magen vollstopft?
Kleines aktuelles Beispiel von heute: In Italien hat man entdeckt, daß 101 der Mafia zuzurechnenden Personen das sogenannte monatliche Bürgergeld ausgezahlt wurde --> Guckst Du

Das alles ist höhere Politik und wir sind nur die niederen Komparsen. Und das nicht erst seit dem Beginn des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation 😉

Alm
zuletzt bearbeitet 20. Mai 2020
1’680 Beiträge · seit 200720. Mai 2020 ·
Bundesregierung sichert Reisegutscheine ab

11:50 Uhr

Die Bundesregierung will den von der Corona-Pandemie schwer getroffenen Reiseunternehmen helfen und hat dazu eine freiwillige Gutscheinlösung für Pauschalreisen beschlossen. Gutscheine als Entschädigung für coronabedingt abgesagte Pauschalreisen, die vor dem 8. März gebucht wurden, sind künftig bis zu hundert Prozent ihres Wertes vom Staat abgesichert, wie das Bundesjustizministerium mitteilte. Bei einer Insolvenz des Reiseunternehmens gehen die Kunden damit nicht leer aus.

Die Gutscheine seien freiwillig, Pauschalreisende könnten sie auch ablehnen, betonte das Ministerium. Eine verpflichtende Gutscheinlösung hatte die EU-Kommission abgelehnt. Mit der zusätzlichen staatlichen Insolvenzsicherung schaffe die Regierung "einen echten Anreiz", sich für Gutscheine statt Rückzahlung der Anzahlung zu entscheiden, wenn die Reise wegen der Corona-Pandemie ausfallen muss. Justizministerin Christine Lambrecht appellierte an die Verbraucher: "Wer sich für einen Gutschein entscheidet, leistet auch einen wichtigen Beitrag dazu, die Vielfalt der Angebote und Dienstleistungen im Reisesektor zu erhalten."
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
661 Beiträge · seit 201520. Mai 2020 ·
@Sasa
Ich würde nie solch einen Urlaub buchen, ohne ein Finanzielles Polster im Rücken und ich buche deshalb eben Holzklasse oder preiswerte Unterkünfte. Die Kosten kann ich auch in Krisenzeiten bezahlen.
@m@rie
Justizministerin Christine Lambrecht appellierte an die Verbraucher: "Wer sich für einen Gutschein entscheidet, leistet auch einen wichtigen Beitrag dazu, die Vielfalt der Angebote und Dienstleistungen im Reisesektor zu erhalten."

Zum Glück gibt es Reisende die sich einen Voucher leisten können, weil sie gut budgetieren können.....und viel Verständnis für Unvohergesehenes mitbringen.
Vielen Dank für eure gesunde Meinung und Lebenseinstellung !!! 🙂

Die grossen Jammerer sollten besser zu Fuss in ihrer Umgebung Urlaub machen....da kann nichts dazwischen kommen und ihr Konto wird geschont 🤩
Liebs Grüessli
Malbec
1’947 Beiträge · seit 200921. Mai 2020 ·
M@rie schrieb:Bundesregierung sichert Reisegutscheine ab
Hi,
diese Aussage ist so nicht ganz richtig.
Die Bundesregierung hat beschlossen ein Gesetz zu entwerfen und beschließen zu wollen. Wann das sein wird - ?.
Außerdem würde (dem Grundsatz folgend) das Gesetz erst ab Beschluss seine Gültigkeit haben und bereits ausgestellte Gutscheine wären davon überhaupt nicht betroffen.
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
zuletzt bearbeitet 21. Mai 2020
1’115 Beiträge · seit 201021. Mai 2020 ·
Mein SWISS Flug fand nicht statt. Anruf Call Center, Warteschlange 10 Sek. Umbuchen - NEIN MÖCHTE Rückerstattung - ist möglich - kann aber 60 Tage dauern.Sage OK - das war vor 3 Wochen. warten wir mal noch die restlichen Wochen ab. Für mich soweit gut.
Gruss Rajang
16,9k Beiträge · seit 201221. Mai 2020 ·
Über meinen beantragten Voucher wird in 8 Wochen entschieden.... - ob man dem überhaupt statt geben kann. 😉
Auch `ne super Geschichte. 🤪

LG
Logi
2’319 Beiträge · seit 201122. Mai 2020 ·
Alles desaströs.

In Zukunft werden wir es so machen, daß wir mit der Buchung von Flügen eine Vollmacht über unsere sämtlichen Konten und Wertpapierdepots zu Gunsten der jeweiligen Fluggesellschaft ausstellen; alles mit der Bitte, sich doch bedienen zu wollen, sofern man Seitens des Flightcarriers Notwendigkeit erachtet.
Sollte das nicht ausreichen, bliebe immer noch der Gang zum Notar, um eine notarielle Generallvollmacht aufsetzen zu lassen, um Fluggesellschaften auch den Verkauf von Immobilieneigentum mühelos zu ermöglichen.
Wäre doch alles easily zu fixen.
Was brauche ich schon daheim ein Dach über dem Kopf. Ich will doch ohne viel Aufhebens in die schöne weite Welt.

🤪

Alm
16,9k Beiträge · seit 201222. Mai 2020 ·
ALM schrieb:Alles desaströs.
Freiwillig rücken die alle nix raus, soviel zeichnet sich doch ab.
Ob Voucher oder Rückerstattung: außer leeren Versprechungen gibt es nichts.

Die Kundengelder sind versenkt bzw. sie sind ja nicht weg, sie sind nur woanders. 😉 Darauf müssen wir uns alle einstellen.

LG
Logi
Gast22. Mai 2020 ·
Was Medien dazu sagen, mit Erwähnung der einschlägigen Dienstleister
https://www.derstandard.at/story/2000117625528/airlines-verweigern-rueckerstattung-fuer-tickets
versierte RückerstattungStattGutschriftFordererHoffer werden nichts Neues erfahren

OT Laudamotion in Wien (Ryan) wird dichtgemacht
https://www.derstandard.at/story/2000117632171/ryanair-tochter-laudamotion-schliesst-basis-in-wien-am-29-mai
Die Flugbegleiter wollten nicht für 850 € Netto pM Basisgehalt.....
zuletzt bearbeitet 22. Mai 2020