SAMBIA ist nichts für Sissys

Reisebericht 88 Antworten · 21,4k Aufrufe · gestartet 17. Nov. 2019 von freshy
Themenstarter3’883 Beiträge · seit 201125. Nov. 2019 ·
Wie versprochen ein paar Anmerkungen zu euren Kommentaren:

@Mabe:
Nun hast du mich neugierig auf euren Reisebericht gemacht. Aber lass dir Zeit, im Moment komme ich kaum zum Überfliegen interessanter Berichte. 🙁
@ Mzeekenya:
Ich erinnere mich gut an deinen Bericht über den Tod des Freundes Simon. So ein Verlust schmerzt lange. Eineinhalb Tage Arbeit, um ein Fahrzeug freizubuddeln - ihr müsst euch sehr zugetan gewesen sein. Ich wünsche dir trotzdem für die nächste Reise eine wunderschöne Zeit.
@tiggi:
Genau so wie du es beschreibst, hatten wir uns das Wildlife Camp vorgestellt. Doch anhaltende Hitze und Trockenheit ließen es nicht zu, dass wir einen Garten Eden vorfanden. Nur einmal querte eine kleine Eli-Herde den Platz Richtung Hide, ansonsten nichts, keine Vögel im Gebüsch, nur Affen 😠 . Auf der angehängten Karte siehst du, dass wir eine Weile im NP umhergekurvt sind, um mehr Erfolg zu haben. Es war hoffnungslos.
NP-Route.jpg
Route durch den South Luangwa NP
Nach der Bekanntschaft mit der korrupten Polizistin tauchte der Verdacht auf, dass nur wir unfähig sind, korrekt mit der Situation umzugehen. Nach den vielen Berichten anderer Fomis - auch am vergangenen Samstag in Büsnau - erkennen wir, dass es vielen schon so ergangen ist. Vielleicht hätten wir bei einem zweiten Vorfall angemessener reagiert.

@bayern schorsch
Wir hatten zwar nicht viel Zeit in Büsnau, um miteinander ins Gespräch zu kommen, aber zumindest lernten wir uns beim Abschied persönlich kennen 🙂 . Mit jemandem zu kommunizieren, den man bildlich vor Augen hat, macht viel mehr Spaß 😄 .
Ich finde es super, dass du an offizieller Stelle gegen die Zustände in Beitbridge protestiert hast. Und dann auch noch mit Erfolg! Chrissie, ebenfalls Fomi, hat berichtet, es sei für sie ein traumatisches Erlebnis gewesen. Demnach macht die Mafia an der Grenze jedoch weiter wie bisher.

Euch allen wünsche ich eine gute Woche!
Liebe Grüße
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
Gast25. Nov. 2019 ·
Hallo freshy, das Moremi war ein Mal genauso von Tsetse belebt, wie du es oben schilderst. Zur Abwehr haben wir (allerdings am eigenen Auto) gleich bei Einfahrt alle Fenster außen mit grob fassoniertem Plastikfliegengitter abgedeckt und mit Klebeband fixiert und konnten immer mit offenen Fenstern fahren. Das war sehr robust und hielt allem Buschkontakt stand. Ich habe das ein Mal hier erwähnt und wurde gemaßregelt, dass die Autoverleiher das nicht mögen. Allerdings sind eventuelle Klebebandrückstände am Lack leicht mit irgendeiner alkoholhältigen Flüssigkeit zu entfernen.
Beim Fotografieren stört das Gitter natürlich, dazu muss man raus, ist aber mE das kleinere Übel. Zum „Personenschutz“ hilft nur feste Ganzkörperbekleidung, Schwitzen ist allemal besser als Tsetsebisse
Grüße
zuletzt bearbeitet 25. Nov. 2019
381 Beiträge · seit 200925. Nov. 2019 ·
Hallo Freshy,

ich freue mich sehr darüber, dass ihr unser Lieblingsland Zambia besucht habt und sowohl im Pioneer Camp als auch im Wildlife Camp, Croc Valley untergekommen seid.
Wie Ihr vielleicht wisst, sind wir öfter in Zambia, speziell im South Luangwa unterwegs und genauso wie tiggi schrieb, ist unserer Meinung der South Luangwa ein sehr tierreicher Nationalpark. Schade, dass Ihr so wenig gesehen habt. Bei den Temperaturen verkriechen sich die Tiere morgens relativ schnell.

Es wird Zeit, dass es langsam richtig anfängt zu regnen, sonst haben nicht nur die Menschen Probleme, sondern auch die Tiere.
Tribal Textiles kenne ich sehr gut. Natürlich ist es ein Business und keine Charity, ja sie sind nicht günstig, da geb ich Euch recht, aber Tribal Textiles hat in der Mfwue Gegend vielen Menschen überhaupt erst die Möglichkeit gegeben einen Job zu haben.

Tribal Textiles tut einiges für die Menschen in dieser Gegend. Ich konnte das jetzt einfach nicht so stehen lassen und Herbert von Croc Valley ist auch ein netter Kerl, der sich gut auskennt.

Ja die Tsetsefliegen auf der Old Road Richtung Petauke haben mir auch mal zu schaffen gemacht, ja und auch die Menschen, die dort Steine klopfen habe ich gesehen und gehofft, dass sich irgendwann etwas ändern könnte.

Zambia ist so ein wunderschönes Land mit ganz vielen unterschiedlichen Fazetten, die es zu entdecken gibt. Vielleicht fahrt Ihr einfach auch nochmal zu einer anderen Jahreszeit hin, wenn Zambia voll grün ist und vor allem nicht so heiss, allein das macht die ganze Sache schon sehr anstrengend.

Schade, dass ich gestern nicht in Büsau war, dann hätten wir uns kennen lernen können. Ich les einfach mal weiter mit. Liebe Grüße Petra Kurth
spirit-of-zambia.com
2’085 Beiträge · seit 201225. Nov. 2019 ·
Hallo freshy,
mit einem Zwischendurch-Danke fürs Weiterschreiben will ich dich gleichzeitig ermuntern, dir nach einer wohl recht anstrengenden Reise nicht auch noch selbst mit dem Berichten darüber Druck zu machen.
Ehrlich gesagt finde ich es schon beim Lesen und Anschauen auch ganz schön anstrengend, diese extreme Hitze und Trockenheit zu spüren. Insbesondere wenn man die Bilder und Szenen aus den vielen Dokus vom South Luanda so im Kopf hat ... da wäre ich wohl auch mehr als ein bisschen enttäuscht gewesen. Und die TseTse-Fliegen allein sind ja schon fast ein Grund zum Abdrehen.
Also, erst mal Luftholen nach dem Büsnau-Wochenende,
viele Grüße Ingrid
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
Themenstarter3’883 Beiträge · seit 201125. Nov. 2019 ·
Abgesehen von dem Gewitter vor ein paar Tagen bleibt es weiterhin bei 34 bis 38°C, was nicht einfach auszuhalten ist, da es nachts bis in die frühen Morgenstunden viel zu warm bleibt. Ich träume davon, die nächste Reise in Eis und Schnee zu verbringen.

