30.09.2017 Kamanjab Onjiwewe - Das Filmhaus
Da der Supermarkt in Kamanjab am Samstag schon zu hat, gehe ich in den ziemlich belebten kleinen Shop mit Metzgerei nebenan. Dutzende Farbige warten hier geduldig auf Bedienung. Ich kaufe Boerewors und einige andere Sachen.
Einige Kilometer hinter Kamanjab verlassen wir die Landstrasse und biegen in eine Farm ein.
Es ist etwas unübersichtlich, aber an so einer Art Rezeption werden wir empfangen und von einem sehr netten Farbigen (Jakobus) zum Filmhaus begleitet.

Zuerst sind wir etwas verunsichert. Einige Hauszelte stehen auf dem überdimensionierten Gelände vor dem Filmhaus.

Sind wir hier echt alleine ? Das Filmhaus selbst scheint riesig zu sein. Als wir auf der mittleren Ebene ankommen, verschlägt es uns die Sprache.

Das ist echt abgefahren.

Wer denkt sich so etwas aus ? Naja, eine Filmcrew.

Das Haus ist in riesige Felswacker integriert und komplett offen.


Das hat leider aber auch den Nachteil, dass die zahlreichen Dassies und Vögel hier auch gerne wohnen möchten. Und da diese nicht die Toilette benutzen, hinterlässt das seine Spuren.
Es gibt eine große Anzahl an verschiedenen Schlafzimmern und unzählige Sitzmöbel.



Unten ist ein Pool, den wir uns aber nur anschauen.

Eigentlich sind wir auch auf Selbstversorgung eingerichtet. Nein. Wir haben Vollpension gebucht, berichtet uns der sich über unsere Begeisterung freuende Jakobus. Wir machen es uns gemütlich, laufen etwas planlos durch das riesige Haus auf drei Ebenen.


Essen leckeren Kuchen…
Und fotografieren natürlich Vögel.





Um uns herum spielt sich das Farmleben ab. Dieses Bild dürfte Landy Fans das Herz zerreissen !

Auch einige Himbas laufen herum. Und wir sitzen oben in dieser Piratenburg.


Dann gibt es Essen. Drei Leute kümmern sich um uns. Sie sind alle sehr sympathisch.

Wir kloppen Sprüche mit dem einen von ihnen, während Jakobus und seine Kollegin eine gigantische Menge Essen am offenen Feuer anrichten.

Es ist so viel, dass wir Jakobus und die Kollegin zum Essen an unseren Tisch einladen. Jakobus sagt sofort ja, die Köchen isst etwas abseits. Und es schmeckt köstlich !

Die Atmosphäre ist total romantisch, denn Jakobus hat zig Fackeln angesteckt. Outstanding. Die Casimodos sind restlos begeistert !

Während des Sonnenunterganges braut sich am Horizont eine Gewitterfront auf.


Es wird sehr windig. Die beiden guten Geister verabschieden sich und lassen uns alleine.

Leider werden nun alle Fackeln ausgepustet und es fängt an zu regnen. Und die Blitze schlagen in der Umgebung ein. Der Blitzableiter an diesem höchsten Platz in der Ebene ist direkt neben uns. Wir flüchte in den Keller und sitzen in der Küche neben den Gasflaschen, während über uns die Welt unterzugehen scheint.
Urig aber auch ein wenig scary. Dann ist das Schauspiel vorbei und wir gehen ins obere Schlafzimmer ins Bett.

Alles ist offen und überall unbekannte Geräusche. Wir glauben, Warnrufe von Dassies zu hören. Warnen die vor Schlangen ? Bestimmt ! Wir schlafen nicht ein und haben beide (vermutlich völlig unnötig) ein schlechtes Gefühl. So richtig 100% sauber ist das bett auch nicht. Das Mosquitonetzt ist auch relativ klein. Sehr spät finden wir dann doch in den Schlaf….





