05. 10.: Dichter Verkehr zwischen Petauke und Lusaka

Wir brechen früh auf, um das 400km entfernte Lusaka frühzeitig zu erreichen, denn wir müssen vor dem Wochenende einkaufen. Potholes, Humps vor, in und nach Ansiedlungen sowie schwerbeladene Lkws an Berghängen im Schritttempo erschweren das Vorwärtskommen. Immer wieder müssen wir wegen Haustieren auf dieser stark frequentierten Hauptroute nach Malawi bremsen und anhalten. An der Brücke über den Luangwa ist so früh nichts los, so dass wir ohne Verzögerung hinüberfahren dürfen.
Liang_Liv1.JPG
Kein Verkehr auf der Brücke über den Luangwa

Liang_Liv2.JPG
Das sieht knautschig aus

Auf der anderen Seite zeigen verräterische Spuren, dass Fahrzeuge manchmal ein Hindernis zu spät wahrnehmen. Wir halten uns beim Brückenmarkt nur kurz auf, denn bis Lusaka ist es noch weit.
Liang_Liv3.JPG
Leben am Fluss

Liang_Liv4.JPG


Irgendwann übersieht auch Herbert ein Hindernis und erfasst es. Es rumpelt heftig, so dass ich denke, wir haben einen Plattfuß. Doch die Reifen sind in Ordnung, während die Unterfütterung des Kotflügels Schaden genommen hat und am Reifen schabt. Wir halten an und Herbert repariert kreativ mit Glue und Wäscheleine.
Liang_Liv5.JPG
Improvisierte Reparaturwerkstatt

Ohne weitere Zwischenfälle erreichen wir Lusaka, kaufen ein und schwenken auf das Pioneer‘s Camp ein. Es ist Freitag und voll. Eine riesige Gruppe südafrikanischer Radfahrer, die wie geklonte Papageien aussehen, mischt die Beschaulichkeit auf. Leider besetzen ihre Fahrräder und anderes Equipment den schattigen Bambushain, während sie selbst in der Lodge übernachten.

06. 10.: Zwischenstopp auf der Mooringsfarm

Zwischen Lusaka und der Farm liegen 170 km Straße, die leider ab der Kafue Brücke eine Baustelle ist. Mindestens 50 km weit müssen wir uns einen holprigen Feldweg mit Radfahrern, riesigen Lkws mit dick verschnürten Planen, vermutlich beladen mit den Erzeugungen aus den Minen, teilen. Manchmal geht es nur im Schritttempo vorwärts, was Nerven und Zeit kostet. Mittags kommen wir auf der Farm an und werden als Erstes desinfiziert, um keine Keime mitzubringen. Zu unserer Verblüffung müssen wir eine Bahnlinie überqueren, vermuten jedoch, dass sie stillgelegt ist. Wir finden einen sehr schönen Platz an einem Rondell unter schattenspendenden Bäumen.
Liang_Liv6.JPG
Hier könnten wir es länger aushalten

Liang_Liv7.JPG
Vermutlich unser letztes Feuerchen auf dieser Reise

Auf der Farm hat ein kleines Mädchen kochendes Wasser über sein Bein gegossen. Mir wird schlecht, als ich das rohe Fleisch sehe, doch ich kann nicht helfen. Die Brand- und Desinfektionspflaster in unserer Notfallbox sind zu klein für die großflächige Verletzung. Also decke ich das Bein vorsichtig mit Mullbinden ab, damit Fliegen und Staub nicht noch mehr Unheil anrichten können. Ich gebe der Tante(?) halbierte Schmerztabletten mit genauer Gebrauchsanweisung und hoffe, das Kind wird morgen zum Arzt gebracht.

07. 10.: Wir erreichen unser letztes Ziel in Sambia ohne Komplikationen

Wir verlassen Moorings Farm vor acht Uhr morgens. Der Platz hat uns gut gefallen, doch das verletzte Mädchen geht uns nicht aus dem Kopf. Man sei frühmorgens mit ihr nach Monze ins Krankenhaus gefahren, informiert uns die Farmerin. Ich kann nur hoffen, dass das stimmt.
Die 300 km bis Livingstone legen wir auf einer neuen Teerstraße zurück, die an der Bahnlinie entlang führt. Ein Werbeschild weist darauf hin, dass sich auch in diesem Fall die EU an den Kosten beteiligt hat. Na denn!!! Irgendwann überholen wir einen Zug, der laut Hupe 2 x wöchentlich zwischen Kitwe und Livingstone verkehrt.
Liang_Liv11.JPG
Bahnlinie Kitwe - Livingstone

Am Straßenrand die immer gleichen Szenen: Gemüsestände, Holzkohlekiepen, Handyprovider im Dutzend, kleine Läden mit Dingen, von denen man sich wundert, dass sie Käufer finden.
Liang_Liv9.JPG
Kleines Business am Straßenrand

Fahrzeugkontrollen finden in Abständen statt. Interessant ist die Disease Control auf sambische Art: Wir werden gebeten, uns die Hände zu waschen. Um an den blauen Flüssigkeitsbehälter zu kommen, müssen wir üppig getränktes Stroh durchqueren. Demnach ist das Händewaschen eine List, damit die Leute durch das Stroh mit Desinfektionsmittel laufen. Das ist weniger eklig als die matschigen Schaumstofffliesen in Botswana.
Liang_Liv8.JPG
Disease Control - beachte das Stroh am Boden

Liang_Liv10.JPG
Der Trick mit dem Händewaschen

Liang_Liv12.JPG
Ochsengespanne sind die Lkws der kleinen Bauern

Liang_Liv13.JPG
Umschlagplatz für Waren und Bushaltestelle

Bevor wir nach Livingstone kommen, fällt uns ein riesiges Reklameschild auf. Livingstone hat ein SOS-Children‘s Village. Wir durchqueren den Touristenort Richtung Süden und finden die Maramba Lodge sogleich. Die beiden südafrikanischen Ehepaare, die seit Lusaka die gleichen Ziele haben wie wir, sind auch schon da. Der Campingplatz soll schattig sein, jedoch spenden ausgetrocknete Baumriesen wenig kühlenden Schatten. Wir weichen auf die Bar mit Pool aus.
Liang_Liv14.JPG
Die Echse zog umgehend aus, als wir uns nah an ihrer Behausung breitmachten

Liang_Liv15.JPG
Letzter Stellplatz in Sambia

Am Abend kommt Wachpersonal vorbei. Sie warnen uns vor Elefantenherden, die zurzeit ab und zu durchs Camp ziehen würden. Die Hinterlassenschaften hatten wir schon registriert. Es ist zwar beruhigend, dass die Wächter in der Nacht über uns Camper wachen, aber es erschwert mir den Gang zur Toilette.
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
zuletzt bearbeitet 25. Nov. 2019
Themenstarter3’883 Beiträge · seit 201126. Nov. 2019 ·
Vielen Dank für eure Kommentare und die vielen Dankeklicks!
@Werner: Vor den Tsetses habe ich auch mächtig Respekt, obwohl die Stiche bei mir glimpflich abgelaufen sind. Wir haben zum Teil durch die geschlossene Scheibe fotografiert.
@Petra: Wirklich schade, dass du nicht in Büsnau warst, das hätte den Unterhaltungen über Sambia eine besondere Note verliehen. Das Klima hat uns geschlaucht, die Trockenheit verbunden mit den riesigen abgebrannten Waldflächen hat uns deprimiert, doch diese Dinge sind im Kleinen nicht zu verändern. Bei Tribal bleibe ich misstrauisch. Es kommt letztlich darauf an, wie der Anteil am Gewinn verteilt wird. Ich unterstelle mal, dass der Einzelhandel hierzulande nicht mit einer so hohen Gewinnspanne wie dort rechnen kann. (Zum Vergleich: Wenn Bill Gates zig Millionen verschenkt, sind das auch nur Peanuts!)
@Ingrid: Du hast Recht! Ich hätte mir nicht so viel vornehmen sollen. Weihnachten kommt leider immer plötzlich und unverhofft um die Ecke. Es wird Zeit, der Wohnung einen Touch zu verpassen, wenn schon das Wetter nicht mitspielt.

Bis bald
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
zuletzt bearbeitet 26. Nov. 2019
Themenstarter3’883 Beiträge · seit 201126. Nov. 2019 ·
08. 10.: Wanderung durch den ausgetrockneten Sambesi an den Victoriafällen

Maramba1.JPG
Tor zur Maramba Lodge und Campsite

Frühmorgens ist was los im Camp, denn auf der anderen Seite des Wasserarms am Rand des Campingplatzes versammelt sich eine große Elefantenfamilie. Einige Camper reagieren hysterisch. Sind die sambischen Elefanten etwa bösartiger als die in Botswana? Die Wachleute schießen zur Warnung mehrmals in die Luft, was die Tiere nervös macht, so dass sie schließlich abziehen.
Maramba2.JPG
Elefantenherde im Anmarsch

Später hören wir heftigen Lärm aus einem nahegelegenen Dorf, wo versucht wird, die Elefanten zu verjagen. Wenn nur die Myriaden von Mücken nicht wären! Sie sind zwar harmlos, wie uns versichert wird, ihre Stiche jucken trotzdem. Trotz Doom und Peaceful Sleep fallen sie über uns her, schwirren durch den Camper, als wäre er ihr Zuhause. Wir geben schließlich auf, uns dagegen zu wehren.

In Livingstone hat die Abzockerei Hochkonjunktur. Das fängt schon an der Rezeption an, wo man uns unbedingt eine Tour anstatt einer Taxifahrt vermitteln will. Wir wollen zu einem Parkplatz in der Nähe des Wasserfalls, werden aber zu dem kleinen Nationalpark Mosi oa Tunya gebracht, der 20 US$ Eintritt pP kostet. Dort werden wir von einem Guide erwartet, der uns durch das ausgetrocknete Flussbett des Sambesi begleiten soll. Einige Zeit später gesellt sich ein zweiter Mann hinzu, den wir für einen Bekannten des Guides halten und ihm keine Beachtung schenken. Die Fußtour durch das trockene Flussbett des Sambesi ist schwierig, weil sich immer wieder tiefe Spalten und Löcher auftun. Der Blick in den Canyon des Sambesi, über dem zu dieser frühen Tageszeit ein Regenbogen liegt, ist schwindelerregend.
VicFalls1.JPG
Blick zum NP-Board Trail in Simbabwe

VicFalls2.JPG
Brücke zwischen Sambia und Simbabwe mit Station für Bungee Jumping

VicFalls3.JPG
Regenbogen über dem Canyon

VicFalls4.JPG
Wassersport im Canyon

VicFalls5.JPG
Für 170 US$ pP wären wir dabei

VicFalls6.JPG
Wildwasserfahrer

VicFalls7.JPG
Der Regenbogen sinkt immer tiefer

Ich will nicht weiter wandern, weil mir in dem unwegsamen Gelände schwindelig wird. Der „Freund“ des Guides bietet an, Herbert zu begleiten, während der Guide bei mir bleibt. Ehe ich Einspruch erheben kann, sind die beiden weg und lassen sich vierzig Minuten lang nicht blicken. Ich schicke den Guide hinterher, der ebenfalls lange nicht zu sehen ist. Endlich am Horizont Herberts rote Kappe! Ich bin wütend, denn wir hatten noch einen anderen Weg laufen wollen. Nun reicht es zeitlich nur bis zum Parkplatz, wo der Taxifahrer wartet.
VicFalls8.JPG
Hier strömt zu anderen Zeiten das Wasser des Sambesi über die Kante

VicFalls9.JPG
Der tief zerklüftete Grund des Sambesi

VicFalls10.JPG
Ein letzter Blick in die Schlucht

Hier erwartet uns eine Überraschung: Der „Freund“ fordert 20 US$, obwohl er weder gebucht, noch eingeladen war, uns zu begleiten. Vorgestellt hatte er sich uns auch nicht. Er habe schließlich meinen Mann allein ans andere Ufer begleitet! So ganz Unrecht hat er leider nicht. Es entwickelt sich ein handfester Streit, bei dem wir letztlich nachgeben, weil der Kerl ausgesprochen aggressiv reagiert. Der Platz, an dem wir stehen, ist geschickt ausgewählt, denn wir sind allein. Keine Ahnung, ob uns jemand geholfen hätte, der Guide ist nicht einmal bereit, uns den Namen des Halunken zu nennen. Ich bin stinksauer, dass wir uns haben hereinlegen lassen.
Nach Rückkehr ins Camp fahren wir nach Livingstone und kaufen im Shoprite Doom, Getränke und Brot ein. Dort geht es turbulent zu, weil die Mitarbeiter damit beschäftigt sind, Weihnachtsdeko aufzuhängen. Anschließend machen wir es uns am Pool gemütlich, nutzen das Wifi und ertränken abends beim Dinner im Restaurant unseren Ärger in einem Glas Wein bzw. Bier.

09. 10.: Besuch im SOS-Kinderdorf

SOS1.JPG
Das Billboard erweckte unsere Aufmerksamkeit

Nein, da machen wir nicht mit: 170 US$ pP, um 15 Minuten lang über die VicFalls zu fliegen, halten wir für Wucher! Spontan beschließen wir, stattdessen ins Kinderdorf zu fahren und eine Spende zu überbringen. Als Gastgeschenk kaufen wir zwei riesige Tüten Äpfel. Ich bin seit Jahrzehnten Spenderin im SOS-Kinderdorfverein Deutschland und war noch nie in einer Einrichtung der weltweiten Organisation.
SOS2.JPG
Der Herr Director in seinem Büro

Wir werden offiziell vom Herrn Director empfangen, der viel über die SOS-Kinderdörfer berichtet, wovon wir nur einen Teil verstehen. Das Dorf ist viel größer, als wir vermutet hätten. Anstatt zwei bis drei Familien leben hier insgesamt hundertfünfundvierzig Kinder, die zu dieser Tageszeit im Kindergarten oder in der Schule sind. Ich entschuldige mich wegen der zu geringen Apfelmenge. „Wir machen ganz kleine Schnitze, dann bekommt jedes Kind ein Stück“, ulkt der Director. Eine Kinderdorfmutter zeigt uns die Wohnung für ihre elf Kinder und sich selbst. Trotz Ärmlichkeit wirkt alles wohnlich und sauber, überall ist aufgeräumt, um die kleinen Doppelhäuser herum sind Hecken, Büsche und Blumen gepflanzt.
SOS3.JPG
Schmucke Häuser mit viel Grün drumherum

SOS4.JPG
Gemütlicher Wohnraum

Die Kinder in dieser Einrichtung haben Glück, dass sie hier aufgenommen wurden, wer weiß, was sonst aus ihnen geworden wäre. Die Mütter tot, drogensüchtig oder (AIDS-)krank, die Väter – wie fast überall in Afrika – fühlen sich nicht für sie verantwortlich. Die Kinderdorfmutter berichtet über das Leben im Kinderdorf und informiert uns nebenbei, dass die Mückenplage jedes Jahr im Oktober über Livingstone hereinbrechen würde.
SOS5.JPG
Im Computerraum

SOS6.JPG
Mädchen und Jungen lernen gleichermaßen
Anschließend werfen wir noch einen Blick in den Computerraum, in dem 9 – 11-Jährige zu zweit vor den Bildschirmen sitzen, und besuchen eine Grundschulklasse. Herbert bewundert einen perfekten Tafelanschrieb, während ich mich unwohl fühle, weil die Kinder der Grundschulklasse zur Begrüßung auf Kommando aufstehen.
SOS7.JPG
Die Jüngsten SchülerInnen mit Lehrerinnen des Dorfs

Im Einkaufszentrum von Livingstone essen wir zu Mittag, warten 2 Stunden aufs Essen, dann fahren wir ins Camp zurück. Es ist schon wieder drückend heiß geworden, und am Nachmittag beginnt es zu regnen. Leider bringt das keine Abkühlung, und die Mückenschwärme fühlen sich ebenfalls nicht gestört. Weder Doom, noch Peaceful Sleep retten uns vor den Biestern.

Morgen werden wir Sambia verlassen und über die Grenze nach Botswana fahren. Gut, dass wir noch nicht wissen, was uns erwartet!

Fortsetzung folgt
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
zuletzt bearbeitet 27. Nov. 2019
89 Beiträge · seit 201626. Nov. 2019 ·
Hallo,

herzlichen Dank für den Bericht, den ich mit grossem Interesse verfolge, waren wir doch erst unlängst in Sambia. Schade, dass ihr nur wenig im SLNP gesehen habt, aber ein einzelner Gamedrive kann halt immer mal in die Hose gehen. Wir sind stets zur Toröffung rein und haben auch einen täglichen Abenddrive bis zu Torschluss gemacht. Ich fand den Park ausserordenlich tierreich und sehr vielfälig. Ich hatte mich aber auch meist bei den Rangern oder den Guides vom Wildlife Camp nach aussichtsreichen Strecken erkundigt. Ob es wirklich geholfen hat? Am Ende ist es Glück...
Etwas problematisch ist, dass man entweder zu einem Ganztagesdrive aufbrechen oder viel Geld für eine Unterkunft im Park in die Hand muss, um einen grossen Teil des Parks sehen zu können. Denn klein ist er nun wirklich nicht 😉

Viele Grüsse
earl
1’546 Beiträge · seit 201327. Nov. 2019 ·
Hallo Freshy,
oh, du Arme, eure Runde war ja wirklich wohl sehr anstrengend für dich, und ihr hattet euch das bestimmt etwas anders im Vorfeld gedacht. Tsetsefliegen, Moskitoplagen, trockene Landschaften, und zum jetzigen Stand zweimal abgezockt, das kann die Stimmung schon trüben. Dann hattest du Probleme mit der Hitze.......und fühltest dich nicht wohl 🤢 .
Schade, und das tut mir richtig leid, denn ich sehe dich noch vor mir stehen in Büsnau wie du mir lebhaft und voller Freude das Bushcamperleben in Afrika in glühenden Farben schilderst. Du hast gesprochen von Gerüchen und Geräuschen, wie man sie nur so wahrnehmen kann, aber davon lese ich hier nicht viel, und auch das nächste Kapitel verspricht nicht gerade Besserung 😮 .
Na ja, irgendwann fällt dann einfach die Entscheidung, etwas anderes auszuprobieren, und du wirst schon wissen, was gut für dich ist.
Gefallen haben mir deine Fürsorge für das verletzte Kind und der Besuch im SOS Kinderdorf.

Herzliche Grüße
Beate, die dringend ins Bett muss, obwohl sie doch eigentlich den ganzen heutigen Tag schon dort verbracht hat, denn sie hat ein Gastgeschenk aus Büsnau mitgebracht. Dort war, so glaube ich, ungefähr jeder 2. Fomi erkältet 😐 . Morgen wird aber wieder gewerkt, das geht bestimmt, denn das Fieber geht zurück 😄
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
zuletzt bearbeitet 27. Nov. 2019
Themenstarter3’883 Beiträge · seit 201127. Nov. 2019 ·
Liebe Fomis,

diesmal müsst ihr tapfer sein, denn es gibt fast keine Fotos vom Grenzübergang. Wir waren viel zu beschäftigt 😠 ! Wenn ihr aber Spannung liebt, euch mit uns aufregen wollt, empfehle ich euch, unsere folgenden Erfahrungen nachzulesen:

10. 10. Grenzwertige Grenzerfahrungen in Kazungula

Von Livingstones sind es nur siebzig Kilometer bis zum Grenzposten, deshalb lassen wir es gemütlich angehen an diesem Morgen. Ich werfe noch einen Blick in die Notizen über die Zustände an den Grenzübergängen Botswana – Sambia. Alle Informationen beziehen sich auf die Richtung nach Sambia, was mich dahingehend beruhigt, dass unsere Richtung problemlos sein müsste. Vorsorglich haben wir sämtliche Fleischprodukte, Milch, Obst und Gemüse aufgegessen.

Die Bauarbeiten für die Brücke über den Sambesi, die künftig die Fähre nach Botswana ersetzen soll, kündigen sich frühzeitig an. Was hier an Erde und Gestein bewegt wird, ist gigantisch! Die Beschilderung ist miserabel, aber freundliche Bauarbeiter winken uns vorbei an Baufahrzeugen und anderen Lkws auf den richtigen Pfad. Endlich fahren wir auf die Grenzbaracken zu. Ein riesiges Eisentor versperrt die Weiterfahrt.
Bevor wir uns orientieren können, werden wir von wild gestikulierenden jungen Männern umringt. Wir sollen uns hinter einem Pkw einreihen. Ein Typ in petrolfarbigem T-Shirt mit einem vermutlich gefakten Ausweis auf der Brust dient sich uns als Lotse an. Er bietet Hilfe bei Zoll und Passkontrolle und will das Ticket für die Fähre für 30 US$ besorgen. In meinen Unterlagen lese ich 28US$, aber vielleicht sind ja die Preise gestiegen. Als wir aussteigen, bestürmen uns mehrere Männer, auf unser Auto aufpassen zu wollen, 50 Kwacha seien der Preis. Wir sagen einem der Männer, dass wir ihn nach Rückkehr bezahlen.
Der Typ mit dem Ausweis schleust uns in kurzer Zeit durch Zoll und Passkontrolle, nach ca. 20 Minuten stehen wir wieder am Auto. Dort treffen wir auf einen Mitarbeiter von Bushlore, der uns kurz begrüßt, ob wir Probleme hätten. Die haben wir in diesem Moment noch nicht. Ob 50 Kwacha für das kurze Aufpassen aufs Auto okay wären, frage ich ihn. „10 Kwacha sind genug“; antwortet er und verschwindet im Gewühl. Ich gebe dem jungen Mann zehn Kwacha und ernte lautstarken Protest. Neben ihm taucht ein Verkäufer mit geschnitzten Tierfiguren auf, der wortreich seine Produkte anpreist. Ich ignoriere ihn ebenso wie den Aufpasser, weil der Typ mit dem gefakten Ausweis die Dollars haben will, um das Ticket für die Fähre zu bezahlen. Für seine Dienste verlangt er zusätzlich 5 US$. Hätte ich mir das nicht denken können, ich Blödel? Er öffnet das riesige Eisentor und wir reihen uns vor den Lkws ein, die ebenfalls nach Botswana wollen. Der Lotse kommt zurück mit einem Mitarbeiter der Fähre, der das Ticket in den Händen hält und uns zeigt, dass wir schon mit der nächsten Fahrt mitkommen. Spätestens ab jetzt wird es unübersichtlich.
Der Aufpasser ist wieder zur Stelle und fordert mehr Geld. Der Händler mit den Holztieren versucht zu handeln, erst zwei, dann drei, dann vier Tiere zum Sonderpreis. No! Er gibt nicht nach. No! Ich schreie ihn an, was er an dem Wort „No“ nicht verstanden hätte! Er ist kurz verblüfft und sagt: „N.O.?“ Herbert fährt das Fenster hoch, bis der Lotse anklopft, und uns gegen weitere 50 Kwacha (Für den Fährmann um bevorzugt zu werden.) das Ticket aushändigt. Verdammt, ich habe nur noch 100-Kwacha-Scheine. „Kann jemand wechseln“, versuche ich mein Glück, doch das wird nur als Devisentausch verstanden. Was soll ich machen? Bevor ich dem Lotsen einen Schein aushändige, lasse ich ihn versprechen, dass ich 50 Kwacha zurückbekomme. Really? Really! Hahahah! Im Fenster erscheint wieder eine Handvoll geschnitzter Tiere. Der Aufpasser steht daneben und greint. Herbert fährt die Scheibe hoch. Wir werden auf die Fähre gewinkt. Die Meute marschiert mit. Ich steige aus und fordere von dem Lotsen die fehlenden 50 Kwacha. „Immediately!“ sagt er und verschwindet. Schon legt die Fähre an – wir sind in Botswana und müssen die Fähre verlassen, denn hinter uns röhrt ungeduldig der Motor eines Lkws. Das gut eingespielte Team der Grenzmafia ist verschwunden, meine 50 Kwacha sehe ich nicht wieder. Was hatte ich denn erwartet?
Zoll und Passkontrolle in Botswana bringen wir problemlos hinter uns, nach Fleisch und Gemüse fragt niemand. Das gesamte Prozedere an der Grenze hat nicht einmal eineinhalb Stunden gedauert.
Während wir durch ein Gewirr von Umleitungen nach Kazungula und weiter nach Kasane fahren, werfe ich einen Blick auf die fast fertige Brücke. Ein paar Meter fehlen noch. In Kasane kaufen wir im Superspar Frisches für Dinner und Frühstück ein.
Kasane_Kubu1.JPG
Hier gibt's viel zu viel zu essen!

Anschließend lunchen wir in einem Fast Food Restaurant, dessen Speisekarte sich angenehm von den üblichen Burger Kings und McDonalds abhebt.
Total erledigt checken wir in der Kubu Lodge auf dem Campingplatz ein, weil wir den Camper ausräumen und packen müssen.
Kasane_Kubu2.JPG
Alles muss raus!
Die unangenehmen Erfahrungen an der Grenze haben uns heftig zugesetzt. „Nie wieder mache ich so etwas mit!“, betont Herbert.

Adieu Bushcamper!

Ein letztes Frühstück auf dem Campingplatz, dann fahren wir unser Gepäck zur Rezeption der Lodge, wo es aufbewahrt wird, bis die Chalets gereinigt sind. Die beiden letzten Nächte werden wir in der Lodge verbringen.
Kasane_Kubu8.JPG
Unser heimeliges Chalet Nr. 1

Bushlore ist nicht weit entfernt, wir werden - bzw. das Fahrzeug wird - sogleich in Empfang genommen. Eine junge Frau schaut sich gemeinsam mit uns den Camper genau an, wir weisen auf Mängel hin (SAT Phon funktioniert nicht, Porta Potti ist undicht, Gasventil ebenfalls) und beichten die Beule im Kotflügel, die wir uns auf dem Weg nach KaingU geholt haben. Die Abwicklung geht zügig vonstatten, wir haben den Eindruck, hier sind Fachleute beschäftigt. Danach werden wir zurück zur Lodge gefahren, wo wir als Nächstes unser Chalet beziehen und relaxen. Ein Nachteil ist, dass es im Chalet noch wärmer als draußen ist und auch die Ventilatoren keine Abhilfe schaffen. Wir erkunden das riesige Gelände der gemütlichen Lodge, wo wir einigen Mitbewohnern begegnen: Warzenschweine, Buschböcke und jede Menge Baboons.
Kasane_Kubu3.JPG


Kasane_Kubu5.JPG


Kasane_Kubu4.JPG


Die Anlage hat etwas Romantisches, wir fühlen uns wohl hier. Das Dinner nehmen wir mit Blick auf den Chobe ein, in dessen Bett richtig viel Wasser fließt. Endlich ein Fluss, der seinen Namen verdient, eine Seltenheit auf dieser Reise!
Kasane_Kubu6.JPG

Als wir später ins Chalet zurückkommen, hat ein guter Geist das Moskitonetz sorgfältig um die Betten drapiert und alle Vorhänge geschlossen. Wir öffnen alles, was sich öffnen lässt und verbringen noch eine Zeitlang auf der Terrasse.
Kasane_Kubu7.JPG
Zu viel Fürsorge kann einengend sein

Morgen wollen wir per Boot einen Ausflug auf den Chobe machen. Deshalb ein letztes Mal:

Fortsetzung folgt
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
zuletzt bearbeitet 27. Nov. 2019
Themenstarter3’883 Beiträge · seit 201127. Nov. 2019 ·
@earl: War es nicht so heiß wie bei uns, als ihr im Wildlife Camp wart? Uns hat die Hitze so groggy gemacht, dass wir auf die Abendpirsch verzichtet haben. Es ärgert mich immer noch, dass wird dort so wenig Sichtungsglück hatten. Mehrere Reiseberichte über Wildtiere sogar auf dem Campingplatz haben uns auf diesen Platz gelockt. Hinzu kommt, dass die Gegend arg unter Wassermangel litt. Trotzdem finde ich das Wildlife Camp empfehlenswert.

@Beate: Geht es dir inzwischen besser? Mich hat es auch erwischt! Keine Ahnung, ob schon vor unserem Treffen oder durch das Treffen.
Es stimmt, dass wir auf der letzten Reise verhältnismäßig viele Unannehmlichkeiten hinnehmen mussten. Doch wenn ich hier schreibe und die Fotos durchsehe, packt mich die Wehmut. Wir wussten, dass die Tiersichtungen nicht im Vordergrund stehen würden. Wir haben viel erlebt und gesehen, was für uns einmalig, manchmal erschreckend oder auch enttäuschend war. Im Vorfeld diskutiert man darüber, dass eine Reise aus Gesundheitsgründen, wegen eines Unfalls oder eines Angriffs durch Kriminelle schlimm ausgehen kann. Letztlich glaubt man aber nicht daran. Für mich waren z. B. die kurzen Begegnungen mit "normalen" Einheimischen wichtig, was wir so bisher nicht kannten.
Ich will das Fazit nicht vorwegnehmen. Außerdem kündigt sich gerade wieder eine Hustenattacke an.

Weiterhin gute Besserung wünscht dir
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
1’674 Beiträge · seit 201227. Nov. 2019 ·
Liebe freshy,
ich habe nun deinen Bericht nochmals am Stück gekesen.
Ihr habt viel erlebt und gesehen. Ihr hattet sehr schöne Begnungen und weniger schöne. Und habt das alles super gemeistert.
Die Grenzübergänge waren für mich der Grund, dieses Jahr nicht nach Sambia zu fahren. Daher meinen größten Respekt an euch.
Ich finde es gut, dass du das Erlebte so ehrlich schilderst.
Klar die schwüle Hitze ist mega anstrengend, dann auch noch die Tsetse Fliegen.

Ob ihr nochmals ins südliche Afrika als Camper fahren wollt, könnt nur ihr entscheiden.
Wir haben uns in Büsnau ja nur kurz kennengelernt (leider).
Was mir aber sofort aufgefallen ist, ist deine/eure positive Art. Lebensfreude pur.

Vielen Dank für den Bericht
Liebe Grüße Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
1’546 Beiträge · seit 201327. Nov. 2019 ·
Hallo Freshy,
bei uns daheim sagt man "wat för een schiet", und genauso kann man euren Grenzübertritt wohl zusammenfassen. Das möchte keiner, da war eindeutig zuviel negative Aktion mit im Spiel. Aber so war es nun einmal, und da gibt es auch nichts schön zu reden 😠 .
Reinhard wäre explodiert und hätte mir ab sofort die Freundschaft gekündigt, denn die Reisen plane ja immer ich. Ich finde, ihr habt das souverän gemeistert und nicht resigniert, sondern euch standhaft "zur Wehr gesetzt".
Mir geht es schon deutlich besser, 3 Tage sind auch genug, und gleich Morgen früh geht es ab zum Sport, ordentlich schwitzen, obwohl das bestimmt nicht gut ist, aber egal, 3 Tage nur im Haus sind mehr wie genug.
Dir auch gute Besserung!

Herzliche Grüße
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
5’490 Beiträge · seit 200928. Nov. 2019 ·
Hallo Freshy,

dass für Euch der Grenzübergang von Sambia nach Botswana ein sehr unangenehmes Erlebnis war, möchte ich gar nicht in Frage stellen. Es ist immer individuell, was man als unangenehm empfindet und was nicht.

Wenn ich mir aber nur die von Dir geschilderten Fakten ansehe, macht auf mich der Grenzübergang rein objektiv gesehen keinen so schlechten Eindruck.

90min. für beide Grenzposten incl. Fähre ist für einen afrikanischen Grenzübergang eine wirklich gute Zeit. Die Grenzübergänge innerhalb SADC darf man da nicht als Maßstab nehmen.

5US$ für den Grenzlotsen sind ein wirklich guter Preis, zumal er ja anscheinend wirklich gute Arbeit geleistet hat.

Wegen der nicht herausgegebenen 50 Kwache (3€) für das Priority Boarding lohnt es sich nicht, sich aufzuregen. Mit solch Kleinstbeschiss muss man in Afrika immer rechnen. Wenn man das ins Verhältnis zum Reisepreis setzt lohnt es sich eigentlich gar nicht, daran auch nur einen weiteren Gedanken zu verschwenden, der die Urlaubsfreude trübt. Viel entscheidender ist für mich, dass die zugesagte Leistung erbracht wurde und Ihr tatsächlich einen Platz auf der nächsten Fähre bekommen habt.

Die zahlreichen Händler nerven natürlich schon, schienen aber harmlos zu sein. Da muss man einfach auf Durchzug schalten und sie ignorieren.

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
785 Beiträge · seit 200828. Nov. 2019 ·
Hallo Freshy,


Danke für deinen ehrlichen und sehr informativen Reisebericht, ich würde gerne weiter mitlesen, nur leider ist eure Reise wohl nun zu Ende!

Du wirst sehen, nach ein paar Monaten, oder gar Jahren werden nur noch die positiven Erinnerungen bleiben, die negativen Erlebnisse verblassen schneller und man muss dann im Nachhinein vielleicht sogar über das ein oder andere nervige Erlebnis schmunzeln!


Viele liebe Grüße


Markus
Themenstarter3’883 Beiträge · seit 201128. Nov. 2019 ·
In Arbeit

12. 10. Bootsfahrt auf dem Chobe

ChobeBootsfahrt.png


Schon Anfang 2019 hatte ich mit unserer Agentur, die auch die Unterkünfte vorgebucht hat, eine private Bootsfahrt auf dem Chobe ohne Lunch und sonstigen Schnickschnack vereinbart. Nach einigem Hin und Her fiel die Entscheidung auf einen selbstständigen Anbieter der Chobe Safari Lodge in Kasane.
Um halb sieben Uhr holt uns der Shuttle ab und bringt uns zur Chobe Safari Lodge, die einen eigenen Bootssteg hat. Unser Bootsführer, dessen Namen ich leider vergessen habe, bringt eine Kiste Eis mit, um darin unser Frühstück und Getränke kaltzuhalten. Er zeigt wegen der gemieteten sieben Stunden Bedenken, doch wir beruhigen ihn, dass er langsam tun kann, weil wir in aller Ruhe unseren letzten Tag genießen wollen. Wir einigen uns auf zwei Pausen, klären ab, dass wir fotografieren wollen und nicht nur an den Big 5, sondern auch an kleineren Tieren und Vögeln interessiert sind, danach geht es los.
Langsam gleiten wir über den Chobe, vorbei an vielen großen und kleinen Vögeln, haben alle Zeit der Welt zu fotografieren, was uns interessiert. Es entstehen spektakuläre Fotos von Fischadlern im Flug, von Marabus in grotesken Verrenkungen und Goliathreihern, die sich neben dem Boot in die Luft erheben.
Vögel1.JPG
Silberreiher

Vögel2.JPG
Schlangenhalsvogel

Vögel3.JPG
Weiß jemand seinen Namen? Flussuferläufer (danke Matthias)

Vögel4.JPG
In Sambia und Botswana gleichermaßen Lieblingsraubvogel: Fisheagle

Vögel17.JPG
Ein Prachtkerl seiner Gattung

Vögel5.JPG
Goliathreiher im Wind

Vögel10.JPG
Goliathreiher mit Flagge auf dem Sedudu Island

Vögel6.JPG
Um es mit Guggu zu sagen "So was kann nur eine Mutter lieben": Der Marabu

Vögel7.JPG
Er wagt ein Tänzchen und ...

Vögel9.JPG
stolziert von dannen

Vögel8.JPG
Witwenstelze

Vögel11.JPG
Scherenschnabel

Vögel12.JPG
Scherenschnabel, schimpfend

Vögel13.JPG
[i]Ich fand: Collared Pretincole? Rotflügel-Brachschwalbe (danke Matthias)

Vögel14.JPG
Nimmersatt

Vögel15.JPG
Langzehen-Strandläufer Regenpfeifer (li.) und Kampfläufer = Ruff (danke Matthias)

Vögel16.JPG
Kormoran

Vögel18.JPG
Langzehen-Kiebitz

Hippos1.JPG


Hippos2.JPG


Hippos beobachten uns, faule Büffel käuen wider und tun, als ob sie sich nicht für uns interessieren würden. Unser Guide macht uns auf Vögel aufmerksam, die wir ohne seine Hinweise nicht entdeckt hätten. Er ist ganz stolz auf die vermutlich neue Vogel-App auf seinem Smartphone.
4Beiner_Land1.JPG
Lechwe

4Beiner_Land2.JPG
Eins der 5 hässlichsten Tiere, das Krokodil

4Beiner_Land3.JPG
Als Kudumann würde ich mich in ihre Ohren verlieben

4Beiner_Land4.JPG
Büffelmädchen mit Seidenreiher

4Beiner_Land5.JPG
Waran auf Wanderschaft

4Beiner_Land7.JPG
Wasserböcke

4Beiner_Land10.JPG
Puku

4Beiner_Land11.JPG
Er schmatzt beim Essen

Nach der ausgiebigen Vesperpause sind die Vierbeiner und last but not least die Elefanten dran, die sich bisher noch nicht haben blicken lassen. Sie würden grundsätzlich erst später am Tag ihren Durst löschen, erläutert der Guide. Und dann kommen sie aus dem Busch, einzeln oder in Familien.
4Beiner_Land8.JPG
Da kommen sie, die Lieblinge der Touristen

4Beiner_Land15.JPG


4Beiner_Land16.JPG


Wir sind inzwischen nicht mehr allein unterwegs, um sie zu beobachten. An der Chobe Riverfront fahren Tourigruppen in Safarifahrzeugen entlang, Boote mit zwanzig bis dreißig Gästen an Bord schlagen Wellen, die unser Boot schaukeln lassen.
4Beiner_Land6.JPG
So sehen die Game Driver an der Chobe Riverfront vom Wasser aus

4Beiner_Land9.JPG
Andrang, um Fotos zu knipsen

4Beiner_Land13.JPG
Idyllischer Pausenplatz ...

4Beiner_Land14.JPG
mit schöner Aussicht

Wir beglückwünschen uns, dass wir Boot und Führer für uns allein haben, nicht mit anderen „Knipsern“ um die besten Plätze kämpfen müssen. Um die Mittagszeit wird unser Guide allmählich müde, zudem weht eine heftige Brise und setzt dem Wasser Krönchen auf. Ans Fotografieren ist nicht mehr zu denken. Der Guide schlägt vor, die zweite Pause an Land zu verbringen, und wir stimmen zu.

Wir verlassen das Boot am Steg der Chobe Safari Lodge und müssen am Pool und der üblichen Fleischbeschau vorbeigehen. Als wir uns in der Eingangshalle niederlassen, werden wir zum Manager zitiert, um uns auszuweisen und eine der üblichen Listen auszufüllen. Da Herbert ohne Pass unterwegs ist, entspinnt sich ein hitziger Disput mit dem arroganten Kerl. Endlich lässt er gnädig zu, dass wir trotz fehlendem Pass nicht verhaftet werden und in die Lodge zurückfahren dürfen. Der Beruf Polizist hätte ihm gut zu Gesicht gestanden.

4Beiner_Land12.JPG
Nicht zum ersten Mal muss dieser Baum für unser letztes Foto auf dem Chobe herhalten

In unserem Chalet setzen wir zum Endspurt an: Reisetaschen packen, Reiseklamotten zurechtlegen, Box mit allerlei Krimskrams für das Personal füllen. Wir duschen ausgiebig, checken noch einmal unsere Mails und fläzen uns dann auf die Veranda unseres Chalets, bis es Zeit fürs Dinner ist. Nach einem längeren Plausch mit anderen Urlaubern gehen wir ins Chalet und auf dieser Reise zum letzten Mal in ein fremdes Bett.

13. 10. Abschied

Schluss1.JPG
Ein letztes Frühstück

Schluss2.JPG


Beim Frühstück auf der Terrasse des Restaurants packt mich die Wehmut. Der Chobe und die gepflegte Parkanlage der Lodge im frischen Morgenlicht sind schuld daran. Noch sind die Temperaturen angenehm, und wir genießen Frühstück und Ausblick in vollen Zügen. Am Chalet hat die Putzkraft bereits gut sichtbar ihre Utensilien abgestellt, was wir als indirekte Aufforderung verstehen. Wir gehen zur Rezeption und lassen die Reisetaschen holen. Es ist erst 10:00 Uhr, um 11:30 Uhr soll uns der Shuttle zum Flughafen bringen. Die Sonne heizt allmählich auf, es wird schwierig, ein schattiges Sitzplätzchen zu finden. An der Rezeption werden wir informiert, dass die Lodge den Shuttle zum Flughafen stellt, nicht der Anbieter auf unserem Voucher. Auf meine Frage, ob das Flughafengebäude klimatisiert sei, ertönt mehrstimmige Zustimmung. Na dann nix wie los!
So ein Provinzflughafen hat Charme. Dieser ist neu, sauber, die Klimaanlage arbeitet zuverlässig, der Betrieb hält sich in Grenzen. Das Personal am Zoll, bei der Passstelle und Sicherheitskontrolle ist sehr freundlich. Hier lässt es sich bis zum Abflug nach Johannesburg gut aushalten.
Schluss3.JPG
Mit Airlink geht's nach Johannesburg

Im O.R. Tambo bummeln wir durchs Gebäude, statten einigen Shops Besuche ab und setzen uns schließlich an die große Scheibe mit Blick auf das Rollfeld. Das Boarding beginnt pünktlich und würde im Flugzeug prima funktionieren, wenn sich alle Passagiere an die Hinweise halten würden, wann sie einsteigen sollen. Irgendwann legt sich der Kuddelmuddel, und wir werden vom Finger getrennt. Nachdem wir informiert worden sind, dass es gleich losgehen wird, passiert erst einmal nichts. Doch, es wird warm in der Kabine. Dann die Durchsage, wir müssen zurück an den Finger, irgendwas tut nicht, was es soll. Mehrmals werden die Turbinen kurzfristig angeworfen – ersterben aber ganz schnell wieder. Ich ziehe meine Jacke aus und krempele die Blusenärmel hoch, da die Klimaanlage ebenfalls erstirbt. Nach zwei Stunden erheben wir uns endlich in die Luft.

Tschüss Afrika!

P.S. Unser Fazit kommt, aber nicht mehr heute!
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
zuletzt bearbeitet 29. Nov. 2019
8’801 Beiträge · seit 201028. Nov. 2019 ·
Liebe Gertraude,

unterwegs war ich ja ganz still, aber nun seid Ihr wieder in bekannten Gefilden angekommen (die Kubu-Lodge hat mir übrigens auch sehr gefallen!) und natürlich hat mich dieses tolle Foto gleich "gepackt" - was für eine schöne Werbung für Botswana 🙂 . Und jaja, ich weiß - Ihr Nicht-Sissys wart eigentlich vor allem in Sambia 😎

Vögel10.JPG

Ich hab ja immer wieder mal in den Bericht reingeschaut, bin aber aus Zeitmangel nie so richtig eingetaucht - das werde ich aber am Wochenende endlich mal machen. Auf jeden Fall ist meine Tsetsefliegen-Allergie durch eure Schilderungen nicht weniger geworden, so viel weiß ich schon 🤩 . Ich glaube, bei diesen Biestern würde ich mich echt als Sissy anstellen und sie würden mir die Urlaubsfreude ziemlich vermiesen..... 🤢

Ganz lieben Dank auf jeden Falls mal wieder für's Berichten - macht Ihr auch wieder einen Vortrag für Waldenbuch draus?

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 28. Nov. 2019
Themenstarter3’883 Beiträge · seit 201128. Nov. 2019 ·
So, das wär' erledigt! Lange Reiseberichte sind nicht so mein Ding. Aber die Länge dieses Berichts ist für mich gerade richtig. dabei gäbe es noch so viel zu erzählen.....

@ Dagmar: Alles hat sein Ende, wie du weißt.
Stimmt, grundsätzlich bin ich ein positiver Mensch, der sich gerne am Leben erfreut. Ja, das Kennenlernen war nur ein Blitzlicht, aber im Sommer haben wir nochmals Gelegenheit zu plaudern - falls ihr nach Büsnau kommt.

@Beate: Wir sind recht hart im Nehmen, sehen lieber nach vorn als über missliche Vorkommnisse zu grübeln, aber diese Grenze und die beiden Betrugsfälle vorher zeigten uns unsere emotionalen Grenzen auf. Vielleicht brauchen wir es allmählich friedlicher und überschaubarer.
Da ich noch an dem Mitbringsel aus Büsnau laboriere, ist mein Mann heute allein unterwegs, um bei der Enkelin zu babysitten. Das war die Gelegenheit den RB heute fertigzustellen.

@Thomas: Es ging bei den Grenzerfahrungen keinesfalls um die Höhe eines finanziellen Verlustes, der wäre zu verschmerzen, wenn nicht Betrugsabsichten dahintergesteckt hätten. Die Szenerie war eingeübt und hat mit Sicherheit schon andere Touristen verwirrt. Um es ganz krass auszudrücken: Das war aus meiner Sicht organisierte Kriminalität im Kleinformat.
Ich lese übrigens deinen Reisebericht und finde es schade, dass wir Namibia nie so grün erlebt haben. Die Tour wäre auch nach unserem Geschmack. Ja, und deine oder eure Fotos machen was her!

@Markus: Danke für deine anerkennenden Worte. Ehrlich gesagt, bin ich noch nicht so weit, dass ich die menschlichen Enttäuschungen durch die Polizistin in Lusaka, den falschen Guide an den VicFalls und das Szenario an der Grenze mit Humor sehen kann. Fussohle schrieb, das Land würde streng gegen die Korruption vorgehen, doch noch sehe ich nichts davon. Aber vielleicht ist das für die Regierenden nur interessant, wenn es um große Beträge geht.

Euch allen einen harmonischen Abend
wünscht freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
zuletzt bearbeitet 29. Nov. 2019
Themenstarter3’883 Beiträge · seit 201128. Nov. 2019 ·
Hallo Bele,
wie schön, dass du vorbeischaust. Mach dir keinen Kopf, weil du versäumt hast, meinen RB intensiv zu lesen. Selber schuld 🤪 !
Ich hoffe, die Birderfraktion guckt noch in meinen letzten RB-Teil, denn ich bin mir nicht bei allen Bezeichnungen sicher.

Wir haben wieder eine Veranstaltung angeleiert. Keine Ahnung, welchem Projekt die Einnahmen diesmal zugute kommen sollen, das muss der Kirchengemeinderat noch entscheiden. Du kannst schon mal den 19.03.2020 ankreuzen!

Für heute ziehe ich mich zurück, Büsnau ist diesmal nicht spurlos an mir vorübergegangen 🙁 .

Liebe Grüße
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
1’071 Beiträge · seit 201329. Nov. 2019 ·
Hallo freshy,
uups, das ging ja jetzt irgendwie schnell zu Ende - wie schade!

Auf dein Fazit bin ich aber dennoch gespannt.

Ich finde es ja immer wieder interessant, wie sich so ein Fazit auch im Laufe der Zeit verändert.
Wir hatten sehr hohe Erwartungen an Sambia, insbesondere an den SLNP. Dort hatten wir das Gefühl gar nicht sooo viel gesehen zu haben. Wenn ich mir jetzt die Bilder anschaue, war es doch eigentlich gar nicht so schlecht. Und in ein paar Tagen wird es wahrscheinlich so sein, dass wir unbedingt wieder hin wollen 🙂

Deine Vogelbenamsung würde ich übrigens so mittragen und für das unbekannte Flugobjekt schlage ich mal common sandpiper (Flussuferläufer) vor.

Gute Besserung

Mabe